DEMOKRATISCH – LINKS

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RENTENANGST

Offener Brief an den MDR

Erstellt von DL-Redaktion am 11. Juli 2016

Schluss mit der Hetze gegen Russland!

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Anja Böttcher hat genug. Nachdem der MDR abermals russische Medien – darunter auch RT Deutsch – verunglimpfte, verfasste die Lehrerin einen überaus deutlichen Offenen Brief an den öffentlich-rechtlichen Sender. RT Deutsch dokumentiert das Schreiben im Wortlaut.

Sehr geehrte MDR-Redaktion,

als seit über zwanzig Jahren im Schuldienst tätige Lehrkraft mit medienwissenschaftlichem Arbeitsschwerpunkt, die während ihres Studiums auch diskursanalytisch und sprachsoziologisch zur Propaganda im Nationalsozialismus und im deutschen Kaiserreich gearbeitet hat, bin ich in hohem Grade über die unschwer erkennbare Degradierung unseres Mainstreamdiskurses zu einer aggressiv anti-russischen Feindpropaganda mit anscheinend unbegrenzter Eskalationsbereitschaft und eine an frühere Erscheinungsformen rassistischer Hetze erinnernde Reduktion des Russlandbildes hochgradig alarmiert.

Quelle   :       RT Deutsch >>>>> weizerlesen

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Attribution: Sebastian Zwez

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In Polen die Russen würgen

Erstellt von DL-Redaktion am 9. Juni 2016

Deutschland will eine Führungsrolle in der NATO

Autor: U. Gellermann

Die größte Würgeschlange der Welt hört auf den schönen Namen „Anakonda“. So heißt auch das Manöver, mit dem die NATO in Polen gerade beinahe die Russen besiegt. Denn die, so geht das Drehbuch der militärischen Zusammenrottung, überfallen gerade Polen. Und der tolle neue polnische Präsident Andrzej Duda dekliniert schnell den Ernstfall: „Wir bereiten uns auf einen Überfall vor“. Und weil der Russe in dieser Inszenierung vor den Toren steht, haben sich die Polen militärische Verstärkung aus Georgien und der Ukraine geholt. Diese Länder gehören zwar nicht offiziell zur NATO, aber gegen den Russen ist dem Westen jede noch so dumme Provokation gerade Recht.

Die neue polnische Regierung würgt zur Zeit die polnische Demokratie. Da wird ihr historischer Verdauungsprozess von der NATO mit mehr als 30.000 Soldaten unterstützt. Deshalb fällt der polnischen Führung auch nicht auf, dass der Beginn des Zweiten Weltkrieges auch mit einer Überfall-Inszenierung begann: SS-Truppen attackierten in polnischer Uniform den Sender Gleiwitz und „spielten“ Angriff auf Deutschland, um selbst mit einem Überfall auf Polen das bekannte Inferno auszulösen.

Ähnlich geschichtsvergessen wie die polnische Regierung sind die deutschen Begleitmedien: Wohin man auch liest oder hört, flugs wird die Notwendigkeit der NATO-Vorbereitungen mit dem immer noch schwelenden Ukrainekrieg erklärt. Und der ukrainische Botschafter in Berlin, Andrij Melnyk, gießt noch Benzin ins Feuer wenn er in einem Interview die Lösung des „frozen conflict“ in seinem Land verlangt und von der EU fordert „Mut und Härte zu zeigen“. So läßt der Mann erkennen, dass die ukrainische Regierung immer noch weit von einer friedlichen Lösung des Konfliktes entfernt ist.

Während die NATO-Schlange noch tapfer versucht die Russen zu schlucken, hat das öffentlich-rechtliche Fernsehen der Ukraine jüngst seine Sendungen für eine Minute unterbrochen und strahlte während dieser Zeit die Aufnahme einer brennenden Kerze aus. War denn schon Weihnachten? Nein, feierlich erinnerte man an den ehemaligen Kriegsminister und Präsidenten der Ukraine Symon Wassyljowytsch Petljura. In dessen Amtszeit – 1919 bis 1920 – wurden in Pogromen ungefähr 50.000 ukrainische Juden umgebracht. Dass ein Staat, der sentimental an einen Judenschlächter erinnert, im Herzen der NATO einen Vorzugsplatz einnimmt, mag in deutschen Medien nicht berichtet werden.

In diesem schrillen NATO-Konzert möchte die deutsche Bundesregierung gern die erste Geige spielen. Auch wenn der Dirigent natürlich immer aus den USA kommen wird, steht doch im neuen „Weißbuch“ des Verteidigungsministeriums, dem Entwurf des Strategiedokumentes, dass Deutschland in der Verantwortung steht, „die globale Ordnung aktiv mitzugestalten“. Bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr sei Deutschland deshalb bereit, innerhalb eines Bündnisses Führungsverantwortung zu übernehmen. Bundespräsident Gauck ist kaum weg, schon soll die von ihm erfundene neue „Deutsche Verantwortung“ in einem verbindlichen Dokument verankert werden.

Angesichts der Ukraine, die offenkundig in den NATO-Plänen eine feste Rolle spielt, ist die im „Weißbuch“ festgelegte „Bündnissolidarität als Teil deutscher Staatsräson“ eine Unvernunft der wilden Expansions-Lüste, wie sie seit langem von der NATO ausgelebt wird. So wird Staatsräson auf Staatsräson gestapelt: Die deutsche Räson der israelischen Sicherheit fügt sich, scheinbar nahtlos, zum Bündnis mit einem Land, in dem Judenmördern Feierstündchen eingerichtet werden.

Schlangen haben ein Problem: Sie können nicht kauen. Deshalb kommen Riesenschlangen manchmal durch zu große Beute um. Dieser gewaltige Appetit schadet dann der Schlange selbst. Wer versuchen möchte Russland zu schlucken, wird sich einem Erstickungsanfall aussetzen, dessen Zuckungen die ganze Welt erschüttern würden.

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Grafikquelle   :    Wehrschatzmarke des Deutschen Schulvereins aus der Zeit des Ersten Weltkriegs.

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Demütigung als Gefahr

Erstellt von DL-Redaktion am 14. Juli 2015

Russland und die Lehren der deutschen Geschichte

von Erhard Eppler

In der letzten Ausgabe der „Blätter“ vertrat der Philosoph Vittorio Hösle die These, dass „Russland heute gefährlicher ist als die alte Sowjetunion“. Und er fügt dem noch eine zeitliche Dramatisierung hinzu: „Putins Alter ist derart, dass er nicht allzu lange warten kann, wenn er als ‚Sammler russischer Erde‘ in die Geschichtsbücher eingehen will“. Will sagen: Passt auf, es kann früher losgehen, als ihr glaubt!

Putin bestimmt die russische Politik seit dem Jahr 2000, also seit 15 Jahren. Noch im Jahr 2013, also nach 13 Jahren Putin, hätte eine solche Warnung bloßes Kopfschütteln oder gar nachsichtiges Lächeln erzeugt. Dass dieser Putin, dem die Russen dafür danken, dass er nach dem Chaos der Jelzin-Jahre wieder so etwas wie einen verlässlichen Staat geschaffen hatte, kein lupenreiner Demokrat im westlichen Sinne war, wussten wir immer. Aber dass er ein Aggressor, dazu einer unter Zeitdruck war, haben wir alle einfach nicht bemerkt – bis der Maidan in Kiew das Abkommen zerriss, das drei europäische Außenminister – mit Zustimmung Putins – den ukrainischen Konfliktparteien abgerungen hatten und eine leidenschaftlich antirussische Regierung installierte.

Haben wir also 14 Jahre lang geschlafen? Immerhin hat Hitler nur 12 Jahre gebraucht, um Europa in Trümmer zu legen.

Immerhin hat dieser Putin dann vieles getan, was nicht auf den von Hösle behaupteten Zeitdruck schließen ließ. Als in Donezk und Lugansk die ukrainische Polizei lächelnd zusah, wie die Separatisten ein Rathaus nach dem anderen besetzten und die Herrscher der neuen „Volksrepubliken“ um Beitritt zur Russischen Föderation baten, hat er das einfach überhört. Und als in Kiew der Ministerpräsident Jazenjuk bei jeder Gelegenheit erklärte, die Ukraine befände sich im Krieg mit Russland, hat er dies nicht als Kriegserklärung gewertet und seine Panzer gen Kiew in Marsch gesetzt, er hat es nicht einmal kommentiert. Er hat also offenbar doch Zeit.
Ich habe diesen Putin nur einmal getroffen, bei Gerhard Schröders 60. Geburtstag. Da kam er nach Hannover mit einem Kosakenchor, der das Niedersachsenlied schmetterte: „Wir sind die Niedersachsen, sturmfest und erdverwachsen.“ Das war ein Putin, der seinen Platz in Europa suchte.

Heute ist es auch in Deutschland so etwas wie ein Denksport, über die finsteren Absichten Putins zu spekulieren. Wollen wir damit vergessen machen, was wir selbst versäumt haben? Warum ist niemand auf die Idee gekommen, mit Putin über das Assoziationsabkommen mit der Ukraine zu reden? Jetzt, nachträglich tun wir es ja, aber nun ist es zu spät. Hätte der damalige Präsident der EU-Kommission, José Manuel Barroso, das tun sollen? Aber der dachte nicht daran. Und das gefiel auch den Regierungschefs, die, wie vor allem die deutsche Kanzlerin, dafür gesorgt hatten, dass es keinen politisch starken Kommissionspräsidenten gab. Niemand war dafür zuständig, also taten wir so, als ob es Russland gar nicht gäbe. Und rieben uns die Augen, als dieses Russland uns auf dramatische Weise daran erinnerte, dass es noch existierte.

Die Weltgeschichte ist kein Amtsgericht

Quelle: Blätter >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedia – Namensnennung: Kremlin.ru

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Die Verrohung Russlands

Erstellt von DL-Redaktion am 8. März 2015

Mord aus Übereifer – oder Kalkül

AUS MOSKAU KLAUS-HELGE DONATH

RUSSLAND Putin opferte sogar sein Streben nach Stabilität der permanenten Mobilisierung gegen Feinde. Der Hass, den er säte, wird unkontrollierbar

Die Meldung vom Attentat auf Boris Nemzow war noch ganz frisch, als sich Wladimir Talismanow schon im Netz ausließ: „Ein abscheuliches Miststück weniger! Erst haben die Amerikaner ihn geschaffen und nun beseitigt.“ So ergehe es „Terroristen“ und „politischen Huren“, meinte der Vizedekan der Moskauer Hochschule für Physik und Technologie, einer renommierten Einrichtung. Zufällig derselben Anstalt, an der auch Anton, der Sohn des Ermordeten, studiert.

Studenten bedauerten in einem Brief den Ausfall. Dem Physiker selbst fiel es schwer, sich zu entschuldigen. Er habe spontan „als Patriot“ reagiert. Von Reue zeigte er keine Spur. Talismanow war eher davon irritiert, dass eine Umgebung, die doch ähnlich empfindet, ihn plötzlich maßregelt, sogar ein Minimum an Anstand einfordert. Andere Studenten solidarisierten sich denn auch mit ihrem Dozenten.

Für die Verrohung Russlands trägt Präsident Wladimir Putin die Verantwortung. Seit mehr als zehn Jahren wird der Gesellschaft Moral ausgetrieben. Die Verrohung raubt ihr auch zunehmend das Mitgefühl.

Wladimir Putin wird den Mord an dem Kritiker nicht in Auftrag gegeben haben. Schon gar nicht die hochsymbolische Inszenierung zu Füßen der Kremlmauer, die einem „Kleinen Kurs für Attentäter“ aus der KGB-Bibliothek hätte entnommen sein können.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedia – Urheber Татьяна Чеп.

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Es geht nicht nur ums Gas

Erstellt von DL-Redaktion am 26. Dezember 2014

Debatte Russland und die Türkei

von Jürgen Gottschlich

RUSSLAND Putin und Erdogan bilden eine neue geopolitische Achse gegen Europa. An dieser Opposition ist auch die westliche Arroganz schuld.

Als Wladimir Putin Anfang Dezember in Ankara das Aus der geplanten Gaspipeline South Stream verkündete, hielten das die meisten Kommentatoren in Deutschland für eine energiepolitische Nachricht. Viele sahen darin auch ein Eingeständnis, dass Russland die enormen Kosten, die der Bau der Gaspipeline durch das Schwarze Meer erfordern würde, offenbar nicht mehr stemmen kann. Sie lagen falsch.

Zweifellos ist die Ankündigung des russischen Präsidenten, keine Pipeline mehr nach Bulgarien und weiter in die EU bauen zu wollen, eine wichtige energiepolitische Entscheidung. Doch vor allem ist sie Indiz für eine grundsätzliche strategische Umorientierung Russlands, die auf neue/alte geopolitische Konstellationen hindeutet.

Es war kein Zufall, dass Putin sich für die Bekanntgabe des Aus für South Stream ein Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Ankara ausgesucht hat. Schon da deutete Putin an, dass der Kreml nicht ersatzlos auf South Stream verzichten will, sondern erwägt, statt Bulgarien die Türkei zum Umschlagplatz für russisches Gas zu machen.

Gazpromchef Alexei Miller hat das dann einige Tage später im russischen Fernsehen präzisiert. Russland will zukünftig die Türkei zu einem strategischen Partner für den Verkauf von russischem Gas machen. Man werde die begonnene Gaspipeline weiterbauen und dazu eine neue Firma gründen. Die wird dann eine Röhre unter dem Schwarzen Meer in die Türkei legen, durch die zusätzlich zu der bereits bestehenden, „Blue Stream“ genannten Gaspipeline von Russland nach Ankara, weitere 50 Milliarden Kubikmeter Gas jährlich in die Türkei gepumpt werden können. „Die EU“, so Miller, „sehe sich künftig dann dem neuen mächtigen Transitland Türkei gegenüber.“ Das werde die Türkei in die Lage versetzen, der EU gegenüber massiver auftreten zu können.

Ausgrenzung als gemeinsames Gefühl

Zusätzlich wollen Putin und Erdogan den Warenaustausch zwischen beiden Länder verfünffachen, und der mächtigste türkische Industriekonzern Koc kündigte an, man werde im kommenden Jahr den Bau einer großen Lkw-Fabrik in Russland beginnen.

Es geht also um den Beginn einer strategischen Partnerschaft zwischen zwei Ländern, die zwar in einigen Bereichen noch große Konflikte haben, die aber dennoch ein Grundgefühl eint: von der EU, von Europa ausgegrenzt und schlecht behandelt zu werden.

Mächtiges Transitland Türkei

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedia – Urheber Traroth

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Ein Bein für Russland

Erstellt von DL-Redaktion am 14. Oktober 2014

Russlands Schattenarmee in der Ukraine

IFORRussland.jpg

Erst als er das Schild „Rostow am Don“ sieht, dämmert es Nikolai, dass man ihn in die Ukraine geschickt hat. Er kehrt als Invalide zurück. Doch offiziell gibt es gar keinen Krieg und keine Toten. Das Thema ist tabu

AUS MOSKAU KLAUS-HELGE DONATH

Als Blauhelm-Soldat von einem Konflikt zum nächsten eilen und so die Welt kennenlernen, davon habe sein Neffe geträumt, als er sich letztes Jahr entschloss, Berufssoldat zu werden, erzählt Sergei Koslow. Jetzt liegt der 21-jährige Nikolai in einem Moskauer Militärspital. Der Ukrainekrieg hat seine Träume von einer Karriere als Friedensemissär zunichtegemacht. „Ein Bein hat Nikolai verloren, er wird Invalide bleiben“, sagt sein Onkel. „Dafür gehört die Krim aber uns“, fügt er sarkastisch hinzu. Sergei Koslow bezeichnet sich als Dissident. Schon sein Vater und sein Großvater hätten dem Kreml nicht getraut.

Nur sein Bruder Wsewolod, Nikolais Vater, sei anders geraten. Sew, wie er ihn nennt, vertraut der russischen Führung. Der ehemalige Afghanistankämpfer arbeitet auf dem Gelände der Atomanlage Majak bei Osersk als Busfahrer. 1957 kam es in der geschlossenen Stadt im Ural zu einem Super-GAU, bei dem mehr Radioaktivität freigesetzt wurde als 1986 in Tschernobyl. „Wer dort arbeitet, wird selten älter als 50“, sagt Sergei, dessen Vater noch als Physiker am Bau der Atombombe in Osersk mitwirkte und früh an Krebs starb. „Im sowjetischen Kindergarten wurde uns eingeimpft, dass wir für den Staat Opfer zu bringen hätten“, sagt er. „Jetzt erzählen sie dir wieder dasselbe.“ Alles würde er tun, damit seine Kinder keinen Armeedienst leisten müssen.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle    :  An IFOR marked Russian Army BTR-80 Armored Personnel Carrier (APC), with four crew members each standing up through open hatches, travels on a muddy road that runs through Jusici, Bosnia-Herzegovina, while on patrol in the Russian Sector enforcing the peace in the zone of separation. The Russians are in Bosnia participating in Operation Joint Endeavor, which is a peacekeeping effort by a multinational Implementation Force (IFOR), comprised of NATO and non-NATO military forces, deployed to Bosnia in support of the Dayton Peace Accords.

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Was deutsche Medien verschweigen

Erstellt von Gast-Autor am 25. März 2014

Ukrainische Krim-Soldaten wechseln
mehrheitlich in russische Armee

Autor: U. Gellermann

Rationalgelerie

Datum: 24. März 2014

Wenn man alles aufschriebe, was zum Ukraine-Krim-Komplex im Norm-Medien-Deutschland ungesagt bleibt, hätte man viel zu tun. Immerhin gibt es die von deutschen Journalisten verantwortete Online-Zeitung „russland.RU“ die vor Ort unabhängig recherchiert. Hier ihr jüngster Artikel:

Das ukrainische Militär zieht von der Krim ab – nicht jedoch die Mehrheit ihrer Soldaten. Denn die weitaus überwiegende Zahl will bleiben und weiter unter russischem Kommando dienen. Während diese Aufteilung recht friedlich abgeht, geht es beim Fußball auf der Krim und in der Ukraine kontroverser zu.

Dieser Bericht beruht ausschließlich auf den Meldungen der Onlinepresse vor Ort, um die Beeinflussung unserer Berichterstattung durch deutsche oder russische Propaganda zu verhindern

Von der Kaserne in Kertsch meldet unser Medienpartner Kertsch FM, das der größte Teil der ukrainischen Soldaten bleiben und unter russischem Kommando kämpfen will. Von 280 dort dienenden Soldaten wollen etwa 200 in die russische Armee wechseln, 60 bei den Ukrainern bleiben und 20 ihren Dienst komplett quittieren. Dieses deutliche Stimmungsbild habe sich erst in den letzten Tagen nach und nach abgezeichnet, während ursprünglich mehr Soldaten bei den Ukrainern bleiben wollten. Wer in der ukrainischen Armee bleiben möchte, muss die Halbinsel in den nächsten Tagen verlassen. Ähnliche Meldungen gab es gestern bereits von Einheiten in Sewastopol und Simferopol. Vor allem Soldaten von der Krim selbst und aus dem russischsprachigen Osten der Ukraine dürften eine Versetzung aufs Festland unter dem Kommando der Euromaidan-Regierung ablehnen. In den großen deutschen Medien ist darüber – wie so oft bei negativen Euromaidan-Nachrichten – nichts zu lesen und es wird der falsche Eindruck erweckt, die ukrainischen Soldaten blieben alle “bei der Stange” und würden “von der Krim vertrieben”. Das trifft tatsächlich nur noch für eine kleine Minderheit tatsächlich zu.

Ähnliche Meldungen gab es bereits gestern bei anderen Onlinzeitungen wir Krym.net. Hier war von Einheiten in Simferopol die Rede, die zu 90 % in russische Dienste wechseln wollen. Grund sei unter anderen, dass sich die Soldaten von der Führung in Kiew im Stich gelassen fühlten, so die Zeitung. Auch sei der Sold in der russischen Armee höher. Hier wird auch deutlich, warum die Ukraine auf die Besetzung durch russische Soldaten militärisch so passiv reagiert hat. Die Mehrheit ihrer dortigen Soldaten wäre wohl bei Kämpfen gegen die russische Armee nicht dabei gewesen. Somit scheint die weitgehende Auflösung der ukrainischen Militäreinheiten auf der Krim, die die “abtrünnige” Provinzregierung bereits kurz nach ihrer Machtübernahme vermeldet hatte, nun tatsächlich stattzufinden, während zu Beginn des Konflikts nur eine Minderheit der ukrainischen Truppen die Seiten gewechselt hatte.

Die Onlinezeitung Forpost berichtet weiter von Querelen rund um den örtlichen Fußballclub in Sewastopol. Dieser spielt noch in der ukrainischen Liga und hätte eigentlich ein Heimspiel gegen Charkow, ebenfalls in der Ostukraine gelegen. Der Verband wollte, dass die Partie nicht auf der Krim, sondern auf neutralem Boden gespielt wird, was die Sewastopoler ablehnten, weil sie nicht auf dem Heimvorteil verzichten wollten. Da man sich offenbar nicht einig wurde, ist mittlerweile Alexander Krasilnikow, der Präsident vom FC Sewastopol, von seinem Posten im Vorstand des ukranischen Fußballverbands zurück getreten.

Weitere Meldungen von der Krim berichten von langen Schlangen beim Anstehen für russische Pässe und der Produktion der ersten Russland-Landkarte mit der Krim dabei. Währenddessen ist auch die Währungsumstellung im vollen Gange. Alle Griwna-Guthaben sollen zum Kurs 1 : 3,8 auf Rubel umgestellt werden. Als zukünftige Partnerstadt für Sewastopol ist Ufa in der russischen Republik Baschkortostan im Gespräch schreibt die Onlinezeitung sevnews.info

Hier geht´s zum OriginalartikeL.

www.russland.ru/krim-ukrainische-soldaten-wechseln-mehrheitlich-in-russische-armee/

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Grafikquelle    :    Russische Soldaten auf Schützenpanzerwagen BTR-80 im Rahmen des IFOR-Einsatzes, November 1996

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Aus der Ostukraine

Erstellt von Gast-Autor am 14. März 2014

Demonstrationen zur Freilassung der Oppositionsführer

File:Soviet ballte tank T62 in Kiev, Ukraine.JPG

Autor: U. Gellermann

Rationalgalerie

Datum: 13. März 2014

Während deutsche Medien (löbliche aber einsame Ausnahme war die Ausstrahlung der jüngsten Sendung „Anstalt“ im ZDF) beharrlich über die Unterdrückung der Proteste in der Ost-Ukraine schweigen, berichtet „russland.RU“, eine unabhängige deutsche WebSite vor Ort, das, was die Wahrheit ist: Die scheinbar „Neuen“ in Kiew sind keinen Deut besser als die alte Janukowitsch-Gruppierung. Sie haben nur bessre Beziehungen zur EU, zur NATO und den deutschen Medien. Hier ein Artikel aus „russland.RU“:

„Die russischsprachige Ostukraine kommt nicht zur Ruhe. Nachdem der führende prorussische Oppositionelle aus Donezk Pawel Gubarjow auf Anordnung eines Gerichts in Kiew mindestens zwei Monate einsitzt, haben seine Anhänger vor Ort im Donbass Demonstrationen angekündigt, bis man ihn frei lässt und ein Referendum über die weitere Zugehörigkeit des Donbass zur Ukraine nach dem Vorbild der Krim stattfindet. Gestern demonstrierten in Donezk nach der örtlichen Onlinezeitung Ura-Inform 5-7.000 Menschen in Donezk auf einer prorussischen Kundgebung.

Gubarjow war am 6. März verhaftet und sofort aus der Ostukraine heraus nach Kiew bebracht worden. Der “Gouverneur der Menschen”, wie er von seinen Anhängern genannt wurde, war der führende Kopf der prorussischen Opposition in Donezk und hatte mehrere Protestdemonstrationen gegen die Euromaidan-Regierung organisiert. Deshalb sprechen seine Anhänger von einer politischen Gefangenschaft. Der ukrainische Staat wirft im Anstiftung zu Unruhen und die Verletzung der Integrität der Ukraine vor, was nach ukrainischem Recht eine Straftat ist. Ein bereits vom dortigen Gebietsparlament angesetztes Referendum im Donbas wurde per Gerichtsbeschluss wieder abgeblasen.

Die Verhaftung ist Teil einer größeren Kampagne der Euromaidan-Regierung in der südlichen und östlichen Ukraine, die mehrheitlich russischsprachig ist. Verhaftet wurden auch weitere Oppositionsführer in Charkow, Odessa und Lugansk, ausgetauscht zahlreiche Führungsspitzen in Politik und Verwaltung wie Gouverneure und Polizeichefs – alle durch treue Gefoglsleute des Euromaidan. Der ehemalige Gouverneur von Charkow Dobkin steht aktuell unter Hausarrest. Das trug auch zu einer weiteren Radikalisierung der Gegner der neuen ukrainischen Regierung im Osten des Landes bei. Von den großen deutschen Medien wird über diese Repressalien im Gegensatz zu russischen auf der Krim konsequent nicht berichtet.

Unruhe gab es auch unter Bergleuten in Lugansk, die seit zwei Monaten erfolglos auf ihren Lohn warten. In Tscheljabinsk in Russland gab es aus Solidarität mit den Bürgern von der Krim und der Ostukraine eine Demonstration mit 15.000 Teilnehmern.

Durch die Presse der Ostukraine schwirrt auch die Geschichte des ukrainischen Seemanns Maxim Knjasews. Dieser, russischer Muttersprachler von der Krim, ist in Odessa vom Flaggschiff der ukranischen Marine desertiert und hat sich auf eigene Faust auf die Krim durchgeschlagen. Dort will er sich jetzt der russischen Marine anschließen. Knjasew berichtet von einer schlechten Motivation der russischsprachigen Matrosen vor Ort, die zum Teil ähnliche Pläne wie er hätten oder abwarten wollten, wie sich die Lage vor Ort weiter entwickelt.“

Hier der Link zum Original-Beitrag:

http://www.russland.ru/ostukraine-demonstrationen-bis-referendum-und-freilassung-fuehrer/

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Grafikquelle    :

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Author Ferran Cornellà

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Oligarchen und Demokratie

Erstellt von DL-Redaktion am 19. Dezember 2013

Oligarchen und Demokratie

Ja, hier wird einmal der Finger in die richtige Wunde gesteckt und wir sollten alles daransetzen diesen Finger immer und immer wieder herumzudrehen, in dieser Wunde, damit er tiefer und tiefer eindringen kann. Denn wir dürfen bei der Beurteilung der Ukraine nicht den Blick auf uns selber vergessen, auf dieses Land in dem wir leben.

Wie hat Karl-Heinz Böhm sinngemäß einmal geantwortet als er auf die Korruption in Afrika angesprochen wurde: „In Afrika wird mit Millionen korrumpiert, in Deutschland rechnet man in Milliarden“.

In diesen Zusammenhang ist es interessant zu lesen das sich unser aller Guido, der Westerwelle, jetzt auch als Gutmensch outet und die „Stiftung für internationale Verständigung“ gründet. Ist es nicht seltsam wie das bevorstehende Weihnachtsfest auch die Herzen unserer Politiker weich werden lässt? Die „Römische Dekadenz“ gewaschen mit einem Weichspüler?

Oder liegt es auch nur daran dass der Jahreswechsel bevorsteht, bald die Steuerklärung für 2013 geschrieben werden muss und für das noch laufende Jahr Abschreibungen getätigt werden können? Das lesen solcher Meldungen müsste an und für sich das Herz eines jeden Kaufmann höher schlagen lassen.

Ja, unsere armen Politiker! In einen solchen Moment sollten wir uns einmal daran erinnern dass der FDPler Möllemann bei seinem leider viel zu frühen Tod ca. 8 Millionen Schulden hinterließ, als einfacher Lehrer.  Sollte einmal ein Normallehrer welcher nicht in vorderster Reihe der Politik steht versuchen, solch einen Berg Schulden aufzuhäufen! Die Erben des Franz-Josef-Strauß streiten zur Zeit um einen Nachlass von ca. 300 Millionen. Ja, aber wir kritisieren die Oligarchen im Ausland?

Oligarchen und Demokratie

Autor: Jürgen Roth

UKRAINE Die Proteste gegen die Eliten verdienen jede Unterstützung. Doch den jetzt um Werte bemühten Politikern aus dem Westen geht es allein ums Gas.

Es ist pure Berechnung, wenn europäische PolitikerInnen die Demonstrationen gegen den ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowitsch und seine Regierung wortgewaltig unterstützen und dabei wohlgefällig von den „europäischen Werten“ reden, die bei einer Unterzeichnung des Assoziierungsabkommen mit der EU erfüllt werden können.

Ein Blick nach Sofia genügt, um die Realität zu zeigen. Dort demonstrieren seit Monaten Bürger gegen das mafiöse politische System und die herrschenden Oligarchen. Kein einziger europäischer Politiker hat sich bisher dort blicken lassen. Im Zweifel interessiert sich die EU nicht für ihre Werte. Und im Fall der Ukraine geht es ihr ums Erdgas.

Auch Timoschenko ist korrupt

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Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 11. November 2013

 Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

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Das war schon eine turbulente Woche auf welche Küppersbusch zurückblicken konnte. Wobei als das Highlight wohl der Besuch des Freiherrn Guttenberg bei Merkel alles überstrahlte. Was mögen die Beiden wohl zu bekakeln haben? Sie, die Vertreterin des Neuland und er, der EU Beauftragte welcher Internetaktivisten in autoritär regierten Ländern helfen soll! Eine tolle Kombination. „The blind following the blind?“

Könnte es wirklich zu einen Tauschgeschäft mit Putin kommen? Snowden gegen Gutti? Dann wird sich wohl, so wäre zu vermuten, Putin für Snowden entscheiden.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht letzte Woche?

Friedrich Küppersbusch: Ich muss das Schmunzeln noch wegkriegen, wenn der Nachrichtensprecher „Vizekanzler Sigmar Gabriel“ sagt.

Was wird besser in dieser?

Vielleicht wird es nicht so lustig.

Der Europäische Gerichtshof hat beschlossen, dass verfolgte Homosexuelle Recht auf Asyl haben. Längst überfällig, oder?

Prima. Etwas tückisch, dass zuvor „tatsächlich verhängte Haftstrafen“ nachgewiesen werden müssen. Geh in den Knast, dann hättest du theoretisch Asylanspruch. Die 38 Staaten Afrikas, in denen Homosexualität „verboten“ ist, müssten also Formulare ausreichen, in denen sie ihre uneingeschränkte Verfolgungsbereitschaft testieren. Nur bei Russland glauben wir es so, aus Freundschaft.

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