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RENTENANGST

Neues vom Guttenkasper

Erstellt von DL-Redaktion am 13. Dezember 2011

„Spürst du den Sprung in deiner Schüssel,
steig in den Zug, mach Politik in Brüssel“

 File:Manneken Pis Brussel.jpg

Begonnen hatte die EU einmal unter den Schlagwort: „Hast du einen Opa, schick ihn nach Europa.“ Das ist allerdings schon ein paar Jährchen her und dieses Europa schreit heute nach frischem Blut. So könnten wir denn heute rufen:

Das ungefähr müssen sich zumindest die Beobachter des Dr.-Bluffs gestern bei seinem Auftritt auf dieser „politischen“ Bühne in Brüssel gedacht haben. Er trat damit in die Fußstapfen eines Günther Oettinger der diesen Ruf schon einige Monate zuvor in seinen oberen Weichteilen wahrgenommen hatte.

Gerufen wurde er von der  EU Kommissarin Neelie Kroes welche ihn mit den Ruf „Das kann er“ über den großen Teich gelockt hatte. Auf ihrer Suche nach „Talenten und nicht nach Heiligen“ sei sie auf von zu Guttenberg gekommen. Sie bot ihm einen ehrenamtlichen (in der Politik??) Job an: Er soll der Europäischen Kommission helfen, ein Programm zu erarbeiten, das für mehr Internetfreiheit in Diktaturen und totalitären Staaten sorgen soll. Spezielle Software Pakete könnten in Zukunft dabei helfen Bloggern welche bedroht werden oder der Zensur zum Opfer fallen, zu unterstützen. Auch möchte man europäische Firmen dazu auffordern, keine Spionage Software mehr an totalitäre Systeme zu verkaufen.

Und der ehemalige Kriegsminister Guttenberg sagte: Yes, I can !!

Laut heutigen Pressemitteilungen soll der Freiherr aber in seiner Amtszeit als Wirtschaftsminister genau diese Firmen beim Export ihrer Spionagesoftware mit Bürgschaften unterstützt haben, überwiegend bei Lieferungen in den Raum des Nahen Osten.

So ist die Familie Guttenberg doch in der EU Kommission seit Jahren bestens bekannt. 2008 und 2009 wurden von der Behörde Vorhaben welche sich für Internetsperren von Kinderpornografie einsetzten gefördert. Dazu gehörte auch der Verein „Innocence in Danger“ dessen Präsidentin seine Frau Stephanie ist. Sie kämpft nun also für mehr Kontrolle und er für mehr Freiheit im Netz. Beide im Auftrag der gleichen Kommission. Eine perfekte Allianz.

Es wurde von einer Pressekonferenz berichtet in der die Person Guttenbergs im Vordergrund stand, die zu übernehmende Aufgabe dagegen interessierte niemanden. Auf die Frage einer deutschen Journalistin. “Ob es nicht besser gewesen wäre, sich einen Politiker mit einem besseren Ruf zu suchen“ antwortete die Kommissarin nur das sie „Jemanden wie ihn brauche“. Weitere Nachfragen wurden ignoriert und nach 30 Minuten war der Spuk vorbei.

So langsam führt sich hier Politik ad absurdum und die Protagonisten scheinen es nicht einmal mehr wahrzunehmen. Es zeigt sich immer mehr das hier nur noch eine Hand die andere wäscht und der korrumpierte Apparat immer weiter wächst. Eine Besserung ist zur Zeit nicht in Sichtweite.

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Author Pbrundel  /  Own work
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Alles Gutt für 20.000 € ?

Erstellt von DL-Redaktion am 25. November 2011

Hast du was dann heisst du Steinbrück oder Guttenberg

Datei:Dts news streinbrueck wikipedia.JPG

„Hast du was, dann bist du was“, so lautet eine alte Redewendung. Dem Wortlaut dieser Redewendung folgend wurde dann auch das Strafverfahren gegen den Ex-Minister eingestellt. „Hast du was“ bedeuten in diesem Fall 20.000 Euro welche an die Kinderkrebshilfe überwiesen wurden.Für „Bist du was“ sind 20.000 Euro natürlich weniger als für einen Hartz 4 Empfänger, welcher vielleicht fünf Euro Strafe für das falsche Abstellen seines Fahrrades bezahlen muss, wobei die 20.000 Euro dann auch wiederum bei der Steuer abgezogen wird, wo der Hartz 4 Empfänger erst gar keine bezahlt. So sieht also die gerechte Welt in diesem Merkel Land aus.

Dieses Urteil beantwortet aber weder die Frage nach Schuld wie Unschuld oder gar die nach einer  „geringen Schuld“. Die Feststellung der Staatsanwaltschaft, eines nur „marginalen“ wirtschaftlichen Schadens, ist aber auch ein Hinweis auf die neue Wertschätzung in der Gesellschaft. Der Verlust oder Gewinn von Werten nimmt ausschließlich Bezug auf die Wirtschaftlichkeit. „Soll und Haben“ sagt der Buchhalter. Die Fragen nach Gerechtigkeit, Moral oder Anstand werden wie selbstverständlich hinten angestellt und selbst in der Presse nicht mehr hinterfragt.

Gab es nicht einmal Zeiten in denen sich das „Abschreiben“ bei Klassenarbeiten schon wenig später in der Benotung widerspiegelte? Klausur- oder Abitur- Arbeiten wollen wir hier erst gar nicht erwähnen. Sicher zu den „Zeiten“ war die Radikalisierung unter den Jugendlichen auch noch  „marginal“! Auch heute wird das Auffallen einer Schummelei in der Abiturarbeit härter bestraft als die unredliche Beschaffung eines Dr. Titels womit wir wieder bei unseren Eingangsmotto: „Hast du was, dann bist du was“ angekommen wären.

So lesen wir denn heute eine moderne Geschichte über die  neuen Gebrüder Grimm

Große Männerwochen bei der „Zeit“: Erst adelt Schmidt Steinbrück, dann beichtet zu Guttenberg bei Giovanni di Lorenzo. Der kann den Ex-Doktor verstehen.

Sie trafen sich in einem Londoner Hotelzimmer. Drei Tage lang. Sie trugen Wollpullover und hellblaue Hemden, sie sahen fast aus wie Brüder. Di Lorenzos ließ die Lesebrille baumeln, in seiner linken Hand. Den Zeigefinger seiner Rechten legte er ans Kinn; er strahlte echtes Interesse aus, beinahe Faszination. Zu Guttenberg krümmte seine Hand, wie ein Denker blickte er zu Boden.

Zwischen ihnen standen Rosen, echte Rosen? Giovanni di Lorenzo, der Chefredakteur der Zeit, stellte dem Exverteidigungsminister Fragen: „Herr zu Guttenberg, Sie sehen anders aus als früher.“ Und Karl-Theodor zu Guttenberg antwortete: „Ausgeschlafener.“

Seine Antwort geriet etwas knapp. Di Lorenzo bohrte, er hakte nach. Er, der Chefredakteur der Zeit, wollte sich nicht abspeisen lassen mit derart karger Kost, er war schließlich bis nach London geflogen für dieses Gespräch: „Ich meine etwas anderes. Ich vermisse die ganze Zeit Ihre Brille, ich kenne sie gar nicht ohne.“

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Steinbrück  —

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Karl-Theodor zu Guttenberg (2011)

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Gutti hält Hof in Kanada

Erstellt von DL-Redaktion am 22. November 2011

Comeback durch die Hintertür?

Datei:Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg - Eurofighter.jpg

Wenn wir in den letzten Tagen über das Erstaunen eines großen Teil der Presse und so ziemlich aller Politiker über das Ausmaß Rechter Gewalt in diesem Land lesen und hören, mag sich manch einer die Frage stellen wer hier denn außerhalb jeglicher Realitäten lebt. Seit Jahren wird aus den verschiedensten Organisationen und Verbänden immer wieder auf diese Gefahren hingewiesen und mit Beispielen aus dem täglichen Leben auf die Situation aufmerksam gemacht.

Die Verdrängung vorhandener Tatsachen und das nicht wahrnehmen wollen einer sich mehr und mehr kriminalisierenden Gesellschaft mag Teil einer immer noch vorhandenen deutschen Eigenschaft besonders in den „Oberen Etagen“ zu sein. Mag es vielleicht daran liegen das gerade in dieser „Oberen Etage“ die Kriminalität Teil der Tagesordnung und so bereits schon zur Normalität geworden ist?

Wie anders sonst ist es zu erklären, dass sich in den letzten Tagen mehr als zwei Dutzend Journalisten auf den weiten Weg nach Halifax machten um dort einen hier erkannten Betrüger eine  Aufmerksamkeit zu kommen zu lassen, welche ihm bei weitem nicht zusteht. Ja richtig, es geht hier um den Plagiator Karl-Theodor zu Guttenberg welcher jetzt fern seiner Heimat versucht seinen persönlichen Geltungstrieb zu befrieden.

Dazu schreibt zum Beispiel die Saarbrücker-Zeitung folgendes und wir zitieren:

Die Veranstalter kündigen Guttenberg als „angesehenen Staatsmann“ an. Und wie ein Staatsmann redet Guttenberg dann auf dem Podium. Zuerst etwas verhalten, dann läuft er zu Form auf. Da verteilt er eine Breitseite gegen Europas Politiker, die unfähig seien, die Krise zu lösen und den Menschen die Lage zu erklären. „Wir stolpern von einer Ad-hoc-Lösung in die nächste.“ Guttenberg führt Klage, dass sich die USA mehr Richtung Asien wenden und die Europäer dem tatenlos zusehen. „Die Verschiebung der Macht ist offensichtlich.“

Götterdämmerung in Kanada? Warum wagt keiner der anwesenden Journalisten diesen „sauberen Herrn“ einmal auf seine Vergehen anzusprechen? Weil solch ein Verhalten in den Kreisen des Adel und der Politik Normalität ist? In der Gesellschaft sind solche Herrschaften als Hochstapler bekannt.

Zu befürchten ist, dass ein aus der Journalisten Begleitung angekündigtes Guttenberg-Interview in einer großen Zeitung bevorsteht. So hat nur die Staatsanwaltschaft Hof noch zu erklären, ob Guttenberg wegen seiner gefälschten Doktorarbeit ohne Strafbefehl oder Anklage davon kommt. Das letztere ist aber zu befürchten da wie die Erfahrung zeigt vor dem Gericht eben nicht jeder gleich ist. Ein Prominenten Status macht manche gleicher.

Quelle: Saarbrücker-Zeitung >>>>> weiterlesen

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