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Wahlausgang in Saarlouis

Erstellt von DL-Redaktion am 1. Juni 2011

Neuwahlen in Saarlouis vom Montag

File:Studierendenkonferenz Krise Bildung Zukunft - Oskar Lafontaine.jpg

Oskar ist groß und mächtg, wenn auf einen Stuhl steht 1,60 m

Wie von DL angekündigt fanden am Montag in Saarlois die Neuwahlen der als „Pappschachtelwahl vom 21.03.2010“  berühmt gewordenen Delegierten Neuwahlen statt. Die Neuwahlen waren aufgrund von bekannt gewordenen Wahlmanipulationen durch die BschK in Berlin angeordnet worden.

Zu dieser Neuansetzung erschienen am Montagabend jedoch nur noch rund 60 Mitglieder. Bei der „Pappschachtelwahl“ im vergangenen Jahr wird die Zahl der Beteiligten auf rund 120 geschätzt. Genaue Zahlen liegen bis heute noch nicht vor da, vermutlich im Zusammenhang mit den Manipulationen zu sehen, das Protokoll auch rund ein Jahr später noch nicht vorgelegt werden konnte.

Als Wahlergebnis wurden uns folgende Zahlen übermittelt:

* Lafontaine 52 Stimmen

* Pfannebecker

* Martina Kien

* Careen Toplugedik

* Kallenborn 8 Stimmen

* Lafontaine,  Pfannebecker,  Martina Kien und Careen Toplugedik wurden damit als Delegierte zum Bundesparteitag in Erfurt gewählt.

* Weitere Bewerber traten nicht an.

Eine äußerst pikante Note erhielt diese Wahl durch eine 45 Minuten Rede von Oskar Lafontaine. Direkt im Anschluss an die Rede wurde die Wahl abgehalten. Ein Vorgang welcher so in einer demokratisch geführten Partei nicht vorkommen dürfte, da den nachfolgenden Bewerbern dagegen nur zwei Minuten Redezeit für ihre Bewerbung zugebilligt wurde und so eine gleichberechtigte Behandlung nicht gegeben war, was aber als Voraussetzung in einer funktionierenden Demokratie als Selbstverständlichkeit angesehen werden muss.  Wurde nicht auch von der Führung an der Saar etwas von Fairplay gefaselt?

Inhalt der Lafontaine Rede waren unter anderen folgende Erklärungen:

„Seine Politik sei wichtiger als die Entscheide der BschK. Schumacher habe alles richtig gemacht, ähnliche Wahlen seien unter ihm in der SPD vorgekommen. (Dazu werden wir uns die Meinung von SPD Mitgliedern einholen und diese verbreiten!) Kritiker haben in der Partei nichts zu suchen, viel wichtiger sei eine Annahme der Landesvorstands-Linie. (Auch darüber werden wir unter anderen den Vorstand in Berlin informieren, welcher zwar das Verhalten an der Saar ablehnt überraschenderweise aber noch keine Parteiausschlüsse gegen die entsprechenden Verursacher beantragt hat. Auch dort scheint der politische Mund schneller als der Kopf zu arbeiten.)“

Absurdität in der Rede Lafontains war die Verurteilung und Festigung des Standpunktes der LINKEN in ihrer Argumentation zur Leiharbeit!

Seine Äußerungen weisen auf die schizophrene Haltung innerhalb der Linken Partei hin denn der zweite Delegierten Platz wird von Alfred Pfannebecker besetzt, welcher in seinem Hauptberuf als Chef einer Leiharbeiter Firma sein tägliches Brot verdient. Das solcher Art Personal Konstellationen in den Augen der Öffentlichkeit die Glaubwürdigkeit der Partei mehr und mehr zerstören, haben die letzten Wahlen gezeigt und soll hier nur der Vollständigkeit halber auch erwähnt werden.

So endete denn gegen 22:45 Uhr eine Veranstaltung welche wiederum mehr Fragen offen lässt als Antworten gegeben wurden. Eine moderne demokratische Gestaltung  sieht anders aus.

IE

Update – 2.7.11-10.45 h – zur Sachlage:

…nachfolgend ein Auszug aus dem Bericht eines Informanten

Das Absurde in der Lafontaines Rede war ein Teil über die moderne Sklaverei der Leiharbeit. Und der unkritische brave Erfurt-Mitreisende mit Oskar, ist, wie schon in Ensdorf so gewählt: Alfred Pfannebecker, OV Saarwellingen, Die Linke, Chef einer Ausbeuter-Leiharbeiterfirma.
[…]
Den Leiharbeiter-Chef, ein Kumpel von […] noch dem US-Ausbeuter „Lear Company“ – Ford Zulieferer für Autoteile-Dillingen als Hilfsarbeiter im Lager diente, diesen Leiharbeiter-Sklavenhändler nimmt er [Oscar] dankend mit.
[…]
Alfred Pfannebecker hat in seiner Vorstellung […] kein Wort über seine Leiharbeitefirma und seine Kontakte […] der diese Leiharbeiter in Empfang nahm, bevor er „Berufspolitiker“ wurde.

vergleiche hierzu auch:

Saarbrücker Zeitung

http://www.saarbrueckerzeitung2.de/geonews/show.phtml?nID=G0V3BL5PL.1

ChrisBerger 2011.06.01 10:50
Lafontaine, Linsler, Bierbaum, und wie sie alle heißen, haben ein gr. Defizit.
Sie gehen mit der Basis nicht anständig um.
Lafontaine geißelt Leiharbeit. Ist Alfred Pfannebecker nicht Chef einer Leiharbeitsfirma?
Lafontaine’s Entschuldigung ist oscarreif.
Sind es doch die Oskarhörigen die permanent gegen die Satzung verstoßen (s. Maulkorbbeschlüsse auf dem Landesparteitag im Nov. 2010) und die Neostalinisten in der Schiedskommission. So eine Neostalinistin ist die gewählte Bundesdelegierte Martina Kien.

und der Auszug des Lebenslaufes des Alfred Pfannebecker lässt einige Fragen offen:

Lebenslauf
[…]
1987 bis 1998 – Angestellter der Ludwig Schokolade in Saarlouis, davon 2 Jahre stellvertretender Betriebsratsvorsitzender
1998 bis 2001 – selbständige Tätigkeiten
2001 bis heute – Angestellter der Ludwig Schokolade in Saarlouis

Quelle: Die Linke

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Grafikquelle  :

Source Flickr: Studierendenkonferenz »Krise.Bildung.Zukunft.« am 11. Dezember 2011 in Berlin
Author Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
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