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RENTENANGST

Von Schein- und Heiligen

Erstellt von DL-Redaktion am 29. August 2011

Vom Schein welcher auf die Heiligen fällt

Er gab sich doch noch sehr bescheiden, der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) mit seiner Einladung an die Heiligkeit des Dalai Lama, in Hessens Landtag eine Rede an die dort versammelten armen Sünder zu halten.

Im Deutschen Bundestag, dem heiligen Gral Deutscher Politik, als Gast von Norbert Lammert (CDU) runde vier Wochen später, geht es da schon viel rustikaler zur Sache. Spricht doch dann hier, unter der Rundkuppel des „Höchsten Deutschen Hauses“ der Heilige Vater aller Katholiken zu den Spitzenkräften unserer Politik. Der Inhalt seiner Rede wird bislang noch unter Verschluss gehalten, aber wenn es denn eine Rede werden sollte wird er bestimmt versuchen seine in der Kirche gemachten Erfahrungen über die Demokratie einzubringen.

Oder hält er vielleicht gar keine Rede und uns wurde verschwiegen das er von den schwarzen Mächten des Hauses zum Abhalten der Beichte gebeten wurde? Sollte auf diese linke Art versucht werden die Roten Kräfte in ihren ureigensten Reich zurückzudrängen und dort langsam verschmoren zu lassen? Wäre es möglich das Lammert mit dieser Aktion gar Rache an den Seinen nimmt und hier wiederholt was von Luther einst schon unter dem Thema Geld und Absolutionen als Freikäufe für C-Parteien und deren Mitglieder angeprangert wurde?

Wird der Papst etwas Schwesterwelle auffordern von nun an nie wieder in fremden Nasen zu pulen. Und erst die Merkel. Wird sie sich alle ihre Dekorationen und Orden umhängen um sich mit der von Oben gesandten Größe messen zu können? Wurde sie doch erst in den letzten Tagen vom US-Magazin Forbes zur mächtigsten Frau der Welt gekürt. Gemunkelt wird in Berliner Kreisen das sie die Gelegenheit eventuell dazu nutzen könnte mit dem Papst in höhere Gefilde aufzusteigen, um so in überirdischen Welten ihre unterirdische Politik fortsetzen zu können.

Dieses heroische Zusammentreffen  zwischen einem Heiligen und der Mächtigsten dieser Erde  müsste an und für sich als Gedenktag für spätere Generationen in Erinnerung gehalten werden. Fände sich doch so die notwendige Zeit über verschiedene Generationen hinweg an einer Verklärung dieses Treffens zu arbeiten.

Und erst die anderen Spitzen deutscher Politik wie Seehofer, die Vorsteherin der Volks verdummungs ARGEN Ursula von der Leyen, Waffenfetischisten wie unseren Kriegsminister oder die Steinträger,  sie alle werden keinen leichten Tag haben. Da hat der Edelmann des Bundestages, der aus dem Geschlecht der Sklavenhalter gerade noch rechtzeitig die Kurve nach Amerika gekriegt um so aufgrund der Distanz vor solch einer Beeinflussung halbwegs geschützt zu sein.

Aber auch Bergbewohner wie der Almhütten Klaus oder Kuppen Oskar könnten wohl gefragt werden wie so sie sich immer vordrängen auf den Weg nach oben. Eine Hütte am Berg gilt dort nicht als Privileg für einen schnelleren Aufstieg, wenn es unten an sozialer Gerechtigkeit fehlt.

In Anbetracht der Schwierigkeiten vorsätzlich schlecht handelnden eine Absolution zu erteilen wird es der Papst voraussichtlich bei einer Rede belassen. Man wird zwar über seine Mahnungen lachen, aber das wäre immer noch einfacher zu ertragen als wenn ihm eine Strafe seines Chef ereilen würde und ihm beim Schlagen des nächsten Kreuzzeichens der rechte Arm abfiel. .

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Gottkönig im Tiefflug

Auf Einladung des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier weilt Tendzin Gyatsho, besser bekannt als „Seine Heiligkeit der 14. Dalai Lama“, derzeit in Wiesbaden. Bouffier, redlich bemüht, die Sitzdellen seines Amtsvorgängers Roland Koch auszufüllen, die dieser auf dem Regierungssessel hinterließ, knüpft an dessen langjährige Freundschaft mit dem tibetischen Sektenführer an. Auf Veranlassung Bouffiers und seines Landtagspräsidenten Norbert Kartmann darf der Dalai Lama heute eine Rede vor dem Plenum des Hessischen Landtags halten. Wie bitte? Was hat der Anführer einer okkultistischen Splittersekte, die an Karma und Wiedergeburt glaubt, an Astrologie, Hellseherei, Psychokinese und jedweden sonstigen Esoterikunsinn, einschließlich der Fähigkeit tibetischer Mönche, frei durch die Luft zu fliegen, in einem bundesdeutschen Parlament verloren?

Na ja, mag Bouffier sich gedacht haben, wenn der Papst, dessen Weltbild auch nicht sehr viel aufgeklärter ist, in vier Wochen vor dem Bundestag sprechen darf, dann darf das in Wiesbaden wohl auch der Dalai Lama. Und wenn bei dem einen nicht gefragt wird, was er als Anführer des letzten durch und durch antidemokratischen Regimes in Europa in einem demokratischen Parlament zu suchen hat, dann braucht das auch bei dem anderen nicht gefragt zu werden, der bis zu seiner Vertreibung durch die Chinesen einem feudaltheokratischen Priesterstaat vorstand, in dem bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts hinein Leibeigenschaft und Sklaverei vorherrschten.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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Grafikquelle   :   31C3-Demoplakat „Mutti is watching you“

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