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RENTENANGST

Das Kreuz mit den Killern

Erstellt von DL-Redaktion am 29. Juni 2014

Die Auseinandersetzung des  Kreuzes mit den Killern

Warum es der katholischen Kirche so schwerfällt, sich von der Mafia zu distanzieren

Autor: Ambros Waibel

Mafiosi sind exkommunziert.“ So interpretierte Radio Vatikan die deutlichen Worte, die Papst Franziskus bei einer Messe im kalabrischen Sibari am vergangenen Samstag gegen die dort heimische Mafia-Organisation ‚Ndrangheta gefunden hatte. Einen Tag später formulierte der Sender schon vorsichtiger: „Hat der Papst die Mafia exkommuniziert?“ Antwort: Nein beziehungsweise schwierig.

Denn das Kirchenrecht unterscheide, sagt Radio Vatikan, zwischen der Exkommunikation als „Tatstrafe“ und als „Spruchstrafe“. Im ersten Fall „tritt die Exkommunikation automatisch ein, zum Beispiel bei Abtreibung, Sakrileg, Häresie u. a.“.

Die Verbrechen der Mafia hingegen gehörten der Kategorie „Spruchstrafe“ an. Hier müsse das Urteil „nach einem ordentlichen Prozess verhängt werden“. Für die Mitglieder der Mafia gilt damit das Recht auf Einzelfallprüfung. Sie dürfen hoffen, nicht exkommunziert zu werden, sofern sie sich bekehren lassen.

Unser Dasein hienieden ist wohl komplizierter geworden, dementsprechend unser Verhalten häufig achtsamer. Vor ziemlich genau 65 Jahren nämlich, am 1. Juli 1949, war es für Franziskus‘ Vorgänger Pius XII. noch ein Leichtes, die Frage zu beantworten, „ob Gläubige, die die materialistische und antichristliche Lehre der Kommunisten bekennen, und insbesondere diejenigen, die diese auch verteidigen und propagieren, ipso facto als Abtrünnige vom katholischen Glauben der in spezieller Weise dem Heiligen Stuhl vorbehaltenen Exkommunikation verfallen“.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Linker Umschwung auch im Vatikan

Erstellt von DL-Redaktion am 9. Februar 2014

Mit Schavan im Vatikan

Auf geh’s, in den Vatikan!

Da braut sich wohl etwas zusammen, in und um den Vatikan herum. So waren wir, die Deutschen nicht nur für mehrere Jahre Papst sondern, wir haben es sogar geschafft jetzt eine weibliche Person dort unterzubringen. Eine Diplomatin von Merkels Gnaden. Wie uns aber weiter berichtet wurde stehen noch viel größere, weittragende Änderungen im nächsten Umfeld dieser Machtzentrale vor der Verwirklichung.

Lesen wir nicht in alten Büchern: „Die da sitzen zur Rechten und zur Linken“ ! Dieses soll jetzt entsprechend den Schriften auch umgesetzt werden. Wobei die Rechten ja seit ewigen Zeiten bekannt sind und entsprechend freie Plätze für Meisner oder auch Tebartz-van Elst bereits reserviert wurden. Die rechte Seite soll nun aber auch mit Diakonen, jungen Burschen versteht sich, verstärkt werden um damit auch Ländern ohne Bischofssitz eine entsprechende Mitsprache zu ermöglichen.

Auf der linken Seite, vormals auch angeblich von Teufeln besetzt, welche nun noch weiter nach links auf die Notsitze zu rücken haben, werden dann auch protestantische Pfarrer ihren Platz finden. Soll doch diese Geste zur Vereinigung der großen Strömungen beitragen. Natürlich wird auch den, zu Lebzeiten angetrauten Ehefrauen, der nötige Respekt nicht verwehrt. Sie müssen nur ihren heiligen Stuhl selber mitbringen und haben dafür Sorge zu tragen nicht durch Nachlässigkeiten in denselben zu treten. Auch haben sie für alle Ewigkeit ein Schweigegelübde abzulegen und es ist ihnen nicht erlaubt die Titel ihrer Männer mitzutragen. Also nichts mehr, mit Herr oder Frau Pfarrer, wenn Frau in Wirklichkeit zuvor nur als Kochmamsell eingetragen war.

Bedingt durch die nun größere Auswahl soll auch die Eingangskontrolle verstärkt werden. Besonders einem der geltenden Grundgesetze könnte dadurch wieder mehr Beachtung gezollt werden. Dieses alberne Getue, man kennt es aus der Tierwelt als „Nachäffen“, sichtbar gemacht durch Äußerlichkeiten wie Haar und Bartwuchs, hat gänzlich zu unterbleiben. Der Schein sollte das Sein nicht verdecken. Du sollst keine fremden Götter neben mir haben, heißt es ja nicht umsonst seit alten Zeiten.

Vorbei die Beobachtung, von sich selbst aufblasenden männlichen und weiblichen  Meinungszwergen die mit Ausdrücken auf sich aufmerksam machen, welche zu nutzen, sie sich auf ihren zuvor besetzten Arbeitsplatz nie getraut hätten. Du sollst nicht falsches Zeugnis geben, wider deinen Nächsten hatten sie zuvor von ihrer Kanzel zu predigen, wobei sie glauben, dass sie nun, sich nach ihrer Pensionierung, als wahre Dreckschleudern betätigen dürfen.

Aber da ist schon vieles faul im Staate Deutschland betrachten wir all diese seltsamen Heiligen welche vielfach nicht dass liefern können was ihre Titel eigentlich aussagen sollten. Aus den Supermärkten und der Politik sind uns diese Angebote als Mogelpackungen seit langen bekannt und es ist schon als Hinweis auf den Wertezerfall innerhalb der Gesellschaft zu sehen, wenn die Bürger sich nicht einmal darauf verlassen können, dass in einer Soutane nicht in jeden Fall auch eine Ehrenperson steckt.

Der in dem folgenden Artikel erwähnte Erzbischof Georg Gänswein, der schönste Bischof der Welt, ist seit langen auch in Köln als möglicher Nachfolger von Meisner im Gespräch.

Mit Schavan im Vatikan

Christdemokratinnen unter sich – vorigen Sonntag schanzte Angela Merkel ihrer Busenfreundin, der arbeits- und farblosen Annette Schavan, eine neue christliche Verwendung zu. Denn direkt neben Pfennigfuchser-Papst Franziskus wird ein Stuhl frei für die bekennende Katholikin: vakant bald der Posten des deutschen Botschafters im Staate Vatikanstadt. 18 Jahre lang hat Schavan brav gewerkelt, als Kultus- und Gedönsministerin in Bund und Land. Und jetzt das, Dienst am Heiligen Stuhl! Heilig’s Blechle, mag sich die langjährige Baden-Württembergerin darob gedacht und ein wenig neue Büro-Garderobe geshoppt haben. Mit der kann sie jetzt allerdings niente anfangen in der ewigen Stadt, der lässigen città eterna.

Roma! Wir schreiben den April 2015, ein lindes Lüftchen weht über die sieben Hügel und quer durch die vermieften vatikanischen Kabuffe. Annette Schavan öffnet den obersten Knopf ihrer graubeigefarbenen, gestärkten Hemdbluse. Sie ist auf einen informativen Espresso mit Don Giorgio alias Georg Gänswein verabredet, dem wieselflinken Privatsekretär beider Päpste, des gewesenen Ratzingers und des amtierenden Franziskus. Dolce Vita! Schon beim Erstanblick des lecker aussehenden gleichaltrigen Schwarzwälders war es um die auf der Berliner Bühne eher asexuell wirkende Schavan geschehen. Als sich Don Giorgio noch als „scharfer Hund“ der Glaubenskongregation vorstellte, bebten die Brillengläser der Exbundesgeschäftsführerin der Frauen Union.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Ein Langer Linker Weg

Erstellt von DL-Redaktion am 22. Dezember 2013

Ich lass das jetzt so

Bildergebnis für Wikimedia Commons Linke NRW- Blocks-Landesgeschäftsführer   Beuermann

So sehen Arschlöcher aus – Günter Blocks Bottrop

Jetzt fühlen wir uns gleich wieder heimisch und an die Partei die Linke erinnert, wenn wir den folgenden Artikel lesen. In groben, entscheidenden Passagen zumindest. Wir erinnern uns an die Entstehung und an die Geburt, verfolgen dann den weiteren Lebenslauf.  Verinnerlichen als Mitmacher der ersten Stunde die Ansprüche und Vorstellungen welche nie erfüllt wurden und lesen über asoziale Arschlöcher welche mit ihren Hintern das einreißen was andere mit ihren Händen mühevoll aufbauten.

Wobei ganz entscheidend ist dass diesen asozialen Arschlöchern der entscheidende Spielraum für ihre Machenschaften nur allzu gerne eingeräumt wurde. Hatten sie sich doch aufgrund ihrer Berufe oder vorheriger Funktionärstätigkeiten in entscheidende Parteipositionen durch manipuliert und bereits die Stufe der Narrenfreiheit innerhalb der Partei erreicht. Die Ergebnisse dieser Winkeladvokaten, Richter und anderer Postenjäger sind mittlerweile bekannt, wobei nur noch das ( Dicke ) Ende offen bleibt.

Ich lass das jetzt so

Vom schwierigen Weg zum Paradies
und warum der Papst ein Populist ist

Der Weg zum Kind war lang gewesen. Erst mussten zwei sich überhaupt finden, die, wenn natürlich auch ohne Garantie für ein Zusammenbleiben über die gesamte Dauer der Aufzucht, sich jedenfalls insoweit einig waren: Wir machen das jetzt, zusammen.

Dann, als der Embryo wuchs, hatte der erst mal all die vorgeburtlichen Tests zu überstehen; und jedem Ergebnis folgte ein Abwägen, ob speziell aus diesem Zellhaufen tatsächlich das Wesen erwachsen sollte, das man sich gewünscht hatte. War das Risiko für eine Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte zu hoch oder noch okay? Oder anders gesagt: Die Spalte ist sowieso kein Problem, aber was ist mit Trisomie 21? Sollen sehr nette Kinder sein, klar. Aber wollte man das? War das genau das, was man sich vorgestellt hatte, oder jedenfalls das Beste, was man bekommen oder sich leisten konnte?

Doch auch diese Hürde wurde genommen, das Kindlein war da, es war gesund, es wurde in den Kinderwagen gelegt, den dann aber dieser besoffene Autofahrer mitnahm. Nun war das Kind genau geworden, was man unbedingt hatte ausschließen wollen: krank, leidend ein Leben lang, schwerbehindert, nicht normal, eine schwere Belastung für die, die es auf die Welt gebracht hatten. Durch einen Schicksalsschlag, durch ein asoziales Arschloch. Und nun?

„Ich lass das jetzt so“, lautet der aktuell beliebte Bürospruch zum Thema. Demut hieß einst die entsprechende Tugend, die sich am besten mit dem Glauben an eine höhere Gerechtigkeit vertrug und vom Mitleid begleitet wurde, das die Gemeinde denjenigen entgegengebrachte, die vom Schicksal geschlagen waren. Und der Sünde der Hoffart machte sich in der ständischen Gesellschaft schuldig, wer seinen durch höhere Gewalt angewiesenen Platz nicht einnahm.

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Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 18. März 2013

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch ?

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Natürlich ist die Wahl des neuen Papst auch im Wochenrückblick die Nummer eins und ob sich Gysi denn so eine Entschuldigung annehmen würde, ist stark zu bezweifeln.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht in der vergangenen Woche?

Friedrich Küppersbusch: Wulff kommt straffrei davon: 50.000 Euro oder zwei Steinbrück-Vorträge halten. Wenn das keine Strafe ist.

Und was wird besser in dieser?

Die Bahn will Kundendaten verkaufen, wie zum Beispiel: „Kommt öfter zu spät zu Terminen, weil er immer mit der Bahn fährt.“ Sauerei.

Papst Franziskus, der neue CEO der Katholiken, ist weder schwarz noch Homoaktivist. Kann seine Junta-Vergangenheit diese Makel aufwiegen?

Frappant, wie sich Kirche und Kommunisten aus dem gleichen Argumentbaukasten bedienen: Man habe die Nähe des verbrecherischen Regimes gesucht und riskiert, um von dort mehr Gutes tun zu können. Damit kann man also Papst werden oder Paria, Franziskus oder Gysi. Wenn man mal davon absieht, dass die DDR es nicht hinbekommen hat, in sechs Jahren 30.000 Oppositionelle zu ermorden wie Bergoglios Beichtklienten aus der Junta. Die Zeugen- und Opferaussagen aus Argentinien über das Wirken des neuen Kuttenkönigs widersprechen einander und sind von hier aus schwer aufzuhellen. Sicher hingegen: Christdemokraten, die diesem Papst zujubeln wollen, müssten sich erst mal bei Gysi entschuldigen.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Wir haben den Papst gefickt

Erstellt von DL-Redaktion am 25. Februar 2013

DIE HOMOSEXUELLEN REGIEREN DIE WELT.

Sie haben es schon schwer, die konservativen in der CDU. Rückt Merkel jetzt doch zu weit nach links so das die Hoffnung auf Steuererleichterung auch für HOMO-Paare nur noch eine Frage der Zeit scheint?  Darum machen sie dann auch jetzt mobil und melden ihren Widerstand gegen Merkels Politik an.

So wird von einer Seite die Förderung der Kinder gefordert und nicht die von Lebensformen und andere Kreise melden Kritik an und verkünden einen weiteren Schwenk ihrer Partei nicht mitzutragen. Insgesamt gesehen scheint aber in der CDU die Angst vor einer Übernahme der Partei gestiegen zu sein und vielleicht wird gerade in diesen Kreisen bereits vor einer Weltverschwörung gewarnt?

Hier haben wir dann noch eine nicht ganz so ernst zu nehmende Kolumne gefunden in welcher auf die Verschwörung eingegangen wird.

DIE HOMOSEXUELLEN REGIEREN DIE WELT.
WANN DARF ICH ENDLICH MITMACHEN?

Wir haben den Papst gefickt

Die schwule Weltverschwörung soll ja an sehr vielem schuld sein – aktuell hat sie Benedikt XVI. auf dem Gewissen. Die italienische Zeitung La Repubblica berichtete dieser Tage, das der Papst nicht mehr gegen das Vatikan-interne Gestrüpp aus mann-männlichen Sexorgien und macchiavellistischen Umtrieben angekommen sei. Nichts Näheres weiß man jedoch, der Vatikan dementiert solche Zusammenhänge selbstverständlich. Aber dass so etwas auf Dauer erschöpfend sein kann – Zustände wie im alten Rom -, ist vorstellbar. Der Papst sah zuletzt wirklich ziemlich mitgenommen aus.

Dementieren kann ich jedoch guten Gewissens, dass die Schwulen schuld daran sind, dass Ringen im Jahr 2020 keine olympische Disziplin mehr sein soll. Der russische Trainer Wladimir Uruimagow hatte dem IOC nach seiner kürzlich getroffenen Entscheidung unterstellt, Opfer einer Verschwörung von „sexual minorities“ geworden zu sein – und verkündete apokalyptisch, dass dies der Anfang einer schwulen Weltherrschaft sei.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

Fotoquelle: Wikipedia

Quelle Eigenes Werk
Urheber Miroslav Duchacek (from Czech Republic)

GNU-Lizenz für freie Dokumentation

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Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 18. Februar 2013

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

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In der letzten Woche erlebten wir den Vatikan als eine Versuchsanordnung und das für Lasagne-Poster in Mädchenzimmern ein geschicktes Marketinggeschick benötigt wird. Ach ja, wenn wir jetzt noch davon ausgehen das die Piraten auch Menschen sind, ja dann ist der Politikbetrieb bekloppt.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht vergangene Woche?

Friedrich Küppersbusch: Wohin mit der ganzen Tarnkappenlasagne ?

Was wird besser in dieser?

„Sauerei ! Lasagne in Pferden entdeckt!“

Der Papst hat überraschend seinen Rücktritt verkündet. Jetzt wird über die Hautfarbe möglicher Nachfolger spekuliert. Müsste man vor der Berufung des künftigen Stellvertreters nicht erst die Frage klären, ob Gott eigentlich schwarz oder weiß ist?

Es kann nur eine Frau sein, und „Vatikan“ ist eine Versuchsanordnung, sich über Männer lustig zu machen. Das könnte mich fast schon wieder ein bisschen solidarisieren.

Und was bleibt von Papst Benedikt XVI.?

Das Bekenntnis, dass der Mensch religiösen Normen und Traditionen nicht bis in den Tod untergeordnet ist. Ob nun jemand sich zu alt findet, zu Frau, zu schwul, mit einer Schwangerschaft überfordert oder was auch immer: Ratzinger lebt vor, dass es irgendwann mal gut sein muss mit Selbstverleugnung. Großartig. Hoffentlich weiß er das.

Viele Verbraucher empören sich über Lasagne mit Pferdefleisch. Geht es bei dem Skandal um die fehlende Kennzeichnung von Lebensmitteln oder darum, dass man Pferdchen nur streicheln und nicht essen sollte?

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Mein lieber Benedetto …

Erstellt von DL-Redaktion am 15. Februar 2013

Mein lieber Benedetto …

bye, bye

Heute erreichte uns, ein wenig verspätet, ein nicht ganz so „Offener Brief“ von ganz oben. Da dieser sich mit der Geschäftsbilanz des Papstes befasst möchten wir ihn unserer Leserschaft nicht vorenthalten.

Mein lieber Benedetto,

ich war es nicht. Ich bin zwar der Allmächtige, aber selbst ich kann Kim Jong Un nicht davon abhalten, Atomböller und -raketen abzufeuern. Wenn die Nordkoreaner ihrer Freude über deinen Rücktritt so Ausdruck verleihen wollen, bin auch ich machtlos.

Und damit zu uns, Benedetto, zum Geschäftlichen. Du wirst zwar in absehbarer Zeit vor meinen Stuhl treten, aber wenn du vorzeitig deinen Posten räumst, dann kann ich auch schon jetzt deine Bilanz vorlegen. Persönlich hatten wir uns sowieso nie viel zu sagen.

Erst einmal, Benedetto – oder sollte ich dich jetzt besser wieder Joseph nennen? Ja, Joseph, dir gebührt meine aufrichtige Anerkennung für dein Gespür, die Bombe just zum Rosenmontag platzen zu lassen. Das hast du wirklich fein hingekriegt! Und selbstverständlich marketingtechnisch nicht mit mir abgesprochen. Wenn die Meldung von deinem Rücktritt in den Nachrichtensendungen umrahmt wird von all diesen Karnevalsumzügen, denkt doch jeder da draußen, wir wären der größte Karnevalsverein der Welt.

Wenn du so stur und einsam eine solch weitreichende Entscheidung triffst, glauben die Menschen da unten doch tatsächlich, die katholische Kirche wäre ebenso engstirnig und würde brecheisenfest auf dem exklusiven Zugangsrecht zu einer ewig gültigen, universellen Wahrheit beharren. Das ist als Unique Selling Proposition heute wahrlich nicht mehr zu gebrauchen! Dann heißt es wieder, der Glaube würde einzig und allein auf einem von anonymen Kopisten über Jahrhunderte hinweg aus alten Mythen zusammengestückelten heiligen Buch basieren, das ein zuvor durch Generationen von Analphabeten geschleustes Sammelsurium beliebter Sagen und altertümlicher Räuberpistolen präsentiert. Das kauft einem heutzutage keiner mehr ab. Und außerdem hatte ich mir beim Erfinden der Geschichten große Mühe gegeben.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Author Oliver-Bonjoch
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Der Vatikan und sein „Waschsalon“

Erstellt von DL-Redaktion am 6. Januar 2013

Der Vatikan und sein „Waschsalon“

Wieder einmal macht der Vatikan von sich Reden. Dieses Mal ist es nicht der Missbrauch von Schutzbefohlenen, die Kirchenmänner benutzten, um ihre menschlichen Gelüste zu befriedigen. Nein! Wieder einmal ist es die IOR (Vatikanbank), die für Schlagzeilen sorgt. Die Vatikanbank arbeitet – juristisch gesehen – mit eigenem Vermögen und auf eigene Rechnung im Auftrag des Papstes und fungiert damit als eine Art Girozentrale der katholischen Kirche.

Schon längere Zeit hat die italienische Finanzpolizei Transaktionen dieser Vatikanbank unter die Lupe genommen und ermittelt offiziell gegen den Chef der Bank, Ettore Gotti Tedeschi. 23 Millionen Euro wurden 2010 wegen des Verdachts auf Geldwäsche von einem Konto des Instituts beschlagnahmt. Der Vatikan selbst zeigt sich „verblüfft und überrascht“.

Doch kann er sich glaubhaft überrascht zeigen? Schon in den 80er-Jahren war die Vatikanbank IOR mit einem Riesenskandal in die Schlagzeilen geraten. Dieser Skandal wurde sogar im dritten Teil des Films „Der Pate“ eingebaut.

Im Juni 1982 baumelte an der Blackfriars-Bridge in London dmittie Leiche von Roberto Calvi, dem damaligen Präsidenten der Mailänder Bank Ambrosiano. In seinen Taschen wurden Backsteine und 15.000 Dollar gefunden, also Zeichen auf einen Fememord der Mafia. Kurz vor seinem Tod soll Calvi gesagt haben, wenn ihm etwas zustoße, müsse der Papst zurücktreten.

Calvi, dessen Banken-Imperium Mitte der 1975er-Jahre zusammenbrach, arbeitete eng mit dem obersten Chef des IOR und einem Geldwäschebanker der Mafia, Michele Sindona, der im Gefängnis später vergiftet wurde, zusammen. Investitionen des Mafiahelfers kosteten das IOR rund 50 Millionen Dollar.

Nach dem Tod Calvis kam heraus, dass der Vatikan durch diese Verbindungen und über Beteiligungen an der Banco Amrosiano an einem großen Geldwäschenetz und waghalsigen Geschäften beteiligt war. Calvi und Sindona waren Mitglieder in der umstürzlerischen Geheimloge P2, die später verboten wurde. Der eine lieferte Geld auch aus dem Handel mit Heroin und der andere gründete Briefkastenfirmen und legte das Geld an. Für südamerikanische Staaten wurden damit unter anderem Waffengeschäfte finanziert.

Die IOR war in die größte Bankenpleite der Geschichte Italiens verwickelt, nachdem sich Calvi verzockt und seine Bank 1,5 Milliarden Dollar Schulden hatte. Durch Verbindungen des damaligen Chefs, ein amerikanischer Erzbischof, Paul Casimir Marcinkus, hatte die Vatikanbank Bürgschaften für die Mailänder Bank übernommen. Er hatte scheinbar versucht, mit gefälschten Aktien an Darlehen heranzukommen. Auch gegen Erzbischof Marcinkus erging in Italien ein Haftbefehl, worauf dieser den Vatikan nicht mehr verließ und später in die USA flüchtete.

Mehr als fünf Milliarden Dollar Gesamtvermögen

Medienberichten zufolge beläuft sich das Gesamtvermögen des IOR mittlerweile auf mehr als fünf Milliarden Dollar, die von ca. 150 Mitarbeitern im Nikolausturm des Vatikans betreut werden. Die Vatikanbank ist nur dem Papst Rechenschaft schuldig. Viele katholische Einrichtungen haben dort ein Konto.

1968 hatte Papst Paul VI. (auch Pillen-Paule genannt) eine Enzyklika herausgegeben, in der die katholische Kirche sich strikt gegen die Anti-Baby-Pille wandte. Peinlich nur, dass das IOR bis 1970 an einem Pharmaunternehmen, das die Anti-Baby-Pille produzierte, Aktienmehrheit besaß.

Am 23. September 2009 löste Gotti Tedischis den Präsidenten der vatikaneigenen Bank Istituto per le Opere di Religione (IOR) Angelo Caloia auf Druck Papst Benedikts XVI ab, nachdem durch ein Buch des Journalisten Gianluigi Nuzzi einige unangenehme Geschäfte aus dem Vatikan bekannt wurden. Gleichzeitig löste der Papst den gesamten Aufsichtsrat auf. Tedeschis sollte die Vatikanbank wieder auf sichere Füße stellen, mehr Transparenz schaffen und die innerhalb der EU geltenden Regelungen zur Verhinderung von Geldwäsche einhalten.

In den Jahren davor gab es immer wieder Ermittlungen wegen undurchsichtiger Transaktionen der IOR. Gotti Tedeschi gilt als Experte für Finanzethik und hat gute Verbindungen innerhalb der römisch-katholischen Kirche. Zuvor war er Chef der Santander-Bank in Italien. Am 21. September 2010 leitete die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen Tedeschi und den Generaldirektor der IOR, Paolo Citriani, wegen des Verstoßes gegen die Normen zur Verhinderung von Geldwäsche ein. Die italienischen Behörden hatten 23 Millionen Euro über Monate beschlagnahmt. Das Geld befand sich auf dem Konto einer anderen Bank und sollte zu JP Morgan in Frankfurt und an ein anonymen Empfänger überwiesen werden. Die Vatikanbank, die übrigens keine richtige Bank ist, hatte scheinbar keine Kontrollmitteilungen über den Transfer der Überweisungen gemacht.  Die Ermittlungen wurden 2011 eingestellt und das konfiszierte Geld zurückerstattet. Gotti Tedeschi hatte zuvor das vatikanische Finanzsystem neu geordnet und Benedikt XVI per Dekret verfügt, dass die Vatikanbank die EU-Richtlinien zur Geldwäsche zu befolgen habe und gleichzeitig eine vatikanische Finanzinformationsbehörde geschaffen.

.Zudem tauchte vor gut einem Jahr in einem Bericht des US-Außenministeriums der Vatikan auf einer Liste auf, in der Staaten wegen des Verdachts auf Geldwäsche beobachtet werden.

Mittlerweile agiert die IOR viel vorsichtiger. Trotzdem werden aber immer wieder Gerüchte laut, die Bank habe mit Geldwäsche zu tun.

Nach einem einstimmigen Misstrauensvotum des Vorstands trat Tedeschi am 24. Mai 2012 als Präsident der Vatikanbank IOR zurück. Als Begründung teilte das Pressebüro des Vatikans mit, er habe „grundlegenden Anforderungen(!) nicht genügt“ und „trotz mehrmaliger Mahnungen Aufgaben von vordringlicher Wichtigkeit nicht ausgeführt.“

Wenn auch die Hintergründe nicht klar sind, wird vermutet, dass im Vatikan wieder einmal recht unheilig gemobbt wurde oder ein neuer Skandal ins Haus steht. Außerdem hat das dem Papst direkt unterstellte Institut für die religiösen Werke (IOR) seit Jahrzehnten einen recht zweifelhaften Ruf.

Gotti Tedeschi sagte zu dieser Bankrotterklärung lediglich, er wolle das nicht kommentieren, „sonst müsse er hässliche Worte in den Mund nehmen“.

Nun wird im Vatikan ein Nachfolger gesucht, der “wirksame und umfangreiche Beziehungen zwischen dem IOR und der Finanzgemeinschaft” aufbauen soll.

Am Tag nach dem Rücktritt Tedeschis bestätigte der vatikanische Pressesprecher Federico Lombardi die Festnahme des päpstlichen Kammerdieners Paolo Gabriele, der Geheimpapiere des Papstes veröffentlicht hatte.

Medien berichteten, dass Tedeschi in den vergangenen Monaten immer wieder mit dem vatikanischen Staatssekretär Kardinal Tarcisio Berone in Konflikt geraten war. Das hätte zur Ausgrenzung Tedeschis geführt. Interimspräsident der Bank wurde Ronaldo Schmitz, ein Vertreter der Deutschen Bank im IOR-Vorstand.

Im Zusammenhang mit einem Bestechungsskandal des Rüstungskonzerns Finmeccanica durchsuchte im Juni 2012 die Polizei Tedeschis Haus.

Italienische Medien berichten, dass Tedeschi seitenlange Schreiben an den Papst vorbereitet hatte, in dem der ehemalige Santander-Banker die Missstände in dem Finanzinstitut des Vatikans beschreibt. Danach sollen sowohl Politiker als auch streitbare Vermittler und Strohmänner der organisierten Kriminalität chiffrierte Konten bei dem Institut für Religiöse Werke haben (wie das IOR übersetzt heißt). Nach Aussagen von Gotti Tedeschi soll dieser um sein Leben fürchten. Eine Kopie der Schreiben sollte im Fall seines Todes auch an einen befreundeten Journalisten gehen. Nach Darstellung des entlassenen IOR-Präsidenten sollen seine Probleme beim IOR begonnen haben, als er Fragen nach den Namen hinter den Nummernkonten stellte.

Kein elektronischer Zahlungsverkehr mehr

Seit 1. Januar 2013 ist der Vatikan vom elektronischen Zahlungsverkehr abgeschnitten. Besucher und Gläubige können damit nicht mehr wie gewohnt mit Kredit- oder EC-Karte, sondern nur noch in bar bezahlen. Grund ist das über Jahrzehnte immer wieder hochgekommene Problem, das lautet: Verdacht auf Geldwäsche.

In der Apotheke, dem Supermarkt, der Vatikanpost und vor allem an den Eintrittkassen berühmter Museen sind bei einem Jahresumsatz von mehr als 90 Millionen Euro nur Barzahlungen möglich.

Die Deutsche Bank Italien hat bisher einen Großteil des Zahlungsverkehrs für den Vatikan abgewickelt. Eine Genehmigung für den elektronischen Zahlungsverkehr wurde von den Behörden abgelehnt, weil die Banca d’Italia der Auffassung ist, dass der Vatikan die internationalen Anti-Geldwäsche-Standards immer noch nicht erfüllt. Aus diesem Grund dürfen italienische Banken die Finanztransaktionen im Vatikan nicht mehr abwickeln.

Der Vatikan gibt dazu keinen Kommentar ab. Allerdings bestätigte der Vatikansprecher Lombardi, dass Verträge einiger vatikanischen Einrichtungen mit einem ihrer Finanzdienstleister ausgelaufen sind.

Fazit

Dass Banken zocken und spekulieren ist bekannt. Auf diese Weise sind sie mitschuldig am Preisanstieg etwa bei Lebensmitteln, die ärmere Menschen sich nicht mehr leisten können. Dass aber Banken zu Geldwäschern werden um den Verdienst von Heroin zu legalisieren ist mehr als verbrecherisch.

Sollte hier ein Zusammenhang bestehen? Banken sind schließlich mittlerweile weltweit vernetzt und von der Deutschen Bank in Deutschland wurde in den letzten Wochen auch einiges an unreellen Machenschaften bekannt.

Sind in den Unterlagen der IOR Dokumente sichergestellt worden, die zeigen, dass die Deutsche Bank in Deutschland ebenso in die Machenschaften der Vatikanbank verstrickt ist? Schließlich ist einer aus dem Aufsichtsrat der Vatikanbank Interimschef geworden und stammt zufällig (?) aus der Deutschen Bank Italien

Offensichtlich sind im Vatikan Intrigen und Machtkämpfe genauso gängig, wie in der Wirtschaft. Die hohen Geistlichen sind wie es scheint genauso menschlich wie die Deutsche Bank und ihre Mitarbeiter, gegen die ermittelt wird. Es ist eben nicht überall „Kirche“ drin, wo „Kirche“ draufsteht.

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Grafikquelle    :   Münz-Waschsalon in Deutschland.

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Neues aus dem Hinterland

Erstellt von DL-Redaktion am 17. April 2012

Kein Papst in Stützenhofen

Datei:Papst Benedikt XVI., Pfingstmesse im Petersdom, 15. Mai 2005.jpg

Ja, werden nun viele aufschreien: „Das haben wir doch immer schon gewusst, die dort, unsere Nachbarn aus Österreich, das sind die ganz Schlimmen“. Dabei scheint alles so einfach in unserer BRD zu sein, denn wir haben einen Papst, welcher manchmal kontrollierend um die Ecke schaut. Sollten wir nicht einmal darüber nachdenken Diesen auch einmal nach Österreich zur Missionierung zu schicken.

Laut vorliegenden Artikel sitzt dort ein Schwuler im Pfarrgemeinderat von Stützenhofen und ein schnackselnder Pfarrer sitzt diesem vor, während der zuständige Kardinal sich nicht traut entsprechende Maßnahmen zu ergreifen um seine Kirche aus der Sünde zu retten.

Eine herrliche Story, wie sie natürlich nur in Österreich, bei unseren Nachbarn vorkommen kann. -Haha-.

Kein Papst in Stützenhofen

Skandal in Österreichs katholischer Kirche. Die Ortschaft Stützenhofen im nördlichen Weinviertel, bisher höchstens für ihren fruchtigen Welschriesling bekannt, kommt seit Wochen nicht aus den Schlagzeilen.

In dieser doch etwas abgelegenen Gegend hat es ein Schwuler gewagt, für den Pfarrgemeinderat zu kandidieren. Und wurde auch noch gewählt. Der 26-jährige Florian Stangl, ein nicht nur braver, sondern auch aktiver Katholik, bewarb sich erstmals für diese Funktion. Jetzt ist er aber nicht einer von denen, über die man im Dorf munkelt, sie hätten’s nicht so mit den Frauen. Nein: Er lebt mit seinem Partner in einer eingetragenen Partnerschaft – vulgo Homoehe – in monogamer Beziehung.

Das geht aber wohl gar nicht. Man soll der Kirche nicht vorwerfen, sie hätte sich nicht entwickelt. Schwule werden nicht mehr gesteinigt, wie im Alten Testament empfohlen. Man versucht nicht einmal mehr, dem Dämon per Exorzisten zu Leibe zu rücken. Homosexualität wird heute von der katholischen Lehre als Variante der Natur anerkannt und nicht mehr als Krankheit punziert. Doch ausleben darf man sie nicht: Schwulen und Lesben wird Keuschheit verordnet.

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[youtube 5KgLJmHFDxw]

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Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 26. März 2012

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Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

Maschmeyer will Kanzler werden, der Westen keinen Soli mehr, und der Papst reist auf den „Modernisierer-Gipfel“ nach Kuba.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht letzte Woche?

Noch immer keine Gauck-Affäre. Ich langweile mich.

Was wird besser in dieser?

Maschmeyer arbeitet an seiner direkten Kanzlerkandidatur.

Der Westen hat genug vom Soli. Der Osten soll jetzt auf eigenen Füßen stehen. Ist das längst überfällig?

Die Urlaubs- wie Wohlstandsinsel Usedom hat sich mit Transfergeldern fein herausgeputzt. Zur Belohnung liegt die NPD in den „Kaiserbädern“ über 22 Prozent. Dort ist der Soli der Migranten aus dem Ruhrgebiet willkommen, der Migrant selber nicht so. Opel in Bochum wird – aus humorigen Gründen rechtzeitig zur Landtagswahl – mal wieder mit Schließung bedroht. Auch danach würden Bochumer noch Soli zahlen für das thüringische Eisenach, wo Opel weiter produziert. – Die Kaufkraft der Ossis war ein warmer Regen für die Wirtschaft, doch abgeschöpft wurden nicht deren Profite, sondern die Löhne der Arbeitnehmer – eben per Soli. Nun einen West-Soli zu fordern, damit die Gießkanne auch hier mal ordentlich danebenpinkelt, vergrößert das Problem. Es geht um Armutsschwerpunkte, unabhängig von der Geografie. Wenn es die FDP noch gäbe und sie mitregierte, wäre eine so schiefgegangene Steuer undenkbar.

Die Innenminister haben die Grundlagen für einen zweiten NPD-Verbotsantrag gelegt. Aber wenn man nur die Symptome bekämpft, ist die eigentliche Krankheit doch nicht geheilt. Was soll das also bringen?

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Die todkranke Kirche

Erstellt von DL-Redaktion am 24. September 2011

Die Gretchenfrage der Kirche:
„christlich“ oder „antichristlich“ ?

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 Da haben wir doch besonders in den letzten Tagen, bedingt durch den von den C – Parteien gewünschten Einmarsch des Papstes in unser Demokratisches Land vieles gelesen, gesehen und gehört. Dazu habe ich den Artikel einer seiner wohl größten Widersacher, Hans Küng gefunden den ich nur jedermann empfehlen kann. Hans Küng war von 1963 bis 1980 Professor für Dogmatik und Ökumenische Theologie und Direktor des Instituts für Ökumenische Forschung der Universität Tübingen. Auf Anregung Küngs wechselte Joseph Ratzinger, der spätere Papst Benedikt XVI., im Jahr 1966 von der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster auf den Lehrstuhl für Katholische Dogmatik in Tübingen.

Die todkranke Kirche

von Hans Küng

So kann es doch nicht weitergehen mit unserer Kirche! ‚Die da oben‘, ‚die in Rom‘ machen noch die ganze Kirche kaputt!“ Solche erbitterten, empörten und verzweifelten Sätze konnte man in den vergangenen Monaten in Europa wie in Amerika oft hören, am eindrücklichsten auf dem Zweiten Ökumenischen Kirchentag in München im Mai 2010. „Die Alternativen sind: Resignation, gewollte oder jedenfalls mit wenig Bedauern hingenommene Schrumpfung zu einer kleinen Gemeinschaft ‚überzeugter Christen‘ oder Wille und Mut zu einem neuen Aufbruch“, formulierte Alois Glück, der klarsichtige und mutige Vorsitzende des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken, nach jenem Kirchentag und drückte damit Sorge und Hoffnung vieler, und gerade der engagiertesten, Kirchenmitglieder aus. Aber bei den katholischen Bischöfen fand er erst später ein Echo. Viele von ihnen wollen offenkundig weitermachen wie bisher. Deshalb die Frustration, der Zorn, oft die Verzweiflung gerade bei den loyalsten Katholiken, die das Zweite Vatikanische Konzil noch nicht vergessen haben.

Dabei steckt die katholische Kirche in der tiefsten Vertrauenskrise seit der Reformation, und niemand kann es übersehen: In ihrem Zentrum steht – das muss man auch in Deutschland sehen – Joseph Ratzinger, der gegenwärtige Papst, der zwar aus dem Land der Reformation stammt, aber seit drei Jahrzehnten im päpstlichen Rom lebt und die Krise verschärft, statt sie zu beheben. Von 1962 bis 1965 waren Joseph Ratzinger und ich die beiden jüngsten offiziellen Berater des Zweiten Vatikanischen Konzils, das versuchte, das römische System – die seit dem 11. Jahrhundert ständig zunehmende innerkirchliche Macht des Papsttums – in wesentlichen Punkten zu korrigieren. Als Papst Benedikt XVI. hat Joseph Ratzinger dagegen die große Chance verpasst, das Zweite Vatikanische Konzil mit seinen zukunftsweisenden Impulsen auch im Vatikan zum Kompass der katholischen Kirche zu machen und ihre Reformen mutig voranzutreiben. Im Gegenteil, immer wieder relativiert er die Konzilstexte und interpretiert sie gegen den Geist der Konzilsväter nach rückwärts. Ja, er stellte sich sogar ausdrücklich gegen das Ökumenische Konzil, das nach der großen katholischen Tradition die oberste Autorität in der katholischen Kirche darstellt: Er hat außerhalb der katholischen Kirche illegal ordinierte Bischöfe der traditionalistischen Pius-Bruderschaft, die das Konzil in zentralen Punkten ablehnen, ohne Vorbedingungen in die Kirche aufgenommen. Er fördert mit allen Mitteln die mittelalterliche Tridentinische Messe und feiert selber die Eucharistiefeier gelegentlich auf Latein mit dem Rücken zum Volk. Er schürt ein tiefes Misstrauen gegenüber den evangelischen Kirchen, indem er nach wie vor behauptet, sie seien überhaupt keine Kirchen im eigentlichen Sinn. Er realisiert nicht die in offiziellen ökumenischen Dokumenten (ARCIC) vorgezeichnete Verständigung mit der Anglikanischen Kirche, sondern versucht, konservative verheiratete anglikanische Geistliche unter Verzicht auf die Zölibatsverpflichtung in die römisch-katholische Kirche zu locken. Er hat durch Ernennung antikonziliarer Chefbeamter (Staatssekretariat, Liturgiekongregation, Bischofskongregation und andere) und reaktionärer Bischöfe in aller Welt die konzilsfeindlichen Kräfte in der Kirche gestärkt.

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IE

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Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 19. September 2011

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Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

Im Wochenrückblick bleibt die FDP Genscher,“Bild“ mag es gerne dunkel und Stefan Mappus geht in den Dschungel.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht letzte Woche?

Friedrich Küppersbusch: Bis der Papst die Wendung „wir wollen inwendig beieinander sein“ im „Wort zum Sonntag“ raustat, hätte ich es auch als erotisches Gedicht durchgehen lassen.

Was wird besser in dieser?

Der reist wieder ab.

Wirtschaftsminister Rösler überlegt, Griechenland in die Insolvenz zu schicken – und die FDP springt in Umfragen prompt von 3 auf 5 Prozent. Was muss Rösler anstellen, um wieder auf die knapp 15 Prozent von der Bundestagswahl 2009 zu kommen?

Er muss zur Euro-Habsucht noch die Islamphobie hinzunehmen. Eben den kürzesten Weg gehen, uns nostalgische Gefühle für Westerwelle zu machen: Der hat es noch immer irgendwie vermieden, dass die FDP aus Hans-Dietrich Genscher austritt. Diese Radikalisierung, vergertwilderung der „Freiheitlichen“ geht in der Opposition übrigens wesentlich enthemmter; mit dem Außenministerium ist sie z. B. nicht vereinbar. Und es ist schlecht für Handel und Wirtschaft, kostet die FDP also Stammwähler. Die FDP wird versuchen, die Koalition krachen zu lassen; die SPD signalisiert deswegen jetzt schon, dass sie nicht ohne Neuwahl in eine große Koalition geht.

Zum Papstbesuch wird das Springer-Verlagshaus in Berlin mit zwei Riesenplakaten des Bild-Titels „Wir sind Papst!“ verhüllt. Was sagt uns das über Bild-Chef Diekmann?

Er arbeitet gern im Dunkeln.

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IE

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