DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

Mach den Schröder

Erstellt von Gast-Autor am 6. Februar 2015

Aber bitte nur nach Plan

Das nationale Elend im Bild – Ärichs Platz nimmt nun Merkel ein

Autor: U. Gellermann

Rationalgalerie

Datum: 06. Februar 2015

Pofalla machte ihn, Niebel machte ihn, Bahr machte ihn: Den Schröder. Jenen flotten Seitensprung aus der Politik in die Wirtschaft. Nun also Katherina Reiche. Die Dame Reiche will endlich eine reiche Dame werden. Denn bisher war Frau Reiche in zwei Merkel-Kabinetten parlamentarische Staatssekretärin und kam dort auf kaum 150.000 Euro jährlich. Jetzt winkt ein Job beim „Verband Kommunaler Unternehmer“ (VKU). Dort gibt´s satte 600.000 Euro im Jahr. Da kann man doch nicht NEIN sagen. Auch wenn der Wechsel vom Verkehrsministerium zum VKU eine höchst unappetitliche Lobbyisten-Rutsche ist, letztlich auf dem eigenen Schleim. Doch wie immer bei den vielen Wechseln raus aus der Politik und rein ins Wirtschaftsvergnügen, taucht die „Karenz-Zeit“ für solche Sprünge in der Diskussion erneut auf. Über ein oder anderthalb Wechseljahre denkt die Regierung nach. So lange Wartefristen verlangen einen ordentlichen Personal-Entwicklungsplan. Deshalb müssen für das aktuelle Kabinett schon heute die Arbeitsplätze von Morgen gesucht werden.

Sigmar Gabriel zum Beispiel ist heute noch Wirtschaftsminister. So einer eignet sich für alles Wirtschaftliche: Kaum ein anderer Verband hat so viel mit Wirtschaften aller Art zu tun wie der „Deutsche Brauer Bund“. Auch dessen Slogan – „Bier ist Deutschland“ – sollte für einen PEGIDA-Versteher wie Gabriel eine Selbstverständlichkeit sein. Kein Produkt ist enger mit der deutschen Nation verbunden als Bier. Und den Eignungstest für diesen Job hat unser Sigmar auch schon bestanden: Er kann „Prost“ sagen, sogar mehrfach hintereinander. Sein Parteifreund Frank-Walter Steinmeier ist viel im Ausland. Er spricht sogar besser Englisch als sein Vorgänger Westerwelle und sollte unbedingt den Vorstandsvorsitzenden-Job beim Touristikunternehmen TUI übernehmen. Nicht nur weil er dann weiter preiswert durch die Gegend fliegen kann, sondern primär weil ihm dieser Satz glatt und ohne Rot zu werden über die Lippen geht: „Soziale Marktwirtschaft macht´s besser… weil sie Wachstum, Wohlstand und Gerechtigkeit verbindet.“ Den hatte der jetzige TUI-Chef Friedrich Joussen, knapp 4 Millionen Jahresverdienst, mal für die „Kampagne der Neuen Sozialen Marktwirtschaft“ ausgestoßen. Aber dem Steinmeier – der die Agenda 2010, Hartz 4 und andere soziale Grausamkeiten miterfunden hat – wird der Spruch noch flotter von den Zähnen rollen.

Das Unternehmen für „militärische Dienstleistungen“ ACADEMI (früher „Blackwater Worldwide“), ist in den letzten Jahren ein wenig in Verruf geraten. Nur weil es sich beim Foltern und Morden im Irak und anderswo hat erwischen lassen. Niemand anders als die Frau mit dem blonden Stahlhelm, Ursula von der Leyen, kann das schlechte Image der Söldnertruppe bessern wenn sie Chefin dieses Ladens wird: Familienfreundliche Arbeitszeiten, Foltern am Wochenende verboten, hier eine Kita, dort eine Kompanie von Tagesmüttern, und schon verändert sich die Richtung der öffentlichen Debatte. Dem CSU-Mann und Verkehrsminister Alexander Dobrindt muss es eher um das eigene Image gehen: Er gilt als die (!) Fehlbesetzung der letzten Jahre und wäre, weil er vom Verkehr wirklich keine, absolut keine Ahnung hat, gut beim „Verband der Automobilindustrie“ aufgehoben. Dort sitzt aber schon ein ehemaliger Verkehrsminister: Matthias Wissmann. Der wurde bereits 2007 dorthin entsorgt. Vielleicht ist hier eine Doppelspitze denkbar. Der eine sagt dann „Hüh!“ und der andere „Maut!“ und schon kommt das Tempolimit überall von selbst.

Für Wolfgang Schäuble kann nur der Sparkassen-Verband das Endziel seiner beruflichen Entwicklung sein. Nach seinem Wechsel wird der Verband wahrscheinlich in Einspar-Kassen-Verband umbenannt werden. Der dann vom Verband jährlich zu vergebende „Schwarze-Null-Preis“ wird nur an CDU-Politiker mit niedrigem IQ verliehen. Die Auswahl ist groß. Für Hermann Gröhe, bisher Gesundheitsminister, wäre ein Ringtausch möglich: Gröhe war als Nachfolger von Hildegard Müller Staatsminister im Bundeskanzleramt, die wurde dann von der Kanzlerin zum Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft delegiert. Den Platz sollte sie für Gröhe räumen, um dann Chefin der Europäischen Zentralbank zu werden: Dort könnte sie jede Menge Geld drucken, um den nächsten, schwierigen CDU-Wahlkampf ohne Angela Merkel zu finanzieren. Denn Frau Merkel wird Amt und Land längst in Richtung „Weltbank“ verlassen haben, um mit deren unerschöpflichen Mitteln überall auf der Welt die „marktförmige Demokratie“, die alternativlose Gesellschaft der Zukunft, durchzusetzen. Für den Rest der Merkel-Minister werden sich sicher ruhige Plätze bei den Landes-Lotto-Gesellschaften finden. Dieser Rückbau von Politikern zur Versorgungswirtschaft hatte bereits 2013 mit der früheren parlamentarischen Staatssekretärin Marion Caspers-Merk begonnen, die bei der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg Geschäftsführerin wurde. Frau Caspers-Merk hatte schon unter Schröder und Merkel gedient. Das zeugt von einer Leidensfähigkeit, die belohnt werden musste.

Doch vielleicht muss das große Politik-Wirtschaft-Karrussel noch einmal ganz neu in Gang gesetzt werden. Falls aus der Vergangenheit der Katherina Reiche die Insolvenz-Verschleppung einer Firma wieder auftauchen sollte, an der sie einst beteiligt war. Oder wenn die staatliche Millionen-Förderung eben dieser Firma, deren Rückzahlung im brandenburgischen Polit-Dschungel verschollen ist, erneut ins Öffentliche treibt. Das könnte die komplette Planung torpedieren und Angela Merkel würde dann noch eine und noch eine und noch eine Legislaturperiode als Kanzlerin amtieren. Das kann keiner wollen.

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Absage des Linken Saar Tebbi

Erstellt von DL-Redaktion am 19. November 2013

Landesparteitag der Linken findet
ohne Lafontaine statt

Wir wollen rein, wir wollen rein!!!!!

Die Meldung aus der heutigen SZ hatten wir schon vorausgesehen und darüber spekuliert ohne die Glaskugel zu bemühen. So lesen wir denn heute was gestern verbreitet wurde: Oskar Lafontaine wird dem Landesparteitag der Linken am Samstag in Dillingen fernbleiben.  Sein Abschied als eine Führungsperson aus der Politik vollzieht sich schleichend.

Wobei der letzte Satz des heutigen Artikel seltsam klingt. „Laut Schramm wird über die Kandidaturen heute Abend entschieden“. Unsere Frage in diesen Zusammenhang, wer entscheidet denn darüber, heute Abend? Bewerbungen können in solch einer Versammlung auch noch in letzter Minute eingereicht werden. Ob sie dann von Erfolg gekrönt sind, darüber entscheiden alleine die Wahlberechtigten.

So ist es schon verblüffend wie wenig aus den negativen Erfahrungen der Vergangenheit gelernt wurde, wenn es noch nicht einmal zu einer korrekten Formulierung reicht. Jetzt zieht sich der saarländische „Franz-Peter Tebartz-van Elst“ aus der Verantwortung zurück, die Basis erhoffte sich eine neue Gangart und stellt nun fest dass die zuvor Gesalbten im gleichen Trott weitermachen. Na, aber die Webseite wurde zumindest verändert.

Da hat sich ja einiges angekündigt für den kommenden Samstag und wir fragen uns schon, wer denn dieses mal die hoffentlich roten, oder FDP mäßig gelben Kuverts verteilen wird. Braun sieht doch ziemlich hinterhältig aus, sollte schon zu den Fahnen passen. Viele, viele Besucher haben sich angekündigt welche sich das demokratische Übungsstück ansehen wollen. Lassen wir uns überraschen wer zum Schluss als Sieger Hoheitsvoll nach beiden Seiten nickend, den Saal verlassen wird.

Landesparteitag der Linken findet
ohne Lafontaine statt

„Die Verantwortung müssen jetzt andere tragen“, begründete er seine Abwesenheit. Auf dem Parteitag soll der neue Landesvorsitzende gewählt werden. Auf die Frage, wer kandidieren werde, entgegnete Lafontaine, das müsse man den Landesvorstand fragen. Er wolle nicht auf ewig für Entscheidungen, an denen er nicht beteiligt sei, verantwortlich gemacht werden. Lafontaine war nach der Bundestagswahl von Partei-Mitgliedern vorgeworfen worden, er habe aus Verärgerung über die Wahl von Thomas Lutze zum Spitzenkandidaten keinen Wahlkampf gemacht. Bereits bei einer Aussprache Mitte November zwischen Parteispitze und Basis war Lafontaine nicht anwesend.

Quelle: Saarbrücker – Zeitung >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Patrick Therre

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Dumm-dumm-Prominenz

Erstellt von DL-Redaktion am 28. September 2013

Dumm-dumm-Prominenz

Die folgende Glosse beschreibt in einigen Auszügen das Leben der ehemaligen Sportstars von Boris Becker und Lothar Matthäus. Aber vergleichen wir den Inhalt dieses Artikel einmal mit anderen Stars, auch aus der Politik zum Beispiel, da fallen im besonderen Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht aktuell auf. Unterschiede lassen sich im Großen und Ganzen kaum ausmachen. Ist es doch das erste Ziel aller im Gespräch zu bleiben, egal was immer dafür auch eingesetzt wird.

Da werden Bücher geschrieben welche zwar gelesen, die aber ansonsten niemand braucht, dazu gehören Bunte Auftritte bei Burda, Bild, bei Talkshows und sonstigen anderen glamourösen Galaveranstaltungen. Auch kommen ab und an sowohl die Neuesten als auch ehemalige Partner zu Wort, welche über allerlei Pikanterien aus ehemaligen Gemeinsamkeiten zu berichten wissen.

Das schlichte Gemüt aus der Bevölkerung sucht und bezahlt den Klatsch sehr gut, da es sich an den Ungeschicklichkeiten der Anderen erfreuen kann und sieht das auch diese nur mit Wasser kochen. Wobei, eine Heirat steht ja zur Zeit noch aus aber, es wird von Seiten der Klatsch – Journale bestimmt schon in diese Richtung gedrängt. Besonders in der Politik arbeiteten schon immer einige alte „Herren“ eifrig daran ihre Partnerinnen oder andere Familienmitglieder in entsprechend lukrative Pöstchen im Land- oder Bundestag zu schieben. Wobei die Parteien schon peinlich bemüht sind ihre einstigen Vasallen in ihren Vorhaben zu unterstützen.

Musste in einen Spielfilm der Postmann einst noch dreimal klingeln reicht heute für einen Gasmann und auch einen Sauerländer schon das lupfen des Telefonhörers aus um ihre Gespielinnen gleich die von Lothar und Boris entsprechend zu platzieren. Genau diese Verhaltensschemen wurden der Politik aber immer schon nachgesagt:

Dumm-dumm-Boris

Vorweg eine Information für die Jüngeren: Boris Becker war einmal der beste Tennisspieler der Welt, und Lothar Matthäus hat als Fußballer so ziemlich alles gewonnen, was man gewinnen kann. Die beiden waren einst richtige Helden.

Daran muss man immer wieder erinnern, weil Menschen unter 20 die beiden nur noch als komplette Vollidioten kennen. Der eine nudelt Groupies im Besenschrank, hinterzieht Steuern, und niemanden würde es überraschen, wenn er die Beschaffenheit seines Morgenstuhls twittern würde. Der andere redet von sich in der dritten Person, gerne auch in einem grotesk schlechten Englisch, dessen Jämmerlichkeit nur noch von seinem Deutsch übertroffen wird, und heiratet zwanghaft jedes gerade volljährige Model, das auf der Suche nach finaler finanzieller Versorgung seinen Weg kreuzt.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

Fotoquellen: Wikipedia

Boris :Author AngMoKio

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Oskar: Author James Steakley

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Lothar:

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Wagenknecht schlägt zurück

Erstellt von DL-Redaktion am 5. Juli 2013

Wagenknecht greift ihre Kritiker an

Persiflage auf „Du bist Deutschland„-Logo

Während sich ihr Partner von der erlittenen Niederlage erholen muss und in die Büsche geschlagen hat, eine typische Politiker Reaktion, fiedelt sein Mündel, ihre Partei munter zum Tanz auf. Unverbrüchlich an ihren Motto festhaltend, ich habe immer recht, auch wenn ich als anerkannter Wendehals dem Bürger jeden Tag eine andere Meinung verkaufe, wichtig ist allein der Umsatz meiner Bücher. Die Scheiße eines Hundes hat der Halter zu entfernen – wer ist fur den hinterlassenen Dreck der Wagenknecht zuständig?

Dabei geht es an und für sich doch gar nicht einmal um  eine bestimmte Aussage. In Wahrheit geht es doch um die Verantwortung für eine gemeinschaftliche Sache. Eine Sache für welche jeder in einen Vorstand gewählte auch ein gewisse Verpflichtung übernommen hat. Für ein einfaches Mitglied muss das so nicht gelten,  das sollte auch innerhalb einer Gemeinschaft jederzeit frei seine Meinung äußern können,  auch wenn diese von der gemeinsam beschlossenen Linie abweichend ist. Wenn dieses aber jemand regelmäßig möchte sollte dieser die Fairness aufbringen sich nicht in einen Vorstand einzubringen, oder seine Aussage klar und deutlich als seine private Meinung deklarieren. Aus einen Vorstand kann Jeder auch jederzeit problemlos austreten.

So ist es einfach billig, zeugt von wenig Charakter und noch weniger Gemeinschaftssinn. Vergleichbar in etwas mit dem Auftritt von Clement in der SPD, vor den letzten Wahlen. Und das von einer Person welche den Sozialismus als ihr politisches Lebensziel angibt? Sieht so ein Beitrag zur Stärkung des Gemeinschaftlichen in der Gesellschaft aus, oder käme diese Verhaltensweise nicht eher den Versuch einer Spaltung gleich?

Nein, das Thema wird hier zur Nebensache, wird auch in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Die Widersprüchlichkeit welche sich aus den Aussagen der letzten Wochen ergeben, dagegen sehr wohl, wie es die vielen Beispiele in der Presse aufzeigen. Natürlich hat Frau Wagenknecht auch mit ihrer Presse schelte recht, wie immer eigentlich! Aber wer trägt denn letztendlich den Schaden für ihr, sehr wahrscheinlich sogar Partnerschaftlich gesteuertes Verwirrspiel ?

Natürlich kommen hier die Vorwürfe nationalistische Ressentiments  zu bedienen völlig zu recht. Genauso wie die wie die aufkommenden Vorwürfe gegen Merkel und Schäuble in der letzten Woche bezüglich ihrer Verbal schelte gegen die irischen Banker. Wir leben wieder in einer Zeit in der die Schatten der Vergangenheit immer schneller verdrängt werden, um die eigene Herrlichkeit schöner erstrahlen lassen zu können. Von den Heute aufkommenden Problem wird in zwanzig Jahren auch niemand mehr etwas gewusst haben und das im besonderen in einer Linken Szene nicht.

Ja die Linke ist zu einem großen Teil dumpfnational, genauso wie es in den später folgenden Kommentar geschrieben wird. So sehen auch einfach die persönlich in dieser Partei gemachten Erfahrungen vieler ehemaliger und auch noch Mitglieder aus. Dieses Thema wird auch heute noch verschwiegen und zu einer offenen Debatte ist in der Partei niemand fähig oder bereit. So ist es! Das ist Fakt!

Hier ein Artikel aus der Frankfurter-Rundschau mit anschließenden Kommentar:

Wagenknecht greift ihre Kritiker an

Die Linke-Politikerin Sahra Wagenknecht wehrt sich gegen den Vorwurf, sie bediene nationalistische Ressentiments. Inzwischen hat sie ihre Äußerungen relativiert.

 Die stellvertretende Vorsitzende der Linkspartei, Sahra Wagenknecht, hat Medien und Parteifreunde, die ihr nationalistische Töne vorwerfen, kritisiert. Ein gewisser „Kampagnen-Journalismus“ könne sich „leider immer wieder auf Stichwortgeber in den eigenen Reihen stützen“, sagte sie in einem Interview. Sie fügte hinzu, ihr sei bei der Wiedergabe von Äußerungen zur Jugendarbeitslosigkeit „das Wort im Munde“ umgedreht worden. Wagenknecht hatte das Angebot von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) an junge Menschen aus südeuropäischen Krisenstaaten, in Deutschland eine Ausbildung zu machen, mit scharfen Worten abgelehnt.

Quelle: FR.Online >>>>> weiterlesen

Die Linke spielt die nationale Karte

In Sahra Wagenknecht spielt wieder einmal eine prominente Vertreterin der Linkspartei im Wahlkampf die nationale Karte. Sie spielt mit dem Feuer, um beim dumpfnationalen Teil der Europamüden zu punkten.

Angenommen, ein Politiker würde zur Aufnahme von Armutsflüchtlingen sagen, sie wäre „eine Ohrfeige für Hunderttausende junge Menschen, die in Deutschland leben und von denen viele nie eine Chance bekommen haben“. Dieser Politiker, würde die Linkspartei antworten, spiele die deutsche Bevölkerung gegen Zuwanderer aus und bediene ausländerfeindliche Ressentiments.

Quelle: FR.Online >>>>> weiterlesen

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Logoquelle: Wikipedia

Author http://de.uncyclopedia.org/wiki/Benutzer:MatthiasM.

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Das Linke Eins und Eins

Erstellt von DL-Redaktion am 3. Juli 2013

In der Partei dreht sich alles nur um Personen,
Mandate, Posten, Geld und persönliche Eitelkeiten

File:Wagenknecht, Sahra, 2013.JPG

Politik – was ist das denn und wo für. – Wir haben doch alles

[youtube r81WaSo_bfA]

Es ist schon seltsam was so alles in den letzten Jahren unter den Markenzeichen „Linke Politik“ verkauft wird und verschiedene der heutigen Verkäufer dieses alten Markenartikels sollten sich einmal hinterfragen ob ihr Angebot nicht eher als Linkisch zu bezeichnen wäre. An und für sich dürfte es sich hier, wenn von linker Politik geschrieben wird, nicht so sehr um die Personen drehen, aber es ist leider anders.

In der Partei dreht sich alles nur um Personen, Mandate, Posten, Geld und persönliche Eitelkeiten. Ins Blitzlichtgewitter zieht es immer die gleichen Personen auf die Theaterbühne, welche tagtäglich den Nachweis erbringen nur durch provozierende Widersprüchlichkeiten auf sich selber aufmerksam machen zu wollen. Ihre politischen Erfolge der letzten Jahre? Eine zerrüttete Partei und Streit, Streit und nochmals Streit. Die Namen Lafontaine und Wagenknecht, sowie ein Leben zwischen Bild und Gala. Sekt und Kaviar zwischen Arbeitslosigkeit und Hartz IV. Das Qualitätsmerkmal für Linke Politik. Zumindest das was davon im Gedächtnis bleibt, beim Bürger der dafür dann auch bei Wahlen noch seine Stimme geben soll?!

Dabei ist die ganze Machart doch an und für sich sehr gut durchschaubar, da sehr durchsichtig gestrickt. Lesen wir doch nur einmal die zwei kleinen Kapitel aus einem Artikel, erschienen in der TAZ, vor einigen Wochen, aufmerksam durch und sezieren sie anschließend. Wir wiesen auf diesen Artikel unter den Titel „Der rote Ralph“ seinerzeit hin. Hier der besagte Auszug:

1997 hatten Wagenknecht und Niemeyer geheiratet. Sie waren beide Ende zwanzig; er, der Wessi, hatte die PDS-Politikerin als Journalist kennengelernt. „Ich habe Sahra interviewt, und das Interview hat bis heute kein Ende genommen“, formuliert es Niemeyer. Wie groß in fünfzehn Jahren Ehe der gegenseitige Einfluss gewesen sei, erkenne man schon daran, dass die geborene Thüringerin heute im Westen wohne – während er mittlerweile „vielleicht antikapitalistischer auftritt, als sie es mal war“.

 Später wird Niemeyer erzählen, dass er in diesen fünfzehn Jahren auch Vater von drei Kindern geworden ist. Auch dass in ihrer Ehe nie gelogen wurde.

Zu diesen Artikel ist nie etwas in Abrede gestellt worden. Die Hinweise sind klar und deutlich, und auch bewusst so formuliert worden. Ohne nun allzu sehr in die Privatsphäre abzurutschen (Sie selber machen privates zu ihren Markenzeichen) eine persönliche Beurteilung:

Trotz 15 Jahre Diskussion kaum eine Annäherung. Sie hat das leichtere Leben im Westen gefunden und die drei Kinder wurden mit Wissen der Partnerin mit anderen Frauen gezeugt. Mit anderen Worten: Erst einen Millionär zwecks Lebensabsicherung heiraten um anschließend durch den Arbeiterführer politisch nach oben zu kommen. Lobbyismus von Links! Oder, besser ausgedrückt – eine Frau bumst sich hoch.

Das ist Linke Politik, das ist linker Lebensstil wie er sich den BürgerInnen darstellt. Daran wird die Partei gemessen und gewogen und das von Menschen deren Stimmen ihr haben wollt. Das Gesamtpaket hat weder mit Kommunismus, Sozialismus noch sonst etwas gemeinsam, das ist keine Politik, das ist linkes Schmiertheater dessen Vorhang Tag für Tag gelüftet wird.

Ganz wie Oskar

Sahra Wagenknecht provoziert inzwischen so gut wie Oskar Lafontaine – wenn die Linkspartei dabei bloß mal nicht vom Weg abkommt.

Zwischen diese beiden Genossen passt kein Blatt Papier. Nicht nur, dass sich Sahra Wagenknecht inhaltlich zur Erfüllungsgehilfin ihres Freundes Oskar Lafontaine entwickelt hat. Auch beim Gehabe hat sie sich viel abgeschaut vom langjährigen Vormann.

Wie ging das 2005 los mit Oskar bei den Linken? Er warnte in Chemnitz Familienväter und Frauen vor Arbeitslosigkeit, „weil Fremdarbeiter zu niedrigen Löhnen ihnen die Arbeitsplätze wegnehmen“. Später behauptete der Kandidat, er habe nicht osteuropäische Arbeiter kritisieren wollen, sondern ausbeuterische Arbeitgeber.

Quelle: Tagesspiegel >>>>> weiterlesen

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Sahras Linke Probleme ?

Erstellt von DL-Redaktion am 2. Juli 2013

Hat sich die Linke einen Bock zum Gärtner gemacht

Da haben wir doch schon des öfteren von berichtet: Von linken Stinkern in der Linken! Heute immer öfters, linke Stinkerinnen! Und wieder einmal und immer öfter tritt das linke Butterblümchen Sahra in einer nationalistischen Duftwolke gehüllt in den Vordergrund und versucht in aller Öffentlichkeit ihr Verständnis vom Demokratischen Sozialismus zu versprühen. So stellen wir ihr heute einmal die in der letzten Zeit sehr populäre Frage: „Was raucht diese Frau“?

Nach ihren zurück in die DM, jetzt ihr Veto zu den europäischen Fremdarbeitern in deutschen Landen. Dazwischen kurz ein Zwischenstopp an der Saar mit den Manipulationsversuch bei der Listenaufstellung für den Bundestag. Frau Dr. bewegt sich immer schön auf den Spuren des einstigen Arbeiterführers, ihres großen Mentors Oskar Lafontaine, dem sie still die Stange hält? Wie lange noch? Denn auch hier gilt der Ruf: „Der König ist Tod, es lebe der König? Männer wo seid ihr, die ihr mir den roten Teppich ausrollt? Merkel muss ersetzt werden.

Wenn politische Dummheit Schmerzen bereitet müsste solch eine Person den ganzen Tag schreien und es ist schon bezeichnend für die Partei die Linke wer sich dort hinter dem Wort links alles verkrochen hat und entsprechend hofiert wird. Kein Wunder das in diesem Lande immer öfter der Satz zu hören ist: Wer die Gesellschaft hier verändern will darf auf keinen Fall Links wählen. Realistische Veränderungen sind nur mit den Rechten möglich.“ Und genau in diesem Boot sitzen heute schon sehr viele Linke.

Ist es Vorsatz in Wahlzeiten auch im rechten Brackwasser zu fischen? Für die Basis ist dieses ein zerstörendes Zeichen bewegen sich doch gerade auf Orts- und Kreisverbandsebene genügend Personen welche den ausländischen Mitbürgern feindlich gegenüber eingestellt sind. Die guten Beispiele laufen in Vorständen mit Riesenschritten voran.

Solange solche Dumm Tröten solch einen Stumpfsinn als Ruf aus dem Vorstand in die Welt herum posaunen kann eine Partei bei dieser Widersprüchlichkeit in ihrer Außendarstellung nicht an Zustimmung aus der Bevölkerung hoffen, da niemand weiß wo hin der Weg letztendlich führen wird. Wie gesagt, wer in dieser Partei einmal oben steht, genießt scheinbar unter Denkmalschutz.

Sahra Wagenknecht gegen Abwerbung von „Talenten aus anderen Ländern“

Die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht will nicht, dass junge Südeuropäer eingeladen werden, auf Lehrstellensuche in Deutschland zu gehen. Mit dieser Forderung handelt sie sich Ärger ein – bei SPD und Grünen und auch bei eigenen Genossen.

Die stellvertretende Linken-Vorsitzende Sahra Wagenknecht lehnt angesichts der vielen jungen Arbeitslosen in Deutschland Vorschläge der Bundesregierung ab, Lehrstellen an Jugendliche aus Südeuropa zu vergeben. SPD und Grüne attackierten Wagenknecht wegen dieses Vetos, auch Genossen von ihr gingen auf Distanz. Der Linken-Außenpolitiker Stefan Liebich sagte dem Tagesspiegel, es sei verständlich, dass junge Leute in Südeuropa, die dort keine Perspektive hätten, nach Alternativen in Deutschland Ausschau halten würden.. „Für die Linkspartei gilt: offene Grenzen. Deshalb ist zunächst auch jeder willkommen.“ Die Linke bekämpfe die Krisenpolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die den Südeuropäern die Zukunft raube, sagte Liebich.

 „Aber wir schlagen hier keinem die Tür vor der Nase zu.“

Die Berliner Bundestagsabgeordnete Halina Wawzyniak meldete bei Twitter Widerspruch gegen Wagenknecht an, „wenn es tatsächlich so gesagt wurde“. Wawzyniak schrieb: „Diese Position ist durch nichts in der Linken gedeckt“. Sie hoffe immer noch, ihre Parteifreundin sei falsch zitiert worden. Die „Mitteldeutsche Zeitung“ zitierte Linken-Fraktionsvize Dietmar Bartsch mit den Worten, seine Partei werde „nicht arbeitslose Jugendliche in Griechenland, Spanien und Deutschland gegeneinander ausspielen“. Die Politik von Kanzlerin Angela Merkel habe »die chaotischen Verhältnissen in den südeuropäischen Ländern hervorgebracht. Es gibt daher auch eine deutsche Verantwortung“.

Quelle: Tagesspiegel >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedia / Wendehälse

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Attribution: Bundesarchiv, Bild 183-1989-1113-050 / CC-BY-SA

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Fotoquelle / Lafontaine Fotomontage:

Die Fotomontage stammt aus der Projektwerkstatt


Virtuelle Projektwerkstatt von SeitenHieb Verlag steht unter einer Creative Commons

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Christa Müllers Zukunft

Erstellt von DL-Redaktion am 29. April 2013

Das neue Leben der Christa Müller

Es war schon eine Überraschung Christa Müller, die Ex Ehefrau des Oskar Lafontaine, welche als sehr selbstbewusste Frau gilt, so lange ruhig blieb und die Eskapaden ihres davoneilenden Windhundes so ruhig entgegennahm. Doch nun redet sie mit einer Journalistin in der Welt über ihr Leben an der Seite dieses „großen Sozialisten“ dessen Herz links schlägt.

Dabei muss es als damalige Noch-Ehefrau nicht einfach gewesen, sein über ihren damals Noch-Ehemann durch dessen Private Presseauftritte mit seiner neuen Freundin so gut informiert zu werden, vor allen Dingen wenn die Auftritte gesucht und provoziert werden, um persönliche Vorteile im politischen Bereich zu bringen.

Dabei werden sich auch viele der Parteimitglieder noch an Frau Müller erinnern. Kämpfte sie doch für eine vollkommen andere Sicht in Fragen der Kinderbetreuung wie ein Großteil der Mitglieder. Sie lernte bei dieser Gelegenheit auch die große und immer wieder selbst betonte Toleranz der Mitglieder innerhalb der Partei gegenüber anders Denkenden bis zur bitteren Neige kennen und entsprechend Wertschätzen.

Nein Mitleid mit ihr kann man nicht haben und das wird sie auch nicht erwarten, war sie doch kein unerfahrenes Mädchen mehr als sie ihren Oskar kennenlernte.  Und in einer Parteizentrale arbeitend musste sie sich mit dieser besonderen Spezies Mensch, von welchen sie umgeben war, bestens auskennen. Sie hat sich also nicht blind in dieses Abenteuer begeben. In einen Alter von runden 30 Jahren weiß man schon wo eine Reise hingeht.

Die Ehe der Beiden, ein Spiegelbild von Oskars Leben. Denn seine Lebensziele hat er verfehlt, ist er doch über den zweiten Platz nie hinausgekommen. 20 Jahre Ehe und dann die Scheidung. Runde 35 Jahre SPD dann ebenfalls die Scheidung. Bliebe noch die LINKE in der die Ziele auch zu hoch angesetzt wurden und als Fata-Morgana für immer vor Augen bleiben. Sein faktisches Aus verkündete er in der letzten Woche mit der Erkenntnis in Berlin keine Chancen auf Erfolg für die Partei mehr zu sehen.

Was bleibt? Ein reicher, alter Mann der irgendwann bemerken wird das Geld auch nicht gerade schmackhaft ist. Ein Sozialist unserer Zeit mit einem vollen Bankkonto welches er brauchen wird zum Ankauf entsprechender Freunde.

Das neue Leben der Christa Müller

20 Jahre war Christa Müller die Frau an Oskar Lafontaines Seite. Sie galt als „Schattenfrau“, gab den Beruf auf, pflegte seine und ihre Mutter. Jetzt spricht sie zum ersten Mal über ihr neues Leben.

Es gab eine Zeit, da hat sie an die Familie geglaubt. An eine Gemeinschaft, „in der jeder arbeitet, was er kann, und jeder nimmt, was er braucht“. Die einzig funktionierende kommunistische Einheit sei das, hat sie damals zu ihrem Mann gesagt. Der hat ihr zugestimmt. Mit Kommunismus, ja da kennt sich ein Sozialdemokrat, der zum Sozialisten wurde, aus. Mit Familie, nun ja, da hat er es zumindest immer wieder versucht. Nur geklappt hat es nicht. Auch beim dritten Versuch nicht.

Christa Müller ist jetzt 56 und glaubt immer noch an die Familie. Nur nicht mehr an eine mit Oskar Lafontaine. Am 4. Februar 2013 wurden die beiden offiziell geschieden nach 20 Jahren Ehe, nach 25 Jahren Beziehung. Jahre, in denen sie lange für die gleichen politischen Ziele stritten, in denen sie ein Kind bekamen, für das Christa Müller ihren Beruf als Ökonomin aufgab, in denen sie ihre beiden Mütter zu sich nahmen, die sie pflegte.

Oskar Lafontaine hat sich vor eineinhalb Jahren zu seiner Beziehung mit seiner 26 Jahre jüngeren Parteifreundin Sahra Wagenknecht bekannt. In einem Interview bezeichnete Wagenknecht den 69-Jährigen vor Kurzem als „die große Liebe meines Lebens“.

Quelle: Die Welt >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedia – Urheber bunnyfrosch

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Linke Saar fordert mehr Debatten

Erstellt von DL-Redaktion am 27. März 2013

Linke will mehr Debatten-
Tage und weniger Reden der Regierung

Da behaupte noch Einer die Presse würde von der Politik nicht ernst genommen. Das genaue Gegenteil ist der Fall und so lesen wir heute eine Aussage von Heinz Bierbaum, den Parlamentarischen Geschäftsführer der Linksfraktion im Saarländischen Landtag. Die Arbeit des Landtag müsse für die Öffentlichkeit attraktiver gemacht werden, lesen wir und er schlägt dafür die Einrichtung eines zusätzlichen Debatten-Tag pro Monat vor.

Wir sehen also, Linke Politiker schlafen nicht, sondern reagieren prompt. Wir registrieren zusätzlich: Knickt einmal ein Schlagstöckchen überraschend ein, ist sofort eine entsprechende Vertretung als Unterstützung zur Stelle. Nein hier bitte keine Unterstellung. Wir schreiben hier von den Dirigentenstab innerhalb einer Fraktion und verordnen ausdrücklich nicht Viagra sondern wünschen Linsler gute Besserung, auch in der Überzeugung das es umgekehrt nicht der Fall wäre.

Dabei sind sie schon zu bemitleiden, unsere Parlamentarier und im besonderen die in den Landtagen. Müssen sie sich doch Zwangsrekrutieren lassen um ansonsten leer bleibende Plätze in den Plenarsälen zu besetzen. Und dieses auch noch für von den Steuerzahlern so lausig bezahlten Löhnen, so dass die Zwangsaufgaben nur als Nebenbeschäftigung wahrgenommen werden können. 450 Euro Jobs reichen zur Unterhaltung einer Familie bekanntlich nicht aus.

So klagt Bierbaum dann auch in rechtschaffener Weise wie folgt: „Nachmittags werden sehr viele Dinge, vor allem wenn es in den Abend hineingeht, gar nicht mehr richtig zur Kenntnis genommen“. Bei der Plenarsitzung am 20. März habe es abends beispielsweise eine sehr ernsthafte Diskussion über die Gleichstellung homosexueller Paare gegeben, die ein größeres Echo verdient gehabt hätte.

Sollten hier vielleicht die gähnenden Geräusche als äußerst störend empfunden werden? Obwohl, es ist doch bekannt das es gerade in der Politik während der Nachtstunden schon für viele, zu manch überraschenden Einigungen gekommen ist. Gerade innerhalb der Parteien sind die Abendsitzungen deshalb auch sehr beliebt. Sollte nicht eher eine Nachtschichtzulage gefordert werden? Stände einer Arbeiterpartei vielleicht gut zu Gesicht?

Überhaupt bevor wir es vergessen, sitzen da nur Männer für die Linke im Landtag? Dürfen die Frauen, oder können sie es nicht? Könnte das eventuell mit den verabreichten Maulkörben zusammenhängen, über die wir gelesen haben? Bei uns glaubt man zumindest  während der Walpurgisnacht an und ab eine Linke auf einen Besenstiel reiten zu sehen. Gibt es im Saarland keine Besen mehr?

Wir vermuten in den heutigen Äußerungen von Heinz Bierbaum eine Reaktion auf die Kritik der Presse über das Fehlen einer tatkräftigen Opposition im Landtag aus der letzten Woche. Da konnten wir unter anderen folgendes lesen:

Die freudlosen Botschaften aus der Landesregierung und den Fraktionen von CDU und SPD müssten eigentlich ein gefundenes Fressen der Oppositionsparteien im Landtag sein. Doch von einem mächtigen Gegenwind ist dort im ersten Jahr nach der Landtagswahl vom 25. März 2012 nichts zu spüren gewesen. Die Linken leben vor allem von der Tagesform ihres bereits zu Lebzeiten zur politischen Legende gewordenen Fraktionschefs Oskar Lafontaine. Der lässt zwar bisweilen seinen politischen Esprit aufblitzen, doch mit den Mühen der Ebene will er sich offenbar nicht mehr abplagen. Von Kampfeslust oder die Regierung fordernden Vorschlägen, wenn es etwa um Fragen der Energiegewinnung, der Verbesserung des maladen öffentlichen Verkehrssystems oder des Tierschutzes geht, ist da wenig zu hören. Aber Lafontaine hat andere Sorgen, wenn er an die Zukunft der Linken bundesweit denkt.

Ist es noch nicht bis ins Saarland vorgedrungen das an Legenden insbesondere in Liedern erinnert wird? Hat sich denn noch niemand gefunden der ein Lied über Oskar schreiben will? Das diesen Artikel beigefügte Video mag vielleicht für manch einen als Anregung dienen? Vielleicht möchte er auch selber singen, mit Rolfi im Duett? Na, wir bleiben am Ball.

Linke will mehr Debatten-Tage und weniger Reden der Regierung

Bierbaum forderte außerdem eine stärkere Schwerpunktsetzung der Plenardebatten, so dass für wichtige Themen mehr Zeit bleibe. Zudem solle die Redezeit der Landesregierung eingeschränkt werden. Die „Stunde des Parlaments“ werde häufig „für ellenlange Erklärungen“ der Regierungsvertreter genutzt, klagte er. „So wie bisher können wir nicht weitermachen; das halte ich für völlig unangemessen“, sagte er.

Quelle: SZ >>>>> weiterlesen

Friedhofsruhe im Landtag

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Fotoquelle. Wikipedia

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Attribution: Wolfgang Pehlemann

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Die Linke und der Stalinismus

Erstellt von DL-Redaktion am 26. März 2013

Die Linke und der Stalinismus

So geht das in der LINKEN eben, ist einmal für ein paar Tage Ruhe eingekehrt, erscheinen mit Sicherheit wieder einige Trüffelliebhaber, um den bereits bestellten Acker erneut gründlich umzupflügen. Wie Schweine, ein jedes auf die Suche nach Trüffel für den persönlichen Bedarf. Ein jedes auf seine Weise denn während einige mit unsinnigen Interviews auf sich aufmerksam machen,  stoßen sich die anderen an den Stein der „Weisen“?

Dieses mal geht es um  die Gedenktafel an die Opfer des Stalinismus, welche an die Front des Karl-Liebknecht Hauses angebracht werden soll. Obwohl bereits im Jahre 2010 ein Arbeitskreis den Vorschlag unterbreitete dauerte es noch mehr als zwei weitere Jahre bis es zu einer einstimmigen Entscheidung im geschäftsführenden Vorstand kam.

Dabei distanzierte sich die PDS bereits im Jahr 1989 auf einem Parteitag vom Stalinismus und brach endgültig mit dem System. Bereits 1995 erklärte der damalige Parteichef Lothar Bisky es sei “eine Pflicht, jene zu ehren, die von Stalin umgebracht wurden“. Trotz alledem musste wohl zwecks Durchführung des Vorhabens gewartet werden, bis sich die Verhältnisse in den Führungspositionen der Partei entsprechend verändert hatten. Personen wie Lafontaine, Ernst und Lötzsch mussten wohl erst aus der ersten Reihe verschwinden.

So passt es schon alles sehr gut zusammen, denn bereits im Jahr 2010 wussten wir über viele seltsame Vorgänge aus dem Lande Lafontaine zu berichteten. So unter anderen bereits am 03. 10. in den Artikel „Die Linke in RLP und Saar“ über das abspielen der ehemaligen DDR Hymne mit dem Beginn einer Verhandlung der Saar-Schiedskommission, wobei bemerkenswert  ist, das besagter Stalinist immer noch im gleichen Gremium sitzt? Bemerkenswert auch der Artikel vom 20. 11. gleichen Jahres „Saar Stalinismus pur“ welcher auf einen Artikel in der TAZ zurückzuführen war.

Ist es jetzt ein Zufall das ausgerechnet die Kommunistische Plattform dafür wirbt, diese Gedenktafel nicht am Parteihaus aufzuhängen, sondern als richtigen Platz „den Friedhof der Sozialisten in Berlin-Friedrichsfelde“ vorschlägt? Genau der Friedhof auf welchen die ehemalige Sprecherin dieser Plattform, Sahra Wagenknecht noch am 13. 01 2013 einen großen Bogen um den dortigen Gedenkstein machte, vor dem die anderen Parteispitzen in Ehrfurcht halt machten? Auch darüber wussten wir entsprechend zu berichten: „Sahras großer Bogen

Das Saarland, Oskar Lafontaine, Sahra Wagenknecht und das immer wieder aufkommende Thema des Stalinismus, das sind keine Zufälle in dieser Partei, das sind Fakten welche modernen Menschen wie eine Real Satire vorkommen müssen. Lebende welche irgendwann geistig in ihrer Vergangenheit stecken geblieben sind, welche den Anschluss verpennt haben wollen diese Gesellschaft verändern? Das kann nur Real-Satire sein!

Gäbe es für eine Rosa Luxemburg die Möglichkeit die in ihre Fußstapfen tretende Ikone einer näheren Betrachtung zu unterziehen, wäre es um ihre Ruhe wohl geschehen. Vielleicht aber würde sie die Gelegenheit dazu nutzen einer schlechten Schauspielerin einmal die Charakteristischen Eigenschaften ihrer angenommenen Rolle gründlich zu erklären.

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Fotoquellen: Wikipedia

Karl-Liebknecht-Haus

ource Own work
Author SK49

Den Opfern des Stalinismus

Quelle Eigenes Werk
Urheber Angela M. Arnold, Berlin

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Die Linken Neokapitalisten

Erstellt von DL-Redaktion am 12. März 2013

Stasi gegen Lafontaine

Da ist doch einiges in den letzten Tagen in Bewegung geraten. Wurden die Berichte über „Das Berliner Finanzprotokoll“ und „Kapitalistische Züge in der LINKEN“ nicht nur reichlich kommentiert, wobei der Fluss zur Zeit noch anhält, nein wir erhielten auch eine größere Anzahl von Mails welche sich mit diesen Themen befassten und so auch ihre Ansichten zum Besten gaben. Dabei viel insbesondere eine Mail auf, welche wohl aus den inneren Saarkreis der LINKEN kommen muss, da sich die gemachten Angaben doch relativ einfach recherchieren ließen. Eine Person welche sich als „Weiße Elster“ (richtiger Name der Red. bekannt) ausgab erklärte folgendes was wir entsprechend wiedergeben:

Schon aus den veröffentlichten Rechenschaftsbericht der Bundespartei ist zu entnehmen das Lafontaine in den Jahren 2007 bis 2011 weniger als 10.000 Euro in einen Jahr als Beiträge der Partei überwiesen hat. Was heißt das sein privater finanzieller Gewinn, welchen er indirekt durch die Mitgliedschaft in der Partei hat, in keinen Verhältnis zu den  Beiträgen steht.

Die >>> HIER <<< einzusehende Beitrittserklärung

weist gerade einmal einen monatlichen Beitrag von 250 Euro aus. Zählen wir jetzt eins und eins zusammen, wie es bei selbsternannten Lebensgemeinschaften üblich ist, sehen wir schon die Motivation der Beiden, in der Partei „für soziale Gerechtigkeit“, möglichst lange alles unter ihre Kontrolle zu halten. Bei den Summen, über welche hier geschrieben und „verdient“ wird, verkommt die Demokratie zur Nebensache.

Bei unseren Recherchen stolpern wir über eine „Doris Ziemer – Oskar Lafontaine Verwaltung GbR wobei Lafontaine als Miteigentümer genannt ist. Nähere Angaben aber auch innerhalb des saarländischen Landtag nicht auftauchen. Über die Art der Verwaltungen und Gewinne herrscht das große Schweigen.

In der Kultscheune von Margret  (Ex-Frau Lafontaine) und Doris treffen wir dann in den Restaurationsbetrieb   LA HAUT Litermont 20 Becklingen-Düppenweiler auch wieder auf Frau Doris Ziemer. Angeboten wird durch dieses  Unternehmen auch die Ausrichtung von Veranstaltungen und Seminare.

Gleichfalls durch Frau Doris Ziemer ergibt sich eine weitere Verbindung zu Frederic Lafontaine, einem Sohn Lafontaines, welche beide als Geschäftsführer der Firma „Metakon“ aufgeführt sind. Eine Metallbau  GmbH welche im Industriepark Saarwellingen ansässig ist.

Diese Firma soll angeblich mit einer Wahlkampfveranstaltung in Zusammenhang stehen, welcher mit zur Überschreitung des Budgets geführt haben soll. Über alle diese Verbindungen wird sowohl der Wähler als auch die Partei augenscheinlich im Dunkeln gelassen. Zumindest aber sagt dieses sehr viel über die Sozialisten in DIE LINKE aus.

Der Kreisvorstand hatte seinerzeit Lafontaines Aufnahme kategorisch abgelehnt und da hinsichtlich der „Aufnahme“ gemauschelt wurde, gab es danach sogar Ausschlussanträge gegen diejenigen, die „mitgemauschelt“ haben. Um die Mitgliedschaft doch noch unter Dach und Fach zu bringen, soll Katja Groeber den Mitgliedsantrag direkt nach Fürth gesendet haben.

Die Aufnahme erfolgte dann über NRW, wo er auch 2005 für den Bundestag kandidierte. Wobei die Mitgliedschaft über einen anderen Kreisverband/Landesverband ein Verstoß gegen die damalige Satzung war. Der Spiegel berichtete damals wie folgt:

124 der 162 Delegierten stimmten heute für Lafontaine als Spitzenkandidat an Rhein und Ruhr. Mit diesem glänzenden Ergebnis etablierte sich der Saarländer endgültig als Gallionsfigur und Wahlkampflokomotive der Linkspartei Wahlalternative für Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG). Zuvor hatte er auf dem Landesparteitag der Linkspartei eine flammende Rede gehalten. „Wir können stärker werden als die FDP, wir können stärker werden als die Grünen und stärker werden als die CSU“, rief Lafontaine den Delegierten unter lautem Applaus zu.

Quelle: Der Spiegel >>>>> weiterlesen

Zur Zeitgeschichte gehört auch der folgende Artikel von Jürgen Elsässer, worüber er wohl heute selber nur noch lachen wird ? Wir können heute sehr genau zwischen Unwahrheiten und Tatsachen unterscheiden. Heute wissen wir auch wer, wo, wie tief im Sumpf steckt.

Stasi gegen Lafontaine

Wie ein Politiker vernichtet werden soll

Die Kampagne gegen Lafontaine kommt aus dem Mitte-linken Sumpf. Identifizierbar ist, wie sich “Spiegel” und die innerparteilichen Gegner von Lafontaine die Bälle zuspielen. Zu letzteren zählt Ramelow,  Befürworter des Afghanistan-Krieges und Schutzpatron der Israel-Lobby “BAK Shalom” – einer von denen arbeitet in seinem Bundestagsbüro. Auch Bundesgeschäftsführer Bartsch beteiligt sich am Kesseltreiben.

In den Medien ist es nicht die Springer-Presse, sondern der Spiegel, besonders Spiegel-Online. Dort sitzen Schmieren-Journalisten, die mit dem Genital denken. Die politische Annäherung zwischen Lafontaine und Wagenknecht, die es gibt, können sie sich, wohl aus eigener Erfahrung, nur als sexuelle Annäherung vorstellen. Da Spiegel-Online gezielt die “Reformer” in der Partei fördert, dürften die Presse-Fuzzis als Gegenleistung manche Anregung aus deren Unterbewußtsein bekommen haben.

Ekelhaft ist, wie der “Spiegel”, nachdem er selbst aus dem bürgerlichen Mainstream wegen der Suhlerei in dem – selbst eingelassenenen – Schmutzwasser angezählt worden war, nun munter weiter im Schlamm wühlt.

Unter der neckischen Überschrift “Oskar und die Detektive” wird über die Auftraggeber der Spitzel-Angriffe gegen Lafontaine im Jahr 2007 spekuliert. “Spekulationen gibt es genug. Eine davon lautet: die eigenen Leute. (…) Eine andere Möglichkeit: Lafontaines Ehefrau Christa Müller. Sie hat sich bislang nicht zu der Bespitzelungsaffäre geäußert. Außer Bartsch will an diesem Tag niemand aus der Linken etwas zu der Schnüffel-Geschichte sagen, auch nicht Sahra Wagenknecht. Sie ist seit 1997 mit dem vermögenden Geschäftsmann Ralph-Thomas Niemeyer verheiratet.”

Quelle:   Jürgen Elsässer>>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedia / Allgemeinfrei

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Eine Marx-Zwergin für Oskar

Erstellt von DL-Redaktion am 11. März 2013

Das Linke Liebespaar von der Saar

Freie Auswahl für den heimischen Kamin

Ja, und so richtig süß, so richtig zum schlecken, diese Glosse heute in der Saarbrücker-Zeitung zu lesen. Da schließen wir uns natürlich liebend gerne mit einen Kommentar an. Ja liebe Leser, da fließt das Schmalz aus den Backofen heraus. Wie der Kuchen dann später wohl aussieht? Ach wir lassen uns doch so gerne überraschen.

Wie heißt es doch so schön: „ Wer den Schaden hat, braucht um den Spott keine Sorge zu haben.“ Wer den Schaden selbst verursacht erst recht nicht. Haben wir doch selten zuvor erlebt wie auf einen solch niedrigen, persönlichen Niveau versucht wird Politik zu machen. Wie gesagt die Betonung liegt hier auf versucht, denn in Wirklichkeit sehen wir billigen Klamauk.

In der Partei scheint der Stil aber auf reichliche Sympathien zu stoßen, denn Widersprüche sind nicht vernehmbar. Vielleicht sind nun alle in eine Art Hörigkeits-Starre  gefallen. Das Führerpaar hat gesprochen. Wie bei Adam und vor allen bei Eva?

Ja, wenn es dem Esel zu wohl geht, wagt er sich auf das Glatteis? Oder ? Könnte dieses schon auf die Panik vor den Ladenschluss hinweisen? Der Räumungsverkauf hat begonnen. Die privaten Intimitäten zu guter Letzt? Vielleicht als Krönung: Oskars Sprung vom Schrank im Schlafzimmer? Live auf Youtube? Oder Opas letzter Abzählreim: „Ene mene muh und drin bist du“?

Das ist ja schon fast wie bei unserem Loddar von dem folgender Spruch verbreitet wird: „‚Sis‘ are different exercises. Not only bumm!“ Jetzt wird die Idee der LINKEN die Gesellschaft zu verändern endlich mit Leben erfüllt und wir sind ziemlich sicher schon bald die völkischen Signale zu hören. Von musizierenden Zimmermusikanten?

Ja, einen Marx-Zwerg auf den Kaminsims, das hätte schon was für sich. Als gutes Spiegelbild für die zu erwartende nachfolgende Generation. Und eine große Hochzeit auf den Landsitz in Merzig-Silwingen, wir hörten das dort beim Läuten der Hochzeitsglocken noch immer an dem Strick gezogen wird.

Ja liebe Leser, so Konservativ ist Linke Politik. Von wegen Politik für Malochende um höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen zu erreichen. Erst kommt das große Fressen für den LINKEN Adel  welcher sich selbst und seine Zukunft versorgt. So greift das alte Rezept immer wieder aufs Neue: Man nehme

Einen altgedienten Sozialisten, paare ihn mit einer jungen Kommunistin für die Ideologie, suche einen erfahrenen Gewerkschaftsfunktionär zum blenden der Schaffenden und kröne das Ganze mit einen verblödeten Professor für den intellektuellen Schein. Passt immer, die Sektengründung klappt. Die sakralen Räume können gebaut werden

Ein Marx-Zwerg für Oskar

Nein, ist das schön! „Er ist die große Liebe meines Lebens“, gestand Sahra jetzt der Presse. Und meinte damit unsern Oskar, der ja auch der ihre ist. Sonst kannten wir derlei intime Bekenntnisse nur von Halb- und Viertelpromis, die via Liebesbeichte ihre Popularität nachpolieren wollen. Aber auch wer Tag und Nacht tapfer wider den Kapitalismus streitet, hat ein Herz, jaja. Durchaus möglich, dass demnächst im lafontaineschen Landsitz in Merzig- Silwingen die Hochzeitsglocken läuten.

Quelle: Saarbrücker-Zeitung >>>>> weiterlesen

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Author Karl Götze (active 1890s)
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Ja, wo spricht sie denn?

Erstellt von DL-Redaktion am 14. Januar 2013

Oskar Lafontaines Sympathisanten Kreis erweitert sich

Claudia Kohde-Kilsch 2012-03-16.JPG

Ex-Tennisprofi Claudia Kohde-Kilsch (49) hat gelernt, mit ihrer Privatinsolvenz umzugehen. „Es ist ja nichts Verwerfliches. Wenn man sich vergräbt, hilft es ja nichts“, sagte sie am Donnerstag in der ARD-Show „Beckmann“. Zunächst habe sie sich aber unglaublich für ihre plötzliche Zahlungsunfähigkeit geschämt. Seit Mai 2011 arbeitet sie als Pressesprecherin der Fraktion der Linkspartei im Saarland.

Quelle: Saarbrücker-Zeitung >>>>> weiterlesen

Oben stehenden Bericht lasen wir in der letzten Woche in der SZ. Auch wir hatten bereits einige Male über die „Pressesprecherin“ berichtet und waren am 02. 05. 2012 in den Artikel „Doppeldecker an der Saar“ auf diese seltsam anmutende Ernennung eingegangen, da sich die Politik mit solcherart Anstellungen immer wieder in den Verruf bringt, in den Parteien auch ohne Arbeit seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können?

Zu den Artikel aus der SZ erreichte uns heute eine Stellungnahme von Nathalie Ungers mit der Bitte um Veröffentlichung:

„Claudia insolvent, ohne Angabe, seit wann. Kann irgendwie jedem zustoßen. Wie aber kam sie dann zur LINKE? Es drängt sich der Verdacht auf, dass ihr Entdecker, Oskar Lafontaine, ihre Insolvenz benutzt hat, günstig einzukaufen. Wer pleite ist, muss seinem Gönner die Hand küssen, und notfalls auch Speichel lecken, auf jeden Fall sich stets „loyal“ verhalten.

Auf diese Weise haben schon ganz andere irgendwie ihre LINKE Anstellung gefunden – und OLaf seinen Kreis der Getreuen erweitern können. Soziale Einstellung? Oder eine moderne Form des Abhängig sein oder der Erpressbarkeit?

Seltsam mutet das Wort an „sie arbeite“. Wann hat die darob erstaunte Öffentlichkeit je etwas von ihre Presse -„Arbeit“ erfahren? Handelt es sich nicht eher bei der „Beschäftigung“, um eine – Cure, wie mancher Beratervertrag bei besserem Honorar?

Zu fragen ist auch, wo denn die hübsche Claudia wohnt. Ist sie denn tatsächlich ins Saarland umgezogen, um ihrer verantwortungsvollen politischen Aufgabe nachzugehen?

Es gibt scheinbar hier auch einen Zusammenhang zu anderen Fraktionsangestellten, Parteimitgliedern. Neben den bereits beklagten Juristen sind es andere für verdient gehaltene Parteimitglieder wie Sandy Stachel, die einmal für O.Lafontaine nachrücken soll, die Juristin Julia Maus, Nachrückerin für Rolf Linsler, Katja Groeber, die vom inzwischen aufgegeben Bürgerbüro in die Fraktinsgeschäftsstelle aufgerückt ist, Dennis Bard, vom Beisitzer im Landesvorstand zum wiss. Mitarbeiter „ohne Auftrag“, zugleich als AZUBI mit seiner Aus- und Fortbildung beschäftigt, allesamt mehr oder weniger gut bezahlte Versorgungsfälle, die mindestens teilweise Parteiarbeit leisten, unter Missachtung des Parteigesetzes?

So sieht OLafs privates Partei Netzwerk in und um die Landtagsfraktion im Saarland aus.“

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Grafikquelle    :    Claudia Kohde-Kilsch

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Comeback des Kid Oskar?

Erstellt von DL-Redaktion am 12. Januar 2013

Sie passen zusammen, die Statthalle und Oskar

Frau mit Peitsche – Mann mit Rute

Sie scheinen zusammen zu passen. Die Stadthalle aus den 70 Jahren und der Redner. Beide aus dem vorigen Jahrhundert mitsamt der Rede welcher ein jeder schon mehr als einhundert mal hören konnte, wenn er es denn wollte. Schon zu alten SPD Zeiten, im letzten Jahrhundert.

Auch die Feindbilder sind im Grunde die gleichen geblieben, die Millionäre und genau hier wird die ganze Sache beschämend wenn jemand über seine eigene Kaste spricht. Gleich einem Maurer, der die eigene Arbeit anpinkelt?

Natürlich müssen in einer solchen Rede auch Leistungen der eigen Partei aufgezählt werden. Peinlich wird es aber, da hier Leistungen verkauft werden, wo sich die Forderungen auf Verbesserung  seit Gründung der Partei nicht um einen Jota verändert, sondern im Gegenteil sogar verschlechtert haben. Dabei ist einem jeden Wähler bewusst, dass sich aus einer Minderheit heraus kaum Veränderungen an der Gesellschaft durchführen lassen. Als oberste Maxime müsste also gelten, den Bürger nicht dauernd dümmer zu reden als er ist.

Wenn die Argumentation stimmt, und wir gehen einmal davon aus, dass die Geldtürme der Reichen genau so hoch sind wie die Schulden der Armen, ja dann dürfen wir auch den Schluss ziehen, dass Lafontaine und seine Freundin so reich sind, da viele Mitglieder in der gleichen Partei Hartz 4 beziehen, also am Hungertuch nagen.

Bis zum Wochenende sollen 90 % der den LINKEN zur Verfügung stehenden Plakatflächen mit Sahra Wagenknecht plakatiert werden. Vielleicht in Lack und Leder mit Peitsche um das lahme Ross der Niedersachsen über die 5 % Hürde zu puschen? Es ist super wenn ein Glamour Pärchen, lebend zwischen Sekt und Kaviar immer wieder neue Geschichtchen anbietet.

Die zwei Feindbilder von Comeback-Kid Oskar

In Niedersachsen sollen Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine die schwächelnde Linke retten. Doch der Ex-Parteichef scheint noch mehr als die Unterstützung seiner Lebensgefährtin im Sinn zu haben.

Für Oskar Lafontaine ist es eine Zeitreise. Nur rund 50 Menschen haben sich in der Stadthalle von Uelzen versammelt, die den Charme der 70er-Jahre-Mehrzweckbau-Architektur verströmt. Der Zeitpunkt ist schlecht gewählt: Selbst die Zielgruppe der Linken hat werktags um 16 Uhr offenbar Besseres zu tun, als den Übervater der Linken zu hören.

Lafontaine lässt sich nichts anmerken. Zum Aufwärmen erzählt er, dass er schon einmal in der niedersächsischen Kleinstadt (34.000 Einwohner) zu Gast war – als Kanzlerkandidat einer anderen Partei. Damals bekam er eine Heidschnucke geschenkt, die er einem Streichelzoo vermachte.

Dann setzt Lafontaine zu einem knapp einstündigen Vortrag an. Es sind Versatzstücke von Reden, die der Ex-Parteichef der Linken schon unzählige Male gehalten hat. Er hat sie neu abgemischt und mit einer Prise Landespolitik versehen: Am 20. Januar wird in Niedersachsen ein neues Landesparlament gewählt.

Quelle: Die Welt >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedia / Urheber David Shankbone (attribution required)

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Linke kommen mit Rollator

Erstellt von DL-Redaktion am 2. Januar 2013

Linke – Rot und rüstig

Mit einen sehr guten Bericht über die Überalterung in der LINKEN befasst sich heute das ND. Im speziellen wird zwar über den Landesverband Brandenburg berichtet, jedoch lässt sich der Artikel, bis auf wenige Ausnahmen durchaus auf die Gesamtpartei umlegen.

Wenn wir lesen dass bei einer Mitgliederzahl von derzeit 7500, der Landesverband nur mit 1200 Aktive für den Wahlkampf rechnen kann, sieht die Lage in anderen Landesverbänden nicht gerade besser aus. Fragten doch bereits zu den diesjährigen Landtagswahlen Westverbände um Unterstützung bei anderen Ländern nach.

Ziehen wir als Beispiel die LINKE im Saarland heran welche letztlich noch eine Mitgliederzahl von 2302 verkünden ließ. Da Parteien es bekanntlich mit der Wahrheit nicht so genau nehmen und ins positive übertreiben rechnen wir mit runden 2000 Mitglieder. Brandenburg erreicht eine Aktivierung von runden 15 %. diesen Prozentsatz auf das Saarland heruntergerechnet ergäbe die Zahl von ca. 300 aktiven Wahlkämpfern.

Das auch die Saar-Linke an dieser Überalterung leidet und ein Rollator auch als geistiges Vehikel gesehen werden kann, darauf macht die Glückskeks Aktion in der Saarbrücker-Zeitung deutlich, wo der 70 jährige Landesvorsitzende Rolf Linsler eingestand sich von der Hand des Oskar Lafontaines leiten zu lassen, oder lassen zu müssen? Ein 70 jähriger Vorsitzender welcher einräumen muss nicht in der Lage zu sein, politisch selbständig gehen zu können oder zu dürfen, ist schon ein nachdenklich machender Hinweis.

Da hört sich die Antwort auf die Frage ob denn diese Hand ihn auch über das Jahr 2013 leiten wird, als ein nicht gerade komisch wirkender Scherz an. Und „Das entscheide ich später“  müsste richtigerweise lauten: „Das entscheidet Oskar später“. Na, zumindest Zweifel sind hier angebracht ob sich denn Oskar als AOK Shopper, oder politischer Blindenhund benutzen lässt. Einzig entscheidend wird hier sein wie lange ein Strohmann noch tragbar ist.

So lasen wir es in der SZ :

Rolf Linsler (70); Landeschef der Linkspartei; Sternzeichen: Jungfrau.
Erste Reaktion nach dem Öffnen des Glückskekses: „Geiler Spruch!“
Glückskeks-Botschaft: „Lass‘ Dich von der Hand der Freundschaft leiten.“
Persönliche Interpretation der Botschaft für das Jahr 2013: „Hm . . .“ Viele Ihrer besten Freunde in der Politik kommen aus der SPD – Sie wechseln also wieder dorthin zurück? „Nee, dazu müssten die erst sozialdemokratischer werden. Nein, ich werde mich weiter von der Hand Oskar Lafontaines leiten lassen.“ Wird Sie diese Hand auch im Amt als Linken-Landeschef übers Jahr 2013 hinaus leiten? „Das entscheide ich später!“

Quelle: SZ >>>>> weiterlesen

Rot und rüstig

LINKE kann sich auf Mitglieder verlassen, muss aber das Alter der Genossen bedenken.

Die Mitgliederentwicklung bereitet allerdings Sorgen. Es muss damit gerechnet werden, dass die Zahl der Genossen im Jahr 2013 unter die Marke von 7000 rutscht. Dabei sind viele Mitglieder Senioren, zum Teil hochbetagt. »Wie nicht anders zu erwarten, geht der Anteil der aktiven Parteimitglieder überall zurück«, konstatierte die LINKE bereits im August vergangenen Jahres. In Vorbereitung auf die kommende Bundestagswahl hatte Wahlkampfleiter Loehr zuvor alle zehn märkischen Bundestagswahlkreise aufgesucht und dort mit Kreisvorsitzenden, Kreisgeschäftsführern und anderen Verantwortlichen gesprochen. Insgesamt etwa 90 Genossen nahmen an den Treffen teil.

Die Ergebnisse fasste Loehr in einem Kurzprotokoll zusammen. Das interne Papier für den Landesvorstand liegt dem »nd« vor. »Der Altersdurchschnitt ist unverändert hoch«, heißt es darin. »Der Anteil der hochbetagten Mitglieder, die mitunter in Pflegeheimen wohnen, steigt kontinuierlich.« Eine flächendeckende Plakatierung »aus eigener Kraft« werde im Bundestagswahlkampf 2013 in Brandenburg nicht mehr möglich sein. Auch das Verteilen einer Wahlzeitung könne durch die Partei nicht überall gesichert werden. So meldet das Kurzprotokoll aus dem Wahlkreis 57, zu dem die Uckermark und ein Teil des Barnim gehören, dass auf gerade einmal 150 Aktive zurückgegriffen werden könne. »Um die geringer werdenden Kräfte sinnvoll einzusetzen gibt es den Wunsch, die Plakate professionell anbringen zu lassen.« Eine flächendeckende Plakatierung sei nicht mehr möglich, heißt es an anderer Stelle.

Quelle: ND >>>>> weiterlesen

Fotoquelle: Wikipedia / Gemeinfrei

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Das Knirschen und Krachen

Erstellt von DL-Redaktion am 14. November 2012

Mit links verkracht
und wie immer in der Politik es geht um Geld

Es kann der Beste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt. Nachbarn, hat ein jedes Mitglied in der Linken sehr viele wenn sie sich in den verschiedensten Strömungen zusammenschließen. Nach dem Zusammenschluss geht es dann gemeinsam gegen den bösen „Halblinken“. So gibt es jeden Tag neuen Streit denn es gibt ja so viele verschiedene Linke. Eine ist Linker als der Andere und jeder hat immer und ausschließlich die letzte Weisheit für sich gepachtet.

Der neueste Streit ist nun zwischen einer Genossin ganz links stehend mit  einer welche nur ziemlich weit links steht entstanden. Ein Streit zwischen Lucy Redler und Sahra Wagenknecht so schreibt es der Berliner Tagesspiegel heute. „Sahra Wagenknecht verkleistert, statt zu klären“, schreibt Redler Sie nennt es tragisch, dass die prominente Genossin mit einem „wilden Mix aus ordoliberalen Bezugnahmen und sozialdemokratischen Inhalten“ Verwirrung stifte.

Eine interessante Rolle hinter den Kulissen scheint auch hier Lafontaine zu spielen hielt er doch noch am 02. 06. 2011 eine Rede bei den Kongress von Marx 21. In unseren Artikel „Realos gegen Sektierer“ berichteten wir am 04. 06. 2011 ausführlich darüber und wiesen auch auf die Gefahren für die Partei hin. Hier scheint sich auf jeden Fall neuer Sprengstoff anzusammeln, sind doch die verschiedensten Strömungen von Beginn an nur auf ihr eigenes Wohl bedacht.

Hier der Artikel aus dem Tagesspiegel:

Mit links verkracht

Hintergrund ist ein seit Monaten schwelender Machtkampf im linken Flügel. Im Zentrum steht die Gruppe Antikapitalistische Linke (AKL). Wagenknecht hatte vor drei Jahren deren Gründungsaufruf maßgeblich geprägt. Sie zog sich aber bald zurück. Viele ihrer Mitstreiter sind inzwischen Mitglied bei „Freiheit durch Sozialismus“ – der Verein ist nach einem Slogan von Ex-Parteichef Oskar Lafontaine benannt. Die Begründung: Die AKL wolle offizielle Bundesarbeitsgemeinschaft in der Linkspartei werden – mit dem Anspruch auf Delegiertenmandate auf Parteitagen und Geld aus der Parteikasse. Damit, so die Wagenknecht-Vertrauten, werde eine „territoriale Parallelstruktur zur Partei aufgebaut, die (…) zu Selbstbeschäftigung führt“. Wohl zunehmen würden die Differenzen, weil die „Sozialistische Alternative“ (SAV) ihre Mitglieder aufgerufen habe, der AKL beizutreten.

Die SAV ist eine trotzkistische Organisation. Laut Verfassungsschutz hat sie als deutsche Sektion eines Dachverbandes mit Sitz in London rund 400 Mitglieder, sie verfolge – wie zuvor bereits das Netzwerk Marx 21 – die gezielte Unterwanderung der Linkspartei. Redler ist SAV-Bundessprecherin und Mitglied des Berliner AKL-Koordinierungskreises. Im SAV-Aufruf zur Linkspartei heißt es, dass nicht der „auf Integration in das kapitalistische System orientierte Flügel“ die Oberhand gewinnen dürfe „und die Partei somit als Instrument für den Klassenkampf verloren ginge“. Redler nennt es „ein Gerücht“, dass die SAV versuche, die AKL zahlenmäßig zu dominieren.

Quelle: Tagesspiegel >>>>> weiterlesen

Hier das in den Artikel angesprochene Interview mit Lucy Redler vom 04. 02. 2012:

„Es muss einen Wechsel geben“

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Grafikquelle   :    Tauziehen beim Militär: Freshmen der U.S. Naval Academy in Annapolis, Maryland

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Populisten und Demagogen

Erstellt von DL-Redaktion am 11. November 2012

Die Angst vor einen kompletten Kontrollverlust

Was sagt uns das, wenn wir wie gestern von Lafontaine das Lamento auf die Querulanten in der eigenen Partei hören. Wie haben wir die Auslegungen eines Rolf Linsler in der Presse zu sehen, wenn er wieder einmal krampfhaft versucht sein eigenes Versagen in aller Öffentlichkeit zu erklären? Denn genau das ist das Problem dieser Scheinriesen, sie können sich nicht erklären warum ihnen die ehemaligen Anhänger abhanden kommen. Aus ihren Mündern spricht die nackte Hilflosigkeit.

Natürlich ist es der kleine Mensch aus dem Volk, welcher plötzlich aus Bosheit nicht mehr verstehen will was der Chef zu sagen hat, da er im laufe der Jahre feststellt das dieser sein Einkommen von Jahr zu Jahr steigert, während der Mitläufer die eigentliche Arbeit verrichtet und im gleichen Zeitraum weniger zum Leben für sich bekommt. Es sind die selbsternannten Anführer welche auf die Stimmen ihrer Wähler angewiesen sind.

Steinbrück hat neulich für dieses rücksichtslose Verhalten  eine gewisse Beinfreiheit eingefordert. Diesen Ausdruck haben zwar weder Lafontaine noch Linsler benutzt, gemeint aber haben sie Beide das gleiche. Sie müssen ebenfalls nach unten treten können um oben das Heft in der Hand zu behalten. Sie haben Angst um ihre Pfründe und lenken auf solch eine Art von ihrem Versagen ab, da sie die Verantwortung tragen.

Sie sind diese Arbeitsmethoden seit Jahren gewohnt ist es doch für ihr Überleben im Haifischbecken der Politik wichtig, den Gegner immer wieder in seine Schranken zu weisen, um den eigenen Anhängern die Argumentationsüberlegenheit zu zeigen. Ein gutes Beispiel für solch einen Vorgang war der Fall des Norbert Röttgen. Erst seine Wahlniederlage in NRW machte einen Rausschmiss durch Merkel möglich. Er verlor den nötigen Rückhalt durch seine Wähler und machte sich damit angreifbar.

Von Populisten und Demagogen handelt der folgende Bericht von Bruno Preisendörfer und es ist nicht schwer festzustellen auf wem die Zeilen gemünzt sein könnten.

Populismus und Elite

Populistisch sind immer die anderen, man selber ist populär, wenn einem viele Beifall spenden. Der politische Gegner redet gewissenlos dem Volk nach dem Munde, man selber spricht bloß offen und ehrlich aus, was die Leute wirklich denken. Dementsprechend wird in der Demokratie der „Demos“, das Volk, definitorisch herumgeschubst, wie es seine Führer und Verführer gerade brauchen: Entweder wird es als zu kurz gekommenes Kleinkind behandelt, das seine Bedürfnisse schlecht artikulieren und seine Interessen nicht selbst vertreten kann; oder es wird als vielkehliges Ungeheuer geschmäht, das die Äußerungen abwägender Vernunft niederzubrüllen droht.

Nur als der Souverän, der das Volk in der Demokratie der reinen Lehre zufolge doch zu sein hätte, wird es im politischen Alltag nicht respektiert. Lediglich am Wahltag machen die Gewählten einen Knicks vor den Wählenden und leiten jedes Interview mit dem Satz ein: „Zuerst möchten wir allen Bürgerinnen und Bürgern danken, die uns ihre Stimmen gegeben haben.“ Wenn man die Stimmen aber erst einmal hat, braucht man bis zum nächsten Wahlkampf auf sie nicht mehr zu hören als aufs eigene Gewissen. Dem sind die Abgeordneten grundsätzlich und sogar grundgesetzlich verpflichtet, nicht etwa den Bürgern, die sie repräsentieren.

Der populäre Vorwurf des Populismus löst die Frage aus, was unter diesem Populismus genauer zu verstehen ist. Vielleicht gibt die Bundeszentrale für politische Bildung Auskunft. Schließlich wurde die Institution zu dem Zweck geschaffen, dem Volk zu erklären, was es mit dem Staat auf sich hat, wie er funktioniert und welchen Gefahren er ausgesetzt ist. Das Internet-Lexikon der Bildungseinrichtung zitiert das gängige Politiklexikon von Schubert und Klein: „P. bezeichnet eine Politik, die sich volksnah gibt, die Emotionen, Vorurteile und Ängste der Bevölkerung für eigene Zwecke nutzt und vermeintlich einfache und klare Lösungen für politische Probleme anbietet.“ Das war’s. Es folgt nur noch ein pädagogischer Link mit dem Zaunpfahl zum Stichwort „Demagoge“.

Quelle: Le Monde diplomatique >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle : Autor — Gunther HißlerEgen Wark

  • CC BY-SA 3.0Hinweise zur Weiternutzung
  • File:OskarLafontaine 2005.jpg
  • Erstellt: 1. September 2005

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Döring bekommt Recht !

Erstellt von DL-Redaktion am 26. September 2012

Wie gut das es unabhängige Gerichte gibt, noch

Na, heute können wir endlich einmal eine richte Quizfrage stellen:  Woran liegt es denn nun, an einem Heiopei von Anwalt an der Fraktionsspitze, vielleicht auch an den heimlichen Auftraggeber aus der Bundesspitze, die nur allzu gerne Lafontaine bloßstellen wollten, oder vielleicht auch an Pia Döring, welche sich partout nicht schuldig sprechen lassen will ?

Egal wie auch immer, wenn der Bauer nicht schwimmen kann, wird es wohl an der Badehose liegen. Die Beschwerde im Fall Döring wurde auf jeden Fall abgelehnt und wir lesen dazu in der SZ wie folgt:

Linken-Beschwerde in Fall Döring abgelehnt

Die Linke hat im Rechtsstreit mit der SPD-Politikerin Pia Döring erneut eine Niederlage hinnehmen müssen. Die Generalstaatsanwaltschaft wies eine Beschwerde der Linken zurück. Diese hatte dagegen geklagt, dass ihr Antrag auf Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen Döring wegen Betrugs abgelehnt wurde. Die frühere Linken-Politikerin war im April vor der ersten Landtags-Sitzung zur SPD übergetreten.

Die Einzigen welche diese erneute Niederlage nicht vorausgesehen haben ist die Partei DIE LINKE des Landesverband Saar was auch wiederum eine doch sehr eindeutige Aussage über die eigenartige Rechtsauslegung der verantwortlichen Protagonisten ist.

Hier zeigt sich wieder einmal dass das Saarland doch nicht der Nabel der Welt, ja noch nicht einmal der Bundesrepublik Deutschland ist, wenn dieses auch im besonderen von einigen der nun doch arg gerupften Vögel einer LINKEN  Partei gerne anders gesehen werden möchte.

Sollte dieses wirklich das Ende der Affäre um das Posten – und Geld – Geschacher um ein Mandat im Landtag sein? Es wäre fast zu schade, gäbe es doch für die Partei eine Möglichkeit weniger sich weiterhin zu blamieren. Die große Frage ist doch letztendlich ob die Nieten in Nadelstreifen wirklich einmal die geistige Größe besitzen eine Niederlage einzugestehen.

Quelle: Saarbrücker-Zeitung


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Grafikquelle   :   Münchhausens Ritt auf der Kanonenkugel

Quelle
Русский: Распе. Мюнхаузенъ. С.-Петербургъ. Изданiе книгопродавца Ф. А. Битепажа. 1872
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Warum nicht Roosevelt

Erstellt von DL-Redaktion am 30. August 2012

Wie die Marxistin Sahra Wagenknecht
auf den Ordoliberalen Ludwig Erhard hereinfällt

Datei:Sahra-wagenknecht.jpg

Einen Interessanten Artikel von Ulrike Herrman finden wir heute auf der Webseite des KV Herne.

Wie schrieb einer unserer Informanten:

„Gesagt ist nicht gehört
gelesen ist nicht verstanden …“
(Auszüge aus einem chines. Sprichwort)

Ulrike Herrmann ist Wirtschaftskorrespondentin der »tageszeitung« (taz). Sie ist ausgebildete Bankkauffrau und hat Wirtschaftsgeschichte und Philosophie an der FU Berlin studiert. Von ihr stammt das Buch »Hurra, wir dürfen zahlen. Der Selbstbetrug der Mittelschicht« (Westend 2010)

Warum nicht Roosevelt?

Sahra Wagenknecht hat Ludwig Erhard gelesen. Und sie macht kein Geheimnis daraus. Seit geraumer Zeit lässt sie kaum einen Anlass aus, den christdemokratischen Wirtschaftsminister und Bundeskanzler zu zitieren. Diese Strategie hat sich für sie gelohnt. »Der Spiegel« nennt sie »erzliberal«, in Talkshows ist sie Dauergast, und Gregor Gysi kann sich vorstellen, dass sie seine Nachfolgerin wird. Ironisch kommentierte er, Wagenknecht habe ja »nicht nur Karl Marx, sondern auch Ludwig Erhard gelesen – und verstanden.«

Bleibt die Frage: Was hat Wagenknecht da eigentlich gelesen – und verstanden? Sie bezieht sich auf Erhard wie auf eine Autorität, was bei den meisten Zeitgenossen den durchaus gewollten Eindruck hinterlassen dürfte, dass dieser Ordoliberale ein hochkomplexes theoretisches Werk hinterlassen habe. Das ist falsch. Erhards Buch »Wohlstand für alle« ist vielmehr eine ausufernde Wahlkampfschrift, die pünktlich zur Wahl 1957 erschien. Das Werk stammt auch gar nicht von ihm allein, sondern ist »unter der Mitarbeit« des Handelsblattjournalisten Wolfram Langer entstanden. Der theoretische Gehalt ist gering, denn wie für eine Wahlkampfschrift zu erwarten, besteht sie in großen Teilen aus Selbstlob – und aus Kritik am politischen Gegner SPD.

Um die zentralen Botschaften kurz zusammenzufassen: Von Umverteilung hält Erhard gar nichts. Der »Wohlstand für alle« soll stattdessen durch rasches Wachstum gewährleistet werden. Dieses Wachstum entsteht für ihn gleichsam naturwüchsig, sobald die Freiheit der Unternehmer garantiert ist. Zu dieser Freiheit gehört, Kartelle und Monopole entschieden zu bekämpfen, so dass sich jede Firma im Wettbewerb bewähren kann – und muss. Denn Freiheit ist auch Verantwortung. Wer sich am Markt nicht behaupten kann, wird mit dem Untergang bestraft.

Gegen manche dieser Thesen ist nichts zu sagen. Wer will schon ein Monopol? Auch hat Erhard richtig erkannt, dass die Löhne entsprechend der Produktivität steigen müssen, wenn es nicht zu einer Nachfragelücke kommen soll. Damit war er weiter als die heutige CDU oder SPD, die beide begeistert Lohndumping betreiben und ernsthaft glauben, schlecht bezahlte Leiharbeit sei ein ökonomischer Fortschritt. Trotzdem tut man Erhard nicht unrecht, wenn man seine Theorie als äußerst beschränkt bezeichnet. Denn sie befasst sich nur mit den Märkten der Realwirtschaft. Das Wort »Bank« kommt in dem ganzen Buch – und es hat immerhin 429 Seiten – kein einziges Mal vor. Auch Geld spielt keine Rolle, genauso wenig wie die Kreditvergabe. Von Finanzmärkten ist sowieso nicht die Rede. Auch nicht von Spekulation, Immobilienblasen oder Crashs.

Es ist daher eher absonderlich, dass Sahra Wagenknecht ausgerechnet Ludwig Erhard zitiert, um Wege aus der Eurokrise aufzuzeigen und die Banken als »Zockerbuden« zu attackieren. Denn, wie gesagt, derartige Themen kommen bei dem Ordoliberalen gar nicht vor. Offensichtlich ist nur der taktische Gewinn. Es macht natürlich Spaß, als Linke der CDU vorzuhalten, dass sie nicht jenen »Wohlstand für alle« generiert, den einer ihrer Gründungsväter versprochen hat. Allerdings ist diese Strategie nicht neu. Erhard verfiel auf den Titel »Wohlstand für alle«, weil er sich als den echten Sozialdemokraten positionieren und die SPD enterben wollte. Wie seinem Buch zu entnehmen ist, verstand sich Erhard – nicht nur scherzhaft – als der wahre Vollstrecker von Marx.

Mehr als fünfzig Jahre später stellt sich die Schlachtordnung also wie folgt dar: Die bekennende Marxistin Sahra Wagenknecht ist ganz stolz darauf, Erhard zu beerben, dessen ganzer Stolz es war, die Marxisten zu beerben. So kann man sich im Kreis drehen, bis zwischen Linken und Konservativen vollste verbale Konvergenz erreicht ist.

Manche fragen sich, warum »FAZ«-Herausgeber Frank Schirrmacher oder CSU-Querulant Peter Gauweiler so begeistert von Wagenknecht sind. Doch dieses Rätsel löst sich, wenn man wahrnimmt, wie eigenwillig Wagenknecht Erhard rezipiert. Nun wäre es noch zu verkraften, wenn sie sich nur aus taktischen Motiven auf Erhard beriefe. Doch dahinter verbirgt sich auch eine theoretische Übereinstimmung. So wenig wie Erhard kann oder will auch Wagenknecht etwas mit der Kategorie Geld anfangen.

Quelle:   Neues Deutschland >>>>> weiterlesen

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Die Reichensteuer

Erstellt von DL-Redaktion am 22. Juni 2012

Reichensteuer für Lafontaine, Wagenknecht und
Kipping und Riexinger

Es ist gerade einmal vier Tage her, dass wir uns mit der Aussagen von Katja Kipping, Einkommen über 40.000 Euro monatlich mit 100% zu besteuern, in den Artikel „Göttinger Nachbetrachtung“ beschäftigten. Heute kommt prompt das Kontra des Mitregierenden aus der Linkspartei von Bernd Riexinger. Dieser plädiert dafür nicht unter 70%  zu besteuern und sei sich sicher mit dieser Forderung in den Bundestagswahlkampf gehen zu können.

Die Partei ist also genau dort wieder angekommen wo sie unter Klaus Ernst aufgehört hatte. Folgend der LINKEN Tradition: Höher, Weiter, Schneller, als alle anderen. „Oder wer will noch mal wer hat noch nicht“. Wir regieren ja nicht und können dementsprechend kräftig verteilen.

Kipping war für ihre Forderungen vor einigen Tagen auch von den Gewerkschaften stark kritisiert worden. So sagte unter anderen Claus Mattecki, DGB-Vorstandsmitglied: „Wir brauchen keine Enteignung von hohen Einkommen, sondern deren gerechte Besteuerung“.

Interessant wird zu beobachten sein wie diese neue Uneinigkeit innerhalb der Parteispitze innerparteilich und in der Fraktion aufgenommen werden. War man doch eigentlich froh der Chimäre zwischen Pest und Cholera gerade entronnen zu sein. Wir auf DL haben aber immer propagiert das in der zumindest männlichen Parteispitze nur der Name, nicht aber die Richtung und Arbeitsweise ausgewechselt wurde. Der Ton wird weiterhin aus dem kleinen Saarland vorgegeben.

Wobei die neue „Vertraulichkeit“ zwischen Gregor und Oskar der Öffentlichkeit schwer zu verkaufen ist. Jetzt also geht es auf zu einer gemeinsamen Schifffahrt auf der Saar am 7. Juli 2012.  Hier wird eine Beteiligung für Jedermann/Frau angeboten.  Selbstverständlich werden sich auch Mitarbeiter von DL dort einfinden welche so hoffen wir, von interessanten Details zu berichten wissen.

In der nun debattierten Steuerfrage liegen Kipping und Riexinger runde 30 % auseinander, was nur ein kleiner Hinweis auf den Zerriss innerhalb der Partei ist. Wir sind uns ziemlich sicher dass trotz aller Schminke die Differenzen zwischen Gysi und Lafontaine weitaus größer sind. Die Bevölkerung hat gerade in letzter Zeit vielfach klar angezeigt was sie von den schauspielerischen Leistungen ihrer Politiker hält und dieses mit ihren Nichtbeachtungen bei den Wahlen zum Ausdruck gebracht.

Da es der Partei nicht gelingt den Querelen an der Basis Herr zu werden, kann eine Befriedung an der Spitze nur als Versuch gewertet werden den äußeren Schein zu wahren.

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Grafikquelle    :    Transparente zur Finanzkrise, Wirtschaftskrise, Bankenkrise, Eurokrise – Information durch Träger und Unterstützer

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Rot+Grün Top – Linke Flop

Erstellt von Gast-Autor am 14. Mai 2012

Hier  einige  ergänzende Zahlen zur NR-Wahl 2012

Datei:Sylvia Löhrmann & Hannelore Kraft Gemeinsam gegen Praxisgebühren 2.jpg

und zum Vergleich 2010:

Wahlberechtigte:—–13.264.231(100%)—-13.267.052( 100 %)

Wähler:——————7.901.922(59,6%)—–7.870.412(59,3%)

ungültig:——————107.796( 1,4% )——–109.866 ( 1,4%)

gültig:——————-7.794.124(100%)—–-7.760.546 (100%)

Die Zahlen für 2012 und 2010 sind praktisch gleich, so dass Korrekturberechnungen zu den verlorenen Wählerstimmen der LINKE entfallen können.

LINKE:———————-194.539-(2,5%)——-435.627(5,6%)

Verluste in 2 Jahren:—-241.088 = 55,34% der früheren Wählerstimmen

Dazu drei Kommentare aus der heutigen Saarbrücker Zeitung:

“Die LINKE dagegen setzt ihren Abwärtstrend fort und fliegt mit gut 2,5% aus dem Parlament. Nach ARD-Informationen soll Ex-Chef Oskar Lafontaine jetzt vor der Bedeutungslosigkeit retten. Er sei für eine Rückkehr an die Spitze bereit, stellt aber offenbar Bedingungen, hieß es.” (Titelseite: SPD triumphiert …)

“… Rolf Linsler, Landeschef der Saar-Linken, räumte dagegen einen herben Rückschlag ein. “Die Botschaft des heutigen Tages haben wir verstanden”, sagte Linsler.” ( Kommentarseite: “Ein Sieg mit Pauken und Trompeten”)

“Als schallende Ohrfeige muss auch die Linkspartei ihr dürftiges Abschneiden empfinden. Erst am vorletzten Sonntag war sie aus dem Landtag von Schleswig-Holstein geflogen. Und nun auch noch das parlamentarische Aus an Rhein und Ruhr. “Alle, die jetzt anfangen, das Totenglöckchen der Linken zu läuten, haben sich zu früh gefreut”, meinte die stellvertretende Parteivorsitzende Sahra Wagenknecht. Doch auch sie musste einräumen, dass es nicht geholfen habe, “dass wir sehr viel Streitereien auf Bundesebene hatten”.” ( Kommentarseite: Jubel bei SPD und Grünen, Linke betrübt)

Eigener Kommentar:

Das politische Desaster ist perfekt. Die West-LINKE hat auch in NRW mehr als die Hälfte ihres Wählerpotentials verloren und ist auf die Größe einer unbedeutenden Splitterpartei geschrumpft. Vom Saarland abgesehen, hat die LINKE bei allen Landtagswahlen den (Wieder)Einzug ins Parlament schmählich verpasst. Gestern wurde jedem Einsichtigen klar: Parteigründer Oskar Lafontaine ist mit seiner Idee einer vereinigten politischen Linke in Westdeutschland gescheitert. Wer derart schmählich scheitert, tritt normalerweise von der Bühne ab, wie Norbert Röttgen (CDU) für seine Person es gestern getan hat.

Ist es Trotz oder Durchhaltewille eines “Ironman”, dennoch für den Parteivorsitz kandidieren zu wollen? Aber wer wollte ihm künftig seine politische Botschaft abkaufen, mag sie rhetorisch noch so brillant herüber gebracht werden? Wahlbürger ist doch längst überzeugt, dass OL nur ein Blender ist.

Und wie, glaubt er, kann die Gefolgschaft der wirklich erfolgreichen Ostverbände erreichen? Falls OL tatsächlich erneut Parteivorsitzender werden sollte, spaltet er wahrscheinlich auch noch die Ost-Linke! Wem soll denn das nützen?

Sahra Wagenknechts Kommentar, (sinngemäß) die Linke sei noch lange nicht tot, klingt wie “in die Luft gepfiffen”, substanzlos.

Und wenn Rolf Linsler sagt, “wir haben verstanden”, so mag das Zitat zwar richtig sein, doch dass in seinem Hirn irgendetwas dämmern könnte, kauft ihm niemand ab. Dem Parteigebäude brechen zugleich lautstark die Wände und das Fundament zusammen, während das Dach grotesk freischwebend zu halten scheint, und “Kapiernix” RL erklärt, er habe verstanden.

Bemerkenswert an allen offiziellen und inoffiziellen Kommentaren der Linksparteiler ist, dass offenbar niemand die Ursachen sehen will. Die Streitereien auf Bundesebene (Sahra Wagenknecht) sind doch nur eine mögliche Ursache von vielen anderen. Fatal ist der Eindruck, sie sei überzeugt, die Partei könne es wieder schaffen, demonstriere sie nur Geschlossenheit. Welch ein Irrtum! Ihre äußerlich beeindruckend feste Aussage dient m.E. aber nur der Verschleierung der eigentlichen Ursachen und der von Oskar Lafontaine insgeheim geplanten “Rettungsmaßnahmen” bei Erhalt der alten Personal- und Entscheidungsstrukturen.

Die LINKE West gleicht mehr einem Augias – Stall als einer politischen Partei. Den zu reinigen, kann nur mit drakonischen Säuberungsmaßnahmen von allen (!) Oskar-hörigen Parteigängern gelingen, verbunden mit einer internen moralischen Neuausrichtung, was die Ziele und den Umgang miteinander betrifft. Dass dies alles aber ausgerechnet dem Manne gelingen sollte, der maßgeblich für diesen Saustall verantwortlich zeichnet, grenzt an Wahnsinn pur. Wenn diese LINKE – die LINKE Ost – noch einen Funken Selbstachtung besitzt, dann schickt sie ihren Parteigründer OL jetzt in die Wüste, wo er hingehört.

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Grafiquelle  :

Quelle Flickr: Sylvia Löhrmann & Hannelore Kraft: Gemeinsam gegen Praxisgebühren
Urheber Bündnis 90/Die Grünen Nordrhein-Westfalen
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Die LSK Saar und ihr Pate

Erstellt von Gast-Autor am 10. Mai 2012

Die bei der LINKE übliche Bezeichnung “Schiedskommissionen” ist begrifflich einfach falsch: es sind keine “Kommissionen”, sondern “Partei-Gerichte”, an die – jedenfalls grundsätzlich – die gleichen juristischen – einem Rechtsstaat angemessenen – Maßstäbe anzulegen sind, wie an öffentliche Gerichte auch. Sollte man meinen.

Die LINKE aber hat die Schiedsgerichte umfunktioniert zu einer “Firewall” zum Schutz des “Paten” und seiner Obertanen gegen alle Kritiker und sonstwie als unliebsam empfundenen Mitglieder. Für diesen Zweck hat die Fraktion 2-4 Volljuristen angestellt. Julia Maus als Vorsitzende der LSchK, Marc Schimmelpfennig als Berater des Parteivorstandes, inzwischen eine dritten,dessen Funktion mir nicht bekannt ist, dazu ein Korrespondenzanwalt in Berlin, damit man nicht ständig zur BSchK reisen muss. – Der aus Überzeugug ehrenamtlich tätige Lügenbaron W.Fieg ist eine wichtige Ergänzung dazu.

Dieser juristischen Hochrüstung auf Staatskosten (Fraktionsgelder!) hat Mitglied rein gar nichts entgegen zu setzen. Meine Anfrage bei der Verwaltung des Saarl. Landtages sowie des Bundestages,ob dieses Unterlaufen des ParteiG, das die strikte finanzielle Trennung von Fraktion und Partei vorschreibt, wurde in etwa so abgetan: das sei auch andereitig so üblich – bzw. de Frage, ob ich das auch beweisen könne. Nachfragen wurden abgewimmelt. Fazit: die Rechtsverhältnisse sind verrottet, jede Partei bedient sich nach Kträften. BRD = “Bananenrepublik” ist untertrieben.

Alle Verfahren können in der Parteizentrale der Frakionsräume geplant und durchgesprochen werden, so daß zur mündlichen Verhandlung ein sorgfältig verabredetes Rollenspiel abläuft, gegen daß Mitglieder trotz anwaltlichen Beistandes völlig chancenlos sind: die Oskars Partei hat immer recht.

Die Fraktionsspitze aus Lafontaine, Bierbaum, Linsler entspricht dem Landesvorstand Linsler, so daß Fraktion und Partei quasi identisch sind. So vermag Lafontaine erfolgreich die Partei zu steuern, in der er – eigentlich jedenfalls – gar kein Amt mehr bekleidet, auch nicht im Saarland. Er fungiert nur als “Pate” – aus dem Hintergrund. Die Rolle Heinz Bierbaums ist nach seinem Abgang aus dem Ladesvorstand recht dubios geworden. Möglich, daß er als “Oskars rechte Hand fürs Grobe” fungiert. Rolf Linsler ist m.E. nur so etwas wie der Parteifeldwebel.

Diese Konstuktion ist von Oskar gewollt, ist von Oskar geplant, entspricht in seiner Methode dem “Bayern-Dossier”.

Zurück zum ParteiG: Diese – m.E. ganz eindeutigen Mißstände und dauerhaften/wiederholten Verstöße gegegn fundamentale juristische Grundsätze !!! sprechen dem Rechtstaat BRD Hohn, sind leider aber nicht einklagbar, bei keiner Instanz, nach keinem Gesetz, weil das zusändige ParteiG dergleichen nicht vorsieht. Deshalb kann Lafontaine mit seinen “Hofschranzen” ungestraft so weiter handeln. Und deshalb ist die LINKE m.E. auch nicht refomierbar.

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Die Döring Vergangenheit

Erstellt von DL-Redaktion am 20. April 2012

Die Vergangenheit der Pia Döring – SPD

Wie sagt man doch so schön:“Nur wer die Vergangenheit kennt, vermag die Gegenwart richtig zu beurteilen.“ Das ist unser Motto wenn wir auch einmal in die Erinnerungskiste greifen und ältere Schriftwechsel veröffentlichen.

Der heute veröffentlichte Mailwechsel zeigt eine Entwicklung auf, welche die heutigen Ereignisse als unumgänglich sichtbar machen. Es wurden von einer unfähigen Führung Vorkommnisse geduldet oder gar noch unterstützt, um entsprechende Positionen abzusichern. Es hat sich an der Gemengelage nichts verändert, auch innerhalb von vier Jahren nicht.

Wie uns heute in einem Telefonat mitgeteilt wurde soll im Saarland zur Zeit der sprichwörtliche Teufel von der Leine sein. Verzweifelt wird auf die Rückkehr von Oskar gewartet, welcher vollkommen abgetaucht sein soll. Vermutet wird, dass er erst nach den Landtagswahlen von NRW  wieder ansprechbar ist.

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25. 06. 2008

Hallo Pia,

da ich zu einem positiv denkenden Menschen erzogen wurde, habe ich Dir nach Deiner Wahl am 09. 09.2007 einen Vertrauensvorschuss entgegengebracht. Diesen hast Du leider restlos aufgebraucht.

Eigentlich sollte ich das tun was zu tun ist, nämlich Mails der Landesgeschäftsführerin unbeantwortet zu lassen, so wie es in der Vergangenheit vielen Mails des vorigen Kreisvorstandes an den LaVo und Dich persönlich geschah. Aber Deine Arbeitsweise ist nicht meine! Deshalb will ich Dir auch auf Deine Mail vom 16. 06. antworten.

Der vorherige Kreisvorstand ist nicht mehr im Amt und trotzdem wird noch immer Unwahres verbreitet. Da passt es doch hervorragend ins Konzept zu behaupten, dass Du von mir keine Eintrittserklärungen erhalten habest. Du hast am 11.06. 08 den Vorwurf eines Mitglieds nicht dementiert. In Fachkreisen wird dies gerne mit „Cum lacent consentiunt“ bezeichnet.

Wie Du richtigerweise kundgetan hast, wurde Dir am 18. 05. 08 eine Aufstellung übergeben. Was aber aus Vergessenheit oder gar mit Absicht? Am 11. 06. verschwiegen wurde ist, dass in dieser Aufstellung kein einziges Mitglied dem OV St. Ingbert zuzuordnen ist.

Deine Behauptung, dass ca. 20 Mitglieder nicht eingeladen wurden, ist nicht nachzuvollziehen. In der überlassenen Aufstellung sind relevante Daten für die Erstellung einer Mitgliederliste enthalten. Die Ausführungen/Behauptungen Deinerseits, dass keine aktuelle Mitgliederliste für die MV erstellt werden konnte, gaht an den Tatsachen vorbei.

Und wer sich so verhält wie Du (03. 03. +  09. 05. 08; siehe Schreiben an die Bundesschiedskommission und Schreiben an Mitglieder des Landesausschusses) und sich zudem nicht zu schade ist, Unwahres zu behaupten (ich soll Mitglieder beleidigt und bedroht haben; hier bitte ich um Selbstreflexion Deines Handelns als Du am 11. 06. in St. Ingbert angekommen bist und in Lockweiler!!!) sowie die Herausgabe relevanter Unterlagen (z.B. Mitgliederliste, Antrag auf Abwahl, Antrag Mitgliederbegehren) verweigert, darf sich nicht wundern, wenn Mitglieder Dir mit Misstrauen entgegentreten. Und das tue ich jetzt.

Zum wiederholten und letzten Mal:

Die Original-Eintrittserklärungen sind am 21. 05. 08 auf den Postweg gebracht worden.

Für eventuell chaotische Betriebsabläufe in der Geschäftsstelle zeichne ich nicht verantwortlich. Die Daten wurden in einer Aufstellung erfasst. Was kopiert wurde, sind Korrespondenzschreiben. Was ich Dir übermitteln kann, ist eine Kopie meines Schreibens vom 21. 05. 08.

Mit noch freundlichen Grüßen

Gilla Schillo

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01. September 2008

Liebe Pia,

Großmut und Nachsicht sind Eigenschaften, derer sich nur wenige Mitmenschen rühmen können. Meine neigt sich nunmehr dem Ende zu.

Ich kann Dir nicht weiterhelfen. Um Deine Erinnerungslücken aufzufrischen:

Am 21.05. sind 17 Original-Eintrittserklärungen und 3 Eintrittserklärungen in Kopie auf den Postweg gebracht worden.

Meydanci, Grandhomme und Pidanset haben ihre Eintrittserklärung an Daniel Siegwardt gesandt.

Also, was ich nicht habe, kann ich nicht zusenden.

Am 11.06.08 hast Du vor einer Vielzahl von Anwesenden bestätigt, dass Du von mir immer zügig die Eintrittserklärungen von Neu-Mitgliedern erhalten hast.

Welchen Nutzen/Vorteil hätte ich durch das Zurückhalten von Eintrittserklärungen?

Ich rege an, die Landesgeschäftsstelle nochmals gründlichst auszumisten.

Mit freundlichem Gruß

Gilla

PS: frag’ doch mal bei R. Berberich oder E. Hemmer nach, ob diese von den Original-Eintrittserklärungen Kopien anfertigten ……

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22. 09. 08

Sehr geehrte Frau Döring,

in diesem Schreiben möchte ich auf die Probleme und Ursachen der Zusammenarbeit zwischen Ihnen und dem Ortsverband Sankt Ingbert eingehen und Sie nochmals zur Erledigung essentieller Tätigkeiten auffordern.

Da wären zum Einen die fehlenden Mitgliedsausweise der Mitglieder XXXX.

Sollte Ihnen die Beschaffung und Zusendung der Mitgliedsausweise, aus welchem Grund auch immer, nicht möglich sein, sagen das ruhig- ich werde dann beim nächsten Telefonat die Kollegen in Berlin bitten, sich dieser Sache anzunehmen.

Auch bitten wir endlich um Aufklärung des Phänomens, warum Neumitgliedern ständig mitgeteilt wird, dass noch keine Beitrittserklärung ihrerseits vorliegt, obwohl diese schon unlängst übermittelt wurden. Denn falls es Ihnen entgangen ist, neue Beitrittserklärungen sind nicht nur aufzunehmen, sondern auch sofort nach Berlin zu übermitteln.

Seltsam ist schließlich die Tatsache, dass Sie diesbezüglich erst aktiv wurden, als von mir bei der Kreisvorsitzenden Spaniol ein Begrüßungsschreiben moniert wurde. Der Kreisvorsitzenden selbst lagen die Namen nämlich schon seit 12. Juli 2008 vor, dennoch ist sie, obwohl sie ja um die Stärke der Ortsverbände so bemüht ist, nicht mit uns in Kontakt getreten – vermutlich sind einige Ortsverbände etwas gleicher als andere oder gilt die Stärkung nur für bestimmte Ortsverbände, die einfach alles hinnehmen?

Schenkt man der Kreisvorsitzenden Spaniol und dem Wahlkampfmanger Bourgett Glauben, kann eine Mitgliedschaft schließlich auch auf einem Bierdeckel erklärt werden. Ich habe dafür vollstes Verständnis, auf Wunsch lasse ich Ihnen die Beitrittserklärungen ab sofort auch auf Bierdeckeln zukommen, das spart Papier und rettet Bäume!

Da ich lernfähig bin, werde ich nicht den gleichen Fehler wie die Genossin Schillo begehen.

Von allen Beitrittserklärungen werde ich Kopien anfertigen und diese persönlich nach Berlin übermitteln, was schließlich auch in Ihrem Interesse sein sollte.

Auch müssen wir unseren Mitgliedern von Einzugsermächtigungen abraten und zur Barzahlung ihrer Beiträge auffordern, da es nicht mit unserem Gewissen vereinbar ist, dass wie kürzlich erst wieder geschehen, der Landesschatzmeister unrechtmäßig erhöhte Beiträge abbucht.

Hiermit fordere ich Sie auf, von uns geworbene Mitglieder nicht mehr länger mit Einzugsermächtigungen zu nötigen, bis diese Angelegenheit geklärt wurde.

Und da wir gerade von Einzugsermächtigungen sprechen; ich möchte noch kurz auf das Schreiben eingehen, welches Sie Herrn Horst S. und anderen zukommen ließen. Ich weiß nicht, ob sie sich noch daran erinnern, jedoch hat sich Herr S. über das Schreiben inklusive Aufforderung zur Einzugsermächtigung ähnlich gefreut wie Frau Petra L. vor nicht allzu langer Zeit. Die Folge war, dass Petra L. nach dem Telefonat mit Ihnen und dem Erhalt des Schreibens nebst Einzugsermächtigung aus der Partei ausgetreten ist. Glückwunsch!

Abschließend möchte ich Sie nochmals auffordern, Ihren Pflichten als Landesgeschäftsführerin nachzugehen.

Nur um Sie nochmals an die Kreismitgliederversammlung am 23.06.2007 JOHANNESSCHULE zu erinnern, ein Vorgehen nach – da hat sich das Sprichwort doch bewährt „wer nichts macht, macht nichts verkehrt“ greift hier nicht.

Lösen Sie die Probleme im Interesse der Partei oder treten Sie zurück.

Mit wütenden Grüßen

Birgit Meydanci
Beisitzerin OV St. Ingbert

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Grafikquelle   :   Pressescan —  DL privat

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Das Interview mit Sahra

Erstellt von DL-Redaktion am 20. April 2012

Die Wünschelrutengängerin in der Linken

File:Sahra Wagenknecht-03.JPG

Im Osten schlägt die Wünscherute schon lange nicht mehr an

In einen ausführlichen Interview machte dieser Tage Sahra Wagenknecht einmal mehr auf die politischen Standpunkte ihrer Partei auf Zeit-online aufmerksam. Sie weist innerhalb dieses Gespräch auch, vielleicht sogar unbewusst darauf hin, warum diese Partei sich selber in die Isolation geführt hat.

In der Politk ist es einfach nicht ausreichend nur zwischen Ex und Hopp zu unterscheiden. „ Als Überschrift steht der Satz: „ Wenn wir uns der SPD anbiedern, machen wir uns überflüssig“. Alleine dieser Satz ist so richtig wie er gerade auch falsch ist. Verbleibe ich als Partei in einer Isolierung werde ich erst recht überflüssig, da letztendlich nur Erfolge beim Wähler zählen.

Sie selber sagt ein wenig später folgendes und wir zitieren:

„Da kriegen wir ja immer viele gute Ratschläge: Wir sollten stärker die SPD umwerben, uns öffnen. Ich glaube, wenn wir uns der SPD anbiedern und unsere Positionen weichspülen, dann machen wir uns überflüssig. Die Linke hatte Erfolg, weil sie klare Positionen vertreten hat. Weg mit Hartz IV! Gegen die Zerschlagung der gesetzlichen Rente! Nein zum Freikaufen von Banken und Spekulanten und zu unsozialen Kürzungsdiktaten in Europa. Das Schlimme in der momentanen politischen Lage ist doch, dass sich in diesen entscheidenden Fragen alle anderen Parteien einig sind. Banken retten SPD und CDU schon seit 2008 gemeinsam, ihre Zustimmung zum katastrophalen Fiskalpakt hat die SPD Merkel längst in die Hand versprochen. Die Linke hat nur eine Chance, wenn sie sich klar gegen diese neoliberale Agenda stellt. Dafür wurde sie gegründet.“

Was von diesen aufgezählten Positionen (Standpunkten) kann denn die Partei als Erfolg für sich aufführen? Alle hier aufgelisteten Punkte sind seit Gründung der LINKEN verschärft worden. Die Situation hat sich in allen aufgezählten Punkten zugespitzt. Das dem so ist und nicht anders ist nicht Schuld der Partei. Schuld der Partei ist es sich in die Isolation begeben zu haben, außerhalb der Bürgerschaft zu stehen. Sie hat bis heute nicht bemerkt alleine hilflos zu sein. Sie konnte als Protestpartei bei Gründung klare Positionen vertreten, hat sich im politischen Alltag aber den anderen Parteien bereits so weit angepasst, so dass die Rolle einer Protestpartei zum Beispiel heute die Piraten übernommen haben. Die Sichtweise der Wähler entscheidet und nicht die eigene.

Das beste Beispiel ist der Atomausstieg. Erst nach Verlängerung der Laufzeiten durch die Regierung kam der Knall in Japan und der beschleunigte Ausstieg wurde beschlossen. Dieser Ausstieg kam nicht aus Einsicht der Regierung zustande, sondern ausschließlich durch den Druck der Bürger. Diese sorgten letztendlich dafür das Merkel aus Wahl taktischen Gründen aussteigen musste. Der LINKEN war es aufgrund ihrer Selbstisolierung nicht möglich bei oben aufgeführten Punkten den für eine Wende notwendigen Druck aufzubauen.

Es ist in der Politik immer üblich und auch möglich gewesen auch ohne eine Aufgabe von Standpunkten tragfähige Kompromisse zu finden. Das aber nur wenn das Wohl der Bevölkerung und nicht dass der Ideologisierung oder der persönlichen Vorteilnahme das Ziel ist.

„Wenn wir uns der SPD anbiedern, machen wir uns überflüssig“

Sahra Wagenknecht, Vize-Chefin der Linken, rät ihrer Partei im Interview zu einem klaren Abgrenzungskurs. Die Linken-Spitze kann sie sich auch ohne Reformer vorstellen.

Frau Wagenknecht, die Aussichten der Linken bei den beiden kommenden Landtagswahlen sind katastrophal. Wenn die Partei tatsächlich in keines der beiden Landesparlamente kommt, ist sie doch tot. Wie konnte es so weit kommen?

Sahra Wagenknecht: Tot sind wir noch lange nicht. Der Wahlkampf fängt doch gerade erst so richtig an. Wir werden darum kämpfen, in die Landtage einzuziehen. Sollte das nicht gelingen, wäre das natürlich ein schwerer politischer Rückschlag. Das Ende der Linken wäre es aber auch nicht. Denken Sie daran, wie lange die Grünen in keinem einzigen Ost-Parlament vertreten waren. Selbst in NRW sind sie einst herausgeflogen. Die Linke ist doch heute die einzige Partei mit einer sozialen, anti-neoliberalen Agenda. Die einzige, die sich nicht im Kapitalismus einrichten will. Deshalb wird sie gebraucht, auch wenn wir gerade nicht in Hochform sind.

Ausgerechnet NRW! Das Bundesland mit den meisten Industriearbeitern, den ärmsten Kommunen, den drängendsten sozialen Problemen – es müsste eigentlich ein Paradies für die Linke sein. Und jetzt wird es ihr Untergang?

Es ist unser Dilemma, dass gerade die, denen es am dreckigsten geht, die für Hungerlöhne malochen oder von Hartz IV leben müssen, vom ganzen Politikbetrieb oft so angewidert sind, dass sie gar nicht mehr wählen gehen. Sie glauben nicht mehr daran, mit ihrer Stimme noch etwas zu ändern, sie empfinden die Demokratie als Farce, weil sie seit Jahren eine Politik hervorgebracht hat, die sich gegen ihre Interessen richtet. Objektiv ist es natürlich so, dass die herrschende Politik noch viel hemmungsloser würde, wenn die Linke nicht mehr in einem Landtag vertreten wäre. Aber das liegt für viele nicht auf der Hand, sie haben den Glauben an jede Art von Politik verloren. Wir verlieren deshalb die meisten unserer Wähler an das wachsende Lager der Nichtwähler.

Sie verlieren aber auch Tausende von Stimmen an die Piraten, die jetzt in beiden Bundesländern in den Umfragen an Ihnen vorbeigezogen sind. Was haben die, was Sie nicht haben?

Quelle: Zeit-online >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle   :

Source Own work
Author Gorinin

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Analyse des Döring Change

Erstellt von DL-Redaktion am 14. April 2012

Das ist nicht Links, sondern Ultra- Konservativ

Wie einfach und simpel Politik in der LINKEN Partei verkauft werden kann stellt einmal mehr der politische Fliegenfänger und Vorsitzende des Landesverband Saarland, Rolf Linsler nachdrücklich unter Beweis. Der eigentliche Skandal an diesen Vorkommnissen ist aber auch hier das große Schweigen in der Partei. Die stoische Ruhe an der Basis welche sich Willens- und Meinungs- los wie ein Tanzbär durch die Arena schleifen lässt. Das ist nicht Links, sondern Ultra- Konservativ !

Die erst vor wenigen Wochen in den Landtag gewählte Pia Döring habe durch ihren Wechsel zurück in die SPD den Wähler als einmaligen Vorgang in der Geschichte des Saarlandes getäuscht. Des weiteren sagt er: „Wir fordern Frau Döring auf, ihr erschlichenes Mandat unserer Partei zurückzugeben.“ Ja wenn Politik so einfach und naiv erklärbar wäre könnte eine Partei auch mit einer unpolitischen Erscheinung wie Linsler arbeiten.

In Wirklichkeit aber rächt sich nun doch die skrupellose Arbeitsweise einer vollkommen überforderten Parteispitze. Und das nicht nur im Saarland sondern diese Auflösungserscheinungen sind in ganz West-Deutschland sichtbar und auch der Rücktritt der Gesine Lötzsch ist als solcher zu werten.

So hat man versucht sich die nicht vorhandenen Strukturen zusammenzukaufen. Nicht mit Geld, sondern sehr wahrscheinlich über Mandats Versprechungen. Das bis dato gewachsene war nicht gut genug. Bei einer Lagebesprechung vor den ersten WASG Landtagswahlen in NRW hat man es mir einmal gesagt: „ Wir brauchen Leute mit Erfahrung, Leute welche sich nicht über den Tisch ziehen lassen.“ Geholt wurden Leute welche sich über den Tisch schoben. Im Saarland unter anderen Personen wie Ensch-Engel, Spaniol, Kessler oder Georgi von den Grünen und viele weitere, wie auch Döring aus der SPD. Überwiegend nur auf die persönliche Karriere ausgerichtetes Dritt- oder Viertklassiges Inventar welches in ihren ehemaligen Parteien ohne Chancen auf höhere Weihen als Randpfosten vor sich hin dümpelten.

Vorkommnisse wie sie in der freien Wirtschaft tagtäglich zu beobachten sind. Dort wird Stammpersonal welche beim Aufbau einer Firma gute Arbeit leistete vor die Tür gesetzt um sie durch junge, angeblich bessere Kräfte zu ersetzen. Das diesen jegliche Bindung zu der Firma fehlt und nur das Geld wichtig ist sehen wir dann wenn sich alsbald der Konkursverwalter mit dem Betrieb beschäftigen muss.

Diesen Konkursverwalter hat wohl auch Pia Döring in der LINKEN schon um die Ecke kommen sehen. Ist es da verwunderlich das sie höchst wahrscheinlich nur den Moment der Erreichung des Mandat abgewartet hat, um sodann in ihre alte Partei zurück zu wechseln und das zudem in die neue Regierung? Vielleicht mit einem Versprechen auf einen Posten als Ministerin oder Staatssekretärin? In der SPD wäre ihr ein vorderer Listenplatz sehr wahrscheinlich verwehrt worden. Natürlich ist dieses eine Wählertäuschung aber wie war das noch mit dem Glashaus?

Der Vorfall legt auch Schonungslos offen, wie wichtig die Protektion und wie niedrig das Fähnlein der Demokratie in dieser Partei gehangen wird, gehen doch fast alle Wahlen zur vollsten Zufriedenheit der Führung aus. Überraschende Momente sind hier eher selten, scheinbar auch unerwünscht und enden dann meistens in einem Eklat. Vorsorglich wird versucht durch die Beeinflussung über die Schiedskommissionen frühzeitig gegen zu steuern.

Schadenfreude soll ja angeblich die schönste Art der Freude sein, wobei wir vermuten dass das Vorhersehen einer Situation damit sehr wenig gemeinsam hat. Und, ein jeder wird nun einmal nur das Ernten was von ihm zuvor gesät wurde und auch ein junges Pflänzchen will gehegt und gepflegt werden soll es einmal Früchte tragen.

So zeigt sich einmal mehr der Dilettantismus in der Führungsetage dieser Partei in welcher alt gewordene Funktionäre die Bindung zur Basis vollkommen verloren haben. Mit ein paar nachplappernden Papageien ist eine Linke Politik innerhalb einer sich mehr und mehr öffnenden Gesellschaft nicht machbar. Aber bis die selbsternannten Herrschaften dieses begriffen haben ist das Schiff lange untergegangen, welches aber von den sprichwörtlichen Ratten fürsorglich als erstes verlassen wird. Werden bald die Mäuse folgen?

Eiskaltes Kalkül ist natürlich die fehlende Antwort auf die andauernden Anfragen an Oskar Lafontaine ob dieser denn nun nach Berlin gehe oder nicht. Natürlich ist diese Entscheidung abhängig vom Ausgang der Landtagswahlen in NRW und Schleswig-Holstein. So wie übrigens seinerzeit zu Wahlzeiten in NRW. Auch da wurde seine Bereitschaft zu einem Eintritt in die Partei vom dem Ergebnis für die WASG bei den damaligen Landtagswahlen abhängig gemacht. Werden die entsprechenden Stimmen zum erreichen der Landtage geholt wird er nach Berlin wechseln. Ansonsten bleibt er an der Saar. Das er mit den Auslassen der Antwort seiner Partei ein Bärendienst erweist, ist für ihn Nebensächlich. Private Interessen gehen wieder einmal vor und werden entsprechend von Gysi unterstützt.

So verweisen wir auch auf einen Artikel in der Saarbrücker-Zeitung. Weist der Kommentar auch sehr viel an Oberflächlichkeit und nur sehr geringe Kenntnisse über den wirklichen Umgang innerhalb der Partei DIE LINKE auf. Die Bild glaubt dagegen schon über mehr Interna zu wissen und dort beschwert sich Döring angeblich über Mobbing, da sie gegen Oskars Liebling Heike Kugler kandidierte und sei darum mit der Höchststrafe belegt worden: Keine Ausschüsse im Landtag. Also fehlendes Zubrot.

Übelste Mobbing Erfahrung wird so ziemlich jedes ehemalige Mitglied aus der Partei die LINKE als noch das harmloseste Übel bestätigen können. Rufmord und Denunzierung stehen als kriminelle Machenschaften weit höher auf der innerparteilichen Rangliste. Da sind noch sehr viele Rechnungen offen welche bis heute nicht beglichen wurden und sagt man nicht immer: „wer zuletzt lacht, lacht am besten“? Man sieht, es bleibt interessant. Politisch wie immer, eine Große „Null“ – Skandale wie immer eine große „Sechs“. Dieses mal ohne X, eine Überraschung?

Saarbrücker-Zeitung

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Grafikquelle     :

Lafontaine Fotomontage:

Die Fotomontage stammt aus der Projektwerkstatt


Virtuelle Projektwerkstatt von SeitenHieb Verlag steht unter einer Creative Commons

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Oskars last Battle

Erstellt von DL-Redaktion am 22. März 2012

Die Linke im Existenzkampf

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/33/KAS-Marx%2C_Karl_Lafontaine%2C_Oskar_Scharping%2C_Rudolf-Bild-13265-1.jpg

Unter dem Titel „Die Linke im Existenzkampf?“ brachte Bayern 2  gestern ein sehr aufschlussreiches Dossier über die Partei die LINKE. Natürlich sind die Themenschwerpunkte aus dieser Sendung seit langen sattsam bekannt und wurden hier auf DL vielfach ausführlich diskutiert. Trotzdem machte die Sendung in ihrer Komplexität nachdenklich, klafft doch zwischen dem Schein und dem Sein eine riesengroße Lücke welche auch von einigen naiven Gesundbetern nicht zu gekleistert werden können.

Natürlich zeigen die zur Zeit laufenden Wahlkämpfe auf eine „one man show“ hin und niemanden scheint dieses zu stören. Nackte Zahlen sind hier unumstößlich: Für Schleswig-Holstein und NRW weisen die Prognosen auf Zahlen zwischen 3 und 4 % hin, während für das Saarland zwischen 13 und 17 % erwartet werden. Als „Old man`s last Battle“, oder „Last standing“ versuchen hier verschiedene Ideologisierte ihre Partei als Zukunft zu verkaufen.

Nachfolger auch im Saarland gibt es nicht. Ein Linsler hat schon die Gewerkschaften an der Saar versemmelt und auch Bundesweit wird sich eine jede Führung zwischen den Zersplitterungen der Partei zerreiben. Wie merkte Oskar in einen heutigen TAZ Artikel richtig an: „Eigentlich brauchten wir eine Mehrheit“.

Dieser eine Satz macht aber gleichzeitig seine komplette Wahlkampfstrategie mit allen seinen dort gestellten Forderungen zur Makulatur. Gesteht er doch hier ein das er ohne Mehrheiten nichts, aber auch gar nichts erreichen kann. Seiner eigenen Strategie folgend wäre eine jede Stimme für die Partei eine verschenkte Stimme, zeigt sich doch gerade Oskar in seiner Kommunikationsfreudigkeit gegenüber den politischen Mitbewerbern als höchst Starrköpfig und Eigenwillig.

So hören wir aus dem Osten den Warnruf vor dem „Wilden Westen“,  und sicherlich steckt hinter dem Personalstreit eine sehr tiefgehende Problematik. Die Linke hat nie zum einer inneren Einheit gefunden. Nach wie vor „ticken“ Ost- und Westverbände unterschiedlich. Während die Linke im Osten noch immer das Image der „Kümmerer-Partei“ für die kleinen Leute hat und einen pragmatischen, kompromissbereiten Politikansatz verfolgt, verlieren sich die Westverbände in ideologischen Träumereien und bekämpfen sich auf übelste Art und Weise gegenseitig. Wie des öfteren bereits beschrieben.  Diese Auseinandersetzungen kommen aus dem Inneren der Partei und werden natürlich von Außenstehenden  gerne aufgenommen.

Aus einer abstrusen Themenlage zwischen Kuba, Nordkorea oder der Auflösung der Nato ist die Partei auf der verzweifelten Suche nach einer klaren Linie, welche es ihr ermöglichen würde, hier im Lande die Bevölkerung hinter sich zu bringen. Das Gegenteil aber wurde bislang erreicht, die Partei isoliert sich immer weiter in die Randgruppen dieser Gesellschaft. Außenseiter machen diese Partei zu Außenseitern, was sich dann in den Wahlergebnissen niederschlägt.

Die Sendung als Podcast  >> Hier >>

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Grafikquelle    :    Hurra! Der Sozialismus lebt: Die Marx Brothers Abbildung: Karikatur von Marx, Lafontaine und Scharping Plakatart: Kandidaten-/Personenplakat mit Porträt Auftraggeber: Junge Union Rheinland-Pfalz, Mainz Objekt-Signatur: 10-028 : 284 Bestand: Plakate von Jugendorganisationen der Parteien ( 10-028) GliederungBestand10-18: Plakate von Jugendorganisationen der Parteien (10-028) » CDU » Personen- und Kandidatenplakate Lizenz: KAS/ACDP 10-028 : 284 CC-BY-SA 3.0 DE

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Täuscher Oskar

Erstellt von DL-Redaktion am 20. März 2012

Die Initiative Demokratie und Transparenz

Wenn der verehrte Leser mehr zu der Rosstäuscherei wissen möchte,

klickere er auf den OLaf

Der Focus nahm in seiner Montagsausgabe die gelungene Aktion der saarländischen „Initiative Demokratie und Transparenz“ auf und berichtete recht ausführlich darüber. Bekanntlich hatten 18 Mitglieder der Partei DIE LINKE, darunter auch einige Mandatsträger, ihren Austritt aus der Partei erklärt.

Dabei sind die Vorwürfe welche von der Initiative hier im besonderen gegen den saarländischen Landesverband erhoben werden so neu nicht. Es sind die im allgemein seit langen bekannten Vorwürfe welche einfach immer wieder energisch erhoben werden müssen, um dann irgendwann auch auf öffentliches Interesse zu stoßen.

Es sind dieses auch allesamt Vorwürfe mit welchem sich die komplette Westpartei der Linken schmücken darf, denn es wurde nun durch das auftauchen dieser Arbeitsanleitung in Bayern bekannt, was von Insidern immer vermutet wurde: Die gesamte Westpartei ist ein riesiger Schwindel in welcher nur das Diktat einiger weniger von Oben seine Gültigkeit hat

Partei DIE LINKE

Kleine Alexander Str. 28
10178 Berlin
03. März 201

Offener Brief
Austritt aus der Partei DIE LINKE
Mitgliedsnummer: 9000837 Ralf Berberich

Sehr geehrte Damen und Herren,

ungeachtet der Tatsache, dass man dem unwürdigen Gegurke an der Bundesspitze der Partei nichts mehr Erhellendes abgewinnen kann … Aber was sich die Partei im Landesverband Saar von „Napoleon Lafontaine“ seit der Parteigründung 2007 erlaubt, ist unvorstellbar.

Im November 2006 erlag ich der Versuchung und Verlockung in die neue Partei, die sich wenige Monate später DIE LINKE nennen sollte einzutreten mit der Vorstellung, dass eine neue politische Kultur entstehen könnte mit stabilen und gefestigten Moralprinzipien, an denen sich die Bevölkerung orientieren könnte, weil es ja eine andere Qualität politischer Vertreter geben sollte, die das was sie sagt auch so meint und dies hält, das Wahlvolk nicht mehr belügt und betrügt, wie das bisher politisch Bekannte.

Welch‘ ein Irrtum, welch‘ eine Fehleinschätzung.

Was sich in dieser Partei von der Konstituierung an bis heute abspielt, ist so verlogen und verkommen, teilweise am Rande der Legalität und von Fall zu Fall… dass man das Ganze kaum in Worte fassen kann.

Das Nichtbeachten von Parteiregularien und geltenden Gesetzen ist hier zwischenzeitlich parteiintern zum „Volkssport“ geworden. Die Vorturner, eine Clique um und von Napoleons Gnaden, mit einem politischen Leuchtturm an der Spitze der im Mittelalter vermutlich noch nicht mal zum Hofnarr getaugt hätte, hat nur eines im Sinne „wie versorge ich mich richtig“.

Parteibasis, innerparteiliche Demokratie, Parteimitglieder, die doch tatsächlich selbständig und kritisch denken können, alles nicht gefragt und gewollt.

Es sei denn, es handelt sich um solche Mitglieder die bei irgendwelchen Veranstaltungen, die schon seit Jahren inhaltlich überwiegend nichts erkennbar Neues vermitteln, von der Vorturner-Clique zum „Jubeln und Johlen“ missbraucht werden, und die sich selbstverständlich ab und an bei Freibier und ähnlichem gerne missbrauchen lassen. Seitenweise könnte man jetzt weiter ausführen.

Aber seit Jahren musste man erkennen, dass auch schlimmste Verstöße und Vergehen gegen Parteiengesetz, Abgabe falscher Eidesstattlicher Versicherungen, Betrug, Missachtung und Nichtbeachtung der Partei-Regularien, menschenverachtendes Denunzieren und Diskreditieren wie z.B. bei dem Stadtratsmitglied Dieter Heinrich „Chinesenficker“ durch die MdL Dagmar Ensch-Engel und Gilla Schillo durch den Landesvorstand/stellv. Bundesvorsitzenden bei den saarländischen „Linken“ hoffähig zu sein scheint und niemand sonderlich interessiert.

Auch sehr beeindruckend ist die Tatsache, dass das was Stasi und Stalinismus über Jahrzehnte erfolgreich im Sinne des Systems und „der Partei“ umgesetzt haben zumindest im Saarland – immer noch bei „Napoleons Turner-Riege“ angewendet wird.

Damit verschafft man sich die Gewissheit, dass sich landesweit keine schlagkräftige innerparteiliche Opposition bilden kann, die evtl. in der Lage wäre, diesem charakterlosen und wählertäuschenden Schauspiel ein Ende zu bereiten.

Wie bereits erwähnt „wie versorge ich mich richtig“ ist oberste Maxime und das Gebot der Stunde. Bestes Beispiel die Kandidatenkür zur bevorstehenden Landtagswahl.

Einer Partei, die der Bevölkerung vermutlich, weil es „Napoleon“ so wollte und von dem auch die Aussage sein soll „er behalte sich grundsätzlich das alleinige Personalvorschlagsrecht vor“, einen solchen „Kandidatensumpf“ anbietet, kann man aus Überzeugung und mit gutem Gewissen nicht mehr angehören.

Darüber hinaus wird wahlprogrammatisch nichts angeboten als purer Personenkult und auch teilweise die Intelligenz des Wählers beleidigender Populismus.

Die Linke ist daher im Saarland nicht wählbar.

Aus diesen Gründen, in Kurzfassung, als ehemaligen Kreisvorsitzender, OV-Vorsitzender und Fraktionssprecher teile ich Euch mit

Das war‘s für mich

Ralf Berberich

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Grafikquelle :  CC BY-SA 3.0 de

Screenshot DL / Red privat  .

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Denunzianten in der Linken

Erstellt von DL-Redaktion am 19. März 2012

„Der größte Lump im ganzen Land,
das ist und bleibt der Denunziant“.

Auf diesen Spruch von Hoffmann von Fallersleben aus der Mitte des 19. Jahrhunderts basierte meine Verteidigung im Dezember 2008 gegen die gegen mich auftretenden Denunzianten vor den Schranken der LSK bei der Ausschlussverhandlung in Düsseldorf.

Lautstark protestierender Motzer aus dem Hintergrund gegen das aufsagen dieses Spruches war das  damalige Mitglied der LSK, NRW,  ein Jura Professoren Jüngelchen von der UNI Bielefeld, welcher allerdings bis auf einige pöbelnde und undisziplinierte Ergüsse nicht viel auf die Beine zu bringen wusste was so bei mir einen nachahltigen Eindruck über seine Kinderstube hinterließ.

Schiedskommissionen scheinen dergleichen Aushängeschilder gerne als Dekoration und  zum Ausdruck ihrer Seriosität zu benötigen. Hier eine Anwältin, dort ein Professor, ja natürlich auch ein Richter darf da nicht fehlen, bietet sich doch so die gute Gelegenheit den privaten Hang zum Masochismus entsprechend auszuleben. Menschen mit einer normalen Veranlagung würden sich wohl kaum in ihrer Freizeit für eine solche Arbeit innerhalb von Schiedskommissionen zur Verfügung stellen.

Dieser Spruch lässt sich erfahrungsgemäß auf sehr viele Mitglieder aus der Partei anwenden, denn erinnert wurde ich an diesen Spruch einmal mehr in der letzten Woche. Da wurde ich dann  wieder einmal auf  einem schier unglaublichen Vorfall aus dem Dunstkreis dieser Partei aufmerksam gemacht.

Im Saarland tauchten, durch die Bundespost versandte anonyme natürlich nicht unterzeichnete Drucksachen auf welche sich mit der Vergangenheit der Landtagskandidatin Dagmar Ensch- Engel beschäftigten. Beigefügt ward ein Amtsblatt der Gemeinde Beckingen und  natürlich befasst sich dieses Pamphlet nicht nur mit der Kandidatin sondern schloss gleichzeitig auch den Ehepartner, die Eltern und den Sohn mit ein. Auch vor Verstorbenen Familienmitgliedern macht man dort nicht halt.

Hier ein kleiner, noch ziemlich unverfänglicher Auszug was nichts anderes als die Richtigkeit der hier gemachten Aussagen bestätigen soll:

„D.E.E. hat nach, Abschluß ihrer Ausbildung bei ihrem Vater gearbeitet. Heizungsbau E ein Unternehmen mit ca. 8 – 10 Beschäftigten. Die Fa. E hatte damals einen Auftrag im lrak, in Bagdad. (lnstallation einer Heizungs-, oder Klimaanlage auf den dortigen Flughafen) Auch dort war D.E.E. zeitweise eingesetzt, aber nicht als Projektleiterin wie sie angibt. (Sonst wäre die Fa. damals schon pleite gegangen) Projektleiter war ihr Vater E E. Nach dem Tod ihres Vaters übernimmt D.E.E. die Leitung der Fa. E.“

Nun ist bekannt das in der Politik alle Mittel genutzt werden um für sich entsprechende persönliche Vorteile herauszuholen. Amüsant allein stimmt dabei die Tatsache das gerade eine Partei welche alles besser als alle anderen machen wollte vor keinerlei Schweinereien zurückschreckt.  In dieser Partei gibt es tatsächlich keinerlei Tabus. Das erschütternde daran ist, das diese Machenschaften von oben unterstützt werden, da bislang bei allen wiederkehrenden Vorkommnissen keinerlei Maßnahmen erkennbar werden mit welchen diesen kriminellen Machenschaften Einhalt geboten würden. Im Gegenteil die Täter werden geschützt und die Opfer der Partei verwiesen.

Das Mitleid für die Kandidatin hält sich hier natürlich in gewisse Grenzen. Genießt sie doch den zweifelhaften Ruf auf der Suche nach persönlicher Vorteilnahme nicht gerade zimperlich in der Auseinandersetzung mit politischen Kontrahenten umzugehen. Die eigentlich Frage welche sich hier aber stellt, wäre doch, wer denn als nächste/r einen unmittelbaren Vorteil von dem eventuell erzwungenen Rückzug einer Ensch-Engel profitieren würde?

Erinnern wir uns an das vor einigen Wochen in Bayern aufgetauchte Dossier mit seinen detaillierten Arbeitsanleitungen? Meldete sich doch unter der Kommentatoren ein gewisser Jeff welcher mir Vorwarf das auch ich nicht die Herkunft dieses Dossiers erklären könnte. Ich möchte hier einmal klarstellen das eine solche Erklärung auch nicht in meinem Interesse läge. Bei einer gegebenen Erklärung wäre das Thema aus. Der/ die Täter würden der Partei verwiesen und es wäre wieder Ruhe.

Solange die Herkunft nicht aufgeklärt ist haben wir eine hervorragende Schreibvorlage, einen absoluten Weisungsführer für fantasievolle Artikel. Es kann also gar nicht in unseren Interesse sein die Herkunft dieses Dossiers aufzuklären. Verfügt doch die Partei über hervorragende Kapazitäten in ihren Schiedskommissionen welche so einmal die Gelegenheit hätten ihr Können zum Wohle der Partei einzusetzen.

Schon ein paar Jährchen zurück liegt in der LINKEN die Auseinandersetzung um die ehemalige stellvertretende Parteivorsitzende Katina Schubert. Sie war ein aufkommender Stern in der Partei bis an dem Tag an dem sie Oskar Lafontaine und seiner Frau Crista Müller in die Quere kam. Dann wurde es sehr schnell sehr still um sie.

„Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr!“

So oder ähnlich heißt es in einen Film der ARD heute um 22:45 Uhr in der ARD gezeigt wird. Dieser Film weist nach wie schmutzig die Scharmützel innerhalb der Parteien geführt werden. Weit schmutziger als die zwischen den Parteien. Beklagt wird, das viel zu wenige bereit sind  auch Ross und Reiter öffentlich zu benennen. Der Film berichtet über Schubert, Kubicki, Erwin Huber, Andrea Fischer und Kurt Beck. Er berichtet aber auch über Depressionen und die Gedanken an Suizid.

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Grafikquelle   :  Im Kabarett der Komiker: Valentin rechts (1936)

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Post von Oskar Lafontaine

Erstellt von DL-Redaktion am 14. März 2012

So einfach geht Politik also – ganz ohne Verstand

lautet ein Artikel in der Zeitung Welt vor einigen Tagen. Dort können wir unter anderen folgendes lesen und wir zitieren wie folgt:

Es gibt im Saarland Menschen, die sich als Lafontaine-Fan bekennen, zum Beispiel Beate Schwindling. Ihre Nachbarin sitzt in der Linken-Fraktion, und seit vergangenem Sommer ist die 54-Jährige selbst Parteimitglied. „Wegen dem Mann“, sagt sie. Politisch interessiert sei sie eigentlich nicht. „Aber ich hab schon immer gefunden, dass er der Richtige fürs Land wäre.“

Die zweifache Mutter war früher Hausfrau, heute arbeitet sie in einer Großkantine, um den Lebensstandard ihrer Familie halten zu können – außertariflich und „ohne Aussicht auf Lohnerhöhung“. Auch die Rente macht ihr Sorgen. Andere Firmen lehnten ihre Bewerbungen ab, wegen ihres Alters, glaubt sie.

Diese paar Zeilen sind als eindeutiger Hinweis darauf zu sehen wie einfach die Partei gestrickt ist, einige Köpfe und viele, viele Abnicker welchen es schon Schwierigkeiten bereitet in einem aufrechten Gang der Spitze hinterherzulaufen. Eigene Initiativen sind nicht erwünscht und selbst Gysi erwähnt in einem Interview dass er seiner Partei an der entsprechenden Kultur fehlt.

Ein wenig später heißt es dann in dem Artikel weiter und wir zitieren erneut:

Und doch hat auch Lafontaine Schwierigkeiten, wenn er als Parteipolitiker Publikum mobilisieren oder es begeistern soll, etwa beim „Open Air mit Oskar“ auf dem Burbacher Marktplatz, einem sozial schwachen Saarbrücker Ortsteil. Der Beginn der Kundgebung ist auf 17 Uhr angesetzt, verschiebt sich aber um eine Viertelstunde, weil sich kaum Zuhörer eingefunden haben – und der Spitzenkandidat erst noch um den Platz zieht und Passanten anspricht.

„Wir sind hier in einem Bezirk, in dem wir beim letzten Mal 50 Prozent der Stimmen hatten!“, donnert Lafontaine und ruft: „Das ist unsere Hochburg hier!“ Seine Worte hallen über den halb leeren Platz. Nach exakt 20 Minuten verabschiedet er sich ziemlich abrupt: „Etwas frisch ist es heut’“, sagt er, und zum Schluss noch: „Burbach wählt links.“

Quelle: Welt >>>>> weiterlesen

Die Post welche an die Bürger flächendeckend verteilt wurde sah dann folgendermaßen aus: >> HIER >>

Zu dieser Wahlwerbung erreichte uns folgende Mail welche wir den Lesern nicht vorenthalten möchten, aber aus Gründen der Pietät anonymisiert haben. Haben wir doch schon scheinbar einige Gehaltsempfänger der Partei hier unter den KommentatorInnen gehabt welche in ihrer Gier nach privater Taschenfüllung selbst vor Omas Sparstrumpf nicht halt machen würden.

Lieber Oskar Lafontaine,

heute fand ich in meinem beiliegendes Schreiben vor.
Soziale Gerechtigkeit: Jetzt nur noch mit uns ! Ein vorgezogener Aprilscherz?! Der für meinen Wohnsitz zuständige Kreisvorstand hat mir Mitgliedsbeitragsbefreiung versagt und monatelang meine Schreiben ignoriert. In meinem Bekannten – und Freundeskreis werde ich diese über aus großzügige Geste des Kreisvorstandes, unter Leitung von Spaniol, bekanntmachen.
Die Partei der (un) sozialen ( Un) Gerechtigkeit kann ich nicht wählen.

Mit freundlichen Grüßen

In einem weiteren Schreiben werden werden uns weitere Vorhaltungen mitgeteilt welche wir hier auch wiedergeben möchten:

Der Kreisvorstand als auch der Landesvorstand hat leider „jeden Anspruch auf innere und äußere Glaubwürdigkeit“ verloren.
Man findet nur noch

– Herzlosigkeit gegenüber Hartz4-Empfängern
– intrigant-autoritären Machterhalt
– antiquierte Phrasendrescherei
– innerparteilich verfassungswidrige Methoden
– rabiates Pöstchengerangel
– Nichtbeachtung von Berufungsbeschwerden bei der BSK
– Verschleppung von Schiedsverfahren in Berlin, die sich gegen den Kreisvorstand richten

Für uns kann es darauf nur eine Antwort geben:

Jetzt grad selääds am 25. März

Nicht die Linke wählen !

Ist Oskar wirklich der soziale Gutmensch als den er sich gerne selber darstellt? Zweifel müssen aufkommen beim hören solcher dummen Interviews im Radio. Da ist es schon Abenteuerlich wie eine solch menschenfeindliche Einstellung noch mit linker Politik zu vereinbaren ist. Sind es doch die typischen Aussagen eines Menschen, der durch die Politik in einige Milliönchen gestolpert ist. Spricht: Aus dem Elend der Menschen fließen die Millionen in meine Tasche.

>> Hier << geht es zum Interview

Der wahre ? Hintergrund des Oskar Lafontaine wird auf der Website „Projektwerkstatt“ ausführlichst erläutert.

Zum Schluss dann auch noch ein Link auf die Versammlung der Pfauen das Lafontaine-Clan.

So, und jetzt geht mal alle schön wählen.

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Die Fotomontage ganz oben stammt aus der Projektwerkstatt


Virtuelle Projektwerkstatt von SeitenHieb Verlag steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Nicht-kommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported Lizenz. Beruht auf einem Inhalt unter www.projektwerkstatt.de.

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Das Geld des KV Saarlouis

Erstellt von DL-Redaktion am 28. Dezember 2011

Politiker und Geld ist immer ein Thema

File:500 Euro Banknoten.jpg

Es ist eine Klage welche man in regelmäßigen Abständen Hören und Lesen kann. „Die Politiker können nicht mit Steuergeldern  umgehen“. Brauchen sie auch nicht da es nicht ihr Eigenes ist und sie  nicht entsprechend Haftbar gemacht werden können. Leider!

Ein Finanzskandal auf den unteren Ebenen politischer Möchtegerne scheint dagegen im Kreis- Verband der LINKEN Saarlouis kurz vor der Aufdeckung zu stehen. Die dort seit Monaten  kursierenden Gerüchte scheinen die dort im Kreis-Verband Handelnden doch weit mehr zu belasten, als es der erste Augenschein her gab.

Aus einen uns vorliegenden Kassenbericht aus dem Jahre 2009 geht einwandfrei hervor das in die Orts-Verbände eine ausgewiesene Summe in Höhe von 9.977, 18 Euro gezahlt worden sein soll. Laut uns vorliegenden mehreren schriftlichen Erklärungen von zuständigen Vorständen aus unterschiedlichen Orts-Verbänden aber nur monatliche Zahlungen in Höhe von 25 Euro als Eingänge zu registrieren waren.

Nach den Aussagen der Orts-Verbände kamen also je nach Anzahl existierender Orts-Verbände, die Zahl ist strittig – eine andere Kuriosität,  eine Gesamtsumme von 3000 oder bei 12 OV, 3600 Euro auf der untersten Parteiebene an. Der dann fehlende Betrag zu der ausgewiesenen Summe von 9.977, 18 Euro kann also einerseits entweder nicht ausgezahlt worden sein, oder wurde nicht entsprechend als Eingang verbucht.

Da nach Erkenntnissen von Ortsansässigen, den jeweiligen Vorständen bei anstehenden Neu- oder Wider- Wahlen Entlastung erteilt worden ist, ergibt dieses alles den Anschein eines sehr tief gehenden klügellüngellüngel. Es sollte bei solchen Betrachtungen auch immer wieder daran erinnert werden das es im Saarland entgegen den gesetzlichen Vorschriften keine gewählte Kassen Revision gibt, welche aber laut dem Parteiengesetz auf allen Ebenen, auf denen eine Kasse geführt wird zwingend vorgeschrieben ist. Ein für eine Bundesweit agierende Partei ungeheurer Skandal.

Ebenfalls festzuhalten wäre hier die Tatsache das die Kasse des Landesverbandes Saar noch vor nicht allzu langer Zeit von einer Bundesrevision scheinbar nach derer Zufriedenheit überprüft wurde und vom großen Oberguru Oskar der Spruch stammt: „Das haben wir in der SPD auch immer so gemacht“. Dieser Spruch galt zwar einem anderen Vorgang, weist aber entweder auf ein gewisses Desinteresse auf die den Parteien vorgeschriebenen Rechts Vorgänge hin, oder er stellt durch solche Aussage den allgemeinen Parteien ein denkbar schlechtes Rechtszeugnis aus.

Das der lose Umgang mit dem Geld ihrer Mitglieder innerhalb der Partei DIE LINKE aber keine Ausnahme ist, beweist der Bericht der Bundesfinanzrevision vom 18. 07. 2009 welcher sich mit dem Landesverband NRW befasst. Auch dort gab es viele Ungereimtheiten welche aber von der Staatsanwaltschaft abschlägig beurteilt wurden. Hier wurde das Sprichwort mit den Krähen scheinbar wieder einmal Wirklichkeit. Der Bericht wurde leider sehr schlecht einkopiert, was aber im Nachhinein nicht mehr zu ändern war.

Den Finanzbericht Saarlouis findet ihr hier als Powerpoint-Präsentation; der Ordnung halber haben wir die einzelnen Seiten unten rechts durchnumeriert. Es ist dem Verfasser scheinbar entgangen, dass eine „Bilanz“ in den Seiten seiner Darstellung durchnumeriert sein sollte, weil sonst kein Bezug darauf genommen werden kann. Aber das scheint beabsichtigt zu sein, wie auch eine POWERPOINT-Präsentation eine eigentlich ungeeignete Darstellung einer „BILANZ“ ist; denn diese Art der Darstellung trägt zur allgemeinen Unübersichtlichkeit bei.
Ein einziges Blatt hätte gereicht – und dieses im Format „Soll & Haben“.

Anmerkung
Für das Betrachten der Präsentation benötigt man das M$-Powerpoint oder von OpenOffice das IMPRESS, welches hier kostenlos heruntergeladen werden kann.
OpenOffice bietet auf dieser Seite sogenannte Büro-Software an wie Writer-, Math-, Calc-, Draw-, Impress- und Base-, welches mit M$-Office keinen Vergleich zu scheuen braucht. Es ist schon aus dem Grunde besser, weil es nichts kostet. Und M$-Office kann problemlos bearbeitet werden und PDFs können auch erzeugt werden.

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Grafikquelle    :

Source Own work
Author Frank Schwichtenberg

Licensing

SemiPD-icon.svg The image above depicts a euro banknote. This design is copyrighted by the European Central Bank (ECB), and its use is permitted by ECB, subject to the conditions set forth in decisions ECB/2003/4 and ECB/2003/5 of 20 March 2003 and „as long as reproductions in advertising or illustrations cannot be mistaken for genuine banknotes“.

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Oh wie ist das Leben schön

Erstellt von DL-Redaktion am 27. Dezember 2011

…wenn wir diese Beiden sehn.

 

 

 

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Ach wie ist das Leben schön, wenn wir unseren Oskar sehen. So oder ähnlich wird manch einer gedacht haben als er sich am „Heiligen Morgen“ auf dem Weg nach Saarlouis machte. Oder wollten die Menschen in Wirklichkeit nur Sahra bestaunen.

Wie in der Saarbrücker-Zeitung zu lesen war hatten an diesen Tag auch die TaxifahrerInnen Hochkonjunktur. Wusste man dort doch sogar über einen Fahrgast zu berichten welcher geschickt wurde einen Tannenbaum zu kaufen, um dann aber vermutlich dem Glühweinangebot des LINKEN Glamour  Pärchen in der Altstadt zu erliegen. Wenn der spätere Kauf des Baumes, wie beschrieben wirklich so ein „Prachtexemplar“ war, wird diese Person die Glühweinpartei auch nicht mehr wählen, da damit keine positive Gedanken zu verbinden sind.

Überhaupt weiß doch nun auch die Zeitung der Bilder endlich einmal wieder etwas Gutes über die LINKE zu berichten. Etwas wirklich Realistisches, etwas was das menschliche angeht.

Und erst die Illustrierte GALA, die Zeitschrift für Stars und Sternchen nutzte natürlich die Gelegenheit einmal vom Fußballer Lothar abzuschweifen und den Blick auf die Stars des politisch Linken Geistes zu lenken. Sahra und Oskar die spendierenden Millionäre, als Idole aller Deutschen Kommunisten und Sozialisten, die Befreier aller Hartzer und Mittellosen. Was dem Fußball seinen Lothar, dem Radsport seinen Ullrich ist der Politik die Sahra und der Oskar. An einer solch exellenten Parteiwerbung sind mit Sicherheit auch hier wieder alle anderen und im Besonderen die neoliberalen Zeitungen schuld.

Auffällig auch das von der LINKEN Prominenz aus Saarlouis, laut Aussage von Saarländern, niemand auf den Fotos zu entdecken ist.  Hatten diese an dem Tag Platzverbot? Oder wollten Sahra und Oskar an diesen Tag jegliche politische Konkurrenz von vorneherein ausschließen?

Die Ernennung eines Politkers zum Urgestein in der Gala könnte auch als eine Beleidigung angesehen werden, da dieses Ur als Hinweis auf das Alter gewertet werden muss.  Altes Gestein ist zumeist auch schon ziemlich ausgetrocknet. Wird vielleicht aus diesem Grunde dem Bauch der Sahra, anders als in diesen Blättern normal üblich, keinerlei Bedeutung beigemessen?

Ihr Dauerthema hat unterdessen auch die Hauspostille der politischen Aussenseiter die „Junge Welt“ gefunden. Die politischen Platzhalter des ehemaligen „Sudel-Ede“ haben sich auf die Spuren des Dietmar Bartsch gemacht, welcher mit seinen Aussagen düpiert wird. Auffällig das hier im besonderen die Aussage „Wir wollen eine Gesellschaft, die demokratisch organisiert, die friedlich und sozial gerecht ist. Wobei mit Gerechtigkeit auch die zwischen Generationen, zwischen den Geschlechtern, zwischen Nord und Süd gemeint ist„. zynisch erwähnt wird. Für die Auftritte ihrer Gesinnungsgenossen Sahra und Oskar ist Kritik natürlich unerwünscht.

Wir von DL vermuten aber das die Welt der Besitzenden endlich zum Sturm auf die Geknechteten geblasen hat. War doch auch die Himmelserscheinung am gleichen Abend ein Hinweis darauf das mache Vorgänge heute immer weniger Rational zu erklären sind. Tagsüber ein Traumpaar was dann am Abend mit Feuer vom Himmel heimgesucht wird. Da kann doch nur der Kardinal Meisner aus Köln, oder,  was ja noch viel schlimmer wäre, dieser Dietmar Bartsch als innerparteiliche Intrige seine Finger im Spiel haben.

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Bildmaterial: Rodena de, gem. AWDL – ohne inhaltliche Übernahme der Artikelinhalte – frei zur Nutzung bei Quellnennung)“

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Ungesundes Misstrauen

Erstellt von DL-Redaktion am 21. Dezember 2011

Eine Auseinandersetzung zwischen Lafontaine und  Bartsch?

Frauen und Kinder zuerst..jpg

Über die neue Parteispitze der Partei die LINKE spekuliert die Mitteldeutsche-Zeitung heute. Der Journalist sieht hier die Zuspitzung einer Auseinandersetzung zwischen Oskar Lafontaine und Dietmar Bartsch.

Die ersten Widersprüche wurden direkt nach Ankündigung der Kandidatur von Dietmar Bartsch laut. In einem Schreiben aus der Strömung der Anti-Kapitalisten verteilte Nele Hirsch ihren Einspruch per Mail während Thies Gleis aus der gleichen Strömung über die Website seinen Einspruch verbreitete. Beide ohne politische Substanz und allzu offensichtlich zur Unterstützung ihres Favoriten Oskar gedacht.

Beide Schreiben aber sind von einer, für die Partei die LINKE im Westen typischen Machart. Wie bei Parteiausschlüssen belegt, wird erst gar nicht versucht politische Argumente vorzutragen. Dazu scheint kaum einer in der Lage zu sein, was sich ja auch in der desolaten Rolle als Regierungsopposition widerspiegelt.

So geht der Griff auch gleich tief in die sprichwörtliche Kloschüssel um alles was dort vielleicht irgendwann Spuren hinterlassen hat, in Form von Rufmord, Denunziation, Verleumdung und falschen Mutmaßungen aufzunehmen und durch die Gegend zu werfen. Seltsam auch, das gerade in der LINKEN immer gleich die entsprechenden Bücklinge für solche Schmierereien zur Stelle sind. Aber da hat ein jeder Landesverband wohl seine speziell dafür trainierten Spezialisten.

Als einzige Überraschung wäre hier anzumerken, dass nicht gleich ein Parteiausschlussverfahren gegen Dietmar Bartsch eingeleitet wurde. Dafür ist dieser in der Parteihierarchie dann doch wohl zu hoch angesiedelt und würde selbst Oskar dann die letzten Zähne kosten.

So lesen wir in der MZ und wir zitieren wie folgt:

Überdies misstraut er ihm politisch. Während Lafontaine noch immer und mit Vorliebe SPD und Grüne attackiert, ist Bartsch ein Kumpel des SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel und duzt sich sogar mit FDP-Leuten. Eine rot-rot-grüne Koalition – das ist es, wovon er träumt. Der Alt-Kommunist Bartsch jedenfalls steht rechts vom Alt-Sozialdemokraten Lafontaine.

So kompliziert ist die Welt bei der Linken. Der persönliche Konflikt wird aufgeladen durch den Streit um den Mitgliederentscheid über den künftigen Parteivorsitz, der vom Landesverband Mecklenburg-Vorpommern beantragt worden ist. Er lässt sich auch beim besten Willen nicht mehr wegmoderieren.

Bartsch will den Mitgliederentscheid. Er weiß: Etwa 46 000 Parteimitglieder leben im Osten der Republik, 24 000 im Westen. Er könnte bei diesem Verfahren auf einen Triumph hoffen. Das gilt umso mehr, als die Beteiligung beim jüngsten Mitgliederentscheid über das Grundsatzprogramm in den neuen Ländern deutlich größer war. Lafontaine fürchtet, dass er die Ost-Genossen an den Wahlurnen nicht aufhalten könnte. Darum erheben seine Anhänger gegen den Mitgliederentscheid formale Einwände. Fruchtet das nicht, so heißt es, könne „Lafo“ noch einmal selbst in die Bütt gehen.

Quelle: MZ >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle    :    Wahlplakat der Partei „Die Linke“ in Kiel-Wellsee

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Wer sprach im Hilton Recht

Erstellt von DL-Redaktion am 6. Dezember 2011

4500 Demonstranten ziehen durch Bonn

File:Wien - Demo Flüchtlinge willkommen - KPÖ.jpg

Gleichzeitig mit der Tagung der Bundesschiedskommission am 03. 12. 2011 fand auch noch eine Demo des Netzwerk Friedenskooperation zur Afghanistan Konferenz in Bonn statt. Aus dem verlinkten Zeitungsartikel geht auch hervor das dort das MdB Christian Ströbele (Grüne) als Hauptredner gemeldet war. In einem Nebensatz wurde auch Gregor Gysi erwähnt welcher dort an des Mikrofon trat.

Ein bisschen Verwunderung bereitete die Ankündigung auf einem Hinweisschild im Bonner Hilton Hotel, mit welcher auf eine ebenfalls dort stattfindende Tagung der Bundesgeschäftsstelle hingewiesen wurde. Im Ladungsraum der BSchk. Ist dieses ein Hinweis darauf das dorthin eine Tagung der Bundesgeschäftsstelle verlegt wurde um so den Mitgliedern der Tagung eine Teilnahme an der Demo zu ermöglichen, auf Kosten der Partei ?

Oder und das wäre die wahrscheinlichere Variante, tagte dort eine unabhängige, neutrale Bundesschiedskommission im Auftrag der Bundesgeschäftsstelle? Ein ungeheurer Verdacht welcher aber bei all den erlebten Vorkommnissen mit dieser Partei nicht von der Hand zu weisen wäre. Edeldemokraten bei einer neuen Pfusch-Arbeit erwischt? War die Tagung der Bundesschiedskommission vielleicht ein reiner Willkürakt der Bundesgeschäftsstelle?

Ein Auftrag von Oben unter dem Motto: „Jawohl zukünftiger Chef wir machen das schon“?

Hier der Presseartikel von der Demo:

4500 Demonstranten ziehen durch Bonn

Die Demonstration anlässlich der Afghanistan-Konferenz, die am Samstag durch Bonn gezogen ist, war genau so, wie Organisator Mani Stenner vom Netzwerk Friedenskooperative sie sich gewünscht hatte: „Bunt, jung, friedlich und mit verschiedenen politischen Gruppierungen, von Pazifisten bis zu Radikaleren“, sagte Stenner, nachdem der Protestzug gegen 14.40 Uhr wieder an seinem Ausgangpunkt, dem Kaiserplatz, angekommen war.

Lediglich bengalische Feuer und Farbbeutel – unter anderem mit Farbe gefüllte Eier – hatten für Aufregung gesorgt: Die beiden Feuer wurden gegen 13.40 Uhr in der Altstadt abgebrannt.

Dort flogen auch die roten Farbbeutel in Richtung der sächsischen Polizisten, die ihre Kollegen aus NRW unterstützten. Bei der Abschlusskundgebung auf dem Kaiserplatz ereilte Redner Christian Ströbele (Grüne) gegen 15.50 Uhr das gleiche Schicksal. Er wurde beworfen und im Gesicht getroffen. Wer geworfen hat, ist nicht klar, die Polizei ermittelt gegen unbekannt. Ströbele ließ sich nicht beeindrucken: Nach einer kurzen Bemerkung setzte er seine Rede fort. Ans Mikrofon trat auch Gregor Gysi, Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion im Bundestag.

Quelle: Bonner General Anzeiger >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle : Demonstration „Flüchtlinge willkommen! Nein zur Festung Europa!“

Author Haeferl / own work
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Halloooo, halloooo Oskar,

Erstellt von DL-Redaktion am 26. November 2011

…kannst du uns hören ?

Wir konnten in der Presse lesen das du in Saarbrücken zur Eröffnung der diesjährigen Karnevalssession 2012 geladen hattest. Warum so spät ? Gehen die Uhren im Saarland etwas langsamer? Das Rheinland beginnt immer schon am 11. 11. um 11:11 Uhr mit der neuen Session. Ist es möglich das bei euch ansonsten das Bier nicht bis zum Aschermittwoch reicht?

Na, wie dem auch sei, hast es der Jamaika-Koalition aber wieder einmal richtig gegeben. Bei dieser schlechten Regierungsbilanz kann die Opposition ja auch nur Trübsal blasen. Was hat sich die zusammengekaufte Jamaika Truppe wohl dabei gedacht einfach das Rauchen zu verbieten. Es weiß doch schließlich jeder das die Schlote qualmen müssen, auf dass das Sozialprodukt steigen kann.

So heißt es in der Saarbrücker-Zeitung und wir zitieren:

„Die bauen einen vermurksten vierten Pavillon, eine Fischzuchtanlage in Völklingen, einen Freizeitpark am Bostalsee, den Gondwanapark… Aber das Saarland ist keine Spaßlandschaft, sondern ein Industrieland.“

Richtig so. Und da sind auch außerhalb der Karnevalszeit in einem Industrieland weitere Vergnügungen nicht erwünscht und bei den Lohnkürzungen der letzten Jahre auch nicht finanzierbar.

So möchte man die Karnevalszeit nun auch richtig ausnutzen und als Einstand wurde den 300 Gästen erst einmal, wie in der LINKEN üblich Freibier serviert. Freibier für alle. Ja, Liebe Leser so ist das bei uns; „Freie Drogen, freier Rausch – der Oskar ruft zur Party aus!“

Der Großteil der LINKEN wird nun mit Sicherheit neugierig auf den ersten Auftritt des neuen Tanzballett vom Landesverband-Saar warten. Wird doch von jedermann eine Solo Tanzeinlage der Neuen im Kostüm der Madame de Pompadour erwartet.

Bei soviel Freibier dürften die dann so hoffen wir, leicht berauschten Gäste kaum noch mitbekommen haben dass die Erwartungshaltung bei kommenden Wahlen mit dergleichen   Entertainment bei 80 % liegt.

So bleiben wir dann bis zum nächsten mal in Westfalen zurück und rufen Tschüüüüüsss.

Quelle: Saarbrücker-Zeitung >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle    :       DL –  Screenshot / CC BY-SA 3.0

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Deutsche Burschenschaft

Erstellt von DL-Redaktion am 5. November 2011

„Stramm Rechts“

Datei:Suhl-Heinrichs-Kirmes-Burschenschaft-2005-09-16.jpg

Ein sehr kritischer Bericht über die Deutschen Burschenschaften und deren Handhabung im Umgang mit ihren Mitgliedern wird immer die Frage aufwerfen was dieses mit linken Gedankentun gemeinsam hat? Dergleichen ist natürlich innerhalb einer linken Gesinnung vollkommen untragbar, sollte man meinen. Wer sich hier aber eines besseren Belehren lassen möchte, sollte den  folgenden Brief eines türkischen Mitbürgers aus dem Jahre 2009 aus dem KV WAF einmal aufmerksam lesen.

Ergänzend zu diesem Brief wäre noch festzuhalten das genannte Personen heute noch aktiv in der Parteiarbeit stehen und einer sogar einen Sitz im Kreistag innehat. Dieses alles wurde seinerzeit durch den Landesgeschäftsführer von NRW, Günter Blocks abgedeckt da allesamt Mitglieder in der Strömung der Sozialistischen Linken waren?

Auf dem Bundesparteitag in Erfurt sprach Oskar Lafontaine in seiner Rede folgenden Satz und ich zitiere aus dem Gedächtnis: „Auch wenn dem Vorstand einmal Fehler unterlaufen sind diese von der Basis zu unterstützen„? Ab in die Akte damit unter „Hirnloses Gelaber“?  Oder ist für eine Amtsübernahme die Vorbeugung besser als eine spätere Heilung? Wird mit solchen Äußerungen nicht der alte Korpsgeist wieder aufgerufen. Blinde Nachläufer sind überall gleich, egal ob Rechts oder Links. Egal ob in der SED oder den Nazis.

Stramm rechts: Die Deutsche Burschenschaft

Der diesjährige Burschentag in Eisenach begann mit einem Eklat: Die Alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn hatte den Antrag eingereicht, die Studentenverbindung Hansea Mannheim aus dem Dachverband auszuschließen. Diese hatte einen in Mannheim geborenen deutschen Studenten aufgenommen, der sowohl die nötigen Fechtmensuren geleistet als auch bei der Bundeswehr gedient hatte – und sich überdies offen zum deutschen Vaterland bekennt. Der Makel des Neumitglieds besteht jedoch darin, chinesische Eltern und somit das „falsche Blut“ zu haben.

Die Aufnahme eines „Chinesischstämmigen“ verstoße, so die Alten Breslauer, gegen die Verfassung der Deutschen Burschenschaft (DB).[1] Diese versteht das Volk als „eine Gemeinschaft, die durch gleiches geschichtliches Schicksal, gleiche Kultur, verwandtes Brauchtum und gleiche Sprache verbunden ist“ (Art. 9). „Schicksal“ und „Abstammung“ stellten jedoch, so die weitere Argumentation, unveränderliche Konstanten dar, die in einem wechselseitigen Kausalverhältnis zueinander stünden: „Zur geschichtlichen Schicksalsgemeinschaft des deutschen Volkes kann nur derjenige gehören, dem diese Eigenschaft durch seine Abstammung zuteil wurde.“ Es sei daher „besonders in Zeiten fortschreitender Überfremdung […] nicht hinnehmbar, dass Menschen, welche nicht von deutschem Stamme sind, in die Deutsche Burschenschaft aufgenommen werden.“ Der Antrag argumentiert zudem unverhohlen rassistisch: „Beispielsweise weist eine nichteuropäische Gesichts- und Körpermorphologie auf die Zugehörigkeit zu einer außereuropäischen populationsgenetischen Gruppierung und damit auf eine nicht deutsche Abstammung hin.“

Unterstützung für ihr Vorhaben, das Abstammungskriterium im Verband durchzusetzen, erhielten die Antragsteller durch ein Gutachten des Rechtsausschusses, der höchsten innerverbandlichen juristischen Instanz der Deutschen Burschenschaft.[2] Weil der Antrag in der Öffentlichkeit für erhebliche Aufmerksamkeit gesorgt hatte, zogen die Raczeks ihn vor Beschlussfassung zurück. Ein eilends erstelltes neues Rechtsgutachten sollte verdeutlichen, dass der Vorwurf eines „Ariernachweises“[3] haltlos sei. Doch auch dieses Gutachten bestätigt die rassistische Abstammungslehre: Die Herkunft sei, so heißt es dort, zwar nicht alleiniges, aber „wesentliches“ Merkmal „zur Beurteilung der Volkszugehörigkeit.“ Korporationen müssten daher prüfen, ob der Bewerber „von Eltern abstammt, die beide nicht dem deutschen Volk angehören oder beide nicht die vorbezeichneten Staatsangehörigkeiten besitzen“.[4]

Der Vorfall macht deutlich, dass die Frage der Volksgemeinschaft auch heute noch den Kern des Selbstverständnisses zahlreicher Korporationen berührt – trotz gravierender ideologischer Differenzen zwischen den einzelnen Verbindungen und ihren gut 25 Dachverbänden. Denn diese unterscheiden sich nicht nur bezüglich ihrer internen Organisationsprinzipien (farbentragend bzw. schlagend), sondern auch hinsichtlich ihrer weltanschaulichen und politischen Orientierungen.

Quelle: Blätter >>>>> weiterlesen

IE

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Grafikquelle   :

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Quelle self made with Minolta DiMAGE F100
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Rufmord an der Saar

Erstellt von DL-Redaktion am 29. Oktober 2011

Eine Niederlage auf der ganzen Linie

Die schweren Beleidigungen durch den Vorsitzenden des Ortsverband Saarlouis-Roden, Herrn Josef Rodack gegen über Herrn Helmut Ludwig haben nun zu einer Entscheidung des Amtsgericht Saarlouis geführt. In seinem Beschluss vom 21.10.2011 mit Aktenzeichen 27C 1557/11 (13) ergeht folgender Beschluss welcher uns vorliegt.

So verzichtete das AG scheinbar Aufgrund einer eindeutigen Beweislage auf eine mündliche Verhandlung und verfügte gegen den Antragsgegner Herrn Josef Rodack folgende Auflagen:

I. )   Der Antragsgegner hat es zu unterlassen, gegenüber Dritten zu erklären, dass der Antragssteller sich selbst als prozessunfähig und psychisch krank erklärt habe und erklärt habe, er wisse nicht was er unterschreibe.

Zusätzlich wird dem Antragsgegner für jeden Fall der Zuwiderhandlung die Verhängung eines Ordnungsgeldes von bis zu EUR 250.000,00 und für den Fall, dass dieses nicht beigetrieben werden kann, für je EUR 50,00 einen Tag Ordnungshaft oder sogleich Ordnungshaft bis zu 6 Monaten, im Wiederholungsfall bis zu insgesamt zwei Jahren, angedroht.

II. )  Die Kosten des Verfahrens trägt der Antragsgegner

III.) Der Streitwert wird auf EUR 1.500,00 festgesetzt.

Der Beschluss wird wie folgt begründet:

Wegen des Sachverhalts, der glaubhaft gemacht ist, wird auf die Antragsschrift, die Bestandteil dieses Beschlusses ist und die mit dem Beschluss zuzustellen ist, verwiesen.

Danach sind Verfügungsanspruch und -grund gegeben. Die Äußerung stellt eine unwahre Tatsache dar und verletzt gem. §§ 823, 1004 BGB, Art. 1.2 GG den Antragsteller in seiner Persönlichkeit und Ehre. Der Antragsgegner bezeichneten den Antragsteller unter Verwendung eines falschen Zitates als geisteskrank und nicht geschäftsfähig. Es ist eine Gesamtbetrachtung der Äußerung bei der Beurteilung der Ehrverletzung geboten.

Soweit die entscheidenden Passagen aus dem amtlichen Beschluss.

Als Ergebnis wäre hier festzustellen, dass es scheinbar innerhalb der LINKEN normal ist, Genossen welche nicht bereit sind, sich den üblichen innerparteilichen Manipulationen anzuschließen eine gewisse Geisteskrankheit und somit Geschäftsunfähigkeit zu unterstellen. Man folgt hier scheinbar  Methoden welche in Obrigkeitshörigen Diktaturen „gang und gäbe“ waren und auch heute noch sind.

Wenn es ums Geld geht finden sich auch immer wieder willige Anwälte  welche diese Menschen verachtenden Machenschaften juristisch unterstützen.

Das diese Rufmorde systematisch und  nicht nur auf das Saarland zu begrenzen sind, und sich hier sowohl die Landesschiedskommissionen als auch die Bundesschiedskommission nur allzu gerne als gefällige Büttel ihrer jeweiligen Vorstände erweisen, lässt sich vielfach zweifelsfrei belegen. Die Partei weist auf diese Art und Weise eindrücklich ihre Unfähigkeit zur politischen Argumentation nach.

IE

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Grafikquelle    :   Gebäude des Amtsgerichts Saarlouis aus dem Jahre 1907

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Schulterblick nach Erfurt

Erstellt von DL-Redaktion am 25. Oktober 2011

Jeder verkauft sich nun einmal so gut,  oder schlecht er kann

DIE LINKE Bundesparteitag 10-11 Mai 2014 -119.jpg

Es gabt sie schon, die Serie von Vorkommnissen auf den Parteitag der LINKEN in Erfurt welche die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich zogen. Es gab auch das große Interesse der Medien, welche diesen Parteitag sehr Wachsam begleiteten. Es kann also nicht an den „Neoliberalen“ Medien liegen wenn diese jetzt nicht im Sinne der Partei über dieses Event berichten. Jeder verkauft sich nun einmal so, wie er kann.

So war der Blätterwald gestern voll gespickt mit einer breiten Auswahl von Schlagzeilen. In der Welt hieß es: „Alles hört jetzt auf Oskars Kommando“, während die FAZ von einer Partei „Die Linkshaber Partei“ schrieben. So titelte die Lausitzer Rundschau „Vorwärts, es geht zurück“ und die TAZ schließlich „Die Linke liebt nur tote Sozis“. Die Erwähnung hier kann nur ein kleiner Überblick sein, mag aber als Hinweis auf eine Tendenz reichen.

Alleine die Forderung nach dem Recht auf einen freien Rausch zeigt an wie wenig A.. die Linke in ihrer Hose hat. Da wird eine Legalisierung großspurig beschlossen, um schon kurze Zeit später, nach Reaktion der Medien, klammheimlich zurückgezogen zu werden. Lassen wir die Wertung eines solchen Beschlusses einmal außen vor, ist es aber ein Hinweis auf die Haltbarkeit aller anderen Beschlüsse. Zuverlässigkeit und Selbstbewusstsein verfügt über andere Ausdrucksformen!

Anderseits, für eine Partei welche einen sehr hohen Altersschnitt aufweist ist der Ruf nach Drogenfreiheit irgendwie fehl am Platz. Wäre doch älteren Herrschaften der Ruf nach einem freien Gedeck (ein Bier, ein Schnaps) bestimmt sympathischer. Überhaupt bekamen die Zuseher auf Phönix mehr den Eindruck das von diesen Gedecken über die Tage ausreichend Gebrauch gemacht wurde.

Beängstigend hier der Blick in die leuchtenden, euphorisierten  Augen der Zuhörer bei den Reden  von Gysi und Lafontaine. Das ganze machte schon eher den Eindruck hier Beobachter einer Liebeshochzeit, denn der einer pluralistisch, demokratisch, kritischen Partei zu sein. Das sind dann die Momente in der die Gedanken sehr schnell zurückgehen in die Kindheit und Erinnerungen an religiöse Veranstaltungen wach gerufen werden.

Heute erlebt man dergleichen noch bei einem Papst Besuch oder in alten Dokumentarfilmen über König Adolf. Dieses erzeugt Angst ist es doch ein Hinweis wie leicht sich trotz all gemachter negativer Erfahrungen scheinbar gebildete Menschen vom dummen sabbern einlullen lassen und ihre eigene Meinung im Fahrzeug auf dem Parkplatz hinterlegen.

Auch eine  96.9 % Programm Zustimmung lässt eher den Eindruck an alte SED oder KPD Zeiten, denn an eine freie Gesellschaft aufkommen. Zweifellos mag ein auseinander brechen der Partei hier Vater der Gedanken gewesen sein. Nur, so einen starken Kitt gibt es nicht um auf diese Art und Weise eine dauerhafte Gemeinschaft bilden zu können. Alleine schon die Forderung von Oskar Lafontaine nach Geschlossenheit lässt an ein altes Lied der SA erinnern, in dem die Reihen fest geschlossen waren. In einer freien Partei eine Unverschämtheit, was auch einmal so gesagt werden muss.

Die Suche nach neuen Vorbildern wie Willy Brandt oder Herbert Wehner, welche man der Ahnengalerie mit Karl Marx und Rosa Luxemburg beifügen möchte, zeigt eine große Ähnlichkeit mit den Kölner Katholen auf, welche sich, zwecks Füllung ihrer maroden Kasse einst auf die Suche nach neuen Reliquien von Heiligen machten. Die einzige Frage welche von Oskar noch nicht beantwortet wurde, ist die ob denn Tote Sozis auch über eine Seele verfügen.

So gab denn auch Gilbert Kallenborn als Besucher dieses Parteitages seine Eindrücke in einem sehr guten Kommentar wieder. Hier möchten wir die Gelegenheit nutzen, seinen dort verteilten Flyer auch unseren Lesern bekannt zu machen. Den Flyer findet ihr >>HIER<<.

Vorwärts, es geht zurück

Die Linkspartei müsste eigentlich Hochkonjunktur haben. Der Kapitalismus ist in der Krise, die Finanzmärkte spielen verrückt, und zahlen muss wie immer der „kleine Mann“. Davor warnt die Linke schon seit Jahren.

Trotz alledem steckt sie selbst in der Krise. Woran das liegt? An den innerparteilichen Streitereien natürlich. Und sicher auch daran, dass die vor vier Jahren neu gegründete Partei mangels programmatischer Grundsätze nur eine vage Richtung kannte. Auf ihrem Parteitag in Erfurt nun gelang das fast schon Unmögliche: Die Linke hat endlich ein Grundsatzprogramm. Und ja, möglich wurde das nur, weil sich die verfeindeten Parteiflügel zum Kompromiss durchgerungen haben.

Allerdings ist der Realitätssinn dabei auf der Strecke geblieben. Die linke Programmwelt kennt kaum Zwischentöne, nur Schwarz und Weiß, nur Gut und Böse. Gezeichnet wird das Bild einer durch und durch finsteren Gesellschaft, in der die Armut grassiert und der Markt sein Unwesen treibt. In dieser furchtbaren Welt scheinen auch Reformen zwecklos zu sein. So gehört der Kapitalismus letztlich abgeschafft. Als Rettung winkt ein Sozialismus, zweiter Versuch, mit streng regulierter Wirtschaft, verstaatlichten Banken, ganz viel Demokratie und noch mehr sozialer Gerechtigkeit.

Quelle: Lausitzer Rundschau >>>>> weiterlesen

IE

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Grafikquelle :  Bundesparteitag DIE LINKE Mai 2014 in Berlin, Velodrom:

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Das Methusalem-Problem

Erstellt von DL-Redaktion am 7. Oktober 2011

Die Linke und das Methusalem-Problem

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/99/Bundesarchiv_B_145_Bild-F048646-0033%2C_Dortmund%2C_SPD-Parteitag%2C_Helmut_Schmidt.jpg

Helmut käme sogar zurück und fühlt sivh in der Linken sehr wohl

Von einen aufmerksamen Leser auf die folgende Glosse hingewiesen, übernehmen wir gerne diesen Artikel, welcher für uns unter einer Creative Commons Lizenz 2.0 Non-Commercial frei Verfügbar ist. Unser Dank geht an die SOS sowie der Schreiberin Yvonne Chantré.

Schock für die Linke. Nach neuesten Umfragen wurde die Partei bei der Beliebtheitregatta von der Jolle der Piraten abgehängt. Die roten Leichtmatrosen steuern derzeit ziel- und planlos durch die politische See. Die neuen Decksoffiziere sind nicht in der Lage, mit Karte und Kompass umzugehen, und das hoffnungsfroh begonnene Projekt eines gemeinsamen Linkskurses droht an den Klippen des Alltags zu zerschellen. Was fehlt, ist ein roter Leuchtturm im Bundestag. Gemeint ist Oskar Lafontaine. Vom Oberlimberg im Saarland soll er erneut ins Tal der Wellen herniedersteigen und das Schiff der Linken wieder auf Erfolgskurs bringen.

In der Linkspartei hält die Debatte über eine mögliche Rückkehr von Oskar Lafontaine in den Bundestag an. Der Parteischatzmeister Raju Scharma sprach sich gar für eine Mitgliederbefragung zur Rückkehr des größten Saarländers aller Zeiten in den Bundestag aus. Scharma und seine MitstreiterInnen, darunter auch die bayerische Bundestagsabgeordnete Eva Bulling-Schröter und der NRW-Landtagsabgeordnete Ralf Michalowsky, sollen sich nach Angaben einer gewöhnlich undichten Stelle von der Mitgliederbefragung ein sogenanntes SED-Ergebnis erhoffen und gehen derzeit davon aus, dass Lafontaine sich der Diktatur des Proletariats beugen wird.

Nach einer neuen Studie des pseudowissenschaftlischen Instituts für europäische Parteien (PIEP) in Frankfurt/Main wird die Linke noch in 50 Jahren auf Oskar Lafontaine angewiesen sein. Professor Elmar Fiesling sprach in diesem Zusammenhang von einem chronischen Methusalem-Problem der Linken. Lafontaine selbst hält sich zu den erneuten Avancen seiner lieben Genossinnen und Genossen noch bedeckt. Die Chance zum roten Jopie (Johan Marius Nicolaas Heesters) zu werden, wird er wohl kaum ergreifen. Wer aber bringt den Linken endlich das Laufen bei?

Quelle: Saarländische Online-Zeitung

IE

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4. Landesparteitag Hessen

Erstellt von DL-Redaktion am 3. Oktober 2011

Als Vorbeter sprach Klaus Ernst

Der 4. Landesparteitag der Linken des Landesverband Hessen fand von Samstag den 01. 10. 2011 bis Sonntag den 02. 10. 2011 in Wetzlar statt. Dabei läßt aufhorchen wenn berichtet wird, dass nur 164 Delegierte erschienen waren. 50 Delegierte waren dem Parteitag ferngeblieben.

Als Hauptredner war der erste Vorsitzende Klaus Ernst erschienen. In seiner Rede wurden wohl zum ersten Mal auch Fehler aus der Führung eingeräumt und er betonte dass aufgrund der dauerhaften Querelen die Partei von einer Einheit weit entfernt sei. Mit dem Blick auf den Antisemitismus und den Mauerbau seien nicht immer die richtigen Themen verbreitet worden. Der auf ihn liegende große Druck wird bemerkbar wenn er beim aufzählen der Länder aus denen die Linke bei den Misserfolgen des letzten Jahres aus den Parlamenten geflogen ist.

Fast schon zynisch wurde er, als er die großen Wahlerfolge bei den letzten Wahlen in Hessen erwähnte, wurde doch bei den letzten Kommunalwahlen nur ein Landesdurchschnitt von 2,7 % erreicht. Wobei der Landesvorsitzende Wilken ein wenig später seine Unzufriedenheit mit dem Ergebnis erklärte.

Gebraucht würde die Linke dringender denn je. Er nannte den Widerstand gegen das Euro-Rettungspaket in der vergangenen Woche als Beispiel. Es gehe dabei nicht um Hilfe für Europa und seine Bürger, sondern ausschließlich für die Banken, kritisierte der Parteichef. „Von dem Euro-Rettungspaket wird kein Grieche und keine Griechin auch nur einen einzigen Euro sehen“, sagte Ernst

Anwesend war natürlich auch Oskar Lafontaine welcher in seiner Rede von den anderen Parteien mehr Verlässlichkeit forderte. Frau Ypsilanti (SPD) billigte Lafontaine zu, dass sie ein gerechtes Bildungssystem in den Mittelpunkt ihrer Politik stelle. Dort würde sie sich mit den Forderungen der eigenen Partei treffen. So sei zusammen mit SPD und Grünen im Wiesbadener Landtag einiges erreicht worden, wie zum Beispiel die Abschaffung der Studiengebühren, die Aufrechterhaltung von Schulstandorten sowie die Verhinderung von Lehrerentlassungen. In der Energiepolitik seien niedrige Sozialtarife beim Strom vorrangig.

Unterstützung erhielten Ernst und seine Mitvorsitzende Gesine Lötzsch in diesen Tagen von der Bundestagsabgeordneten Sahra Wagenknecht von der „Kommunistischen Plattform“. Den beiden Parteivorsitzenden seien „wirklich vom ersten Tag an, auch aus den eigenen Reihen, das Leben verdammt schwer“ gemacht worden. „Beide wurden immer wieder aus den eigenen Reihen heraus demontiert“, sagte Wagenknecht in der „Leipziger Volkszeitung“. Als Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl 2013 empfahl sie, wie auch heute die WAZ meldet Gregor Gysi und Oskar Lafontaine.

„Statt aber zur Besinnung zu kommen, dürfte sich Die Linke auch weiterhin treubleiben, auf die SPD eindreschen, mit der FDP gegen den Kampf für die Freiheit arabischer Völker stimmen, alte IMs beschäftigen, DDR-Revanchisten an sich binden und Talkshow-Quatsch bedienen. Das alles wäre nur grotesk, wenn Die Linke nicht die Funktion übernähme, die früher verlässlich die DDR erfüllte: Linke Politik in Zeiten zu diskreditieren, in denen ein Wechsel der Wirtschafts- und Finanzpolitik wirklich angezeigt ist“. (FR)

IE

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Grafikquelle   :  Denkmal für Karl Winterkorn

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Bartsch soll übernehmen!

Erstellt von DL-Redaktion am 2. September 2011

Dietmar Bartsch soll Parteivorsitz übernehmen

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Wie die Mitteldeutsche Zeitung meldet soll nun der stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion Ditmar Bartsch Vorsitzender der Partei werden. Hierbei beruft sich die Zeitung auf führende Parteikreise.

In der Zeitung heißt es, wir zitieren:

„Der Politiker hatte sich vor zwei Jahren mit dem Fraktionsvorsitzenden Gregor Gysi überworfen. Dieser legte ihm Indiskretionen gegen den Parteivorsitzenden Oskar Lafontaine zur Last. Unter den Reformern gilt Bartsch aber als der einzige, der die Partei aus ihrer Misere unter den aktuellen Parteivorsitzenden Gesine Lötzsch und Klaus Ernst führen kann. Ein nochmaliges Personal-Diktat Gysis und Lafontaines, so heißt es, werde man im Übrigen nicht akzeptieren“.

Leicht würde er es mit Sicherheit nicht haben, liegt doch in dieser Partei so ziemlich alles im Argen was eben im Argen liegen kann. So zum Beispiel die Verhältnisse von Oben zur Basis, wo zu viele Mandats Wirrköpfe einfach nur auf die Suche nach dumpfen Nachplappernden begeben und selbstständig Denkende unerwünscht sind.

Das Verhältnis zur Presse. Außer einer Hofberichterstattung in Form von Selbstbeweihräucherung gibt es praktisch nichts. Das dumpfe plappern eines Lafontaine über eine Presse welche die Partei nicht mag ist einfach primitiv und weist auf eine gewisse Einfaltlosigkeit hin. Wenn Frau Lötzsch über selbst gemachte Medienanalysen die Feststellung trifft in den Medien nicht genügend Gehör zu finden, sollte sie sich angewöhnen etwas vernünftiges zu reden. Dann würde ihr mit Sicherheit Gehör gegeben. Auch sie hat sich zum Beispiel gegen ein Anzeigenboykott gegen die Schmuddelzeitung „junge Welt“ ausgesprochen und stellt sich damit auf die Seite von Geschichtsfälschern.

Eine große Aufgabe für jeden welcher aus einen ausgeuferten Sauhaufen eine politische Partei machen möchte. Das kann einer alleine nicht und er wird dazu viele tüchtige Helfer benötigen. Im übrigen hat Lothar Bisky gestern schon die richtigen Worte gefunden.

Quelle: MZ >>>>> weiterlesen

IE

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Grafikquelle   :  Der stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion DIE LINKE, Dietmar Bartsch, bei einem Pressestatement zur Plenumsdebatte am Freitag.

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Rufer aus der Wüste ?

Erstellt von DL-Redaktion am 10. April 2011

Comeback Lafontaines ist „eine Phantomdiskussion“

Hat er den Ruf aus der politischen Wüste der Linken in Berlin schon erhört, oder war es wirklich nur Zufall das  Oskar Lafontaine auf den kleinen Landesparteitag in Saarbrücken nicht anwesend war ?  Wie auf t-online berichtet, zitiere ich aus dem Artikel wie folgt:

„Zu der Diskussion um eine mögliche Rückkehr Lafontaines in die Bundespolitik verwies Linsler darauf, dass dieser selbst erklärt habe, er sei Fraktionschef im saarländischen Landtag und wolle dies auch bleiben. Darüber hinaus gebe es „nichts zu sagen“. Lafontaine selbst nahm an dem kleinen Parteitag nicht teil. Er sei „dienstlich unterwegs“, teilte Linsler den rund 25 Delegierten mit“.

Aber wie heißt es doch in einem bekannten Schlager welcher von den verschiedensten Interpreten gesungen wurde:

[youtube dDzEt_dRWqw]

Überhaupt – 25 Delegierte auf einen kleinen Parteitag? War nur das Kader geladen? Haben die anderen Oskar nach Berlin begleitet um dort eventuelle Ansprüche lautstark geltend zu machen? Oder hat sich die Linke im Saarland schon in echte und unechte Linke aufgeteilt? Linkes Gedankentun  ist außerhalb einer Partei glaubwürdiger einzufordern da dort nicht die Gier nach Mandaten und dem Geld als Motivation herangezogen werden kann.

So äußerte sich denn Sachsens Linksparteichef Rico Gebhardt wie folgt: „Eine Rückkehr Lafontaines an die Spitze der Linken würde die Probleme der Partei nicht allein lösen. Er forderte eine offenere Streitkultur unter den Mitgliedern. Die Linke kranke daran, dass jemand nach einer Äußerung gleich in eine Ecke gestellt oder einer Gruppierung zugeordnet werde, sagte Gebhardt der „Leipziger Volkszeitung“. Die Partei gebe derzeit kein gutes Bild ab. „Auch ohne Fukushima wären wir nicht in die Landtage gekommen“, sagte Gebhardt. Seine Partei habe es nicht geschafft, überzeugende Themen zu präsentieren.“

Diese Aussage trifft den Nagel so ziemlich auf den Kopf, denn in der Partei gibt es zu viele Schwätzer und dieses vor allen Dingen in den Orts- und Kreis-Verbänden die einen jeden, welcher eine eigene Meinung vertritt mit Hilfe überregionaler Unterstützung der Partei verweisen. Dieses Verhalten schließt eine kreative Arbeit an der Basis grundsätzlich aus, da eine Meinungsvielfalt schon dort sabotiert wird, da unerwünscht.

Die Bundesvize der Linken fordert  unterdessen einen Strategiediskurs statt Personaldebatten. Im Deutschlandfunk äußerte sie sich in einem ausführlichen Interview unter anderen wie folgt:

Das Interview mit Halina Wawzyniak

„Quo vadis, Linke, fragt sich Halina Wawzyniak und mag an Spekulationen über eine Rückkehr Oskar Lafontaines nicht teilnehmen. Stattdessen soll sich die Partei aus ihrer Sicht gesellschaftlich repositionieren.

Christoph Heinemann: Stellen wir uns kurz vor, die FDP hätte in der Not Hans-Dietrich Genscher gebeten, den Parteivorsitz zu übernehmen. Dazu ist es bei den Liberalen, wie wir alle wissen, nicht gekommen. In der Linkspartei wird allerdings laut über die Remobilisierung eines Altvorderen nachgedacht. Oskar Lafontaine ist einer, der verteidigen und austeilen kann, er taugt also als Schild und Schwert der Partei.

O-Ton Oskar Lafontaine: Als wir vor vier Monaten uns entschieden haben, zusammenzugehen, da wussten wir nicht, was herauskommen würde. Heute können wir sagen, das Wagnis hat sich gelohnt, wir sind durch, es gibt eine starke Linke im Deutschen Bundestag.

Heinemann: So sprach Lafontaine nach der letzten Bundestagswahl. – Die Sache der Linken vermag er allemal besser zu erklären als der amtierende Parteivorstand, denn die Genossen Gesine Lötzsch und Klaus Ernst bieten inzwischen vor allem den Karikaturisten reichlich Futter, zusammengefasst in dem Bild „Mit dem Porsche auf dem Weg zum Kommunismus“. – Am Telefon ist jetzt Halina Wawzyniak, die stellvertretende Vorsitzende der Linkspartei. Guten Morgen.

Halina Wawzyniak: Guten Morgen.

Heinemann: Frau Wawzyniak, befindet sich die Linkspartei in Not?

Wawzyniak: Die PDS, die Linkspartei befindet sich …

Heinemann: Das war ein beredter Versprecher!

Wawzyniak: Die Linkspartei befindet sich in einer Situation, wo sie eine Strategiedebatte benötigt.

Heinemann: Was heißt das?

Wawzyniak: Eine Strategiedebatte bedeutet, dass wir uns mit einer veränderten gesellschaftlichen Situation spätestens seit 2009 beschäftigen müssen. Der von den Gewerkschaften angekündigte „Heiße Herbst“ fiel aus, SPD und Grüne befinden sich mittlerweile in der Opposition, und das stellt an uns neue Herausforderungen.

Heinemann: Welche Strategie befürworten Sie denn?

Wawzyniak: Ich habe eher Fragen und die müssen wir gemeinsam in der Partei diskutieren.

Heinemann: Welche Fragen?

Wawzyniak: Ich habe die Frage beispielsweise, wie gelingt es, einen sozial-ökologischen Umbau, der gesellschaftlich auf der Tagesordnung steht, zu ermöglichen, wie gelingt es, beispielsweise wenn der Atomausstieg kommt – das wissen wir ja nicht -, regenerative Energien zu befördern, wie gelingt es, wenn der Atomausstieg nicht kommt, die Idee, auf regenerative Ideen zu setzen, weiter zu verfolgen, wie gelingt es, die neuen demokratischen Prozesse, also Moratorien, die man zu kritisieren hat, aber Debatten beispielsweise in Stuttgart 21, mit sozusagen Krisengesprächen, wie gelingt es, an dieser Stelle Demokratie wieder so zu machen, dass Bürgerinnen und Bürger sich auch tatsächlich aufgehoben fühlen und mitmachen wollen, wie gelingt es, beispielsweise zu verhindern, dass Wirtschaft Politik kauft. Das sind alles Fragen, die wir stellen müssen, und natürlich auch weiterzuentwickeln, wie gelingt es uns, soziale Gerechtigkeit in diesem Land wieder herzustellen.

Heinemann: Die Antwort auf die zuerst von Ihnen genannten Fragen geben die Grünen seit 30 Jahren.

Wawzyniak: Die Grünen versuchen seit 30 Jahren, einen ökologischen Umbau zu machen. Tatsächlich ist es aber so, dass die Grünen auf halbem Weg stehen geblieben sind, und es geht ja immer auch darum, die ökologischen Fragen mit den sozialen Fragen zu verbinden. Da muss man beispielsweise mal fragen, ob es möglich und sinnvoll ist, beispielsweise Energieversorgung wieder zu rekommunalisieren, sodass Bürgerinnen und Bürger, aber vor allen Dingen auch Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker darüber entscheiden können, wie Energiepolitik zukünftig aussieht.

Heinemann: Das wollen die Grünen doch.

Wawzyniak: Nein! Die Grünen bleiben dabei stehen, dass sie sagen, wir wollen Atomausstieg, dann macht man einen Deal, der tatsächlich etwas ist, was nicht wirklich ein Atomausstieg ist, aber die Grünen machen an dieser Stelle, gehen nicht weit genug.

Heinemann: Frau Wawzyniak, kommen wir mal zum eigentlichen Thema zurück. Sollte Oskar Lafontaine wieder die Führung der Partei, der Linkspartei, oder, wie Sie eben gesagt haben, der PDS, nein, der Linkspartei übernehmen?

Wawzyniak: Ich glaube, dass sich diese Frage überhaupt nicht stellt, weil zunächst muss man die Strategie klären und es hilft ja nichts, eine Strategie nicht zu klären und dann über Personal zu spekulieren. Insofern ist das, glaube ich, eine Phantomdiskussion.

Heinemann: Wieso denkt denn Gregor Gysi laut über Oskar Lafontaine nach?

Wawzyniak: Da müssen Sie Gregor Gysi fragen.

Heinemann: Sie sehen ihn, glaube ich, häufiger als ich.

Wawzyniak: Das kann durchaus sein, aber ich glaube einfach, dass wir zunächst die Strategie klären müssen, um dann über Personal zu spekulieren. Gregor Gysi hat nachgedacht, aber das führt ja nicht dazu, dass man jetzt Entscheidungen zu fällen hat.

Heinemann: Was stört Sie denn mehr, Frau Lötzschs gedankliche Abenteuer, oder Herrn Ernsts Lebensführung?

Wawzyniak: Mich stört weder eine Lebensführung noch irgendwelche Abenteuer. Mich stört eigentlich nur, dass wir eine Strategiedebatte nicht führen.

Heinemann: Also stimmt das Bild „Mit dem Porsche auf dem Weg zum Kommunismus“?

Quelle: Deutschlandfunk >>>>> weiterlesen

IE

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Grafikquelle : Wahlkampf in Bremen, 2007

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Oskar macht weiter,

Erstellt von DL-Redaktion am 19. März 2011

…nur ohne Amt !

File:2017-03-26 Oskar Lafontaine by Sandro Halank–8.jpg

Heute spricht Oskar Lafontaine in einem großem Interview über die Rache an der SPD und seiner neuen Rolle in der LINKEN. Sollte man seinen in diesem Interview geäußerten Ansichten Glauben schenken, sind die Vorgänge, welche die Partei DIE LINKE zur Zeit vor allen Dingen im Westen bewegt, um so unverständlicher.

Besonders auffällig die Verhaltensweisen alter SPD und Gewerkschafts Granden welche sich wie Gutsherren aufführen. Auch ein Lafontaine müsste bemerkt haben das alleine die Führungsperson in einer Partei für Erfolge nicht ausschlaggebend ist. Sobald er aus der Politik verschwunden ist gehen bei den LINKEN im Westen die Lichter aus. Auf Kosten von Manipulationen und der Beugung des Rechtsstaates wird auf Dauer keine Sympathie in der Bevölkerung zu gewinnen sein.

Auch ist es wohl misslungen, alte im Osten innerhalb der Bevölkerung nicht mehr zu verkaufende SED Anhänger, hier im Westen als politische Leuchttürme zu installieren.  Hier nun das ausführliche Interview:

„Ich mache weiter, nur ohne Amt“

Oskar Lafontaine geht über die Saar. Die Alte Brücke verbindet den saarländischen Landtag mit dem St. Johanner Markt. Er grüßt und schüttelt Hände. Man kennt ihn, er war elf Jahre Bürgermeister in Saarbrücken, 13 Jahre SPD-Ministerpräsident. Die Alte Brücke, erzählt Lafontaine, „hat Karl V. gebaut“, in den 70er Jahren gab es Pläne, sie abzureißen. Das habe er damals verhindern können. Der St. Johanner Markt ist seither wieder das Herz Saarbrückens. Das sei nicht sein Werk gewesen, sagt Lafontaine, aber er habe es politisch möglich gemacht. Es klingt stolz.

taz: Herr Lafontaine, wie viel Zeit verbringen Sie hier in Saarbrücken noch mit der Politik?

Oskar Lafontaine: Eigentlich den ganzen Tag. Ich bin ein politischer Mensch.

Sie sind kein Parteichef, kein Fraktionschef in Berlin mehr. Sie sind doch den 18-Stunden-Tag des Spitzenpolitikers los.

Der 18-Stunden-Tag von Politikern ist oft eine Übertreibung. Ich mache meine Arbeit im Landtag und übernehme in der Bundespolitik Termine. Aber freiwillig, da ich keine Funktion auf Bundesebene habe.

Und was machen Sie mit Ihrer neuen Freiheit?

Damit habe ich kein Problem, Sport, spazieren gehen, Fachbücher lesen, auch Belletristik. Genau das Gleiche wollten viele Journalisten schon nach dem Rücktritt 1999 wissen: Was machen Sie denn jetzt? Ich habe mich das nie gefragt, weil ich immer was zu tun hatte.

Quelle: Sonntaz >>>>> weiterlesen

IE

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Grafikquelle  :

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Attribution: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC-BY-SA 3.0

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Oskar der Unvollendete

Erstellt von DL-Redaktion am 10. März 2011

…..aus dem Saarland – Links oder Rechts -Beiderlei Geschlechts

Nicht mehr ganz so frisch aber immer wieder noch oder schon wieder aktuell. Die Rede hier ist von Oskar Lafontaine, nein nicht persönlich sondern einen Artikel, welcher im letzten Jahr auf „ Die Blätter“ erschien.

Oliver Nachtwey versucht hier die Höhen und Tiefen im Leben des Oskar Lafontaine auf die Spur zu kommen, forscht nach Begründungen für das Handeln eines trotzt allem einer der charismatischsten Politiker in der noch jungen Bundesrepublik.

Interessant hierbei besonders wenn wir das Hier und Heute einmal mit der Vergangenheit betrachten. Auffällig hierbei der Unterschied zwischen dem Handeln auf Bundesebene und der Arbeit im Saarland, seiner Heimat.

Bundesweit als Vorsitzender der „Linken“ vor noch nicht langer Zeit, dass Zugpferd, das Aushängeschild einer im Aufbruch begriffenen Partei, mit respektablen Wahlergebnissen. Umgeben von weiteren politischen Persönlichkeiten, meistens aus dem Osten, welche auch über die Qualitäten verfügten ihren Chef groß aussehen zu lassen.

Heute im Saarland, Kopf eines selten zerstrittenen Haufen, von Partei schreiben wir hier besser nicht, umgeben von kriechenden Vasallen welche alleine schon dadurch ausgelastet sind ihre nicht vorhandenen Qualitäten jeden Tag aufs neue unter den berühmten Teppich zu kehren. Einen Zustand welcher in jeden privat geführten Betrieb nicht tragbar wäre. Ein Chef ohne die entsprechenden Mitarbeiter (Zuarbeiter) ist hilflos und steht meistens kurz vor dem Bankrott.  Will also Oskar noch seine entsprechende Vollendung erleben, sollte man ihm den gutgemeinten Rat geben, sich schnellst möglich nach geeigneteren Mitarbeitern umzusehen.

Noch einen Hinweis auf den folgenden Artikel: Den Vergleich mit Hilter finde ich unpassend. Oskar trägt auch keinen Oberlippenbart. IE

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Man könnte ihm sogar zutrauen, dass er irgendwann einmal alles hinschmeißt, sein Leben lebt und plötzlich, wenn alle Karrieren schön geordnet sind, zurückkommt und alle sorgfältig abgesteckten politischen Vorgärten wieder zertrampelt.“
Peter Glotz (1990)

Die englische „Sun“ bezeichnete ihn als „gefährlichsten Mann Europas“, Willy Brandt als „gelungene Mischung aus Napoleon und Mussolini“, Helmut Schmidt verglich seine rhetorische Begabung mit Adolf Hitlers. Er zierte mehrmals den „Spiegel“-Titel, sowohl als Napoleon als auch als Supermann. In den zahllosen Artikeln im ehemals wichtigsten Meinungsmedium hat wohl niemand so viele feindliche Attribute gesammelt wie Oskar Lafontaine: Sponti, Primadonna, Saar-Gebieter, Intrigant. Er sei entsetzlich ehrgeizig, egomanisch, rach- und herrschsüchtig.

Vor allem in den vergangen zehn Jahren war Lafontaine persona non grata für die einen, Erlöser für die anderen. Oskar Lafontaine begeistert die Menschen oder er stößt sie ab – dazwischen gibt es nichts. Sowohl Anhänger als auch Gegner fasziniert seine Ausstrahlung, seine Fähigkeit, Menschen zu begeistern, aber auch die ihm eigene Rätselhaftigkeit, Ambivalenz und Unberechenbarkeit. Oskar Lafontaine ist der vorerst letzte Charismatiker in der deutschen Politik.[1] Nun ist er aus gesundheitlichen Gründen von der bundespolitischen Bühne abgetreten und als Parteivorsitzender der Linken abgelöst worden.

Betrachtet man nüchtern die Stationen seiner politischen Karriere, dann gibt es kaum einen erfolgreicheren Politiker der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte, der gleichzeitig so unvollendet geblieben ist. Lafontaines politische Karriere war von großen Auf-, aber auch vielen Fehltritten und vor allem einem spektakulären Rücktritt geprägt. Er war in seiner langen Karriere der jüngste Oberbürgermeister einer deutschen Großstadt, saarländischer Ministerpräsident, der Lieblingsenkel von Willy Brandt, SPD-Parteivorsitzender, Bundesfinanzminister, Privatier, „Bild“-Kolumnist und am Ende seiner politischen Laufbahn Wegbereiter und Vorsitzender der erfolgreichsten Linkspartei Westeuropas.
Die Karriere des Enkels

Zwei Mal – 1987 und 1990 – lehnte Lafontaine den SPD-Vorsitz ab. Erst 1995, als Rudolf Scharping die SPD regelrecht in einen Dämmerschlaf versetzt hatte, riss er mit einem einzigen leidenschaftlichen, die Delegierten begeisternden Auftritt auf dem Parteitag in Mannheim den Parteivorsitz an sich. Von seinem Naturell war und ist Lafontaine ein Stürmer und Dränger, einer, der von außen den Gegner belagert, so lange, bis dieser ermattet aufgibt oder schlicht die Macht verliert.

Doch als SPD-Parteivorsitzender musste er eine andere Rolle einnehmen, nämlich die des Integrators und Kärrners. Tatsächlich führte er die SPD aus der Apathie zu neuem Elan. Der Polarisierer der 80er Jahre, der sich mit den Gewerkschaften ebenso angelegt hatte wie mit etablierten Parteigranden, reüssierte nun als kommunikativer Vermittler, der die losen Enden der SPD zusammenführte und -hielt.[2]

Quelle: Blätter >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle: Birgit Huonker (2011)

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nun auch Ramelow…

Erstellt von DL-Redaktion am 27. Juni 2010

Linke Schauspieler

Klar, das sich auch ein linker Selbstdarsteller wie Bodo Ramelow von der Thüringer Linkspartei zur Bundespräsidentenwahl äussern muss. So sagte er der Presse, das „..er Gauck für nicht demokratiefähig und unwählbar“ halte.

So langsam nerven die Genossen der Linken! Ausser Verbalattacken ihrer Spitzenleute wie Lafontaine & Co. gegen Joachim Gauck bieten sie nicht viel. Die Verlegenheitskandidatin aus der eigenen Bundestagsfraktion, Luc Jochimsen, hat bisher auch nicht viel dazu beigetragen, dem Volk zu erklären, warum sie die beste für das Amt sein sollte. Sie stiess mit ihrer eigenen DDR-Bewertung ins allgemeine linke Horn.

So heisst es u.a. auch von Jochimsen, das Gauck sich nicht gegen den Krieg in Afghanistan ausspreche und deshalb für die Linkspartei unwählbar sei. Auch das mal wieder ein Selbsttor, wenn man bedenkt, das es innerhalb der Linkspartei grummelt, weil 25 MdB—unter ihnen auch Luc Jochimsen—bei der Abstimmung zur Mandatsverlängerung des Sudaneinsatzes mit Stimmenthaltung glänzten.

Bis zum heutigen Tage bemüht sich die vereinte Linke um immer neue Argumente gegen Joachim Gauck. So sagte Ramelow in dem zitierten Interview, das „…Gauck eine erfolgreiche Partei ausschliesse“. Welche erfolgreiche Partei denn, Herr Ramelow? Sie meinen doch sicher nicht die eigene Partei? Was an Erfolgen hätte denn die Linkspartei in den letzten Monaten vorzuweisen? Reinsten Populismus, der auch mittlerweile immer weniger Anhänger findet, wie in NRW? Oder innerparteiliche Scharmützel wie in den Landesverbänden in Bayern und Rheinland-Pfalz? Oder finden Sie stalinistische Ideologien, wie sie in der NRW-Linken zu finden sind, eine erfolgreiche Politikvariante? Selbst im Saarland, Oskar Lafontaines Heimat, geht es drunter und drüber, wenn es sich um die Linken handelt. In fast allen „Westverbänden“ der Linkspartei sieht man die Erde beben. Altkommunisten versuchen verzweifelt an der Macht zu bleiben oder dort hin zu gelangen und bekommen dann doch von den Wählern eine Klatsche.

Diese Liste liesse sich locker weiterführen. Allerdings: richtige Erfolge, wie Ramelow sie beschreibt, sind wahrlich schwer zu finden. Fakt ist aber, das die Linkspartei mit ihrer Verweigerungshaltung gegen Gauck eine Chance auf einen grundlegenden Politikwechsel in Deutschland vergibt und sich eigentlich keiner anderen Partei empfiehlt. Es wird schlichtweg immer einsamer um die Genossen und Genossinnen von Links. Eigentlich werden sie derzeit nicht benötigt. Das mag im Osten Deutschlands anders aussehen. Den Westen kann Ramelow ja sicher nicht gemeint haben, wenn er von einer „erfolgreichen Partei“ spricht! Immerhin steht er mal wieder in den Zeitungen, das mag er. Gefragt oder ungefragt, scheint ihm egal zu sein.

Nur, das die Linkspartei eine durch und durch demokratische und erfolgreiche Partei sein soll, klingt wie das berühmte Pfeifen im Walde. Das er da irrt, das ist auch einem Ramelow bewusst.

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Fotoquelle : Die Spitzenkandidaten der Partei Die Linke für die ostdeutschen Landtagswahlen 2009 – Bodo Ramelow (Thüringen), Kerstin Kaiser (Brandenburg) und André Hahn (Sachsen) – mit dem Bundesvorsitzenden Lothar Bisky in Dresden (2009)

dielinke_sachsenoriginally posted to Flickr as Bodo Ramelo, Kerstin Kaiser, André Hahn und Lothar Bisky

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  • File:Bodo Ramelow, Kerstin Kaiser, André Hahn und Lothar Bisky.jpg

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