DEMOKRATISCH – LINKS

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RENTENANGST

Von Fußball und Politik

Erstellt von DL-Redaktion am 19. Oktober 2012

Deutschland, Deutschland über alles

Datei:Deutsche Fußballnationalmannschaft 2011-06-03 (02).jpg

Da wurde den Deutschen zu Beginn der Woche anhand eines einfachen Fußballspiel, eine der schönsten Nebensachen der Welt, die wohl gefährlichste Volkskrankheit vor Augen geführt. Brutal und Schonungslos: Nach 60 Minuten waren WIR Weltmeister, um nach 90 Minuten, dem Ende des Spiel, als Bademeister zu enden. Diese Überheblichkeit und Selbstüber- schätzung als Zeichen einer dummen Arroganz, sehen, erleben wir tagtäglich, sei es im Spiel, in den Medien oder in der Politik, sei es im Inland oder und das ganz besonders im Ausland, die Mentalität des „Deutschland über alles“ ist überall und allgegenwärtig präsent.

Diese nationalistische Erhabenheit ist auch rund 70 Jahre nach Beendigung der letzten Schreckensherrschaft in diesen Land nicht aus den Köpfen der Bürger zu verbannen. Im Gegenteil politische Kratzfüße sind emsig beschäftigt die vorhandenen Eigenschaften in den Köpfen der Bürger zu verewigen. So auch in der LINKEN welche sich nach den letzten Bundestagswahlen schon als zukünftige Regierungspartei fühlte und im Moment froh wäre die benötigten fünf Prozent zu erreichen um erneut in das Parlament einziehen zu können.

Einen interessanten Beitrag gab es dazu in den Nürnberger Nachrichten zu lesen welcher auf der Website von Klaus Ernst gebracht wird. Ja richtig genau der ernste Klaus welcher erst als kräftige Stütze den bayrischen Landesverband versemmelte, um anschließend auch die Bundespartei auf zu mischen. Auf die Situation machten wir bereits in unseren Artikel „Alles alte Kumpel“ am 25.08. 2010 aufmerksam. Der Schlusssatz damals lautete: „Alles braucht (oder hat) seine Zeit“.

So sagt ein einziger Satz, innerhalb dieser Podiumsdiskussion, gesprochen von Ernst eigentlich alles aus: Auf die Frage nach dem Erfolg, die Verhältnisse zu ändern, antwortet er: „Nein, meint Ernst. Die Lage ist viel dramatischer als 2004“.  Und das trotz oder wegen der LINKEN?

Da wurde gestern über einen Kommentar versucht zu einen neuen politischen Zusammenschluss aufzurufen was unseres Erachtens viel zu früh käme, da die ganzen erlittenen Beleidigungen und Demütigungen bei vielen der Beteiligten noch gar nicht richtig verarbeitet wurden. Wie haben wir geschrieben : „Es braucht alles seine Zeit“.

Auch gibt es zu bedanken, dass sich diese Partei sowieso teilen wird, ja muss, wenn sie denn überleben will. Ist doch zu beobachten das in diese Turbulenzen auch die Ost-Partei immer tiefer hineingezogen wird. Eine Teilung wird nicht zwischen Ost und West verlaufen, sondern zwischen der Demokratie und den Ideologisierten. In diesem Sinne wäre es vollkommen falsch nun auf bestehenden Trümmern etwas neues bauen zu wollen. Lasst die Verursacher erst einmal ihre angerichteten Hinterlassenschaften beseitigen.

So endet der Zeitung – Artikel mit folgenden Sätzen: „Und aus der hintersten Zuhörerreihe erklingt die Internationale. Ein Handy-Rufton – nichts Ernstes.“ Womit wir dann auch wieder bei den Schiedskommissionen und dem Saarland angekommen wären. Fieg, als alter Hymnenspieler in den Hintergrund geschoben, der Maus zum Fraß? „Alles alte Kumpel“ fragten wir einst und darin lassen sich die Verbindungen zwischen der Bundesschiedskommission und denen der Länder spielend einbeziehen.

Hier der Artikel:

„Warum sind wir nicht attraktiv?“

Was blieb in der Linken vom politischen Erbe der WASG – der Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit? Die Linken-Bundestagsabgeordneten Klaus Ernst und Harald Weinberg zogen bei einer Podiumsdiskussion in Nürnberg Zwischenbilanz.

NÜRNBERG. Waren die Gewerkschafter und linken SPD-Mitglieder, die im März 2004 in Nürnberg ihre gegen die Arbeitsmarkt- und Sozialreformen von Rot-Grün gerichtete Initiative »Arbeit und soziale Gerechtigkeit« vorstellten, aus heutiger Sicht erfolgreich? »Es kommt darauf an, nach welchen Maßstäben man Erfolg misst«, sagt Klaus Ernst, der damals dabei war. Das Parteiensystem hat man spätestens mit der Fusion von WASG und PDS zur Linkspartei kräftig aufgemischt. In der öffentlichen Debatte sind die Propagandisten des Neoliberalismus in die Defensive geraten. »Selbst die FDP hat an einem Dreikönigstreffen über Sozialpolitik diskutiert«, sagt Ernst. Aber haben sich die Verhältnisse verändert? Nein, meint Ernst. »Die Lage ist viel dramatischer als 2004.« Mehr Leiharbeit, mehr befristet Beschäftigte, schlechtere Aussichten für die Rente, ungerechtere Vermögensverteilung.

Quelle: Klaus Ernst >>>>> weiterlesen

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Quelle Eigenes Werk
Urheber Steindy (talk) 11:08, 4 June 2011 (UTC)

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Faule Eier aus Bayern?

Erstellt von DL-Redaktion am 17. Dezember 2010

Klaus Ernst betätigt sich als Spaltpilz

Wenn jemanden die Dummheit in den Kopf steig

Das sind dann doch schon ganz schwere Geschütze, welche Klaus Ernst in Nürnberg der Presse in die Feder diktierte. Wäre es möglich das hier jemanden seine Position zu Kopf gestiegen ist ? Oder liegt es nur an der Großwetterlage bei der sich manch einer einen Kopfvirus einfängt ?  Für einen Vorsitzenden dessen erste und dringlichste Aufgabe es sein sollte eine Partei zusammen zu halten und zwischen verschiedenen Strömungen zu vermitteln, ist solch ein Verhalten untragbar. Er betätigt sich hier als Spaltpilz !

Heißt es doch nicht von ungefähr „Schuster bleib bei deinen Leisten“ wenn jemand dazu neigt nur allzu schnell die Bodenhaftung zu verlieren? Vielleicht ist es ja wirklich einfacher den großen Macker in der Gewerkschaft heraus hängen zu lassen als in einer Partei Mitglieder für seine Überzeugung zu gewinnen? Vermutlich sind aber gerade aufgrund des Führungspersonals in den Gewerkschaften die Mitglieder gleich in Scharen abgewandert und haben sich halbiert? Auch die Sozialen Verwerfungen innerhalb unseres Landes sind wohl eher den Führungskreisen der Parteien und Gewerkschaften an zulasten. Die einfachen Mitglieder am Katzentisch waren  hier doch eher relativ machtlos.

Wenn Klaus Ernst nun glaubt Gysi mit seiner ehemaligen PDS Truppe für die Unruhen innerhalb von Bayern verantwortlich machen zu müssen, zeugt dieses alleine schon für eine große Kurzsichtigkeit. Klaus Ernst übersieht geflissentlich das sich die Unruhen nicht nur in Bayern sondern in so ziemlich allen West-Ländern manifestieren. Er bemerkt noch nicht einmal das er mit seiner bestimmend, selbstgefälligen Überheblichkeit bei einem Großteil der Basis nicht ankommt und auch nicht ankommen wird. War er doch mit Ausgangsperson bei allen Ungereimtheiten der damaligen Parteien Zusammenführung. Eine Aufarbeitung dieser Vorkommnisse hat bis heute nicht stattgefunden und das wird den damals Beteiligten immer mit Misstrauen entgegen schlagen.

Zitat: „Es ist schwer“, so stöhnt er, „das Sammelbecken der Linken zu einem gemeinsamen Handeln zu bewegen.“ Ohne das geht es freilich nicht, da lässt er keinen Zweifel und rückt seine Gegner in die Nähe von Sektierern: „Die haben Positionen, die sie schon seit 40 Jahren erfolglos vertreten.“ Deshalb spielen sie „keine gute Rolle“ in der Partei, sagt er, und macht klar, dass er Integration verlangt, denn: „Ich bin nicht dafür zuständig, dass ich mich dem Wahnsinn hingebe.“

Mit dem letzten Satz hat er zweifellos einmal Recht. Es ist aber zu einfach nur immer den anderen in die Verantwortung zu nehmen. Die „Anderen“ sind nicht in die Position gewählt worden. Sie haben auch nicht versucht sich dort hinein zu drängen. Die „Anderen“ lassen sich auch nicht alle aus der Partei verweisen, aber die „Anderen“ können sich jederzeit einen neuen Vorsitzenden wählen. Wäre es da nicht doch besser gewesen bei seinen Leisten, sprich in der Gewerkschaftsarbeit geblieben zu sein?

Weiterhin „sieht er die Partei in Bayern in einer „schlechten Verfassung“, und kommt sich manchmal vor wie im Zirkus: „Ich lasse die Teller auf Stäben kreisen, und dann versuchen Leute, sie mir weg zu blasen.““ Wenn er solche Sprüche zeitigt frage ich mich immer: Wo für hält er sich denn nun, für einen Dompteur oder ein Tier ? Oder sind die Mitglieder die Tiere welche einer Dressur benötigen?

Hier der Artikel der Nürnberger Nachrichten.

IE

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Grafikquelle  : Klaus Ernst als einer der acht Spitzenkandidaten zur Bundestagswahl

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