DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

Bei den Linken unterm Sofa

Erstellt von DL-Redaktion am 28. Februar 2012

Beate Klarsfeld wir wohl ihren Kopf hinhalten

Jetzt scheint es also Amtlich und endgültig zu sein, die Publizistin Beate Klarsfeld wird für die Partei die LINKE als Kandidatin für den Posten als Bundespräsidentin antreten. Gewartet haben wir mit unseren Bericht über diese Kandidatur bewusst ein wenig länger, hatten wir doch an und für sich damit gerechnet das dieser einstimmig getroffene Entschluss noch einmal von dem zerstrittenen Haufen im Berliner Führerbunker widerrufen würde. War doch zu erwarten das der saarländische Pokerspieler eventuell doch noch irgendeinen windigen Joker  aus dem Ärmel ziehen würde.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt ist man also der gestrigen Entscheidung treu geblieben und wir würden uns freuen wenn die erwählte Kandidatin nicht von der Partei über Gebühr beschädigt wird. Das wäre ihr nicht gerecht denn über das Leben von Beate Klarsfeld zu berichten hieße zumindest für die Älteren, Eulen (nicht Euro) nach Athen zu tragen. So ist es schon einigermaßen verwunderlich das gerade in einer veralteten Partei wie die LINKE so einer mutigen Dame solch eine Change eingeräumt wird, müssten doch die meisten zumindest der Älteren Parteimitglieder im Vergleich zu Klarsfeld verschämt auf ihre eigene Vergangenheit blicken.

War sie doch seinerzeit so ziemlich die Erste welche die Zivilcourage aufbrachte durch eine öffentliche Aktion auf das Problem der Nazi Verseuchung in Politik und Behörden aufmerksam zu machen. In diesem Zusammenhang muss dann aber auch gefragt werden wo die Älteren unter den heutigen LINKEN zu jener Zeit gestanden haben. Wo waren die Lafontaine, Linsler, Gysi, Dreibus, Gehrke oder auch Maurer um nur einmal einige bei Namen zu nennen? Hielten diese sich, wie sie heute im neudeutschen Slogan sagen in der Nähe von Neokapitalisten auf, im Dunstkreis der Mülleimer auf der rechten Straßenseite?

Ja, die Älteren! Sind die eigenen Erinnerungen an die Schulzeit damals verblasst? Wie war das noch mit den, aus dem Krieg zurückgekehrten Nazilehrern? Eine Aufarbeitung im Unterricht – fand überwiegend nicht statt! Nachfragen in Schule, Gesellschaft oder auch Familie wurden und werden bis heute gerne mit entsprechenden Gedächtnislücken beantwortet, oder gar nicht. Wer leistete Widerstand, damals?

Hat nicht die Verlockung auf das große Geld erst eine Linke Spur finden lassen? Wo bleibt die Ehrlichkeit in der heutigen LINKEN: Muss derjenige welcher damals gegen die Nazis votiert hat, nicht auch heute gegen ehemalige Stasi Mitarbeiter votieren und das vorrangig in der eigenen Partei? Verbrechen oder Verbrecher werden nicht zwischen linker oder rechter Gesinnung unterschieden.

So möchten wir denn auf einen Kommentar hinweisen in welchem auf die Zustände in der Partei hingewiesen wird:

Lausitzer Rundschau: Linke schickt Klarsfeld gegen Gauck ins Rennen

Wie bei Hempels

Cottbus (ots) – Mit der als Nazi-Jägerin bekannt gewordenen Beate Klarsfeld schickt die Linkspartei eine äußerst respektable Kandidatin ins Rennen um die nächste Bundespräsidentschaft. Die Umstände der Entscheidung zeigen allerdings einmal mehr, dass es in der Linken zugeht wie bei Hempels unterm Sofa. Bei der Suche nach einer Konsenskandidatur wurde die Linke von den anderen Parteien ausgegrenzt. Das ist schlechter demokratischer Stil. Daraus hätte aber etwas Gutes für die Linke entstehen können. Doch anstatt von Anfang an konsequent auf die angesehene Deutsch-Französin zu setzen, verkam die interne Kandidatenfindung zur peinlichen Polit-Posse. Klarsfeld selbst erfuhr von ihrer Favorisierung aus der Zeitung, nachdem Parteichefin Gesine Lötzsch den Namen öffentlich nur so dahingesagt hatte. Soviel Unprofessionalität ist auch in der Politik eher selten. In dankenswerter Offenheit hat die 73-Jährige bereits klargestellt, nicht die Politik der Linken zu vertreten. Solche Aussagen und ihr konsequenter Kampf gegen braune Altlasten mag sie in der Bundesversammlung auch für Delegierte aus dem rot-grünen Lager wählbar machen. Eine realistische Chance, gegen den Mehrheitskandidaten Joachim Gauck zu gewinnen, hat sie freilich nicht.

Quelle: ots

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Grafikquelle     :    Klarsfeld mit ihrem Ehemann Serge in Jerusalem (2007)

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Kandidatinnen der LINKEN

Erstellt von DL-Redaktion am 24. Februar 2012

Das Volk sucht seinen Präsindenten –
wohl eher umgekehrt ! Politik sucht stllen Abnicker!

File:Beate Klarsfeld Die Linke Wahlparty 2013 (DerHexer) 04.jpg

Wer in der Jugend geschlagen hat – darf im Alter zurück schlagen

 So ist das also mit dem Esel und dem GlatteisDa laufen nicht nur Merkel die Kandidaten für die Position des Bundespräsidenten weg, sondern auch den LINKEN die AlternativkandidatenInnen.

Nach der direkten Absage des Kabarettisten Georg Schramm bei den Piraten wackelt jetzt auch Beate Klarsfeld wieder. Schon an solche kleinen Dingen lässt sich aufzeichnen wie wenig die LINKEN Parteibonzen die Beweggründe der Bevölkerung interessieren oder auch berücksichtigen. Die Partei hat wie immer recht.

Hatte die ehemalige Nazi-Jägerin Beate Klarsfeld scheinbar sehr spontan ihre Bereitschaft zu einer Kandidatur erklärt, macht sie laut eigen Angaben jetzt auch wieder Abstriche an ihrer Bereitschaft.

So passte schon grundsätzlich vielen LINKEN im Oberhaus die eventuelle Kandidatur von Klarsfeld nicht, erklärte diese doch. sich nicht an die programmatischen Punkte der LINKEN halten zu wollen und wies auf Differenzen in einem sensiblen Politikfeld hin: „Meine Solidarität mit Israel wird in manchen Parteikreisen kritisch gesehen. Ich bekomme unfreundliche E-Mails“, sagte Klarsfeld „Zeit Online“. Ein Zeichen das die Sektierer wieder mit ihren Flügeln schlagen.

Die Linke vertritt hingegen mehrheitlich eine anti-israelische Haltung und hat immer wieder mit antisemitischen und ausländerfeindlichen Tendenzen in den eigenen Reihen zu tun. Des weiteren könnten großen Teilen ihrer Anhängerschaft der Name Klarsfeld bislang kein Begriff gewesen sein. Im Gegensatz zum Westen Deutschlands, wo Klarsfeld als Ohrfeigerin des damaligen Kanzlers Kurt Georg Kiesinger im kollektiven Gedächtnis blieb, ist sie im Osten der Republik bis heute kaum bekannt. In der DDR hatte sie eine Zeit lang Einreiseverbot, nachdem sie 1971 in Prag gegen „Restalinisierung, Verfolgung und Antisemitismus“ demonstriert hatte.

Ganz am Ende der Kandidaten-Diskussion tauchte dann ein Name auf, der inhaltlich deutlich nahe liegender für die Linke ist: Christoph Butterwegge. Der Politikwissenschaftler ist Professor am Institut für vergleichende Bildungsforschung und Sozialwissenschaften an der Universität Köln und für seine linken Thesen bekannt. Hartz IV nannte der 61-jährige Armutsforscher eine „Rutsche in die Armut“, statt vom „Rheinischen“ spricht er vom „schweinischen“ Kapitalismus. In einer Talkshow verglich er mal den früheren Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) mit Hitlers erstem Wirtschaftsminister Alfred Hugenberg. Brüderle hatte zuvor gesagt, die größte soziale Tat sei es, wenn ein Staat Arbeitsplätze schaffe.

In seinen Werken beschäftigt sich Butterwegge mit der Krise des Sozialstaats. Auch in seinem parteipolitischen Werdegang passt er zur Linken. Als Abiturient war er der SPD beigetreten. 1975 wurde er ausgeschlossen, weil er einen kritischen Artikel über Kanzler Helmut Schmidt verfasst hatte. 1987 unternahm Butterwegge einen neuen Anlauf, der immerhin 18 Jahre dauerte. Weil er die Koalition der SPD mit der CDU als Verrat an linker Politik empfand, trat Butterwegge 2005 wieder aus. Seither hat er aus seiner Nähe zur Linken keinen Hehl gemacht, wenngleich er ihr im Gegensatz zu seiner Frau Carolin noch nicht beigetreten ist. Die 38-jährige Sozialarbeiterin sitzt für die Linke in Nordrhein-Westfalen im Landtag, ist sozial- und kinderpolitische Sprecherin des Landesvorstands.

Beim dem gestrigen Treffen der Parteiführung der Linken, die Bundestagsfraktion und Vertreter der Länder in der Parteizentrale in Berlin, beschloss man nach vierstündiger Diskussion erst am Montag zu entscheiden. Bis dahin sollen Gespräche mit den potenziellen Kandidaten geführt werden. Deren Zahl stieg dann sogar auf drei: Einige Teilnehmer hatten noch einmal Luc Jochimsen ins Spiel gebracht. „Wir werden mit Sicherheit einen eigenen Kandidaten aufstellen“, sagte Parteichef Klaus Ernst nach dem Treffen.

Einen sehr interessanten Kommentar lesen wir in der natürlich für die LINKE neoliberalen Zeitung DIE WELT, natürlich geschrieben von Henryk M. Broder. Wie gewohnt provoziert er hier wieder einmal auf eine ihm eigene herrliche Weise. Aber das macht diesen Mann letztendlich so interessant. Er würde einer spießigen Partei wie der LINKEN als Mitglied sehr gut zu Gesicht stehen um den Mief aus alten Tagen hinwegzufegen. Er lebt von seinen Provokationen, genau wie die Politiker auch.

Das schäbige Spiel der Linken mit Beate Klarsfeld

Die Idee, Beate Klarsfeld als Kandidaten fürs Bundespräsidentenamt ins Rennen zu schicken, ist an Schäbigkeit und Zynismus nicht zu übertreffen.

Man kann der Partei von Gregor Gysi und Oskar Lafontaine vieles zum Vorwurf machen – nur nicht den Mangel an Humor. Das fängt schon beim Namen an, der den Eindruck erwecken soll, die Erben der SED hätten eine Art Monopol auf fortschrittliches Denken und Handeln, und hört bei den Debatten, ob die DDR ein „Unrechtsstaat“ war oder nur ein anderes Verständnis von „Recht“hatte, noch lange nicht auf.

Die Linke, in deren Reihen noch immer ehemalige IMs der Stasi aktiv sind, versäumt auch keine Gelegenheit, sich als das moralische Gewissen der Nation darzustellen – ob es um Hartz IV, Auslandseinsätze der Bundeswehr oder die Erhöhung des Kindergeldes geht. Nur bei der Frage, wohin das Millionenvermögen der SED nach der Wende geflossen ist, halten sich Gysi, Lötzsch, Lafontaine & Partner vornehm zurück.

Quelle: Die Welt >>>>> weiterlesen

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