DEMOKRATISCH – LINKS

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RENTENANGST

Kaufen, wegwerfen, neu kaufen

Erstellt von DL-Redaktion am 26. Dezember 2013

Wie wir unsere Welt zugrunde konsumieren

Das könnte doch auch eine Aufgabe für die Linke sein, ein Aufruf zum absoluten Konsumverzicht. Womit könnte den Lohndrückern und Sklavenhändlern ein größerer Schaden zugefügt werden als durch die Missachtung seiner Angebote?

Aber das genau machen die Linken nicht, sind doch gerade ihre Funktionäre ein mitentscheidendes Rädchen dieses Wirtschaftsapparates. Denn ob nun als Gewerkschafter, Mitglied eines Rates, von unten an aufwärts, sitzen doch viele in entsprechende Aufsichtsräte und warten auf ihr regelmäßiges Zubrot. Sie profitieren und partizipieren von den erzielten Gewinnen der Wirtschaft.

Atoren: Cosima Dannoritzer und Jürgen Reuß

Alljährlich beschert das Weihnachtsgeschäft dem Einzelhandel den mit Abstand größten Umsatz des Jahres. So auch im vergangenen Dezember: Smartphones, Tablets und Spielkonsolen waren Ende 2013 die Verkaufsrenner. Sie dürften hierzulande unterm Weihnachtsbaum für Begeisterung gesorgt haben, die allerdings durch den enormen Ressourcenverbrauch und die damit verbundenen Folgen für Mensch und Natur getrübt wird.

Die Kehrseite des Neukaufens ist das Wegwerfen. Wohl ein jeder kennt die Situation: Der Drucker funktioniert nicht mehr, obwohl er noch nicht sehr alt ist. Der Kundendienst sagt sofort: „Die Reparatur lohnt sich nicht, die kostet rund 120 Euro. Neue Drucker gibt es ab 39 Euro. Mein Rat: Kaufen Sie einen neuen!“ Der neue Drucker wird gekauft. Zwei, drei Jahre später beginnt das gleiche Spiel von vorn, nur dass der Druckerbesitzer sich jetzt den Umweg über den Kundendienst spart, das kaputte Gerät gleich wegwirft und sich ein neues kauft. Ähnliches gilt für Scanner, Monitore, Digitalkameras, Spielkonsolen, DVD-Player. Reparieren? Lohnt nicht.

Kaufen, wegwerfen, neu kaufen. Kaufen, wegwerfen, neu kaufen. Wir haben uns an diesen Ablauf gewöhnt und kennen inzwischen die Lebenszyklen der Geräte: Alle zwei Jahre ein neues Handy, spätestens alle fünf ein neuer PC. Manchmal halten wir uns sogar daran, wenn die Geräte nicht kaputtgehen, und mustern sie trotzdem aus, sobald ein Nachfolgemodell auf den Markt kommt. Wir denken nicht groß darüber nach. Wir kaufen für die Müllhalde.

In jedem Produkt steckt die geplante Obsoleszenz

Hersteller schrauben nicht nur an der Lebensdauer ihrer Geräte, sondern haben darüber hinaus ein recht imposantes Arsenal an Strategien aufgebaut, um ihre Kundschaft immer wieder dazu zu bringen, Altes möglichst schnell durch Neues zu ersetzen – egal, ob es sich dabei um eine Zahnbürste, ein Bett oder ein Auto handelt.

Quelle: Blätter >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle:   Diogenes in seiner Tonne, Gemälde von Jean-Léon Gérôme, 1860

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Saubere Landschaften

Erstellt von Gast-Autor am 15. März 2011

Saubere Landschaften

Regelmäßig gehe ich mit meinen Hunden in der Umgebung unseres Ortes spazieren. Über Feldwege, Ortsstraßen, Landstraßen. Heute war ein besonderes Stück dabei. Eine Landstraße  welche die Stadt über eine Bundesstraße mit der Autobahn verbindet. Nun, warum ist das so besonders?

Ich habe mir die Mühe gemacht die Seitenstreifen genauer zu begutachten. Die Strecke die ich dabei zurückgelegt habe betrug ungefähr einen halben Kilometer.

Dabei bin ich auf ca. 50!! ( fünfzig ) Becher einer bekannten Fastfood Kette gestoßen. Dazu kommen auch noch einige Komplettverpackungen. Da gibt es dann auch noch die berühmten „Kaffee to go“ Becher. Es sind Flaschen mit ehemals alkoholischem oder alkoholfreiem Inhalt anwesend, ebenso je Menge und Art von Plastik.

Nicht zu vergessen die obligatorischen Zigarettenschachteln. Außerdem finden sich Milch- und Safttüten ein. Sogar Tütensuppen und Obstdosen. Das ganze wird abgerundet durch fast jede Art von Verpackungsmüll der dem Einkauf dient. Die Aufzählung ist natürlich nicht ganz vollständig. Ich wollte ja nicht unter oder in jeden Strauch kriechen.

Hier an dieser Stelle sind wir dann wieder bei der Politik. Statt sich ernsthaft Gedanken zu machen, werden allgemeine Putztage ins Leben gerufen bei denen die Bürger den Müll einsammeln sollen. Natürlich ehrenamtlich, am besten noch mit eigenem PKW und Anhänger. Nur die haben das Ganze gar nicht verursacht.

Auch selbst wenn man die ganze Sache positiv sieht und sich der propagierte Tag als wenige Stunden darstellt. Dieses „soziale Engagement“ hat keine Auswirkungen auf den Haushalt der Stadt. Die „Entlastung“ durch den Verzicht auf städtische Arbeiter und Fahrzeuge führt zu keiner Gebührensenkung für die Bürger. Das Müll aufkommen an den Übrigen 364 Tagen bleibt gleich und die Verschmutzung der Straßen ändert sich auch nicht.

Was ebenfalls „hanebüchen“ ist. Wenn man einen dieser Umweltverschmutzer auf frischer Tat ertappt kann man nicht einfach zur Polizei. Na ja, man kann schon. Nur man muss selbst, in eigenem Namen Anzeige erstatten. Die für alles Mögliche zuständige öffentliche Hand oder Strafverfolgungsbehörde ist in diesem Fall plötzlich nicht mehr zuständig. Und wer schon mal mit der Justiz zu tun hatte weiß was das für einen Aufwand bedeutet. Es ist doch klar das sich Bürger diesem Schwachsinn nicht aussetzen wollen weil es jede menge Zeit und Ärger bedeutet.

Ich sage es an dieser Stelle klar und deutlich. Belegt jede Art von Verpackung mit Pfand. Und zwar so hoch das jeder spürt das es richtig teuer wird seine Sachen in die Botanik zu werfen. Jetzt werden sicherlich viele aufschreien das geht so nicht.

Doch es geht. Alle Waren sind heute mit einem Strichcode versehen. Bei keiner Verpackung ist er an einer Stelle angebracht die beim Öffnen beschädigt wird. In den meisten Geschäften gibt es kein Bargeld mehr sondern der Pfand wird mit dem Einkauf verrechnet.  Wenn jemand der Meinung ist darauf verzichten zu können muss das gezahlte, nicht zurückgeforderte Pfandgeld dem Staat (Gemeinde) zufließen. Natürlich zweckgebunden damit daraus die Kosten für die oben genannten Müllberge getragen werden.

Das System mit den gelben Säcken funktioniert nämlich nicht. Alle bisherigen Regierungen wollten uns weismachen das dieses das „non plus ultra“ sei. Dabei ist in vielen Berichten, ob Fernsehen oder Presse schon nachgewiesen worden was mit dem Müll wirklich passiert. Auch an dieser Stelle muss noch einmal erwähnt werden das diese Verschwendung von Rohstoffen zur Verpackungsherstellung uns noch teuer zu stehen kommt. Den Aufwand für die Herstellung ( Strom, Wasser etc. ) mal außer acht gelassen.

Außerdem tragen wir mit diesem Verhalten dazu bei das in den so genannten Drittländern keine Wirtschaft entstehen kann. Außer unseren Müll zu beseitigen. Aber das ist ja auch weit weg und deshalb nicht so richtig wichtig. Auch dazu gab es schon diverse Berichterstattungen. Aber die laufen auf Programmen welche die allermeisten nicht auf ihrer Fernbedienung finden.

Ich halte das Ganze auch für Auswüchse unserer „Spaß Gesellschaft“. Was kümmert es mich, es wird schon einer machen. Nach mir die Sintflut.

Man kann auch den Einwand machen, jeder auch ich hat schon mal Bonbonpapier weggeworfen. Aber genau so kann man feststellen. Jeder hat zu Hause eine Mülltonne. An fasst allen Parkplätzen gibt es Abfallbehälter. Es gibt also keinen Grund seinen Müll schädlich in die Umwelt und auf Kosten der Allgemeinheit zu entsorgen. Denkt bitte alle einmal darüber nach.

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Grafikquelle  :  Müllhalde auf den Philippinen

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