DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

Erhard und Wagenknecht ?

Erstellt von DL-Redaktion am 31. Januar 2013

Was Sahra Wagenknecht bei Ludwig Erhard entdeckt

Datei:Ludwig Erhard1.jpg

Die Zigarre von Bill Clinton

Spiegel-online beschäftigt sich in den Artikel „Münchhausen-Check: Was Sahra Wagenknecht bei Ludwig Erhard entdeckt“ intensiv mit der in ihren Buch gemachten Aussage über den sogenannten Ordoliberalismus.

Sie greift damit indirekt das als „Ahlener Programm der CDU“ bekannt gewordene Arbeitspapier von 1947 auf, was sicherlich einige Grundgedanken enthält welche auch heute noch Aktualität genießen könnten. So lesen wir dort:

„Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden. Nach dem furchtbaren politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch als Folge einer verbrecherischen Machtpolitik kann nur eine Neuordnung von Grund aus erfolgen. Inhalt und Ziel dieser sozialen und wirtschaftlichen Neuordnung kann nicht mehr das kapitalistische Gewinn- und Machtstreben, sondern nur das Wohlergehen unseres Volkes sein. Durch eine gemeinschaftliche Ordnung soll das deutsche Volk eine Wirtschafts- und Sozialverfassung erhalten, die dem Recht und der Würde des Menschen entspricht, dem geistigen und materiellen Aufbau unseres Volkes dient und den inneren und äußeren Frieden sichert.“

 CDU: Ahlener Programm 1947

Die darauf folgende Bemerkung von Frau Wagenknecht : „Ludwig Erhard wäre bei uns mit seinen Ansprüchen am besten aufgehoben“ ist schlichtweg eine populistische Behauptung welcher dieser folgende Artikel auf den Grund zu gehen versucht:

Was Sahra Wagenknecht bei Ludwig Erhard entdeckt

In ihrer Schrift „Freiheit statt Kapitalismus“ versucht die stellvertretende Vorsitzende der Linken die Ideenwelt des frühen deutschen Neoliberalismus, des sogenannten Ordoliberalismus, für ihr Konzept eines „kreativen Sozialismus“ einzuspannen. Leute wie Eucken, Erhard, Röpke, Rüstow und auch Müller-Armack hätten „vor genau jener Fehlentwicklung gewarnt, deren Konsequenzen wir heute erleben“.

 Ist diese versuchte Annäherung ein taktischer Schachzug, um beim bürgerlichen Publikum im Westen Deutschlands zu punkten oder steckt eine Wahrheit dahinter, die sich zu entdecken lohnt?

 Wagenknecht knüpft in ihrer Argumentation an Erhards Maxime vom „Wohlstand für Alle“ an. Zu Ende gedacht, so sagt sie, müsse eine Politik, die dieses Ziel verfolgt, den heutigen Kapitalismus in Frage stellen und eine neue Wirtschaftsordnung anstreben.

 Ein System, in dem Menschen Vollzeit arbeiten gehen, aber nicht genug verdienen, um davon leben und eine ausreichende Rente ansparen zu können, während die Reichen immer schneller immer reicher werden, sei keine Soziale Marktwirtschaft. „Ludwig Erhard würde sich im Grabe umdrehen“, glaubt auch Gewerkschaftsführer Michael Sommer.

Quelle: Spiegel >>>>> weiterlesen

————————————————————————————————————————-

Grafikquelle     :      Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“ lizenziert.

Quelle Eigenes Werk
Urheber Pelz

Abgelegt unter Bundestag, P. DIE LINKE, P.CDU / CSU | 21 Kommentare »