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Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 17. Juni 2013

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

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Merkeln als Verb, die NPD in der Hochwasserbrühe und Anwesenheit als Kompetenzprothese

Herr Küppersbusch, was war schlecht letzte Woche?

Der britische Economist tadelt Merkel als „zögerliche Vormacht“.

Was wird besser in dieser?

„To merkel“ ersetzt „zaudern“ im Dictionary.

Der Schauspieler Jan Josef Liefers war vor kurzem in Aleppo. Für den Besuch im Kriegsgebiet bekommt er jetzt auf die Mütze. Richtig so?

Die SZ-Schlagzeile „Papperlapapp eines Augenzeugen“ möchte man gern auch über Liefers‘ Ferrero-Küsschen-Werbung sehen – und über Berichten von „embedded journalists“. Und Erdogan gewiss über Claudia Roths Einschätzungen aus dem Gezi-Park. Anwesenheit als Kompetenzprothese. Umgekehrt bekäme die Kanzlerin Ärger, wenn sie nicht das offiziöse „machte sich vor Ort ein Bild von der Flutkatastrophe“-Foto machen ließe. Dabei macht sie uns ein Bild, nicht sich. In den USA gilt eine politische Positionierung für Künstler als nahezu obligat, etwa bei Präsidentschaftskampagnen. In Deutschland entgegengesetzt, und ich tippe: da enkelt noch der Nazi-Durchhaltefilm und die Frontbelustigung segensreich durch. Wir hatten zu lernen, dass Dabeisein nicht alles ist. Liefers möge etwas mehr Gnade finden und etwas weniger ernst genommen werden – jedenfalls von Journalisten, die hinter „informierten Kreisen“ ihre Saufkumpels an der Hotelbar verstecken.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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