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EHEC – Der Sommerkrimi

Erstellt von DL-Redaktion am 9. Oktober 2011

Ein Bakterium mit Namens EHEC

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Mit Beginn des Sommers hielt uns Wochenlang ein Bakterium Namens EHEC in Atem und zeigte die Schwerfälligkeit des Behördenapparats auf. Eine, so finden wir sehr gut aufgearbeitete Rekonstruktion dieser Lebensmittelkatastrophe verfolgt die Spuren der Sprossen. Innerhalb dieses sehr ausführlichen Berichtes heißt es unter anderen und wir zitieren hier:

„Jetzt ist es 22.45 Uhr, Reinhard Burger ist zu Hause, er schaltet die „Tagesthemen“ ein. Er sieht: Niedersachsens Agrarminister Gert Lindemann, CDU. Der sagt auf einer Pressekonferenz, dass er eine „sehr deutliche Spur für die Infektionsquelle“ habe. Ein Hof aus der Gemeinde Bienenbüttel nahe Lüneburg habe alle bislang bekannten größeren Ausbruchsorte des Erregers mit Sprossen beliefert. Der Minister warnt deshalb davor, Sprossen zu essen. Die Journalisten sprechen von einem Durchbruch.

Burger ist baff.

„Ich habe das aus den Nachrichten erfahren“, sagt der Chef von Deutschlands wichtigster Behörde für die Bekämpfung von Krankheiten.

Das Agrarministerium in Niedersachsen teilt allerdings mit: Das RKI sei schon Sonntagmittag per Mail informiert worden.

Die Information, sagt dazu wiederum das Robert-Koch-Institut, sei in einem Postfach gelandet, das am Wochenende nicht „bewirtschaftet“ werde.

In Deutschland sind mehr als 400 örtliche Gesundheitsämter, dazu Landesstellen, Ministerien und Bundesbehörden dafür zuständig, Krankheiten zu bekämpfen. Doch eine einheitliche Führung gibt es erst ab dem 3. Juni, seitdem die „Task Force Ehec“ mit Beamten aus den wichtigsten Behörden im Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit arbeitet.

Am 3. Juni ist der Höhepunkt der Epidemie seit fast zwei Wochen überschritten.

Burger bezweifelt, dass der niedersächsische Minister an jenem Sonntag genug in der Hand hatte. Labortests hatten den Keim noch nicht eindeutig auf den Sprossen nachgewiesen.“

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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Grafikquelle   :   polet pindant l‘ aiye; tetraciclene ecrahyî dins l‘ abuvroe

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