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Höhler, das Buch + Merkel

Erstellt von DL-Redaktion am 27. August 2012

Endlich einmal wagt es eine Journalistin Merkel zu kritisieren

Bildergebnis für Wikimedia Commons Bilder Gertrud Höhler

Wieder einmal ist es ein Buch welches heftig in die Kritik von Journalisten geraten ist. Geschrieben von der Publizistin Gertrud Höhler welche sich unter den Titel „Die Patin“ mit der Politik von Angela Merkel auseinandersetzt. Das eine solche tiefgreifende Kritik in den eigenen, konservativen Reihen der CDU nicht mit Beifall aufgenommen wird, ist sicher auch von der Schreiberin nicht anders erwartet worden. In der Vehemenz mit der diese Kritik geführt wird zeigt sich aber einmal mehr die tiefe Obrigkeitshörigkeit, unter der dieses Land auch heute noch leidet.

Es darf aber auch nicht übersehen werden das mit einem Buch in dem die Lobhudeleien über Merkel so weiter geführt würden wie es  in der allgemeinen Presse zur Zeit üblich ist, nicht verkauft werden könnte. Es fiele einfach nicht auf. So liegt denn Frau Höhler durchaus im Regierungstrend, für welche nun wirklich nur der finanzielle Erfolg wichtig ist. Für diesen Erfolg ist die Regierung durchaus bereit auch über Leichen zu gehen.

Wobei der Leser Frau Höhler in vielen der gemachten Vorwürfen nur Recht geben kann. In keiner anderen Nachkriegsregierung sind die Vorstellungen der Demokratie so nachhaltig geschliffen worden wie unter der Regierung Merkel. Da kann dann wirklich nur von einen Glücksfall gesprochen werden das es ihr bislang nicht gelungen ist, auch das bestehende Loch zum Bundesverfassungsgericht zu schließen.

Wenn wir dann lesen und über eine Kanzlerin erfahren welche „leidenschaftslos und wertneutral“ handelt, kann diese Aussage für einen normal politisch interessierten nichts Neues sein. Sie hat es nun einmal geschafft die CDU, CSU, SPD, FDP, Grüne und Linke zu einer „Quasi-Einheitspartei“ zu formen und es ist ihr gelungen die Opposition zu einem Schattendasein zu degradieren.

Interessant ist hier der Blick von Höhler zurück in die Vergangenheit von Merkel auf die DDR. Merkel hat dort sicher nicht nur gelernt zwischen den Zeilen zu lesen, sondern auch wie man sich nach Außen zurückhält um dementsprechend die Fäden aus dem Hintergrund zu ziehen. Und das nicht nur „leidenschaftslos“ sondern auch mit einer schnoddrigen „Eiseskälte“ wenn sie wie eine gefühllose Maschine Mitarbeiter aus verantwortlichen Positionen entlässt, welche ihr zuvor treu zu Diensten waren.

Verblüffend fällt hier der Vergleich mit einer anderen ehemaligen DDR Bürgerin aus. Ich schreibe hier von Sahra Wagenknecht welche von der Gestik her ähnliche Wesenszüge an den Tag legt. Beide äußerlich natürlich vollkommen unterschiedlich in ihrer Erscheinungsform. Die Eine präsentiert sich als Diva wo die andere mehr als Bauernmagd von Scholle 17 herüberkommt.

Beiden war der Widerstand innerhalb ihrer ehemaligen Heimat unbekannt. Beide ließen sich von der Strömung des „unabwendbaren“ treiben, um im richtigen Moment, als keine persönliche Gefahren mehr drohten plötzlich präsent zu sein, um klar und berechnend auf ihr neues Ziel zuzusteuern. Mit anderen Worten, sie fanden blitzschnell den richtigen Tritt. Ihr wahres Ziel verbergen Beide hinter einer undurchschaubaren Maske.

Beide hinterlassen den Eindruck von Schauspielerinnen welche vor den Bürgern sehr viel zu verbergen haben und strahlen ein unnatürliche Kälte aus. Ideologisch müssten an und für sich Beide der gleichen Partei angehören, denn sie haben es gelernt den größten Teil der Basis innerhalb der Partei auf taubstumm zu schalten wobei für Merkel die Meinung aus anderen Parteien wohl wichtiger erscheint als die ihrer eigenen Mitglieder.

Auch die bei jeder Gelegenheit verbreitete These von der „Freien Marktwirtschaft“ hat sich lange überholt. Hier herrscht die Diktatur des Marktes und wenn Frau Höhler dann den Gang in eine dritte Diktatur befürchtet, hat sie so unrecht nicht. Nur darauf braucht sie nicht zu warten. Die Diktatur des Kapital hat lange begonnen.

Die Kanzlerin agiert als politische Heuschrecke“

Publizistin Gertrud Höhler hat ein Buch über Angela Merkel geschrieben. Darin verunglimpft sie die Kanzlerin als Zerstörerin der Demokratie. Merkel wolle „Kanzlerin aller Europäer” werden.

Nur nach einer Wortmeldung hält Gertrud Höhler kurz inne. Ob ihr neues Buch vor einer Wiederwahl Angela Merkels im kommenden Jahr warnen wolle, hatte sich ein Reporter erkundigt. „Das ist eine schwierige Frage“, setzte Höhler an, um dann festzustellen, noch warteten an den Wahllokalen ja keine grauen Männer, die die Bürger zur Stimmabgabe begleiten und sie dabei beeinflussen würden.

Noch sind wir nicht so weit. Lange aber wird es wohl nicht mehr dauern, befinden wir uns doch in einer „Übergangsphase“. Alles deutet auf eine baldige absolute Herrschaft Angela Merkels, einen allein auf die Bundeskanzlerin und deren „Macht“ orientierten deutschen Staat. So in etwa muss man die Weltsicht Gertrud Höhlers wohl verstehen, die sie bei der Vorstellung ihres neuen 295-Seiten-Buches präsentiert.

Dessen Titel zeigt Merkel im Halbprofil, als Scherenschnitt. „Die Patin“ lautet der Titel, und genauso differenziert kommt Höhlers Auftritt daher.

Quelle: Die Welt >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedie /  Foto: Udo Grimberg, Lizenz: Creative Commons by-sa-3.0 de

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