DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

Keine Spione mehr für MdB

Erstellt von DL-Redaktion am 17. März 2014

Merkels Adoptivsohn, Thomas de Maizière, sprach Linke – frei

Da haben sie sicher am letzten Freitag eine große Party angeschoben, die Gregor Gysi – Katja Kipping GmbH  & Co – KG – DIE LINKE. Über Tische und Stühle werden sie gesprungen sein, aus Freude vom Geheimdienst endlich in Zukunft  links liegen gelassen zu werden.  Schwarz auf weiß soll diese frohe Nachricht überbracht worden sein, aus dem Hause von Merkels Adoptivsohn, Thomas de Maizière.

Aber wie immer zu solchen Anlässen fand diese Party in „Geschlossener Gesellschaft“ statt, im Rahmen der Bundestagsfraktion. Gilt doch der ausgestellte Persilschein nur für diese Abgeordneten und nicht für die Gesamtpartei. Es macht also weiterhin einen großen Unterschied ob nun eine Abgeordnete des Bundestages die Schottersteine aus dem Gleisbett stiehlt oder eine Abgeordnete aus einen Landtag. Letztere wird weiterhin damit rechnen müssen, bei ihrer Tat beobachtet zu werden. An den kleinen Mitläufer, dem Schützen Arsch im letzten Glied, dürfen wir erst gar nicht denken, da dieser wieder nur zusehen kann wie sich die Brandstifter davon machen.

Ja, die Bundestagsabgeordneten haben sich damit fein vom Acker gemacht. Sie wurden für harmlos eingestuft, die machen so wie so nichts, also weder Gutes noch Böses. Diejenigen welche dort noch hin möchten sind viel gefährlicher, hoffen diese doch darauf irgendwann deren Plätze einnehmen zu können. Die Attacke von unten wird also weiterhin beobachtet und Merkel festigt damit den Platz der Besitzenden. Wiedereinmal! Als perfide Taktik die Wählergemeinschaft noch weiter auseinander zu treiben?

Um diesen Machenschaften entgegenzuwirken haben wir von DL uns dazu entschlossen in Zukunft, wie in der Vergangenheit in Ausnahmen bereits geschehen, des öfteren die Parteiversammlungen durch unsere persönliche Anwesenheit genauer zu beobachten. Wir werden natürlich inkognito erscheinen und denken auch daran beim Geheimdienst verschiedene Ausweise zu beantragen.

Sollte also einmal Eine, den meisten von euch, unbekannte Person bei den Partei Versammlungen auftauchen könnte ich das sehr gut sein. Ihr dürft mich gerne ansprechen und auch wieder euer dümmstes Grinsen zeigen wie beim letzten mal. Da ich aber versuche immer als eine andere Person aufzutreten, wird eine Identifizierung nicht leicht sein. Wäre es doch sehr gut  möglich das ihr die Eine oder Andere Person aus vergangenen Zeiten wiedererkennt. Vielleicht zwickt ihr die Person einfach einmal in die Wange oder versteckt den Rollator um so die Echtheit der Person zu überprüfen?

Ich werde versuchen immer vom Podium aus gesehen einen Platz links in der letzten Reihe, nahe einer Ausgangstür, einem Fluchtweg, einzunehmen. Beim Absingen der Parteilieder wird meine Faust am längsten oben bleiben, aber nur die Rechte. So wird die geschlossene Handfläche immer nach links weisen. Sollte also irgendwann und irgendwo der Limburger Bischof auftauchen wisst ihr jetzt Bescheid.

Weiterhin sind wir unablässig auf die Suche nach MitarbeiterInnen, welche uns in unserer Arbeit unterstützen möchten.  Hier wären uns nicht nur Sekretärinnen sondern auch wissenschaftliche Mitarbeiter sehr willkommen welche bei uns aber nicht, wie in den Parteien allgemein üblich, nach den „Peter Prinzip“  eingestellt werden. Das „Wissenschaftliche“ ist uns hier wichtiger als das „Nachbarschaftliche“. In diesem Sinne freuen wir uns dann schon darauf unseren Lesern in Zukunft des öfteren begegnen zu können.

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Fotoquelle: Wikipedia – Author Dirk Ingo Franke

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Software für Diktatoren

Erstellt von DL-Redaktion am 13. Januar 2012

Das DIP,  Deep Packet Inspection

von Antoine Champagne:

Netznutzer

Nach der Eroberung von Tripolis besichtigte die Journalistin Margaret Coker vom Wall Street Journal eine Geheimdienstzentrale in der libyschen Hauptstadt. Dort stellte sie fest, dass tatsächlich alles überwacht worden war: Internet, Handys und Satellitenverbindungen. In den Aufzeichnungen fand sie unter anderem E-Mails und Auszüge aus Onlinechats zwischen Gaddafi-Oppositionellen. An den Wänden des Spionagezentrums klebten Etiketten des Unternehmens, das die Überwachungsanlage installiert hatte: Amesys, eine Tochterfirma des französischen Computerkonzerns Bull.1 Das Satiremagazin Le Canard enchaîné enthüllte später, dass Libyen den französischen Nachrichtendienst DRM um Unterstützung bei der Ausbildung von Überwachungsleuten gebeten hatte.

In Syrien zensiert Baschar al-Assad das Internet mit US-amerikanischer Technik und ermittelt nach Belieben die Adressen und Passwörter der Bürger, um ihre Mailprogramme oder Facebook- und Twitter-Accounts auszuschnüffeln – und die Verbindungen zwischen Oppositionellen und deren in- oder ausländischen Unterstützern zu rekonstruieren.

Die verwendete Netzwerktechnologie trägt den harmlosen Namen Deep Packet Inspection (DPI). Wenn wir eine Mail abschicken, lösen sich dutzende Rechner ab, um sie bis zum Empfänger zu bringen. Sie sehen nur nach der Adresse, kümmern sich nicht um den Inhalt und übermitteln sie direkt an den nächsten Rechner. So gelangt die Mail zum Empfänger. Jonathan Zittrain, Harvard-Professor für Internetrecht, zieht zur Veranschaulichung den Vergleich mit einer Abendgesellschaft unter höflichen Menschen heran. „Wenn Sie weit weg von der Bar stehen und es sehr voll ist, bitten Sie Ihren Nachbarn, Ihnen ein Bier zu besorgen. Der bittet dann seinen Nachbarn, der etwas näher an der Bar steht und so weiter. Am Ende kommt Ihre Bestellung zur Bar, und irgendwann kommt das Bier tatsächlich bei Ihnen an. Da alle höflich sind, hat zwischendurch niemand aus Ihrem Glas getrunken.“

Mit DPI kommt ein anderer, weniger höflicher Stil ins Internet. Was würden Sie sagen, wenn Ihr Nachbar Ihre Bestellung analysiert und Ihnen eine Moralpredigt hält? Oder wenn er den Inhalt Ihres Glases gegen Wasser oder Schnaps austauscht? So ähnlich sind die Prozeduren, die dank DPI möglich werden: den Inhalt von Mails lesen, sie verändern oder an jemand anderen schicken.

Quelle: le monde diplomatique >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle    :    Rebellen auf einem Panzer in Bengasi

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