DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

Das 80-Millionen-Ding

Erstellt von DL-Redaktion am 21. Juli 2015

Gauck, der Hohepriester des „Wir“

Von Peter Köhler

Statt von einem Ich spricht alle Welt nur noch vom Wir. Wer soll das sein? Hier tut mal wieder eine Sprachkritik Not.

„Ich habe so viele Formulare ausfüllen müssen, dass es mir bald lieber wäre, mein geliebter Mann wäre überhaupt nicht gestorben“, soll einmal, glaubt man Sammlungen unfreiwilliger Komik, eine frisch Verwitwete an die Versicherung geschrieben haben. Ein ähnlicher Stoßseufzer konnte sich einem nüchternen Beobachter nach dem Absturz eines Airbus in den französischen Alpen entringen, bei dem zahlreiche deutsche Insassen den Tod gefunden hatten.

Was für sie, ihre Freunde und Angehörigen ein furchtbares Unglück war und für die Lufthansa sowie vielleicht ihre Aktionäre ein schwerer Schaden, wurde von Politikern und Medien als nationale Katastrophe beheult, mit Flaggen auf halbmast, Schweigeminute im Bundestag, Trauerflor am Trikot der deutschen Fußballauswahl bei ihrem Spiel gegen Australien sowie einem Bundespastor Gauck, der sich als ungebetener Gast an die Hinterbliebenen ranwanzte, denn „ich bin ganz bei Ihnen“.

Es fehlte nur, dass die Journaille, die die Nation rund um die Uhr mit überflüssigen und pietätlosen Details auf dem Laufenden hielt, mit einer Schlagzeile à la „Warum wir alle Airbus sind“ aufgewartet hätte. Das Wir nämlich hat es ihr angetan, nicht erst seitdem Bild der Titel „Wir sind Papst!“ gelang. Vom Spiegel bis zur Apotheken-Umschau, vom Göttinger Tageblatt bis zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung wird das Wir-Gefühl wachgerufen: „Jetzt holen wir uns den WM-Titel!“, „Der globale Kampf ums Erdöl – Warum wir die Energiewende brauchen“, „Wie wir Opel wurden“, „Warum wir Deutschland mögen“, „Wie uns der Fußpilz quält“ und so weiter und so fort …

 Wir sind alle Deutschland

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

———————————————————————————————————————–

Fotoquelle: Wikipedia – Author http://de.uncyclopedia.org/wiki/Benutzer:MatthiasM.

This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic license.

Abgelegt unter Bundespräsident, Europa, Feuilleton | Keine Kommentare »

Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 13. Juli 2015

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

Die NSA und die CDU-Spendenaffäre, Guardiolas Abschiedsrunde, ein Parteigründer ohne Partei und ein Bundespräsident ohne Courage.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht letzte Woche?

Friedrich Küppersbusch: Wenn der Grieche schon einknickt, müssen wir demnächst selber Opposition gegen die Bundesregierung machen.

Was wird besser in dieser?

Neuwahl der Regierung alle vier, der Opposition alle zwei Jahre.

Bernd Lucke ist aus der AfD ausgetreten. Treten Sie nach?

Bin gespannt auf die „Alternative zur Alternative für Deutschland“ (AZAFD). Am Ende sah Lucke in seiner Partei seine Meinung unterdrückt, sich von irren Minderheiten majorisiert, von Gewalt bedroht. Kurz: So, wie er uns vorher Deutschland schilderte. Wie viel von seinen Lehren ist also schlau, und wie viel hingegen ist sein Psychomodus, der über kurz oder lang aus jedem Umfeld das gleiche Paranoia-Gebilde macht? Es war Kalter Krieg, und Kommunisten durften nicht Briefträger noch Zugschaffner werden. Heute ist einer Bestallung als staatlich alimentierter Professor zuträglich, eine Partei zu führen, von der man nach Jahren merkt, es sei “eine NPD im Schafspelz“.

Der Dalai Lama ist 80. Ja?

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

————————–——————————————————————————————————–

Grafikquelle  :    Bearbeitung durch User:Denis_Apel – Lizenz “Creative Commons“ „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen“

Urheber Unbekanntwikidata:Q4233718

 

Abgelegt unter Feuilleton, International, Medien | Keine Kommentare »

Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 29. Juni 2015

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

Frigida, ja nun. Dann noch der heimatdurchtriebene Seehofer und die Bundesjugendspiele als Wiedergutmachung für Mathe-Loser.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht in der vergangenen Woche?

Allerletzte Chance für einen Deal mit Griechenland.

Was wird besser in dieser?

Germanisten beschließen neue Steigerungsform „am allersten“.

Joachim Gauck hat der Queen als Geschenk ein Bild überreicht, das sie auf einem Pferd mit ihrem Vater zeigt. Die Queen war „not amused“ und irritiert. Was wäre ein besseres Geschenk gewesen?

Nun, die Queen erschrak, denn für den Gegenbesuch müsste sie ein Bild in Auftrag geben, dass den kleinen Jockel neben seinem Vater zeigt, NSDAP-Mitglied und in der Uniform eines Marineoffiziers.

Horst Seehofer hat mal wieder über massenhaften „Asylmissbrauch“ gewarnt. Perfekter Zeitpunkt, um ihn abzuschieben – raus aus der Politik, oder?

Freue mich auf den CSU-Slogan „Hotte statt Totte“. Der Chefbayer antwortete auf die Rede des Bundespräsidenten zum „Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung“: Gauck spann dort den Bogen von den „geflüchteten und vertriebenen Menschen nach dem Zweiten Weltkrieg“ zur Not der Flüchtlinge heute. Sprich : Gauck hüpft zu kurz und davon schafft Seehofer dann nochmal die Hälfte. Der frühere Vorsitzende des Zentralrates der Juden, Ignatz Bubis, wies darauf hin, dass er als deutscher Jude „heimatvertrieben“ worden sei, und rückte damit selbstgefällige deutsche Opferlogik gerade. Unsere Verantwortung gegenüber Flüchtlingen rührt auch aus unseren Verbrechen, nicht nur aus dem Umstand, dass wir später auch Opfer wurden.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

————————–——————————————————————————————————-

Grafikquelle  :    Bearbeitung durch User:Denis_Apel – Lizenz “Creative Commons“ „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen“

Urheber Unbekanntwikidata:Q4233718

 

Abgelegt unter Feuilleton, International, Medien | Keine Kommentare »

Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 9. März 2015

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

Wasserschäden in der BND-Zentrale und eine aussichtslose Nachfolgerin für Gauck

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht in der vergangenen Woche?

Friedrich Küppersbusch: Null Grimmepreis für kommerzielle Sender; nicht für den „Lehrer“, für „Team Wallraff“, für gar nix.

Und was wird besser in dieser?

 

Neee, die Sache mit Marcel Reif bringt auch keinen, liebe BVB-Fans.

Angela Merkel und Horst Seehofer wollen den Solidaritätszuschlag ab 2020 schrittweise abbauen. Und der Osten?

Ursprünglich war es das bis dahin wenig beachtete Bundesland USA, das für den zweiten Golfkrieg 1991 ordentlich Geld wollte. Kanzler Kohl kaufte die deutschen Friedensstoffel aus dem Wüstenabenteuer heraus und schminkte die Steuererhöhung als trendy Ossi-Kollekte. Das rächt sich nun, denn längs dem so gepflanzten Irrtum, es gehe um strukturschwache Länder, wollen die Sozis sich endlich an den 15-Milliarden-Topf drängen. Deshalb mochten sie Finanzminister Schäubles Idee, den „Soli“ nach 2019 in der Einkommensteuer zu verstecken: Da reden die Länder mit. Während sich also Sigi Gabriel schon munter die Serviette umhängte, grätschten Merkel und Seehofer ihn nun aus. Der Dezember-Podcast der Kanzlerin erschien noch unter der Headline „Merkel: Der Soli bleibt“. Diese Schlagzeile heißt nun „Der Soli geht“ und äh … MIR IST SCHWINDELICH! Na ja, der SPD auch.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

————————–———————————————————————————————————

Grafikquelle  :    Bearbeitung durch User:Denis_Apel – Lizenz “Creative Commons“ „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen“

Urheber Unbekanntwikidata:Q4233718

 

Abgelegt unter Feuilleton, International, Medien | Keine Kommentare »

Linke Vorsätze auch an der Saar

Erstellt von DL-Redaktion am 28. Dezember 2014

Linke Vorsätze auch an der Saar

Weihnachten ist leider schon vorüber und ich bin sicher, viele hätten es gar nicht so richtig wahrgenommen, das Fest, wenn wir nicht in einem Land der Gauckler und Merkelaner lebten. Diese beiden Politclowns haben uns über die Tage hin mit ihren Reden wenigstens etwas erheitert. Ich habe mir diese Reden zwar nicht angehört, auch im letzten Jahr nicht, aber ich habe das Gesülze noch von Schmidt oder Kohl in den Ohren. Das reicht aus, zumindest für mein Leben.

Ja, es gehört zu den politischen Pflichten der Macht wenigstens einmal im Jahr an den Wähler zu denken um diesen an die eigene Wertlosigkeit seiner Stimmabgabe in der Demokratie zu erinnern. Da reden sie dann im Fernsehen, die Merkel und der Gauck wobei das Ganze immer an den Nussknacker, den großen aus dem Erzgebirge erinnert. Bei diesen bewegt sich auch nur der Unterkiefer. Alles andere ist ausgeschaltet, sein ganzes Leben lang. Die emotionslose  Kälte  der Politik wird geschwafelt überbracht.

Preziös wird aufgezählt was im letzten Jahr alles erreicht wurde, ihrer Meinung nach und es wird geflissentlich verschwiegen was alles hätte ohne diese Typen erreicht werden können. Man ergeht sich in wohlgefälliger Selbstzufriedenheit. Ich frage mich immer ob denn die Beiden wohl das Schwimmen erlernt haben? Man stelle sich einmal vor, die Beiden fielen plötzlich ins Wasser, so einfach ins Mittelmeer? Würde hier der Notstand ausgerufen? Überhaupt, man stelle sich erneut vor der Zaun würde nicht in Nordafrika, sondern an den europäischen Küsten errichtet, in Höhe der Wasserlinie. Jeder der eine Runde Schwimmen möchte müsste erst einmal den Zaun übersteigen, das wäre doch etwas! Denn das hiesse auch Verantwortung selber zu tragen und nicht an Andere zu verkaufen.

Gut das es da noch Zeitungen wie die englische Times gibt. Die bemerken zumindest was so außerhalb ihrer Insel noch passiert. Wie sonst hätten sie Merkel zur „Person des Jahres 2014“ küren können. Man gönnt sich ja schließlich sonst nichts, auf der Insel. Vielleicht möchten die Engländer tauschen und das Ganze war ein verstecktes Angebot an uns, die Deutschen? „Tauschen die Queen gegen Merkel? Ich würde sagen; „Gerne, aber nur wenn sie die Kronjuwelen mitbringt“. Spaß  beiseite, die Times ist auch nicht mehr, was sie einmal war. Das Niveau der BILD hat sie bereits  erreicht.

Weihnachtsgrüße erreichten uns auch aus dem Saarland, der BRD im Miniformat. Auch dort scheint das ganze Jahr über die Sonne, allerdings nur eine Linke. Auch dort erinnern sich politische Macher an den Festtagen ihrer letzten Mitglieder. Machen wir die Wünsche öffentlich auf dass die Wähler erfahren was so mit ihren Wahlstimmen ermöglicht wird, oder auch nicht. Haben sich die Schulkinder früher auch selber die Fleißkärtchen verteilt?

Wir fragen uns ob denn wohl Bierbaum die Schraubenfabrik übernehmen wird, im Namen des Sozialismus – als ein Teil des Institut vielleicht, zwecks praktische Forschung an einem Objekt. Bringt vielleicht auch Fördergelder vom Steuerzahler.

Wie sehr DIE LINKE gebraucht wird führt uns die Partei in den letzten Tagen aus Berlin eindringlich vor Augen. Dort gibt das amtierende Laien Duo Kipptrix die Wiederaufnahme der Vorsätze seid Gründung der Partei als Neuauflage bekannt. In einen Brief an die Mitglieder heißt es dort:

Daneben wollen wir uns im kommenden Jahr auf zwei inhaltliche Großprojekte konzentrieren:

* die Kampagne »Das muss drin sein«, die am 1. Mai 2015 starten soll
* die »Linke Woche der Zukunft« vom 23. bis 26. April 2015

Der Leser führe sich einmal vor Augen, die Regierung würde sich mit einer Woche „Die Zukunft der Unternehmen“ begnügen! Da würde der Fettsack aber gescheucht werden. Wobei das Thema „Das muss drin sein“ schon Weihnachten 2008 als nicht erfüllte Forderung präsentiert wurde.

———————–

Abgelegt unter P. DIE LINKE, Saarland, Überregional | 10 Kommentare »

Paranoia und Sanktionen

Erstellt von DL-Redaktion am 25. Dezember 2014

Der Westen behandelt seine Werte wie Dreck
Der linke Mainstream ersetzt das Grundgesetz

File:Stamp Germany 1999 MiNr2050 Grundgesetz.jpg

Von Bettina Röhl

Bis zu 17.500 Bürger in Dresden und andern Ortes demonstrieren seit 10 Wochen jeden Montag gegen “Islamismus” und gegen einen wachsenden Flüchtlingsstrom nach Deutschland. Eigentlich sind es nicht so viele; während der Nachrüstungsdebatte belagerten bis zu 400.000 Menschen Bonn. Trotzdem – eine gewaltige Allianz aus Merkel, Gauck und anderen Spitzenpolitikern, aus Gewerkschaften, Kirchen, muslimischen Verbänden, den großen Medien und Talkshows bis hin zur terroristischen Antifa schlägt zurück.

Die Pegida- Bewegung sei antiislamisch, fremdenfeindlich, rassistisch, rechtsradikal, gefährlich, rattenfängerisch und eine “Schande für Deutschland”. Von den TV-Sendern bis hinunter zu Ankündigungen in der Dresdner Straßenbahn werden Bundesbürger dazu aufgerufen, gegen die Demonstranten aufzumarschieren und Flagge zu zeigen. Dabei zeigt sich: Nicht die paar Demonstranten sind so furchtbar gefährlich – sondern der Umgang mit ihnen, und die dahinter steckende Triebkraft. De facto hat ein linker Mainstream das Grundgesetz ausgehebelt und streckenweise ins Gegenteil verkehrt.

Quelle: Tichys Einblick  >>>>> weiterlesen

Paranoia und Sanktionen:
Wie der Mainstream mit Abweichlern umgeht
Der linke Mainstream ersetzt das Grundgesetz

Teil 2

Von Bettina Röhl

Die deutsche Regierung Merkel/Gabriel, und ganz ähnlich sieht es bei den Regierungen der meisten anderen europäischen Länder aus, interessiert sich für das Geschehen im Nahen und Mittleren Osten nicht – wo Akte des Völkermords, Massenmord und Versklavung auf der Tagesordnung stehen. Diese Verbrechen werden in den westlichen Medien auf eine nur gespenstisch zu nennende Art und Weise ausgeblendet. Stattdessen – ein bisschen Empörung über Putin. Aber der “Rassismus” der Deutschen (der Franzosen, der Holländer, Schweden, Norweger, der Engländer, der Italiener oder der Schweizer) gegen Flüchtlinge und Migranten und Muslime in Europa wird von der Nomenklatura behandelt, als wäre dieser zentral für den Fortbestand der menschlichen Zivilisation.

Ausgeblendet wird, dass die Mehrheit der Deutschen längst eine Willkommenskultur lebt, die allerdings in vorwurfsvollem Ton ständig neu eingefordert wird – während sich Muslime ihrerseits ausgrenzen. Es bleibt dem greisen Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt vorbehalten, dies zu benennen. Doch dieses Thema ist tabuisiert. Es zu benennen, gilt als “rechts”. Es zu verschweigen, erfordert der linke Mainstream. Es ist nicht das einzige Thema, das so in böse und gut etikettiert wird – und die der Debatte entzogen werden.

Quelle: Tichys Einblick >>>>> weiterlesen

Wer bestimmt was Rassismus ist?
Der linke Mainstream ersetzt das Grundgesetz

Teil 3

von Bettina Röhl

Aber was ist Rechtsradikalismus? Was ist Fremdenfeindlichkeit und was ist Islamophobie? Bleibt die spannende Frage: wer definiert oder besser bestimmt mit Allgemeingültigkeit, was Rassismus ist?

In der Verfassung finden sich die Wörter Rassismus, Homophobie, Islamophobie, Fremdenfeindlichkeit nicht. Die sogenannte Rassismusforschung, die vom Steuerzahler (ohne, dass diesem alle Hintergründe bekannt sind) ausufernd finanziert wird und deren Vertreter sich dank der üppigen Pfründe inflationsartig vermehren, sind zu einem gefährlichen Apparat im Staate geworden, zu einer Art Privat-Stasi-Behörde: Sie beraten die Regierungen, die Justiz und Verwaltungen und beeinflussen mit ihren Studien und Forschungsergebnissen die Gesellschaft und die Medien. Sie entscheiden darüber, wo die Grenzziehung zwischen erlaubt und nicht-erlaubt verläuft. Und es liegt in der Natur dieser Art von Forschungsförderung, dass nur der belohnt wird, der möglichst viele Rechtsradikale findet und damit auch schon praktischerweise seine nächste Studie rechtfertigt, um der selbsterfundenen, anschwellenden Gefahr wirksam entgegenzutreten.

Quelle:  Tichys Einblick <<<<< weiterlesen

———————————————————————————————————————————

Grafikquelle    :

Source Deutsche Post AG, scanned by Steveurkel
Author Ernst Jünger und Lorli Jünger für das Bundesministerium der Finanzen und die Deutsche Post AG
Permission
(Reusing this file)
Deutsch: Gesetzestext, Bundesadler und -flagge:
English: Law text, federal eagle and flag:
Public domain This image is in the public domain according to German copyright law because it is part of a statute, ordinance, official decree or judgment (official work) issued by a German federal or state authority or court (§ 5 Abs.1 UrhG).

Abgelegt unter Debatte, International | 8 Kommentare »

Thüringen und das Recht zur Demokratie

Erstellt von DL-Redaktion am 3. Dezember 2014

Thüringen und das Recht zur Demokratie

.von Friedrich Schorlemmer

Ja, ein Bundespräsident muss immer Anwalt der Opfer sein. Natürlich muss Joachim Gauck – und müssen wir alle – denen, die in der DDR besonders gelitten haben, Gerechtigkeit widerfahren lassen und auch Verständnis dafür entgegenbringen, dass sie gegenüber einem möglichen Ministerpräsidenten der Linkspartei in Thüringen große Reserven haben. Das ist völlig verständlich.

Der Bundespräsident muss aber eben auch immer Anwalt des Ganzen sein – als Repräsentant des ganzen Volkes. Deshalb gehören auch jene Menschen in seinen Verantwortungsbereich, die einst an den Sozialismus geglaubt haben, auch wenn sie sich davon nach 25 Jahren längst innerlich getrennt haben. Sie gehören jetzt auch zur Bundesrepublik und haben ein Recht auf demokratische Teilhabe.

Deshalb hatte Joachim Gauck völlig recht, als er in seinem umstrittenen ARD-Interview sagte: „Wir sind in einer Demokratie. Wir respektieren die Wahlentscheidungen der Menschen.“ Das bedeutet aber auch: Der damals laufende SPD-Mitgliederentscheid hätte nicht von höchster Stelle – nämlich vom Bundespräsidenten – angegriffen werden dürfen (und dann auch noch aus einer Kirche, in der zudem ein Plakat „Wachet und betet“ hing).

Wenn Gauck dann nämlich, „gleichzeitig“, fragt: „Ist die Partei, die da den Ministerpräsidenten stellen wird, tatsächlich schon so weit weg von den Vorstellungen, die die SED einst hatte bei der Unterdrückung der Menschen hier, dass wir ihr voll vertrauen können?“, dann insinuiert er, dass diese Linkspartei noch immer in weiten Teilen mit der SED identisch sei.

Es sind aber nicht die Nachfolger der SED, die heute die Linkspartei prägen. Es sind nicht mehr die, die damals verantwortlich waren. Es sind ganz andere Leute – 25 Jahre nach dem Mauerfall. Darunter sind viele, die nach 1989 woanders keine politische Heimat gefunden haben, vor allen Dingen, weil die SPD sich gegen Mitglieder der ehemaligen SED völlig sträubte. Diese Menschen haben nun in der Linkspartei eine politische Heimat gefunden, stehen aber in ganz großer Mehrheit konsequent auf dem Boden des Grundgesetzes.

Quelle: Blätter >>>>> weiterlesen

———————–

Fotoquelle: Wikipedia – Urheber Holger Noß

Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.5 generisch“ (US-amerikanisch) lizenziert.

Abgelegt unter P. DIE LINKE, P.Die Grünen, P.SPD, Überregional | Keine Kommentare »

Spaziergang mit Gauck

Erstellt von DL-Redaktion am 4. November 2014

Gauck und was öfter mal geschrieben werden sollte

Da hat Gauck also wieder einmal gepupst, laut, vernehmlich, präsidial, genau wie zuvor bereits einige male. In der Folge hören wir ein riesen- Bohei, wobei dem Einen genau das gefällt was dem Anderen ganz gewaltig die Geruchsinne irritiert. Nur was soll das Ganze er wurde doch von Politikern und einigen Auserwählten, – wie sie sagen – Demokratisch gewählt. Also haben wir als Volk dieses zu respektieren ?  Niemand der so hofierten sagte zuvor, nein danke ich nehme an der Wahl nicht teil. Für solch einen Popanz bin ich mir zu schade, ich bleibe zu Hause.

So bekommt doch letztendlich ein Jeder was er bestellt hat und eine breite Mehrheit der Presse bläst diesen zuvor christlich Ideologisch entleerten Ballon auf und wundert sich dann, wenn dieser so schnell in ungeahnte Höhen steigt. So ist Mensch nun einmal geschaffen und die meisten werden erst von Anderen groß gemacht. Aus einem kleinen Pastor, wird von der Presse schnell ein Menschenrechtler und Freiheitskämpfer zusammengezimmert, welcher immer erst auf der Bildfläche erschien wenn die Gefahr vorüber war. Aufgeblasen damit er für die Wirtschaftsmacht  Deutschland präsentabel wurde.

Ja, im Zeitpunkt lag er voll daneben, was ein guter Hinweis auf seine Vergangenheit ist. Pastor, ein Ebenbild von „echten Linken“ und im Endeffekt gebührte im nun ganz genau das, welches seinem Vorgänger Wulff widerfahren ist. Auf der anderen Seit bekommen nun die Anwesenden dieses Wahlpanoptikum vielleicht genau das was sie nicht wollten? Denn das scheint doch auch sicher, ein im Höhenrausch befindlicher Pastor schlägt auf alles ein was nicht zu seiner Vorstellung passt. Auch Merkel hat sich sicher schon einige male am Kopf gekratzt. Nur wurde das von der Presse tiefer gehandelt. Staatsräson eben!

Und seien wir doch ehrlich, hat es dieses mal vielleicht einen Unschuldigen erwischt? Schreit die Linke nicht genau darum so laut, da sie um ihre Schwächen bestens Bescheid weiß, aber noch keine Möglichkeit gefunden hat, sich ihrer alten Verpflichtungen zu entledigen? Sie befindet sich noch immer in diesem Hamsterrad der alten DDR Geschichte. Die offiziell bekannten Stasi  Mitarbeiter können wohl schlecht entlassen werden, da die Furcht, dass Diese dann reden könnten, scheinbar viel zu groß ist.

Ein Diktatorisch geführter Staat ist nun einmal ein Unrechtsstaat in dem natürlich auch nicht alles schlecht war, genau so wie in der heutigen Bananenrepublik nur weniges gut ist. Das alles ändert doch nichts an den gegebenen Situationen und ist nicht mehr als ein Sturm im Wasserglas. Ist es im Osten der Linken einmal ruhig fahren mit Sicherheit im Westen der Partei die Panzer auf, um die eigenen Genossen unter Feuer zu nehmen. Nur solange die eigenen GenossInnen nicht bemerken wer und wo die größten Schmarotzer am Volkseigentum sitzen, ist auch das ganze Palaver um Gauck nur ein billiges Ablenkungsmanöver.

Nichts gelernt, nichts zum Wohlstand einer Gesellschaft beigetragen da zu faul zum arbeiten, sitzen so selbsternannte „Echte Linke“ ihr ganzes Leben dem Staat auf der Tasche. Der Staat sind im übrigen wir, die Gesellschaft und wer nun glaubt, der Systemwechsel in eine von diesen verherrlichte und erträumte Diktatur des Sozialismus oder Kommunismus a la DDR, Kuba oder Nordkorea würde an der Stellung des Arbeiters auch nur irgend etwas verändern sollte schnellstens die vom Blut der Vergangenheit verschmutze Brille von den Augen nehmen. So schnell können wir alle gar nicht gucken, noch viel schneller haben die Maden ihren Speck gefunden. Genau so wie die in der Linken heute.

Auch noch die letzten Cent Stücke  der unteren Schichten mitnehmend so präsentieren sich die Linken. Beispiele gefällig – Bitte: Noch im Jahre 2009 waren alle allgemeinen Drucksachen welche  für Wahlveranstaltungen, oder Informationsstände benötigt wurden, kostenlos und Frei Haus zu beziehen. Paletten weise! Viele Tausend Flyer lagerten in meiner Garage. Obwohl mehrmals angeschrieben schämten sich ehemalige Genossen die Dinge abzuholen. Ich habe sie als Altpapier entsorgt. Heute reicht ein Blick in den Shop der Partei um den Stück-Preis zu erfahren.

Eine Webseite der Partei im Internet kostete früher um die 45 Euro monatlich. Heute werden sicher zwischen 60 und 70 Euro im Monat dafür verlangt werden. Von jeden Verband welcher eine eigene Seite unterhält. Monat für Monat, Jahr für Jahr, für eine einmalige Entwicklung. Hat sich je einmal jemand die Mühe gemacht zu zählen wie viele Webseiten im Land existieren? Selbstgebaute Seiten sind offiziell nicht erlaubt.

DL kostet im Monat sieben Euro für das Hosting auf einen Server. Telefon und Internet haben viele privat als Flatrate, wir auch. Den Rahmen gibt es in mehr als 60 Variationen, bei WordPress kostenlos. Für die Bedienung sorgen wir, Udo und Ich selber. Für sieben Euro geben wir also unsere Freiheit auf? Vielleicht ein Pastor für ein Pöstchen in der Partei, oder um als Deutscher „Nick-Heini“ den Möchtegern-Politikern gefällig zu sein? Wie nennen wir die üblen Abzocker auch im Internet? Auch für Pastoren wäre es klüger manchmal den Mund zu halten über Dinge, von denen sie nichts verstehen. Heißt es nicht Irgendwo: „Du sollst nicht falsches Zeugnis abgeben, wider Deinen Nächsten“?

So schrieb mir doch gestern ein Bekannter, nein, – nicht Karl der Käfer aus dem Saarland folgendes:

Lieber Ingo,
Ein Begriff wie „Lumpen“ ist bei mir für die korrupten Eliten dieser Republik reserviert. – Anders als Du annimmst kenne ich diesen oder jenen Linksparteiler, bzw. verfolge einige „Karrieren“ in der LINKEN. In der Linkspartei gibt es Opportunisten (Bartsch, Liebich u. ä.), linke Sozialdemokraten wie Ramelow, aber eben auch redliche, echte Linke wie Sevim Dagdelen oder Wolfgang Gehrcke. Aber nicht deretwegen bin ich „dünnhäutig“. Mir liegt an politischer Differenzierung, damit Politik möglich ist. Wenn alle Lumpen wären, dann gäbe es ja keinen Unterschied zwischen Gauck und Wagenknecht z. B., den allerdings kann man mit bloßem Auge sehen.

Besonders toll finde ich hier wieder einmal die Bezeichnung „Echter Linker“ und den Qualitätsvergleich zwischen Gauck und das Linke Wagenrad. Liebe Leute. Ein Feister Gockel mit einer feisten Henne auf einer Stange ! Besser hätte niemand auf die optische Nähe von zwei Zeige-freudigen hinweisen können.

Hier noch eine kleine Satire:

SONNTAGSSPAZIERGANG MIT GAUCK

VON MICHAEL RINGEL

Wie habe ich es gehasst als Kind: Jeden Sonntag wurde ich „über den Wall geschleift“, wie es der Kabarettist Hanns Dieter Hüsch einst nannte. In unserem Heimatort gab es rund um das zentrale Schloss einen ehemaligen Befestigungswall, auf dem die Insassen der Stadt im Sonntagsstaat ihre Runden drehten und herzlichst Bekannte begrüßten, über deren Macken sie wenig später hinter ihrem Rücken genüsslich lästerten: ein immer gleiches, ödes Vergnügen.

Längst sind die studentischen Zeiten vorbei, und man schläft nicht mehr nach durchzechten Nächten bis in die Puppen. Der Sonntagsspaziergang gehört zum persönlichen Programm. Allerdings gibt es in Berlin mehr Ausflugsorte. An diesem ungewöhnlich warmen ersten Novembersonntag geht es hinaus zum Grunewaldsee. Ein buntes Gewimmel. Am Hundestrand tollen die Tölen glücklich herum, weil von den Leinen befreit.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

—————————

Fotoquelle: Wikipedia – Urheber blu-news.org

Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 generisch“ (US-amerikanisch) lizenziert.

Abgelegt unter Nordrhein-Westfalen, P. DIE LINKE, Überregional | 4 Kommentare »

Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 3. November 2014

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

Bundesflegel Gauck, das iPhone als übergriffige Mutti und Sympathielimbo mit Hooligans

Herr Küppersbusch, was war schlecht in der vergangenen Woche?

Bundesflegel Gauck hält sich an die Regel, keine Parteipolitik zu machen. Allerdings solle das die Linkspartei ihm nachtun, findet Gauck. Dann könnte Gauck Thüringen zu Lehen bekommen und die Linkspartei würde Bundespräsident.

Und was wird besser in dieser?

Menschen seiner Generation täten sich schwer, der Linken zu vertrauen. Mal sehen, wer von beiden länger hält.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen will die Bundeswehr zum attraktivsten Arbeitgeber Deutschlands machen. Netter Versuch?

Irrlichternde Debatten wie „Bodentruppen nach Irak“ und gescheiterte Missionen (Afghanistan etwa) reißen, um es mal Landserinnendeutsch zu sagen, mit dem Arsch um, was von der Leyen mit den Händen an Ikea und WLAN in die Dienststuben stellt. Im Wunsch nach einer „attraktiveren“ Armee steckt Unzufriedenheit mit der bisherigen Personalauswahl. Waffenliebhaber, Abenteurer, Bildungsverlierer? Sprechen Sie sich doch aus, Frau Ministerin. Die Idee der Wehrpflicht war auch die eines Querschnitts der Bevölkerung. Die Bevölkerung lehnt Kriegseinsätze mit großer Mehrheit ab. „Wir dienen Deutschland in Deutschland“ wären nur zwei Worte mehr, Pinsel und Farbe würde Schäuble womöglich abnicken, und schon wäre die Bundeswehr deutlich attraktiver

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

——————————————————————————————————————————

Grafikquelle  :    Bearbeitung durch User:Denis_Apel – Lizenz “Creative Commons“ „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen“

Urheber Unbekanntwikidata:Q4233718

 

Abgelegt unter Feuilleton, International, Medien | Keine Kommentare »

Besoffene sagen die Wahrheit

Erstellt von Gast-Autor am 3. November 2014

Wie ein Bundespräsident über
die Thüringen-Wahl quatscht

Autor: U. Gellermann

Rationalgalerie

Datum: 03. November 2014

Tach allerseits! Ich bin, hicks, ich bin, hicks, der Bundespräser, äh, der Bunspräsi, also hicks, der Mann ganz weit oben. Schön, ich habe einen über den Durst, habe ich. Und als mich der hicks, der Deppen-Dings im Fernsehen gefragt hat, was das denn soll, dass die Links-SEDler jetzt unser schönes Thüringen besetzen und so nen Linken, den Rammel-Dings zum Minisser-Präsedent machen wollen (beginnt die Thüringen-Hymne zu singen): `Thüringen, holdes Land, wo meine Wiege stand / Frühling ist überall, Freude und Lust´, also da bin ich aus der gewachsenen deutschen Verantwortung, jawoll, bin ich dagegen! Aber wie! Natürlich respektu-iere ich die Wahlentscheidung von diesen Thüringern, hab ich ja dem Deppen-Dings schon gesagt. Aber wenn die doch SED wählen?! Das dürfen die doch nicht, oder?

Kommse mir nich von wegen der Bundespräser steht über alle Dinger, oder so, über alle Parteien, total neutral. Hahh, hat doch das Gericht für Verfassung, hicks, ganz klar über meine Verfassung gesagt: `Wie der Bunspräser seine Aufgaben erfüllt, das entscheidet er ja wohl immer noch selber, grunz-sätzlich!´ In Vertraun: Den Rammel-Dings kann ich nicht leiden! Heißt auch noch Bodo. Der Einschleicher. Kommt aussm Westen, schleicht sich in´n Osten ein und streicht die Roten schwarz-rot-gold an. Und der Rot-Anteil? Größer als alles andere! Und wenn so einer Einigkeit un Recht un Freiheit singt, ja glaubnse der meint Freiheit? Ne, ne, der meint Recht und so. So einer, hab ich dem Deppen-Dings gesagt, so einer iss ja nicht weit weg von der Unterdrückung der Menschen, wo damals die SED und heute die Wagenkecht plant, das iss ja wie Blockwahlen, wenn der Thüringer als solcher demnächs unter dem Rot-Rot-Grünen-Unrechtsblock ächzt.

Wie? Das Volk hat gewählt? Was weiß das Volk schon von solche Dinge, häh? Das Volk bin ich! Und ich hab dem Deppen, äh – warum heißt der bloß so komisch, muss ja auch nich sein, werde mich beschwern bei denen von der Anstalt – dem jedenfalls hab ich gesagt, hab ich: Iss denn die Partei wo diesen Rammel-Dings zum Chef von unsern Thüringen machen will, iss die denn wech von den SED-Vorstellungen? Stelln se sich mal vor: Wenn dieser rote Block morgen am Tag wieder alles enteignet? Da hatten wir das unterdrückte DDR-Volk schon grünzlich von seinen roten Betrieben befreit, in den freien Westen übergeführt, und nun? Da hat der freie Westen als größten neuen Thüringer Betrieb die Zeitarbeitsfirma „Randstadt“ aufgebaut“, und das soll jetz alles umsonst gewesen sein? Dass werde ich ssu verhindern wissen! Hicks.

Jetz, nach meine Meinugsäusserung im Fernsehen, haben doch die Sozi-al-Demokraten noch 24 Stunden Zeit, sich gengn den Roten Block in Thüringen zu entscheiden, die SPD-Mitglieder, die wackligen. Soltense mal an die Thüringer Hymne denken (beginnt wieder zu singen) `Thüringen, holdes Land, wo meine Wiege stand / sterb ich, so nimm mich sanft in deinen Schoß.´, so schnell kanns gehen, sag ich Ihnen als Pastor, eine falsche Kolla-tionsentscheidung und sie stehn vor Gottes Angesicht! Un Gott lässt sich nich spotten von so hergelaufne Sozi-al-Demokraten. Hamse die Kerzen inner Kirche hicks, bei mein´n Fernseh-Interview gesehen? Un den Altar in Hintergrund? Alles was ich sag un tu ist heilig- könnse schon anner Deko-ra-tion sehen! Amen!

Besoffen von seiner eigenen, geblähten Wichtigkeit gab der aktuelle Bundespräsident jüngst im „Bericht aus Bonn (ARD)“ ein Interview zum möglichen neuen Ministerpräsidenten in Thüringen. Kinder und Besoffene, meint der Volksmund, sagen die Wahrheit. Es war dann bei Gauck aber nur die Wahrheit über sich selbst, die ihm aus dem Maul geflossen ist. Und es war auch die Wahrheit über eine Rundfunkanstalt, die jene billige Propaganda sendet, die weder mit der Verfassung noch mit dem Rundfunkauftrag zu tun hat.

—————–

Fotoquelle: Wikipedia – Urheber blu-news.org

Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 generisch“ (US-amerikanisch) lizenziert.

Abgelegt unter Berlin, Bundespräsident | 5 Kommentare »

Kreuz, Schwert und Glocke

Erstellt von DL-Redaktion am 20. August 2014

Kreuz, Schwert und Glocke

SCHLAGLOCH VON GEORG SEESSLEN

Kleiner, aktualitätsangebundener Versuch über Symbol und Rhetorik

An einem schlechten Tag könnte man sich darüber erregen, dass einem nur noch zwei Arten von Menschen in einer deutschen Stadt begegnen: Leute, die nichts anderes in ihre Birne lassen als Karriere, Geld, Status und Bizness, und Leute, die nichts anderes in ihre Birne lassen als Fußball, Bild-Zeitung, Fernsehen und Bier. Ein übles Klischee, ja. Trotzdem: Es muss doch etwas geben, das diese beiden deutschen Birnen miteinander verbindet, oder?

Postpolitisch regiert

Vielleicht ja: „die Regierung“. Die Merkel, der Gabriel und der Gauck. Man könnte versuchen, diese als Dreifaltigkeit der deutschen Postpolitik zu beschreiben. Postpolitisches Regieren ist eine Methode, das Reden, das Handeln und die Ausübung von Macht vollkommen voneinander zu entkoppeln und im Schatten des öffentlich-medialen Scheins neu zusammenzusetzen. Die Regierung folgt keinem politischen Programm, und was sie sagt, ist nicht, was sie tut; sie hat kaum noch „politische Gegner“, dafür Konkurrenten und Königsmörder in den eigenen Reihen. Der Sachzwang und die Systemrelevanz auf der einen, das Image und die Symbolik auf der anderen ersetzen Position und Projekt.

Quelle: TAZ >>>>>weiterlesen

———————————————————————————————————————————

Grafikquelle   :   Symbol der DDR-Friedensbewegung

Abgelegt unter Kriegspolitik, Regierung | Keine Kommentare »

Die unbewältigte Sprache des Joachim Gauck

Erstellt von Gast-Autor am 20. August 2014

Wie die Deutschen Brasilien mal „niedermachten“

Autor: Daniela Dahn

Rationalgalerie

Datum: 18. August 2014

Reflektiertes Erinnern geht nicht ohne Sprache. Dabei ist es nicht ohne Belang, ob der Sprechende sich zu den Besiegten oder zu den Siegern rechnet.

Im Sport gibt es da, anders als in der Politik, klare Kriterien: 7:1, Deutschland gegen Brasilien. Was für ein demütigendes Ergebnis vor der ganzen Weltöffentlichkeit für die Gastgeber, die oft ein sorgenvolles Dasein fristen. Und sich mit dieser Fußballweltmeisterschaft 2014 so viel Hoffnung auf etwas Freude und Stolz gemacht haben. Brasilien war bereit, aus der Staatskasse viel Geld für die Fußballfans aller Welt zu zahlen. Geld, das im Lande, in dem der Hunger nicht besiegt ist, anderweitig gebraucht worden wäre, wie zahlreiche Proteste bewußt machten.

Wer hierzulande auch nur ein wenig Mitgefühl und Empathie für die Situation in Lateinamerika aufbringt, wird sich gesagt haben, daß ein knapperer Sieg im Halbfinale den an Selbstbewußtsein nicht mangelnden Deutschen auch gereicht hätte. In einem Wettstreit, bei dem es durchaus darauf ankommt, wer sich in der ganzen Welt teuerste Spieler, Trainer, Trainingslager, Ausrüstungen, Lobbyisten, Sportmediziner, Ernährungswissenschaftler und wer weiß was alles, leisten kann. Und bei dem die Brasilianer durch ein gefoultes K.o. ihres besten Spielers schon Pech genug hatten.

Welche Worte fand der deutsche Bundespräsident angesichts dieser Situation? Als es im Endspiel gegen Argentinien knapp wird, gibt er zu: „Ich war so emotional bewegt.“ Daß dies auch die andere Seite gewesen sein könnte, scheint ihm nicht in den Sinn gekommen zu sein: „Das war ein Nervenspiel, ich habe so gezittert und gebebt und mich gefragt: Wo ist die Mannschaft, die Brasilien mit 7:1 niedergemacht hat?“ Niedergemacht? Aus welchem Vokabelheft hat er denn das? Dagegen wurde kein Wort des Respekts oder der Achtung vor der Leistung der Brasilianer oder Argentinier bekannt. Nur ein Dank an Gott, daß es doch noch „geklappt“ hat. Wie sehr die lateinamerikanischen Katholiken mit ihrem Gott hadern mußten, war ihm offenbar egal. Ein Christ ohne Erbarmen?

Die ins Triumphgeheul einfallenden Großmedien ließen das unhinterfragt durchgehen. In den sozialen Netzwerken und Leserkommentaren gab es Unwillen. Auf Spiegel online erklärte ein Blogger, dieses Gauck-Interview sei der „Tiefpunkt des Abends“ gewesen. Angesichts einer getwitterten Fotostrecke von Regierungssprecher Seibert zum Besuch von Merkel und Gauck in Buenos Aires twitterte eine Studentin zurück: „Ich würde die mächtigste Frau der Welt und den klerikalen Kasperl aus dem Osten jetzt lieber in Gaza sehen.“ Breit diskutiert wurden die Flugkosten der Reise angesichts der enormen Staatsverschuldung in Deutschland. Der Papst als Argentinier sei vernünftiger gewesen.

Aber niemand hat, soweit ich sehe, den propagandistischen Gehalt des Wortes „niedermachen“ analysiert. Kein Journalist und kein Blogger hat sich daran erinnert, daß es sich um ein Lieblingswort aus dem „nazistischen Lexikon“ handelt. Victor Klemperer schreibt in seinem „LTI“: „Dem Verbum ´niedermachen´ merkt man die Wut auf den Gegner an.“ In den Heeresberichten sei es zu einer stereotypen Phrase geworden. Dort werde immer wieder darauf hingewiesen, „daß Banden keinen Pardon erhalten; besonders der ständig anschwellenden französischen Résistance gegenüber heißt es eine Zeitlang regelmäßig: soundso viele wurden `niedergemacht´“.

Klemperers Beispiele lassen sich mühelos ergänzen. Der „Führer“ persönlich hat sofort nach dem Reichstagsbrand den führenden Ton angegeben: „Wir kennen kein Erbarmen, wer sich uns in den Weg stellt, wird niedergemacht. Das deutsche Volk wird für Milde kein Verständnis haben. Jeder kommunistische Funktionär wird erschossen, wo er angetroffen wird.“

Auch die Information Nr. 321/2014 der Bundeszentrale für politische Bildung scheint dem Bundespräsidenten entgangen zu sein. Über die Soldaten der Wehrmacht heißt es dort: „Mit der größten Selbstverständlichkeit sprachen sie von `umlegen, `abknallen und `niedermachen´ . Und zwar in einem Ton, als ob heute jemand von Meetings im Geschäftsleben berichtet.“ Oder eben vom Fußball.
Wie sehr die Sprachregelung auch die Geistlichen erfaßt hatte, läßt sich an der 1940 erschienenen Menge-Bibel ablesen. Luther ließ bis dahin Jesus in einem Gleichnis (Lukas 19,27) auch nicht gerade menschenfreundlich fluchen: „Doch jene meine Feinde, die nicht wollten, daß ich über sie herrschen sollte, bringet her und erwürget sie vor mir.“ Hermann Menge, der bis zu seinem Tod 1939 Revisionen an seiner Übersetzung vornahm, legte Jesus in den Mund: „Doch diese meine Feinde, die nicht wollten, daß ich ihr König werde, bringt her und macht sie nieder vor mir.“

Niedermachen – nur ein Ausrutscher des emotionalen Pastors Gauck, den man nicht überbewerten sollte? Vielleicht. Wer aber selbst seine Prägungen so stark aus familiären Erfahrungen ableitet, wird nicht überrascht sein, wenn man sich fragt, welche Sprache der kleine Joachim von seinen Eltern, die er NSDAP-Mitläufer nennt, aufgenommen hat. Als Offizier der Kriegsmarine kannte sein Vater die Heeresberichte. Als er nach dem Krieg von einem sowjetischen Kriegstribunal verurteilt wird und für vier Jahre nach Sibirien verschwindet, wird Onkel Gerhard das große Vorbild des siebenjährigen Joachim, die „Richtschnur für sein Leben“. Gerhard Schmitt war zunächst Gruppenführer der SA beim Amt für Ausbildungswesen. Später wurde er Wehrmachtsoberpfarrer für den gesamten Marineabschnitt Ostsee. Auch ihm wird die Lingua Tertii Imperii nicht fremd gewesen sein. Seinen allgegenwärtigen Antikommunismus hat der Onkel jedenfalls über die ganze Zeit als DDR-Kirchenfunktionär gerettet. Joachim Gauck hat ihm immer die Treue gehalten. Als Bürgerrechtler Anfang November 1989 für ein besseres Reisegesetz auf die Straße gingen, hatte der privilegierte Gauck einen dringenderen Termin. Wie schon mehrfach zuvor, reiste er mit Hilfe der Stasi in den Westen. Diesmal zum 80. Geburtstag von Onkel Gerhard. Kein Kind kann für seine Verwandtschaft, aber inzwischen war Joachim groß geworden und für sein Tun und Sprechen selbst verantwortlich.

Als Bundespräsident reist Joachim Gauck nun auffällig oft zu den Stätten, an denen der deutschen faschistischen Greuel gedacht wird. Das ist ehrenwert. Wie Bundespräsident Wulff reiste er nach Yad Vashem. So wie vor Angela Merkel kein Kanzler im KZ Dachau war, war vor Gauck kein Bundespräsident in Oradour-sur-Glane. Eine Spätfolge des angeblich verordneten DDR-Antifaschismus? Oder späte eigene Einsicht? Man würde es gern glauben. An Bescheinigungen für Gaucks Glaubwürdigkeit fehlt es jedenfalls nicht. Oder ist dies geschickte Taktik seiner Berater, die womöglich Äußerungen aus seiner vorpräsidialen Zeit vergessen machen wollen?

Etwa ein Erinnern an seine Rede im Mai 2004 in der NS-Gedenkstätte Torgau, die auch die Opfer des Massakers in Gardelegen ehrt. Noch im April 1945 wurden dort über 1000 lästig gewordene KZ-Häftlinge, ganz nach dem Muster von Oradour, von der Waffen-SS und ihren Helfern bestialisch in einer Scheune verbrannt. Doch Joachim Gauck wollte die Gedenkstätte gleichwertig auch für vermeintliche Opfer des Stalinismus öffnen. Der Zentralrat der Juden und in Torgau von den Nazis inhaftierte Deserteure protestierten vergeblich. Geehrt werden sollten unter anderem die NSDAP-Funktionäre Walter Biermann und Arno Brake, die an dem Kriegsverbrechen in Gardelegen aktiv beteiligt waren und dafür vom sowjetischen Militärtribunal in Torgau zum Tode verurteilt wurden. Daß die nur einen Tag nach dem Massaker in Gardelegen eingetroffenen amerikanischen Truppen vor Entsetzen, wie Augenzeugen schilderten, 20 beteiligte NS-Männer an Ort und Stelle erschossen, erwähnte Gauck selbstredend nicht. Vollstreckte Todesurteile gegen Naziverbrecher sollen stalinistisches Unrecht bleiben. Weshalb auch die Kanzlerin in Dachau tunlichst vermied, die 268 vollstreckten Todesurteile der Amerikaner nach den „Dachauer Prozessen“ gegen die Hauptverantwortlichen im Holocaust zu erwähnen. Selbst nach 70 Jahren bleibt in Deutschland die Erinnerung an die Aufarbeitung von NS-Verbrechen selektiv.

Die Überreste der Kriegsverbrecher Walter Biermann und Arno Brake wurden im Juni 2003 auf dem Hallenser Gertraudenfriedhof mit Stelen und „ewigem Ruherecht“ geehrt. Im gleichen Jahr plädierte Joachim Gauck zugunsten eines neu entfachten Nationalstolzes dafür, nun, da wir unsere Hausaufgaben in Sachen NS-Aufarbeitung hinreichend gemacht hätten, da wir „neurotisch auf der Größe unserer Schuld beharren“, auch daran zu denken, daß nicht alle Täter waren.

In seinem verquasten Vortrag „Welche Erinnerung braucht Europa“ empfand Gauck 2006 das Gedenken an den Holocaust in seiner „Einzigartigkeit überhöht“, fürchtete, es könne „quasireligiös“ werden. Und somit „dem Verstehen“ entzogen werden. Man kann den, auch zum Scheitern verurteilten, Versuch machen, die perfektionierteste Massenmordmaschine der Weltgeschichte erklären zu wollen. Bei diesem Wahn wird immer ein unerklärbarer Rest bleiben. Kann man angesichts dessen den Holocaust gar verstehen? Verstehen setzt eine nachvollziehbare Motivation voraus. Man muß diese dann nicht teilen, aber eben doch verstehen. Christlicher Antijudaismus, die Wurzel des Antisemitismus, wird zur Erklärung hinzugezogen, aber doch nicht zum Verständnis. Gauck sprach sich jedenfalls gegen eine „ewige Hierarchie der verschiedenen Ausprägungen des Bösen“ aus, weil nämlich die Singularität der Shoah das Aufarbeiten der „Schuld an siebzig Jahren Staatsterror unterminieren“ würde, kommunistischem, versteht sich.

Er war für das „Einbringen neuer Leidensschwerpunkte in den europäischen Diskurs“, so die Schuld der anderen, etwa die französische Kollaboration oder die „Orte mit doppelter Erinnerung“, wie Buchenwald, Sachsenhausen oder Torgau. Bei Dachau setzte seine doppelte Erinnerung schon aus, genau wie bei den übrigen 34 Konzentrationslagern auf deutschem Boden, die die Westalliierten zunächst als Gefangenenlager weiterführten. Sehr präsent war ihm dagegen das „lange vernachlässigte Erinnerungsgut: Deutsche als Opfer“. Dieses Thema sei keine Relativierung, sondern „Zeichen geistiger Gesundung“. Da sprach plötzlich ein Sieger der Geschichte.

Klemperer nannte sein Buch im Untertitel: Die unbewältigte Sprache. Er war überzeugt, „die Aussagen eines Menschen mögen verlogen sein – im Stil seiner Sprache liegt sein Wesen hüllenlos offen.“

So dürfen wir auch künftig gespannt sein, aus welchem Fettnapf ergebene Redakteure den in Peinlichkeit getunkten Bundespräsidenten nun wieder herausziehen müssen. „Niedermachen“ werden sie ihn nicht. Da können wir beruhigt sein. Nach zwei herbeipolemisierten Rücktritten von Bundespräsidenten hat der Wunschkandidat der wirtschaftstreuen Großmedien nun Narrenfreiheit. Aller guten Dinge sind nicht drei. Das kann sich der Staat nicht leisten. So werden wir weiter die Luft anhalten müssen, wenn unser derzeitiges Staatsoberhaupt, fern von Formulierungshilfen seines Büros, in freier Rede seinen Emotionen freien Lauf läßt.

Der Beitrag erschien zuerst in der Zweiwochenschrift OSSIETZKY
http://www.ossietzky.net/

——————————————————————————————————————————–

Grafikquelle   :  Verlinkung mit Twitter

Abgelegt unter Amerika, Feuilleton, Kultur | 1 Kommentar »

DL – Tagesticker 30.06.14

Erstellt von DL-Redaktion am 30. Juni 2014

Direkt eingeflogen mit unserem Hubschrappschrapp

*************************************************************

1.) Drama vor Italien:

Küstenwache entdeckt 30 Leichen auf Flüchtlingsboot

Hunderte Flüchtlinge sind am Wochenende aus Nordafrika kommend in Italien gelandet. Für mindestens 30 von ihnen endete die gefährliche Flucht tödlich: Italiens Küstenwache barg von einem Boot Dutzende Leichen.

Spiegel

*************************************************************

2.) Menschen in Hongkong düpieren Peking

An einer informellen Volksabstimmung über mehr Demokratie in Hongkong haben sich fast 800.000 Bürger der chinesischen Sonderverwaltungszone beteiligt. Die Regierung in Peking reagiert verschnupft.

RP-Online

*************************************************************

3.) Gauck vermiest Bundestag die Ferien

GELD Der Bundespräsident verzögert seine Unterschrift unter die für den 1. Juli geplante Diätenerhöhung, weil er offenbar verfassungsrechtliche Bedenken hat – Erhöhungen ab 2016 sollen quasi automatisch erfolgen

TAZ

*************************************************************

4.) Der Bundespräsident hat recht

Der Verdacht des Populismus liegt nahe, wenn der Bundespräsident verfassungsrechtliche Bedenken gegen eine Diätenerhöhung zu erkennen gibt.

TAZ

*************************************************************

5.) Verdi-Chef wirft SPD Wählertäuschung vor

Drei Millionen Menschen seien vom geplanten Mindestlohn ausgenommen: Verdi-Chef Bsirske kritisiert die Ausnahmeregelungen bei der neuen Lohnuntergrenze scharf – mit einem allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn habe das nichts mehr zu tun.

Sueddeutsche

*************************************************************

Der, Die, Das – Letzte vom Tag

Wahlen auf den Linken Reste-Rampen

6.) Bayern-Linke: Bulling-Schröter und Merk wiedergewählt

Parteitag in Kissing wählt Vorstand neu / Landesverband will mit »linker Politik in einem reichen Land« Profil stärken

Neues Deutschland

*************************************************************

7.) Sabine Wils soll die Linke bis zum Oktober allein führen

Hamburg. Die bisherige Europaabgeordnete Sabine Wils steht bis Oktober zunächst alleine an der Spitze der Hamburger Linken. Die neue Landessprecherin erhielt bei einem Parteitag am Sonntag 99 von 111 Stimmen.

 

SHZ

*************************************************************

Hinweise nehmen wir gerne entgegen

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

Abgelegt unter Allgemein | 1 Kommentar »

DL – Tagesticker 28.06.14

Erstellt von DL-Redaktion am 28. Juni 2014

Direkt eingeflogen mit unserem Hubschrappschrapp

*************************************************************

1.) Auch in Österreich fällt die Vorratsdatenspeicherung

Das Verfassungsgericht in Österreich hält die umstrittene Vorratsdatenspeicherung für einen unverhältnismässigen Eingriff in die Grundrechte. Die Regierung will Alternativen prüfen.

Neue Züricher

*************************************************************

2.) Gauck blockiert Diäten-Erhöhung

Im Februar beschloss der Bundestag eine üppige Erhöhung der Abgeordnetenbezüge – doch Bundespräsident Joachim Gauck hat das Gesetz noch immer nicht unterschrieben. Laut „Bild“-Zeitung bestehen verfassungsrechtliche Bedenken.

Spiegel

*************************************************************

3.) Präsidialamt entzieht Scheel den Dienstwagen

Das Büro wird aufgelöst, der Leasingvertrag für den VW Phaeton des Altbundespräsidenten Walter Scheel wird nach Informationen des SPIEGEL gekündigt. Der Wagen wird überwiegend von der Ehefrau genutzt – das sei unzulässig, heißt es im Amt des Bundespräsidenten.

Spiegel

*************************************************************

4.) Koalition einigt sich auf Änderungen

am Mindestlohnentwurf

Nach Widerstand aus der Union haben sich die Spitzen der schwarz-roten Koalition auf Änderungen am Mindestlohnentwurf von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) verständigt. Danach soll es nun keine Rabatte für Zeitungsverleger bei den Sozialbeiträgen ihrer Zusteller (Minijobber) geben.

Augsburger Allgemeine

*************************************************************

5.) Hochstapler

Die Meldungen zur Berliner Flughafenruine BER klingen nur noch wie Comedy. Jetzt hat sich herausgestellt, dass der Planer der berüchtigten Entrauchungsanlage gar kein Ingenieur war, sondern nur Technischer Zeichner. Überall fassungsloses Kopfschütteln.

TAZ

*************************************************************

6.) „Wettbewerb erfordert Zerschlagung von Konzernen“

Gerhard Schick gilt als linker Grüner. Jetzt will er seiner Partei Liberalität beibringen. Für ihn heißt das: Mehr Wettbewerb durch staatliche Eingriffe. Im Visier hat er Allianz und Deutsche Bank.

Die Welt

*************************************************************

Der, Die, Das – Letzte vom Tag

7.) Pony bei 59 km/h auf Bundesstraße geblitzt

In Eppstein steht seit kurzem eine neue Radarfalle an der B455. Als das Ordnungsamt die ersten Daten auswerten will, erlebt es eine Überraschung: Ein Pferd wurde bei 59 Stundenkilometern geblitzt.

Die Welt

*************************************************************

Hinweise nehmen wir gerne entgegen

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare »

DL – Tagesticker 26.06.14

Erstellt von DL-Redaktion am 26. Juni 2014

Direkt eingeflogen mit unserem Hubschrappschrapp

*************************************************************

1.) Leipziger Montagsdemos ausgezeichnet

Vor 25 Jahren gingen die Menschen in Leipzig auf die Straße – ein Meilenstein vor dem Fall der Mauer. Nun gab es für die Akteure den Nationalpreis. Und in der Laudatio einige der weniger bekannten Parolen von damals.

Neues Deutschland

*************************************************************

2.) Gauck verzichtet auf Strafverfolgung

Bundespräsident Joachim Gauck will die Äußerungen des Brandenburger Landtagsabgeordneten Norbert Müller (Linke) nicht strafrechtlich verfolgen lassen. Man werde keine Strafverfolgungsermächtigung erteilen, sagte eine Sprecherin Gaucks am Mittwochabend der Nachrichtenagentur dpa.

Rbb

*************************************************************

3.) Neustart aus dem Osten

ÜBERLEBEN Zwei Jahre ist die Schlecker-Pleite her. Im Erzgebirge haben einige der Frauen wieder Arbeit gefunden – in der expandierenden DroNova-Kette von Heiko Ernst

TAZ

*************************************************************

4.) Wann bekommen Deserteure Asyl?

EUROPÄISCHER GERICHTSHOF Der Fall des in Deutschland lebenden US-Deserteurs André Shepherd löst ein Grundsatzverfahren aus

TAZ

*************************************************************

5.) Nur Gysi sorgt für Aufregung

Debatten über den Kanzleramtsetat waren schon Sternstunden. Unter der Großen Koalition allerdings wirkt der Bundestag wie gelähmt. Eine Auseinandersetzung gibt es nur um Oppositionsführer Gysi.

Stern

*************************************************************

6.) Hilferufe in Primark-Kleidung

In Kleidung des britischen Mode-Discounters Primark sind innerhalb weniger Tage offenbar mehrere Hilferufe von Arbeitern aufgetaucht. Auf einem eingenähten Etikett schreibt ein asiatischer Arbeiter, dass er bis zur Erschöpfung arbeiten müsse.

Kölner-Stadt Anzeiger

*************************************************************

Der, Die, Das – Letzte vom Tag

Fußballer Ideenreicher als Linke Dossier Schreiber

7.) „Der Zahn Gottes“

Die Weltpresse ist fassungslos bis empört über den erneuten Aussetzer des Uruguayers Luis Suarez. Nur aus dessen Heimatland kommen eher beleidigte Reaktionen. Die Pressestimmen im Überblick.

Der Tagesspiegel

*************************************************************

Hinweise nehmen wir gerne entgegen

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare »

Deutsche auf Friedensmission

Erstellt von DL-Redaktion am 6. März 2014

Ein Missionar mit dem falschen Gebetbuch

So lesen wir doch in den letzten Wochen des öfteren: Die Deutschen sollten sich stärker in die Weltpolitik einmischen. Und wir glauben es zu spüren, sie machen es gerne, als hätten sie nur darauf gewartet wieder in aller Welt gefragt zu werden und Teutsches Wesen zu verbreiten? So ziehen sie denn aus in alle Welt die Friedenskommissare: Die Chefin nach Israel, Steinmeier nach Putin, von der Leyen nach Afrika. Sind sie doch alle sehr wichtig, auch ohne viel Wissen.

Und Einer ist besonders wichtig und sollte darum auch gesondert erwähnt werden, unser oberster aller Abnicker, der „Jockel“ Gauck. Er hält sich zur Zeit in Griechenland auf um dort verbrannte Erde zu rekultivieren, oder bekam er den Auftrag die merkelschen Daumenschrauben noch ein wenig stärker anziehen. Vielleicht bereitet er auch nur einen neuerlichen Einmarsch zur Verteidigung des Euro vor.

Interessant ist in diesen Zusammenhang der Artikel aus der Welt vom gestrigen Tag. Die Zeitung erinnert in den Zusammenhang wieder einmal an die nie gezahlten Kriegsreparationen an Athen.  Wer selber die immer wieder ins Gespräch gebrachten Orte der einstigen Nazi – Greueltaten besuchte kann sich ein Bild davon machen, von der heute noch vorhandenen Sepsis gegen deutsche Bürger außerhalb der Touristen Zentren, unter den Einheimischen.

Wobei zutreffend ist mit Geld nicht immer alles zu regeln zu können, aber dass alle, besonders die ganz dummen Sprüche auch aus der Regierung, absolut fehl am Platze sind, daran sollte man doch öfter einmal erinnern. Es muss  nicht alles in der Steigerung schlimm, schlimmer, am schlimmsten enden. Ansonsten darf sich eine Regierung nicht wundern wenn sie demnächst aus Griechenland hören: Nazis, Troika, Gauck.

Zumindest Zweifel sind angebracht, ob denn wohl hier die richtige Person auf Friedensmission geht. Ist diese doch bisher eher als Duckmäuser besonders dort aufgefallen wo Zivilcourage  nötig gewesen wäre. Und die von ihm so oft angesprochene Freiheit, wird er den Griechen genauso wenig bringen wie er sich für seine Eigene einst eingesetzt hat. Da waren Andere wohl wirkungsvoller unterwegs.  Na, aber vielleicht versucht  sich hier wieder einmal der eigene Bock als Gärtner?

Gauck in der Zwickmühle der Kriegsreparationen

Die Griechen sind sauer, weil Deutschland keine weitere Entschädigung wegen der NS-Zeit zahlen will. Präsident Gauck dürfte die Absage heute in Athen bestätigen – zugleich aber andere Gelder zusagen.

Bundespräsident Joachim Gauck wird in Griechenland sehnlich erwartet – sehr sogar. Den Deutschen hat man immer etwas zu sagen, möchte es ihnen am liebsten zuschreien, wenn sie sich denn in Sichtweite herbeibequemen: Seit 2008 ist das Land wegen der Euro-Krise auf deutsches Geld angewiesen.

Bei vielen Bürgern weckt das Erinnerungen an eine andere, noch viel schlimmere Zeit – den Nationalsozialismus. Auch damals ging es um Geld. Etwa, als die Deutschen die Griechen zwangen, die Kosten für die deutsche Besatzung ihres Landes selbst zu finanzieren. Und das auf bizarre Weise deutsch-korrekt: in Form eines Zwangskredits. Ähnlich verfuhren andere Besatzungsmächte, die Truppen in Griechenland hielten (Bulgarien und Italien). Diese Länder zahlten diese Summen dann später, nach Kriegsende, irgendwann an Griechenland zurück.

Deutschland hingegen nicht, sagt Weltkriegsveteran Manolis Glezos, der als Vorkämpfer in der Frage der Kriegsreparationen gilt und den Gauck während seines Besuchs treffen wird. Im Gespräch mit der „Welt“ zeigt er sich verbittert – nach all den Jahren vergeblicher Mühen in der Sache: Die Bundesrepublik, so glaubt er, wolle deswegen nicht zahlen, weil es „an Griechenland Rache nehmen will“.

Quelle: Die Welt >>>>> weiterlesen

Fotoquelle: Wikipedia – Urheber blu-news.org

Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 US-amerikanisch (nicht portiert) lizenziert.

Abgelegt unter International, Kriegspolitik, Regierung | Keine Kommentare »

Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 3. März 2014

Wie geht es uns , Herr Küppersbusch?

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

Im Gegensatz zu „Jockel“ Gauck kann Wulff nun daran arbeiten ein anständiger Kerl zu werden. Düsseldorf ist die „Karnevalstiefburg“, und die Ultras machen Sudoku

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht in der vergangenen Woche?

Friedrich Küppersbusch: Sarrazin muss ganz viele Interviews geben darüber, dass seine Meinung unterdrückt wird.

Und was wird besser in dieser?

Das interessiert auch keinen mehr.

Die Affäre Wulff endete am Donnerstag vorerst mit dem Freispruch des ehemaligen Bundespräsidenten. Wenn Joachim Gauck nun stolpert, kommt dann Wulff zurück?

Jockel „bestes Deutschland ever“ Gauck ruft die Deutschen zu den Waffen und weigert sich ausdrücklich, Wulffs Worte zu wiederholen, wonach auch der Islam zu Deutschland gehöre. Wie zur Hölle sollte der es hinkriegen, beim Verfassungsorgan Bild in Ungnade zu fallen? Schnäppchenpräsi Wulff passte darin gut zur „Volks“-Ramschtheke bei Springers; Gauck hingegen diffamiert Friedensliebe als „Glückssucht“ und repräsentiert 100 % Blattlinie. Also: Wulff kann ausdauernd und nachhaltig am Thema des multikulturellen Deutschland arbeiten, damit wird er nichts mehr außer ein anständiger Kerl. Das ist doch schon viel mehr als Gauck.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

———————————————————————————————————————–

Grafikquelle  :    Bearbeitung durch User:Denis_Apel – Lizenz “Creative Commons“ „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen“

Urheber Unbekanntwikidata:Q4233718

 

Abgelegt unter Feuilleton, International, Medien | Keine Kommentare »

Erst einmal ausgewulfft

Erstellt von DL-Redaktion am 28. Februar 2014

Den hätten wir uns sparen können

Aber am Ende ist man bekanntlich immer schlauer. So wurden am Donnerstag vor dem Landgericht Hannover vielleicht sogar die Seiten getauscht da sich alle gegen Wulff gerichteten Vorwürfe als null und nichtig erwiesen. Er verließ den Ort als unbescholtener Bürger nachdem der Richter Frank Rosenow folgendes Urteil verkündet hatte:

„Der Angeklagte wird vom Vorwurf der Vorteilsannahme freigesprochen. Er ist für die erlittenen Durchsuchungen zu entschädigen. Die Kosten des Verfahrens trägt die Landeskasse.“

Erst mal ausgewulfft

Christian Wulff hat, was er wollte. Er verlässt das Landgericht Hannover an diesem Donnerstag als unbescholtener Bürger. Der Exbundespräsident ist vom Vorwurf der Vorteilsannahme freigesprochen. Für die „erlittenen Durchsuchungen“, wie es der Vorsitzende Richter Frank Rosenow formuliert, stehe Wulff zudem eine Entschädigung zu.

Äußerlich ungerührt lauscht Wulff in Saal 127 des Landgerichts dem Urteil. Über drei Monate saß er hier auf der Anklagebank, im ersten Prozess gegen ein bundesdeutsches Staatsoberhaupt überhaupt. Erst als Richter Rosenow die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft noch einmal zusammenfasst, regt sich Wulff: Er schmunzelt, schüttelt immer wieder den Kopf.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlese-

—————————————————————————————————————————

Fotoquelle: Wikipedia – Urheber blu-news.org

Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 US-amerikanisch (nicht portiert) lizenziert.

Abgelegt unter Bundespräsident, Feuilleton, Regierung, Überregional | 1 Kommentar »

Deutsche Friedensengel

Erstellt von DL-Redaktion am 12. Februar 2014

Bundeswehreinsätze in Afrika:
Von der Leyens Solo-Show nervt die eigenen Leute

Die Schießen schneller als der Engel fliegen kann

„Das Erste mal“ lasen wir kürzlich in der Presse als sich die neue Kriegsministerin auf den Weg nach Afghanistan machte. Gleichlautende Töne waren auch über ihren Trip nach Mali in Afrika zu lesen. Aber ist nicht alles was diese Frau bislang anstellte „Das erste Mal“ und wird nicht damit auch gleich das Ende eingeläutet?

Wie hören wir immer. Entscheidend ist was am Ende dabei herauskommt. Und das ist nicht allzu viel wie wir feststellen können. Privat o.k., das Ergebnis kann sich sehen lassen, nach dem ersten mal, aber mit dem Ende des Studium der Medizin ging es dann auch schon los. Oder eben auch nicht, denn die Karriere als Ärztin endete sehr abrupt wie wir in einen Artikel  der FAZ lesen. Hieraus zitiert:

„Im heutigen Sprachgebrauch war Ursula Albrecht zunächst eine Langzeitstudentin. Bis zur Geburt ihres dritten Kindes 1992 arbeitete sie als Assistenzärztin der Abteilung Frauenheilkunde der Medizinischen Hochschule Hannover. 1992 brach Ursula von der Leyen die Facharzt-Ausbildung ab und ging mit ihrer Familie für vier Jahre nach Kalifornien, der beruflichen Bahn ihres Mannes folgend. Eine leicht nachvollziehbare Entscheidung – die sie allerdings die Möglichkeit kostete, als Frauenärztin zu praktizieren. Denn dazu ist der Facharzttitel nötig. Tatsächlich bedeutete der Umzug nach Amerika Ursula von der Leyens Abschied vom Arztberuf, den sie somit, ehrlich gesagt, in ihrem Leben kaum ausgeübt hat.“

Und ihr dann folgendes Leben als Politikerin? Da wird außer einen hyperaktiven Start in die immer wieder neuen Ministerinnen Sessel nichts übrig bleiben. Vieles begonnen und kläglich gescheitert wird dieser Frau einst nachgesagt werden. So muss Frau schon aus berufenen Hause kommen um all die Misserfolge kaschieren zu können.

Jetzt wird also, zu guter Letzt, die Bundeswehr umgekrempelt. Von einer Ärztin welche an und für sich dem Leben verpflichtet sein sollte. Welch Wunder dass ihre Berufszunft hier schweigt oder sagen diese sich, besser dort als hier bei uns?  Wobei es vielleicht ein großes Glück für sie ist die Prellböcke Steinmeier und Gauck vor sich hertreiben zu können. Die Drei von der Tankstelle jetzt auf die Suche nach neuen Betätigungen für die Bundeswehr.

Wobei Gauck sich ja bereits als Freiheitskämpfer ausgezeichnet hat, in der ehemaligen DDR. So wurde es jedenfalls San Suu Kyi der Friedensnobelpreisträgerin in Myanmar bei seinen Besuch erzählt. Warten wir einmal ab, in ein paar Jahren werden wir sicher lesen können das er, zusammen mit Merkel früher auch gefoltert wurde.

[youtube W01Kdk_5rus]

Diese endlos lange Friedenszeit muss doch beendet werden um in die Geschichtsbücher deutscher Politik eingeschrieben zu werden. Es gilt zwarnach wie vor die Maxime das vom deutschen Boden nie wieder Krieg ausgehen soll, was soll es, ziehen wir also in die Welt hinaus. Das zu entscheiden, dafür gibt es doch Politiker. Und da in der Familienpolitik keine Erfolge zu Buche stehen wird diese jetzt in die Truppe eingefügt. Erhalten so die Kinder und Mütter die Gelegenheit live die kämpfenden Truppe fallen zu stehen.

Bundeswehreinsätze in Afrika:
Von der Leyens Solo-Show nervt die eigenen Leute

Man kann Ursula von der Leyen nicht vorwerfen, dass sie es langsam hat angehen lassen. Keine zwei Monate ist sie Verteidigungsministerin, aber in dieser Zeit war sie schon so präsent, wie manche Kabinettsmitglieder es gern in einer ganzen Wahlperiode wären. Natürlich steht die CDU-Frau unter besonderer Beobachtung, aber von der Leyen versteht es auch, von sich reden zu machen: Sie will die Bundeswehr familienfreundlicher machen, die europäischen Armeen bündeln, die deutsche Truppe öfter ins Ausland schicken. Ein Vorstoß jagt den nächsten.

 

Nicht nur dem politischen Gegner geht die Hyperaktivität der neuen Inhaberin der Befehls- und Kommandogewalt schon auf die Nerven. Auch in der Union wird von der Leyen zunehmend kritisch beäugt. Ist gegen erste Profilierungsversuche und Antrittsbesuche noch nichts einzuwenden, hört bei den Einsätzen der Bundeswehr für viele der Spaß auf. Und so stoßen die jüngsten Rufe der Ministerin nach einem stärkeren Engagement der Truppe in Afrika, etwa in Somalia, auf harten Widerstand.

Quelle: Spiegel >>>>> weiterlesen

Fotoquelle: Wikipedia – Author SMSGT JOHN P. ROHRER, USAF

This file has been identified as being free of known restrictions under copyright law, including all related and neighboring rights.

Abgelegt unter International, Kriegspolitik, Regierung | Keine Kommentare »

Deutschland, Deutschland, überall!

Erstellt von Gast-Autor am 3. Februar 2014

Drohnen-Uschi, Raketen-Meier & Panzer-Gauck

Gleicher unter Gleichen

Autor: U. Gellermann

Rationalgalerie

Datum: 03. Februar 2014

Noch wird die erste Strophe des „Deutschland-Liedes“ nicht wieder gesungen. Deutschland, Deutschland über alles, das geht noch nicht. Aber Deutschland überall, überall in der Welt, das geht wieder. Weit über drei Millionen Treffer erreicht man bei der Suchmaschine Google, wenn man die Begriffe „Deutsche-Rolle-Aussenpoltik“ eingibt. Denn endlich, endlich sollen die Deutschen ihre düstere Vergangenheit, ihre militärische Präsenz in diversen Ländern der Welt, den schweren Schatten der Hitlerei abstreifen und wieder kriegsfähig werden. Jubel brandet auf: „Ohne uns ist vorbei“, schreibt die ZEIT. Im WDR erzählt einer dieser verhinderten Generäle: „Jetzt rückt Afrika ins Blickfeld der Bundeswehr, aber das Entscheidende ist: Jetzt übernimmt die deutsche Außenpolitik endlich die Verantwortung, die schon lange von ihr erwartet wird.“ Ein Jammer, dass Erwin Rommel schon tot ist. Bis in die Provinz gelangt die Kriegsbegeisterung: „Einmischen statt wegsehen“ verlangt der „Weserkurier“. Wir sollen wieder eine Rolle spielen, überall auf der Welt.

Ein Trommelfeuer geht auf die armen Deutschen nieder. Sie, die noch jüngst in einer Umfrage mit 58 Prozent gegen militärische Einmischung in anderer Länder Probleme votierten, die sogar meinten Deutschland mische sich bereits jetzt zu häufig ein, werden von Ihren Medien und ihrer Obrigkeit eines Schlechteren belehrt. Die Reichskanzlerin versichert dem UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, Deutschland werde sich endlich „bei der Lösung internationaler Konflikte einmischen“. Als wären wir nie in Afghanistan gewesen. Außenminister Steinmeier beklagt eine „Kultur des Heraushaltens“, und sondert diesen Satz ab: „Es wird zu Recht von uns erwartet, dass wir uns einmischen“, als stünden nicht immer noch 1.500 Bundeswehr-Soldaten im Kosovo und diverse Marineeinheiten am Horn von Afrika. Und die Kriegsministerin von der Leyen entdeckt die militärische Landkarte neu: „Afrika ist unser direkter Nachbar, an der Meerenge von Gibraltar liegen die Kontinente nur 14 Kilometer voneinander entfernt“, um dann den Grund für´s Einmischen zu buchstabieren: „Ein boomendes Afrika ist eine Chance, gerade für ein Land mit einer so starken Exportwirtschaft.“ So ein Truppen-Export wird Afrika schon in die richtige Richtung boomen: Die Afrikaner werden mit teuren deutschen Autos versorgt und die Deutschen bekommen billige Rohstoffe.

Doch den Höhepunkt aller Brandreden lieferte der notorisch verhaltensauffällige Gauck auf der Münchner Sicherheitskonferenz ab. Schon der Titel seines Vortrags, „Deutschlands Rolle in der Welt: Anmerkungen zu Verantwortung, Normen und Bündnissen“, weist auf die Rolle rückwärts zum rasselnden Säbel hin. Dann beklagt er die „finanzielle Auszehrung“ der NATO, um mit Tränen in den Augen über deutsche Laufbahnen zu sinnen: „Es ist kein gutes Zeichen, wenn jüngere Mitglieder des Bundestages das Gefühl haben, die Beschäftigung mit Außen- und Sicherheitspolitik sei nicht karrierefördernd.“ Da gab es einst viel bessere Zeiten, als Gaucks Vater, in einer Uniform mit hübschen Hakenkreuzen verziert, Karriere im besetzten Polen machen konnte. Ja, damals kamen die Deutschen noch rum: Von Stalingrad bis El Alamein. Und weil diese Erfolgsgeschichte fortgeschrieben werden soll, bringt er die Balken im „Bayerischen Hof“, dem Tagungsort der Konferenz, zum biegen: „Eines haben wir gerade in Afghanistan gelernt: Der Einsatz der Bundeswehr war notwendig.“ Für was? Für wen? Die Gaucks dieser Erde, servile Erfüllungsgehilfen der erfolgreichen deutschen Waffenindustrie, haben aus den vielen Toten Afghanistans offenkundig nichts gelernt.

Die Ein- und Aufmischer der Münchner Sicherheitskonferenz haben natürlich auch Oppositions-Vertreter aus der Ukraine eingeladen. So ist zu vermuten, dass wie im Fall Syrien, eine Opposition hofiert wird, die dem Bürgerkrieg nicht abgeneigt ist. Kaputte Staaten pflastern den Weg der Bellizisten. Ob am Wiederaufbau wirklich so viel zu verdienen ist wie die Säbelrassler hoffen? Eine Antwort auf diese Frage gibt, sicher ungewollt, die „Süddeutsche Zeitung“ wenn sie in ihrer Sonderbeilage zur Sicherheitskonferenz ein Foto mit einer riesigen preussischen Pickelhaube versieht. Wer glaubt das sei ironisch gemeint, muss nur den nebenstehenden Kommentar lesen, der die Frage „Selig sind die Friedfertigen?“ mit einem klaren NEIN beantwortet. Weil Deutschland endlich wieder überall sein soll.

**************************

Fotoquelle: Wikipedia – Urheber blu-news.org

Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 US-amerikanisch (nicht portiert) lizenziert.


Abgelegt unter Kriegspolitik, Regierung, Wirtschaftpolitik | Keine Kommentare »

Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 3. Februar 2014

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

In der letzten Woche konnten wir beobachten wie die USA an die russischen Grenzen vorrücken wollten, während  Gauck in einer Rede an seinen Amtsvorgänger Wilhelm II erinnerte.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht in der vergangenen Woche?

Friedrich Küppersbusch: Das Feuilleton erregt sich im Niemandsland zwischen Petition und Petitesse.

Und was wird besser in dieser?

Vor den nächsten Kriegseinsätzen sollten wir nochmal sehr kritisch über Markus Lanz diskutieren. Oder das Wetter.

Der Trend geht zur Steuerhinterziehung: erst Uli Hoeneß, dann Theo Sommer, jetzt Alice Schwarzer. Auf welche moralische Größe ist noch Verlass?

Na ja, Günter Grass könnte immerhin vorbringen, schon seinen Sold bei der SS ordentlich versteuert … egal. Schwarzers Kernthese, das Private sei politisch, reibt sich nun auf ihrer Homepage mit ihren Anwürfen gegen „Denunzierung“ und ihrer Forderung, ihr Steuerbetrug sei Teil ihrer „Privatsphäre“. Ein schöner Tag bei Kachelmanns daheim

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

—————————————————————————————————————————–

Grafikquelle   :     Bearbeitung durch User:Denis_Apel – Lizenz “Creative Commons“ „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen“

Urheber Unbekanntwikidata:Q4233718

Abgelegt unter Feuilleton, International, Medien | Keine Kommentare »

Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 13. Januar 2014

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

In der letzten Woche wurde einmal mehr bestätigt dass die CSU  lieber „Wohlstandsflüchtlinge“ will. Auch zeigte Merkel dem Gauck, wie Sotschi-Protest geht, und Griechenland ist wie die frühe taz

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht in der vergangenen Woche?

Friedrich Küppersbusch: Nur Vollzeitstellen bei der Bundeswehr. Immer dieses Geballer die ganze Woche!

Was wird besser in dieser?

Im zweiten Reformschritt setzt sich von der Leyen auch für Teilzeit bei allen Kriegsgegnern der Bundeswehr ein. Für gegnerische Familien ist es sehr vorteilhaft, während deutscher Angriffe nicht da zu sein.

Seit Monaten macht die CSU Stimmung gegen vermeintliche Armutsflüchtlinge aus Südosteuropa. Nun wurde in Germering bei München ein Asylbewerberheim in Brand gesteckt. Sind wir wieder zurück im Jahr 1991?

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

——————————————————————————————————————————

Grafikquelle   :     Bearbeitung durch User:Denis_Apel – Lizenz “Creative Commons“ „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen“

Urheber Unbekanntwikidata:Q4233718

Abgelegt unter Feuilleton, International, Medien | Keine Kommentare »

Preußisch Roulette

Erstellt von DL-Redaktion am 25. Dezember 2013

Das neue Kabinett und seine sagenhaften Insassen

Ja, diese neue Regierung ist Teil des realen Lebens, gleicht einer Fäkaliengrube in der die dicken Brocken immer an die Oberfläche drängen. Besonders aber in dieser großen Koalition, welche den Bürgern einige ganz dicke Dinger zumutet, wird das wieder einmal besonders auffällig. Qualifikation für eine bestimmte Position gibt es nicht und das frischt die Erinnerungen an meine verlorene Pflichtzeit bei der Bundeswehr wieder auf. Dort wurden auch Bäcker oder Gärtner in den KFZ Bereich befohlen und einige Kfz Schlosser in die Küche kommandiert. Könnten derartige Strategieplanungen nicht auch als Terrorismus angesehen werden?

Schon typisch für einen Staat welcher heute noch nicht einmal in der Lage ist gewisse Großprojekte zu einem sinnvollen Abschluss zu bringen. Wo es möglich ist den Ex-Wirtschaftsminister Philipp Rösler im Weltwirtschaftsforum zu platzieren, wobei ein bekannter Manager der Wirtschaft noch vor einigen Wochen öffentlich verkündete diesen noch nicht einmal als Abteilungsleiter einsetzen zu wollen, da die benötigte Qualifikation nicht vorhanden wäre.

Wobei über die aller dicksten Brocken aus der Führungsetage dieses Staates schon niemand mehr ein Wort verliert. Vielleicht wegen eines Mangel an Masse, einer gewissen Leere, welche die Hüllen fünf Zentimeter über die Wasseroberfläche schweben lässt, die Füße trocken hält?

Preußisch Roulette

Das neue Kabinett und seine sagenhaften Insassen

„Bitte sehr, der Herr. Ist ganz einfach. Schauen Sie, gewinnen Sie: Unter welchem Hütchen ist das Ressort?“

 Noch bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe wird in Berlin gedaddelt und geschachert, gemogelt, angetäuscht, werden Gerüchte ver- und entdichtet, Blindgänger gehoben und Kugeln in Revolverkammern gedrückt. Kaum glaubt man eine halbwegs plausible Kabinettsliste vor sich zu haben, werden die Karten erneut gemischt und weitere Namen in die Verlosung geschmissen. Hierbei kennt der Wahnsinn keine Grenzen mehr – nur ein Beispiel: Auf einmal kommt ein gewisser Gerd Müller (CSU) für das Entwicklungshilfeministerium ins Gespräch.

Der ehemalige „Bomber der Nation“ auf Staatsempfang in Afrika? Dann sollen aber auch Bernd das Brot, Veronica Ferres und der Schreibtisch „Micke“ von Ikea ihre faire Chance erhalten.

Vor zigtausend Jahren war es ja nicht ungewöhnlich, dass eine Sippe in der Wildnis aufgelesene Freaks, Tiere oder sogar Gegenstände zu ihren Götzen und geistigen Führern erhob. Doch damals gab es statt Internet und Fernsehen eben auch nur Höhlenmalerei. Im 21. Jahrhundert sollte die Informationstechnologie aber doch so weit gediehen sein, dass nicht mehr archaischer Firlefanz und Aberglaube die entscheidenden Kriterien bei der Auswahl der Minister sind.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

Abgelegt unter Regierung, Satire | Keine Kommentare »

Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 9. Dezember 2013

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

Die SPD findet endlich ihre Antwort auf Angela Merkel, und gründet die SPD  AG welche demnächst sogenannte Sozi-Derivate auf den Markt bringt. 100 Euro Bonus wenn auch die nächsten drei Wahlen verloren gehen.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht letzte Woche?

Friedrich Küppersbusch: Klitschko macht alle Stunts selber. Das ist ein Fortschritt zu Schwarzenegger.

Und was wird besser in dieser?

Henri Maske führt die Opposition gegen Gauck.

Ein Genosse hat seine Stimme zum SPD-Mitgliederentscheid auf eBay angeboten. Das Höchstgebot lag bei 20,50 Euro, dann hat eBay die Auktion gelöscht. Was wäre Ihr Maximalgebot gewesen?

Klar, Gabriels Konzept zielt insgeheim auf Masseneintritte. Mittelfristig soll es die SPD.AG werden, und je nach attraktivem Mitgliederentscheid steigt der Aktienkurs. Umstritten die sogenannten Sozi-Derivate („100 Euro Bonus, wenn die SPD die nächsten drei Wahlen auch verliert“).

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

——————————————————————————————————————————–

Grafikquelle   :     Bearbeitung durch User:Denis_Apel – Lizenz “Creative Commons“ „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen“

Urheber Unbekanntwikidata:Q4233718

Abgelegt unter Feuilleton, International, Medien | Keine Kommentare »

Linke und gaukelnde Pfarrer

Erstellt von DL-Redaktion am 3. Oktober 2013

Joachim Gauck  —  Der Präsident und sein Ego

Ausgewachsene Stinkmorcheln ohne Gleba werden im Volksmund auch als „Leichenfinger“ bezeichnet.
Sind doch die Tage viel zu schwör, da wär ich besser Ingenieur.

Jedes Volk bekommt die Führung welche es verdient. Diesen Spruch folgend müssten die Deutschen ein sehr tüchtiges Volk sein, denn diese haben gleiche derer Zwei. Eine Führerin und einen Führer wobei sich Beide gut zu ergänzen scheinen, da der Eine versucht das aufzufangen was der Einen durch die Raute gleitet?

Jetzt lädt also der Führer die Spitzen seiner Parteien zu „Vier-Augen-Gesprächen“ ein. Kommt diese Geste nicht einen Misstrauensantrag gegenüber seiner eigentlichen Chefin gleich und nutzt er die Gelegenheit aus, sein Amt entsprechend aufzuwerten. Möchte der Ex-Pfarrer einer Tochter den richtigen Glaubens-Weg zeigen. Schlägt der Pfau sein Rad um der Henne zu beweisen doch der Schönere zu sein. Auf den Jahrmarkt politischer Eitelkeiten möchte schließlich keiner in Vergessenheit geraten und sei er noch so überflüssig.

Überhaupt, es scheint jetzt ein Jahrhundert angebrochen zu sein in der die Religionen die Politiker wieder darauf aufmerksam machen wollen doch aus der gleichen Familie zu stammen. Die der Heilversprecher für die Ewigkeit. So erzählt Lafontaine seit mehr als 40 Jahren, jedem der es hören möchte, dass, wenn er nur fleißig seine Partei wähle, es ihm bald besser gehen werde. Ein Mehr an Netto vom Brutto, ähnlich wie bei der FDP.

Zwecks Einlösung gegebener Versprechungen seiner Religionsgruppe, sprich Partei, war seine Zeit als Bürgermeister und Oberbürgermeister von Saarbrücken und anschließend als Ministerpräsident des Saarland gekommen. Über die Erfolge wurde auch hier vielfach berichtet. Als Spitzenleistung seiner Partei SPD sei hier die Hartz-Gesetzgebung noch einmal erwähnt.

Die Pfarrer erwarten von ihren Zöglingen die Folgsamkeit und Hörigkeit gegenüber ihren Gott, die  Genügsamkeit und Ehrlichkeit gegen den Mitmenschen um auch hier einige Beispiele aufzuführen. Spendenbereitschaft und Beitragszahlungen zur Festigung ihrer persönlichen Führungsposten erwarten Beide. Oben wird sofort gezahlt und unten erhalten die Sklaven einen Wechsel auf die Ewigkeit.

Unterschiede zwischen den Pfarrern und Politikern? Im Saarland erzählt eine Wiedergeburt von Karl Marx dem Gärtner was verschlossene braune Kuverts enthalten. Dort agieren von höheren Weihen Berufene als Spaltpilze gegen Stinkmorcheln im Auftrag des Gutsherren, welcher bald zum Jagen getragen werden muss. Gilt es doch den Bock zu erlegen welcher irgend wann auch einmal Gärtner spielen möchte um das wuchern der Pilze unter Kontrolle zu bekommen.

Derweil in Berlin die Partie des Gaukelnden munter fortschreitet, ist es doch nicht so einfach aus den Zeiten eines zwei Pässe Privilegierten in die Gegenwart des Stresses und der Überlastungen hinüber zu machen. Aber sollen nicht alle Bürger der nächsten Generationen noch bis zu einem Alter von 80 Jahre arbeiten um an der Rente zu sparen um auch so ein Amt wie das eines Bundespräsidenten noch zahlen zu können?

Das Leben als ein von verschiedenen Journalisten immer wieder erwähnten Bürgerrechtlers im Kampf um Freiheit war gewiss sehr beschwerlich. Warum legen hier nicht mehr von diesen Echten energisch Einspruch ein? Kamen doch viele erst ans Tageslicht als der Vorhang bereits gefallen und keine Gefahr mehr für Leib und Leben mehr bestand. Mag hier nicht vielleicht das Wissen aus verschiedenen Akten, welche irgendwo noch im Keller lagern und als unbewusste Druckmittel dienen?

Joachim Gauck  . Der Präsident und sein Ego

 Autorin: Antje Sirleschtov

Bundespräsident Joachim Gauck trifft die Spitzen der im neuen Bundestag vertretenen Parteien. Heute sind die Grünen an der Reihe. Doch es geht weniger um eine neue Regierung, als vielmehr um ihn persönlich. Auch eine neue Biografie zeigt Gauck als einen Menschen, der sich gerne selbst ins Zentrum stellt.

Noch nicht einmal zwei Wochen ist die Bundestagswahl her und schon lässt Joachim Gauck die Bürger wissen, dass er sich zu „Vier-Augen-Gesprächen“ mit den Chefs der im Bundestag vertretenen Parteien treffen will. Am heutigen Mittwoch trifft er sich mit der Grünen-Spitze. Die Tatsache an sich ist dabei wenig erwähnenswert, der Bundespräsident spricht regelmäßig mit denen, die die politischen Geschicke des Landes lenken.

Es stellt sich vielmehr die Frage: Warum soll das Volk überhaupt wissen, dass sein Staatsoberhaupt den politischen Akteuren einzeln die „Beichte abnimmt“?

Stellt man diese Frage jenen, die sich lange und intensiv mit der Person des Bundespräsidenten beschäftigt und (sehr unterschiedliche) Biografien über ihn verfasst haben, so fällt die Antwort überraschend einstimmig aus: Dieser Joachim Gauck ist offenbar ein Mann mit einem sehr großen Interesse am Bild, das die Öffentlichkeit von ihm hat. Einer, der sich in erster Linie für sich interessiert. Und so einer, der sieht sich natürlich gern im Zentrum des Geschehens. Auch, wenn er als Staatsoberhaupt nach einer Bundestagswahl, die erkennbar nicht unmittelbar zu einer Staatskrise führt, eigentlich keine Aufgabe hat.

Quelle: Tagesspiegel >>>>> weiterlesen

Fotoquelle: Wikipedia – Author

This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Abgelegt unter Berlin, Bundespräsident, P. DIE LINKE, Saarland | Keine Kommentare »

Gysi weiter im Kriechgang

Erstellt von DL-Redaktion am 21. September 2013

Gregor Gysi im Schlussspurt für Rot-Rot-Grün

Bildergebnis für Wikimedia Commons Bilder Gysi

Ja Gysi hat sicher in vielen Dingen Recht und auch in seiner Bewertung der SPD. Auch ich würde der SPD sicher keine Stimme geben und haben die von mir auch nie bekommen. Die Partei mit den größten Wortbrechern in ihren Reihen, beginnend bei den Ermächtigungsgesetzen über H. Schmidt und Schröder, wobei Willy Brandt als löbliche Ausnahme genannt werden sollte.

Nur und das sollte Gysi dann fairerweise auch einmal erwähnen, diejenigen welche den Weg an die Fresskörbe in der SPD nicht fanden, wechselten dann rasch in die Linke und setzten damit die Kultur des Versagens in in ihrer neuen Umgebung fort. Unter der Maxime nach oben, nach oben, brachten die zuvor dritt- oder Viertklässler außer den Einsatz ihrer Ellbogen sehr wenig nützliches mit. Wer wird den Spruch von Lafontaine je vergessen wenn er sagte: „Das haben wir in der SPD immer so gemacht“?

Wenn heute, einen Tag vor der Bundestagswahl die Bürger zu weit über 50 % Prozent mit der „Arbeit“ von Merkel zufrieden sind, bedeutet dieses doch nichts anderes als das es der Opposition nicht gelungen ist die Wähler vom Gegenteil zu überzeugen. Das ist auch nicht innerhalb von acht Wochen möglich wenn zuvor aus Gründen von Staatsräson für mehr als viereinhalb Jahre große Übereinstimmung gezeigt wurde. Sich einer Staatsräson unterzuordnen heißt aber nicht anderes als keine eigenen Ideen, sprich Programme zu haben, wobei sich der Wähler dann einfach für das Original entscheidet.

Auch wird es weder der SPD noch den Grünen gelingen wird, nach der Einführung der Hartz-Gesetzgebung ihre ehemaligen Stammwähler und auch die Unentschlossenen nun von der Wichtigkeit dieser Gesetze zu überzeugen. Parteien welche die Freie Marktwirtschaft predigen haben diese zuungunsten ihrer ehemaligen Klientele einseitig außer Kraft gesetzt und damit die Löhne dramatisch nach unten manipuliert.

Da meldet sich kurz vor Torschluss dann auch der Bundes – Gauck mit einer Video-Botschaft zu Wort und fordert die Bürger zur Wahlbeteiligung auf. Erinnern wir uns? Auch er ist solch eine Kunstproduktion der Staatsräson, eine Geburt aus Regierung und Opposition. „Wir entscheiden für eine lebendige Demokratie“ gaukelt er in seiner Rede und erwähnt nicht das für eine solche, die entsprechenden Personen schon lange abhanden gekommen sind.

Das dieses Parlament dann Hartz und Kriegseinsätze entgegen den Willen von mehr als 70 % der Bevölkerung er manipuliert wird natürlich nicht erwähnt. Wer wundert sich da noch, wenn Antidemokraten von Demokraten immer seltener gewählt werden?

[youtube clgAZPhykek]

Gregor Gysi im Schlussspurt für Rot-Rot-Grün

Linken-Spitzenkandidat Gregor Gysi will die SPD gern erziehen – damit sie sozialdemokratischer werde. „Wenn es eine Mehrheit gibt jenseits von Union und FDP, muss man wenigstens miteinander reden“, fordert er beim Wahlkampfabschluss seiner Partei.

Wenn Gregor Gysi eine Partei gar nicht mehr versteht, dann ist es die SPD. „Raus aus der Konsenssauce“ wolle er sie haben, sagt der Linken-Spitzenkandidat am Freitag bei einer Kundgebung auf dem Berliner Alexanderplatz. Aber er sieht sich bisher nicht erfolgreich. In der ihm eigenen spitzbübischen Logik fordert Gysi, für die Linke zu stimmen, damit die SPD sozialdemokratischer wird: „Das ist das Einzige, was sie erzieht.“ Und fordert: „Wenn es eine Mehrheit gibt jenseits von Union und FDP, muss man wenigstens miteinander reden.“

Zum letzten Mal in diesem Wahlkampf steht Gysi auf großer Bühne. An diesem Samstag wird er in den Schlussspurt gehen, am Abend noch bei Stefan Raabs TV-Sendung „Absolute Mehrheit“ sein.

Quelle: Tagesspiegel >>>>> weiterlesen

Grafikquelle   :  

This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Germany license.
Flag of Germany.svg
Attribution: Foto: Michael Lucan, Lizenz: CC-BY-SA 3.0 de

 

Abgelegt unter P. DIE LINKE, P.Die Grünen, P.SPD, Überregional | 1 Kommentar »

Vom Schatten einer Reise

Erstellt von DL-Redaktion am 6. September 2013

Ein Reisender und Redender Gauck

„Die Wissenden reden nichts, und die Redenden wissen nichts“. So lautet ein altes chinesisches Sprichwort, welches Gauck hätte bekannt sein können?

Und wenn ihr nicht alle werdet wie wir Deutschen, werdet ihr nicht in den Himmel einziehen. Gerade so hätte Gauck sich in Frankreich auf seinen Staatsbesuch äußern können. Den gleichen Wortlaut hat der pastorale Verkünder allerdings nicht gebraucht. Den Himmel hat er schlicht ausgelassen, vielleicht vergessen, oder lebt er bereits darin, geistig, in seinen eigenen?

Aber ansonsten ist es schon verwunderlich, was ein Pastor so alles wissen will. Nun betätigt er sich auch als Ökonom und versucht so Europa, den Deutschen und hier besonders Merkel zu folgen. Der gemeinsame Stallgeruch ist nicht zu verleugnen. „Ich repräsentiere ein anderes Deutschland“ wusste er in Oradour zu sagen, um im Anschluss Frankreich zu weiteren Reformschritten aufzufordern. An einer Gedenkstätte für vergangene Missetaten machte er die Franzosen darauf aufmerksam, dass Deutschland heute zwar anders, aber wieder einmal auf einem allein richtigen Weg ist! Gauck’sche Diplomatie!

Vom Schatten einer Reise

Bundespräsident Joachim Gauck gedenkt in Frankreich der Opfer eines SS-Massakers. Und preist bei der gleichen Reise Deutschland als großartiges Vorbild zur Bewältigung der Eurokrise

Was hatte Angela Merkel sich angestrengt, ihn nicht über sich zu haben – und nun ist Bundespräsident Joachim Gauck ihr bester Mann: Mit seiner Frankreichreise hat er erneut unter Beweis gestellt, wie gut er sich mit der Kanzlerin ergänzt. Die Bilder seines Gedenkbesuchs in Oradour – als erster deutscher Bundespräsident – zusammen mit Frankreichs Präsident François Hollande und mit Robert Hédras, dem 87-jährigen Überlebenden des SS-Massakers, sind um die Welt gegangen: weil die Welt nicht vergessen will; und weil sie vor allem nicht will, dass die Deutschen vergessen.

Wer als Deutscher die Stätten des Terrors besucht und kein ausgewiesener Neonazi ist, wird sich der Scham, der Beklemmung und auch des Zorns über seine Väter, Groß- und inzwischen auch Urgroßväter nicht entziehen können. Und es wäre abseitig zu behaupten, „Entsetzen, Erschütterung und Demut“, die Gauck in Oradour, die er bei seinen vorhergehenden Besuchen im tschechischen Lidice und im italienischen Sant’Anna di Stazzema empfand, seien der routinierten Gedenkrhetorik des Politprofis entsprungen: Es ist schwer an diese Orte zu gehen, das soll es ja auch sein; und es liegt, wie bei Merkels kürzlichem Besuch in Dachau – als erste amtierende Bundeskanzlerin- nicht im Ermessen der Täter und ihrer Nachkommen, ob sie hier herkommen dürfen, sondern in dem der Vertreter der Opfer.

Die obersten Repräsentanten der Deutschen machen also keine schlechte Figur, wenn sie zurückschauen. Aber wenn nun der Blick wieder nach vorne geht – was sehen sie dann? „Ich repräsentiere ein anderes Deutschland“, sagte Joachim Gauck, und trotz NSU, NPD und national befreiter Zonen wird da kaum einer widersprechen. Doch der Bundespräsident hatte noch mehr im Gepäck für die Franzosen: Sein Besuch solle eine Ermutigung zu weiteren Reformschritten sein, sagte er.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

—————————————————————————————————————————–

Grafikquelle    :   Wikipedia – Urheber blu-news.org

Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 generisch“ (US-amerikanisch) lizenziert.

Abgelegt unter Bundespräsident, Europa, Finanzpolitik, Kommentar, Regierung | Keine Kommentare »

Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 24. Juni 2013

  Wie geht es uns, Herr Küppersbusch

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

Gaucks größter Fan heißt Gauck welcher kein Spross eines Pastors, sondern selber einer war , was seiner Position erst die besondere Spitze gibt. Wo der eine segensreiche Tränen verdrückt rockt Kristina Schröder, und die Kanzlerin zündelt erfolgreich am Wirtschaftszweig Internet.

Herr Küppersbusch, was war schlecht letzte Woche?

Friedrich Küppersbusch: Laut Rechnungshof schönt die Arbeitsagentur ihre Vermittlungserfolge.

Was wird besser in dieser?

Ab sofort darf sich nur noch arbeitslos melden, wer einen neuen Job in Aussicht hat.

Barack Obama war in Berlin und hat sein Jackett ausgezogen. Große Geste?

US-Nachrichtensender stellten sogleich Betrachtungen an, ob gleißende Sonne oder ein technischer Defekt seine Teleprompter abgeschossen hätten und Obama die Jackensache also gemacht habe, um den Technikern Reparaturzeit zu verschaffen. Half nix, er las für seine Verhältnisse fahrig vom Blatt. Amerikas führendes Hasskäppchen Rush Limbaugh folgerte in seiner Radioshow, Obama müsse promptern, andernfalls er ehrlich rauspladdern könnte, was er denke: Kommunismus, Islamismus, Gesundheitsreform als Euthanasie. Zusammen mit NSA und Kriegsgelüsten in Syrien wirkte Obama wie der versehentlich mental heile gebliebene Spross von Familie Paranoia.

Bundespräsident Gauck war bei Obamas Stippvisite zu Tränen gerührt. Ist Joachim Gauck ein Fanboy?

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

————————————————————————————————————————

Grafikquelle   :     Bearbeitung durch User:Denis_Apel – Lizenz “Creative Commons“ „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen“

Urheber Unbekanntwikidata:Q4233718

Abgelegt unter Feuilleton, International, Medien | Keine Kommentare »

Der Pfarrer und seine Saar LINKE

Erstellt von DL-Redaktion am 21. Juni 2013

Der Pfarrer und seine Saar LINKE

Norwegischer evangelischer Pastor bei der Konfirmation

Üb immer Treu und Redlichkeit,
so heißt es schon seit alter Zeit.
Ein Pfarrer ist’s ihr werd’s erahnen,
Hans-Jürgen Gärtner ist sein Name.

Tagsüber wenn die Sonne scheint,
er Lieder singt und Gott lobpreist.
Begleitet Menschen rein ins Leben
und hilft dann auch beim Abschied nehmen.

Er spendet Menschen Gottes Segen,
erklärt den Kindern wie zu leben.
Spricht Sonntags dann auch von der Kanzel,
versucht den Glauben zu verpflanzen?

Verfolgt die Spuren seiner Brüder,
wo einer gaukelt immer wieder:
„Was alles habt ihr falsch gemacht,
Ich hab zwei Länder Eins gemacht.

Was ist das schon, denn Euer Leben,
Ich kann als Chef mein Ego pflegen.
Pfeif heut auf Stasi, Margot, Gott,
die Apanage, die hält mich flott.

Was bin Ich für ein guter Christ,
da wo Ich bin strahlt Angie nicht.
Ich lass sie merkeln, – kleines Licht,
sie macht die Arbeit und Ich nicht.“

So geht es zu in diesem Staat,
das hat der Gärtner wohl geahnt.
Drum nahm er Maß und das bei Nacht
Hat er die Mitgliedschaft geschafft.

Und das in der Partie die Linke,
dort wo man lässt gern Rotlicht blinken.
Entschlüpft der Kirche Mummenschanz,
spielt er nun Sahra auf zum Tanz?

Macht er den neuen Knecht am Wagen,
will Pfarrer nun den Veitstanz wagen?
Mit roten Fahnen im Geleit,
verdrängt er jetzt das Kirchgeläut?

Vertauscht den Marx nun mit der Bibel,
erklärt den Kindern neu die Fibel?
Spricht zur Gemeinde nun mit Hohn:
„Das ist mein neuer Gotteslohn.“

Man hört nun schimpfen und auch fluchen,
ums golden Kalb sich Zwei versuchen.
Zu Tanzen ihren Ringelrein,
wer hier verliert ein armes Schwein?

Da ist der Prof. nun ganz am Ende,
vielleicht bringt Pfarrer-chen die Wende?
Ließ er doch Pflugs die Glocken läuten,
der Presse Frieden anzudeuten.

Ständ es nicht gut dem Pfarrers Mann,
zu zeigen das er ehrlich kann?
Weg mit dem ganzen Lug und Trug.
Für den Berufsstand wäre das gut.

Ingo Engbert / Juni 2013

——————————————————————————————————————————-

Fotoquelle: Wikipedia

By: Pål Berge

Source: http://www.flickr.com/photos/paalb/40147627/

This file is licensed under the Creative Commons Attribution 2.0 Generic license.

Abgelegt unter P. DIE LINKE, Saarland, Satire, Überregional | 5 Kommentare »

Die Helfer und das Geld

Erstellt von DL-Redaktion am 11. Juni 2013

Eine Flut an Freiwilligen

Elbe-Hochwasser in Dresden-Juni 2013

Wo kommen sie nur alle her, die vielen freiwilligen Fluthelfer in den Überschwemmungsgebieten des Landes? Tausende Helfer und kämpfen mittlerweile gegen die Wassermassen oder räumen anschließend wieder auf. Für gewöhnlich sollen es Studenten sein wie wir es im folgenden Bericht, als einen von vielen lesen.

Natürlich meldet sich auch die politische Gummistiefelmafia zu ihren regelmäßigen Besichtigungseinsätzen dort an und die Presse beweist wieder einmal ihre gute Nase. Sie ist zumeist schon lange zuvor am Ort um ihre Hofberichterstattung zu komplettieren. Vielleicht lässt sich ja wirklich noch das eine oder andere Stimmchen zu den kommenden Bundestagswahlen aus den trüben Wasser fischen.

Aber so ist es halt im Leben, die Einen helfen und die Schön – Weibchen und Männchen halten große Reden und verteilen vollmundig das Geld, das der Helfer, im keinem Fall aber ihr Eigenes. Dafür sind sie alle zu geizig. Politiker können nur nehmen, wenn sie geben sollen – laufen sie weg. Auche Mutti.

Eine Flut an Freiwilligen

Die Präsentation, die er nächste Woche in der Uni halten müsste, ist Dominik Fischer egal. Der 23-Jährige studiert im vierten Semester Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Deggendorf in Bayern. Eigentlich. Seit vergangenem Donnerstag koordiniert Fischer die freiwilligen Hochwasserhelfer in der Stadt. Aus Passau haben sich die Deggendorfer Studierenden die Initiative abgeschaut – und sie analog dazu „Deggendorf räumt auf“ genannt. Während die Aufräumarbeiten in Passau nach der Flut langsam abgeschlossen sind, steht das niederbayerische Deggendorf nach wie vor unter Wasser: Einige Stadtteile sind weiterhin evakuiert, mancherorts steht das Wasser noch bis zu einem Meter hoch.

 „Wenn man hier die Atmosphäre in der Stadt mitbekommt“, sagt Fischer, „dann will man nicht nur rumsitzen und zuschauen, dann will man helfen.“ Seit dem ersten Treffen am vergangenen Donnerstag sind Fischer und sein „Kernteam“ von mittlerweile 30 Studierenden jeden Tag von 7.30 Uhr bis 23 Uhr im Einsatz. „Die Leute arbeiten so wahnsinnig, dass sie gar nicht mehr an sich selbst denken“, sagt er, „manchmal muss man hingehen und sagen: Mach mal eine Pause.“

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

Anspruch statt Barmherzigkeit

Wer kein Herz aus Stein hat, möchte beim Anblick von menschlichem Leid helfen – vor allem dann, wenn man sich in die Lage der Betroffenen halbwegs hineinversetzen kann. Bei den Flutopfern ist das so schwierig nicht, und manche Fernsehinterviews sind in diesen Tagen kaum zu ertragen: mit dem alten Ehepaar im sächsischen Grimma beispielsweise, das hilflos schluchzend sagt, alles sei verloren, und man habe doch gerade erst die neuen Möbel gekauft. Oder mit der Inhaberin eines Jeansladens in Passau, deren Geschäft zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre von einer „Jahrhundertflut“ heimgesucht wurde. Die Jahrhunderte werden immer kürzer.

Irgendetwas muss man doch tun können, um den Leuten zu helfen! Spenden. Ja, natürlich. Spenden. Was sonst? Wir haben uns inzwischen daran gewöhnt, dass Elend in vielen Fällen nur noch durch Hilfsbereitschaft gelindert werden kann. Mit einem Sozialstaat, der Lebensrisiken verlässlich absichert, hat unser Gemeinwesen offenbar nicht mehr viel zu tun.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

—————————————————————————————————————————-

Fotoquelle: Wikipedia – Author Dr. Bernd Gross

I, the copyright holder of this work, hereby publish it under the following license:

w:en:Creative Commons
attribution share alike
This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Abgelegt unter Feuilleton, Überregional, Umwelt | Keine Kommentare »

Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 10. Juni 2013

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

Wäre die Türkei ein EU-Mitglied, dann wäre Erdogan kündbar, und nachdem die Gauck Partnerin nun Wahlwerbung für die CSU macht sucht „Bundesbärli 2012“  Bekanntschaften bei Parship?

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht letzte Woche?

Friedrich Küppersbusch: „Gummistiefelkompetenz“ klingt bisschen nach Domina als Ausbildungsberuf.

Was wird besser in dieser?

Bei Eintreffen der Wahlumfrageergebnisse wird man Naturkatastrophen Parteien zuordnen können.

Erleben wir gerade den „Türkischen Frühling“?

Bitte nicht. Die Kurzfassung hieße: Widerstand wird grausam niederkartätscht, das Land stürzt in permanenten Bürgerkrieg – Libyen. Oder ein Despot wird durch das nächstschlimmere Regime ersetzt – Ägypten. Zwischendurch jubeln westliche Medien etwas surreal durch die Gegend. Was, wenn das nicht das Taumeln Erdogans ist, sondern der traurige Abschied Atatürks? Wohlfeiles Argument, aber gut: Wenn die Türkei endlich in der EU wäre, könnte man Erdogan jetzt mit Rauswurf drohen.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

—————————————————————————————————————————–

Grafikquelle   :     Bearbeitung durch User:Denis_Apel – Lizenz “Creative Commons“ „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen“

Urheber Unbekanntwikidata:Q4233718

Abgelegt unter Feuilleton, International, Medien | Keine Kommentare »

Alte Säcke an die Macht !

Erstellt von DL-Redaktion am 19. Mai 2013

Die Knötterknacker
SCHURKEN, DIE DIE WELT BEHERRSCHEN WOLLEN
Heute: Alte-Säcke-Spezial

Die seit Jahren als Schreckensszenario in grellen Lettern auf die Frontseiten aller Bundesdeutschen Gazetten abgedruckten Mahnungen einer demografischen Gesellschafts-  Überalterung scheinen bei den Lesern die ersten Erfolge zu zeigen. So stellen wir fest wie der Respekt vor den ehemaligen Politikern in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen ist und werten dieses Phänomen als eine Abkehr von der heutigen,  in diesen Gewerbe tätigen Generation.

Lassen doch auch die derzeit tätigen Mächte keine Situation aus, die heutigen Rollstuhl und Rollatoren  Chauffeure bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit sogenannten Lebensleistungs- Huldigungen auszuzeichnen. Es scheint fast als sei eigens ein Kartell geschaffen worden, welches ausschließlich  damit beschäftigt ist dafür entsprechende Preise zu erfinden. Lenkt dieses doch fast schon perfekt auf das heutige, einmalige, auch menschliche Versagen ab.

Auch der heutige Chefgaukler der Nation lässt ja keine Situation zum bekunden aus, die Politik mit der Bevölkerung zu versöhnen. Was heißt, als ehemaliger Pastor weiß er sehr wohl wo die Glocken hängen könnten, gefunden hat er sie scheinbar noch nicht. Es ist ja auch nicht ganz einfach den Glauben und das Handeln als Pastor und Tochter miteinander zu verbinden..

Eine moderne Gesellschaft lässt sich heute kaum noch mit den Methoden aus den Zeiten Adenauers, Schmidt oder selbst Kohl lenken und das ist gut so!  Dirigieren noch weniger und es ist ein Problem der jetzigen Politiker-Generation  diesen Umstand mehr oder weniger nicht verstanden zu haben. Nicht nur das Internet arbeitet mit seinen schellen Informationen aus allen Teilen die Welt gegen die Machenschaften des Verschleiern oder Vergessen an, nein auch das Fernsehen, Fax oder Telefon tragen ihren Anteil dazu bei.

Zeitungen wurden einst gelesen und das zuvor gelesene meistens sehr schnell wieder verdrängt, beiseite geschoben um das Papier zu entsorgen. So wurde Platz für neue Nachrichten geschaffen. Heute reicht ein Klick und die politischen Sünden der Vergangenheit sind wieder lesbar. Dieses nicht auf Seite 100, sondern genau dort wo ich es persönlich positioniere.

Darunter fallen auch die einst verbreiteten Rotlicht Machenschaften eines Lafontaine, der Hartz Macher Schröder, Clement, sowie die eigenartig, manipulierenden Entscheidungen von Schiedskommissionen in der Partei DIE LINKE: Hier ist der Bart zwar noch nicht so lang wie bei Kohl und Schmidt, aber immer noch zeigt sich eine demokratisch bezeichnende  Partei nicht in der Lage, zwischen Tätern und Opfern zu unterscheiden. Aber wie bereits gesagt: Das Internet vergisst nichts und der Schaden für die Partei wächst von Tag zu Tag.

Die Knötterknacker
SCHURKEN, DIE DIE WELT BEHERRSCHEN WOLLEN
Heute: Alte-Säcke-Spezial

Autor Peter Köhler

Runzeln wie ein aufgewühlter Acker. Falten wie Erdspalten, deren Grund kein Auge schaut. Gesicht und Hände tapeziert mit dunklen Flecken. Die Ohren groß wie Pizzateller. Die Nase so lang, dass sie auf dem Boden schleift. Und unten ein Saal, bis an den Rand vollgestopft von einem Publikum, das zusammengenommen kaum so alt ist wie der Greis oben auf dem Podium.

Ein Gespenst geht um in Deutschland, das Gespenst des alten Mannes, der in einem früheren Leben Politiker war und jetzt auf seine späten Tage Frieden, Freude, Anerkennung einsammelt. Die Erinnerung, dass einer wie Helmut Schmidt zu Lebzeiten mit Gift und Galle eingedeckt wurde, ist von der alles fressenden Zeit hinweggeschwemmt worden. Selbst dass dem hart getackerten Technokraten, Atomfreund, Aufrüstungspolitiker und Reaktionär die Agenda 2010 noch zu weichgespült ist, bringt seinem millionenschweren Ruf keine Löcher bei. Stattdessen ragen er und seinesgleichen – so die unsterblichen Bahr, Genscher, Weizsäcker, die beiden Vögel Hans-Jochen und Bernhard usf. – wie Stein gewordene Saurier in die Gegenwart, in der die Bürger auf ihre Regierung von unten herabschauen und nachwachsende Politiker nur mit einem fetten Schmunzeln ernstzunehmen sind wie Philipp „Minzi“ Rösler, Karl-Theodor zu Guttenberg, der über sich selbst stolpert, David McAllister, der sich selber stilllegt – oder die wie Sarah Wagenknecht zwar immer recht haben, aber stets die falsche Partei auf dem Kerbholz haben.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

Fotoquelle: Wikipedia

I, the copyright holder of this work, release this work into the public domain. This applies worldwide.

Abgelegt unter Positionen, Satire, Überregional | Keine Kommentare »

Babyboomer aus Ost+West

Erstellt von DL-Redaktion am 2. April 2013

Die Bläh – Backen von Kim Jong Un

Datei:Kim Jong Un Leader Saxobeat.jpg

[youtube 0bwpIm36R6I]

Ohh, jetzt bläst er aber die Babybäckchen auf und ruft in seinen Land den „Kriegszustand“ aus, so dass sich viele jetzt fragen werden: „Ist der vor dem wickeln wohl zu heiß gebadet worden, oder vom Wickeltisch gefallen“? Das die Bläh – Backen von Kim Jong Un nun von den USA entsprechend als Blase – Balg zum auffrischen der lodernden Glut benutzt werden, ist nur mit einem Wort zu beschreiben: Politik !! Das schmutzige Spiel auf den Rücken  friedliebender Bürger geht muntern weiter. Es hat sich nur verschoben, von Irak, Iran nach Nordkorea. Aber dafür wählen wir sie schließlich auch: „Unsere Politiker“.

Natürlich ist das alles nur ein skurriles Spiel, „ein auf sich aufmerksam machen“, billige Wichtigtuerei. So lesen wir denn heute auch, dass das Leben innerhalb des Grenzgebietes zwischen Nord- und Südkorea ungebrochen weiter geht. In den gemeinsam betriebenen Industriepark Kaesong arbeiten seit 2004 ca. 50.000 Nordkoreaner in rund 120 südkoreanischen Unternehmen. Probleme wurden von dort nicht gemeldet.

Weiter wird heute auch berichtet das es innerhalb des Landes nach der Machtübernahme des gerade einmal 30 jährigen Politschnösel zu einigen Rangeleien um die Macht gekommen ist. So sollen auf Befehl des Führers  angeblich mehrere ranghohe Militärs erschossen worden sein, welche dem verstorbenen Vater nicht die entsprochene Ehre erwiesen hätten.

Aber auch die Reaktion des Westens ist mit Sicherheit reichlich überzogen und weist auf die große Nervosität unter den Alliierten hin, welche von den Menschen in Südkorea so wohl nicht gefühlt wird, da dort das Leben unbeeindruckt von den Unruhen seinen normalen Lauf nimmt. So wurden auf CNN Bürger erwähnt welche in ihren Aussagen andeuteten, diese Bedrohungen gewohnt zu sein und sich dementsprechend nicht nervös machen zu lassen.

Auffällig hier auch, dass aus Deutschland keine Friedensengel als Vermittler ausgesandt werden. Könnte man doch alte Verbindungen dazu nutzen das ganze Kriegsgeheul der wilden Babyboomer  aus Ost und West zu stoppen. Bruderkuss erfahrene PolitikerInnen sind doch in diesen Land, auch in entsprechenden Positionen sitzend, ausreichend vorhanden.

Wäre doch auch dem äußerlichen Augenschein angepasst, ein Bläh – Engel und ein Bläh – Bengel, mit familiären Hintergrund nach Oben. Eine kleine Bombe als Mustergabe für zukünftige Geschäftsbeziehungen ließe sich sogar noch in einer Damenhandtasche mitnehmen. Es müssen ja nicht imer gleich Panzer sein. Gunstbezeugungen fangen klein an und sichern die Aufmerksamkeit in der Presse. Engel und Bengel auf Reisen, alte Seilschaften unter sich.

Ähnlich wie im Jahre 2010 als sich der Linke Bundestagsabgeordnete Thomas Lutze aus dem Saarland auf die Reise nach Nordkorea machte. Neue Wege der Touristik für BundesbürgerInnen wolle er dort erkunden. So lautete damals seine Begründung für diese Reise auf Steuerkosten. Glauben wir hier gemachten Äußerungen ging es aber wohl eher darum das dortige System auf seine eventuelle Umsetzbarkeit in diesen Land zu erkunden.

Vielleicht zu der Zeit schon als Abgesandter von Oskars Gnaden, als politischer Nuntius des Saarland? Der Atomreaktor soll wieder hochgefahren werden, so hören wir es heute in den Nachrichten. Da wird bestimmt noch ein erfahrener „Ein – Heizer“ gebraucht. Ein sehr großes Betätigungsfeld für bereits vor bestrahlte Physiker und bestimmt auch ein günstiger Markt für die Übersetzungsarbeiten von Büchern.

Wir, die Bürger sollten die aufgeblasenen Unruhen sehr ruhig und gelassen betrachten. Schon in aller Kürze werden die zur Zeit stattfindenden Hahnenkämpfe zu Ende sein und die Meute wird sich auf die Suche nach neuen Opfern begeben. Was anderes können sie nicht, die Politiker, was uns allen täglich bewiesen wird.

————————————————————————————————————————–

Grafikquelle    :

Quelle Eigenes Werk
Urheber HarryCane

Lizenz

Ich, der Urheber dieses Werkes, veröffentliche es unter der folgenden Lizenz:
w:de:Creative Commons
Namensnennung Weitergabe unter gleichen Bedingungen
Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“ lizenziert.

Abgelegt unter International, P. DIE LINKE, Saarland | 1 Kommentar »

Die Clowns

Erstellt von DL-Redaktion am 29. März 2013

Es lebe der Nationalkapitalismus!

Oleg Popow mit dem Russischen Staatszirkus in Worms, Deutschland.

Es lebe der Nationalkapitalismus!

Es lebe die kryptorassistische Niedertracht!

In einem meiner Lieblingsfilme unter den Western all‘ italiano, „La collina degli stivali“, wird die Herrschaft eines babygesichtigen Erzkapitalisten geschildert, der mit seiner terroristischen Bande und mithilfe windiger Advokaten und korrupter Gesetzeshüter alle Leute von ihrem Grund und Boden vertreibt. Wer sich seinem Willen nicht beugt, wird umgebracht oder verjagt. Die Organe von Gesetz und Ordnung sind schwach, korrupt oder profitieren von der Herrschaft des Kapitalisten. Niemand kann sich seiner Gewalt entgegenstellen.

Der Terror-Kapitalist

Niemand? Ein Zirkus kommt in die Stadt, mit Akrobaten, schönen Frauen und vor allem mit Clowns. Mit dem Zirkus kommen ein Pistolero, ein Haudrauf und ein befreiter Sklave. Der Kapitalist, der gerade wieder einem eingeschüchterten Landbesitzer seinen Boden abgenommen und ihn durch Drohungen mundtot gemacht hat, um ihn sogleich als mies bezahlten Lohnarbeiter wieder einzustellen, zeigt sich großzügig und lädt alle, seine Opfer, seine Mittäter und die ohnmächtigen Zeugen, zu einer Vorstellung des Zirkus ein. Doch die Clowns spielen ein derbes Stück. Sie spielen das Stück vom Terror-Kapitalisten. Sie sprechen im Namen der Opfer. Und sie spielen den Aufstand, so lange, bis der Terror-Kapitalist sein wahres Gesicht zeigt. Dann kommen der Pistolero, der Haudrauf und der freie Sklave zum Einsatz. Das Volk, das in der Zirkusarena endlich nicht mehr ratlos war, befreit sich. Was nach der Revolte kommt, bleibt offen. Nur so viel ist klar: Ohne die Clowns würde der babygesichtige Terror-Kapitalist noch heute herrschen. Beziehungsweise genau das tut er.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

—————————————————————————————————————————-

Fotoquelle: Wikipedia

Author Patrick Glanz

I, the copyright holder of this work, hereby publish it under the following licenses:

w:en:Creative Commons
attribution share alike
This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Abgelegt unter Europa, Finanzpolitik, Überregional | Keine Kommentare »

Auf, in eine neue Zukunft

Erstellt von DL-Redaktion am 7. März 2013

Die Blutsauger lauern bestimmt schon in den Büschen

Erich Honecker beim Spaziergang mit Frau Margot, Tochter Sonja und Enkelsohn Roberto (Aufn.: 1977)

Und es begab sich zu der Zeit des Zusammenbruches eines Staates, dass sich zwei Personen aufmachten ihren Käfig zu verlassen um ein Land zu erobern in dem die Flüsse noch das Meer erreichten und die Geldscheine an den Bäumen wuchsen. Es erfüllte sich damit die Weissagung aus dem Buch des Honecker im Kapitel 3 / Stasi 5 in welchen wir weiter lesen:

„Es werden da kommen derer Zwei. Diese werden das Land vergaukeln und vermerkeln. Sie lassen die Quellen der Flüsse und der Männer ihrer neuen Heimat versiegen, auf dass das Land unfruchtbar werde auf lange Zeit. So werden keine Bahnhöfe und Flughäfen mehr gebaut werden können und das Prädikat „Made in Germany“ wird zu einer fremden Währung verkommen.

Ich werde die Zwei mit pastoralen Segnungen begleiten auf dass die Erste, die Partei der CDU unterwandere und mit ihren Heerscharen die zuständigen Ministerien übernehmen wird. So ist für das Innenministerium der böse Friedrich aus dem Buch des Struwwelpeter und für das Sozial- und Arbeitsministerium die Frau „voll der Lügen“ aus den Film „die schöne Lügnerin“ vorgesehen.

In weiteren Hauptrollen agieren die falschen Doktoren von Guttenberg (genannt Gutti) und Schavan (genannt Schlawinerin). Die Koch-Mehrin ist, als aus einer befreundeten  Partei kommend nach Brüssel zu entsenden. Dort kann sie den alten Leuten den Kopf verdrehen. Aus einer absoluten Randgruppe bauen wir den Westerwelle auf, welcher mit seiner mangelnden Erfahrung die Fremdländer richtig durcheinander bringen kann und so den Kriegsminister de Maizière als auch unsere Waffenindustrie reichlich mit Arbeit versorgt.

Zu gegebener Zeit, nach dem das Amt des Aktenverwesers der Stasi Unterlagen Behörde durch das schreddern wichtiger Beweisunterlagen überflüssig geworden ist, wird auch der ehemalige Begleiter sein wichtiges Amt antreten. Dieser hat dann auch ein Alter erreicht welches seiner zukünftigen Aufgabe als die des „Dummen August“angepasst ist. Gilt es doch vornehmlich die Kanzlerin aus die Schusslinie zu ziehen. So lassen sich die noch übrigen Gelder unauffälliger auf meine Klerikalen und sonstigen Untergebenen verteilen.

Auch die nicht vorhandene Opposition hat sich in den letzten Jahren sehr gut angelassen und führt ihre Aufgaben getreu der vorgegeben Linien sehr gut aus. Der Peer hat bereits eine sehr gute Lehrzeit innerhalb der vorherigen Regierungen hinter sich gebracht und wird für seine guten Auftritte nach den Wahlen mit doppelten Honorarzahlungen bei seinen Reden belohnt. Die Grünen, sowie auch die SPD ließen sich an und für sich schon immer sehr einfach mit Bargeld ruhig stellen.

Bei der LINKEN ist die Mischung sehr gut gelungen. Die verschiedensten Strömungen werden sich nun gegenseitig so nachhaltig zerstören, auf das mit diesen für die nachrückende Generation kaum Möglichkeiten zur Befriedung gegeben sind. Das geht sehr einfach da in der LINKEN wie SPD nur ein paar Streitthemen angesprochen werden müssen und schon fliegen die Familienbetriebe wieder einmal auseinander. Sollten die Partein einmal wieder stärker werden, machen wir dieses auch erneut.

Und was ist die LINKE West anderes als eine kaputte SPD! Noch ein wenig ungeschickter im abkassieren und kommt so als ehemalige dritte oder vierte Wahl auch nicht an das ganz große Geld, wie Schröder, Clement oder Steinbrück. Es reicht aber für ein gutes Leben, welches ausreicht die Regierung weiterhin entsprechend,  ohne das sie es bemerken, zu stützen.

Wahrlich, wahrlich ich sage euch, ich werde meiner Frau in Chile Anweisungen erteilen den ihr zustehenden Führungsanspruch auf Großdeutschland aufrecht zu halten um in kurzer Zeit glorreich in das uns angestammte Land erneut Einzug zu halten. Dann werden sich die Gräber öffnen und ich an der Seite meiner Frau Margot den Realen Sozialismus uneingeschränkt genießen können. In meinem, dann endlich vereinten Deutschland. Dank an euch, meine edlen Untertanen und unbewußten Handlanger, Merkel und Gauck.“

———————————————————————————————————————————-

Fotoquelle: Wikipedia

This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Germany license.
Flag of Germany.svg
Attribution: Bundesarchiv, Bild 183-W0910-321 / CC-BY-SA

Abgelegt unter Bundespräsident, Regierung, Satire | 1 Kommentar »

Das seltsame Gebaren eines Gau(c)klers?

Erstellt von DL-Redaktion am 7. März 2013

Das seltsame Gebaren eines Gau(c)klers?

Gisold Lammel, Majestätsbeleidigung. Die Hohenzollern in der Karikatur (Berlin: Eulenspiegel, 1998),
cover illustration

Das sagt uns das Leben: Entweder er kann es oder nicht. Und wenn er von vorneherein weiß etwas nicht zu beherrschen lasse er die Finger davon und überlasse die anstehenden Aufgaben einen Besseren. Das sollte sich der Pastor Gauck hinter die Ohren schreiben. Dieser mag vielleicht mit „Denen da Oben“ einen guten Umgang pflegen kann, mit seinen MitbürgerInnen kann es der feiste Herr erwiesener maßen nicht.

Da hat sich die Kanzlerin nach all den in ihren Job versagenden augenscheinlich ein neues Windei ins politische Nest gelegt. Im Fußball, welchen sie ja so schön bejubeln kann, würde man von einem Selbsttor sprechen. Aber ein Tor durch den Torwart welcher sich den Ball selber einwirft. Jedoch, die starken Bande aus der Vergangenheit scheinen auch dieses zu überstehen. Schadlos?

So erhielt er dieser Tage einen offenen Brief  von jungen Frauen, welche ihn für seine Äußerungen zur Sexismus-Debatte scharf kritisieren. „Wir vermissen in Ihren Äußerungen vor allem Feingefühl und Respekt gegenüber all den Frauen, die sexistische Erfahrungen gemacht haben.“ Verfassinnen  sind unter anderem die Initiatorinnen der #Aufschrei-Debatte über Alltagssexismus. Für Unmut hatte die folgende Aussage von Gauck gesorgt: „Wenn so ein Tugendfuror herrscht, bin ich weniger moralisch, als man es von mir als ehemaligem Pfarrer vielleicht erwarten würde.“

„Ich finde es total nett, wie sich Herr Gauck von ganz oben herablässt, um uns allen zu sagen, er habe als privilegierter Mann kein Problem mit Sexismus. Das ist doch sehr beruhigend, oder?“, sagte die Piratin Marina Weisband SPIEGEL ONLINE, und fügte hinzu: „Im Ernst: Ich fand die Bemerkung des Bundespräsidenten überflüssig.“

Geärgert hat die Frauen ins besondere, als Furien betitelt worden zu sein. Die Autorin Strick, ebenfalls ein Mitglied der Piratenpartei erklärt dazu: „Wir wollen zeigen: Wir sind keine Furien, wir haben Argumente.“ Ja, sie haben sogar starke Argumente und dieser Pastor hat einfach schlechte Manieren. Was an Themen wichtig ist entscheiden die Menschen und kein dahergelaufener Gernegroß.

Offener Brief anlässlich der Sexismus-Debatte

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

 verblüfft und erschüttert haben wir Ihre jüngsten Äußerungen zur Sexismus-Debatte im SPIEGEL gelesen. Wir suchen das Gespräch mit Ihnen und möchten Ihnen erklären, warum uns Ihre Haltung irritiert und bestürzt.

 Zunächst: Die Debatte um das Verhalten Rainer Brüderles kann mit der anschließenden Sexismus-Debatte nicht gleichgesetzt werden. Wer dies tut, reduziert ein strukturelles Problem auf einen Einzelfall. Der Fall Brüderle war lediglich Auslöser für eine überfällige öffentliche Diskussion. Sexismus ist ein Thema, das uns alle betrifft. Für viele Menschen sind diese Erfahrungen Teil ihres Alltags: im Beruf, in der Ausbildung, auf der Straße, im privaten Umfeld oder im öffentlichen Raum. Wer die Debatte in den letzten Wochen aufmerksam verfolgt hat, musste zu der Erkenntnis kommen, dass Sexismus ein gesellschaftliches Thema ist, das unzählige Menschen betrifft. In den europäischen Nachbarländern und weltweit finden ähnliche Debatten statt, die belegen, wie groß und wichtig das Thema für Zusammenleben, Gleichberechtigung und Freiheit ist.

 Wir erwarten von einem Bundespräsidenten, dass er reflektiert zu gesellschaftlichen Debatten Position bezieht und sich umfassend mit ihnen auseinandersetzt. Wir vermissen in Ihren Äußerungen vor allem Feingefühl und Respekt gegenüber all den Frauen, die sexistische Erfahrungen gemacht haben. Statt auf die Inhalte der Diskussionen einzugehen, die wiederholt von vielen Menschen differenziert diskutiert wurden, sprechen Sie davon, dass Sie eine „gravierende, flächendeckende Fehlhaltung von Männern gegenüber Frauen […] hierzulande nicht erkennen“ können. Von solch einer flächendeckenden Fehlhaltung haben insbesondere die Unterstützer_innen des #Aufschrei nie gesprochen. Stattdessen wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass es nicht um eine sog. „Kollektivschuld“ der Männer geht. Doch die Masse der Einzelerlebnisse verdeutlicht, dass es sich bei Sexismus und sexuellen Übergriffen um ein kollektives Phänomen handelt, das strukturell begünstigt wird. Häufig geschehen Übergriffe und Sexismen in Machtstrukturen; Machtpositionen und Abhängigkeiten werden ausgenutzt. Die im Zuge des #Aufschrei zusammengetragenen Alltagserfahrungen werden untermauert von wissenschaftlichen Belegen: So zeigt die Studie „Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen“ im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), dass 58 Prozent aller befragten Frauen bereits Situationen sexueller Belästigung erlebt haben. Durch den #Aufschrei und die anschließende Debatte sind diese anonymen Statistiken nun zu konkreten Geschichten geworden. Das sollte uns alle traurig stimmen, aber auch dazu bewegen, aktiv zu werden. Jede einzelne Person, aber auch die Politik, ist hier in der Verantwortung, gesellschaftlich etwas zu bewegen. Denn Sie haben ganz Recht: Ein Miteinander ohne Engagement funktioniert nicht. Genau das war der Grund für den #Aufschrei.

Quelle: Aufschrei gegen Sexismus >>>>> weiterlesen

————————————————————————————————————————-

Fotoquelle: Wikipedia / Gemeinfrei

Author Artwork:

Abgelegt unter Bundespräsident, Feuilleton, Sozialpolitik | 2 Kommentare »

Pastor von Gottes Gnaden?

Erstellt von DL-Redaktion am 1. März 2013

Auf Wiedersehen, Herr Gauck

Gisold Lammel, Majestätsbeleidigung. Die Hohenzollern in der Karikatur (Berlin: Eulenspiegel, 1998),  cover illustration

Da machte er sich dann auf den Weg, unser Friedensstifter von Gottes Gnaden, der Nickgaucki (Heini passt nicht mehr, stand für Heinrich Lübke) der Nation und traf sich zu einen Gespräch mit dem italienischen Präsidenten Napolitano. Dieser kritisierte natürlich den deutschen Peerlusconi (Ausdruck stand als erstes auf DL !!) ob dessen Kritik an den Wahlausgang in Italien.

Kommentieren wollte Gauck die Aussagen von Steinbrück natürlich nicht. Mit einen wahrscheinlichen Augenaufschlag nach oben, gab er eine pastorale Antwort: „Manches kommentiert sich auch von selbst“. Hat er wohl in den Moment daran gedacht über einen vielleicht zukünftigen Regierungschef nichts sagen zu wollen. Das gabe es doch schon einmal – so vor ca. 30 Jahren?

Kritik kam auch von den Präsidenten des Europaparlaments, Martin Schulz (SPD). Dieser forderte, den politischen Willen der Wähler zu respektieren. „Wir sind bei der Betrachtung der Wahl alle gut beraten, zur Kenntnis zu nehmen, dass die Italiener diese Parteien und ihre Führer gewählt haben“, sagte Schulz der „Passauer Neuen Presse“. Hört, hört möchte man dazu anmerken.

Überhaupt es scheint hier schon so etwas wie eine Seelenverwandtschaft zu geben, denn beide bewegen sich, drücken wir uns einmal vornehm aus, auf samtweichen Pfoten durch ihr Leben. Von wem hier geschrieben wird, natürlich Gauck und Steinbrück. Einer arbeitete im Interesse der „Bankenmafia“ und der andere, im Nebenjob zu Gunsten einer „Staatsmafia“?

Blicken wir noch einmal runde 13 Jahre zurück. Am 28. 04. 2000 konnten wir in dem wöchentlich erscheinenden Freitag folgenden Artikel lesen, an den wir noch einmal erinnern möchten.

So ist Joachim Gauck unter anderen ein Mitglied der Atlantik-Brücke. Der Verein fördert laut Satzung das Verständnis zwischen Deutschland und anderen Staaten, insbesondere natürlich die USA und Kanada. Derzeitiger Vorsitzender ist Friedrich Merz, der mitten in der größten Weltwirtschaftskrise ein Buch herausgegeben hat, mit dem bezeichnenden Titel „Mehr Kapitalismus wagen“. Auf der Webseite des Vereins ist an erster Stelle ein Grußwort von George W. Bush hinterlegt, als Ehrenvorsitzender wird Dr. Walther Leisler Kiep ausgegeben. Im Vorstand sind Namen wie Prof. Dr. Michael Hüther, Roland Berger, Eckart von Klaeden oder Guido Westerwelle (Mitgliedschaft ruht während seiner Tätigkeit als Außenminister) zu finden.

Auf Wiedersehen, Herr Gauck
WENDIGER PASTOR

 Die Wetterfahne von Pastor, Bürgerrechtler und Aktenverweser Gauck hat sich nach der verlorenen Wahl von CDU/CSU in den rosarotgrünen Wind gedreht. In den wenigen Monaten verbleibender Amtszeit erwartet er nichts mehr von den Verlierern, wohl aber einen pompösen Abschied von den gegenwärtig Regierenden. Er fühlt sich von Rosarotgrün derart beschützt und in ihrem politischen Bett unangreifbar, dass er öffentlich gegen Kohl Front macht. Undenkbar vor wenigen Monaten. Da gerierte er sich noch in schleimiger Servilität. Charakterlump nannte man früher jemanden, der sich borniert, undankbar und selbstsüchtig gegen die wendet, die ihn einst förderten. Dabei hätte er allen Grund, zitternd zu schweigen; denn das Terpe-Dossier (siehe Freitag, 21.4.2000) ist für ihn voller Brisanz.

Das hatte er mit Angstschweiß auf Stirn und Rücken bereits nach dem Abdruck der Akte in der „Welt“ vom 23. April 1991 erkannt. Er musste befürchten, dass sich die Akte auch anderen erschloss. Doch West-Lesern blieb sie unzugänglich. Ihnen fehlten DDR-Intim-Kenntnisse. Ost-Leser indes wurden zum Terpe-Papier nicht gehört oder als Regime-Anhänger mit der Unterstellung abgetan, den ehrbaren Bürgerrechtler Gauck ans Messer liefern zu wollen. Gauck konnte aufatmen. Und sich vehement für den Passus im Stasi-Unterlagengesetz einsetzen, dass Opferakten nur mit Zustimmung der Opfer an Journalisten, Historiker etcetera herausgegeben werden dürfen. Wer aber legt fest, wer Opfer und Täter ist? Die Gauck-Behörde. Es ist hohe Zeit, über all das intensiv nachzudenken, was mit dem unseligen DDR-Stasi-Erbe zusammenhängt.

Seitdem ich die Demaskierung Gaucks in der Welt vom 23. April 1991 gelesen habe, weiß, sage und schreibe ich: Das Terpe-Papier reicht aus, ihn wie Tausende andere aus dem Öffentlichen Dienst zu verbannen. Gauck mit dem Stasi-Namen „Larve“ ist nach Maßstäben seiner Behörde ein Täter. Ein von der Stasi überprüfter Täter, wie Stasi-Berichte über Gauck belegen. Daß Gauck im Öffentlichen Dienst verbleibt, wird im Osten als Ungerechtigkeit gewertet und missbilligt. Sonderschutz für einen willigen Vollstrecker ist eine noch harmlose Beschreibung dieses Umstandes.

Anmerkungen eines Ostlers und als letzter DDR-Innenminister sicher auch eines Kenners der Materie zum Dossier von MfS-Hauptmann Terpe über seine Begegnung mit Larve/Gauck am 28. Juli 1988:

Quelle: Der Freitag >>>>> weiterlesen

——————————————————————————————————————————

Fotoquelle: Wikipedia / Gemeinfrei

Author Artwork:

Abgelegt unter Bundespräsident, Europa, Finanzpolitik | 3 Kommentare »

Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 25. Februar 2013

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

In der letzten Woche entwickelte sich Gauck immer mehr zum Scheinriesen, welcher welcher immer kleiner wird, je näher er kommt. Merkel macht Türkeiurlaub und die NPD zückt den Textmarker.

 taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht vergangene Woche?

Friedrich Küppersbusch: Doppelte Staatsbürgerschaft, Schwulenehe: langsam werden die Themen knapp, mit denen sich die SPD von der CDU unterscheiden kann.

Was wird besser in dieser?

Merkel holt die Türkei in die EU. Das traut sich die SPD nicht.

Journalisten haben künftig nur noch Anspruch auf Auskunft von Behörden, wenn die gewünschten Informationen der Behörde bereits vorliegen. Ist das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts nun gut oder schlecht für die Pressefreiheit?

Ein Reporter hatte vom BND wissen wollen, wie viele alte Nazis dort arbeiteten. Das wird er nun nicht erfahren. Ist ja auch erst 67 Jahre her, und der BND ist nachweislich schon heillos überfordert damit, sich um neue Nazis zu kümmern. Der juristische Trick: Bisher wurde hier nach dem Presserecht des Behördenstandorts verfahren. Das Berliner Landespresserecht regelt eine weitergehende Auskunftspflicht. Nun soll Bundesrecht für Bundesbehörden gelten, und ein Bundespressegesetz – gibt’s nicht. Man könnte Innenminister Friedrich jetzt fragen, wann er eines macht – aber er muss nicht antworten.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

—————————————————————————————————————————

Grafikquelle   :     Bearbeitung durch User:Denis_Apel – Lizenz “Creative Commons“ „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen“

Urheber Unbekanntwikidata:Q4233718

Abgelegt unter Feuilleton, Positionen | Keine Kommentare »

Unserer Republik Zwillinge?

Erstellt von DL-Redaktion am 24. Februar 2013

Sie kamen aus dem gleichen Stall und
beschmutzten das selbe Stroh

File:2016-10-03 Stanislaw Tillich, Angela Merkel, Joachim Gauck (Tag der Deutschen Einheit 2016 in Dresden) by Sandro Halank–25.jpg

Da stand er nun, auf einen sehr hohen Podest und versuchte, über Europa zu reden. Seinem ehemaligen Beruf, den eines Pastor, seiner vertikalen Gedankenwelt angepasst. Ob nun von unten nach oben, oder doch eher umgekehrt? Darüber sind sich die Schreiber weniger einig.

Eine große Rede war zuvor angekündigt, seine erste als oberster Abnicker Merkel’scher Politik. Man kennt, schätzt und unterstützt sich – brachten beide doch den einheitlichen Stallgeruch in ihre neuen Leben ein. Auch wird im Internet von IM unter den Namen „Erika“ und „Larve“ berichtet. Die vorgegebene Präambel aus den Elternhäusern konnte folgerichtig nur lauten:“Hilfst du deiner Nächsten, hilfst du dir auch selbst“.

So bietet Europa nun ein breites Blickfeld in der horizontalen, von Nord nach Süd, von Ost nach West, ohne eine Trennung durch Mauer und Draht, welche von Menschen mit Zivilcourage deinstalliert wurde. Auf gar keinen Fall aber von den Beiden, welche sich heute so leidenschaftlich dafür brüsten.

So wurde denn auch eine breitere Bürgerbeteiligung sowie die weitere innerliche Vereinheitlichung angesprochen. Selbst der Ruf an die Insel, als Bekenntnis die Briten dabeihaben zu wollen, wurde nicht vergessen. Dies alles war erst der Auftakt einer Serie von Auftritten, welche unter dem selbstherrlichen Titel „Bellevue Forum“ folgen sollen.

Natürlich waren die Gäste geladen, um Zufälligkeiten von vornherein auszuschließen. Zweihundert an der Zahl, ein sorgfältiger Querschnitt durch das Land – und geliefert werden sollte ein Gegenentwurf zur technokratischen Krisenrhetorik der Berliner Politik. Auch sollte den Europäern die Furcht vor ein übermächtiges Deutschland genommen werden.

So versicherte Gauck „allen Bürgerinnen und Bürgern“ der Nachbarländer: „Ich sehe unter den politischen Gestaltern in Deutschland niemanden, der ein deutsches Diktat anstreben würde“. „Mehr Europa heißt für uns: Europäisches Deutschland“. Als Erklärung sagt er dann: „Deutschland wolle nur Erfahrungen vermitteln“.

Über das rigide Sparprogramm der Bundesregierung in Zusammenarbeit mit den Grünen und der SPD war nichts zu hören, es wird folglich von ihm gutgeheißen! Auch über den daraus folgenden Anstieg der Arbeitslosenzahlen, die Verarmung der Rentner, der sozial Schwachen, ja ganzer Gesellschaftsschichten, verliert er kein Wort!

Wie hatte er bei seinen Amtsantritt getönt: Er wolle den Bürger mit der Politik versöhnen. Na, das kann er aber gründlich vergessen, sollte er sich weiterhin so einseitig festlegen. Dafür ist er von seinem Auftreten her viel zu arrogant und überheblich. Ein Lehrmeister ist genau das, was dieses Land am allerwenigsten sucht und braucht. Damit wurden schon in der Vergangenheit überwiegend nur schlechte Erfahrungen gemacht. Als Ergebnis resümieren wir also einen „gauckenden“ oder doch mehr einen „gaukelnden Nickheini?“

So lesen wir im Hamburger Abendblatt:

Wenn der Bundespräsident eine Grundsatzrede ankündigt, dann erwartet man etwas Besonderes. Einen großen Gedanken mindestens, eine starke bis steile Forderung und/oder eine Ermahnung der Regierenden in Berlin. Grundsatzreden sollten in Erinnerung bleiben, so wie die Ruck-Rede von Roman Herzog oder sogar „Der Islam gehört zu Deutschland“ von Christian Wulff.

Darüber spricht man, darüber streitet man in Deutschland, daran erinnert man sich auch Jahre später noch. Die Reden machen den Bundespräsidenten aus, sie sind sein stärkstes, um nicht zu sagen, einziges Instrument. Und weil in der Vergangenheit viel Kluges und Wegweisendes zu erfahren war, hören die Deutschen gern und ganz genau zu, wenn ihr Staatsoberhaupt spricht. So genau wie bei keinem anderen Spitzenpolitiker des Landes, die Bundeskanzlerin eingeschlossen.
Das war auch und gerade am Freitag so. Viel durfte man sich versprechen von der Grundsatzrede aus dem Schloss Bellevue, allein schon deshalb, weil Joachim Gauck ein großartiger, sowohl kluger als auch leidenschaftlicher Redner sein kann.

Am Freitag war er das nicht.
[….]

Aus der Berliner Zeitung:

[….]
„Der Korridor ist von vornherein der Korridor des Mainstream. Eine große Rede, die wie jene Richard von Weizsäckers von 1985 ein hohes Wagnis darstellt, entsteht so nur selten. Das Beste wäre, aus Schloss Bellevue keine großen Reden mehr zu erwarten.“

Die Welt

[….]
Neue Gedanken entwickelte Gauck nicht, aber er drückte sich gekonnter aus als viele andere Politiker. Er wünscht sich einen europäischen Patriotismus, einen gemeinsamen Fernsehkanal, Englisch als Lingua franca, damit Europas Bürger endlich mit einer Zunge reden können, diese nationalstaatlich Verstockten.

Wir sind gar nicht böse

Kein Deutscher, der ein guter Demokrat sein will, hat etwas gegen die EU. Das Wissen, was für ein unverdientes Glück die westeuropäische Einigung für die Bundesrepublik nach 1945 war, ist Teil der politischen DNA Deutschlands. Daran hat Joachim Gauck erinnert. Gut so, das kann nicht oft genug geschehen.

Aber sonst? Das Podest, auf dem Gauck stand, war so hoch, dass der Fall das Wahrscheinliche war. Gauck ist als hoch gelobter Meister der Worte ins Amt gekommen und dort seltsam verstummt. Diese Rede sollte eine Offenbarung werden – und das war sie nicht. Ja, vieles ist wahr, wünschenswert, richtig. Mehr europäische Öffentlichkeit oder eine höhere Beteiligung an den Europawahlen wäre prima. Aber solche unverbindlichen Appelle sind nutzlos, ein Schaft ohne Schwert. Gauck stellt wie alle eine Krise des Vertrauens in die EU fest – aber was ist dagegen zu tun? Gauck hat das Kunststück fertiggebracht, die EU-Institutionen mit keinem Wort zu erwähnen. Müssen sie reformiert werden? Die Gewaltenteilung, die eigentlich Voraussetzung jeder Demokratie ist, ist in der EU mangelhaft. Muss also das Parlament gestärkt und der Ministerrat, die Exekutive, ein Stück weit entmachtet werden? Man erfährt es nicht. Der Befund, dass die EU irgendwie kompliziert ist, hat etwas kurios Unpolitisches.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

[youtube A-e9FArjwns]

——————————————————————————————————————————–

Fotoquelle: Tag der Deutschen Einheit Dresden 2016

Attribution: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC-BY-SA 3.0

Author Sandro Halank / own work

Abgelegt unter Bundespräsident, Europa, Feuilleton, Regierung | 2 Kommentare »

Absagen an Gauck

Erstellt von DL-Redaktion am 18. Februar 2013

Schluss mit den ganzen „gauckeln und merkeln“

Nachdem bereits in der letzten Woche aus Hamburg  Angehörige der NSU Opfer, Gauck die Absage in Form eines „Offenen Brief“ erteilten, wir berichteten darüber, gab es am Wochenende weitere Absagen aus dem Süddeutschen Raum.

So sagte ein Münchener Anwalt, welcher laut der TAZ nicht benannt werden möchte, dass ins besondere das Schweigen des Bundesinnenministers über den V-Mann Tomas R. Alias „Corelli besonders enttäusche“. So gehörte R. Zu den 20 Mitgliedern des deutschen Ku-Klux-Klans wie auch zwei Kollegen der ermordeten Politzistin Kiesewetter.

Da haben im besonderen die folgenden Sätze aus dem „Offenen Brief“ eine große Aufmerksamkeit auch in Süddeutschland erregt: „Herr Bundespräsident Gauck ist mein Bruder doch nur wichtig, weil die NSU ein politisches Thema ist. Was wollen Sie an unserem Leid ändern? Glauben Sie, es hilft mir, wenn Sie betroffen sind?“

Bei der Beurteilung sollte auch daran erinnert werden, dass es bereits zum ersten Jahrestag der Aufdeckung der NSU Mordserie im November 2012 Unstimmigkeiten mit den Opferfamilien gegeben hatte. Die Türkische Gemeinde Deutschland hatte Gauck den Wunsch der Hinterbliebenen nach einem Gespräch übermittelt, doch Gauck lehnte diesen Terminvorschlag damals ab, da er, wie er sagte, eigene Akzente setzen wollte.

War er vielleicht als ehemaliger Pastor zu der Zeit noch in den Glauben dass sich das ganze Drama in Wohlgefallen auflöst? Oder waren Geschäfte für den Verkauf Deutscher Waffen als Anlass für Auslandsreisen wichtiger? Die Arroganz der Macht wird auch bei ihren feisten Vertretern eine nicht unbedeutende Rolle spielen.

In den „Ruhr Nachrichten“ sagte die Ombudsfrau der Bundesregierung für die Hinterbliebenen der NSU-Opfer, Barbara John, sie zeige Verständnis für die harte Kritik der Angehörigen an den Ermittlungsbehörden. «Die Hinterbliebenen haben jedes Recht, die von Fehlern strotzende Arbeit der Ermittler zu kritisieren und die politische Elite um Antworten zu bitten».

Wobei dann auch noch diese Ombudsfrau korrigiert werden muss: Bei Volksvertretern bittet man nicht sondern stellt Forderungen oder wählt sie ab! Die Bevölkerung hat das Recht über die Hintergründe dieser Morde lückenlos aufgeklärt zu werden. Wir wollen wissen in wie weit vom Volk gewählte Politiker in diese Morde verwickelt sind. Zu einer lückenlosen Aufklärung gehören Untersuchungen welche von neutralen, ausländischen Fachleuten geleitet werden.

Aufarbeitung der NSU-Morde weiterhin schwierig

 Bereits am Wochenende hatten Angehörige der NSU-Opfer ihre Teilnahme abgesagt. Sie begründeten dies damit, dass bei dem Treffen keine Rechtsanwälte zugelassen seien. Nach Ansicht der Hinterbliebenen sei der Rechtsbeistand aber wichtig, um sich bei dem Termin sicher zu fühlen und Unterstützung zu haben. Das Bundespräsidialamt habe das abgelehnt.

Quelle: mdr >>>>> weiterlesen-sehen

—————————————————————————————————————————-

Fotoquelle: Wikipedia

Description
Deutsch: Gedenktafel an die Opfer des Polizistenmords von Heilbronn am 25. April 2007 und der weiteren von denselben Tätern begangenen Straftaten. Standort: Theresienwiese in Heilbronn, der Tatort war bei dem rötlichen Gebäude im Hintergrund.
Date 10 May 2012
Source eigenes foto / own photo
Author peter schmelzle
Permission
(Reusing this file)
cc-by-sa 3.0

Abgelegt unter Feuilleton, Hamburg, Integration, P.CDU / CSU, P.FDP | 3 Kommentare »

Der Bundes-Präsi

Erstellt von Gast-Autor am 9. Januar 2013

Das sinnlose Amt für einen Spätgerufenen

Dass ich etwas gegen den Bundespräsi habe, haben sich entsprechend interessierten Leser vielleicht gemerkt, wobei wir auf DL bei Weitem nicht die breiteste Plattform darstellen, die Verbalerotik dieses Evangelen-Pfarrers öffentlich zu machen. TELEPOLIS wird da schon von mehr Menschen gelesen und weist auch ein breiteres Spektrum im Themenbereich auf.

Patrick Spät trifft auf Telepolis ebenfalls den Kern der Sache und spricht mir aus aller- allertiefstem Herzen, diesen Typ – also diesen Bundespfarrer – mal wieder ein wenig zu durchleuchten – der Typ, der in seiner Weihnachtsansprache die Kinder in diesem Staat total vergessen hat. (Die ersten, denen er anlässlich des weihnachtlichen Friedensfestes gedachte, waren die von fehlgeleiteter Politik zum Krieg in Afghanistan verführten Soldaten.[Zitat HartzIV – Plattform]).
Man kann sich den Mund fusselig reden, dennoch ist es schwierig, sich beim Volk Gehör zu verschaffen, um dieses Volk über den Bundespräsi zu informieren und aufzuklären. BILD und Co einschliesslich der GEZ-abhängigen TeVau-Sender haben in der Art eines geleiteten Mainstreams diesem Mann einen Vertrauensvorschuss zusammengezimmert, dass man sich nur wundern kann.
Patrick Spät unternimmt nun auf TELEPOLIS den beinahe verzweifelten weiteren Versuch, die totale Inkompetenz dieses Präsidenten – der nicht einmal singen kann – darzustellen. Einen Kernsatz Späts, den ich nachfolgend zitiere, kann ich voll unterschreiben:
Das Amt des Bundespräsidenten [im Besonderen, seitdem der Evangelen-Paster Gauck dieses Amt mehr oder weniger, meist weniger, ausfüllt /UP.] ist so sinnvoll wie ein Dixi-Klo auf dem Mond.

… Spätestens die [bisherige] Amtszeit von Joachim Gauck zeigt: Das Amt des Bundespräsidenten gehört ersatzlos abgeschafft.
Was macht Joachim Gauck eigentlich den lieben langen Tag? Er empfängt Sternsinger und Staatsgäste, verteilt allerlei Orden und guckt sich ein paar Ausstellungen in der Provinz an … das klassische Pflichtprogramm eines Bundespräsidenten eben.

>>> weiterlesen bei TELEPOLIS

—————————————————————————————————————————–

Grafikquelle  :   Fotomontage:

Wikipedia – Urheber blu-news.org

Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 generisch“ (US-amerikanisch) lizenziert

Abgelegt unter Bundespräsident, Kommentar, Kriegspolitik | 5 Kommentare »

Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 31. Dezember 2012

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

Wie geht es und, Herr Küppersbusch?

Heute ein Jahresrückblick und nach Küppersbusch haben sich Wulff und Maschmeyer 2012 scheiden lassen und 2013 droht der Großkoala.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht 2012?

Friedrich Küppersbusch: 2011 hatte von Tsunami, Fukushima, BaWü und bin Ladens Ermordung bis zum „arabischen Frühling“ und Guttenberg den Nachrichtenvorrat von drei Jahren aufgemampft. Ich meine es herzlicher, als es klingt: 2012 war das Jahr der Verdauung.

Was wird besser 2013?

Mit Glück schöpfen die BürgerInnen Mut, Handeln von ihrer Regierung zu erwarten. Ohne bleibt alles kerndeutsch: never change a boring team.

Peer Steinbrück kassiert, Joachim Gauck kommt, die Eurokrise bleibt: Sollen die Deutschen lachen oder weinen?

Ein Déjà-vu der letzten Kohloratur: an der Grundlinie die Bälle weghauen, bloß nichts aktiv gestalten. Merkel brilliert in der Kunst, den Trumpf bis zuletzt im Ärmel zu behalten – vor allem, wenn es keiner ist: Im Geschichtsbuch wird 2012 das Jahr zähen Hinhaltens gegen ein Finanzfiasko sein. Und eines jener Epoche, als Deutschland sich weigerte einzusehen, Teil eines größeren Ganzen zu sein. Im – zugegeben wackligen – Vergleich mit der Zeit nach der Paulskirche: Wer nicht aktiv gestaltet, wird mit dem Schwert verwaltet.

Norbert Röttgen wird zackig entlassen, Christian Wulff sammelt Bonuspunkte, Christina Schröder will „das Gott“. Sind wir ein Volk, regiert von Stümpern? Oder müssen wir die Karnevalisierung der Politik mit Humor nehmen?

Bei Röttgen hat die Kanzlerin einen Minister abgestraft, wo die CDU-Chefin auf einen Landesfürsten sauer war. Röttgens fahrlässiger Scherz, wonach die CDU bedauerlicherweise nicht über Staatsämter entscheide, ist bei Merkel bitterer Ernst. Es war ihre schwächste Performance seit Jahren. Wulff war naiv und begrüßte den Islam in Deutschland; Gauck kommt vor Eitelkeit nicht zum Schnäppchenmachen und predigt die Muslime aus der Kirche wieder aus. Hier haben die Zeitungen einen Sieg über sich selbst errungen; am Jahresanfang obsiegt Bild, am Ende sterben FR und FTD. Der Nachrichtenrhythmus ist von wöchentlich à la Spiegel auf stündlich à la Spiegel online eskaliert; und entsprechend jäh silvesterkrachern die Personalien und verglühen auch wieder. Eine Zeit schneller kurzer Karrieren. Man kann uneitel sein – Merkel, Schäuble – oder seine eigene Karikatur – Brüderle, Roth. Die dazwischen haben es schwer.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

—————————————————————————————————————————–

Grafikquelle   :     Bearbeitung durch User:Denis_Apel – Lizenz “Creative Commons“ „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen“

Urheber Unbekanntwikidata:Q4233718

Abgelegt unter Feuilleton, International, Medien | Keine Kommentare »

Politik und ihre Doktoren

Erstellt von DL-Redaktion am 15. Oktober 2012

Fällt jetzt auch der Doktorhut der Anette Schavan?

Annette Schavan Portrait 2013.jpg

Es ergebe sich das „charakteristische Bild einer plagiierenden Vorgehensweise“. So zitierte der Spiegel gestern den Prüfer Stefan Rohrbacher der Universität Düsseldorf. Ein ganz dickes Dementi kommt natürlich von der Merkel Vertrauten, welche eine Täuschungsabsicht entschieden zurückweist und nur kleinere Fehler einräumt. „Hier und da hätte man noch sorgfältiger Formulieren können“ ließ sie verlauten.

So solle es insgesamt auf 60 der 351 Seiten zu beanstandende Textstellen geben, welche auf „leitende Täuschungsabsichten“ schließen lassen könnten. Diese Textstellen sind Grundlage für die Beratungen des Promotionsausschusses, welcher am Mittwoch tagen wird. Von dort soll auch eine Empfehlung an den Fakultätsrat abgegeben werden, der dann über eine mögliche Aberkennung des Doktortitels entscheidet.

Tritt Schavan damit in die Fußspuren der Scheindoktoren Guttenberg, Koch-Mehrin oder Chatzimarkakis um hier einmal nur auf die bekanntesten Rosstäuscher aus der letzten Zeit hinzuweisen?  Es scheint sich als ein Zeichen unserer Zeit herauszukristallisieren das der Schein immer  wichtiger als das Sein wird.

Wurden diese, früher Hochstapler genannten Betrüger, einst hauptsächlich auf den Märkten der Brautwerbung oder Wirtschaft angetroffen, scheinen sich diese Gangster einen neuen Tätigkeitskreis zugewandt zu haben. Während die Hochstapelei in den Gebieten außerhalb der Politik von den Gerichten verfolgt wird, ist dieses in den Bereichen der Landes- und des Bundes -tages nicht der Fall. Unter der Narrenkappe eines Politikers scheint der vorsätzliche Betrug als Teil des dort gängigen, guten Benehmens anerkannt zu sein.

Das Moral in der Politik kein Maßstab, sonder nur für die Bevölkerung als Richtschnur gilt, wird daran ersichtlich, dass diese Betrüger ein wenig aus den Blickwinkel der Öffentlichkeit geschoben, aber ansonsten ihre schmutzigen Spielchen ungehindert weiter fortführen können. Nie war der immer wieder zitierte Spruch angebrachter als in der Politik: „ Pack schlägt sich, Pack verträgt sich. Am A… und am Kopf finden sie sich wieder alle zusammen.“

Dieser Zusammenhalt gilt hier über alle Parteigrenzen hinaus. Die privilegierte Stellung welche diese Täter noch immer innerhalb der Gesellschaft genießen bröckelt zwar, ist aber noch nicht aufgelöst worden, da auch im Zeitalter der verstärkten Aufklärung die Mühlen sehr langsam mahlen. Aber sie mahlen und und werden auch nicht mehr gestoppt werden können.

Da hatte doch einmal jemand bei seinen Amtsantritt getönt die Politik und Bevölkerung miteinander versöhnen zu wollen. Alles schon wieder in Vergessenheit geraten? Oder wurde der Versuch wieder aufgegeben? Wo bleibt hier der alt-pastorale Aufruf nach Ethik und Moral in der Politik?  Erschöpft sich das gaucken in sonntägliche Lustreisen um die Welt um auf diese Weise die Versagenden in der Heimat hinter sich zu lassen?

Und dieses in einer Zeit in welcher Friedrich Schorlemmer, in brüderlicher Geisteshaltung, seinen Theologischen Ziehvater Martin Luther verleumdet, indem er der Pussy Riot Band den Preis der Stadt Wittenberg, „für gesungenen Scheißdreck“ nicht zugestehen will?

Waren nicht seine gebrüllten Parolen nach Freiheit zu der damaligen Zeit, in den Augen der DDR Machthaber, auch nur ein „Scheißdreck“?  Ist es nicht so das eine jede Revolution zuallererst ihre eigenen Kinder frisst? Wir zumindest haben schon geistvollere Theologische Sprüche gehört womit wir dann auch wieder bei der Wertung von Professoren und Doktoren Aussagen innerhalb der Politik angekommen wären. Im Volksmund wird dieser Hut heute schon als Dummdeckel ohne Wert bezeichnet.

——————————————————————————————————————————-

Grafikquelle   :    Annette Schavan, MdB

Abgelegt unter Bundestag, P.CDU / CSU, Positionen, Regierung | Keine Kommentare »

Wer suchet, der findet

Erstellt von DL-Redaktion am 4. Oktober 2012

Sie blühen im „Glanze Deutschen Glückes“
Am Tag der Zweifaltigkeit! Die Politiker – und ihr Volk ?

Datei:2016-10-03 Stanislaw Tillich, Angela Merkel, Joachim Gauck (Tag der Deutschen Einheit 2016 in Dresden) by Sandro Halank.jpg

Zwei gut bezahlte Vorgrinser mi Hofdame – Wo bleibt das Volk?

Da standen sie wie „Patt und Platt“ wieder einmal beisammen und feierten ihre angeblichen Großtaten. Sie blühten im „Glanze Deutschen Glückes“ und zelebrierten den „Tag der Deutschen Einheit“. Dieses mal traf sich die Crème de la Crème unserer Politik in München um sich, befindlich im nationalen Rausch, diesen Tag ans eigene Revers zu heften, wobei die Abriss „Birne“ Deutscher Moral dieses mal nicht wieder vorgeführt wurde. Hatte man wohl vergessen?

Derweil die dort Anwesenden unter Fahnenschwenken und dem abspielen der Nationalen Hymne die Taten der Vergangenheit feierten, wurde den daheimgebliebenen auf Phoenix erst einmal die Reise-Doko „Deutschlandtour“ vorgeführt um am Abend dann wieder einmal mit Guido Knopp die „Deutschen im 20. Jahrhundert“ zu beleuchten.

Mit Guido Knopp den alten Zopf! Die eigentlichen „Übeltäter“ dieser Wiedervereinigung, die Bürger der ehemaligen DDR, außer Joachim Gauck, werden schon heute heimlich, still und leise in den Hintergrund gedrängt.

Derweil diese „Hirnis“ ihre Einigkeit, zu fünft oder zu sechs, feiern, bemerken sie nicht einmal wie in ihren Rücken die Gesellschaft mehr und mehr auseinanderdriftet. Beschäftigten wir uns zur Zeit des „Kalten Krieges“ nur mit einer Spaltung haben wir es heute aufgrund einer versagenden „Elite“ gleich mit einen Verriss der Gesellschaft in unzählige Interessengrüppchen zu tun.

Wärend sich diese ahnungslosen Gralshüter deutscher Verruchtheit unter großen Polizeischutz der Öffentlichkeit präsentieren, schlägt landauf – landab der Rassismus und auch der Antisemitismus immer neue Blüten und lebt genau das aus, was oben so locker gezeigt wird: Wir sind Deutschland, wir sind (der) Euro/pa, wir sind einfach alles, und: Wir suchen wieder Sündenböcke für das, was die politische Vergänglichkeit angerichtet hat und Brandschatzen die Wohnungen von harmlosen Minderheiten der Gesellschaft. Derweil machen die Verursacher weiter, so als wäre nichts gewesen. Wehe wenn der Mob die wahren Verursacher erkennt ! Dann waren die 68ger ruhige Jahre.

Das diese Sündenböcke gesucht und auch gefunden werden, davon wird in den folgenden Artikel berichtet:

Der immergrüne Antisemitismus

Die Demonstrationen zum Gedenken an das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen vor 20 Jahren waren kaum beendet, die staatstragenden Reden alle gehalten, als das Berlin von heute mit dem realexistierenden Rassismus konfrontiert wurde. Am helllichten Tag und nach der vergewissernden Frage „Bist Du Jude?“ wurde dem Rabbiner Daniel Alter im gutbürgerlichen Berlin-Friedenau von vier Jugendlichen das Jochbein zertrümmert und seine siebenjährige Tochter mit dem Tode bedroht. Doch während aus der Zivilgesellschaft ein erhebliches Maß an Anteilnahme erfolgte, herrschte in der Politik sehr schnell wieder business as usual. Gewiss, der Regierende Bürgermeister zeigte sich geboten schockiert über die Tat.

Der Überfall sei eine Attacke auf das friedliche Zusammenleben aller Menschen in der Hauptstadt: „Berlin ist eine weltoffene Metropole, in der wir Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus nicht dulden“, so Klaus Wowereit.

In den Ohren der konkret Betroffenen muss das wie Hohn klingen. Denn längst sind Teile Berlins für Juden faktisch No-go-areas. Schon seit langem bezeichnet die Amadeu-Antonio-Stiftung den Antisemitismus in „großen urbanen Wohnquartieren mit überwiegend muslimischer Wohnbevölkerung“ als ein massives Problem. 80 Jahre nach dem Beginn der NS-Herrschaft können sich Juden nicht gefahrlos in ganz Berlin in ihrer religiösen Bekleidung zeigen.

Gleichwohl riet die Berliner Polizei nach dem Anschlag nicht davon ab, Glaubenssymbole in der Öffentlichkeit zu tragen. „Das ist ein Grundrecht und gilt für alle Religionen“, so der zuständige Polizeisprecher. Zum Glück seien solche Gewalttaten selten. Die Betroffenen wird dies kaum beruhigen. Tatsächlich handelt es sich keineswegs um den ersten Vorfall dieser Art und gewiss nicht um den letzten.

Das Potsdamer Abraham-Geiger-Kolleg, an dem Daniel Alter jüdische Lehre studiert hatte (und das nach dem Überfall prompt mehr Polizeischutz zugeteilt bekam), hat denn auch längst ganz andere Lehren als die Polizei gezogen. Man rät den Studierenden dringend davon ab, auf der Straße ihre Kippa zu tragen.

Quelle: Blätter >>>>> weiterlesen

——————————————————————————————————————————-

Grafikquelle   :

Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“ lizenziert.
Namensnennung: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC-BY-SA 3.0

Abgelegt unter Bundespräsident, Feuilleton, Kommentar, Regierung, Überregional | 4 Kommentare »

Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 2. Juli 2012

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

Aus der vergangenen Woche hat der Journalist unter anderen einen Bundespräsidenten welcher einen netten Eindruck macht in Erinnerung. Außerdem stellt er ein Solo am Reißwolf des Verfassungsschutz fest.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht in der vergangenen Woche?

Friedrich Küppersbusch: Kein EM-Spiel um den dritten Platz. Das wäre für die Bayern mal eine Abwechslung gewesen.

Was wird besser in dieser ?

26 Tage warten auf Olympia in London.

Drei große Turniere und dreimal kein Titel: Neben vielen tollen Spielen ist das die nackte Bilanz von Jogi Löw als Bundestrainer. Fehlt ihm das Sieger-Gen?

Na hoffentlich – wenn dieses Gen so aussieht wie DFB-Sportdirektor Matthias Sammer und auch so redet: „Es muss auch Anführer geben. Ohne Struktur und Hierarchie in einer Mannschaft ist alles nichts. Die Mannschaft ist der Star? Dieses Denken ist gefährlich.“ Solange die Alternative zu Löw die frühen 80er sind, „Ballgefreite warten auf einen Schummel-Elfer“ statt der leichtfüßigen Jungs – weiter so. Ich möchte mir Testosteron-Posing à la Balotelli bei Philipp Lahm nicht so recht vorstellen, doch ich sehe Lahm meist gern spielen. Löws Team hat drei Turniere lang erfolgreich unser Ballverwalter-Image ruiniert, da ist mir Pokalhochrecken wumpe. Wenn Sammer „Struktur und Hierarchie“ schätzt, könnte er einfach mal den Mund halten.

Ein Kölner Gericht urteilt: Beschneidung ist Körperverletzung. Aber was ist mit der Religionsfreiheit?

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

———————————————————————————————————————————

Grafikquelle   :     Bearbeitung durch User:Denis_Apel – Lizenz “Creative Commons“ „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen“

Urheber Unbekanntwikidata:Q4233718

Abgelegt unter Feuilleton, International, Medien | Keine Kommentare »

Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 18. Juni 2012

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

Das Ziel von Gauck in der letzten Woche war es scheinbar, mit lallen gefallen zu werden. Nebenbei läuft die Bundesregierung rückwärts, und Spanien versteht nur Drohungen.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht letzte Woche?

Friedrich Küppersbusch: Die Bundesregierung ist mit der Opposition echt unzufrieden.

Was wird besser in dieser?

Zur Strafe darf die Opposition nicht nachsitzen

Auslandseinsätze der Bundeswehr sind riskant: für Bundespräsidenten. Nachdem Joachim Gauck die Bevölkerung zu mehr Offenheit und weniger Ignoranz gegenüber den Einsätzen aufgerufen hatte, hagelte es Kritik. Sind die Deutschen gleichgültige Hedonisten?

Es sollte noch geheim bleiben – doch der Bundesregierung ist die Umkehrung der Zeitleiste gelungen. Vor 14 Tagen bereits antwortete Verteidigungsminister Thomas de Maiziere unter anderem in der taz auf das, was Gauck erst jetzt verzapfte: „Wenn Kaffeehausintellektuelle, die nicht an den Gräbern der Soldaten stehen, das Eingreifen von Soldaten fordern, dann werde ich erst mal per se zurückhaltend … Ich sehe diese neue forsche Art von Anforderungen an das Militärische mit Sorge. Die ganze Last der Folgen wird dabei nicht genügend bedacht.“ Während also der CDU-Minister eine glasklare Grenze hinbekommt zwischen Gelallenem und Gefallenen, haut der von Grünen erfundene Bundespräsident die niedlichste Hunnenrede seit 112 Jahren raus. „Und dass es wieder deutsche Gefallene gibt, ist für unsere glücksüchtige Gesellschaft schwer zu ertragen.“ Bundesjockel! Hergehört! Guck mal Grundgesetz, Artikel 26 : „Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig.“ Mindestens 10 Jahre bis „lebenslänglich“ laut Strafgesetzbuch.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

———————————————————————————————————————-

Grafikquelle   :     Bearbeitung durch User:Denis_Apel – Lizenz “Creative Commons“ „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen“

Urheber Unbekanntwikidata:Q4233718

Abgelegt unter Feuilleton, International, Medien | 1 Kommentar »

Gauck in neuer Mission

Erstellt von DL-Redaktion am 13. Juni 2012

Die Friedenstauben sind dem Prediger davongeflogen

Datei:ATF Dingo in German service (Afghanistan).jpg

„Stütze unserer Freiheit“, „Mut-Bürger in Uniform“, „Teil des deutschen Demokratiewunders“: Im  benutzen  großer Worte hat Gauck noch nie Probleme gehabt. Auch nicht bei seinen Antrittsbesuch bei der Bundeswehr in Hamburg. Empfangen wurde er mit allen militärischen Ehren von den Kriegsminister unserer Regierung.

Als Pfarrer seiner evangelisch-lutherischen Kirche, welcher kein normaler Job ist, sondern in den Augen seiner Kirchgänger ein Berufener, Lebenslang. Auch als friedlicher Revolutionär nahm Joachim Gauck nie eine Waffe in die Hand.  So wäre es seine wichtigste Aufgabe gewesen seiner Berufung folgend, die Bevölkerung für ihre überzeugende Einstellung zum Frieden zu loben.

Als Bundespräsident vertritt er nun auch die Bundeswehr – und verteidigt bei seinem Antrittsbesuch deren Einsätze im Ausland.

„Vom deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen.“ So lautete immer ein Grundsatz Deutscher Politik. Nicht nur in der BRD sondern auch in der früheren DDR hatte dieser Satz seine Gültigkeit ! Und wenn die Mehrheit der Bürger an diesen Satz festhalten, haben sich die Politiker danach zu richten und diese Aufforderung zu respektieren.

Stattdessen soll er deutliche Worte gefunden haben indem er die Bürger für eine gewisse Arroganz gegenüber den Soldaten rügte. Er stelle in der Bevölkerung eine Tendenz zum „Nicht-Wissen-Wollen“ fest, was zwar menschlich sei, da sie nicht mit Leid und Terror behelligt werden wollen. Aber „‚ohne uns‘ als purer Reflex kann keine Haltung sein, wenn wir unsere Geschichte ernstnehmen“, sagte Gauck.

Im Gegensatz zu Gauck nehmen viele Deutsche ihre Geschichte sehr ernst, denn sie stellen fest das aus der Bereitschaft Kriege führen zu wollen oder zu müssen, die beiden größten Weltkriege vom Deutschen Boden ausgegangen sind. Auch die zwei Diktaturen welche er selbst als eine „Begrenzung der Freiheit“ bezeichnete, sind aufgrund dieser Kriege entstanden.

„Freiheit und Wohlergehen sehen viele als Bringschuld der Demokratie und des Staates“, kritisierte Gauck. „Manche verwechseln Freiheit mit Gedankenlosigkeit, Gleichgültigkeit und Hedonismus.“ Eine funktionierende Demokratie erfordere aber auch Einsatz, Aufmerksamkeit, Mut „und eben manchmal auch das Äußerste, was ein Mensch geben kann: das Leben, das eigene Leben“.

Diese Sätze sind eine ungeheure Arroganz und Anmaßung gegenüber der Bevölkerung und eines Präsidenten „der Herzen ?“ unwürdig. Warum erinnert er hier nicht an einen seiner Vorgänger, Horst Köhler welcher für die Auslandseinsätze der Bundeswehr im fernen Ausland, eine ganz andere Begründung gab. Hatte er nicht alle Muße und Gelegenheit zu Zeiten der DDR seine Freiheit dort mit der Waffe zu verteidigen? Aus der Freiheit heraus lässt es sich einfach reden und als Alt-Bürger welcher seinen Kopf aus Altersgründen nicht mehr zur Verfügung stellen muss, allemal.

„Verlange nie etwas von Anderen, was zu bringen du selber nicht mehr fähig oder bereit bist“. Auch ein abgewandelter, alter Spruch.

Die Bundeswehr arbeitet zur Zeit an einer Erhöhung des Frauenanteils in den Streitkräften. Die Gesamtquote soll von neun auf 15 Prozent steigen. Nachwuchsprobleme gibt es trotz Aussetzung der Wehrpflicht angeblich nicht. Vielleicht könnten sich unsere kühnen Kämpfer, Bundespräsident und Kriegsminister mit Frau von der Leyen zusammensetzen. Diese plant laut uns vorliegenden Informationen eine Kampagne unter dem Motto: „Schlecker Frauen an die Front“ und hofft das viele der Frauen dieses Angebot zur Umschulung annehmen.

Familienministerin Kristina Schröder begrüßte den Vorschlag. „Es geht hier nicht darum, jemanden in eine Umschulung zu pressen, aber ich kann mir gut vorstellen, dass unter diesen lebenserfahrenen Frauen viele mit Freude und Engagement diese neue berufliche Chance ergreifen wollen“, sagte die CDU-Politikerin der Süddeutschen Zeitung. Auslandseinsätze seien schon bald vorstellbar. Die Schlecker-Frauen seien Kummer ebenso gewohnt wie die Ungewissheit, aus heiklen Situationen gerettet zu werden. Außerdem, so die Ministerin, hätten sie bereits Kompetenzen darin erworben, gegen Männer mit gestrigen und menschenverachtenden Ideologien zu kämpfen. Der Koalitionspartner FDP äußerte sich dazu bisher nicht.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

————————————————————————————————————————

Grafikquelle: Wikipedia / originally posted to Flickr as 090722-N-1175T-090

Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 2.0 generisch“ (US-amerikanisch) lizenziert.

ISAF Headquarters Public Affairs Office

Abgelegt unter Asien, Kriegspolitik, Regierung | 7 Kommentare »

Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 4. Juni 2012

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

Im Rückblick auf die letzte Woche hat der Bundesinnenminister Friedrich einen sitzen, Ackermann ist ein „Hells Banker“, Gauck taumelt im Nebel und bei den Linken wedelt der Schwanz immer noch mit dem Hund.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht letzte Woche?

Friedrich Küppersbusch: FDP überlebt Schlecker.

Was wird besser in dieser?

Umgekehrt wär auch nicht schlimmer.

Der aktuelle Spiegel-Titel lautet „Geheim-Operation Samson: Wie Deutschland die Atommacht Israel aufrüstet“. Also hat Günter Grass recht gehabt?

Grass pöbelt rum, Wallraff recherchiert undercover, und der Spiegel haut eine veritable Enthüllung auf den Titel: Das ist mal ’ne schöne 80er Show. Der Modus „Deutschland liefert Waffen und ist aber jederzeit zu moralischen Vorhaltungen bereit“ könnte aber auch beim ESC in Baku abgeguckt sein.

Joachim Gauck widerspricht Christian Wulffs Aussage, dass der Islam zu Deutschland gehört. Wie deutliche Spuren muss man eigentlich in Deutschland hinterlassen, um dazuzugehören?

Nun sind wir einen CDU-Präsidenten los, der eine grüne Position vertrat, und haben einen rot-grünen Favoriten, der aus dem Herzen der CSU argumentiert. Dafür bekam Bild den „Henri-Nannen-Preis“. Ich behalte mir vor, herzlich drüber zu lachen, wenn in ein, zwei Jahren kleine Einspalter erscheinen, wonach die rechtlichen Betrachtungen von Wulffs Tollpatschereien keine Beanstandungen ergaben. Gauck laviert Wulffs überdeutlichen Satz in tiefstmöglichen Nebel – Islam rein, Islam raus, Hauptsache, die Frisur sitzt. Der Islam ist dabei, ein Teil von Deutschland zu werden; und er wurde dabei schon mal freundlicher begrüßt als von diesem Vertreter der evangelischen Minderheit.

Hat die Führungsriege der Linkspartei dasselbe Problem wie die Nationalelf – zu viele geeignete Mitspieler? Falls ja: Wer übernimmt Löws Rolle und selektiert?

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

—————————————————————————————————————————–

Grafikquelle   :     Bearbeitung durch User:Denis_Apel – Lizenz “Creative Commons“ „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen“

Urheber Unbekanntwikidata:Q4233718

Abgelegt unter Feuilleton, International, Medien | Keine Kommentare »

Eiszapfen sind unterwegs!

Erstellt von DL-Redaktion am 18. Mai 2012

Haben wir die Pastorentocher
oder dieehemalige FDJ Frau gehört

 File:Karikatur Merkel Politikerdiäten.jpg

Na, da hat die Kanzlerin aber wieder einmal Tacheles geredet und dem Bürger genau gezeigt aus welchem Geblüt ihre Abstammung ist. Nur und diese Frage hat sie leider nicht beantwortet, haben wir nun die Pastorentocher oder die ehemalige FDJ Frau gesehen? Nehmen wir den Mix aus Pastor und Stasi dann schätzen wir ihre Erziehung schon richtig ein. Gelernt ist nun einmal gelernt IM Erika.

Wohl gemerkt, einen blasierten Fatzke wollen wir hier auch nicht unterstützen, sondern nur den menschlichen Umgang untereinander kritisieren und die Schnelligkeit von widersprüchlichen Bewertungen aufzeigen. Sonntag als fähiger Umweltminister hochgelobt, wurde er am Mittwoch als unfähig entlassen! Ja von der gleichen Person, unserem Fallbeil der christlichen Nächstenliebe. Kann sich die Politik noch klarer in ihrer ganzen Verlogenheit darstellen?

Dabei werden wir, die Bürger dieses Landes fast tagtäglich mit irgendwelchen Halbwahrheiten aus der Politik bombardiert. Sei es aus dem Arbeitsministerium mit seiner Chefin von der Leyen oder auch dem Innenministerium sowie unserer Kriegsmaschinerie, die ganze Wahrheit ist noch nicht einmal zwischen den Zeilen zu lesen und nicht mehr oder weniger richtig als die Aussage von Merkel.

Politik maßt sich in diesen Land an, das Christentum als einen zu schätzenden Wert zu benennen und blickt so mit törichter Arroganz auf die Anderen, welche wir am liebsten mit unseren Wertvorstellungen unterjochen möchten. Da wird dann geschrieben und geredet von der Gefährlichkeit durch die Beeinflussung des Islam, der Islamisten, der Salafisten und anderen finsteren Elementen.

Dabei haben wir vergessen unsere eigenen Lichter anzumachen und beschweren uns über das auseinander driften der Gesellschaft. Auf eine durch die Lande ziehende Zunahme von Brutalitäten mit allen ihren Grausamkeiten. Als Antwort auf alle diese Vorkommnisse werden die verschiedensten Gründe von den Politikern als Argumentation ins Feld geführt. Der Zeigefinger verweist auf die Ballerspiele, das Internet, der Alkohol oder die Drogen, nur das drei Finger auf ihn den Politiker selber gerichtet sind wird geflissentlich übersehen.

Am Mittwoch wurde jedem Bürger die Schlechtigkeit dieses Seins vor Augen geführt. Die Unfähigkeit eigene Fehler einzugestehen, wenn es um die Erhaltung der Macht geht, denn nur darum geht es letztendlich. Spricht man unter Mitbürgern darüber oder hört/liest die entsprechenden Kommentare gibt es nur einen Schluss: „ Ja, so ist Politik nun einmal“. Wo bleibt hier eigentlich unser Edelpastor und Freiheitsapostel? Hat der gar nichts zu gaucken? Er wollte doch Politik und Bürger wieder einander näher bringen? Ist ihm die pastorale Abmahnung sprichwörtlich als Bissen im Hals stecken geblieben?

Zu der Zeit in der dieser Kommentar geschrieben wird, spricht Frau Merkel über Phönix gerade auf den Deutschen Katholikentag. Sie spricht dort von ihrer Wertschätzung für die Familie und wenn Gott, Jesus der Revoluzzer ist/war, müsste es jetzt eigentlich von oben blitzen, bei der Pastorentochter. Hoffentlich trifft er die welche falsche Zeugnisse wider ihren Nächsten geben nicht ?

Einen Unterschied zwischen den verschiedenen Parteien gibt es schon lange nicht mehr, es kommt somit immer eine falsche Partei in die Regierung, unabhängig von der Wahlbeteiligung. Die Verpackung umschließt nur mehr eine leere Hülle, ein reiner Etikettenschwindel für welchen ein jedes Mitglied einer solchen Organisation verantwortlich ist. In Italien werden diese Organisationen mit dem Wort Mafia bezeichnet und ihe Mitglieder als Mafiosi.

Merkel zu verklären, schadet der Demokratie

Macheten-Mutti

Angela Merkel begeht bei Norbert Röttgens Entlassung zwei schwere Pflichtverletzungen. Erstens: Sie schmeißt einen Minister raus, ohne eine Begründung zu geben. In ihrem anderthalbminütigen Eiszapfen-Statement kommen NRW und Landtagswahl nicht vor, sie erwähnt die Energiewende und dass Röttgen sie mit angeschoben habe. So what?

Besinnungslos bis beflissen stürzt sich die politische cloud auf Mutmaßungen, Naheliegendes, Durchstechereien und schiere Gerüchte. Die Kanzlerin feuert einen Minister, das Nähere regelt die Gosse. Zweitens: Die Kanzlerin feuert einen Minister, wo die CDU-Vorsitzende einen gescheiterten Landtagskandidaten abzuwickeln hat.

Röttgen war Umweltminister der Republik, nicht der CDU. Die Ämter der Bundesregierung sind nicht die Lohntüten für Parteisoldaten. Merkel missbraucht ein Regierungsamt für eine Parteisache. Röttgen nahm seine Ironie, die CDU entscheide „bedauerlicherweise“ nicht direkt über Vergabe von politischen Ämtern, sofort zurück.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

——————————————————————————————————————————–

Grafikquelle    :  Merkel in ihrer Gier nach Macht und Geld

attribution share alike This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.
Attribution: Xylophilon at the German language Wikipedia

Abgelegt unter Feuilleton, P.CDU / CSU, Regierungs - Werte | Keine Kommentare »

LINKE in der Krise

Erstellt von DL-Redaktion am 29. April 2012

Eine tiefgehende Analyse über Die Linke vom Spiegel

Dresden Nazifrei 2010 Ramelow.jpg

Hatten wir schon in den letzten Tagen versucht eine tiefgehende Analyse über die Partei DIE LINKE zu schreiben, beschäftigt sich heute auch Spiegel – Online mit diesem Thema. Interessant in diesem Zusammenhang das die Ergebnisse alle auf das gleiche hinauskommen.

So ergibt sich immer volle Einstimmigkeit wenn von einer Überalterung der Mitglieder geschrieben wird. Einigkeit herrscht hier, nicht überraschend, über eine Führungsmannschaft welche es jungen Nachrückern praktisch unmöglich macht entsprechend Gehör zu finden. Vielleicht könnte der Antrag in Zukunft auch einmal eine Vorstandssitzung der Bundespartei auf einen Berliner Friedhof einzuberufen für eine gewisse Abschreckung bei Lafontaine und Co. sorgen?

So ist in den letzten Tagen eine Parteienschelte gegenüber die Piraten zu beobachten. „Diese bösen Neugründer jagen uns die Protestwähler ab“ glaubt man aus verschiedenen Mündern hören zu können. Dabei wird immer wieder versucht die neue Partei in eine Ecke der Programmlosen, der unangepassten, der Rechten oder auch der Wirrköpfe zu drängen. Diese Sprüche erinnern den Eingeweihten in der LINKEN immer wieder an eigenes Erleben aus den Gründerzeiten der Partei.

Auch Erinnerungen an den Film von Rainer Werner Fassbinder „Angst essen Seele auf“ aus dem Jahr 1974 kommen bei Hören solcher Paniksprüche auf. Denn was nützen all die „besten“ Programme wenn sowohl die Mitglieder als auch die Wähler in Scharen davonlaufen da diese, wie alle anderen Bürger auch, von den Programmen gar nichts merken, im Gegensatz dazu fühlen „den Anschluss zu verlieren, nicht zum Zeitgeist zu passen und zum den großen Verlierern im Parteiensystem zu werden“. So nicht nur der Spiegel.

Weiter lesen wir:

„Das war im vergangenen Oktober, die Piraten hatten gerade aus dem Stand 8,9 Prozent bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl geschafft. Der Ton ist inzwischen deutlich rauer geworden, ganz so, als würde folgende Regel gelten: Je beständiger der Umfrageerfolg der Piraten, desto nervöser die Linke. „Die Zeit der Schonfrist ist vorbei“, sagte Gysi zuletzt. Auch Parteichef Klaus Ernst ließ Dampf ab: „Es kann nicht sein, dass eine Partei die einzige Aufgabe hat, möglichst viele Mandate zu erreichen, ohne eine politische Richtung zu haben.“ Für die Linke stehe fest: „Ein Protest ohne Inhalt ist Radau.“

Die Piraten stellen für die Linke eine Bedrohung dar. In der Vergangenheit profitierten die Genossen von Protestwählern. Wer gegen das Establishment sein und trotzdem wählen wollte, der machte sein Kreuz häufig bei den Dunkelroten. Protestwähler fühlen sich jetzt aber auch bei den Piraten gut aufgehoben – der Partei gelingt es zudem, die große Gruppe der Nichtwähler anzusprechen.“

Dabei wissen wir doch aus eigener Erfahrung dass das erreichen von Mandaten gerade in der LINKEN als oberste Priorität gilt. Das zur Politik auch eine gewisse Neigung, oder Verständnis gehört wird nur allzu gerne verschwiegen. Die private Absicherung und nicht die Arbeit für die Gesellschaft stehen absolut im Vordergrund.

So lesen wir in Kommentaren immer wieder Sätze wie: „Ich bin ein echter LINKER“. Vergessend hierbei ein Erziehungsprinzip aus Kindertagen welches heißt: „Der Esel nennt sich immer zu erst“. Mit „ich“ fängt auch so ziemlich jeder Satz von Gauck an. Vielleicht steht ja hier auch eine neue Mitgliedschaft bevor?

Immer wieder ein Thema ist auch das schachern um Posten. Da werden Posten nach Sympathie verteilt obwohl es besonders für Büroarbeiten, welche in einer Partei ja auch gleichzeitig mit Öffentlichkeitsarbeit verbunden ist, schon nach relativ kurzer Zeit festgestellt wird das die eingestellte Person nicht den in dieser Position gestellten Anforderungen gerecht werden kann. Die Trennungen ziehen dann ein riesiges überflüssiges Theater nach sich. Und die mangelnden Strukturen sind mit Ursache für die vielen Unruhen, wie Landungsversäumnisse, Ladungsfristen, Protokolle, Satungsunsicherheiten, usw, usw.

Die LINKE zeigt sich als ein Chaotenverein dem es mit als letzten zusteht anderen Parteien mit Kritik zu überziehen. Sie würde sich besser mit den anstehenden Landtagswahlen beschäftigen da, sollten sich die Umfragen für Schleswig-Holstein mit: 2,5 Prozent und  NRW mit: 3 Prozent bestätigen, ihnen sowieso dann der ganze Laden um die Ohren fliegen könnte. Die Fehler der Vergangenheit würden sie dann vielleicht überrollen. So zieht der Spiegel dann auch schon den Sport als Vergleich heran und verlegt das Endspiel nach NRW.

Bodo Ramelow, Fraktionschef in Thüringen, formuliert es so: „Die Wahl in Nordrhein-Westfalen wird zeigen, ob die Linke ein politisches Schwergewicht oder lediglich eine vorübergehende gesamtdeutsche Erscheinung ist.“

Quelle: Spiegel-Online >>>>> weiterlesen

————————————————————————————————————————

Grafikquelle    :     Bodo Ramelow bei der Kundgebung Dresden Nazifrei am 13. Februar 2010, daneben weitere Politiker der Partei die Linke

Abgelegt unter Nordrhein-Westfalen, P. DIE LINKE, P.Piraten, Überregional | Keine Kommentare »

Der Sturz-Honeckers Ende

Erstellt von DL-Redaktion am 6. April 2012

Das Ende der Ära Honecker

Die Ausstrahlung der TV-Dokumentation über Margot Honecker in der ARD löste bei vielen Politikern Empörung aus. Wir halten eine solche Ausstrahlung für einen Teil von Volksbildung und plädieren dafür dergleichen Filme auch in den Schulen als Unterrichtsstoff vorzuführen. Die in diesem Film im Original zu hörenden menschenverachtend, zynischen Anmerkungen der Frau Honecker könnten im Verbund mit manchen Aussagen unserer Kriegstreibenden Politiker über den Afghanistan Krieg, als gutes Lehrstück für negative Politik gelten.

Als einzige Entschuldigungen möchte man der Frau ihr hohes Alter gelten lassen. Margot Honecker wurde am 17. April 85 Jahre alt und in dem Alter treten bei vielen Menschen entsprechende Erinnerungslücken auf, so dass der langjährigen DDR-Volksbildungsministerin selbst die Rolle welche ihr heute bei staatlich durchgeführte Zwangsadoptionen von Kleinkindern zugesprochen wird, ohne jegliche Zeichen von Reue oder Einsicht über sich ergehen ließ. Das sie das ehemalige DDR Regime und den Kommunismus verteidigt, gehört genau so zur Normalität wie auch unsere Politiker sehr selten zu den von ihnen gemachten Fehlern stehen.

Interessant hierbei das Schweigen unseres neuen Freiheitsapostel Gauck und im Gegensatz dazu die Empörung von Wolfgang Thierse welche als ehemaliger Stallgefährte besonders wichtig ist. Thierse äußerte sich in der „Bild“-Zeitung mit folgenden Satz: „Die Aussagen bestätigen noch einmal die Wut, die wir schon zu DDR-Zeiten auf Margot Honecker hatten. Stasi-Chef Mielke und Volksbildungsministerin Honecker waren die meist gehassten Figuren des DDR-Regimes.“

Margot Honecker hatte in den Interview-Passagen der Fernsehdokumentation die Politik des SED-Regimes gerechtfertigt, sich abschätzig über DDR-Flüchtlinge geäußert welche selber Schuld hatten die Mauer überklettern zu wollen und ihre Rente in Höhe von 1500 als „unverschämt wenig“  bezeichnet. Das zynische in ihren Aussagen legt hier die Kälte des System offen.

Wer aber, wie vielleicht manche Opfer des SED-Regimes, so etwas wie Reue oder wenigstens den Anflug von Einsicht von der ehemaligen Ministerin für Volksbildung erwartet, kann sich den Film sparen. Sehenswert ist „Der Sturz. Honeckers Ende“ freilich trotzdem. Denn Margot Honecker ist aus der Geschichte der DDR, der deutschen Teilung und der Friedlichen Revolution nicht wegzudenken.

Von 1963 bis 1989, also ein atemberaubendes Vierteljahrhundert lang, agierte sie als Ministerin für Volksbildung in der DDR. Sie war für die ideologische Gleichschaltung in den Schulen ebenso verantwortlich wie für den militärischen Drill auf dem Pausenhof. Vor Gericht musste sie sich deshalb nie verantworten; ihr Mann erlebte die vermeintliche Härte der „Siegerjustiz“ für kurze Zeit als Häftling in Berlin-Moabit. Weil er zu der Zeit bereits schwer erkrankt war wurde auf eine weitere gerichtliche Verfolgung verzichtet.

Erich Honecker starb in Chile, das er als „Exil“ betrachtete. In diesem neuen, wiedervereinigten Deutschland, das gnädig mit dem Diktatorenpaar umging, habe sie nichts verloren, sagt Margot Honecker heute.

Im Vergleich zu vielen anderen politischen Änderungen blieb die Wende in Deutschland friedlich, den Honeckers wurde kein Haar gekrümmt. Im besonderen aber von alten Genossen wurden sie nach der Wende herumgereicht wie heiße Kartoffeln. Erich und Margot Honecker waren wohl die berühmtesten Obdachlosen der DDR. Ausgerechnet ein Pfarrer, welcher nicht auf den Namen Gauck hörte, namentlich der Leiter der Hoffnungstaler Anstalten Lobetal bei Berlin, Uwe Holmer, gewährte dem Diktatorenpaar Asyl. Der Christ, dessen Kinder trotz Begabung wegen Margot Honeckers ideologischer Auslese kein Abitur machen durften, räumte er zwei Zimmer unter dem Dach frei und nahm die beiden für einige Monate auf.

Ein Wort des Dankes findet Margot Honecker bis heute nicht, auch im Interview beschreibt sie diesen ungeheuren Akt christlicher Nächstenliebe eher als einen Randaspekt des historischen Materialismus: „Wir wollten leben und überleben!“ Sie haben überlebt, weil sich Uwe Holmer mehrfach aufgebrachten Bürgern in den Weg stellte, die seinen berüchtigten Untermietern zu Leibe rücken wollten.

In den Zusammenhang mit Margot Honecker sollte man auch immer daran erinnern das im Kreisverband der Partei der LINKEN Warendorf eine Alt-Kommunistin frei herumläuft welche sich rühmt eine gute Bekannte der Margot Honecker zu sein. Dieser muss man zugestehen in der Anwendung der politischen Säuberung eine sehr gute Lehrmeisterin gefunden zu haben. Das Dossier welches vor einigen Wochen in Bayern auftauche mag wohl als Bedienungsanleitung zur Durchführung Landesweit verwendet worden sein.

Sehr interessant, besonders in Verbindung mit dieser Dokumentation, der Kommentar zu den Wahlkampf in NRW.  Es ist schon faszinierend wie Menschen in diesem Land über etwas urteilen von dem sie nicht die geringste Kenntnis besitzen. Das so viel an Dummheit dann auch noch als Mandatsträger gewählt werden wollen war und an öffentlichen Schulen unterrichten ist ein Skandal.
Hier der Kommentar einer ehemaligen DDR Bürgerin:

Kamenzer sagt:
Donnerstag 5. April 2012 um 19:10 e
Wenn sich westdeutsche Linke aus NRW, die niemals nimmer mehr in der DDR gelebt haben, so himmelhochjauchzend über die ach so super gute DDR äußern, dann kommt mir das !! Ko!!!

Sie können überhaupt und niemals sich eine Meinung bilden, was dort jeden Tag in der Realität unter dem Deckmäntelchen einer “Entwickelten sozialistischen Gesellschaft” geschah. “Alles zum Wohle des Volkes!”, jawohl und die “Diktatur des Proletariats” schikanierte und bespitzelte jeden Bürger. Wenn auch vieles nicht schlecht war, aber dies diente immer dazu, die Außenwirkung gegenüber dem sogenannten “Klassenfeind” zu beschönigen. Das war Kalter Krieg. Wo zwei Gesellschaftsordnungen sich gegenüber standen.

Alles, was an Positivem in der DDR erreicht wurde, diente den Klassenkampf und alles im Sinne des Sozialismus, den Sozialismus einer elitären Gesellschaft. Die Menschen, welche damals nach diem Krieg die DDR aufgebaut haben, wollten ein besseres Leben. Nicht das, was bis 1989 entstand.

Als ostdeutscher Bürger habe ich ein Riesen Problem mit Besserwissern, die nichts, aber auch gar nichts aus der Geschichte gelernt haben und so habe auch ich meine negativen Erfahrungen gemacht, besonders in dieser Linken Partei.

Das für diese Aussage entsprechende Video ist unter den Artikel: „Die Linke vor dem Abgrund“ zu sehen.

[youtube AmhXh61N-SI]

————————————————————————————————————-

Grafikquelle  :     Margot Honecker (1986)

Abgelegt unter Amerika, P. DIE LINKE | 5 Kommentare »

Der Kampf um Freiheit

Erstellt von DL-Redaktion am 26. März 2012

Um die Freiheit wir in diesen Land gegauckt

In unseren Land wird neuerdings wieder über die Freiheit gesprochen , Entschuldigung, natürlich nicht gesprochen, es wird gegauckt. Hatten wir Westbürger ja auch aus den Augen verloren, die Freiheit! Vielleicht ist sie uns aber auch nur genommen worden ? Durch Hartz 4 zum Beispiel und den vielen weiteren Einschränkungen auf der sozialen Ebene von schwarzen, roten oder grünen Regierungen?

Sollte unser neuer pastoraler Heilsbringer diese Einschränkungen meinen wenn er über die Freiheit spricht würde er bestimmt auf viel Verständnis in diesem Lande stoßen. Bezieht er aber seinen Freiheitsbegriff hauptsächlich aufgrund „Ich“ gemachter Erfahrungen wird er auf Sand gebaut haben. Letzteres ist zu befürchten, da er ja, wie schon beschrieben aus der klerikalen Ecke kommt in der die Freiheit wie vieles andere auch immer als eine milde Gabe des Einen verstanden wird.

Gedanken über die Freiheit macht sich im folgenden Kommentar der freie Publizist Robert Misik.

Zugegeben: Ganz neu ist das nicht, dass sich die Priester eines ökonomischen Fundamentalliberalismus als „Kraft der Freiheit“ großtun und den Linken und Progressiven die Punze anhängen wollen, diese seien für Gängelung. Man muss nur „Der Weg zur Knechtschaft“ des Wirtschaftsnobelpreisträgers Friedrich von Hayek aus dem Jahr 1944 lesen. Hier beklagt er, nicht zuletzt wegen zaghafter Schritte in Richtung eines Wohlfahrtsstaates in den USA, in Großbritannien und Schweden: „Nur diejenigen, die sich noch an die Zeit vor 1914 erinnern können, wissen, wie eine liberale Welt ausgesehen hat? Schritt für Schritt haben wir jene Freiheit der Wirtschaft aufgegeben, ohne die es persönliche und politische Freiheit in der Vergangenheit nie gegeben hat.“ Ulkig: Der Räuberbaronkapitalismus vor 1914 war die goldene liberale Welt, Roosevelts „New Deal“ die Aufgabe der Freiheit.

Überladene Begriffe

Seit nunmehr mindestens dreißig Jahren stoßen Hayeks Adoranten tagein, tagaus in dieses Horn. In jüngster Zeit wurde dieses Lied noch einen Dreh schriller: Neobundespräsident Joachim Gauck singt hier mit, sein „Freiheit“-Büchlein führt seit Wochen die „Sachbuch“-Bestsellerlisten an, und FAZ-Wirtschaftsredakteur Rainer Hanz stimmt ein schwulstiges „Hoch auf die Freiheit“ an. Die Freiheit am Markt ist für ihn die ewige Urquelle bürgerlicher Freiheit und überhaupt von allem Guten.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

——————————————————————————————————————

Grafikquelle   :  Die Statue auf Liberty Island

Abgelegt unter Amerika, Kommentar, Sozialpolitik | Keine Kommentare »

Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 26. März 2012

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

Maschmeyer will Kanzler werden, der Westen keinen Soli mehr, und der Papst reist auf den „Modernisierer-Gipfel“ nach Kuba.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht letzte Woche?

Noch immer keine Gauck-Affäre. Ich langweile mich.

Was wird besser in dieser?

Maschmeyer arbeitet an seiner direkten Kanzlerkandidatur.

Der Westen hat genug vom Soli. Der Osten soll jetzt auf eigenen Füßen stehen. Ist das längst überfällig?

Die Urlaubs- wie Wohlstandsinsel Usedom hat sich mit Transfergeldern fein herausgeputzt. Zur Belohnung liegt die NPD in den „Kaiserbädern“ über 22 Prozent. Dort ist der Soli der Migranten aus dem Ruhrgebiet willkommen, der Migrant selber nicht so. Opel in Bochum wird – aus humorigen Gründen rechtzeitig zur Landtagswahl – mal wieder mit Schließung bedroht. Auch danach würden Bochumer noch Soli zahlen für das thüringische Eisenach, wo Opel weiter produziert. – Die Kaufkraft der Ossis war ein warmer Regen für die Wirtschaft, doch abgeschöpft wurden nicht deren Profite, sondern die Löhne der Arbeitnehmer – eben per Soli. Nun einen West-Soli zu fordern, damit die Gießkanne auch hier mal ordentlich danebenpinkelt, vergrößert das Problem. Es geht um Armutsschwerpunkte, unabhängig von der Geografie. Wenn es die FDP noch gäbe und sie mitregierte, wäre eine so schiefgegangene Steuer undenkbar.

Die Innenminister haben die Grundlagen für einen zweiten NPD-Verbotsantrag gelegt. Aber wenn man nur die Symptome bekämpft, ist die eigentliche Krankheit doch nicht geheilt. Was soll das also bringen?

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

——————————————————————————————————————–

Grafikquelle   :     Bearbeitung durch User:Denis_Apel – Lizenz “Creative Commons“ „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen“

Urheber Unbekanntwikidata:Q4233718

Abgelegt unter Feuilleton, International, Medien | Keine Kommentare »

Die Kandidatin der LINKEN

Erstellt von DL-Redaktion am 2. März 2012

Klarsfeld empfindet Nominierung als Ehre
„Ich bin eine gute Deutsche“

Ja, so ist das Leben eben. Die Eine betrachtet es als ein Ehre und nimmt eine ihr angebotene Kandidatur an, während der Andere ein schlichtes „Danke schön“ brabbelt und seiner Wege geht. Jedem das Seine!

Hier ein ausführliches Interview mit Beate Klarsfeld:

Beate Klarsfeld fühlt sich von der Linken nicht instrumentalisiert. Sie will als Kandidatin für das Bundespräsidentenamt gelten, die viel für die Aufarbeitung der Geschichte getan hat.

taz: Frau Klarsfeld, Sie leben seit 52 Jahren in Frankreich. Warum wollen Sie deutsche Bundespräsidentin werden?

Beate Klarsfeld: Weil ich vorgeschlagen worden bin.

Verbindet Sie wirklich viel mit der Linkspartei?

Nun, wir haben vieles gemeinsam. Die Linke ist ja eine antifaschistische Partei, die sich sehr mit der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus beschäftigt, und wir sind gemeinsam für das Verbot der NPD. Wir haben schon mehrfach zusammengearbeitet, das erste Mal 2006 im Zusammenhang mit der Ausstellung zu den Sonderzügen in den Tod.

Warum soll man Sie und nicht Joachim Gauck wählen?

Weil ich das Bild von Deutschland nach dem Holocaust im Ausland, vor allem in Israel, Frankreich und den USA verbessert habe. Der israelische Ministerpräsident Menachem Begin hat mir damals gesagt: „Sie sind die erste Deutsche, der ich die Hand gebe.“ Ich bin von Mitterand und Sarkozy ausgezeichnet worden. Das ist einzigartig – eine Deutsche, die ohne eine Partei oder Organsiation im Rücken so viel für Deutschland geleistet hat.

Sind Sie wütend oder bitter, dass die Bundesrepublik Ihnen dafür jede offizielle Anerkennung verweigert?

Als ich Kiesinger die Ohrfeige gab, hat Serge gesagt: Du hast etwa wirklich Wichtiges getan. Aber die Anerkennung dafür wird lange auf sich warten lassen.

Und jetzt fordern Sie diese Anerkennung mit Ihrer Kandidatur ein?

Nein, das ist nicht meine Absicht. Ich empfinde es aber als Ehre, dass Die Linke mich nominiert hat.

Quelle: TAZ <<<<< weiterlesen

——————————————————————————————————————–

Grafilquelle   :     Klarsfeld mit ihrem Ehemann Serge in Jerusalem (2007)

Abgelegt unter Debatte, P. DIE LINKE | 7 Kommentare »

Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 27. Februar 2012

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

In der letzten Wochen konnte nur das Thema Syrien die Debatte über den neuen Präsidenten verdrängen. Trittin benutzt den Ausdruck „Schweinejournalismus und folgt damit Lafontaine. Außerdem übt sich ein ein stillgelegter ARD-Moderator als Staatsoberhaupt.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht letzte Woche?

Friedrich Küppersbusch: Gauck. Statt Präsitainment jetzt wieder Syrien, Sozialstaat, Energiewende. Ich befürchte eine Entpolitisierung der Bunten.

Was wird besser in dieser?

Gauck. Erstmals ein stillgelegter ARD-Moderator als Staatsoberhaupt. Kann sich notfalls selbst interviewen.

Gauck, der neue Präsident der Deutschen? Und wer hats erfunden?

Andreas Schulze, ein Grünen-Mitarbeiter und früherer Birthler-Behördist. Er wird nun Gaucks Sprecher. Schon 2010 kam es so zur Kampfabstimmung: „Soll Joachim Gauck heiraten oder dann doch lieber Wulff Bundespräsident werden?“, die Union brauchte drei Durchgänge. Glaeseker hatte durchgereicht, Gauck würde alle CDUler zum Polterabend vorladen, bei veganen Bürgerrechtsfrikadellen und Restschnittchen vom Kirchentag. Gemein.

Der Fraktionschef der Grünen, Jürgen Trittin, wirft der taz „Schweinejournalismus“ vor. Was ist das eigentlich?

Ein Schmähbegriff von Lafontaine, der damit sogar Gegendarstellungen in Kommentaren erzwingen wollte. Das fanden damals auch viele Grüne peinlich. Trittin hingegen weiß, was Bild-Stil ist; das Blatt fälschte ein Foto, um ihn als Gewalttäter zu denunzieren. Die taz hingegen gab ihm im Wortlautinterview Gelegenheit, Gauck zu interpretieren. Seltsam – wenn er kompetente Gauck-Kritik verächtlich machen will, kann er versuchen, Ströbele aus der Partei zu schmeißen. Man kann bezweifeln, dass die Kandidatur Gaucks die Opposition bündelt.

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, setzt sich für einen Antirassismusbeauftragten auf Bundesebene ein. Wer könnte dieses Amt ausüben?

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

—————————————————————————————————————

Grafikquelle   :     Bearbeitung durch User:Denis_Apel – Lizenz “Creative Commons“ „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen“

Urheber Unbekanntwikidata:Q4233718

Abgelegt unter Feuilleton, International, Medien | Keine Kommentare »

Die Linken Komödianten

Erstellt von DL-Redaktion am 26. Februar 2012

Das Wort zum Sonntag serviert  heute Der Spiegel

Der Spiegel logo.svg

Das ist doch einmal ein richtiges Wort zum Sonntag welches uns der Journalist Markus Deggerich im Spiegel als Kommentar serviert. Als Linke Lachnummer bezeichnet er das Schauspiel welches sich innerparteilich um die Wulff Nachfolge abspielt und er „spiegelt“ damit ein sehr realistisches Bild über den Zustand oder das politische Nichtvorhandensein einer Partei wieder. Ohne für arrogant und überheblich gehalten zu werden, hinterlässt der Kommentator schon den Eindruck hier auf DL sehr viele intime Einzelheiten über die LINKE erfahren zu haben. Bei diesen Betrachtungen schließen wir natürlich die Kommentatoren mit ein.

Den vom Spiegel benutzten Ausdruck Lachnummer halten wir hier sogar noch für eine Verharmlosung. Wir haben es in dieser Partei in Wirklichkeit mit einem absolut politischen Dilettantismus in der politischen Arbeit zu tun. Hier arbeiten die sprichwörtlichen Einäugigen mit vielen Blinden zusammen und das ausschließlich zur persönlichen Bereicherung. Wir werden in Kürze genau diese Feststellung auch von heute in der Führung der Partei befindlichen jüngeren Personen zu hören bekommen, welche sich im Moment noch nicht entsprechend durchsetzen können, da sie von vergreisten Mitgenossen daran gehindert werden.

Es bleibt also vielen, welche unter einer politisch linken Arbeit etwas grundlegend anderes verstehen als dass was heute den BürgerInnen verkauft wird, nichts anderes übrig als auf die biologische Selbstreinigung in dieser Partei zu warten. Nur die Einsicht das es dann sehr wahrscheinlich zu spät sein wird ist noch nicht vorhanden. Etwas wesentliches wird hierbei übersehen, Menschen welche diese Partei einmal verlassen haben werden für eine politische Arbeit kaum noch zu gewinnen sein, da das erlebte zu viel an ihren guten Glauben zerstört hat.

Dabei sind Namen wie Gauck, Klarsfeld, Sodan oder sonst wer auch vollkommen nebensächlich. Nur wenn ein führendes Partei Mitglied, Bewerber für ein Amt wie Gauck und Wulff mit Verbrecher wie Stalin oder Hitler vergleicht, und solch ein Vorfall stillschweigend oder noch mit Beifall aus der Partei honoriert wird, kann man solcherart nur noch als einen zusammengekehrten Dreckhaufen bezeichnen.

So zieht Markus Deggerich in seinem Kommentar die vollkommen richtigen Schlüsse wenn er folgendes schreibt:

„Einmal mehr rächt sich ein grundlegender Konstruktionsfehler in dieser Partei. Im Bestreben möglichst schnell zu wachsen und sich endlich auch im Westen zu verankern, hatte vor allem Oskar Lafontaine für seine neue Partei alles rekrutiert, was sich irgendwie links definiert oder auf einer Demo eine rote Fahne halten kann. Die Geister, die sie riefen, werden sie nicht mehr los:

Regelmäßig wird eine ganze Partei in Geiselhaft genommen von irren Einzelmeinungen, von Antisemiten, Verschwörungstheoretikern, Diktatorenfreunden, DDR-Verherrlichern, Zerstörungs-Trotzkisten oder Blockade- und Betonkommunisten. Gregor Gysi und Oskar Lafontaine mögen sich eingeredet haben, das sei für eine Übergangszeit unvermeidlich. Die Wahrheit ist: Sie sind damit gescheitert. Dieser Übergang ist zum Dauerzustand geworden und ein Ende nicht in Sicht.

Mit Klaus Ernst und Gesine Lötzsch als den schlechtesten Vorsitzenden seit Gründung dieser Partei stinkt der Fisch vom Kopf her. Lötzsch, die sich in ihr Amt verbissen hat und immer noch glaubt, sie sei die Richtige, hat das Kandidatenkarussell erst selber in Schwung gebracht und dann gewohnt opportunistisch keine Entscheidung angeführt, weil sie es sich in der Hoffnung auf eine Wiederwahl mit keinem Parteilager verscherzen will. Selbst Lafontaine, der ihr einst ins Amt geholfen hat, berichten seine Freunde, schüttelt nur noch mit dem Kopf über sie.“

Quelle: Der Spiegel >>>>>> weiterlesen

Ja, die LINKE ist unattraktiv und vor allen Dingen gedanklich wesentlich rückständiger als die Konservativen Parteien wie CDU, FDP oder die SPD und kann darum aus den Gemachten politischen Fehlern keinen Nutzen ziehen. Bedingt dadurch bekommt sie zu der Jugend nur über die extreme Schiene eine Verbindung. Die gebildete Schicht der Bürger ist vollkommen außen vor und wird sich hüten mit den Speckköpfen in einen Topf geworfen zu werden. So ist heute schon vorauszusehen das ein alter Knopf wie Lafontaine jedes Wahlergebnis an der Saar als seinen Sieg zu verkaufen weiß. Das er einer Modernisierung nur noch im weg steht, nimmt er vor lauter Eitelkeit gar nicht mehr wahr.

Das alles erinnert an alte Bauern welche bis zum letzten Atemzug an ihren Besitzstand festhalten und ihre Macht mit allen Mitteln verteidigen. So wird OLAF auf der Website POTEMKIN heute als Suchender nach einem neuen Volk beschrieben um auf diese Art seine 90% zu bekommen. Das er als bekennender Napoleon selbst in seinem Land in der Beliebtheitsskala hinter der Vertreterin der Grünen Simone Peter auf den 4 Rang zurückgefallen ist wurde auch woanders schon registriert. Wir berichteten auf DL in den Artikel „Kein Bock auf Lafontaine darüber“.

——————————————————————————————————————–

Grafikquelle    :   Logo „Der Spiegel„.

Abgelegt unter Debatte, P. DIE LINKE, Überregional | 1 Kommentar »

Eine LINKE Skandalnudel

Erstellt von DL-Redaktion am 25. Februar 2012

Eine Linke Skandalnudel sorgt erneut für Aufsehen

Diether Dehm in Hannover (7064255741).jpg

Es gibt sie immer wieder, die Typen welche versuchen aus ihrer politischen Einstellung einen, wenn auch nur verbalen, Krieg zu entfachen. Eine Auseinandersetzung in der es wie auch im Fall Gauck eigentlich um das berühmte Nichts geht. Die Position des Bundespräsidenten ist die eines Nickvaters welcher mit seiner Gewichtigkeit glatt in die Handtasche der Merkel passen würde.

Gestritten wird also wieder einmal um des Kaisers Bart, oder der Zeit angepasst, um Merkels Bart, was so auch wieder nicht richtig ist da Merkel Frau ist, behaupte ich mal. Ein Streit aus politischen Kalkül, geführt von Ideologisch geleiteten Hitzköpfen. Ein solcher scheint Diether Dehm zu sein, Mitglied der LINKEN und als Vorzeige Salon Sozialist im Vorstand der Bundespartei sitzend.

Dieser schreibt am 20. Februar 2012 auf einer LINKEN Parteiseite folgendes:

„Von Wulff zu Gauck – vom Schnäppchen – zum Menschenjäger

Wer „der Wirtschaft Freiheit nehmen will“, ist für Gauck „geschichtsvergessen“. Stadtviertel sieht er mit allzuviel Zuwanderern und „allzuwenig Altdeutschen“.

Wie billig waren dagegen die teuren Freunde Christian Wulffs: Den SPD-Neorassisten Sarrazin bewundert Gauck als „mutig“! Und so wurde er von BILD gefeatured und erwartungsgemäß von den Hartz-IV-Parteiführern durchgenickt. Und kaum einer hat, wie Gauck, die Jagd auf Andersdenkende so professionell zum Geschäftsmodell gebaut.

Den neuen Herren & Treuhänderinnen nach der Wende hatte sich der Pfarrer empfohlen mit Hasspredigten wie „Als damals Sechzehnjähriger hätte ich am liebsten eine Waffe in die Hand genommen, wäre nach Budapest gefahren, um dort gegen die russischen Verbrecher zu kämpfen.“ (Joachim Gauck, Die Stasi-Akten, S. 44)

Deutsche Bank-Retter, Irankriegs-Presse und SPD-Führung – über Gauck wächst zusammen, was zusammengehört. „Die Würde des Menschen“ wird unter diesem Haufen noch unertastbarer.

Quelle: DIE LINKE >>>>> weiterlesen

Diether Dehm ist sowohl Europa- und Mittelstands- politischer Sprecher der Bundestagsfraktion DIE LINKE mit DR. Titel, also eine Person welche für die Kontakte zum Mittelstand Sorge tragen sollte. Wie viel Mittelständler sind Mitglieder der Partei oder wählen sie. Glaubt denn wirklich jemand dass sich der Mittelstand kruden Hetzern anschließen wird?

Bernd Wittich schreibt zu diesen Aussagen folgenden Kommentar:

MdB Diether Dehm – eine Stellungnahme aus dem kalten Krieg, aus wohlverstandenen Eigeninteresse, aber die Rhetorik Dehms ist maßlos und falsch! DIE LINKE hat ihren Schnitzler wieder! Billige Hetze statt differenzierte Auseinandersetzung.

Dieser Meinung schließen wir uns ohne Wenn und Aber an.

Diether Dehm ist aber nicht ganz unbekannt in dieser Hetzer Szene. So berichteten wir bereit am 1. Juli 2010 in dem Artikel „Linke Total-Entgleisung“ über seinen Vergleich zwischen Gauck-Wulff mit Stalin – Hitler.

Ein Jahr später, am 08. 07. 2011 folgte prompt das nächste Dehm Highlight und in einer Pressemitteilung forderte DIE LINKE MV/Sachsen-Anhalt den Rücktritt von Diether Dehm. Auch darüber ein ausführlicher Bericht unter „Zoff bei den LINKEN“<

Wieder nur einen Monat später am 04. 08. 2011 berichteten wir in „Die Akte Diether Dehm“ über den nächsten Fall und die Frage welche sich hier eigentlich stellt ist doch folgende: Wie viele öffentliche Skandale können sich Mitglieder aus der Führungsetage der Partei erlauben, bevor ihnen der Stuhl vor die Tür gesetzt wird. Oder ist eine Mitgliedschaft in dieser Partei vom Umfang des Bankkontos abhängig ? Jeder Skandal wird mit einer Mille verrechnet? Wo und wer schadet hier einer Partei?

Der Wähler in Schleswig-Holstein oder im Saarland sollte schon zweimal

hinsehen wo er bei den kommenden Landtagswahlen sein Kreuz macht!

Zu folgenden Zitaten aus der Zeitung DIE RHEINPFALZ Nr. 44 vom 21. Februar 2012 zitiert Bernd Wittich wie folgt und hinterfragt die MdB Senger-Schäfer aus Ludwigshafen:

KSS: „Gauck steht für die Bevorzugung individueller Freiheit gegenüber sozialer Gerechtigkeit.“

Wofür steht DIE LINKE? Für die Bevorzugung sozialer Gerechtigkeit gegenüber individueller Freiheit? Wofür steht Gauck? Nicht für politische Freiheitsrechte, deren Anerkennung die Grundlage für die Wirkungsmöglichkeit der Partei DIE LINKE ist?

Marx/Engels: „An die Stelle der alten bürgerlichen Gesellschaft mit ihren Klassen und Klassengegensätzen tritt eine Assoziation, worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist.“

Zur Erinnerung, Gauck soll Präsident einer bürgerlichen Gesellschaft werden!

KSS: „Grundlegende Veränderungen sind von ihm nicht zu erwarten.“

Was soll bitte ein Präsident der Bundesrepublik grundlegend ändern? Und wenn etwas grundlegend zu ändern ist, wieso durch den Präsidenten?

KSS: „Er wird für die Armen und Ausgeschlossenen in dieser Gesellschaft nicht genügend tun.“

Die Internationale: „Es rettet uns kein höh’res Wesen kein Gott, kein Kaiser, noch Tribun Uns aus dem Elend zu erlösen können wir nur selber tun! Leeres Wort: des Armen Rechte!“

KSS: „Die Linken bei der Kandidatensuche auszuschließen, sei undemokratisch.“

Wozu bräuchte die Linke „ihren Präsidenten“ und wozu will sie sich an der Suche beteiligen? Liegen nicht so die Machtverhältnisse viel klarer zu Tage? Ich bin Merkel und den anderen Beteiligten für deren Klarheit  dankbar, es geht um ihren Präsidenten und den bestimmen sie für ihre Meherheit selbst. Wozu klagt also DIE LINKE, dass sie den Präsidenten nicht ihre Stimme geben kann?

Fazit: Welche Gesellschaftsvorstellungen, welche Vorstellungen von linker Politik stecken hinter den Stellungnahmen von MdB Senger-Schäfer und anderer Linker? Unter dem Gesichtspunkt von Emanzipation stellt sich die Frage, wozu braucht es einen Präsidenten, eine politisch-moralische Autorität?

——————————————————————————————————————–

Grafikquelle   :  Am Ostersamstag mit dem Motto „5 vor 12“ in Hannover: Vom Kröpcke bis zum Schillerdenkmal wird mit einer blutigen Aktion auf die Folgen des Krieges aufmerksam gemacht.

 

Abgelegt unter Debatte, P. DIE LINKE, Saarland, Schleswig-Holstein | Keine Kommentare »

Von Wulff zu Gauck …

Erstellt von Gast-Autor am 21. Februar 2012

und kein Ende !

Bin ich nicht ein schöner Gaukler ? In der DDR wurde ich auch IM Larve gerufen

Manche Reaktion aus der LINKEN überrascht. Beginnen wir mit einer kurzen Rückschau auf Wulff und Köhler.

Köhler sprach über die militärpolitisch zu sichernden Wirtschaftsinteressen Deutschlands. Er benannte eine Tatsache öffentlich, dafür schien es dem herrschenden Block zu früh. (Von Guttenberg sprach statt von einer Armee im Einsatz von einer Armee im Krieg, das war für das Ressort Bundeswehr und dessen Verberuflichung erwünscht.) Mit Worten wird getestet, wieweit der Konsens im herrschenden Block von der Mehrheitsgesellschaft getragen oder doch (passiv) hingenommen wird.

Wulff sprach vom Einwanderungsland Deutschland und vom Islam der zu Deutschland gehört, mit Blick auf globale Wirtschaftsinteressen und dem (nationalen) Arbeitmarkt war dieser Vorstoß vom herrschenden Block erwünscht.

Merkel säkularisiert und modernisiert die CDU, sie passt deren Politik der sich verfestigenden sozialen Spaltung, der sich verändernden Bedingungen der Kapitalakkumulation und der Schwächung des deutschen politischen Katholizismus an. Daran ändert auch nicht die Tatsache parteiinternen Widerstandes in Gestalt des „Manifestes gegen den Linkstrend der CDU“ vom April 2010.

Aber: Das Präsidentenamt, der Posten des Nationalpfarrers benötigt den schönen Schein der moralischen Reputation, er ist Instanz überparteilicher bürgerlicher Werte. Das Präsidentenamt ist personifizierte Wertepolitik nach innen und außen. Seine vornehmste Aufgabe ist es, die Illusion des über den „Klassen“ stehenden Staates zu stärken. Die Hinterbühne der Politik, geprägt von Lobbyismus, materieller und geistig-kultureller Korruption im Kleinen und Großen hat auf der Vorderbühne des schönen Scheins der Demokratie und der Sozial- und Wirtschaftsordnung nichts zu suchen. Diese Lektion hat Merkel spätestens beim Abgang ihres Ziehvaters und Ehrenwortkanzlers gelernt. Die Ostdeutsche Newcomerin war in der „Notlage“ der CDU die rettende Sauberfrau ihrer Partei. Ihre ostdeutsche Herkunft sprach für die garantierte Freiheit von „Verwicklungen“ in die Verbindungen der alten Seilschafter der BRD. Ein Partei-Klüngel brauchte ein neues Gesicht.

Nun wählt die bürgerliche Parlamentsmehrheit aus CDU/CSU, SPD und GRÜNEN ihren Präsidenten.

CDU und SPD bedienen sich stark überlappende Sozialmilieus, „die Wählerschaft der Union umfasst nur kleine Anteile der kritischen Bildungseliten, des abgehängten Prekariats und der autoritäts-gläubigen Geringqualifizierten. Am stärksten sind unter ihren Anhängern die etablierten Leistungsträger und die zufriedenen Aufsteiger vertreten, relativ zahlreich … auch Personen aus der bedrohten Arbeitnehmermitte, selbstgenügsame Traditionalisten und Leistungsindividualisten. Die SPD weist ebenfalls wenige Angehörige des abgehängten Prekariats auf, die größte Gruppe unter ihren Anhängern bilden Menschen aus der bedrohten Arbeitnehmermitte. In der Anhängerschaft der SPD finden wir zudem in nennenswerter Zahl Personen aus dem engagierten Bürgertum, zufriedene Aufsteiger, selbstgenügsame Traditionalisten, etablierte Leistungsträge rund Leistungsindividualisten.“ …

Fast die Hälfte der FDP-Wähler rekrutiert sich aus den Leistungsindividualisten und den etablierten Leistungsträgern…. Die kritischen Bildungseliten und das engagierte Bürgertum bilden mit einem Anteil von gemeinsam sechzig Prozent die einander sozialstrukturell und kulturell ebenfalls sehr ähnlichen Stammmilieus der Grünen.“

DIE LINKE sollte nicht dazu beitragen die Illusion der „Überparteilichkeit“ des Präsidentenamtes zu verfestigen.

Gauck ist der Präsident der Mehrheit. Er wird ein Präsident der oben genannten Millieus von CDU/CSU, SPD und GRÜNEN sein. Das ist die politisch-kulturelle Realität der Republik.

DIE LINKE als Partei, die ihren Schwerpunkt im abgehängten Prekariat und der bedrohten Arbeitnehmermitte (beide überwiegend autoritär orientiert) hat, sowie in beträchtlichen Teilen der kritischen Bildungseliten, hat keinen ernstzunehmenden Grund, zu erwarten, es könnte für ihre Klientel einen Präsidenten oder eine Präsidentin der Republik geben. Eine liberal-konservative Frau wäre ebenso wenig eine Interessensvertretung für ihre Klientel.

Es bleibt abzuwarten, wie Gauck die demokratie- und Freiheitsfrage ausdeutet. Es ist nicht zu erwarten, dass er zum Anwalt der sozialen Frage mutiert. Ob er in der Lage ist, für die Außen-, Wirtschafts- und Sozialpolitik der Berlinerrepublik wenigstens die elementaren Standards der Erhaltung der Voraussetzungen bürgerlicher Demokratie kritisch zu benennen, wird sich zeigen. Mehr darf jedoch vom Präsidentenamt nicht erwartet werden.

Der Präsident wird nicht zum radikalen Sprecher der Prekären und sozial Gefährdeten, auch wenn Linke sich das wünschen mögen. Es mag auch sein, dass Gaucks Prägungen es ihm persönlich zusätzlich erschweren, sich Alternativen zum siegreichen Kapitalismus des Jahres 1989/90 vorzustellen. Als Präsident wäre dies jedoch auch nicht sein Amtsgeschäft.

Globalisierungs- und Kapitalismuskritik, die offene demokratische Suche nach Alternativen bleibt Sache der davon Bewegten außerhalb der Institutionen des Staates und der Parteien des herrschenden Blocks. Es ist gut so, dass DIE LINKE nicht gefragt wurde, welche PräsidentIn sie sich wünsche. Das hat ihr es erspart, sich einer überflüssigen Legitimationsübung zu unterziehen. Anzuraten wäre der LINKEN, nicht in die alten Beißreflexe gegen Gauck als Stasi-Unterlagenmann zu verfallen. Es könnte eines Tages eine Situation eintreten, wo DIE LINKE es wird noch zu schätzen lernen, dass Bürgerliche, das liberal-konservative der Berlinerrepublik sich einem Übergang zur Diktatur verweigern. Immerhin ist Gauck ein Verbündeter im Kampf gegen politische Freiheitsgefährdungen von ganz rechts und von sich links drapierenden Reaktionären. Gauck auf einen biografisch geprägten militanten Antikommunisten zu reduzieren verfehlt die Tatsachen. Ob tatsächlich Unversöhnlichkeit nach Links (M. Oberhof, 2) sein „Markenzeichen“ ist, bleibt abzuwarten.

Was den letzten Aspket anbelangt, wenn DIE LINKE politisch wirksamer agiert, dann ist jedoch zu erwarten, dass der herrschende Block das Regime aggressiverer Abwehr wählt, wie manche Stimme im Kontext der Debatten um den Verfassungsschutz anzeigt.

Für DIE LINKE sollte die Wahl Joachim Gaucks jedoch eher ein Anlass sein, ihre Geschichte und Verantwortung in Bezug auf Täter und Opfer „kommunistisch“ legitimierter Diktatur und deren Verbrechen konsequenter in den Blick zu nehmen.

Bernd Wittich Ludwigshafen, 20. Februar 2012

Gabriel, Oscar W.: Politische Milieus. In: Soziale Milieus. Politische und gesellschaftliche Lebenswelten in Deutschland. Schwalbach/Ts. 2011. S. 25f.

Oberhof, Mathis: Der lange Schatten des Stalinismus auf dem Schloss Bellevue – Gauck, Gulag und die Linke. BLOG 20.02. 2011

Anmerkung der DL Redaktion/IE: Ein Kolumne aus der Presse:

Ein Stinkstiefel namens Gauck

Jetzt also der. Jetzt bekommen die deutschen Medien den, den sie vor anderthalb Jahren in seltener Einmütigkeit unbedingt haben wollten: „Der bessere Präsident“ titelte damals der Spiegel, „Yes we Gauck“, ergänzte extrem kreativ die Bild am Sonntag, und auch in der taz fragten die meisten Kollegen nicht, welcher Teufel die Grünen und mehr noch die SPD geritten hatte, diesen eitlen Zonenpfaffen aufzustellen, sondern waren pikiert, dass die Linkspartei Joachim Gauck die Gefolgschaft verweigerte.

Einer erklärte den Genossen, warum es „klug und souverän“ sei, Gauck zu wählen, ein anderer meinte gar, die Linke „sollte diesen Mann verehren“. (Nee, das waren nicht die, die noch vor ein paar Wochen Christian Wulff als Unsrigen herzten, ehe sie ihn als Raffke verabschiedeten; das waren andere.)

Mag Gauck durch seine Wortmeldungen zu Thilo Sarrazin (fand er gut) und zur Occupy-Bewegung (fand er doof) seither in dieser Zeitung und ihrem Milieu einiges an Sympathien verloren haben, der „Präsident der Herzen“ (Bild, Spiegel, Solinger Tageblatt) ist er geblieben. Fragt sich bloß: Warum eigentlich?

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

——————————————————————————————————————

Grafikquelle    :     Wikipedia / Gemeinfrei

Author Artwork:

Abgelegt unter Berlin, Bundespräsident, Medien, Religionen | 6 Kommentare »

Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 20. September 2010

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

FRIEDRICH KÜPPERSBUSCH ist Fernsehproduzent und wird von der taz jede Woche zum Zustand der Welt befragt.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht in der vergangenen Woche?

Friedrich Küppersbusch: Stuttgart 21, Atomdemo, klingt nach Open-Air-Saison der „80er Show“.

Was wird besser in dieser?

Nee, die meinen das ernst.

Ursula von der Leyen ist mit ihrem Vorschlag, das Arbeitslosengeld umzutaufen, gescheitert. Was spricht gegen den Namen Hartz IV?

Die SPD – wenn Sie klug wäre. Der Name des inzwischen vorbestraften Schröderkumpels bindet die verhassten Sozialminderungen auf viele Jahre der SPD ans Bein. Leyentheater wäre auch schön, und deren Idee „Basisgeld“ klingt so technokratisch, dass die Union es nicht mehr gegen die SPD verwenden könnte. Gauck-Behörde, Riester-Rente: Irgendwann kennt man den Patron kaum mehr, und Leyen wird froh sein, nicht Patrone zu sein. Na ja, wenn die Chipkarte, die sie Bedürftigen statt Bargeld aushändigen will, ein Erfolg wird, sagt man bald: „Haste noch n Teller Suppe auffe Ursel?“

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

———————————————————————————————————————–

Schriftenquelle: Bearbeitung durch User:Denis_Apel – Lizenz “Creative Commons“ „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen“

Urheber Unbekanntwikidata:Q4233718

Abgelegt unter Feuilleton, International, Medien | Keine Kommentare »

Präsident der Panik.

Erstellt von DL-Redaktion am 7. Juli 2010

„Für was ist mitgekommen jener Loschek?“

„Die Linken ihrerseits waren nicht souverän genug, auf einen eigenen Kandidaten zu verzichten. „Für was ist mitgekommen jener Loschek?“, fragte man sich unwillkürlich mit Friedrich Torberg angesichts der braven Luc Jochimsen. Im dritten Wahlgang hat die Linkspartei dann immerhin die Wahl freigegeben. Aber dennoch hat die Partei ohne Not politische Glaubwürdigkeit verspielt.“

So ein Auszug aus den Kommentar zur Wahl des Bundespräsidenten von Jakob Augstein. IE

Wulff war der Kandidat einer Kanzlerin, die um ihr Amt fürchtete. Als Staatsoberhaupt repräsentiert er nun die Angst vor Veränderung.

Annuntio vobis gaudium magnum; habemus Papam. Mit diesen Worten verkündet der Kardinalprotodiakon die Wahl eines neuen Papstes. Gaudium magnum! Große Freude? Wären wir nicht selbst betroffen, dann wäre Schadenfreude angemessener angesichts einer Farce, die 30 Tage währte und am Mittwoch mit einer Posse endete. Aber niemand hat Grund zur Freude, der eben bemerkt, dass er sich lächerlich gemacht hat. In dieser Staatskomödie, die im dritten Wahlgang mit der Wahl von Christian Wulff endete, gilt das für alle Beteiligten: das Volk, die Politiker, die Journalisten. Der Rücktritt Horst Köhlers – ausgelöst durch eine Lappalie, verursacht durch seine Entnervung – hatte eine beispiellose Decouvrierung des politischen Deutschland zur Folge. Dafür muss man Köhler danken. Wir wissen jetzt mehr über uns. Aber was wir wissen, kann uns nicht gefallen.

Wer noch Zweifel hatte, wurde in diesem Junimond belehrt: Angela Merkel kann „es“ nicht, wie Gerhard Schröder seinerzeit formuliert hatte. Sie war von Köhlers Rücktritt ebenso überrascht, wie sie von der Regelung seiner Nachfolge überfordert war. „Es ist vorbei, bye, bye“, möchte man der Kanzlerin gerne zurufen. Aber noch muss sie um ihr Amt nicht bangen. Sie hat ihren Kandidaten ja durchsetzen können, wenn auch nur mit Ach und Krach. Beschädigt ist sie gleichwohl. Zum Krisenmanagement erwies sie sich in diesen Tagen als ebenso ungeeignet wie zuvor für die Alltagspolitik in ihrer zerstrittenen, unbürgerlichen Koalition. Merkel ist eine Sphinx: Rätselhaft in ihrem Denken und grausam in ihren Handlungen. Wie sonst soll man nennen, was Merkel ihrer treuen Gefolgsfrau Ursula von der Leyen angetan hat: Anderthalb Tage wurde diese im Glauben gelassen, sie werde Bundespräsidentin während Merkel und Wulff es längst besser wussten. Nur gesagt haben sie es ihr nicht. Von der Leyen setzte ihr kugelsicheres Ernst-Al­brecht-Lächeln auf und hielt stand. Merkels Nutzen? Unbekannt. Ihr Schaden? Man wird in der Partei registriert haben, dass diese Kanzlerin auch auf Freunde keine Rücksicht nimmt. Die Konservativen werden anfangen, über die Zeit nach Merkel nachzudenken.

Quelle : Der Freitag >>>>> weiterlesen

—————————————————————————————————————

Fotoquelle: Foto: Martina Nolte, Lizenz: Creative Commons by-sa-3.0 de

  • CC BY-SA 3.0 de
  • File:Landtag Niedersachsen DSCF7771.JPG
  • Created: 25 November 2009

 

Abgelegt unter Bundespräsident, P. DIE LINKE | 1 Kommentar »

Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 5. Juli 2010

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

Friedrich Küppersbusch ist Fernsehproduzent und wird von der taz jede Woche zum Zustand der Welt befragt.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht letzte Woche.

Friedrich Küppersbusch: Deutsche Bank wurde vor Razzia staatlicher Behörden gewarnt.

Und was wird besser in dieser?

Deutsche-Bank-Lobbyisten und -Abgesandte müssen im Gegenzug in Berlin rote Mützen mit Blinklicht tragen. Da sieht der Reichstag aus wie ne Disco.

Wir sind Wulff. Ist es ein gutes Zeichen für eine Demokratie, wenn der Farblosere gewinnt?

Wulff beherrscht das gesprochene politische Wort, diese Minimalsinnsprache, die jede Festlegung scheut und vor allem versucht, niemandem weh zu tun. Ich bin zuversichtlich, dass er der Welt nicht verstottert den Wirtschaftskrieg erklärt wie Köhler, neoliberale Entfesselung predigt wie Goschen-Roman oder halbtot endlich ins Amt havariert wie Rau. Seine Personalpolitik – von der Leyen, Rösler, Özkan, McAllister, Wanka – klang oft wie „Wulff und die sieben Geißler“: alle ganz schlimm. Nur: Rot-Grün hat so eine bunte Truppe nie zu Stande gebracht. Schließlich sitzt nun, erstmals seit von Weizsäcker, einer in Bellevue, der sich für einen guten Kanzler hält. Durchmerkeln ist nicht mehr alternativlos.

Gauck ist für den Afghanistan-Krieg und gegen den Fürsorge-Staat. Hätten die Linken ihn trotzdem wählen sollen?

Quelle : TAZ >>>>> weiterlesen

————————————————————————————————————-

Schriftenquelle: Bearbeitung durch User:Denis_Apel – Lizenz “Creative Commons“ „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen“

Urheber Unbekanntwikidata:Q4233718

Abgelegt unter Feuilleton, International, Medien | Keine Kommentare »

Linkes Trauma Gauck!

Erstellt von DL-Redaktion am 1. Juli 2010

Der zehnte Bundespräsident heisst Christian Wulff

Christian Wulff.jpg

Nach über 9 Stunden hiess der zehnte Bundespräsident Christian Wulff. Bis dahin ging er durch ein Wechselbad der Emotionen. Der eigentliche Gewinner des Tages aber war Joachim Gauck.

Die ersten beiden Wahlgänge fiel Wulff glatt durch. Und das, obwohl die Regierungskoalition in der Bundesversammlung eine satte Mehrheit hat. Beim ersten Wahlgang fehlten Wulff über 40 Stimmen aus dem eigenen Lager. Die Gesichter der Regierungsparteien drückten Unverständnis, bis hin zum blanken Entsetzen aus. Auch der zweite Wahlgang gereichte Wulff nicht zum erhofften Sieg. Währenddessen witterten SPD und GRÜNE Morgenluft, da Joachim Gauck offenbar aus dem Lager von CDU/CSU und FDP reichlich Stimmen sammeln konnte.

Spannend wurde dann die Vorbereitung und Durchführung des dritten Wahlganges. Die social Networks wie Twitter oder Facebook überschlugen sich im Sekundentakt. Die Linkspartei zog ihre Kandidatin zurück und gab den dritten Wahlgang für ihre Mitglieder frei. Doch schon sehr bald wurde allen klar, das sich die Linke keinen Zentimeter bewegen wollte. Schon im ersten Wahlgang wäre es historisch möglich gewesen mit den Stimmen der Linken, den übergroßen Wunsch der Deutschen zu erfüllen, Gauck zum Präsidenten zu wählen.

Aber dazu war die Linkspartei nicht in der Lage. Stattdessen immer neues Geschwätz, warum Gauck nicht wählbar wäre für die Neo-Kommunisten. Viele Stimmen aus dem Lager von SPD und Grüne bedauerten, das die Linkspartei nicht diesen Schritt in Richtung Gauck gegangen sei.  Zum einen hätten sie mit einem Schlag, so  Gabriel und  Trittin, ihre bisher verwirrenden Stellungen zur DDR klären können und hätten sich zudem als möglicher Koalitionspartner für SPD und GRÜNE empfehlen können. Hier ist sicher auch NRW zu nennen. Aber die Verbohrtheit der Linken war und ist zu groß. Die jüngste linke Teilnehmerin aus
NRW
, die 18-jährige Mona Bünnemann, sagte vor dem dritten Wahlgang „Ich wähle Gauck nicht!“. Hier hat die Linkspartei bereits gute ideologische Zukunftsarbeit in ihrer Jugendorganisation geleistet.

Das die Linkspartei die politische Dimension dieses Tages (noch) nicht erfasst hat, wird auch an Stellungnahmen der Linkspartei-nahen Presse deutlich. So schreibt  scharf-links heute in seinem Kommentar unter anderem: „Es ist gut, dass sie (..die Linke..Red.) nicht Gauck ins Amt geholfen hat; denn Wulff ist der einfachere Gegner..“ Allerdings scheint auch hier die ideologische Verblendung groß zu sein.

Ein Bundespräsident ist kein „Gegner“ für andere Parteien. Er steht laut Grundgesetz  über den Parteien und führt auch keine Wahlkämpfe oder mischt sich gar in die Tagespolitik ein.

Die Linkspartei hat weiterhin ihre Probleme mit dem Umgang zu ihrer eigenen Geschichte und der DDR. Viel zu tief sind die Verbohrtheiten in den Köpfen, als das mit einem baldigen Umdenken gerechnet werden kann. Die Linke hat sich am gestrigen Tage selbst ausgebootet und wird für lange Zeit diesen Makel auch nicht wieder los. Ob allerdings die knapp 120 linken Delegierten die Meinung der Gesamtpartei reflektierten, darf angezweifelt werden.

Christian Wulff ist der neue Bundespräsident. Er wird am Freitag seinen Amtseid ablegen und seinen neuen Job damit offiziell beginnen. Auch ihm stehen die 100 ersten Tage Bewährungszeit zu. Aber er ist nur der zahlenmässige Gewinner dieses bemerkenswerten Tages.

Angela Merkel und Guido Westerwelle haben ihre eigenen Läden nicht mehr im Griff und werden in den nächsten Tagen die eine oder andere Turbulenz erleben und überleben müssen. Sie haben gestern viel an Ansehen und Glaubwürdigkeit verloren. Und bei diesen beiden Tugenden handeln sie bereits auf niedrigem Niveau.

Die Linkspartei ist die Verliererin dieser gestrigen Veranstaltung. Sie hat sich vor einem Millionenpublikum an den Fernsehern blamiert und gezeigt, wie wenig  Wert sie auf die Stimmung im Volk legt. Sie hat sich als eine entbehrliche Partei empfohlen.

Der eigentliche Gewinner heisst Joachim Gauck, mit dem eine Welle durch das Land ging, die es in dieser Form noch nicht gab. SPD und GRÜNE dürfen zufrieden auf die Wahl vom 30.6.2010 zurückblicken.

Ein ausflippender Gysi welcher vielleicht schon sein taktisches Versagen realisiert hat:

[youtube -buBTaHOvW8]

—————————————————————————————————————

Fotoquelle : StagiaireMGIMOEigenes Werk

  • CC-BY-SA 4.0Die Persönlichkeitsrechte der abgebildeten Person(en) beschränken bestimmte Weiterverwendungen des Bildes ohne dessen/deren vorherige Zustimmung.
  • File:Christian Wulff.jpg

 

Abgelegt unter Bundespräsident | Keine Kommentare »

Die Linke versagt!

Erstellt von DL-Redaktion am 30. Juni 2010

Der eindeutige Gewinner dieses spannenden
Tages heisst: Joachim Gauck!

File:HomelessParis 7032101.jpg

verschlafen, verpennt – der Obdachlose sieht das auch so

Wie die allgemeinen Medien derzeit melden, versagt sich die LINKE mehrheitlich einer Unterstützung des überaus beliebten Kandidaten Gauck! Damit hat die Linkspartei mal wieder die Chance verpasst, sich ihrer SED/Stasi-Vergangenheit nachvollziehbar zu entledigen. Der Landespolitiker Lafontaine scheint immer noch persönliche Animositäten gegenüber alten SPD-Genossen über den Willen des übergroßen Wunsches der Deutschen zu stellen.

Die Linkspartei hat nach NRW, auch den bundesweiten Politikwechsel vergeigt. Es bleibt die Frage, ob diese Verweigerungspartei in Zukunft in NRW und/oder bundesweit eine Rolle spielen wird. Die Betonkopf-Altkommunisten dieser Partei haben sich mal wieder—vielleicht ein letztes Mal?—durchgesetzt.

Der SPD stellt sich nun eine große Zukunftsaufgabe. Die Aufgabe, ehemalige SPD-Wähler, die bei den Linken gelandet sind, zurück zu gewinnen. Dies gilt auch für die Partei DIE GRÜNEN/Bündnis90.

Aller Voraussicht nach, wird Wulff (CDU) im nunmehr dritten Wahlgang gewählt werden. Deutschland hat, aufgrund der linken Ideologien, den Politikwechsel nicht geschafft! Eines ist aber auch zu konstatieren: Merkel und Westerwelle und die Linkspartei sind die Verlierer des Tages. Aber auch die Volks-Demokratie, aufgrund der Linkspartei!

—————————————————————————————————————-

Fotoquelle : A homeless man in Paris

This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 2.5 Generic license.

Source own work by Eric Pouhier
Author Eric Pouhier


Abgelegt unter Bundespräsident, P. DIE LINKE | Keine Kommentare »

Countdown zur BP-Wahl

Erstellt von DL-Redaktion am 29. Juni 2010

Geiers Sturzflug ?

Morgen, am 30. Juni um 12 Uhr, eröffnet Bundestagspräsident Lammert (CDU) die 14. Bundesversammlung anlässlich der Wahl des neuen deutschen Staatsoberhauptes.

Die Regierungsparteien CDU/CSU und FDP schicken Ministerpräsident Christian Wulff (CDU/Nieders.) ins Rennen. Da diese Konstellation über eine deutliche Mehrheit verfügt, wird allgemein davon ausgegangen, das Wulff bereits im ersten Wahlgang zum 10. Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland gewählt wird.

SPD und Grüne warten mit dem Bürgerrechtler, und über Parteikreise hinweg hoch geachteten, Joachim Gauck auf. Ihm wird zur Zeit allenfalls eine Überraschung zugetraut. Dafür müssten ihn allerdings auch Wahlmänner/frauen aus den Regierungsparteien wählen. Inwieweit dies geschehen wird, bleibt abzuwarten. Einige einzelne Mandatsträger aus den Bundesländern der CDU und der FDP sprachen sich allerdings für eine Wahl Gaucks aus. Jochachim Gauck ist bei den Deutschen,—Ausnahme mal wieder westdeutsche Teile der Linkspartei, die in alte DDR/Stasi-Nostalgien verliebt sind—, geachtet und beliebt, und wäre für die übergroße Mehrheit der Deutschen der Wunschpräsident.

Die Linkspartei hat die 74-jährige Abgeordnete Jochimsen Lukrezia nominiert. Sie ist aussichtslos. Die Verweigerungspartei DIE LINKE hat bereits angekündigt, Gauck nicht zu unterstützen. Jochimsen sprach in einem aktuellen Interview davon, das wäre dann doch „zuviel Nutte in der Politik„. Mit dieser unsäglich verbalen Entgleisung reiht sie sich ein in die Liste von Linken, die statt sachlicher Argumente gegen Gauck nur Polemik und Beleidigungen einsetzen. Die Linkspartei hat mit ihrer, für die meissten Deutschen, kaum nachvollziehbaren Haltung mit dafür gesorgt, das es nach NRW nun auch im Bund keinen Politikwechsel geben wird. Die Nominierung einer eigenen, dazu völlig aussichtslosen, Kandidatin belegt einmal mehr die teilweise aktuell vorherrschende Politikunfähigkeit dieser Partei.

Die ARD überträgt ab 11.40 Uhr live im ersten Programm. Auch wir, von der DL-Redaktion, werden zeitnah berichten!

———————————————————————————————————–

Grafikquelle : Marco Kaiser from German-Wikipediawww.bundeswehr.de

Truppenfahne der Bundeswehr der Bundesrepublik Deutschland

  • GemeinfreiDieses Bild enthält offizielle Abzeichen, die Gegenstand rechtlicher Beschränkungen sein könnten.
  • File:Colour of Germany.svg
  • Erstellt: 14. August 2007

 

Abgelegt unter Bundespräsident, Deutschland | Keine Kommentare »

Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 28. Juni 2010

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

Die Bundeswehr öffnet sich im BussiBär, der Staat übt Schautanzen, Trittin erfindet Gauck, und Fürst Albert versagt als Männervorbild.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht letzte Woche?

Friedrich Küppersbusch: Ich fühle mich so unpräsidiert!

Was wird besser in dieser?

Endlich sitzt da vorne wieder einer rum, den die Welt nicht braucht.

US-General Stanley McChrystal und sein Stab lästerten im Rolling Stone über Obama, der General verlor seinen Job. Wie ungehorsam darf das Militär sein?

Bin gespannt, wann sich Bundeswehr-Führungskader kritisch im neuen BussiBär äußern. Oder Guttenberg, mit dem aktuellen NME wedelnd, die BigBand der Bundeswehr zur Bewährung an die Front schickt. Das Rolling Stone Magazine als Forum für dissente Berufskiller, Respekt, das ist gelebte Sympathy for the Devil. Ich bringe es nicht fertig, fluchende, Schwulen hassende, selbstgerechte Generäle irgendwie sehr Rock n Roll zu finden und einen für Krieg nicht ausreichend begeisterten Präsidenten zu schlagen. Den größten Applaus bekam der Rolling-Stone-Autor hierzulande von einem Kumpel bei Bild, also nennt das Blättchen gern künftig „Ton“. Generäle, die Popstars sein wollen, oder Popkultur, die Generäle feiert – was ist eigentlich kränker?

Erst zog Bischof Walter Mixa aus, dann wieder ein, jetzt wieder

Quelle : TAZ >>>>> weiterlesen

——————————————————————————————————————-

Schriftenquelle: Bearbeitung durch User:Denis_Apel – Lizenz “Creative Commons“ „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen“

Urheber Unbekanntwikidata:Q4233718

Abgelegt unter Feuilleton, International, Medien | Keine Kommentare »

Die Linke und die DDR

Erstellt von DL-Redaktion am 21. Juni 2010

Die Pressestelle der Fraktion DIE LINKE gab gestern folgende Presserklärung heraus:
******************************************************************************************************
——– Original-Nachricht ——–
Betreff:     Petra Pau (Die Linke.): Herzallerliebstes Motiv für Gauck
Datum:     20 Jun 2010 11:46:56 +0200
Von:     Fraktion DIE LINKE. <pressemitteilungen@linksfraktion.de>
An:     engbert.ingo@online.de
Pressemitteilung der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
20.06.2010, Petra Pau

Herzallerliebstes Motiv für Gauck

Sollte Joachim Gauck als Bundespräsident in „Bellevue“ einziehen, so wolle er seine Lebensgefährtin aus Nürnberg heiraten und ins Schloss holen, sagte er laut „Super-Illu“. Dazu erklärt Petra Pau, Mitglied im Vorstand der Faktion DIE LINKE:
„Endlich mal ein herzallerliebstes Motiv, Gauck zu wählen. Und ein Beitrag zur Nord-Süd-Vereinigung.“
– – – – – – – – – – – – –
Weitere Informationen:
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, Pressestelle
Platz der Republik 1, D-11011 Berlin
pressesprecher@linksfraktion.de, linksfraktion.de
Fax: +49.30.227.56801

Hendrik Thalheim, Pressesprecher, Tel. +49.30.227.52800

Archiv der Pressemitteilungen unter www.linksfraktion.de/pressemitteilungen.php
********************************************************************************************************
In dieser Pressemitteilung spiegelt sich die ganze Zerrissen- und Verlogen-heit einer Partei wieder. Es geht nur noch darum die Gegner niederzumachen. Politk gestalten kann man nicht. Ich glaube das sich viele Vertreter dieser Partei mittlerweise auf einem solch niedrigen Niveau bewegen so das es keinerlei weiteren Kommentares mehr bedarf.
Im Anschluss nun ein Artikel welcher die Probleme der Partei deutlich aufzeigt: IE

Zwischen Rügen und Belügen

Das Verhältnis der Linkspartei zur DDR ist verschwiemelt. Ein Bekenntnis zur Demokratie würde Wege öffnen – in die Vergangenheit wie in die Zukunft

Ein kleines Potpourri aus der deutschen Geschichtswerkstatt der letzten Tage: „Schäbig und beschämend“ seien sie, die Aussagen von Luc Jochimsen, der Präsidentschaftskandidatin der Linken, die DDR sei „nach juristischer Definition“ kein Unrechtsstaat gewesen. Das fand Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse.

Gesine Schwan zog bei ihrer Gedenkrede im Bundestag anlässlich des Arbeiteraufstands am 17. Juni 1953 die folgende Parallele: Wenn die durch die Milliarden für die Bankenrettung ausgebluteten deutschen Kommunalhaushalte ihren Aufgaben gegenüber den Schwächeren der Gesellschaft nicht mehr nachkommen könnten, dann sei das „eine Normenerhöhung besonderer Art“. An den erhöhten Arbeitsnormen hatte sich die Revolte in der DDR entzündet. Abgeordnete der FDP verließen daraufhin den Saal.

Quelle : TAZ >>>>> weiterlesen

Abgelegt unter Bundespräsident, P. DIE LINKE | Keine Kommentare »

Trittins Ansichten

Erstellt von DL-Redaktion am 13. Juni 2010

Im Gespräch: Jürgen Trittin
„Es wird spannend“

File:Jürgen Trittin - Konferenz Solidarität und Stärke - Zur Zukunft der Europäischen Union.jpg

Jürgen Trittin gab der FAZ heute ein Interview mit interessanten Einblicken:

In der F.A.Z. spricht der Fraktionsvorsitzende der Grünen über Köhlers Einsamkeit, Gaucks Ecken – und eine SMS an Kanzlerin Merkel. Trittin kündigt an, seine Partei wolle die Bundespräsidentenwahl „nicht instrumentalisieren, um die Mehrheit von Schwarz-Gelb bei der nächsten Wahl zu brechen.“

Herr Trittin, wie fühlt man sich als Präsidentenkiller?

„Ich habe mir nicht gewünscht, dass Horst Köhler zurücktritt“

Das bin ich nicht. Ich habe mir nicht gewünscht, dass Horst Köhler zurücktritt. In meinem Sinne wäre es gewesen, wenn er im Amt geblieben und seine fatale Äußerung geradegerückt hätte, wonach Deutschland militärische Mittel auch dazu einsetzen solle, seine Interessen als Exportnation zu wahren. Köhler ist nicht wegen der Kritik der Grünen, der SPD und auch der CDU hierzu zurückgetreten, sondern weil ihn das schwarz-gelbe Lager seit Monaten nicht wie erwartet unterstützt hat.

Sie haben Horst Köhler indirekt mit Heinrich Lübke verglichen – jenem Präsidenten, der am Ende seiner Amtszeit demenzkrank war.

Es ging nicht um den erkrankten Lübke. Meine Bemerkung war verbunden mit dem Hinweis, ich könne mir nicht vorstellen, dass Bundespräsident Horst Köhler das ernsthaft so meint, wie er es im Interview gesagt hat. Denn das wäre nicht in Übereinstimmung mit dem Grundgesetz, mit den Mandaten für Auslandseinsätze.

Quelle : FAZ >>>>> weiterlesen HIER:

————————————————————————————————————–

Fotoquelle :

Source Flickr: Heinrich-Böll-Stiftung
This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic license.
Attribution: Foto: Stephan Röhl

Abgelegt unter Allgemein, Redaktion | Keine Kommentare »