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Ostermärsche in der Krise

Erstellt von DL-Redaktion am 5. April 2015

Die Baisse der Friedensbewegung

von Pascal Beucker

Anlässe fänden sich ja genug. Trotzdem scheinen es schlechte Zeiten für Ostermärsche zu sein.

An diesem Wochenende feiert der Ostermarsch 55. Geburtstag. Vielerorts werden einige hundert, mal auch nur ein paar Dutzend Menschen für den Frieden auf die Straße gehen. Es sind die Übriggebliebenen einer Bewegung, die zu ihren besten Zeiten Hunderttausende mobilisieren konnte.

Friedlicher ist die Welt seitdem nicht geworden. Aber für Frieden zu demonstrieren, ist aus der Mode gekommen. Während der Rüstungsetat steigt und sich die Bundeswehr von einer Verteidigungs- zu einer weltweit operierenden Interventionsarmee transformiert, befindet sich die Friedensbewegung in einer tiefen Krise. Wenn sie nicht ignoriert werden, ernten die wenigen Unverdrossenen bestenfalls Achselzucken, bei weniger Wohlmeinenden Hohn und Verachtung.

Dieses Phänomen ist allerdings nicht nur selbstverschuldet. Die Kritik an der Friedensbewegung ist so alt wie sie selbst. Ihr pazifistischer Kern wurde stets angefeindet. Bertha von Suttner, Carl von Ossietzky und Ludwig Quidde, die hervorstechendsten Köpfe der Antikriegsbewegung vor dem Ersten Weltkrieg und in der Weimarer Republik, waren trotz ihrer Friedensnobelpreise politische Außenseiter. Das galt auch für jene Friedensfreunde, die sich 1960 am ersten Ostermarsch in Deutschland beteiligten. Initiiert worden war der mehrtägige Sternmarsch von den pazifistischen Quäkern Konrad und Helga Tempel, die die Ostermarsch-Idee aus Großbritannien importiert hatten.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle:

Abgestürzte Taube: Screenshot: von TAZ / durch DL – Foto Jens Jeske

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DL – Tagesticker 09.07.14

Erstellt von DL-Redaktion am 9. Juli 2014

Direkt eingeflogen mit unserem Hubschrappschrapp

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1.) Promi-Alarm bei der IG Metall

LOBBY Die mächtigste Industriegewerkschaft der Welt eröffnet ein Büro in Brüssel. Das Signal: Für Europa ist die Industriepolitik immer wichtiger

TAZ

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2.) Linke wirft Harald Koch nach Wahlkandidatur

aus der Partei

Der Linke-Politiker Harald Koch ist aus der Partei ausgeschlossen worden. Er war zur Landratswahl im Landkreis Mansfeld-Südharz auf eigene Faust gegen Angelika Klein aus der eigenen Partei angetreten. Damit habe er der Partei schweren Schaden zugefügt, teilte die Linke am Dienstag zur Entscheidung der Schiedskommission mit.

T-Online

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3.) „Wir können die Linke überholen“

Die Thüringer SPD fühlt sich durch eine Umfrage der TLZ bestätigt. Ramelow sieht die Union am Ende. CDU-Generalsekretär Mario Voigt warnt hingegen vor Rot-Rot im Freistaat. Gnauck-Debatte drückt die CDU-Umfragewerte nach unten.

Thüringer-Allgemeine

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4.) Linke in Wittlich will mehr Einfluss

Im neuen Stadtrat gibt es die fünf Fraktionen CDU, SPD, Grüne, FWG und FDP. Für den Fraktionsstatus braucht man mindestens zwei Ratssitze. Die Linke hat mit Ali Damar einen Sitz bekommen. Ein Anrecht auf eine Mitgliedschaft in den Ausschüssen hat die Linke deshalb nicht. Der Versuch, das zu ändern, ist gescheitert.

Volksfreund

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5.) Linke und Piraten: Beschwerde gegen OB Till

Der neu gewählte Göppinger Gemeinderat hat seine eigentliche Arbeit noch gar nicht aufgenommen, da gibt es schon die erste Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Oberbürgermeister Guido Till.

Göppinger Kreisnachrichten

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6.) Zu Besuch bei den Neuen

Die alte Friedensbewegung wurde freundlich empfangen bei den Mahnwachen – es geht nur kaum noch einer hin. Hingehen oder Ignorieren? Die etablierte Friedensbewegung hat lange gestritten, wie sie mit den Mahnwachen zur Ukrainekrise umgehen soll. Jetzt war sie doch da, allerdings nur auf der Bühne.

Neues Deutschland

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Der, Die, Das – Letzte vom Tag

7.) Karriere-Kinder an der Macht

Politik kann ein anstrengender Beruf sein, auch kulturell. Man muss, je nach Partei, auch als bürokratischer Typ Bierzelte zum Kochen bringen, mit Inbrunst Arbeiterlieder singen oder bei der WM öffentlich mit Deutschland mitfiebern, obwohl man zu den Brasilianern hält.

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TAZ

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