DEMOKRATISCH – LINKS

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RENTENANGST

Politik und Ihre Sportler

Erstellt von DL-Redaktion am 8. August 2012

Nun zegt sivh  die ganze Verlogen – und Falsch – heit in der  Politk und Gesellschaft

Die ganze Verlogen – und Falsch – heit unserer Gesellschaft spiegelt sich zur Zeit in dieser Diskussion um die Olympia-Ruderin Nadja Drygalla wieder. Drygalla war vorgeworfen worden mit einem Mitglied der NPD privat liiert zu sein und verließ aufgrund dieser Vorwürfe den Platz der Spiele vorzeitig.

Auffällig das gerade jetzt von den Teilnehmern an sportlichen Wettkämpfen eine demokratische Gesinnung eingefordert wird welche dann auch noch schriftlich dokumentiert werden soll bevor entsprechende Fördergelder gezahlt werden.

Alleine schon die Tatsache das Fördergelder gezahlt werden zeigt wie wertvoll dieses Sportler Image für die herrschenden Politiker ist. Hier können sie sich auf Kosten der Steuerzahler etwas einkaufen was sie selber zu leisten nie fähig wären. Ein nationalistisches Make up unter dem Zeichen der Nationalflagge mit entsprechender Nationalhymne als Begleitmusik. Welch ein heroischer Augen- und Ohren- Schmaus. Ja da kommen Erinnerungen hoch. Eine Bundeskanzlerin bei den Spielen der Fußballnationalelf ist uns hier allen in bester Erinnerung. Oh ja, sieh hinterließ einen sportlich grandiosen Eindruck.

Da fällt dann auch manchen „Wissenschaftlern“sofort im Zusammenhang ein wie groß die Gefahr ist, welche dem Sport durch Rechtsextremisten droht, was in diesem Land sträflich unterschätzt wird. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie. Aufgrund seines hohen gesellschaftlichen Renommees ist der organisierte Sport in Vereinen und Verbänden der Untersuchung zufolge, ein Ziel für menschenverachtendes Gedankengut.

Was für ein Schwachsinn aus den Mündern von „Wissenschaftlern“ ! Zu solchen Erkenntnissen  braucht es doch keiner Studie. Wer Augen hat der sehe, wer Ohren hat der höre! Nur, dafür gibt es keine Gelder aus der Politik nicht wahr, die gibt es nur für Studien. Nirgendwo sonst wird es diesen Hohlköpfen doch einfacher ermöglicht ihrer Gesinnung entsprechend aufzutreten. Ein staatlich organisiertes Marschieren zur Fahne und Hymne. Hurra, wir sind Deutschland.

Und die Medaillen erst welche „WIR“ gewonnen haben. Der Medaillenspiegel wo sich zur Zeit wahre Dramen abspielen da „WIR“ in London so schwach abschneiden. Nein jetzt natürlich nicht „WIR“. Jetzt müssen die Sportler persönlich für das Volksversagen geradestehen. Ach wie gerne möchte ich einmal Merkel ein Tor schießen, oder am Reck turnen sehen.

Wenn wir uns Filme von Olympia 1936 ansehen fallen die Unterschiede kaum ins Auge. Man möchte Glauben den Initiatoren der „Spiele“ wären entsprechende Aufmärsche aus Russland, Nord-Korea oder auch aus der ehemaligen DDR noch allzu gut in Erinnerung. Brot und Spiele, zu Römer Zeiten gleich wie zur Merkel Zeit.

Wo bleibt denn der Einsatz unserer Politiker für die demokratische Gesinnung welche sie von den Sportlern einfordern? Beziehen diese nicht ihre monatlichen Gehälter für die Verteidigung der Verfassung und das zum Wohle des Volkes? Ein unterwandertes Wahlrecht, eine vermehrte Missachtung des Bundestages, zunehmende Gesinnungsschnüffelei, der Verfassungsschutz und, und, und. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe kann gar nicht so schnell reparieren wie die Gesetzgebung  von den Politikern versaubeutelt wird.

Als Sahnehäubchen schaltet sich nun auch noch die Kirche in die Debatte um die Ruderin Nadja Drygalla ein. Als Organisationen welche immer die Wege des Pomp um der Aufmerksamkeit willen gesucht haben fordert der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider, mit Verweis auf die Bibel, Drygalla zu Umkehr und Reue auf. Im Gespräch mit der Tageszeitung Die Welt zitierte Schneider aus dem Buch Hesekiel (33,12): „Wenn eine Gottlose von seiner Gottlosigkeit umkehrt, so soll’s ihm nicht schaden, dass er gottlos gewesen ist.“

Bei Hesekiel lerne man, so Präses Schneider, „dass es Umkehr gibt und man die auch Frau Drygalla zugestehen muss“. Allerdings verlange die Bibel einen echten Sinneswandel, der „tatsächlich errungen und ernst gemeint sein“ müsse. Er habe es ein bisschen schade gefunden, dass sich Drygalla erst so spät geäußert hatte. Mein Gott du kleines Schneiderlein: Die junge Frau wollte doch nur ein bisschen Sport treiben und nicht so wie Religionen und Politik die Bürger verarmen und betrügen.

Welche eine Bigotterie. Und die Pharisäer leben unter uns möchte man da Antworten. Vielleicht spricht dieser „Seelsorger“ hier aber auch die gezeigte Umkehr und Reue nach dem Jahr 1945 an. Im übrigen: An der Gedenkfeier für die Opfer des Olympia-Attentats von 1972 in München nahm der Theologe nicht teil. So viel zu seiner Gesinnung.

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Grafikquelle    :  Die Neuseeländerin im Vorlauf

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Die Methode Bertelsmann

Erstellt von DL-Redaktion am 9. August 2010

Die Methode Bertelsmann

Nun werden sie wieder hoch gespült, die unbequemen Wahrheiten über die Bertelsmann Stiftung. Es wäre aber fahrlässig diese Kritik alleine bei den Bertelsmännern zu belassen, die Kritik geht an alle Stiftungen und viele der selbst ernannte Gutmenschenorden. Es glaubt in unserer Zeit ehe niemand mehr dass in diesem Lande von den „Eliten“ große Spenden aus barmherziger Selbstlosigkeit gegeben werden. Wir sind lange in einer zweit- wenn nicht gar drei- Klassengesellschaft angekommen in der sich eine ganze Klasse noch bei den Tafeln bedienen darf. Für wie lange noch? Wann drehen die Gutsherren den Spendenhahn zu? Da wäre es sinnvoller endlich der Forderung nach höheren Steuern für Besser verdienende nachzukommen, um diesen unterwanderten Sozialstaat wieder auf einen gewissen Gerechtigkeitslevel zu bringen.  IE

Die Bertelsmann-Stiftung regiert Deutschland mit. Dabei ist sie undemokratisch und dient als Steuersparmodell. Die Stiftung bestreitet dies.

VON THOMAS SCHULER

Reinhard Mohn fand in den 50er Jahren eine Steuerlücke, die ihm erlaubte, sein Unternehmen aufzubauen. Als der Staat diese Lücke schloss, fand der Bertelsmann-Chef neue legale Möglichkeiten, Gewinne im Unternehmen zu behalten. Die Bertelsmann Stiftung ist so eine Möglichkeit. Sie funktioniert wie eine Sparbüchse und erhält nur einen Teil der Gewinne.

Viele Millionen bleiben im Unternehmen. Höhe und Verteilung der Gelder bestimmt die Familie Mohn, die die Stiftung und ihr Vermögen unter Kontrolle hat. Verrechnet man die Steuererleichterungen und Ersparnisse mit den Ausschüttungen, dann zeigt sich, dass die Mohns die Stiftung de facto mit öffentlichem Geld betreiben. Das ist unternehmerisch geschickt.

Moralisch ist es jedoch fragwürdig, zumal die Stiftung keine Fördergelder verteilt, sondern die Interessen der Familie Mohn vertritt. Sie dient Mohns Idee, die Gesellschaft wie ein Unternehmen zu führen und durch Unternehmen führen zu lassen. Wettbewerb und Privatisierung sind ihre Leitgedanken, und manchmal wirkt es, als würde sie dem eigenen Unternehmen zuarbeiten.

Quelle : TAZ >>>>> weiterlesen

Wir haben uns auf diesem Blog in der Vergangenheit des öfteren des Themas Bertelsmann angenommen und verweisen hier gerne auf ältere Artikel:

Bertelsmann

DGB Bertelsmann

CDU Wahlkampfspenden

Arvato Würzburg

Die Bertelsmänner

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Fotoquelle : © Bertelsmann / Bertelsmann Stiftung / 

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