DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

Oskar trommelt Blech !

Erstellt von DL-Redaktion am 16. Mai 2012

Eine Kampfkandidatur will er nicht……

….dazu ist er augenscheinlich zu feige, aus Angst unterliegen zu können. Aber aufgeben, das will er auch nicht – das könnte sein alterndes Ego beschädigen, immer und überall die erste und manipulierende Geige spielen zu können. Wenn Mensch in seinem Alter nicht mit mehr Stolz auf seine bisherige Lebensleistung zurückblicken kann und geistig nicht in der Lage ist auch endlich Jüngeren den Vortritt zu lassen,  wird er wohl etwas im Leben falsch gemacht haben.

Öl in das Feuer  der Auseinandersetzung goss ausgerechnet  Sahra Wagenknecht in „Die Welt“ mit ihrer Rüge an die „Konkurrenten“, was einfach nur als Hinweis partnerschaftlicher  Stimmungsmache zu bewerten ist. Hier schaukelt sich ein Pärchen, welchem ansonsten die Gala wichtiger als die Politik ist, gegenseitig in ungeahnte euphorische Höhen. Die Behauptung ihr Freund Lafontaine habe keine Forderungen für eine Rückkehr an die Parteispitze gestellt ist als dreiste Unwahrheit zu werten, konnte doch jeder das Beispiel mit den Selbsttoren im Fernsehen selber hören.

Einen Lafontaine kann hier im Land niemand mehr demontieren, dass hat er bereits selber getan. So zeigt er sich nicht einmal in der Lage, einen sehr kleinen Landesverband in einem demokratischen Stil sauber zu führen und setzt schon dort, wie in der Presse und aus der eigenen Partei beschrieben, stalinistische Hilfsmittel zur Erhaltung seiner Macht ein.

So sagte er selbst der  „Süddeutschen Zeitung“: „Ich gehe noch einmal in die Verantwortung, wenn die Partei mich wirklich will und wenn das personelle Umfeld stimmt.“ Ein kleiner Mann macht hier also auf sich selber aufmerksam um überhaupt noch Gehör zu finden. Das gleicht haargenau  jemanden der sich selber zu einer Party einlädt.

Auch bedeutet diese Geste nichts anderes als dass er das absolute Sagen in der Partei ausschließlich für sich beansprucht. Gerade so wie er schon seine Macht im Saarland über die Saar-Linke ausübt. Sein Kopfkissen und seine Matratze bringt er auch gleich mit und an einer demokratischen Auseinandersetzung unter Mitbewerbern ist er nicht interessiert da sie den angesetzten Rost ans Tageslicht bringen könnte.

So warnt auch Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) derweil die Linkspartei davor, sich von Lafontaine ein Comeback unter seinen Bedingungen aufdrängen zu lassen. Thierse sagte dem „Tagesspiegel“, Lafontaine stelle sich ausgerechnet gegen den ostdeutschen Reformer und damit den „erfolgreichen Flügel“ der Partei. Bei seinem Comeback müssten sich „die ostdeutschen Granden der Linkspartei veräppelt fühlen“. Das Verhältnis von Linken und SPD werde jedenfalls belasteter als bisher, „wenn Lafontaine sich die Linkspartei wieder unter den Nagel reißt“.

Lafontaines Rückkehr würde der Linkspartei nach Einschätzung des Leiters des Emnid-Instituts aber nicht aus der Krise verhelfen. Der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Klaus-Peter Schöppner: „Lafontaine ist politisch verbrannt. Verbrannt, weil er immer wieder vorprescht und genauso oft zurückgetreten ist. Die Bürger wünschen sich aber Redlichkeit und Stetigkeit. Das verkörpert Lafontaine nicht.“

Dieses verkörpert er lange nicht mehr, vertritt er doch eine Politik aus Anno dazumal. Auch ist er nicht der Typ welcher über die Diplomatie nach neuen Verbindungen sucht welche zur Durchsetzung von politischen  Zielen unumgänglich sind. Hatte er schon als Einzelkämpfer in der SPD letztendlich verloren, sollte es für ihn auf Dauer in einer pluralistischen Partei ganz gewiss keine Zukunft geben.

Zumal er noch nicht einmal das Rückgrat besitzt für die Wahlniederlagen in Schleswig -Holstein und letztlich NRW öffentlich mit in die Verantwortung zu treten. Aber dafür bedarf es scheinbar doch eines gewissen Charakters welcher gerade in der Politik sehr selten vorzufinden ist. Waren es doch letztendlich seine Seilschaften welchen der Niedergang der Partei überwiegend zu verdanken ist. Wie heißt es so schön: „Wie der Herr, so das gescherr.“

So werden die Verluste bei den letzten Landtagswahlen von den sich durch die Partei betrogen Fühlenden mit einer gewissen Genugtuung zur Kenntnis genommen. Haben sich doch die von ihnen geäußerten Aussagen und Mahnungen allesamt bewahrheitet. Sollte sich diese Partei nicht in der Lage zeigen schnellstens eine Kehrtwendung von 180 ° in ihrer Denk- und Arbeits- weise zu vollziehen und im alten Trott weitermachen, werden wir auch den endgültigen Untergang der LINKEN miterleben und das sowohl mit einem lachenden als auch traurigen Auge.

Traurig das alle Aufbaubemühungen zerstört wurden und Genugtuung das dieses vorausgesagt wurde. Wir werden jedenfalls unseren Kampf gegen die Willkür und Ungerechtigkeit dieser egomanen Selbstversorger weiter und verstärkt fortsetzen.

Einen sehr guten Artikel über die Zukunftsvorstellungen der Partei finden wir auf der Homepage von Dietmar Bartsch mit der Überschrift „Aufstehen“ auf welchen wir hier gerne hinweisen möchten:

Aufstehen!

Just fünf Jahre nach ihrem glanzvollen Start ist DIE LINKE an einem Tiefpunkt ihrer Entwicklung angekommen. Die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen geriet zum Desaster. Schade für einen Landesverband, dessen Landtagsfraktion eine solide Arbeit geliefert hat und dessen Mitglieder,  Sympathisantinnen und Sympathisanten einen aufopferungsvollen Wahlkampf führten. Aus dem Schlamassel werden wir uns nur gemeinsam herausarbeiten können. Den Retter der Partei wird es nicht geben. Und ein Zurück darf es nicht geben, DIE LINKE hat nur als bundesweite Partei eine Existenzberechtigung und eine Chance. Wir müssen aufstehen und zu der Gemeinsamkeit finden, die es beispielsweise möglich machte, in Erfurt mit klarer Mehrheit ein Parteiprogramm zu beschließen. Diesen Geist brauchen wir. Nach Schleswig-Holstein und NRW und vor Göttingen zu strömungsdominierten Treffen einzuladen oder unbeirrt vom „Kurs halten“ zu schwadronieren, erscheint mir als der falsche Weg. Er konterkariert auch die Absicht des Parteivorstandes, den Meinungsaustausch vor dem Göttinger Bundesparteitag vor allem strömungsübergreifend auf Regionalkonferenzen zu führen.

Quelle: Dietmar Bartsch >>>>> weiterlesen

In der TAZ lesen wir einen entsprechenden Kommentar:

Oscar Lafontaine begreift sich als eine Art Messias

Der Sonnenkönig

Oskar Lafontaine will die Linke wieder führen. Vielleicht. Wenn er lange genug angebettelt worden ist. Wenn seine Partei seine Bedingungen erfüllt. Wenn seine Freundin Fraktionschefin wird. Der Mann verlangt nicht weniger, als dass sich seine Partei ihm Untertan macht.

Wohlgemerkt, es geht hier nicht um die Union, die eine Frau an der Spitze hat und in der auch mächtige Männer stürzen, wenn sie Mist bauen. Nicht um die SPD, in der man nach harten Niederlagen beginnen musste, in Personalfragen mehr auf die Basis zu hören. Es geht nicht um die beiden Parteien, denen autoritäres Gebaren wohl am ehesten zugeschrieben wird. Und in denen wohl trotzdem kaum vorstellbar wäre, was derzeit in der Linkspartei abläuft.

Die sollte sich neben allem Engagement für das Soziale auch als emanzipative Kraft verstehen. Sie sollte aus ihrer Geschichte gelernt haben, dass sich Gerechtigkeit künftig nur noch durchsetzen lässt, wenn es zugleich ein hohes Maß an Mitbestimmung gibt.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle   :  Gunther HißlerEigenes Werk

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