DEMOKRATISCH – LINKS

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RENTENANGST

Goldene Himbeere für Tankwart Oskar

Erstellt von Gast-Autor am 28. September 2013

Goldene Himbeere für Tankwart Oskar

Autor: Dirk Scholl

Bezugnahme auf den T-online Artikel.

Kennen Sie dieses Phänomen? Einst berühmt und gefeiert, doch plötzlich nicht mehr im Rampenlicht! Tut bisweilen weh, wenn die Lorbeeren in den verlängerten Rücken wachsen. Lorbeerkränze sind für Sieger wie Oscar-Preisträger gedacht.

Eine goldene Himbeere für den wohl schlechtesten Polit-Beitrag des Jahres dagegen gebührt einem Looser, der seinen neuen Status offenbar nicht wahrnehmen will oder kann.  Ähnlich dem verzweifelten Versuch von C-Promis, die sich im Dschungelcamp der Lächerlichkeit preisgeben, zwängt er sich nunmehr wieder in das öffentliche Bewusstsein- ungeachtet dessen, dass die Öffentlichkeit ihre Schwierigkeiten mit schlechten Verlierern hat. Völlig realitätsfern und rückwärts gerichtet lässt der Hoffnungsträger vergangener Tage eine Zote nach der anderen vom Stapel fliegen:

„Ich hätte Schröder nicht zum Kanzlerkandidaten machen dürfen…Vielleicht hätte ich SPD-Parteichef bleiben sollen. Einfach, um die Regierungspolitik weiter zu beeinflussen.“

Hätte, hätte, Fahrradkette! “Wer „macht“ denn Kanzlerkandidaten? Ein einzelner Größenwahnsinniger oder vielleicht doch entsprechende Delegierte? Und wer „macht“ denn eigentlich einen „SPD-Parteichef“? Und da wird so „gemacht“, als wäre DIE LINKE nur eine billige Alternative zu der „einst so stolzen Volkspartei“.

Wer so viele menschliche, strategische und „machtpolitische“ Fehler wie jener Klugfäkalienproduzent produziert, sollte nicht so viel umweltschädliches Sprit über die „Drei von der Tankstelle“ gießen, sondern sich an die eigene Tanksäule fassen, an der mittlerweile scheinbar nur noch billiges Heizöl verzapft wird:

Die Schuld für den Aderlass an Mitgliedern, Wählerstimmen und interner Stimmung im Landesverband der Linken an der Saar zum Beispiel trägt nicht oder nur zu einem sehr geringen Teil etwa ein immerhin gewählter Thomas Lutze, wie jetzt von dem schlechten Verlierer mehr oder weniger offen behauptet wird, sondern vor allem ein verhinderter Ex-Tennis-Star-„Kandidatenmacher“ selbst und seine Vasallen-Tankabzapfer.  Es gibt alte Stars, die in Würde abtreten. Es gibt aber auch solche, die sich stattdessen im Schlamm Suhlen, um noch einen Hauch Aufmerksamkeit und unter Umständen etwas Mitleid zu erregen.

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Fotoquelle / Lafontaine Fotomontage:

Die Fotomontage stammt aus der Projektwerkstatt


Virtuelle Projektwerkstatt von SeitenHieb Verlag steht unter einer Creative Commons

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Links entscheidet das Bier

Erstellt von Gast-Autor am 5. September 2013

Das Bier entscheidet
Geld fürs Koma statt für Oma!

 

Glosse von Dirk Scholl

Nun müssen wir schon seit Wochen auf ein entspanntes Shopping in der Saarlouiser Innenstadt verzichten, denn an jeder Ecke lungern sie herum: Die modernen und sehr subtilen Bettler der etablierten Parteien. Sie wollen uns berauschen mit ihren 10-Cent-Einwegkugelschreiber, mit ihren 5-Cent-Winkefähnchen, mit ihren kinderarbeitsechten 1-Cent-Luftballons und vor allem mit ihrer lästigen Anwesenheit.

Da war einst sogar die „Haste-Mal-Ne-Mark“-Anhaue früherer Punker, die mittlerweile wohl in Seidenanzügen WebCom-Meetings leiten, wohltuender, weil man ihnen dann voller Stolz entgegnen konnte: „Geh schaffen!“, was man angesichts dieser modernen Bettler eigentlich immer noch tun könnte oder vielmehr sollte.

Nein, ich habe kein Interesse an einem Flyer der Grünen, werden doch dafür immerhin etliche Bäume – womöglich sogar aus der neu geschaffenen Beaumaraiser Allee – ökologisch entsorgt. Auch mag ich kein Fähnchen der FDP, habe ich doch schon im Wahlkampf 1976 als damals noch kleines Kind darauf kotzen müssen, was mich bis heute hinsichtlich dieser Partei traumatisiert hat – neben solch imposanten Gestalten der Geschichte wie Brüderle, Westerwelle und wie heißt eigentlich noch deren aktueller Vorsitzender? Kugelschreiber der CDU? Taugen bestenfalls etwas für die Buchführung von Schwarzgeldkassen oder für die Kalligraphie von einstigen Blockflöten. Luftballons der SPD zerplatzen so schnell wie deren vermeintliches Umschwenken auf alte Arbeitertraditionen. Und dann wären da noch die „Linken“, die ganz pazifistisch ihr tiefes Bedauern für die Aufgabe des Bundeswehrstandortes Saarlouis im Landtag wie im Stadtrat zum Ausdruck gebracht haben. Allein ihre optisch und vor allem intellektuell zumeist unangenehme Anwesenheit löst in mir ein Fremdschämen – auch wegen einstiger Zugehörigkeit zu diesem bizarren Club – aus.

Da ist es doch wohltuend, dass sich die Partei Die PARTEI die Überwindung von Inhalten auf die Fahnen geschrieben hat. Warum unnötige Diskussionen mit genervten Passanten anstacheln, wenn „Das Bier entscheidet“? Und warum sind auf einmal Schüttelreime in übelster 50er-Jahre-Werbeslogan-Tradition wieder in? „Für faire Miete statt Rendite“ (Grüne) oder „Geld für die Oma statt für Sinti und Roma“ (NPD), um nur zwei schlechte Beispiele ungehobelter Germanistik zu nennen. Warum regt sich eine FDP in Saarlouis über Hundeaugen von Bettler auf, obwohl die doch ehrlicher zu den Angebettelten sind als die Wahlversprechen der Steuer- und Intelligenzsenker? Fragen über Fragen, die nur einen Schluss zulassen: Meiden Sie samstags die Innenstadt von Saarlouis, um einer Strafanzeige wegen belangloser – wenn auch mehr als berechtigter – Beleidigung bis hin zur gefährlichen Körperverletzung zu entgehen!

Oder besuchen Sie gleich die Etablissements der Altstadt, denn „Das Bier entscheidet“, sofern Sie Geld für Koma statt für Oma ausgeben möchten, und Die PARTEI hat immer Recht – auch ohne lästigen Wahlkampf!

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Grafikquelle    :    Darauf einen Radler

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Mandatsverzicht – Nein Danke

Erstellt von DL-Redaktion am 15. Mai 2013

Hier eine Pressemitteilung
des Stadtverordneten Dirk Scholl vom 14.05.2013
Mandatsverzicht: Nein Danke!

Trotz mehrfacher freundlicher Aufforderung seiner ehemaligen Parteigenossen der Partei DIE LINKE will Dirk Scholl (DIE PARTEI) an seinem Mandat im Saarlouiser Stadtrat bis zum Ende der Wahlperiode festhalten: „Wenn ich etwas in der Politik gelernt habe, dann ist es Hartnäckigkeit und Durchhaltevermögen!“ In dieser Beziehung würde er sich an seine großen Vorbilder Barbara Spaniol und Pia Döring halten. „Mandatsverzicht ist etwas für Leute, denen ihr Job als Bundesfinanzminister nicht mehr lukrativ genug erscheint.“, so Scholls Einschätzung. An Posten würden sich schließlich auch stellvertretende Schriftführer von Dackelzuchtvereinen oder Fraktionsvorsitzende in europäischen Stadträten erfolgreich klammern.

Er selbst sieht seine Schwächen dagegen noch im gewissenlosen Brechen von Wahlversprechen, dem lustigen Agieren gegen Wählerinteressen und der selbstlosen Aufgabe jeglicher Ideale: „Daran muss ich in der Tat noch etwas arbeiten, doch wird mir das bis zur endgültigen Machtübernahme der Partei DIE PARTEI sicherlich noch gelingen.“ Zu seinen eigenen Ambitionen sagt Scholl bescheiden: „Ich möchte als künftiger Erster Beigeordneter der Stadt Saarlouis diese Festungsstadt in eine blühende Zukunft ohne Festungsmauern und mit Alleenkonzepten für jeden neuen Geschäftsführer führen.“

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Grafikquelle    :    Wahlkampfstand der PARTEI-Hochschulgruppe an der Universität Bremen 2016

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Der dritte Weg!

Erstellt von Gast-Autor am 23. November 2012

Eine Ultimo Ratio wär der Vierten Weg :
Den Austritt aus der Partei

Ohne weitere Worte!
Red.DL

Austritt aus der Partei DIE LINKE

Sehr geehrter Herr Linsler!

Hiermit möchte ich Ihnen ein vorweihnachtliches Geschenk zuteilwerden lassen, indem ich aus der Partei DIE LINKE austrete.

Aufgrund der Tatsache, dass ich Sie seit jeher schätze und achte, gebührt es aus meiner Sicht Anstand und Respekt, Sie persönlich schon vorab zu bescheren. Wie Sie ja schon des Öfteren durchblicken ließen, kann man Sie ja dadurch in einen Glückszustand versetzen, dass die eigenen Reihen gelichtet werden. Sollte dies womöglich bei Ihnen für einen besseren Durchblick sorgen? Wie auch immer: Da mein Herz in christlicher Nächstenliebe und gleichwohl sozialistischer Solidarität schlägt, ist es mir eine Freude, Sie und noch einige andere mehr innerhalb dieser Partei in diesem Sinne zu beglücken.

Es beschämt mein Innerstes, dass ich dadurch bedingt nicht mehr imstande bin, Ihrer Partei dabei behilflich zu sein, die sicherlich versehentlich und nur sehr knapp überzogenen Wahlkampfkosten mit Hilfe meiner Mitgliedsbeiträge zu begleichen. Aber ich bin mir sicher, dass dies Ihre zutiefst solidarischen Landtagskollegen aus eigener Kraft stemmen können.

In diesem Zusammenhang weise ich Sie vorsorglich darauf hin, dass ich bereits vor rund einem Monat meine Einzugsermächtigung bei meiner Bank zurückgezogen habe.

Auf diesem Wege und bei dieser einzigartigen Gelegenheit möchte ich mich bei all jenen entschuldigen, die ich mit meinen besserwisserischen und protestlerhaften Beiträgen auf Fakten hingewiesen habe. Sie mögen mir verzeihen, dass mir der Maulkorb einfach nicht passen wollte.

Es sei mir jedoch gestattet, Sie inständig darum zu bitten, in sich zu kehren, indem Sie sich selbst befragen, ob Sie mit gutem Wissen eine Politik nach außen hin verkaufen können, die Sie nach innen hin bestenfalls rudimentär ausleben.

Alles in allem bedanke ich mich für die sehr lehrreichen 6 Jahre Mitgliedschaft. Diese Lehrjahre haben mir eindrucksvoll aufgezeigt, dass ein Etikett nicht unweigerlich für den Inhalt steht.

Zu meiner großen Entlastung habe ich meine Mitgliedskarte beigefügt und bitte Sie um Bestätigung meines Austritts.

In devotem Respekt und mit sozialistischen Grüßen

Ihr Sie bestaunendes Ex-Mitglied

Dirk Scholl
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zur Last gefallenes Anhängsel: Mitgliedskarte

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Schwund an der Saar !

Erstellt von DL-Redaktion am 2. März 2011

Dirk Scholl – Mitglied der Partei DIE LINKE,
Stadtverordneter und einziger Vertreter der linken Wählerschaft in Saarlouis)

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/74/Saarlouis_Gro%C3%9Fer_Markt_Marienbrunnen.JPG

Offener Brief vom 02.03.2011 von Dirk Scholl (Mitglied der Partei DIE LINKE) an den saarländischen Landesvorstand der Partei DIE LINKE

Angesichts eines Mitgliederschwundes von mehr als 30 % innerhalb eines Jahres im saarländischen Landesverband der Partei DIE LINKE muss die Frage erlaubt sein, wodurch dieser dramatische Einbruch entstanden ist.

Natürlich bin ich mir der Tatsache bewusst, dass monokausale Ursachenforschungen Fehl am Platze sind. Stattdessen sollte man möglichst objektiv an eine entsprechende Analyse herangehen. Dazu bedürfte es jedoch einer offenen Diskussionskultur innerhalb unseres Landesverbandes. Genaue Fakten müssen auf den Tisch, genaue Zahlen, die belegen könnten, warum, weshalb, wieso … Und genau an diesem fundamentalen Punkt wird eine rein objektive Analyse wohl schon scheitern.

Wie komme ich zu dieser Schlussfolgerung? Eine offene Kommunikation im schon per se abzulehnenden hierarchischen Gefüge dieses Landesverbandes wird bestenfalls rudimentär angegangen. Im Regelfall wird ein derart konstruktives und zutiefst demokratisches Element „von oben“ abgeblockt.

Dass dem so ist, beweist nicht zuletzt das krampfhafte Klammern an dem von der Bundesschiedskommission gekappten „Maulkorberlass“, den der Landesvorstand nunmehr auf Bundesebene durchboxen möchte. Wo innerparteiliche Kritik unterdrückt wird, kann sich naturgemäß keine offene Diskussionskultur entwickeln.

Ich kann mich noch sehr genau daran erinnern, wie mit den Mitgliedszahlen auf der Startseite des Landesverbandes Public Relations getrieben wurde. Aus und vorbei! Ein Deckmantel des Schweigens legt sich über diese Zeit. Was stattdessen zu lesen ist, gleicht dem üblichen Allerlei anderer politischen Websites: Was wir fordern, was die politischen Mitkonkurrenten so alles falsch machen und manchmal sogar was stattdessen besser gemacht werden sollte. Da ist kein Platz für eine ernsthafte innerparteiliche Streitkultur. Und genau die wäre doch so wichtig, wenn wir nicht stagnieren bzw. völlig hinten herunterfallen wollen. Aber der Eindruck manifestiert sich, dass die mit hochdotierten Mandaten versorgten Parteiprivilegierten nach dem Motto „Nach mir die Sintflut!“ agieren oder besser gesagt sich auf den zumeist gar nicht erworbenen Lorbeeren ausruhen.

Warum wird die Basis ausgeklammert? Warum werden oftmals Fragen „einfacher“ Mitglieder erst gar nicht beantwortet? Warum wird konstruktive Kritik geblockt? Fragen über Fragen, auf deren Beantwortung man vergeblich wartet. Wer ein Mehr an Demokratie nach Außen (zu Recht) einfordert, darf sie nach Innen nicht verhindern! Das ist zutiefst unglaubwürdig und bereits auch schon bei den (oftmals schon tief enttäuschten) Wählerinnen und Wählern angekommen. Auf diese Art und Weise gehen nicht nur Mitglieder verloren, sondern noch sehr viel mehr Wählerinnen und Wähler. Diejenigen in unserer Partei, die zumindest darum bemüht sind, ernsthafte Politik zu betreiben – sei es nun auf Landes-, Kreis oder Kommunalebene -, erhalten in ein paar Jahren die Quittung für das Missmanagement, die Untätigkeit bzw. den blinden Aktionismus gegenüber eigenen Mitgliedern von Seiten diverser Vorstände, insbesondere von Seiten des Landesvorstandes.

Woran liegt nun der Mitgliederschwund? An den „Querulanten“? An den nicht beitragszahlenden Karteileichen, die man zuvor als billiges Stimmvieh zur eigenen Profilierung missbraucht hat? An den parteiinternen Säuberungsaktionen? An der Kommunismusdebatte? Oder vielleicht auch an dem Versagen der „Führungsriege“, insbesondere im Hinblick auf ein effektives Konfliktmanagement, das in diesem Landesverband überhaupt nicht stattfindet? Oder vielleicht auch an völlig fehlender Basisdemokratie, die nach Außen so gerne postuliert wird?

Wäre es nicht hilfreicher gewesen, auf Kritik mit Diskussionsfreudigkeit zu reagieren als nun mit der „Saubeil“ wild durch die Lande zu schlagen? Wäre es nicht hilfreicher gewesen, satzungsgemäße und unanfechtbare Wahlen auf allen Ebenen abzuhalten, um sich dadurch echte Legitimation und Glaubwürdigkeit zu verschaffen? Sind deshalb diverse Anfechter als „Quertreiber“ zu denunzieren oder sollten sich nicht einige „Organisationstalente“ und selbst ernannte „Spitzenpolitiker“ an die eigene Nase greifen? Aber der Eindruck verdichtet sich immer mehr, dass an einer echten kritischen Selbstreflexion nicht das geringste Interesse besteht bzw. diese Einsicht der Notwendigkeit und das Vermögen dazu völlig fehlen.

Was ich nunmehr von diesem im Amt befindlichen Landesvorstand dringend erwarte, ist zunächst einmal eine aussagekräftige Analyse bezüglich des Mitgliederschwundes. Ein nächster Schritt wäre, Fragen auch von kritischen Mitgliedern (w.z.B. von mir selbst) in angemessenem Zeitraum auch zu beantworten.

Da ich beide Schritte jedoch nicht erwarte, würde ich diesem Vorstand empfehlen, geschlossen zurückzutreten, da sie erneut ihre Inkompetenz sowie ihre mangelnde Kritikfähigkeit und Souveränität unter Beweis gestellt hätten. Darüber hinaus machen sie sich durch eine Unterschlagung einer offen zu diskutierenden Analyse des Mitgliederschwundes dahingehend verdächtig, dass sie zu einem Großteil für denselbigen verantwortlich sind. Letztendlich ist dieser Landesvorstand ohnehin dafür verantwortlich, denn er war nicht in der Lage, diese missliche Tendenz zu stoppen und/oder ihr entgegenzuwirken.

Da ich mir selbst keinen Maulkorb anziehen lasse, leite ich diesen Offenen Brief zunächst an Mitglieder rund ums Saarland weiter und stelle sie diversen Websites zur Verfügung, um endlich einmal eine Diskussion zu forcieren und anzustoßen.

Sehr wohl bin ich mir der Tatsache bewusst, dass das ein oder andere Vorstandsmitglied und andere „Parteifreunde“ mich nun in eine gewisse geistige Ecke abzuschieben versuchen, um erneut eine offene Diskussion abzublocken. Das kann ich aber gut verkraften, da ich ja gegebenenfalls weiß, von wem das kommt …

Vielen Dank vorab für Euer Interesse, Euer Feedback und Eure Unterstützung!

Sozialistische und solidarische Grüße

Dirk Scholl

(Mitglied der Partei DIE LINKE, Stadtverordneter und einziger Vertreter der linken Wählerschaft in Saarlouis)

Auch zu lesen auf meiner Website  –Hier–

IE

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Grafilquelle : This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.   —  File:Saarlouis Großer Markt Marienbrunn

Source Own work
Author LoKiLeCh

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Garnison Saarlouis ?

Erstellt von DL-Redaktion am 24. Februar 2011

Das Ende der Garnison Saarlouis ?

Die Schließung von Bundeswehrstandorten ist auch im Saarland ein Thema.  So beschäftigte sich auch die Saarbrücker Zeitung  im folgenden Artikel mit der Thematik:

Bundeswehrreform: Die Zukunft der Standorte Saarlouis und Lebach ist weiter offen.

Die Reform der Bundeswehr wird auch bei uns Veränderungen bringen: Was wird aus der Saarlandbrigade? Was aus den Standorten Saarlouis, Lebach und Merzig? Vorerst gibt es nur mögliche Szenarien.

Bleibt Saarlouis Garnisonsort, wie es seit Gründung der Stadt 1680 ist? Bleibt die Bundeswehr in Lebach? Offenbar ist das definitiv noch nicht entschieden. Welche Standorte nach der großen Reform der Bundeswehr noch bestehen und welche nicht, ist offen. „Wir können noch gar nichts sagen“, erklärte gestern der Sprecher der Saarlandbrigade, Hauptmann Marcel Engels. „Vermutlich im März wird bekannt, wohin die Reise insgesamt geht.“ Das muss dann noch nicht die Entscheidung über einzelne Standorte sein. Denn für Mai hat Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg die Bürgermeister der deutschen Garnisonsstädte zum Gespräch eingeladen. OB Roland Henz wird hinfahren.

Das Saarland, sagte gestern Jürgen Paschek, Mitglied der SPD-Fraktion in Saarlouis, müsse einfach Standort bleiben. „Es ist eine Frage der Ehre.“ Denn seit 20 Jahren, seit einem humanitären Einsatz in Kambodscha, sei die Luftlandebrigade 26 in allen Einsätzen und stets unter den Ersten dabei gewesen. „Da wurde ordentliche Arbeit geleistet.“ Immer wieder wurde den Fallschirmjägern aus dem Saarland bescheinigt, zur Elite der Bundeswehr zu gehören.

Quelle: Saarbrücker Zeitung >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle : Kaserne VI in Saarlouis

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Stalin ist zum zweiten…

Erstellt von DL-Redaktion am 16. Februar 2011

…Mal gestorben, aber er will es wieder mal nicht wahrhaben.

Eigentlich sollte man ja beruhigt sein, dass in Berlin – im Gegensatz zu Saarbrücken – offenbar noch denkende Köpfe ticken. Aber statt – wie ein fairer Sportler – seine Niederlage einzugestehen, haken die Betonköpfe nach. Habe ich auch nicht anders erwartet.

Da heißt es unter anderem in der SZ: „Linken-Landeschef Rolf Linsler hat angekündigt, dass die von der Bundesschiedskommission der Partei am Sonntag kassierten Änderungen der Landessatzung der Linken auf dem nächsten Bundesparteitag inhaltlich entsprechend in die Bundessatzung der Partei aufgenommen werden sollen. Man werde entsprechende Anträge auf dem nächsten Bundesparteitag stellen …“

Einen Tag zuvor erklärte er im selben Blatt, jene Entscheidungen der Bundesschiedskommission seien „auf eine Unkenntnis der saarländischen Verhältnisse zurückzuführen“. Die hiesigen Mitglieder der Linken hätten „kein Verständnis für Parteimitglieder, die über 20 Schiedsverfahren eingeleitet haben und sich von einem CDU-Anwalt vertreten lassen“, der im Landtagswahlkampf an einer Kampagne gegen die Linke mitgewirkt habe …“

Keine Wunder also: „Linsler kündigte des Weiteren an, dass man laufende Parteiausschlussverfahren gegen einige Linken-Mitglieder, darunter den Kläger im Verfahren um die Änderungen der Landessatzung, Gilbert Kallenborn, weiterverfolgen werde. Darüber werde am Samstag verhandelt. Nach Angaben von Linsler soll Kallenborn aber nicht deshalb ausgeschlossen werden, weil er das Verfahren gegen die Satzungsänderungen angestrengt hatte… Im Übrigen habe man die vom Landesparteitag am 14. November beschlossenen Satzungsänderungen gerade deshalb, weil sie angefochten wurden, bisher nicht angewandt …“

Kommen wir mal auf den Punkt der Satzungsänderungen zu sprechen, die Linsler nunmehr in die Bundessatzung drücken will: „Man werde entsprechende Anträge auf dem nächsten Bundesparteitag stellen …“. Klar – Linsler hat aber offenbar vergessen, wer „man“ ist: Das kann natürlich nur vonstatten gehen, wenn ein Landesparteitag einen solchen Beschluss fasst.

Das wäre denen in Ihrer grenzenlosen Verbohrtheit auch noch zuzutrauen. Aber glaubt „uns Rolf“ wirklich, dass die Genossinnen und Genossen auf Bundesebene ihre eigenen fundamentalen Rechte derart selbst beschneiden wollen (wollte jetzt nicht gerade sagen: genauso bescheuert sind, wie die Mehrheit unserer Delegierten im Saarland – wäre ja unverschämt!)? Na ja: Stalin hat ja auch geglaubt, dass alle Russen ihn lieben. Lassen wir beide in Ihrem Glauben …

Jetzt zu Linslers Erkenntnissen: „Die hiesigen Mitglieder der Linken hätten „kein Verständnis für Parteimitglieder, die über 20 Schiedsverfahren eingeleitet haben und sich von einem CDU-Anwalt vertreten lassen“, der im Landtagswahlkampf an einer Kampagne gegen die Linke mitgewirkt habe …“ Klar – Gilbert kann einen schon ab und an nerven, aber woher weiß denn unser grüner Landesvorsitzender so genau, wofür die Mitglieder Verständnis haben und wofür nicht? Mich hat er jedenfalls diesbezüglich nicht gefragt. Ohnehin glänzt der komplette Landesvorstand nicht gerade durch seine Basisnähe. Ich jedenfalls habe im Umkehrschluss keinerlei Verständnis für derartige Satzungsänderungen, die ja im Endeffekt auf alle Mitglieder dieser Partei im Saarland zielen.

Schließlich zum Thema „Parteiausschlussverfahren“: „Nach Angaben von Linsler soll Kallenborn aber nicht deshalb ausgeschlossen werden, weil er das Verfahren gegen die Satzungsänderungen angestrengt hatte… Im Übrigen habe man die vom Landesparteitag am 14. November beschlossenen Satzungsänderungen gerade deshalb, weil sie angefochten wurden, bisher nicht angewandt …“ Dreister kann man ja wohl nicht die Wahrheit verdrehen! Diverse Dorne sollen aus dem Auge gezogen werden. Tut ja auch mitunter ziemlich weh. Im Übrigen erinnere ich mich noch sehr genau daran, dass Gilbert am letzten Kreisparteitag kein Rederecht erhielt. Bisher nicht angewandt?

Statt unliebsame Mitglieder auszuschließen, wäre es eigentlich angebracht, sich einmal Gedanken um den immanenten Mitgliederschwund im Saarland Gedanken zu machen. Aber wahrscheinlich ist das ja auch nur Gilbert, Gilla und andere Schuld?

(Quellen: SZ vom 14./15.02.2011: : Bundesschiedskommission und Streit)

Dirk Scholl

Quelle: Übernommen von Dirk Scholl-S-O-S

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Grafikquelle :  The source web page include the following caption: Photo #: USA C-543 (Color)

 

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