DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

Was bleibt für mich?

Erstellt von DL-Redaktion am 28. August 2015

Bildung ist die erste Verteidigungslinie gegen den Lohnklau

Von Mark Schieritz

Verständlich, dass viele Menschen an der Marktwirtschaft zweifeln: Ihre Löhne steigen viel zu langsam.

Vor mehr als 3.000 Jahren verfasste der Dorfschreiber einer Ansiedlung in der Nähe der ägyptischen Handelsmetropole Theben eine dringliche Note an seinen Dienstherrn. „Ich teile meinem Herrn mit, dass wir Handwerker äußerst elend geworden sind“, heißt es in dem Bericht. Und weiter: „Nicht leicht ist das Schleppen von Steinen. Möge mein Herr handeln, dass unser Lebensunterhalt uns gewährt wird! Denn wir sind schon am Sterben, wir sind kaum noch am Leben.“ Der Name des Dorfes: Deir el-Medina. In den folgenden Tagen und Wochen entspann sich dort am Rand der Wüste der erste dokumentierte Arbeitskampf der Menschheitsgeschichte.

Es sollte nicht der letzte bleiben. Die Geschichte der Menschheit ist auch eine Geschichte des Ringens um den angemessenen Lohn. Die westlichen Industrienationen verdanken ihren wirtschaftlichen Aufstieg unter anderem der Tatsache, dass sie einen Ausgleich der Interessen von Arbeit und Kapital ermöglichten. Anders als von Karl Marx im 19. Jahrhundert vorhergesagt, verarmten die Arbeiter nicht etwa, sondern konnten an den Segnungen des ökonomischen Fortschritts teilhaben, was ihnen ein Leben in bis dahin unvorstellbarem Wohlstand erlaubte.

Die vergangenen dreißig Jahre allerdings waren für viele Beschäftigte in der westlichen Welt verlorene Dekaden. Während die Gewinne der Unternehmen immer schneller steigen, gehen Arbeiter und Angestellte sogar in wirtschaftlich guten Zeiten oftmals leer aus. In den sieben führenden Industrienationen ist der Anteil der Arbeitnehmerverdienste an der gesamten jährlichen Wirtschaftsleistung von mehr als 70 Prozent im Jahr 1971 auf zuletzt nur noch 64 Prozent gefallen. Die Gewerkschaften sind – trotz Kita-Streik und Bahnchaos – nur noch ein Schatten ihrer selbst, Billigwaren aus Asien überschwemmen die Märkte, und immer leistungsfähigere Maschinen und Roboter machen dem Menschen seine Rolle als Krone der Schöpfung streitig.

Quelle: Die Zeit >>>>> weiterlesen

————————————————————————————————————————-

Fotoquelle: Wikipedia – Urheber Bettenburg in der Wikipedia auf Deutsch

Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 Deutschland“ lizenziert.

Abgelegt unter Arbeitspolitik, DGB, Überregional, Wirtschaftpolitik | Keine Kommentare »

Mein Feind, die Revolution

Erstellt von DL-Redaktion am 13. März 2015

Die späte Rache

Von Boris Schumatsky

Es ist eine Schande: Viele Linke konnten mit den Maidan-Protesten nichts anfangen. Das rächt sich jetzt.

Es gibt viele Gründe, eine Revolution abzulehnen. Man kann zu konservativ, zu bodenständig oder einfach zu alt dafür sein. Was ich mir aber bisher nicht vorstellen konnte, ist, dass man zu links für eine Revolution sein kann.

Vor einem Jahr hing ich tagaus, tagein vorm Bildschirm, auf dem in Echtzeit Videos aus Kiew liefen. Als es dort immer kälter wurde, gingen jeden Tag weniger Menschen auf die Straße, und irgendwann protestierte nur ein Häufchen frierender Studenten gegen das Regime, das ihnen ihre Mündigkeit geraubt hatte. Dann schlug die Polizei zu.

Zwei Jahre zuvor hatte ich erlebt, wie in Russland die aufkommende Protestbewegung ausgehebelt worden war. Nun war es fast unerträglich, live dabei zu sein, als die politische Kälte aus Russland immer weiter nach Westen, in die Ukraine zog. Die Einsatzpolizei prügelte mit Schlagstöcken auf die Wehrlosen ein, rammte die Fliehenden mit ihren Schilden und schlug die Gestürzten so lange, bis sie wie Leichen liegen blieben. Die Untertanen in Kiew sollten so stillhalten wie die in Moskau. Doch dann kommt es anders. Am nächsten Tag stehen Hunderttausende auf den Maidan. Ab jetzt trifft Polizeigewalt auf Gegengewalt. Schlag trifft auf Schlag.

Quelle: Die Zeit >>>>> weiterlesen

—————————–

Fotoquelle: Wikipedia – Urheber Frank Vincentz

Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“ lizenziert.

Xanten – Südsee – Sandkunst

Abgelegt unter International, P. DIE LINKE, Überregional | Keine Kommentare »

Nur eine linke Protestpartei

Erstellt von DL-Redaktion am 21. Januar 2015

Gysis Krise

Die Klausurtagung der Linken scheint doch wohl mehr als eine Art Geheimtreffen der Fraktion durchgeführt worden zu sein, denn außer einer Pressekonferenz auf der wenig Neues verbreitet wurde dringt sehr wenig nach draußen. Na vielleicht möchte man die Partei zuerst mit den sensationellen Neuerungen überraschen. Wir können aber sicher sein in den nächsten Tagen von einigen der schwatzhaften SpaßpolitikerInnen mehr Informationen zu bekommen.

Seit Jahren bekannte Ideen möchte man nun ausbauen, und da stellt sich unwillkürlich die Anfrage ob denn bislang abgebaut wurde?  Sieben Themenfelder wie Leih- und Werksverträge, Schulen, Pflege, soziale Energiewende, Hartz 4, Rente mit 67 und Auslandseinsätze der Bundeswehr. Das waren sie auch schon – die geistigen Ergüsse einer Klausurtagung. Nichts Neues von der Front, wie seit rund 10 Jahren gewohnt.

Als Fehler wird nun aus dem Jahr 2009 erkannt, damals die SPD nicht in der Opposition gesehen zu haben. Dort wären die Weichen falsch gestellt worden.Vielleicht aber wird nun – sechs Jahre später registriert das sich die SPD wieder in der Regierung befindet? Wer weiß das schon? Denn jetzt möchten sie sich auch den gut Verdienenden und höher Gebildeten zuwenden. Den eigenen Funktionären also, immerhin etwas, da die Ränder lange abhandengekommen sind. Richtig, gut Verdienende und Gebildete sind doch auch in der AfD, oder?

So begibt sich eine Rentnerpartei auf die Suche nach neuen Wählerschichten da sie erkannt hat, die Vergraulten endgültig verloren zu haben? Eine Umfrage in Sachsen soll neulich ergeben haben dass die Partei Probleme wohl aufrufen aber nicht lösen kann. So geht die Suche nach neuen Wegen also weiter und es wird dem Mittelstand schon einmal verklickert dass sowohl für höhere Löhne als auch für eine Eingrenzung der Bankenallmacht gestritten wird. Na, ob hier wohl der richtige Pfad zu mehr Glaubwürdigkeit in der Öffentlichkeit betreten wurde, oder verliert man jetzt die letzten Gläubigen auch noch?

Ja, wenn es gelingen würde die Dummschwätzer des Ultralinken Flügel mit all ihren Stasi und Diktatoren Abhängigkeiten loszuwerden. Das wäre aber wohl noch zu viel der Forderungen. Nur solange eine Wagenknecht oder auch Gehrcke ihre Politik der Selbstinszenierung nicht unterlassen können, wird das wohl alles nichts. Diese lassen den Friedenswinter nicht los, während sich die Anderen für ähnlich klingenden Argumente von Pegida nicht erwärmen mögen.

Selbst der laute internationale Ruf nach ursprünglich Linken Thesen vermag diese Partei nicht aus ihrer Lethargie aufzuwecken. Zuviel an Substanz wurde in den letzten Jahren nahezu fahrlässig vergeben.

So berichtet denn auch die Abgeordnete Halina Wawziniak von denunziatorischer Kommunikation aus den eigenen Reihen und spricht auf ein Papier von Wolfgang Gehrcke an. Sehr mutig von einem Mitglied der Partei welches hier Themen kritisiert wofür Andere lange zuvor bereits aus der Partei ausgeschlossen wurden. Noch so eine Auffälligkeit, da werden die Satiren von „Charlie Hebdo“ völlig zu Recht lauthals verteidigt, während Satire Schreiber gegen die Linke, mit genau dieser Argumentation aus der Partei verwiesen wurden. Auch eine ganz spezielle Art von linker Gerechtigkeit. Nur gut das der Öffentlichkeit solche Vorgänge verborgen bleiben?

Gysis Krise

Nicht nur, dass die Linkspartei ständig streitet. Ihr fehlen auch Konzepte und Ideen – und ihr laufen Wähler davon. Wie soll sie da Oppositionsführer bleiben?

Es war ein reichlich uninspirierter Auftritt des Fraktionsvorsitzenden der größten Oppositionspartei im Bundestag: Gregor Gysi, soeben aus der Neujahrsklausur seiner Abgeordneten gehuscht, verlas er den Journalisten ein längliches Punkte-Papier. Mit diesen Ideen werde man die „Oppositionsführerrolle ausbauen“, sagte Gysi. Was folgte, wirkte nicht wirklich knackig.

Die Linkspartei fordert weiterhin gute Löhne, weniger Befristungen, soziale Wohnungen. Sie will, dass Reiche mehr Steuern zahlen. All dies wird sie mit ihren 64 Mandaten niemals umsetzen können gegen die übermächtige große Koalition mit ihren 504 Abgeordneten. Die Linke will sich dem Protest gegen das Freihandelsabkommen mit den USA und die geplanten privaten Schiedsgerichte anschließen. Das hat allerdings schon der politische Mitbewerber als Mobilisierungsthema erkannt: Die Grünen machten damit Europawahlkampf und bis in die Regierungspartei SPD hinein formuliert sich Widerstand.

Quelle: Die Zeit >>>>> weiterlesen

—————–

Fotoquelle: Blogsport

Abgelegt unter P. DIE LINKE, Überregional | 64 Kommentare »

Linke Covergirls für AfD

Erstellt von DL-Redaktion am 13. Februar 2014

Wagenknecht fordert Abschaffung des Euro

Na, na,  kommt jetzt der Rundumschlag? Erst ein Mandat für den Bundestag durch DIE LINKE bekommen und nach der EU-Wahl ab durch die Mitte, in die AfD. Wie rufen wir immer: „Nichts ist unmöglich, DIE LINKE. Der gleiche Spekulationen hatten wir bereits vor einem halben Jahr geäußert.

Aber ist es nicht seltsam? Immer wenn Parteitage anstehen oder kurz vor Wahlen werden solche Überraschungen platziert. Vielleicht als finaler Kick vor dem Event um die Gegensätzlichkeiten zwischen den einzelnen Strömungen noch einmal richtig hochzuschaukeln? Weiter erfahren wir auch dass die AfD kein soziales Europa will, sondern nur DIE LINKE. Aber wenn wir ein soziales Europa erreicht haben hat sich DIE LINKE doch überflüssig gemacht. Oder?

Kurz vor dem Europaparteitag der Linken meldet sich Vizechefin Sahra Wagenknecht mit einem radikalen Vorschlag zu Wort: Die europäische Gemeinschaftswährung solle abgeschafft werden – „der Euro spaltet Europa“. Selbst in der eigenen Partei wird sie damit auf Kritik stoßen.

Sahra Wagenknecht hat sich für eine Auflösung des Euro ausgesprochen. „So wie der Euro eingeführt wurde, funktioniert er nicht, sondern spaltet Europa“, sagte die stellvertretende Parteichefin der Linken im Interview mit Zeit Online. Denkbar sei ein „neues Währungssystem mit stabilen Wechselkursen und Kapitalverkehrskontrollen“.

Wagenknecht kritisierte die Europäische Union scharf. Diese bediene „vor allem die Interessen der großen Unternehmen und Banken.“ Die Linkspartei wende sich gegen „eine Integration, die den Wohlstand der Mehrheit in Europa senkt“. Ganze Länder würden „entmündigt und in den sozialen Abgrund gestürzt“.

Quelle: Spiegel >>>>> weiterlesen

„Der Euro spaltet Europa“

Am Wochenende beschließt die Linke ihr Europa-Wahlprogramm. Sahra Wagenknecht sieht keine Vorteile mehr in der EU. Wird ihre Partei die AfD für Arme?

ZEIT ONLINE: Frau Wagenknecht, was ist für Sie der größte Vorteil der Europäischen Union?

Sahra Wagenknecht: Nach dem zweiten Weltkrieg hat das vereinigte Europa Frieden gebracht. Aber spätestens seit dem Maastricht- und Lissabon-Vertrag hat sich die Europäische Union in eine Richtung entwickelt, die vor allem die Interessen der großen Unternehmen und Banken bedient.

Also sehen Sie keinen Vorteil mehr? Wir können leben und arbeiten wo wir wollen, grenzüberschreitende Freundschaften schließen und Geschäftsbeziehungen pflegen!

Dagegen ist nichts einzuwenden. Man muss nur Regeln schaffen, die verhindern, dass die Marktfreiheiten für Steuer- oder Lohndumping missbraucht werden. Genau das geschieht nämlich. Osteuropäische Arbeitnehmer etwa werden in Deutschland überwiegend zu Niedriglöhnen beschäftigt. Das drückt das gesamte Lohnniveau nach unten und führt zu Ängsten und Abwehrreaktionen. Darauf können dann nationalistische und rechte Gruppierungen ihr Süppchen kochen. Das erleben wir ja europaweit.

Quelle: Zeit online: >>>>> weiterlesen

Fotoquelle: Wikipedia – Urheber Fraktion DIE LINKE. im Bundestag

w:de:Creative Commons
Namensnennung

Abgelegt unter Europa, P. DIE LINKE | 7 Kommentare »

Riexinger als Marktschreier

Erstellt von DL-Redaktion am 24. Dezember 2013

Wer hat noch nicht und will nochmal

Wer hört Riexinger noch zu?

Sie kommen vom Mars und gehen zu den Sternen. So wird derjenige denken welcher sich die neuesten politischen Ergüsse des Linken Chef Riexinger anhört. Riexinger kräht wieder einmal als Niexinger, wobei die Forderung Snowden aufzunehmen auch bereits von anderen Politikern gestellt wurden. Wer den Fall Chodorkowski nun auch noch mit dem von Edward Snowden vergleichen möchte, na der findet auch keinen Unterschied zwischen Äpfel und Birnen, oder stammt wirklich vom Mars.

Aber die Meister des Populismus werkeln wieder einmal indem sie laut Forderungen stellen. Wobei das Arbeiten für Snowden und Chodorkowski bislang den anderen Parteien überlassen wurde. So hörten wir von Ströbele dem Grünen, welcher extra nach Moskau reiste,  Von Marieluise Beck, ebenfalls eine Grüne, Hans-Dietrich Genscher aus der FDP, und wir hörten und staunten auch über unsere Mutti welche ebenfalls an den Strippen ehemaliger Seilschaften zog? Vielleicht auch als deren Gesandte andere Möglichkeiten hatte?

Wo bleibt denn hier die Linke Wahlgemeinschaft, dann wenn es einmal nicht um die Verteilung von Mandate oder andere lukrative Einkommensquellen geht, dann wenn ehrliche Arbeit und Ideen gefordert werden? Wieder alle unter eine wärmende Bettdecke gekrochen, die Kuba und Nord-Korea Sympathisanten?  Ähnlich wie bei allen anderen Forderungen z.B. der Abschaffung von Hartz IV, der Bankenregulierung oder vielen anderen dringend erforderlichen Umstrukturierungen innerhalb der Gesellschaft?

Das letztendlich ist genau das Thema welches wir immer wieder beobachten. Dieses Land bewegt sich immer weiter rückwärts. Die BürgerInnen büßen nach und nach, nahezu unbemerkt mehr und mehr Freiheiten ein. Trotz einer Linken oder gerade deswegen?

Wollte sie nicht einmal als eine Partei der Kümmerer gelten. Rühmen sich nicht viele der Rotköpfe  ununterbrochen die einzige Demokratische Partei im Lande zu sein. Wie aber sieht die Partei im Alltag aus? Wir haben eine Partei von Maulhelden, welche sich die Erfolge Anderer an das Revers heftet um dann damit gleich stolzen Pfauen posieren zu gehen um sofort ununterbrochen neue Forderungen hinauszuposaunen welche die anderen erledigen sollen.

Ist es nicht ein Skandal wenn in diesem Land immer wieder altgediente ehemalige Politiker im hohen Alter von 85 oder 95 Jahren ins Blickfeld rücken. Das ist ein Hinweis auf das Versagen von mehr als einer Generation dieser Kaste, ein Hinweis dass das Geld des Steuerzahlers für unfähige, politische Dilettanten unnütz aus dem Fenster geworfen wird.

Die staatlichen Unterstützungszahlungen für die Parteien müssten unverzüglich abgeschafft und die Annahme von Spenden verboten werden. Partei müssen von ihren Mitgliedern, der Basis abhängig werden und das geht nur über die finanzielle Schiene. Keine Mitglieder, kein Geld, dann ginge die Macht wieder dorthin wie sie hingehört, ins Volk! So wäre die SPD nach der Schröder Politik mutmaßlich lange pleite, da sich die Partei inzwischen halbiert hat. Als tolle Warnung für alle anderen.

Linke will nach Chodorkowski

auch Snowden in Deutschland

Linken-Chef Riexinger hat die Bundesregierung aufgefordert, Edward Snowden aufzunehmen. Wie bei Chodorkowski sei dessen Aufnahme nur eine Frage des Willens.

 Nach dem Erteilen eines Visums an den russischen Regierungskritiker Michail Chodorkowski hat die Linke ihre Forderung bekräftigt, dass Deutschland auch denEx-US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden aufnehmen soll.

 Deutschland sei jetzt effektiv Exilland für Chodorkowski geworden, sagte der Linke-Vorsitzende Bernd Riexinger der Passauer Neuen Presse. „Lösungen finden sich also, wenn man nur will.“ Snowden habe so viel für Deutschland geleistet, dass die Bundesregierung die vorhandenen rechtlichen Spielräume ausnutzen sollte.

Quelle: Die Zeit >>>>> weiterlesen

————————————————————————————————————————–

Fotoquelle: Wikipedia – Author Ralf Roletschek (talk) – Infos über Fahrräder auf fahrradmonteur.de

This file is licensed under the Creative Commons Attribution 3.0 Unported license.

Abgelegt unter P. DIE LINKE, P.Die Grünen, Überregional | 1 Kommentar »

Kipping und Die Linke

Erstellt von DL-Redaktion am 5. August 2013

„Der Friede kam mit ihr“!
Richtig – sie versetzte  die Partei in einen Tiefschlaf

File:Katja Kipping Die Linke Wahlparty 2013 (DerHexer) 02.jpg

Kipping singt Wiegenlieder

So lesen wir in einen Artikel der „Zeit“. Nur, wenn mit jemanden der Frieden gekommen ist, muss doch zuvor der Krieg mit jemanden gegangen sein? Ich habe darum einmal die „Abgänge“ der letzten Wochen in meinem Kopf Revue passieren lassen und finde dort niemanden von den infrage kommenden Personen welche nicht mehr unter uns weilen.

Da hat es wohl einigen die Sprache verschlagen, vielleicht auch aus Scham, da manch Einen sein Spiegelbild plötzlich seltsam verzerrt vorkam, aber ansonsten – alles wie gehabt. Ja gut, sogenannte Flüchtlingswellen hat dieser Globus schon viele gesehen, seit Menschengedenken. So haben sich besonders religiöse Eiferer immer auf die Suche nach neuen Ländern gemacht und diese dann in Amerika oder an der Wolga auch gefunden.

Es ist also nichts besonderes wenn manche nun ihr „Heil“ in NRW suchen wo dann vielleicht sogar der persönliche „Sieg“ gefunden wird? Der Weg nach Russland, auf den Spuren des Gasdeutschen, wäre mit Sicherheit der Beschwerlichere gewesen. So glaubt man den lautstark gewordenen Kritikern entkommen zu sein, verdrängt damit aber nur die Probleme, welche weder davonlaufen noch sich in Luft auflösen. Ältere Menschen welche ihr Leben zum lernen nutzen strahlen aufgrund ihrer Lebenserfahrung mehr Souveränität aus.

Kipping kommt natürlich ihr Alter zugute, da eine gezeigte Unbekümmertheit in ihrem Alter positiv gesehen wird. Aber Gräben zuschütten, das wird auch ihr nicht gelingen solange, vor allen auf den unteren Ebenen, die gleichen Leute den Ton angeben. Denn, wer genauer hinsieht und die Partei aus dem effeff kennt, den berühmten Blick hinter die Kulissen wagt, der lässt sich keinen Sand in die Augen streuen.

Denn, das wird auch Katja nicht entgangen sein, mit den meisten der Mitglieder wird schwerlich etwas zu gewinnen sein. Vor allen wird das immer wieder vorgegeben Ziel „eine Veränderung der Gesellschaft“ ein utopisches Ziel bleiben. Wird doch selbst in der wohl schwersten Situation nach dem letzten Krieg,  die Partei nicht als problemlösende Kraft von der Bevölkerung gesehen.

So steht der Partei die ganz große Bewährungsprobe noch bevor. Wenn sich die Bundestagsfraktion nach den Wahlen halbiert haben sollte, wird es zu Massenaustritten kommen, da mit den Mandatsträgern auch viele Bürokräfte ihren Job verlieren. Erst dann wird sich die wahre Verbundenheit zeigen und das vor allen Dingen im Westen des Landes.

Dann geht es darum neue Leute zu finden. Menschen welche, wie in den Gründerzeiten geschehen, bereit sind die Partei immer wieder neu zusammen zu bekommen. Viele, nicht die welche sich in das gemachte Netz gesetzt haben, werden sich noch an den zurückgelegten Weg erinnern: Verein, Partei, Wahlvereinigung, Die Linke. Nur und das ist der Unterschied zu heute, da gibt es dann kein Geld zu verdienen, da muss Geld mitgebracht werden. Vielleicht hilft ja Sahra dann solche Menschen zu finden?

Der Friede kam mit ihr
2012 war die Linke tief zerstritten. Kipping hat die Partei geeint. Vorerst.

Doch, man darf das durchaus so sagen: Katja Kipping ist etwas gelungen, das kaum einer erwartet hätte. Ihre Partei, in der Ossis und Wessis immer wieder voller Lust aufeinander losgegangen sind, ist – wenigstens vorerst – befriedet. Ein Jahr nach Antritt des eher als Verlegenheitslösung gewählten Spitzenduos Kipping und Bernd Riexinger steht die Partei geschlossener da. Es hätte durchaus anders kommen können.

Denn ein Jahr nach Antritt dieses Duos, das heißt ja auch: ein Jahr nach jenem verheerenden Göttinger Parteitag, auf dem Bundestagsfraktionschef Gregor Gysi von „Hass“ gesprochen hatte, Hass zwischen westdeutschen Fundamentalisten und ostdeutschen Pragmatikern in der Partei. Hass, der die notorisch zerstrittene Linke, diese ewige Zweckehe zwischen ostdeutscher Volks- und westdeutscher Splitterpartei, endgültig zu zerreißen drohe.

Quelle: Zeit >>>>>> weiterlesen

——————————————————————————————————————————-

Grafikquelle   :

I, the copyright holder of this work, hereby publish it under the following license:
w:en:Creative Commons
attribution share alike
This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International license.
Attribution: DerHexer, Wikimedia Commons, CC-by-sa 4.0

Abgelegt unter Bundestag, P. DIE LINKE, Überregional | 5 Kommentare »

Zu Besuch bei Jauch

Erstellt von DL-Redaktion am 29. Oktober 2012

“Ein beschämender Auftritt”

File:Hans-Peter Friedrich 0299.jpg

Gibt es jemanden der gestern nicht die Talkshow in der ARD bei Jauch gesehen hat? Dann sollte es schnellstens nachgeholt werden, denn jeder welcher diese Sendung gesehen hat kann sich nun ein realistisches Bild von diesen, unseren Staat machen. Das Thema des Abends: Die rassistische Terrorserie mit ihren versagenden Behörden.

Da saß er dann: Der Mann der Abteilung fürs Täuschen, Tarnen und Verpissen. Der Hans-Peter Friedrich unser Herr Innenminister und versuchte mit aller Gewalt seine versagende Behörde gut zureden. Wenn eine, an sich doch recht Regierungskonforme Zeitung wie die Zeit, welche manchmal sogar einen einsamen Rollstuhlfahrer über ihr Blatt fahren lässt, schreibt  „log er den Zuschauern ins Gesicht“ mußte selbst der Kommentator eingestehen das hier im Land einiges aus dem Ruder gelaufen ist.

Wenn denn wie er argumentierte es die Hauptaufgabe seiner „Sicherheitsbehörde“ sei Nachrichten abzufangen und aufzuarbeiten muss man sich unwillkürlich fragen wofür die Mitarbeiter Waffen mit sich führen? Einen Journalisten sieht auch niemand mit einer Waffe durch die Gegend laufen. Ist es verwunderlich wenn parlamentarische Untersuchungsausschüsse kaum einmal verwertbare Ergebnisse an das Tageslicht gebracht haben, wo es doch deren Hauptaufgabe scheint, nur den Deckel der Vertuschung noch ein wenig fester zu schrauben?

Wer denn wen und warum schützte und deckte, so das geschehene Morde über einen Zeitraum von über 13 Jahren vertuscht und nicht aufgeklärt werden konnten oder wollten, wird von den politisch Verantwortlichen nie aufgeklärt werden, da scheinbar zu viele von ihnen selber bis an die Knie in diese braune Affäre verstrickt sind.

Wie kommt es nur das bei mir, mit Betrachtung dieses bayrischen Wuschelkopfes am gestrigen Abend immer wieder der Spruch mit den Haaren in Erinnerung gerufen wurde? Da heißt es doch: „Haare sind Wasserpflanzen“. Neid ist es bei mir mit Sicherheit nicht denn ich bin stolz auf meinen Friseur. Wie weit muß sich Mensch verbiegen um solche Typen zu respektieren?

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich
bei Günther Jauch:“Ein beschämender Auftritt”

Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) versuchte bei Günther Jauch zu rechtfertigen, was nicht mehr zu rechtfertigen ist. Am Ende zeigte sich, dass der Minister aus der rassistischen Terrorserie gleich null gelernt hat. Weiter werden die Behörden in Schutz genommen und ein kollektives Versagen vehement dementiert. Ein Kommentar.

„Deutscher Hass – Wie tief ist der Neonazi-Sumpf“ lautete das Thema der Günter-Jauch-Sendung vom Sonntag. Eine interessante Frage, die der Moderator mit Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, dem Grünen-Politiker Cem Özdemir, der Journalistin Mely Kiyak und dem Journalisten Thomas Kuban sowie dem Jenaer Sozialarbeiter Thomas Grund diskutieren wollte.

Und die Diskussion wurde tatsächlich sehr spannend. Denn Friedrich gab sich alle Mühe, um die Sicherheitsbehörden in Schutz zu nehmen und ihr Versagen zu relativieren. Ohnehin hätte es kein kollektives Versagen gegeben, sondern lediglich ein „individuelles“, wie der Minister zu erläutern versuchte.

Quelle: Zeit-Online >>>>> weiterlesen

Die Sendung findet ihr >>> HIER <<<

—————————————————————————————————————————–

Grafikquelle   :

attribution share alike This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.
Attribution: Foto: Michael Lucan, Lizenz: CC-BY-SA 3.0

Abgelegt unter Bundestag, Integration, P.CDU / CSU, Regierung | Keine Kommentare »

Zwei Saarländer-Ein Kopf?

Erstellt von DL-Redaktion am 23. August 2012

Wir können froh sein, dass uns ein Kanzler Lafontaine    erspart blieb

Dieser Kommentar in Zeit online zu den folgenden Arikel spricht Bände und wir zitieren wie folgt: „Im Nachhinein gesehen muss man der damaligen DDR-Bevölkerung auch deswegen dankbar sein, dass uns Wessis ein Bundeskanzler Lafontaine erspart blieb“. Zitat Ende!

Im folgenden Interview berichtet der Historiker Martin Sabrow über Honeckers Traum, von einer gemeinsamen Zukunft mit Oskar Lafontaine. Honecker wäre am 25. August 100 Jahre alt geworden. Sehr ausführlich versucht er den Menschen zu beschreiben und bringt einige doch sehr überraschende Parallelen zwischen zwei Saarländern an den Tag. Ist hieraus vielleicht das Faible von Sahra zu Oskar entstanden? Vielleicht die späte Erfüllung eines Jungmädchentraum?

„Zwei Saarländer an der Spitze“

DIE ZEIT: Herr Sabrow, Erich Honecker gilt vielen als langweiliger, farbloser Apparatschik. Kann es denn Spaß machen, über ihn zu forschen?

Martin Sabrow: Ja! Weil man das Bild von Honecker aufrauen kann. Unsere Vorstellung von ihm ist sehr durch die ikonischen Fotos der späten Zeit geprägt, die ihn als störrischen Alten vor dem Untersuchungsgefängnis Moabit zeigen, mit zitternder Greisenfaust. Oder von dem statuarischen, alterslosen Herrscherporträt aus den Behörden und Parteieinrichtungen. Wenn man aber der Lebensgeschichte Erich Honeckers nachgeht, zeigt sich, dass sie eigentlich viel lebhafter, sprunghafter, bunter war als in der geglätteten Erzählung der DDR. Das ist für mich als Biografen reizvoll.

Der junge Honecker galt noch als »eleganter Erich«, als charismatischer Redner und Frauenheld. Wie passt das zu seiner späteren spießigen Aura?

Zum einen kostet die Last der Aufgabe natürlich auch einen sozialistischen Funktionär Jugendlichkeit. Zum anderen hängt das mit der Funktion des Individuums im kommunistischen Herrschaftsapparat zusammen. Die Auslese und Repräsentation der Eliten war nicht auf individuelles Charisma ausgelegt, sondern auf Funktionsfähigkeit und Passfähigkeit im Parteiapparat.

Sie schreiben vom Widerspruch zwischen der öffentlichen und der privaten Person Honecker.

Das Bild der zwei Körper des Königs gilt auch für kommunistische Herrscher. Das Individuum soll die kollektive Parteiherrschaft verkörpern. Seine Individualität geht dabei verloren. So posierte Honecker, als Mann mittleren Alters, bei einem seiner Krimbesuche in einem kurzen Matrosenanzug – neckisch und braun gebrannt. Das zu veröffentlichen war undenkbar, das Ministerium für Staatssicherheit hat solche Bilder sofort unter Verschluss genommen.

Quelle: Die Zeit online >>>>> weiterlesen

——————————————————————————————————————————-

Fotoquelle: Wikipedia/ Bundesarchiv, Bild 183-1988-0818-405 / Franke, Klaus / CC-BY-SA

Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland lizenziert.

Abgelegt unter Feuilleton, P. DIE LINKE, Saarland | 3 Kommentare »

Schmutzige Waffen Deals

Erstellt von DL-Redaktion am 11. Dezember 2011

Kriegstreiber: Deutsche Regierung

Karnevalswagen Merkel in Amerika 2003.jpg

Eine Deutsche Schlange kriecht in jedes Loch , wo sie Geld zu riechen glaubt

Laut Meldungen der Presse stiegen die deutschen Rüstungsexporte im Jahresvergleich zu 2009 von 1,3 Milliarden auf 2,1 Milliarden Euro. Auffällig auch der Anstieg von Waffen in Krisengebiete.

Dieser Auszug ist Teil des Rüstungsexportbericht welcher am letzten Mittwoch vom Kabinett in Berlin in einer der Regierung genehmen Art abgenickt wurde. Das Bundeswirtschaftsministerium (Eine Interessengemeinschaft der produzierenden Industrieunternehmen) erklärte die Zunahme mit einem Sonderposten, da mehr als die Hälfte der Gelder aus Lieferungen von Kriegsschiffen in Nato-Länder stamme.

Wie wir lesen konnten geht aus dem Bericht aber auch hervor, dass 2010 erheblich mehr Kriegsgüter in Entwicklungsländer exportiert wurden als in den Jahren davor. So sollen allein nach Pakistan Waffen im Wert von 65 Millionen Euro ausgeführt worden sein. Auch der Irak kaufte für 27,6 Millionen Euro hier im Lande ein. Als Gesamtwert von Rüstungsexporten in Länder, die als politisch instabil gelten, wird eine Summe von 108 Millionen Euro genannt. Diese Summe war im Jahr 2009  nicht einmal halb so viel gewesen.

Das diese Lieferungen eindeutig gegen politische Grundsätze verstoßen stellte auch die Opposition unterdessen fest. Ein im Januar 2000 von der Bundesregierung entworfener Leitfaden untersagt ausdrücklich den Waffenexport in Spannungsgebiete. Jan van Aken, Rüstungsexperte der Linken-Fraktion sagte in Reaktion auf den Bericht, bei Abrüstung und Friedenspolitik versage die Bundesregierung auf ganzer Linie. Das belege die geringe Ablehnungsquote von Exportanträgen: Die lag bei lediglich 0,15 Prozent.

Als „besonders abscheulich“ bezeichnete van Aken den ungehinderten Verkauf von Rüstungsgütern an Staaten, die „die Menschenrechte auf das Gröbste missachten, wie Saudi-Arabien“. Bisher undementierten Berichten aus dem Sommer zufolge hat die Bundesregierung dem Verkauf von 200 Panzern des Herstellers Krauss-Maffei Wegmann an Saudi-Arabien zugestimmt. Auf der Liste der größten Waffenexporteure der Welt rangiert Deutschland heute auf Platz drei.

Auch Amnesty International verurteilt im besonderen die Waffenlieferungen in die arabischen Staaten.  Sie wirft der Bundesrepublik Halbherzigkeit im Umgang mit dem Arabischen Frühling vor und verurteilt ihre große Entfernung zu einer glaubwürdigen Menschenrechtspolitik. Die Freiheitsbewegungen seine zwar begrüßt, weitere Rüstungsexporte in Länder wie Saudi Arabien aber trotz allem genehmigt worden. Auch wurde bislang kein Abschiebestopp nach Syrien verhängt. In der Frage einer Aufnahme von Flüchtlingen aus den Lagern im Grenzgebiet von Libyen und Tunesien zeige sich die Doppelzüngigkeit der deutschen Haltung.

Im Zusammenhang mit den Waffenhandel scheint sich auch ein neuer Partei Spendenskandal anzubahnen. Wie die „Stuttgarter Nachrichten“ berichten, spendete das Oberndorfer Unternehmen von 2009 bis 2011 insgesamt 20.000 Euro an die FDP. Unter Berufung auf Partei- und Ermittlerkreise heißt es, 5000 Euro seien an den FDP-Kreisverband Tuttlingen gespendet worden, den Kreisverband von Burgbacher. Dieser sagte der Zeitung, er habe mit der Entscheidung für das Mexiko-Geschäft nichts zu tun gehabt. Heckler & Koch war am Samstag für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. So ist es im Spiegel nachzulesen.

Die gleiche Firma war auch Anlass einer Kleinen Anfrage der Linkspartei an die Bundesregierung in der letzten Woche gewesen. Von dort hieß es dass der Verbleib deutscher Waffen leider nicht lückenlos kontrollierbar sei. Im Herbst waren Waffen des Herstellers „Heckler & Koch“ in Libyen gefunden worden, die eigentlich für Ägypten bestimmt waren.

Das die Bundesregierung scheinbar sehr daran bemüht ist ihre Waffengeschäfte zu vertuschen zeigt sich auch in der äußerst widersprüchlichen Berichterstattung über den Panzer-Deal mit den Saudis. So lesen wir in der Zeit folgenden Artikel:

Leo geht in die Wüste

Der Panzer-Deal mit den Saudis nimmt Form an

„Wir haben gefährliche Nachbarn“, sagt Abdullah al-Saleh. Der Mann trägt eine khakifarbene Uniform, auf deren Schulterklappen gekreuzte goldene Säbel gestickt sind. In Rüstungskreisen gehört der General zu den gefragtesten Gesprächspartnern auf der Welt. Denn er ist im saudischen Verteidigungsministerium dafür zuständig, Waffen einzukaufen.

Al-Saleh spricht mit sanfter Stimme und in bestem Oxford-Englisch. Er ist Ende vierzig, ein kleiner Mann mit ergrautem Schnauzer und sorgfältig gestutztem Kinnbart. Da sitzt er nun in seinem Büro hoch über den palmengesäumten Straßen von Riad, eine Klimaanlage erzeugt drinnen frostige Temperaturen, während draußen noch rund 40 Grad herrschen. Al-Saleh beugt sich beim Sprechen in seinem Ledersessel vor, um dem Gesprächspartner näher zu sein. Für den Besuch aus Deutschland hat er sogar sein Nachmittagsgebet verschoben. Er ist kein Politiker, er ist Militär, er spricht nicht oft mit Gästen aus dem Westen, aber nun will er für sein Land werben. Dass viele Saudi-Arabien selbst für eine nicht ganz ungefährliche Nation halten, kann er nicht verstehen. Ein Lächeln huscht über sein Gesicht.

Quelle: Die Zeit >>>>> weiterlesen

Diesem Bericht wird aber von der Bundesregierung widersprochen. Sie stellt in Abrede wonach ein Militärattaché der deutschen Botschaft in Riad einen Panzer-Deal bestätigt hat.

Dazu sagte ein Sprecher des Außenministeriums: „Ich kann dementieren, dass der Militärattaché der deutschen Botschaft Informationen über ein solches Panzergeschäft bestätigt hätte.“

Quelle: Die Zeit >>>>> weiterlesen

Ihre enge Verwandtschaft mit der Bilderzeitung aus dem gleichen Haus versucht  „Die Welt“ dieser Tage nachdrücklich unter Beweis zu stellen. Unter der Schlagzeile „Der schmutzige Panzer-Deal eines Linken-Politikers“ versucht sie dem Leser auf dem ersten Blick zu vermitteln, dass das MdB des Bundestages Jan van Aken eigenständig Panzer nach Arabien verkauft habe.

Innerhalb eines ausführlichen Artikel wird sich der Leser fragen ob es sich bei den Bericht um eine offizielle Regierungserklärung oder den dementierenden Artikel der deutschen Waffenlobby handelt. Das von einer demokratisch gewählten Regierung (Volksvertreter oder Volkstreter) über die Verkäufe von Waffen innerhalb eines nicht gewählten Geheimzirkel entschieden wird, macht diesen Moloch Staat von vorne herein schon suspekt und Unglaubwürdig. Nur Personen welche im Untergrund und außerhalb von geltenden Gesetzen arbeiten (Mafia, Terroristen usw.) haben es nötig ihre Machenschaften vor den Augen der Öffentlichkeit zu verbergen. Aber vielleicht gehören zu dem Genannten Kreis auch Politiker welche sich so ungeniert die Taschen füllen könnten?

So ist denn der Artikel aus der Welt >> Hier << nachzulesen.

Weitere Details über diese obskuren Geschäfte lassen sich auf der Webseite des MdB der Linken Jan van Aken nachlesen, welche ihr >> Hier << findet.

————————————————————————————————————

Grafikquelle    :

Angela Merkel (spätere Bundeskanzlerin) in Amerika, beim Düsseldorfer Rosenmontagszug 2003. Foto und Großplastik von Jacques Tilly.

Abgelegt unter Bundestag, International, Kriegspolitik, P.CDU / CSU, P.Die Grünen, P.FDP, P.SPD, Regierung | Keine Kommentare »

DIE ZEIT im Frondienst

Erstellt von DL-Redaktion am 2. Dezember 2011

Und was hätten Sie sich im Zusammenhang mit dem „Comeback“ von KTG gewüsnscht?

Kleinbardorf1.jpg

Nicht sein Haus, sein Baum und auch nichtb sein Wasser

Es sollte schon nachdenklich stimmen wenn wir sehenden Auges wieder in ein Zeitalter steuern in der Personen wie von Guttenberg die Bürger glorifizieren kann. Ist es ein Rätsel wenn ca. die Hälfte der Deutschen Bevölkerung diesem Menschen scheinbar widerspruchslos hinterher läuft? Die letzte vergleichbare Vergötterung der Massen gelang einem Mann mit Namen Adolf Hitler, ebenfalls mit tatkräftiger Unterstützung der Medien und der Wirtschaft.

Leben wir vielleicht schon wieder in einer Zeit in der  für einen Großteil der Menschen die Flucht in eine Märchenwelt die einzige Möglichkeit ist, sich von den Sorgen des Alltags abzulenken? Hört man den Menschen in ihren Gesprächen zu, taucht immer wieder als Argumentation die Aussage auf, dass hier endlich jemand die politische Bühne betritt welcher es aufgrund seiner Herkunft nicht nötig hat, auf Kosten der Bevölkerung unter der zu Hilfenahme der Politik sich persönlich zu bereichern.

Da wären wir dann auch schon mitten in unserem Märchen angekommen. Ein Prinz, mit seiner Prinzessin und den entsprechenden Anhang. Vergessen möchte man hier das sich dieser Prinz heute nicht mehr auf Kosten der Bevölkerung zu bereichern braucht, da er sich ja alles was er besitzt schon über Jahrhunderte von dieser, seiner  Bevölkerung genommen hat. War es doch das verbriefte Recht des Adels von der  Sklavenhaltung über die schamlose Ausnutzung von Mägden und Knechten sich immer wieder neue Ländereien einzuverleiben. Zusätzlich wurden im weiteren Umkreis liegende Bauern zum Frondienst ausgenutzt.

Aus dieser Sicht heraus ist es auch erklärlich das bei von Guttenberg heute aufgrund seines Betrugs kein Schuldgefühl aufkommen kann. Hat er sich doch nur genommen was ihm aus langer Tradition heraus ehe zustand. Er konnte niemanden betrügen, da ja jedermann verpflichtet war  ihm zu Diensten zu sein.

Unverständlich erscheint wenn sich außer einigen „Bunten Blättern“ auch sonst sich selber als seriös bezeichnende Zeitungen einer gewissen Hofberichterstattung hingeben. Wenn sich dann der Chef-Redakteur der ZEIT, Giovanni die Lorenzo dazu herab lässt ein Interview unter der Überschrift „Es war kein Betrug“ zu veröffentlichen, feiert hier der Frondienst wieder fröhliche Urstände. So wie es zur Zeit oder in der ZEIT momentan aussieht wurde diese Rechnung scheinbar ohne die Leser der Zeitung gemacht. Diese überschwemmen die Redaktion nun mit einer Flut von Mails und Zuschriften, beschweren sich massiv und finden es unerträglich einem Betrüger eine solche Werbefläche zu bieten. Es soll sogar schon zu Abonnenten Kündigungen gekommen sein.

Auf eine Anfrage des NDR-Magazin ZAP lehnte di Lorenzo jegliche Stellungnahme ab und tauchte unter. So wird auf Dauer nur noch Lothar Matthäus als einsamer Guttenberg Fan zurück bleiben. Hat dieser doch verraten das er sich ein Comeback Guttenbergs auf der politischen Bühne wünschen werde und das „nicht nur, weil er so gut aussieht wie ich, sondern weil ich glaube, dass der in der Politik sehr viel bewegt hat in den letzten Jahren.“ „Wenn einem Guten gewisse Fehlerchen passiert sind, sollte man das nicht so hoch kochen“, so der Rekordnationalspieler in der „Bunten“.

In diesem Sinne hoffen wir, das der Lothar bei seinen nächsten Arztbesuch nicht an einen Dr. med. gerät welcher mit seinem gemachten „Fehlerchen“ bis dato noch nicht aufgefallen ist. Hier eine zum Artikel passende Kolumne:

Vorerst bescheuert

Jetzt sind sie ganz traurig bei der CSU. Weil der zu Guttenberg total so der fiese Typ ist, irgendwie. Menno. Aber das hatte man ja nicht ahnen können, zumindest nicht, wenn man so eine mutmaßliche Vollklatsche hat wie der CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt. „Wer von seiner politischen Familie solche Solidarität erfährt“, weint der über das CSU-Geläster von Guttenberg, „der sollte davon auch wieder etwas zurückgeben.“ Und: „Ich hätte mir schon gewünscht, dass er das jetzt in seinen ersten Erklärungen etwas mehr berücksichtigt.“

Nun kann es einem ja mit gutem Recht vollkommen egal sein, was sich Alexander Dobrindt so alles wünscht, wenn der Tag lang ist. Genauso gilt: Undank ist der Welten Lohn, zumal, wenn man es mit einem bizarren Egomanen zu tun hat, der für sein eigenes Fortkommen eben nicht nur seine Großmutter, sondern seine ganze politische Familie verkaufen würde. Dabei hatten sie sich wirklich derart ins Zeug gelegt!

Der damalige CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich – Sie wissen schon: das ist der jetzige Bundesinnenminister, dem auf die Sache mit den Zwickauer Nazis tagelang so gar nichts Knackiges zu sagen einfallen wollte – war im Frühjahr sofort zur Stelle gewesen und hatte den Juraprofessor Fischer-Lescano, der Guttenbergs Plagiat aufgedeckt hatte, der Verschwörung bezichtigt. Es handle sich da um einen „politisch motivierten Angriff von ganz links außen“ und: „Dieser Angriff aus der linken Szene ist nichts weiter als eine politische Sauerei.“

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

—————————————————————————————————————

Grafikquelle    :     Kleinbardorf from a ballon c. 2004

Abgelegt unter Feuilleton, P.CDU / CSU, Überregional | 1 Kommentar »

Alles Gutt für 20.000 € ?

Erstellt von DL-Redaktion am 25. November 2011

Hast du was dann heisst du Steinbrück oder Guttenberg

Datei:Dts news streinbrueck wikipedia.JPG

„Hast du was, dann bist du was“, so lautet eine alte Redewendung. Dem Wortlaut dieser Redewendung folgend wurde dann auch das Strafverfahren gegen den Ex-Minister eingestellt. „Hast du was“ bedeuten in diesem Fall 20.000 Euro welche an die Kinderkrebshilfe überwiesen wurden.Für „Bist du was“ sind 20.000 Euro natürlich weniger als für einen Hartz 4 Empfänger, welcher vielleicht fünf Euro Strafe für das falsche Abstellen seines Fahrrades bezahlen muss, wobei die 20.000 Euro dann auch wiederum bei der Steuer abgezogen wird, wo der Hartz 4 Empfänger erst gar keine bezahlt. So sieht also die gerechte Welt in diesem Merkel Land aus.

Dieses Urteil beantwortet aber weder die Frage nach Schuld wie Unschuld oder gar die nach einer  „geringen Schuld“. Die Feststellung der Staatsanwaltschaft, eines nur „marginalen“ wirtschaftlichen Schadens, ist aber auch ein Hinweis auf die neue Wertschätzung in der Gesellschaft. Der Verlust oder Gewinn von Werten nimmt ausschließlich Bezug auf die Wirtschaftlichkeit. „Soll und Haben“ sagt der Buchhalter. Die Fragen nach Gerechtigkeit, Moral oder Anstand werden wie selbstverständlich hinten angestellt und selbst in der Presse nicht mehr hinterfragt.

Gab es nicht einmal Zeiten in denen sich das „Abschreiben“ bei Klassenarbeiten schon wenig später in der Benotung widerspiegelte? Klausur- oder Abitur- Arbeiten wollen wir hier erst gar nicht erwähnen. Sicher zu den „Zeiten“ war die Radikalisierung unter den Jugendlichen auch noch  „marginal“! Auch heute wird das Auffallen einer Schummelei in der Abiturarbeit härter bestraft als die unredliche Beschaffung eines Dr. Titels womit wir wieder bei unseren Eingangsmotto: „Hast du was, dann bist du was“ angekommen wären.

So lesen wir denn heute eine moderne Geschichte über die  neuen Gebrüder Grimm

Große Männerwochen bei der „Zeit“: Erst adelt Schmidt Steinbrück, dann beichtet zu Guttenberg bei Giovanni di Lorenzo. Der kann den Ex-Doktor verstehen.

Sie trafen sich in einem Londoner Hotelzimmer. Drei Tage lang. Sie trugen Wollpullover und hellblaue Hemden, sie sahen fast aus wie Brüder. Di Lorenzos ließ die Lesebrille baumeln, in seiner linken Hand. Den Zeigefinger seiner Rechten legte er ans Kinn; er strahlte echtes Interesse aus, beinahe Faszination. Zu Guttenberg krümmte seine Hand, wie ein Denker blickte er zu Boden.

Zwischen ihnen standen Rosen, echte Rosen? Giovanni di Lorenzo, der Chefredakteur der Zeit, stellte dem Exverteidigungsminister Fragen: „Herr zu Guttenberg, Sie sehen anders aus als früher.“ Und Karl-Theodor zu Guttenberg antwortete: „Ausgeschlafener.“

Seine Antwort geriet etwas knapp. Di Lorenzo bohrte, er hakte nach. Er, der Chefredakteur der Zeit, wollte sich nicht abspeisen lassen mit derart karger Kost, er war schließlich bis nach London geflogen für dieses Gespräch: „Ich meine etwas anderes. Ich vermisse die ganze Zeit Ihre Brille, ich kenne sie gar nicht ohne.“

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

————————————————————————————————————–

Grafikquelle    :

Steinbrück  —

Quelle http://www.dts-nachrichtenagentur.de/kostenlose_bilder.php
Urheber www.dts-nachrichtenagentur.de
Genehmigung
(Weiternutzung dieser Datei)
© Der Urheberrechtsinhaber dieser Datei, http://www.dts-nachrichtenagentur.de/nachrichtenbilder, erlaubt es jedem, diese für jeden Zweck zu benutzen, vorausgesetzt, dass der Urheberrechtsinhaber ordnungsgemäß genannt wird. Weiterverbreitung, Abänderungen, kommerzielle Nutzung sowie jede andere Verwendung sind gestattet.
Namensnennung: http://www.dts-nachrichtenagentur.de/nachrichtenbilder

Karl-Theodor zu Guttenberg (2011)

Abgelegt unter Feuilleton, P.CDU / CSU, Überregional | 3 Kommentare »