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RENTENANGST

Hilfe, DIE LINKE schrumpft

Erstellt von DL-Redaktion am 26. Juli 2011

„Das brauchen wir nicht“

Wie viele Zeitungen heute in eine ihrer Schlagzeilen berichten, freuen sich die Grünen über einen Mitgliederrekord. Seit Beginn des Jahres sind rund 5000 Menschen der Partei neu beigetreten.

Von einem solchen Boom kann dagegen die LINKE nur träumen. Im Gegensatz zu den Grünen  schrumpft diese, wie wir bereit mehrmals berichteten, unaufhaltsam weiter. So hat sich die Mitgliederzahl von 2009 an von 78000 auf jetzt nur noch 71000 verringert. Ein großes Problem wird hier im besonderen aus den Ostteilen des Landes vermeldet, sind doch dort die meisten über 65 Jahre alt. Zusätzlich zu diesen Mitgliederverlust kommen bedingt durch niedrigere Beitragszahlungen, finanzielle Probleme dazu.

Das Anwerben neuer Mitglieder bereite der Partei große Sorgen. Problematisch seien „die Grabenkämpfe vor Ort“, die eine aktive Mitgliedergewinnung verhinderten, heißt es laut „Spiegel“ im Protokoll: „Der Umgang in der Linken ist teilweise erschreckend und hat Ausstrahlung auf die Mitgliedschaft und vor allem bei der Neugewinnung von Mitgliedern. Man traut sich oft nicht, Neumitglieder auf Veranstaltungen mitzunehmen.“

„Irritiert reagierten die Funktionäre auf den Erfolg der Grünen, sie waren uneins ob sie deren Rezepte kopieren oder ob sie bewusst „nicht den Grünen hinterherlaufen“ sollten. Der stellvertretende Vorsitzende Heinz Bierbaum räumte bei dem Treffen ein, dass das Alleinstellungsmerkmal der Linken als Partei der sozialen Gerechtigkeit etwas „verblasst“ sei. Immer wieder forderten Genossen vom eigenen Parteivorstand, „befriedend“ auf innerparteiliche „Kämpfe“ einzuwirken und sich solidarisch zu verhalten, „mehr konkrete Politik täte gut“. Ein Teil der Funktionäre ist offenbar vollkommen ratlos: „Warum wählen uns die Leute, deren Interessen wir vertreten, mehrheitlich nicht?“ Ein anderer zweifelt: „Verstehen wir die Wähler?“

In Wahrheit zeigt sich Die LINKE heute als ein Konglomerat von Verlierern.

Mitglieder aus Gewerkschaften, SED-Verherrlicher  und Kommunisten prägen Stil und Umgangsformen in dieser Partei wobei die Richtlinien des geltenden Rechtsstaates besonders im Westen permanent mit Füßen getreten werden. Man nehme: Gewerkschafter denen in den letzten Jahren die Mitglieder scharenweise weggelaufen sind, Verherrlicher der ehemaligen SED, als absolute Minderheit in diesem Land und Kommunisten welche sich der LINKEN anschlossen um wenigstens einmal in ihrem Leben ein Erfolgserlebnis aufweisen zu können.

Sodann fragt man sich „Warum wählen uns die Leute, deren Interessen wir vertreten, mehrheitlich nicht?“ Geht es eigentlich noch naiver? „Ein mehr an konkrete Politik täte uns gut“? Dazu ist ein Großteil der durch fanatisierte Horden in die Mandate und Pöstchen emporgehievten doch gar nicht in der Lage, was sie schon in ihren alten Lagern nachgewiesen haben, da ihnen doch dort schon die Mitglieder abhanden kamen. Diese abhanden gekommenen sollen jetzt diejenigen wählen vor denen sie noch vor einiger Zeit frustriert davon gelaufen sind ?

Die Argumentation „befriedend“ auf „innerparteiliche Kämpfe einzuwirken“ auch eventuell von einem Bierbaum vorgebracht, werden heute schwerlich weiterhelfen. Dazu ist zu oft einfach zuviel an Porzellan zerschlagen worden. Auch ist dieses ja nie ernsthaft versucht worden. Im Gegenteil, diese, von Landesvorständen unterstützten „Schmierereien“. Dieses, „halte deinen Mund oder geh“: So kann man mit Erwachsenen Menschen heute nicht mehr umgehen welche unendgeldlich eine Großteil ihrer Freizeit geopfert haben, um für eine gute Idee zu streiten. Kenntnisse über Menschenführung hat man oder nicht. Zu viele in der Partei mussten feststellen, das man es eben nicht hat.

Die Veränderung einer politischen Gesamtlage kann in einer Demokratie nur über parlamentarische Mehrheiten erreicht werden. Dazu werden  Wähler gebraucht, sprich das Volk. Der Gedanke allein, die Massen  über Gruppen, welche sich aus den selbigen selber ausgeschlossen haben zu erreichen zeigt das wir es hier vielfach mit Spinnern und Sektierern zu schaffen haben bei denen der Eigennutz an erster Stelle steht.

Und genau darin ist sich die Bevölkerung ziemlich einig: „Das brauchen wir nicht“.

IE

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Grafikquelle   :

Kuba-Solidaritätsfest „20 Jahre Cuba Sí“ im Juli 2011 in der Berliner Parkaue. Redner: Hans Modrow

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