DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

Plädoyer für die Bahn

Erstellt von DL-Redaktion am 26. August 2015

Sie die Manager, vor allen aus der Politik kommend , wissen sogar das sich Räder drehen.

von Gerlis Zillgens

Die Bahn leistet Fantastisches. Mehdorn, Grube, demnächst Pofalla, allesamt sind sie großartige Pioniere der Schiene.

Ich liebe die Bahn. Schon als Kind mochte ich Lukas, den Lokomotivführer, viel lieber als Jim Knopf. Ein Mann mit einer Bahncard 100 macht mich schneller wuschig als Brad Pitt in einem Cadillac. Auf meinem Grabstein wird einmal stehen: Dieser Zug endet hier.

Die Bahn leistet Fantastisches. Mehdorn, Grube, demnächst Pofalla, alles großartige Pioniere der Schiene. Männer, die sich auch trauen, die Dinge beim Namen zu nennen. Natürlich sind wir nicht alle gleich. Es gibt Unterschiede in der Gesellschaft: 1. Klasse. 2. Klasse. Wahrheiten, die man sonst höchstens von Donald Trump erfährt.

Aber klar, manchmal gibt’s auch bei der Bahn Pech. Neulich zum Beispiel. Ein plötzlicher Sommersturm. Höchstens zwei Tage vorher angekündigt. Allerhöchstens drei. Ich bin auf dem Schienenweg von Paderborn nach Hamm, wir halten an einem kleinen Provinzbahnhof.

„Achtung, dieser Zug endet in Geseke, bitte alle aussteigen!“ Was für eine Überraschung! Aber warum nicht mal Geseke? Hamm ist knorke, aber kenne ich ja schon. Ein paar Beherzte, die sich dem gut gemeinten Rat zum Aussteigen widersetzen, rotten sich zusammen und beschließen, den Lokomotivführer zu verhören. Oh Gott, sie werden Lukas doch nichts antun wollen? Sicherheitshalber folge ich dem Mob. Der Lokführer ist echt nett. Gar nicht so, wie man der Bahn sonst immer so unterstellt.

Quelle : TAZ >>>>> weiterlesen

——————————————————————————————————————————-

Fotoquelle: Wikipedia – Urheber User:Wiki-observer

Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.5 generisch“ (US-amerikanisch) lizenziert.

Abgelegt unter Feuilleton, Nordrhein-Westfalen, Überregional | Keine Kommentare »

Die Bahn an der Saar

Erstellt von DL-Redaktion am 28. August 2014

Der Schnaps und die Bahn an der Saar

Im Land wird wieder gewählt und das gleich drei mal in den nächsten Wochen. Zwar nur zweite Liga, Landtagswahlen, aber letztendlich möchte jeder irgendwie und wo etwas zu sagen haben. Vielleicht auch einmal in die Erste aufsteigen? Wo dann aus den Parteien heraus speziell persönliche Eitelkeiten der Mandtsträger gefördert werden. Wem dieses bewusst ist,  dem sind in der Politik dann keine Grenzen mehr gesetzt.

So überbieten sie sich zur Zeit wieder einmal und legen den Speck aus, womit für gewöhnlich die Mäuse gefangen werden. Da zeigt so ziemlich jede Partei ihre Eigenschaften, wobei die Meisten wenig Gutes aufweisen können und wenn, dann sind sie sich am Ende wieder alle gleich. Es liegen erneut  die Themen aus, auf deren Erfüllung die Bürger schon seit vielen Jahren vergeblich gewartet haben. Es wird überwiegend mit Versprechungen geworben auf welche die Länder kaum Einflüsse haben.

Fast schon gleich den sportlichen Wettbewerben in den denen ein stetiges „höher, weiter und schneller“ gefordert wird. Ja, besonders DIE LINKE macht hier im besonderen Maße auf sich aufmerksam, wenn sie denn Wachstum, Wachstum und noch einmal Wachstum einfordert. So lesen wir das jedes Kind Urlaub benötigt. Ja richtig, aber jeder Obdachlose auch. Schicken wir alle auf die deutsche Insel – Mallorca, aber bitte nicht unter fünf Sterne und das wichtigste: Auf Kosten der Steuerzahler und nicht auf Parteikosten.

Da sich, zumindest Linke Kinder das Lesen mit vier Jahren selber beibringen, können wir in Zukunft auf diesen Allgemeinunterricht verzichten und verteilen Musikinstrumente an unsere Jüngsten, damit sie uns zu Hause die Ohren voll dudeln. Haben diese Fordernden überhaupt schon einmal gehört wie sich das anhört? Eine Trainingseinheit mit der Gitarre oder Geige?

Hier einmal einige Auszüge aus den Linken Katalog:

Die Linke beklagt eine unzureichende Kontrolle der Zahngesundheit bei Kleinkindern und Schülern in Mecklenburg-Vorpommern.
Linke gegen neue Baugebiete
Recht auf Freizügigkeit endlich umsetzen.
Linke Mehrheit im Stadtrat strickt an neun Sozialwohnungsbau für Dresden
Echte Lehrmittelfreiheit für Lübeck
Linke fordert „Gerechtigkeitswende“
Die Linke im Bundestag fordert weitere Aufklärung bei NSU
Linken-Chef verlangt Pazifismus-Debatte in seiner Partei
Linke-Chefin Kipping fordert Urlaubsgutscheine für Arme
Die Göttinger Linke will den „Onanierbären“
Gratis-Gitarren für die Kinder!
Linke fordert Sicherheit für Vereine
Linke und Grüne wollen legal im Baggersee baden
Linke fordert von Schäuble Konsequenzen
Linke fordert Verbot der Terrormiliz „Islamischer Staat“
Linke fordern freie Fahrt für Berufsschüler

Wir sehen alles Forderungen welche seit Jahren immer wieder zu hören sind. Ab und an wechseln die Orte. Vielleicht werden die Forderungen ja auch weitergereicht. Wie beim Staffellauf.

Der Neueste Clou kommt jetzt aber aus der Schweiz. Dort gibt es von den LINKEN endlich auch einmal eine Ablehnung auf die Gratis Gaben des Staates. Die Linken lehnen einen so in Westfalen genannten „Schlürschluck“ oder „Absacker“ nach dem Mittagessen auf Staatskosten in der Zuger Kantonskantine ab. Konten sich aber gegen die Mehrheit der Schluckspechte in der Abstimmung nicht durchsetzen.

So etwas ließe sich hier im Lande sicher nicht einführen. Soll doch gerade unter den PolitikerInnen in den deutschen Parlamenten die Suchtgefahr besonders stark zunehmen. Der über große Stress, die Hetze von einen Termin zum anderen, vor allen Dingen von Mandatsträger welche die regelmäßige Arbeit zuvor nicht gewohnt waren. Ja das Volk sollte sich mehr in Mitleid mit ihren entleerten Köpfen üben.

Das muss ganz schlimm im saarländischen Landtag bei der Fraktion der Linken sein. Vielleicht gibt es dort schon diesen „Schluck“ und anschließend „sacken“ die MandatsträgerInnen samt ihren wissenschaftlichen Mitarbeitern wirklich ins „Nirwana“ ab. In einen sogenannten Tiefschlaf? Oder wie anders ist es zu erklären das Thomas Lutze als MdB seit einiger Zeit auch die Arbeit der „Tiefschläfer“ übernimmt.

Ist „Mama Hu“ schon von der „Schwarzen Mamba“ geschluckt worden. So ein Verdauungsschlaf kann anhalten, für eine sehr, sehr lange Zeit – vielleicht bis zu den nächsten Wahlen. Und dort wo keine Wagenmeister mehr benötigt werden, sind doch auch die Wagenknechte überfällig welche doch gar nicht in der Lage sind eigenständig zu arbeiten.

Ja, da ist dann der Rat aus der ersten Liga gefragt und so reagiert der Grünen – Chef Hubert Ulrich eben mit Thomas Lutze und diese bemängeln gemeinsam die Verkehrspolitik der Saar-Regierung und bezeichnen sie als Bankrotterklärung. Aber so muss es auch in einer Partei sein. Wenn die gesamte Landtagsfraktion einmal, oder des öfteren, ja vielleicht auch immer, einen Blackout hat, springen eben die vom Bund ein. Wichtig ist alleine, immer das letzte AS im Ärmel zu haben und noch jemanden im Bundestag.

Da wird der Lutze aber viel Arbeit bekommen in nächster Zeit, denn auch der Landesvorstand war ja wohl nicht bereit hier seine Fraktion in die richtige Spur zu hebeln. So wird scheinbar nicht umsonst darüber gemunkelt dass der Saar-Verband in vier Gruppen zerstritten ist. Oh, was würde wohl der verstorbene Rolf Linsler, möge er in Frieden ruhen, zu einer solchen Zerstrittenheit gesagt haben?

Da bleibt uns zu guter Letzt nur der Ausspruch von Wilhelm Busch: „Oh weh, oh weh, wenn ich auf das Ende seh“.

Saar-Opposition fordert mehr politischen

Druck auf die Bahn

Von red

Der Chef der Saar-Grünen, Hubert Ulrich, bewertete den drohenden Wegfall der Fernanschlüsse im Saarland als „ein Desaster für das Land und eine Bankrotterklärung für die Verkehrspolitik der Landesregierung“. Er fordert ebenso wie der saarländische Bundestagsabgeordnete der Linken, Thomas Lutze, dass die Saar-Landesregierung mehr Druck in Berlin ausübt, das Saarland nicht vom Fernverkehrsnetz abzuhängen. (Veröffentlicht am 28.08.2014)

Gestern war am Rande einer Veranstaltung von Bahn und Landesregierung bekannt geworden, dass die Bahn die Wagenmeister-Stellen an der Saar abbauen will (wir berichteten). Diese seien aber für den Erhalt der Fernverbindungen zwingend nötig, sagt Ralf Damde, Chef der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG.

Quelle: Saarbrücker-Zeitung >>>>> weiterlesen

——————————————————————————————————————————–

Fotoquelle: Wikipedia – Source/Photographer

1. The Yorck Project: 10.000 Meisterwerke der Malerei. DVD-ROM, 2002. ISBN 3936122202. Distributed by DIRECTMEDIA Publishing GmbH.

2. Yale Center for British Art

This work is in the public domain

Abgelegt unter P. DIE LINKE, Saarland, Überregional | 10 Kommentare »

Manager der Macht

Erstellt von DL-Redaktion am 21. März 2013

Heute – Hartmut „Hacki“ Mehdorn

Des Deutschen liebstes Spielzeug, die Modelleisenbahn

Da waren wir in der letzten Woche in Rom beim neuen Papst und haben die sich gegenseitig stützende Macht beobachtet. Berichteten über Berlin, fanden die Reste der Linken in Hamburg und vergaßen auch nicht den Zwischenstopp bei der Dumpfbacke in Bottrop. Eine abwechslungsreiche Woche mit hoffentlich interessanten Storys für die Leser.

Vergessen haben wir bei all den Neuigkeiten fast das wichtigste Ereignis. Die Mächtigen haben sich Hahaha Hartmut Mehdorn zurückgeholt. Diesen bei der Bahn trittbrettfahrenden Super-Manager. Damit bestätigt sich einmal mehr der sich immer wiederholende Vorgang, die Mächtigen brauchen immerfort irgend jemanden über den sie sich bei Misserfolgen entlasten können. Gut bezahlt ja, kein Problem das bezahlt ja der Steuerzahler. Wichtig ist allein, einer muss für die Obertrottel der Macht den Kopf hinhalten.

Hatte doch jedermann/frau geglaubt dieser Top Manager würde die Möglichkeiten der Air-Berlin dazu nutzen sich endgültig nach Oben abzusetzen. Von wegen! Als stolzer Scheinbesitzer ließ er sich sein liebstes Spielzeug, die Bahn für fünf Millionen wieder abkaufen. Er verschenkte sie fast, oder waren diese fünf Millionen als eine Art politisches Schweigegeld gedacht?

Stuttgart 21 vergeigt,  die Air Berlin versemmelt und nun? Eingesetzt als Insolvenzverwalter des neuen Großflughafen in Berlin? Wird jetzt das nächste Großprojekt in deutschen Landen versenkt, tiefergelegt? Das wäre doch etwas. Nachdem die Tieferlegung eines Bahnhof für die Bahn nicht ganz so gelungen scheint, dieser jetzt vielleicht Oben bleibt, wird jetzt einfach der Flugplatz Berlin Unterirdisch angelegt. Garantiert ohne Lärmbelästigung für die Anwohner.

Sie ist auffällig die tiefe Schneise der Verwüstung rund um den Erball durch eine sich mehr und mehr nur noch selber kontrollierte Macht. Wobei die überflüssigen Kriege natürlich in ihren Auswirkungen stärker zu Buche schlagen als der innerpolitische Kleinkram hier im Land. Nur alles beginnt einmal irgendwo und irgendwann.

Nicht jeder wird gleich Papst, aber eine Blitzkarriere wie die Berufung zur Integrationsbeauftragten in Niedersachsen  für Frau Schröder-Köpf ist ja auch schon etwas. Was für eine Befähigung hat diese Frau aufzuweisen außer ihrer Mitgliedschaft in der SPD und das Glück ? mit einem Gerhard Schröder verheiratet zu sein?

So wie Frau Schröder-Köpf, Hartmut Mehdorn oder auch die Führungskräfte in den Behörden wird von Macht weder nach Befähigung noch Qualifikation gefragt. Ausschlaggebend ist einzig das richtige Parteibuch. Alles andere wird er manipuliert und entsprechend der Parteibücher untereinander aufgeteilt. Die Parteien arbeiten heute mit den gleichen Methoden wie eine Mafia. Sie sind zu reinen Familienbetrieben verkommen.

Der Total-Top-Manager
SCHURKEN, DIE DIE WELT BEHERRSCHEN WOLLEN
Hartmut „Hacki“ Mehdorn

Wartehallen ohne Bänke, Wände, Decke und Boden; Abfertigungsschalter, vor denen die Kunden von Falltüren verschluckt werden; Sicherheitsschleusen, in denen die Fluggäste, statt mit Metalldetektoren abgetastet, mit Elektrozangen betäubt werden; Rolltreppen, die in Bolzenschussanlagen enden: Angesichts dieser Zustände ist es fast zu begrüßen, dass auch die Straßenanbindung des Berliner Großflughafens bislang nur ansatzweise gelungen ist und man den Airport im gegenwärtig tobenden Winter nur mit dem Hundeschlitten erreichen kann.

Wer aber in seinem kleinen Kopf dachte, dass die Zustände sich nicht noch schlimmer ausbeulen könnten, wurde letzte Woche eines anderen belehrt, als Hartmut Mehdorn als neuer Vorstandsvorstand und Nachfolger des ausgeleierten Rainer Schwarz präsentiert wurde. Die deutschlandweit versammelte Presse rieb sich die Kameras wund und staunte sich die Augen weg, als ein Schwefelgeruch den Raum aufblies, der Ex-Deutsche-Bahn-Chef sich materialisierte und mit grinsenden Backen auf dem Podium niederließ, wo Aufsichtsratschef Matthias Platzeck mit seinem Blut den Vertrag abnickte.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

——————————————————————————————————————————-

Fotoquelle: Wikipedia

Author Thomas Hermes

This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Abgelegt unter Feuilleton, Opposition, Positionen, Regierung | Keine Kommentare »

Grube, Leutert + Die Bahn

Erstellt von DL-Redaktion am 17. Juli 2012

Offener Brief an Bahnchef Dr. Rüdiger Grube

File:Michael Leutert 3624863792.jpg

von MdB Michael Leutert

Einladung zu einer gemeinsamen Bahnfahrt Chemnitz – Berlin

Sehr geehrter Herr Dr. Grube,

leider hat die schlechte Bahnanbindung von Chemnitz heute verhindert, dass ich mit Ihnen über die schlechte Bahnanbindung von Chemnitz reden konnte. Aufgrund der Verspätung des ICE 1011, der 6.44 Uhr von Berlin-Gesundbrunnen nach Leipzig fahren sollte, war es mir nicht möglich den Anschlusszug nach Chemnitz zu erreichen. Ich bedauere sehr, dass das Gespräch mit Ihnen bei der Chemnitzer Oberbürgermeisterin deshalb ohne mich stattfinden musste. Auch ohne meine heutige Erfahrung hätte es genug Gesprächsbedarf gegeben.

Als Chemnitzer Bundestagsabgeordneter pendle ich häufig zwischen Chemnitz und Berlin. Es ist nicht das erste Mal, dass eine Verspätung oder ein Zugausfall mir in meiner Terminplanung einen Strich durch die Rechnung machen. Ohnehin benötigt man aufgrund der fehlenden Fernbahnanbindung von Chemnitz rund zweieinhalb Stunden für die Strecke. Auch andere Städte sind nicht besser zu erreichen.

Mit dem Problem stehe ich nicht allein da. Betroffen sind auch nicht nur Pendlerinnen und Pendler. Chemnitz ist eine wichtige Wirtschaftsregion in Sachsen, in ihr Leben rund 1,5 Millionen Menschen. Um als Stadt und Region attraktiv zu sein – sowohl für die hier aufwachsenden Jugendlichen wie für neu Herziehende – und für die wirtschaftliche Entwicklung ist es unerlässlich, dass endlich was passiert. Leider sah weder die rot-grüne noch die jetzige schwarz-gelbe Bundesregierung hier Handlungsbedarf, wie zuletzt 2010 eine kleine Anfrage der LINKEN im Bundestag ergab.

Gerne möchte ich das verpasste Gespräch mit Ihnen nachholen. Bei einer gemeinsamen Zugfahrt nach Berlin ließen sich die negativen Folgen der fehlenden Fernbahnanbindung von Chemnitz gut veranschaulichen. Ich lade Sie deshalb herzlich zu einer gemeinsamen Bahnfahrt ein.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Leutert

——————————————————————————————————————————–

Grafikquelle    :

Checked copyright icon.svg This image, originally posted to Flickr, was reviewed on by the administrator or reviewer Juliancolton, who confirmed that it was available on Flickr under the stated license on that date.

Licensing

w:en:Creative Commons
attribution
This file is licensed under the Creative Commons Attribution 2.0 Generic license.

Abgelegt unter Debatte, P. DIE LINKE, Überregional | Keine Kommentare »

Stuttgart 21 – Die Bahn

Erstellt von DL-Redaktion am 22. Oktober 2010

Die Bahn in Stuttgart

Datei:Stuttgart 21 Demo 2010-by-RaBoe-11.jpg

Mehr als die Hälfte der Deutschen ist dafür, dass die Arbeiten am Stuttgarter Hauptbahnhof gestoppt werden. Laut einer am Donnerstag veröffentlichten forsa-Umfrage für das Hamburger Magazin „Stern“ stimmten 53 Prozent der Befragten dafür. 33 Prozent der Bürger erklärten hingegen, die Arbeiten sollten wie geplant fortgesetzt werden. 14 Prozent der Deutschen äußerten sich unentschieden. Vor allem Anhänger von SPD, Grünen und Linken wollten die Bauarbeiten unterbrechen lassen. Die Gegenansicht vertreten mehrheitlich die Wähler von Union und FDP. Mitte Oktober wurden 1001 Bundesbürger gefragt, ob die Arbeiten am Stuttgarter Hauptbahnhof gestoppt werden oder fortgesetzt werden sollten. Ob es sich dabei um einen absoluten oder einen vorübergehenden oder teilweisen Baustopp handeln sollte, wurde nicht gefragt.

Am Freitag sollen offiziell die Schlichtungsgespräche zu dem heftig umstrittenen Bahnprojekt beginnen. Thema der ersten Sitzung im Stuttgarter Rathaus ist die strategische Bedeutung und die Leistungsfähigkeit des Bahnprojektes. Schlichter ist der ehemalige CDU-Generalsekretär Heiner Geißler.

Da unterdessen immer neue Hinweise aus den Reihen der Polizei auftauchen verstärkt sich der Verdacht das der über harte Polizeieinsatz von der Politik bewusst arrangiert worden ist. Am kommenden Mittwoch soll von der SPD im Landtag der Antrag auf einen Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu den Vorkommnissen in Stuttgart beantragt werden.

Bereits in den vergangenen Tagen war aus den Reihen der Polizei die Kritik an der Einsatzleitung und der Politik immer lauter geworden. So hatten beteiligte Polizisten den Einsatz öffentlich scharf kritisiert und Spezialeinheiten als „scharfe Kampfhunde“ bezeichnet. Ein Polizist deutete auch den möglichen Einsatz von taktischen Provokateuren an.

Immer stärker verdichtet sich auch die Annahme das Stuttgart 21 mehr als Vorwand für riesige Immobiliengeschäfte steht. Die Sendung Plusminus „im Ersten“ berichtete am Dienstag den 19.10.2010 unter anderen folgendes. Ich zitiere:

„In Stuttgart scheint im Zeichen des Sterns manches möglich, was anderswo längst verworfen wurde. Denn von den ursprünglich geplanten Tiefbahnhöfen in Deutschland ist nur noch Stuttgart übrig geblieben. Die Idee, alles unter die Erde zu verlegen, wird Heinz Dürr zugeschrieben. Die Bahngrundstücke mitten in der Stadt – eine potenzielle Goldgrube für Investoren.“

Anderen Berichten folgend investiert die Bahn sehr viel Geld im Ausland. Bedingt dadurch scheint das Geld für den Unterhalt der Bahn im eigenen Land zu fehlen und es kommt aufgrund von fehlender Wartung und Pflege zu teilweise katastrophalen Zuständen. Bereits am 14. Oktober 2010 wurden innerhalb der Sendung Panorama unter dem Titel: „Die Bahn AG: Größenwahn statt Bürgerbahn“ auf die unhaltbaren Zustände innerhalb des Unternehmens hingewiesen. Ebenfalls sollte immer wieder erwähnt werden, dass die  Bahn als Eigentum des Staates vom Steuerzahler finanziert wird. Hier ein Auszug:

„Die Lok hat offenbar einen Schaden, die Türen klemmen, der Alarm geht los – eine Reise mit der Bahn von Berlin nach Hannover kann zum Albtraum werden. Wenn nichts mehr geht, kommt irgendwann ein Ersatzzug. Umsteigen auf freier Strecke, endlich weiter – oft mit stundenlanger Verspätung.“

Bahn AG: Größenwahn statt Bürgerbahn Das Video

Hier die Sendung als Video

Foto: Wikipedia

[youtube V4Muc-04UpA]

IE

———————————————————————————————————————-

Grafikquelle :

Urheber © Ra Boe / Wikipedia

No Facebook.svg Diese Datei steht unter einer Lizenz, die mit den Lizenzbedingungen von Facebook inkompatibel ist. Es ist daher nicht gestattet, diese Datei auf Facebook hochzuladen. Die Benutzung dieser Datei auf Facebook stellt eine Schutzrechtsberühmung und Urheberrechtsverletzung dar.
w:de:Creative Commons
Namensnennung Weitergabe unter gleichen Bedingungen
Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland“ lizenziert.
Flag of Germany.svg
Namensnennung: Ra Boe / Wikipedia

Abgelegt unter Baden-Württemberg, Wirtschaftpolitik | 1 Kommentar »