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Deutscher Islam

Erstellt von DL-Redaktion am 26. Juni 2015

Über Konvertiten, Wechselkurse und vergessene Zeitgeschichte

Cristal Mosque in Kuala Terengganu-Malaysia

Schlagloch von Charlotte Wiedemann

Konvertit – das Wort hat einen metallischen Klang. Bei der Konversion von Rüstungsgütern ist das künftige Produkt friedlicher; beim Menschen scheint es umgekehrt, da wird die Pflugschar zum Schwert. Wer heutzutage zum Islam konvertiert, gilt als potenzielle Bombe.

In den Büchern über die Kolonial- und Missionsgeschichte Afrikas finden wir eine andere Formulierung: Sie nahmen das Christentum an. Ein schöner Ausdruck; da schwingt die Freiheit der Entscheidung mit – Religion als eine Einladung, die sich annehmen oder ablehnen lässt. (Als wär’s so unblutig zugegangen.) Dass die weiße Geschichtsschreibung in diesem Fall nicht von Konversion spricht, hat natürlich einen Grund: die Verachtung der älteren Glaubenssysteme Afrikas. Sie waren Naturzustand, Heidentum, nicht „Religion“ genug, um einen Wechselkurs zu besitzen.

Der Mensch als Abbild Gottes

Unter Muslimen ist es gleichfalls üblich, von der „Annahme des Islam“ zu sprechen. Nach islamischer Auffassung wird jeder Mensch als Muslim geboren – das ist die weite Definition von Muslim-Sein: der Mensch als Abbild Gottes, ohne Erbsünden-Konstrukt. Den Islam bewusst anzunehmen, ist dann eine bloße „Bezeugung“ mit wenigen Worten, keine Umwandlung.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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