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LINKE Personalquerelen

Erstellt von DL-Redaktion am 27. September 2011

Fraktionsvorsitz für Dietmar Bartsch und Wagenknecht

File:Dietmar Bartsch & Sahra Wagenknecht.png

Laut allgemeiner Presseverlaut-barungen nimmt das personelle Durcheinander in der LINKEN beständig zu und die Sorge vor ein endgültiges Scheitern der Partei wächst. So schlug am Wochenende die stellver-tretende Parteivize Katja Kipping die Bundestagsabge-ordnete Cornelia Möhring als Fraktionsvorsitzende vor. Anders als Sahra Wagenknecht stehe sie für eine neue LINKE.

Keine der Beiden hat sich bislang für eine Kandidatur erklärt. Seltsamerweise sieht Bodo Ramelow in der Zusammensetzung Wagenknecht – Bartsch auch ein gutes Duo für den Parteivorsitz.

Nur und das wird verbreitet hält Dietmar Bartsch von Wagenknecht sehr wenig. Die Person aber welche die aus Jena stammende Wagenknecht in den Vordergrund schiebt Oskar Lafontaine, hält von Bartsch nichts und will diesen wohl unter allen Umständen verhindern.

Auch türmen sich hinter den scheinbar vordergründigen Personalquerelen die eigentlichen Probleme der Partei auf. Als erstes Problem verstehen sich die Flügel welche sich zu keiner produktiven Zusammenarbeit finden. Im Gegenteil: Sie bekämpfen sich erbittert. Als zweites Problem wird die Überalterung der Partei im Osten gesehen, wo die Mitglieder im Schnitt bald 70 Lebensjahre zählen. Auf diese Mitglieder kann die  LINKE  auf  Dauer  nicht  bauen.

Auch geht der Linkspartei die Regierungsperspektive nun auch in den Ostländern langsam, aber sicher verloren. In Berlin flog sie aus der Regierung. In Mecklenburg-Vorpommern bleiben sie außen vor.

Laut Meldung von  „na.Presseportal“ will der Chef des Meinungsforschungs-Instituts Emnid, Klaus-Peter Schöppner, die Linkspartei gleichwohl nicht abschreiben. „Angesichts dessen, was die da bieten, sind sie in den Umfragen relativ stabil“, sagte er. „Und wenn Peer Steinbrück Kanzlerkandidat der SPD wird, dann werde die SPD rechts gewinnen, aber links verlieren.“ Auch werde sich die soziale Frage im demografischen Wandel weiter stellen. „Was gegen die Linkspartei spricht, ist, dass sie das Lebensgefühl vieler Menschen nicht mehr anspricht“, so Schöppner. Anders als neuerdings die Piraten.

Sein Forsa-Kollege Manfred Güllner findet hingegen, die Linkspartei habe „ihren Höhepunkt überschritten“. Im Osten werde sie schwächer, im Westen herrschten Querulanten. Hier wie dort fehle „attraktives Personal, das auch langfristig Wähler binden kann“. Die große Integrationsfigur Gysi werde das auf Dauer nicht mehr leisten können.

Dem Tagesspiegel gibt Petra Pau folgendes Interview:

Die Linken-Politikerin Petra Pau über die Herausforderung durch die Piraten und ihr Werben für eine offene Partei.

Frau Pau, verstehen Sie Ihre Partei noch?

Die Linke verstehe ich bisher noch ganz gut.

Aber?

Wir stehen am Ende eines Wahljahres, das für uns enttäuschend verlaufen ist. Das muss in Ruhe analysiert werden. Dazu gehört die Frage, wohin die Linke sich entwickeln soll. Da gibt es die Alternative zwischen einer offenen, pluralen und lernenden Partei oder einer straff geführten verschlossenen Partei. Es geht also auch um den Charakter, den wir ausstrahlen. Ich hoffe, dass die Offenheit, mit der wir vor Jahren als PDS gestartet sind, nicht auf der Strecke bleibt.

Woran liegt es, dass das Jahr für die Linkspartei nicht gut gelaufen ist?

Denkzettel haben wir in Ost und West bekommen. Mich besorgt besonders, dass uns bei den letzten Wahlen nur wenige junge Leute gewählt haben, das war schon einmal anders. Auch konnten wir früher mehr Nichtwähler mobilisieren. Jetzt in Berlin haben die Piraten und auch ein wenig die Grünen gewonnen. Die Themen, mit denen diese beiden Parteien das geschafft haben, sagen viel über unsere Stärken und Schwächen aus.

Sie haben auf die falschen Themen gesetzt?

Quelle:  Der Tagesspiegel >>>>> weiterlesen

IE

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Grafikquelle   :

Source File:DIE LINKE Bundesparteitag Mai 2014 Bartsch, Dietmar.jpg & File:2014-09-11 – Sahra Wagenknecht MdB – 8301.jpg

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