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RENTENANGST

Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 16. April 2012

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Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

Im Rückblick auf die letzte Woche geht es um die Meinungshirsche welche gegen Grass röhren, derweil  Lötzsch von Bord der Enterprise verlässt welches vielleicht bald von den erfrischend ahnungslosen Piraten geentert wird.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht letzte Woche?

Friedrich Küppersbusch: Sicherheitsbehörden in Alarm: Gläubige verschenken Koran.

Was wird besser in dieser?

Briefkästen wehrlos: Bild schenkt zum 60. jedem deutschen Haushalt ein Exemplar.

Am Dienstag präsentiert Kristina Schröder in Berlin „Danke, emanzipiert sind wir selber“ vor. Ein Meilenstein?

Schröderplag, go! Ihre Doktorarbeit basierte auf 1.000 Fragebögen, die kulanterweise die CDU-Bundeszentrale versandte, und ausgewertet hat sie ein bezahlter Mitarbeiter ihres Doktorvaters. – Im Übrigen müsste man wohl so weit gehen, das Buch zu lesen, um sich eine Meinung darüber zu bilden. Wobei ich für diesen kleinen Lauser durchaus eine Regalprämie nähme, um ihn mir anzutun.

Günter Grass wird wegen seines Gedichts „Was gesagt werden muss“ in Israel zur Unperson erklärt und erhält Beifall von den Rechten – hat die öffentliche Person Grass noch eine Zukunft, und wenn ja, als was?

Als Namenspatron der diese Epoche prägenden heimtückischen Stattfindekrankheit. „Du hast ja krass grass“ – „grassierender Unsinn“ – „bald grass ich am Neckar, bald grass ich am Inn“ usf. Seine Leidensgenossen hatten je nach Fortschritt ihrer Erkrankung die moralschäumenden Erwiderungen fertig, kurz bevor Grass überhaupt losdichtete (Broderline-Syndrom), andere bastelten den Text erst noch ein bisschen um, damit sie ihn besser niederschirrmachern konnten. Ein Rudel Meinungshirsche beim brünftigen kommunizierenden Röhren. – Zehn Wochen hat uns diese Selbsthilfegruppe mit der fundamentalen Bedeutung von Preisschildchen unter Bobby-Cars bei Wulffs daheim unterhalten. Nun kommt einer und versucht, mit den Fingern ein relevantes Thema dagegenzustellen – und reißt zugleich mit dem Arsch alles wieder um. Das ist tragisch, vor allem für das Thema: ein Krieg um und womöglich mit Nuklearwaffen, der GAU aller bekannten Nahostszenarien. Das ist das Thema, und nun liegt es begraben unter faulendem Heu.

Gesine Lötzsch zieht sich als Linken-Chefin zurück – Verlust oder Gewinn für die Partei?

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 27. Juli 2011

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Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

Im Wochenrückblick mit den Terrorexperten von der Straße, auf der Suche nach dem Unterschied zwischen Sarrazin und Anders B. sowie dem „Club 27“ welcher gerade ein neues Mitglied bekommen hat.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht letzte Woche?

Friedrich Küppersbusch: Der Euro ist auf dem Weg, der erste Schlauch zu werden, der komplett aus Flicken besteht.

Was wird besser in dieser?

Ordentlich geflickt geht nie mehr auf.

Viele Medien vermuteten nach der Tragödie in Norwegen reflexhaft einen islamistischen Hintergrund. Ein Ausdruck von Islamophobie?

„Terrorexperte“ scheint ein Kodewort zu sein, unter dem man inzwischen jeden Irren von der Straße ins Studio bittet. Am Freitagnachmittag wurden hintereinander weg al-Qaida, Gaddafi, der Islam an sich und jeder, der bei drei nicht aus der Moschee war, angeklagt. Als der Täter bereits verhaftet war, musste man sich auch bei Spiegel Online noch durch sieben Absätze Paranoia pflügen, um danach schlanke Hinweise auf Anders B. zu finden. Man berichtet, bevor man etwas weiß, das ist schlechtes Handwerk. Man hängt Schuldige vor der Beweisaufnahme, das ist Propaganda. Egal welches Problem – wahrscheinlich liegt’s am Islam. Das ist keine andere Denke als die des Täters. n-tv hatte schließlich den „Lindenstraßen“-Darsteller Georg Uecker am Telefon, der aus Kontakten mit norwegischen Angehörigen insitierte: Wir wissen noch gar nichts, wir sind einfach entsetzt und traurig. Der könnte ein guter Journalist werden.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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