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Probleme mit den Alten ?

Erstellt von DL-Redaktion am 20. Juni 2012

Pflege einmal privat, bitte

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Die Nachricht aus dem Awo-Seniorenzentrum Elversberg im Saarland machte gestern blitzartig ihre Runde im gesamten Land. Zwei Mitarbeiter sollen angeblich Pflegepatientinnen misshandelt, gequält und gedemütigt haben.

So schockiert wir auch sind wenn wir solche Nachrichten lesen oder hören so müssen wir uns doch als Teil der Gesellschaft eingestehen das solcherart Zustände aus der Sicht unserer Politiker zumindest so provoziert und im Unterbewusstsein herbeigeführt werden. In einem Land in den Ministerinnen aus reinen Populismus heraus ungebildete Kräfte einfach umschulen und zu Alten- oder Kranken-Pflege umfunktionieren wollen, werden solcherart Vorkommnisse zur Normalität werden. Umfunktionieren oder trainieren kann man in Jobs, aber nicht in „Berufen“ wo schon das Wort auf den Inhalt „Berufung“ als Hinweis dient. Ein Job wäre zum Beispiel der eines/r PolitikerIn welche/r zum Müllwerker/in umgebildet wird, um damit zu erlernen dass mit Händen zu fassen was aus ihrem Mund als Sprache entweicht.

Hatte noch am Sonntag Gerd Heming mit seinen Bericht „Pflege einmal privat, bitte“ auf die Probleme und die unmöglichen Zustände in den Heimen und bei den Kassen hingewiesen, lesen wir seit gestern über die Vorkommnisse im Saarland. So schreibt die SZ unter anderen folgendes:

Der jüngere Altenpfleger, der seit 2005 in dem Heim arbeitete, soll einem Patienten als „Erziehungsmaßnahme“ die Atemkanüle entfernt haben und ihn dann gefragt haben, wie es denn sei, wenn man keine Luft mehr bekomme. Der 25-Jährige habe auch einem anderen Patienten Schnittverletzungen zugefügt, angeblich weil der Mann beim Rasieren nicht stillgehalten habe. Vor Weihnachten 2011 soll er zudem eine alte Frau „auf üble Art und Weise zugerichtet haben“ mit einem „Hitler-Schnurrbart und Gurkenscheiben im Gesicht“. Mit seinem Handy habe er sein misshandeltes Opfer fotografiert und die Fotos an Kolleginnen geschickt.

Quelle: Saarbrücker-Zeitung >>>>> weiterlesen

Das solcherart Vorfälle aber nicht nur in Heimen vermehrt beklagt werden, sondern gefördert von einer unverständlichen, eiskalten Politik, auch im privaten Umfeld vermehrt auftauchen weist ebenfalls ein Beispiel aus dem Saarland hin, worüber wir am Wochenende Informiert wurden.

Massiv kritisiert wird in diesen Fall die „häusliche Krankenpflege der AOK Saarbrücken“. In einem Schreiben vom 23. 05. 2012  weist die Beschwerde führende Person auf diverse Missstände im Umgang mit ihren 85 jährigen Mündel hin. Erwähnt wird unter anderen auch ein „Wundmanager“, wobei schon die Titulierung dermaßen kalt und deplatziert klingt, so das einem normalen Bürger bei so viel Dummheit der Namensfinder, der berühmte Bissen im Halse steckenbleiben muss, welcher unangemeldet zur Begutachtung auftauchte.

Aus diesen Schreiben zitieren wir:

„Vorab ein herzliches Danke für lhr Engagement, kurzfristig – ohne Vorankündigung – den Wundmanager zur Begutachtung der Pflegesituation zu entsenden. Sinn und Zweck seines Besuches verstehe ich dennoch nicht recht.

Seine Pflegeberatung brachte für mich – nach fast I2-jähriger Dauerpflege, ohne jeglichen Besuch einer Pflegefachkraft durch die AOK – keine neuen Erkenntnisse. Alternativ-Lösungen konnte der Herr nicht aufzeigen.

Sein Ratschlag, man müsse regelmäßig umlagern, gehört zum Basiswissen; war für meine Person völlig überflüssig l Wie hätte ich ohne das Wissen darum eine Person so lange pflegen können? Das Kompliment, dass ich schon das Optimum leiste, habe ich dankbar aufgenommen.

Als einzigen auf Dekubitus spezialisierten Arzt, der auch Hausbesuche durchführt konnte mir der Herr nur Dr. T. benennen. Ich kenne Dr. T. hege aber gewisse Vorbehalte gegen ihn. In der Vergangenheit hat er vereinbarte Termine (! nicht wahrgenommen. Seine Rezepte werden – ungefragt – der Fa. V. Zugeleitet, wodurch ich mein Recht auf eine freie Apothekenwahl eingeschränkt sehe. Ihr Herr konnte mir trotz Nachfrage leider keinen anderen Arzt gleicher Kompetenz benennen.

Die ,,Dekubitus-Spezialistinnen“ aus Merchweiler haben bei ihrem Besuchen 201I nicht empfohlen, zur Dekubitusvermeidung einzelne Würfel aus der Matratze zu entfernen obwohl dieses geholfen hätte. Ich vermute daher, dass der Verkauf von entsprechenden Produkten wichtiger ist als die Gesundheit der Patienten.

Meinen jetzigen Vorschlag, vorsorglich auf eine Wechseldruck-Matratze umzustellen lehnte ihr Wundmanager  mit dem lapidaren Hinweis ab: „wir warten mal ab“ – Er blieb mir allerdings die Antwort auf die Frage schuldig, worauf – in Gottes Namen – er denn noch warten wolle, wenn aus pflegerischer Sicht dringendst eine Verbesserung geboten sei.

Als merkwürdig habe ich empfunden dass ein Wundmanager sich das „Corpus delicti “ wie er den Dekubitus nannte nicht einmal angesehen hat. Mein Eindruck ist daher, dass der Besuch andere Ziele hatte als den mich in meiner Pflegesituation zu beraten. Frage: „Was war der eigentliche Grund für seinen Besuch?

Abschließend habe ich fo|gende Bitten -ggf.a|s Antrag an die AoK – Die Gesundheitskasse –

Bitte benennen sie sie mir einen anderen auf Dekubitus spezialisierten Haus- oder Facharzt, der auch Hausbesuche durchführt als Dr.  T.
Bitte stellen Sie der zu Pflegenden möglichst kurzfristig eine Wechseldruckmatratze zur Verfügung
Bitte stellen sie umgehend einen Lifter (Bett) zur Verfügung
Bitte bezahlen sie die zur Behandlung pflegerisch und medizinisch unerlässlichen Behandlungen.“

Außerhalb des Briefes wurden wir ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht,  die umsichtige und aufmerksame Pflege durch den Alten- und Pflegedienst Susanne Woerner, in Person von Schwester Angelina, zu erwähnen. Die große Frage welche wir uns in solchen Fällen stellen ist aber folgende: Warum wenden sich die Bürger in solchen Fällen nicht an die Politiker ?

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Grafikquelle    :     ildet er hentet fra Nasjonalbibliotekets bildesamling. Anmerkninger til bildet var: Påskrift arkivark: Gamlehjemmet Enerhaugen Eldste arkivnummer: 239 Enerhaugen,Oslo, Oslo, Oslo

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