DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

Ich weiß, wo ich herkomme

Erstellt von DL-Redaktion am 27. Juni 2013

Bin in Berlin-Neukölln geboren

Nach so viel ernsten Dingen, jetzt einmal weiter mit etwas Lustigen. Obwohl lustig? Wenn die Sprache auf Afghanistan oder Heinz Buschkowsky kommt ist es mit dem Spaß auch ganz schnell wieder vorbei. Auch oder gerade wenn es ein Interview mit dem Komiker Kurt Krömer ist.

taz: Herr Krömer, Sie waren Totalverweigerer und haben jetzt über Ihren Truppenbesuch in Afghanistan ein Buch geschrieben. Hat die Reise Ihren Blick aufs Militär verändert?

Kurt Krömer: Eigentlich nicht. Früher wollte ich nicht mal Zivildienst machen. Dabei hatte ich da schon viele Scheißjobs am Hacken. Zivildienst wäre wie ein Aufstieg gewesen. Aber als ich dann die Einladung von der Bundeswehr bekommen habe, nach Afghanistan zu fahren, dachte ich mir: Geh mal hin zu den Leuten, die du nicht verstehst. Und gerade weil ich sie nicht verstehe, bin ich einige Monate später noch mal in den zivilen Teil des Landes geflogen, um mir vom Land und von den Leuten auf der anderen Seite der Mauern einen Eindruck zu verschaffen.

Was war beim Truppenbesuch anders als erwartet?

Ich dachte, wir würden stärker zensiert, wenn wir mit den Kameras anrücken. Oder man wird, wie auf den Schullandheimreisen, zur Strafe früher nach Hause geschickt. War aber nicht so. Da hatte ich verklemmtere Drehs hier in Deutschland.

Zum Beispiel?

Wenn ich nur zehn Meter zu H & M reinwill, um zu sagen, dass es mir wichtig ist, dass das Hemd da auch von Kinderhand gemacht worden ist, dann ist der Ofen aus. Gerade habe ich auf der Baustelle des Berliner Flughafens BER gedreht, da hatten sie alle die Hosen voll. Die haben bestimmt vorher einen Einlauf bekommen: Wenn der Typ kommt: nicht sprechen, am besten wegducken.

Wie stehen Sie denn nun zum Einsatz in Afghanistan? Im Buch drücken Sie sich ja um eine klare Bewertung herum.

Man kann da nicht sagen: Ich habe die Lösung. Viele Soldaten haben mir erzählt, dass sie auch nicht wissen, was sie da eigentlich machen. Die letzten zehn Jahre hätten sie auch nur noch versucht, ihren Arsch zu retten. Und viele Afghanen im zivilen Teil des Landes sagen ebenfalls, dass die Isaf-Truppen schon 2004 hätten gehen können. Das muss man nicht kommentieren.

Herbert Feuerstein ist mal für den WDR um die Welt gereist, Django Asül in die Türkei, Sie jetzt nach Afghanistan. Müssen Komiker zwangsläufig irgendwann ins Ausland reisen?

Seit „Tegtmeiers Reisen“ in den Siebzigerjahren hat es sich eingebürgert, dass lustige Leute die Malediven vorstellen. Aber ich glaube, die Malediven wurden schon besser vorgestellt, als ich das je könnte. Ich finde es öde, am Strand mit Winterklamotten durchs Bild zu laufen und zu sagen: Mann, ist das lustig, ich hab die falschen Sachen eingepackt! Oder mir einen richtigen Sonnenschirm ins Glas zu stecken und zu sagen: Mist, da habe ich mich wieder vertan. Ich fahre lieber an Orte, wo sonst niemand hinfahren will. Transsilvanien etwa würde mich interessieren.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

[youtube 6YfMda-xVVU]

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Fotoquelle: Wikipedia

Author Jed

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Dirk Scholl (Die PARTEI)

Erstellt von Gast-Autor am 7. Juni 2013

Gegen Werbung der Bundeswehr

Datei:Saarlouis Kaserne Alte Brauerei Straße (3).jpg

Pressemitteilung des Stadtverordneten Dirk Scholl vom 06.06.2013.

Angesichts der mehr als 50 deutschen Soldaten, die bis dato in Afghanistan ums Leben gekommen sind, fordert der fraktionslose Stadtverordnete Dirk Scholl (Die PARTEI) die Stadtverwaltung von Saarlouis dazu auf, jegliche Werbemaßnahmen der Bundeswehr im Stadtgebiet zu unterbinden: „Bei Zigaretten wird sensibler reagiert als bei aktivem und passivem Sterben im Rahmen völkerrechtswidriger Kriege, wobei die Quote der sterbenden Passivkrieger weitaus höher als beim Zigarettenkonsum liegen dürfte.“, so Scholls Auffassung.

Jegliche Videowerbemaßnahmen und Plakatierungen sowie Infostände und Anwerbungen in Schulen würden insofern junge Menschen dazu verleiten, sich in eine tödliche Gefahr für sich selbst, aber auch für Dritte zu begeben. „Wenn wir das in dieser Form hinnehmen, leisten wir Vorschub auf die Ankurbelung des Geschäftes mit dem Tod. Dann sollten wir aber zumindest so konsequent sein, ähnlich wie bei den Zigarettenwerbungen auf die Gefahr hinweisen zulassen, also etwa mit dem Slogan ‚Der Dienst für Deutschland kann tödlich sein‘“, so Scholl abschließend.

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Graf8ikquelle    :     Alte Brauereistraße 1-3, Kaserne 6, 1866-69 (Einzeldenkmal)

Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“ lizenziert.

Quelle Eigenes Werk
Urheber LoKiLeCh

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Kampfdrohnen sind anders

Erstellt von DL-Redaktion am 21. August 2012

Kampfdrohnen sind anders

Seit Jahren mahnen Friedensforscher international an die Kampfdrohnen genau so wie die Landminen entsprechend zu ächten. Nun denkt auch die Bundeswehr über die Anschaffung von Kampfdrohnen nach. Dieser Entscheidung soll aber eine „breite Diskussion“ in der Öffentlichkeit über die Notwendigkeit der umstrittenen Waffensysteme vorausgehen. So hört man es aus dem Verteidigungsministeriums.

Bislang setzt die Bundeswehr Drohnen nur zur Aufklärung ein – etwa in Afghanistan. Über bewaffnete Drohnen verfügt sie angeblich nicht. Solche bewaffneten Systeme nutzen zum Beispiel die USA häufig in Afghanistan und Pakistan, aber auch im Jemen, um mutmaßliche Terroristen zu töten. Die Waffensysteme sind sehr umstritten da sie immer wieder Opfer in der Bevölkerung fordern.

Hier ein Kommentar von Oliver Meier:

Kampfdrohnen sind anders

Der Verteidigungsminister will die Bundeswehr mit bewaffneten Drohnen ausstatten. Nach langem Zögern hat de Maizière nun auch öffentlich dargelegt, warum er den Einsatz solcher Kampfdrohnen für sinnvoll hält. Bewaffnete Drohnen seien besser, weil zielgenauer und zum Schutz von Soldaten im Feld unerlässlich, so der Minister.

Über diese Argumente lässt sich trefflich streiten. Von großer Ignoranz – oder schlimmer noch: Arroganz – zeugt allerdings de Maizières Versuch, der längst überfälligen Debatte den Wind aus den Segeln zu nehmen, indem er das Vorhaben bagatellisiert. Der Einsatz einer bewaffneten Drohne sei nichts Neues und unterscheide sich nicht vom Einsatz etwa einer Pistole. „Ethisch ist eine Waffe stets als neutral zu betrachten“, so der Minister.

„Höhere Form“ des Tötens

Diese Sichtweise, dass die Legitimität und Legalität von Waffen an den Umständen ihres Einsatzes oder an der moralischen Integrität des Besitzers gemessen werden sollte, wurde spätestens mit dem Ersten Weltkrieg zu Grabe getragen. Der Erfinder des Giftgases, Fritz Haber, versuchte damals noch zu argumentieren, der Einsatz von Chemiewaffen sei „eine höhere Form des Tötens“. Schließlich müssten die Opfer weniger leiden, als wenn sie durch Säbel, Patronen oder Granaten verstümmelt würden.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Grafikquellen   :   Die Anschaffung der europäischen Version EuroHawk der amerikanischen RQ-4B Global Hawk seitens der Bundeswehr ist gescheitert.

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Bloß weg vom Hindukusch

Erstellt von DL-Redaktion am 1. August 2012

Die Bundeswehr soll 2014 Afghanistan verlassen

Stopped Convoy.jpg

So und nicht anders lautet die Maxime heute wenn über den Abzug aus Afghanistan gesprochen wird. Der Rückzug aus solch ein Gebiet ist immer eine sehr gefährliche Angelegenheit da die Deckung fehlt.

Hier ein Kommentar von Thomas Ruttig

Die Debatte darüber, wie man nun die Bundeswehrsoldaten wieder sicher aus Afghanistan herausbekommt, ist schon skurril. Und sie ist ungeheuer nabelschaumäßig, aber so wurde ja der ganze Afghanistaneinsatz politisch und medial behandelt.

Wird Deutschlands Freiheit tatsächlich am Hindukusch verteidigt? Wie viele Büchsen Bier bekommt jeder Soldat im Feldlager? Der Bundespräsident kommt! Die Kanzlerin kommt! Paul Kalkbrenner kommt und legt vor Bundeswehrsoldaten auf!

Jetzt werden Abzugsrouten und Transitgebühren debattiert. 4.800 Soldaten, 1.700 Fahrzeuge, 6.000 Materialcontainer – das kostet. „Die Rückverlegung ist ein komplizierter Prozess“, sagt der Verteidigungsminister. Zum Glück hat sich Deutschland ganz am Anfang strategisch günstig gleich hinter der Grenze in Kundus und Masar-i-Scharif positioniert.

Über die Einheimischen redet man nicht so gern. Gerade hat man ihnen auf der gefühlt hundertsten internationalen Afghanistankonferenz in Tokio eine Beruhigungspille im Wert von 16 weiteren Milliarden US-Dollar an Entwicklungshilfe gedreht. Denn angesichts des für 2014 angekündigten Nato-Abzugs und der Befürchtung, dass die Taliban zurückkehren, breitet sich Angst aus.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle   :   A convoy of Norwegian, Swedish, Afghan National Army and U.S. military vehicles stops after a civilian vehicle ran into it as the convoy was returning to Camp Span, Afghanistan, following a medical civil action project Nov. 29, 2006. (U.S. Army photo by Sergeant Bertha A. Flores) (Released)

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Der westliche Irrsinn

Erstellt von DL-Redaktion am 27. Februar 2011

…im Umgang mit Libyen

Apollonia viviers.jpg

Die meisten Menschen im Westen haben scheinbar nicht die Komplexität der Vorgänge z.B. in Ägypten, Tunesien und Libyen begriffen. Wundert mich nicht, weil wir uns  in unserer modernen Medienkultur meist nur mit tagesaktuellen Ereignissen beschäftigen.

Deswegen kommt es in den Medien auch immer wieder zu so völlig gravierenden Fehleinschätzungen. „Revolution in Tunesien“, „Revolution in Ägypten“, wurde in zahlreichen Medien getitelt, nun ist es eben die „Revolution in Libyen“ …

Was kommt als Nächstes?

Besonders sogenannte „linke“ Blogs und Zeitschriften wimmeln im Internet von „Revolutionsmeldungen“, aber das ist pures Wunschdenken einiger „linker“ Spinner.

Man muss schon genauer hinschauen, um den ganzen Irrsinn der westlichen Berichterstattung über die islamischen Länder zu begreifen.

In Ägypten knüppelt das Militär mittlerweile wieder auf Demonstranten ein, in Tunesien sind die alten Machteliten weiter am Ruder und glaubt denn jemand ernsthaft, wenn Ghadaffi weg ist, würden sich die alten Machteliten das Ruder aus der Hand nehmen lassen?

Es werden lediglich die Herrscher ausgetauscht, aber der alte Apparat bleibt. Ein paar Zugeständnisse an das Volk und das war es dann.

Die Amis machen es ja vor z.B. im Irak, angeblich jetzt „demokratisch“, dank der USA, aber gestern zig erschossene friedliche Demonstranten gegen die Politik der Regierung.

TOLL, werden sich alle diktatorischen Herrschaftssysteme im islamischen Raum denken, wir tauschen den Herrscher aus, aber wir herrschen weiter.

Das Volk ist wieder eingelullt und nix hat sich wirklich verändert, außer vielleicht ein paar mehr Bürgerrechte, aber ansonsten …

Kennen wir als Deutsche doch! Die Ossis schrien „Wir sind das Volk“, der m.E. dümmste Demonstrationsruf der Geschichte überhaupt, was die Politiker sofort erkannten und nun können zig Ossis rufen „Wir sind das arbeitslose Volk“ …

Da wurde für Ägypten durch die Medien der „Friedensnobelpreisträger“ El-Baradei als möglicher künftiger „demokratischer“ Ministerpräsident für Ägypten hochgejubelt.

Den kennt in Ägypten aber kaum jemand und das Süffisante an dieser Trauerfigur ist, dass er nur durch Mubarraks Fürsprache überhaupt so weit bei den Vereinten Nationen aufsteigen konnte. Er ist ein Zögling des Mubarrak Regimes und reißt nun den Mund auf.

Man sollte z.B. öfter mal die Veröffentlichungen von Peter Scholl-Latour lesen.

In Afghanistan und Irak hat der Westen im Prinzip bereits verloren.

Und erneut wird der Westen verlieren, in Ägypten, Tunesien, Libyen etc. pp., weil hier einfach fast niemand einen Schimmer von Ahnung hat, was dort wirklich „Sache ist“ und daher die falschen Schlüsse gezogen werden.

„Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte den Menschen nichts lehrt.“ (Mahatma Ghandi)

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Mit dem gleichen Thema unter dem Titel „Gemetzel in Libyen – Pladoyer gegen ein militärisches eingreifen“ befassen sich auch die Ruhrbarone. IE

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Grafikquelle  :Apollonia. Port oriental, reste de viviers ou de fosses à garum

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Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 31. Januar 2011

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

Grüne wollen Krieg, Mappus verbalisiert Fußgeruch, und Guttenberg kann nicht sparen. Vodafone schaltete sein Netz in Ägypten ab – einfach mal den Anbieter wechseln, sagt Friedrich Küppersbusch.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht letzte Woche?

Friedrich Küppersbusch: Vodafone schaltete willfährig sein Funknetz in Ägypten ab.

Was wird besser in dieser?

Einfach mal den Anbieter wechseln.

9 dafür, 22 dagegen, 34 Enthaltungen – was sagt uns das Abstimmungsverhalten der Grünen beim Bundestagsbeschluss über das Afghanistanmandat?

Mit 9 Toten, 22 Überlebenden und 34 schwerverletzten SoldatInnen wäre also rechnerisch die Haltung der Partei formerly-known as Friedensbewegung in Fleisch und Blut übersetzt. Es wird schlimmer kommen. Es bleibt ein Ruhmesblatt eines Sozialdemokraten, dass Karl Liebknecht im Ersten Weltkrieg als Einziger gegen die Kriegskredite zu stimmen wagte. Nachdem er einer früheren Abstimmung ferngeblieben war, also sich enthalten hatte. Und obgleich er postwendend unter Bruch seiner Immunität an die Front geschickt wurde. Immerhin fanden sich nun bei SPD und Grünen Einzelne, die den vaterlandslosen Gesellen als Weltbürger der Zukunft erkannt haben. Und beide Parteien haben hinreichend dargelegt: Dieser Formeltext wird bereits vor Abstimmung als Kriegsfortsetzung Guttenbergs, als Abzugssignal Westerwelles und als großes Weiß-ich-auch-nicht-so-genau für alle anderen gelesen. Rein formell: Zu einem Nichttext kann man nur eine Nichtmeinung haben. Das Abstimmungsergebnis des Parlaments: 72,5 Prozent dafür. Die Meinung der Bevölkerung in Umfragen: 70 Prozent dagegen. So geht Politikverachtung.

Unruhen in Tunesien, Ägypten, Jemen. Israel wird nervös. Braucht das Land ringsum Diktaturen, um zu überleben?

Schon diesseits der Interessen Israels wäre der Eindruck verheerend, dass wir was gegen Diktaturen haben, die nicht ordentlich funktionieren. Am Beispiel Algeriens aus den Neunzigern: So lange wählen lassen, bis keine islamischen Parteien mehr drankommen, war damals moralisch verwerflich und ist heute pragmatisch Unsinn. Man wird sich an eine Idee „islamisch-demokratischer Parteien“ gewöhnen müssen, die sollen ja auch mit einer „Christ-demokratischen“ reden. Auch nicht einfach!

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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Urheber Unbekanntwikidata:Q4233718

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Krieg im Klassenzimmer

Erstellt von DL-Redaktion am 22. Dezember 2010

Der Krieg beginnt  im Klassenzimmer

Ein erschütternder Bericht über die Militärisierung durch die Klassenzimmer. Wird demnächst die Schützenreihe oder das Schützenrudel auf den Schulhöfen trainiert? In den Kindergärten morgens Aufstellung genommen und zum hissen der Flagge die Nationalhymne abgespielt? In den Staaten und vielen anderen Ländern alte Tradition aus der Kolonialzeit.

Diesem energisch entgegenzutreten müsste an erster Stelle die Aufgabe Verantwortungsbewusster Eltern sein. Dieses Land kritisiert die Rekrutierung von Kindersoldaten in Afrika und Asien und akzeptiert eine stille Mobilmachung in den eigenen Schulen? Eingeleitet von Verantwortungslosen Politikern welche beim nächsten Amoklauf an einer Schule Computerspiele als Ausgangspunkt für Gewalt und Brutalität anprangern? Die ausgeprägte Janusköpfigkeit in diesem Land ist kaum noch zu toppen. Die Politik setzt sich ruhig hinter den warmen Ofen und schickt an Schulen rekrutierte Militärs in alle Welt, um dort die Nachschubwege für die von der Industrie benötigten Bodenschätze freizuhalten. Das ist dann Kostengünstiger als einen fairen Preis für die entsprechenden Güter zu zahlen.

Auch an den ARGEN sind dergleichen umtriebige Machenschaften Gang und Gäbe und helfen  auf diese Art die Arbeitslosenzahlen weiter abzubauen. Ob die Kinder der Hüterin der von der Leyen Dragsalierungen demnächst auch an der Front zu finden sind? Na ich denke diesen naiven Glauben unterliegen nicht einmal die Wähler des Kriegsministers.

Wer von den Eltern einem solchem Vorgehen nicht energisch entgegen tritt sollte sich später nicht beschweren wenn eigene Kinder nicht unversehrt von ihren Einsätzen aus den Kriegen zurückkehren.

Der Schreiber dieses TAZ Artikel, heute ca. 25 Jahre alt, kommt aus dem Kreis WAF und war einmal Mitglied in der Linkspartei. Hier nun der Artikel:

IE

Kriegeinsatz im Klassenzimmer

Der Armee gehen die Rekruten aus. Einige Länder haben Verträge mit der Truppe für Lobbying an Schulen geschlossen. VON MICHAEL SCHULZE VON GLASSER

„Was hat die Bundeswehr mit Piraten zu tun? Warum sind deutsche Soldaten in Afghanistan und wieso ist eine Pipeline Bestandteil internationaler Sicherheitspolitik?“, fragt das Sächsische Staatsministerium für Kultus und Sport in einer Pressemitteilung. Die Armee möchte Schülern die aufgeworfenen Fragen erklären und sie nebenbei für sich rekrutieren. Der sächsische Kultusminister Roland Wöller (CDU) und Generalmajor Heinrich Geppert von der Bundeswehr werden am heutigen Dienstag im Kultusministerium in Dresden feierlich eine Kooperationsvereinbarung zwischen beiden Institutionen unterzeichnen. Nicht die erste dieser Art.

Angefangen hat es im Oktober 2008, als die damalige nordrhein-westfälische Schulministerin Barbara Sommer (CDU) einen Kooperationsvertrag mit der Bundeswehr abschloss. Das Papier sieht unter anderem vor, dass die Bundeswehr in die Aus- und Fortbildung von Referendaren und Lehrkräften eingebunden wird und sogenannte Jugendoffiziere – junge, rhetorisch geschulte Soldaten – in Schulen eingesetzt werden.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle  : Twitter  :

„Kriegsspiel“. (a)

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Aufklärer Wikileaks

Erstellt von DL-Redaktion am 21. Dezember 2010

Im Zweifel für die Aufklärung

Datei:Hans-Christian Ströbele 30. April 2008 2.jpg

Ich kann Christian Ströbele nur zustimmen wenn er schreibt das man Wikileaks einen Orden überreichen würde, hätte er ein Komplott gegen die USA aufgedeckt. Diese Tatsache macht aber doch nur deutlich das bis zum heutigen Tag das „in Blöcken“ denken nicht aus den Köpfen der Politik verschwunden ist. Auf der anderen Seite aber zeigt es auch das die Politik nicht bereit ist ohne Feindschaften zu leben. Diese Mauern werden gebraucht um über ein aufgebautes Feindbild von den eigen Fehlern abzulenken. Das nennt man dann Demagogie, sowohl in den Partei als auch den Religionen.

Hier nun ein interessanter Kommentar von Christian Ströbele. IE

 

Hätten die Hacker ein Komplott gegen die USA aufgedeckt, sie wären Helden. Die Hetze gegen sie erinnert verdammt an die Zeiten unter McCarthy

Ich hab auf die Wikileaks-Veröffentlichungen nur gewartet. Natürlich ist nicht alles neu: Dass Korruption auch in der Karsai-Regierung blüht, weiß jeder, der sich mit Afghanistan beschäftigt. Auch, dass von Regierungsmitgliedern kofferweise Dollars halblegal und in bar ins Ausland verbracht werden, stand schon in der Zeitung.

Aber dass eine US-Botschaft unter Berufung auf die US-amerikanische Drogenbekämpfungsbehörde vertraulich an das Foreign Office meldet, der Exvizepräsident von Afghanistan habe bei einer Reise nach Arabien 52 Millionen Dollar Bargeld außer Landes geschleust, das ist doch eine wichtige Information. Und dass nach US-Botschaftsberichten arabische Potentaten die USA regelrecht zum Krieg gegen den Iran und zum Angriff auf dessen Präsidenten, den sie doch gerade erst mit großen Ehren empfangen und umarmt hatten, gedrängt haben, auch das ist neu und durchaus von Interesse.

Es geht schlicht um Aufklärung

Die Bevölkerung dieser Länder hat ein Recht zu erfahren, wie sie systematisch von ihren Regierungen belogen wurde und wie der Vizestaatschef von Afghanistan an so viel Geld kam. Die Veröffentlichung solcher Dokumente dient der Unterrichtung und Meinungsbildung in der arabischen Welt oder in Afghanistan, aber auch hier bei uns. Schließlich sind wir in diesen Ländern nicht nur finanziell stark engagiert.

Quelle : TAZ >>>>> weiterlesen

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Quelle Eigenes Werk
Urheber Codeispoetry

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Zum Töten in Afghanistan

Erstellt von DL-Redaktion am 19. Dezember 2010

„It’s a war, right“

File:War on Terror montage1.png

Einen Reisebericht der TAZ Chefredakteurin Ines Pohl aus Afghanistan. Sie erzählt von Michael, einem amerikanischen Soldaten welcher mit seinen gerade einmal 26 Jahren bereits seinen fünften Kriegseinsatz ableistet. Er sagt: „It’s a war, right“. Und er musste auch töten! Weiter schreibt sie und ich zitiere hier: „Ich begegne zum ersten Mal in meinem Leben bewusst jemandem, der Menschen getötet hat. Hier, an diesem unwirklichen Ort, spreche ich das aus. In Michaels grünblauen Augen ist nicht der leiseste Schimmer von List: „Wirklich?“, wundert er sich. Ich habe schon länger nicht mehr an meine Großväter gedacht.

Beim Lesen eines solchen Berichtes fällt mir dann auch ein dass gerade unser Kriegsminister mit seiner Chefin in Afghanistan weilt. Wie sagte die Chefin gestern zu den Deutschen Soldaten: „Das ist für uns eine völlig neue Erfahrung. Wir haben das sonst von unseren Eltern gehört im Zweiten Weltkrieg.“ Das sei aber eine andere Situation gewesen, weil Deutschland damals der Angreifer gewesen sei.

Weiter konnten wir hören dass das militärische Engagement am Hindukusch auch der Sicherheit Deutschlands diene.  „Ohne Sie könnten wir nicht so sicher leben, und das müssen wir den Menschen auch sagen“. Sie räumte ein, dass die Bevölkerung den Einsatzzum Teil skeptisch“ sehe – „und trotzdem ist sie stolz auf Sie.“

Wenn ich solch politischen  Nonsens höre, läuft es mir immer kalt den Rücken herunter und ich frage mich was in den Köpfen solcher „Menschen“ eigentlich vorgeht? Gar nichts, wo nichts drin ist kann auch nichts vorgehen ? Der Krieg am Hindukusch sorge hier für ein sicheres Leben? Für wie dumm hält hält man ein Volk im 21. Jahrhundert ? Wie beruhigend auch für die Bevölkerung das „nur Soldaten“ ihr Leben verlieren und nicht unsere Politiker welche das alles lieber aus sicherer Entfernung beobachten.

Viele Experten sind der Meinung das es ohne die Kriege im Irak und Afghanistan keine Terroristen gäbe. Sie sind der Meinung das  hier Kriege einzig im Interesse der Wirtschaft geführt wurden und noch werden. Will man diesen Experten glauben und ich glaube denen mehr als jeden gekauften Politiker, geht es hier nur um Oel und Bodenschätze. So etwa sprach ja auch der vor kurzen zurück getretene Bundespräsident Köhler aus.

[youtube OZJwGSeCg7Q]

Hier der Reisebericht:

„It’s a war, right“

„Chicks“ ist in Pink auf die Toilettentür gesprüht. Drinnen stinkt es nach Chemikalien, überall knirscht Sand, die Spiegel sind verkratzt. Die Toilette wirkt verwaist. Von den rund 1.500 Soldaten hier in der Basis sind nur 60 Frauen.

Eine Stunde hat der Flug mit dem Helikopter von Kundus nach Ghazni gedauert. Endlich erleichtert stell ich fest, dass ich mich verlaufen habe. Keine Ahnung, wo der Rest meiner Truppe ist. Diese Unaufmerksamkeit wird mir den besten Teil der Reise bescheren. Ich höre Einschätzungen, für die die Amerikaner mir diesen Trip wohl nicht bezahlt haben. Denn wir sind embedded.

Wir, das ist eine Gruppe von zwei US-Journalisten, einem Kollegen aus Istanbul, einem aus Paris, einem aus London und mir, der einzigen Frau. Wir sind von den jeweiligen US-Botschaften eingeladen worden zu einer sechstätigen Informationsreise nach Afghanistan.

Eigentlich haben wir hier gar nichts zu suchen. Sondern sollten in eine ganz andere FOB (Forward Operating Base, Außenlager) gebracht werden. Dort hätten die Soldaten gewusst, was sie sagen sollen, wenn sie mit uns sprechen. In diesem sandigen Lager aber ist keiner auf uns vorbereitet. Unsere Piloten, Mitglieder privater Sicherheitsfirmen, die für die Embassy Air arbeiten, haben irgendwie die Karte falsch gehalten; uns abgesetzt und sich dann aus dem Staub gemacht.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

IE

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Grafikquelle  :

I, the copyright holder of this work, release this work into the public domain. This applies worldwide.
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I grant anyone the right to use this work for any purpose, without any conditions, unless such conditions are required by law.
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  • Derivative work: Poxnar
  • All four pictures in the montage are taken by the US Army/Navy.
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(Reusing this file)
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Kriegsminister auf Reisen

Erstellt von DL-Redaktion am 16. Dezember 2010

Wenn Einer eine Reise macht, dann kann er viel erzählen

So richtig verstehen kann ich die ganze Aufregung um den Ausflug der halben Familie des Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg nach Afghanistan nicht. Ist es doch in unserer Gesellschaft gute Tradition dass von den verschiedensten Vereinen in schöner Regelmäßigkeit entsprechende Reisen veranstaltet werden. Man denke dabei nur an die Kegelvereine, den Kartenspielclub oder auch die Vereine der Kaninchenzüchter, um hier einmal ein paar Beispiele aufzuführen. Reisen soll ja auch bekanntlich der Bildung dienen und die Verbundenheit zu einem Verein fördern. Selbst unsere Parteien nutzen die gebotenen Möglichkeiten ihre Fans durch Butterfahrten nach Berlin in eine gewisse Abhängigkeit zu bringen. Natürlich auf Kosten der Steuerzahler und auch in finanziell schwachen  Zeiten ist für unsere Politiker immer noch reichlich vorhanden. Sparen ja, das müssen die anderen.

So ist es denn nicht verwunderlich dass auch das deutsche Kriegsministerium die gegebenen  Möglichkeiten nutzt und  seinen obersten Kriegsherrn mit einigen Auserwählten, Fähnchen schwenkenden Enthusiasten auf Reise schickt. Wann und warum ergäbe sich denn auch schon einmal die Gelegenheit einer Reise nach Afghanistan, wenn denn dort nicht Krieg geführt würde? Nun sollte aber keiner auf den Gedanken kommen dass man dort nur Krieg führt um von den Problemen hier vor Ort abzulenken. Da aber, wie bereits gesagt Reisen bildet fühle ich ein wenig Mitleid mit den Kindern der Familie, welchen gerade in deren Alter ein Stück an Lebenserfahrung vorenthalten wird.

Hatte denn nicht schon „unser aller Frau Merkel“ noch am 11. 12. 2010 innerhalb einer Erklärung die Bevölkerung zur Unterstützung unserer Soldaten und Polizisten im Auslandseinsatz aufgefordert? Sie leisteten „oft unter Lebensgefahr“ einen erheblichen Dienst für Deutschland, sagte sie in der Videobotschaft Ihrer Mediathek im Internet. Der Dienst sei schwierig und verlange viele (Blut) Opfer. Trotzdem sei er für Deutschland von größter Wichtigkeit. Tränen des Mitgefühls waren bei dieser Rede nicht zu sehen und solange die Opfer von anderen gebracht werden ist dieses ja für eine selbstherrliche Regierung noch einiger maßen erträglich.

Solch wichtige Sätze, ich würde sagen Schicksalsworte haben wir vor nicht allzu langer Zeit schon einmal gehört. Dort wurde dann einer staunenden Bevölkerung verkündet, dass es auch Aufgabe der Soldaten sei im Ausland für freie Versorgungswege unseres Landes Sorge zu tragen und wichtige Rohstoffe zu sichern. Diese Worte waren seinerzeit so gewichtig das der so redende Bundespräsident wenige Tage später aus seinem Amt flüchtete. Wird  Frau Merkel auch bald flüchten, oder ist ihre Machtbesessenheit größer?

Nicht unterschätzen in diesem politischen Kabarett sollten wir das uns bevorstehende Front-Schauspiel von der großen Theaterbühne in Afghanistan. In den Hauptrollen unser Kriegsminister nebst Gattin, welche ja schon reichlich Bühnenerfahrung als Verbrecherjägerin im Privatfernsehen aufzuweisen hat. In der Nebenrolle ein gewisser Kerner dem auf diese Art und Weise wieder einmal reichlich Gelegenheit gegeben wird dümmliche Fragen zu stellen.

Als Bühnenbild bietet sich der Kriegsschauplatz direkt an. Auf rauchenden Kanonenrohren von Panzern sitzend wurde sicher von einem erstklassigen Regisseur  eine tolle Talk Konserve gefertigt.

Wie schreibt die Frankfurter Rundschau dieser Tage: Zitat: „Dass der fahrende Frontschauspieler Gattin Stephanie mit nimmt, rundet das Bild nur ab. Wer Krieg zur Fernsehshow trivialisiert, kann auf eine reizende Assistentin nicht verzichten.“ Das war in den James Bond Filmen auch nie anders.

Am  Mittwoch begrüßte Merkel Angehörige von Soldaten und Polizisten, die im Auslandseinsatz sind, im Kanzleramt. Im voraus schon  kündigte sie an, den Angehörigen sagen zu wollen: „Sie dürfen mit Recht stolz auf das sein, was ihre Kinder, ihre Partner für unser Land leisten.“ Ich dagegen hoffe das man SIe fragen wird warum Sie denn nicht dort ist, wenn das für unser Land sooo wichtig ist ?

Ja, wir sollen wieder zu etwas geführt (verführt) werden in diesem, unserem Land. Einige wenige versuchen mit aller Kraft uns mit einen Bazillus  Namens „Wir sind Deutschland“ zu impfen. Mehr als 70 % der Bürger dieses Landes sind friedliebende und ehrliche Menschen welche ohne Kriege leben möchten. Ihnen reichen Eroberungen zwecks Führung einer Partnerschaft aus. Ein Teil der Politiker scheint anderer Meinung zu sein, betätigt sich fortlaufend als Brandstifter und bleibt selber in sicherer Entfernung beobachtend hinter der Hecke sitzen. Der Aufbruch in eine Neue, alte Zeit?

Hier geht es weiter zu einem sehr gut geschriebenen Artikel von Bettina Gaus:  „Im Zeichen der Restauration“.

IE

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Grafikquelle  : Stephanie und Karl-Theodor zu Guttenberg (2010)

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Durch und durch korrupt

Erstellt von DL-Redaktion am 4. Dezember 2010

US-Armee erhob Gebühr für deutsche Großspende

File:Afghan Army neutralizes IED.jpg

Da wird in den von der Internetplattform Wikileaks offen gelegten Dokumenten  auch über ein  Millionenspiel in Afghanistan berichtet. Zum Beispiel von einen Koffer mit 52 Millionen Dollar in bar, mit welchem der Afghanische Vizepräsident Ahmed Zia Massud im Oktober 2009 am Flughafen in Dubai gestoppt wurde. Die US- Botschaft teilte mit, dass die Zollbeamten der Arabischen Emirate Massud ohne Nachfrage über die Herkunft des Geldes weiter ziehen ließ. So weiß der US Botschafter Eikenberry über enorme Summen an Bargeld zu berichten, welche laufend in das Land eingeführt werden. Auch soll der kürzlich in Ungnade gefallene Chef der Kabul-Bank, dem größten privaten Geldhaus in Afghanistan, gleich 39 Grundstücke auf der künstlichen Luxusinsel  Palm Jumeirah in Dubai besitzen. Schriften aus Kabul weisen auf das Bild einer völlig korrupten Elite hin. Einzig gegen den Landwirtschaftsminister scheint es keine Bestechungsvorwürfe zu geben.

Während afghanische Beamte, Warlords und Drogenbarone alles in die eigene Tasche stecken was irgendwie zu bekommen ist, kassieren auch die Amerikaner scheinbar nach Wildwestmanier von ihren Nato Partnern ab. Darüber berichtet der Spiegel in dem Bericht: „US-Armee erhob Gebühr für deutsche Großspende

Klassische Dokumente zeigen, dass sich auch die Deutschen über einen Verlust von 50 Millionen Euro  im letzten Jahr beschweren. Das verschwundene Geld war für den Aufbau der afghanischen Armee  in ein Gemeinschaftsprojekt eingezahlt worden. Die USA verlangten 15 Prozent Verwaltungsgebühren und verdienten so an ihren Alliierten Hunderte von Millionen. So stand es in einer Protestnote des deutschen Botschafters bei der Nato in Brüssel, Ulrich Brandenburg. Die USA korrigierte die Zahlungen als eine Handlings-Gebühr.

Folgt man den Informationen aus den Dokumenten scheint es im Großen und Ganzen kein gutes Miteinander unter den Verbündeten in Afghanistan zu geben. Über die Briten wird von den USA wie folgt gelästert: „Wir und Karsai stimmen darin überein, dass die Briten nicht in der Lage sind Helmand zu sichern.“ Noch schlimmer ist die Enthüllung das Großbritannien den USA erlaube, die international geächteten Streubomben auf seinem Territorium zu lagern.

Unterdessen bekommt der Wikileak Chef Julian Assange die ganze Macht der „Freien Demokraten“ zu spüren.  In dem Glauben mit der Ausschaltung dieser Person weitere Enthüllungen stoppen zu können, wird eine regelrechte Treibjagd auf ihn veranstaltet, wobei die Schweiz bereits ein virtuelles Asyl angeboten hat. So wurde über Twitter folgende Nachricht verbreitet:“ Die Wahrheit wird sich auch im Angesicht der totalen Vernichtung ihren Weg bahnen.“ Weiter schrieb Assange über Twitter „nach den massiven Angriffen hat everyadns.net die Domain Wikileaks gekillt, aber über die Adresse www.wikileaks.ch bleibe die Seite online.

Computerexperten sind sich unterdessen darüber einig das die Angreifer dieses Katz-und-Maus Spiel auf Dauer nicht gewinnen können. In dem Artikel: „Mächtige spüren die Macht der Hacker-Ethik“ berichtet ebenfalls der Spiegel darüber.

Auch RP-ONLINE berichtet unterdessen unter folgender Schlagzeile: „Eine deutsche Stiftung finanziert Wikileaks„. Aus diesem Artikel zitiere ich wie folgt: „Aktueller Spendenaufruf: Wikileaks unterstützen! Informationsfreiheit verteidigen!“ – gleich auf der Startseite der Wau Holland Stiftung wird für jene Plattform geworben, die in den vergangenen Tagen mit neuen Enthüllungen die weltweite Politik in Aufruhr versetzt hat“. Etwas weiter heißt es: „Doch wer steckt eigenlich dahinter? Die Wau Holland Stiftung, die in Berlin ansässig ist, schreibt über sich selbst, eine Stiftung „im Umfeld des Chaos Computer Clubs“ zu sein. Dieser bezeichnet sich auf seiner Webseite selbst als ist die größte europäische Hackervereinigung.“

Als Schlussgedanken hier noch folgendes: Mächtige werden immer erst von einer Masse mächtig gemacht. Eine jede Macht wächst mit der Duldsamkeit und Dummheit der Masse. Ein Bekannter Mensch hat einmal gesagt: In Afrika oder Asien werden tagtäglich Millionen für die Korruption ausgegeben, in Europa und Amerika Milliarden!

IE

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Grafikquelle :

Source Flickr: The IED Threat
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Afghanische Patrioten

Erstellt von DL-Redaktion am 27. November 2010

Die Paschtunen, die Nation und die Taliban

Gedanken über die Möglichkeit einer Friedenslösung in Afghanistan macht sich Georges Lefreuvre in den folgenden Bericht. IE

Die Beschlüsse der jüngsten internationalen Afghanistan-Konferenzen in London (28. Januar 2010) und Kabul (21. Juli 2010) waren offensichtlich nicht geeignet, das endlose Sterben in Afghanistan zu beenden – genauso wenig wie die jüngsten Wahlen. Im vorigen Jahr, dem achten des Krieges, fanden 2 412 Zivilpersonen den Tod.1 Im angrenzenden Nordwesten Pakistans liegt die Gesamtzahl der Todesopfer (Zivilisten, Soldaten und Taliban) inzwischen bei schätzungsweise 12 000.2 Zudem sind beide Länder, die insgesamt 200 Millionen Einwohner haben, vom Zerfall bedroht. Eine Lösung des Konflikts erscheint also dringlicher denn je.

In dieser Situation sehen viele die einzige Lösung in einem Kompromiss mit den Taliban. Aber gibt es wirklich keine Alternative? Um andere Lösungsmöglichkeiten zu sondieren, muss man sich von den üblichen Vereinfachungen verabschieden. Das gilt insbesondere für einige heikle Themen, die seit der Kolonialzeit zwischen Kabul und Islamabad konsequent tabuisiert wurden.

Über die strategischen Fehler, die seit 2001 in Afghanistan begangen wurden, ist so gut wie alles gesagt. Kaum thematisiert wird dagegen ein grundlegendes Missverständnis, das am Anfang des Afghanistan-Problems steht.

Ussama Bin Laden setzte sich 1986 im Osten Afghanistans in der Gegend von Khost fest, nur wenige Kilometer von der pakistanischen Grenze entfernt. Jenseits dieser Grenze, in den Stammesgebieten von Wasiristan, operierte damals Dschalaluddin Haqqani, ein aus Khost stammender prominenter paschtunischer Führer der Bewegung Hisb-i-Islami. Er hatte seine Kämpfer in Miranshah konzentriert, die über die Grenze hinweg die 40. Sowjetarmee in Schach hielten.

Quelle: LE Monde diplomatique >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle  : Taliban-Kämpfer ergeben sich während der Operation

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The war must go on !

Erstellt von DL-Redaktion am 1. August 2010

Auch Obama wird den Krieg nicht beenden.

File:War on Terror montage1.png

„Vielleicht könnten unsere europäischen Freunde helfen, eine kriegskritische Haltung auch in der US-amerikanischen Öffentlichkeit zu verankern. Doch für eine solche Herkulesaufgabe wären Freunde von Format nötig. Die aber haben wir nicht. Denn Cameron, Merkel und Sarkozy haben sich längst in den Marsch der Lemminge eingereiht, der uns an den Rand des Abgrunds führen wird.“

Mit diesen Worten beendet Norman Birnbaum seinen heutigen Kommentar. Es sollte uns ein wenig Nachdenklich stimmen, da wir auch im eigenen Land genügend Lemminge haben. Und das vor allem in den Parteien. IE

Auch Obama wird den Krieg nicht beenden.

KOMMENTAR VON NORMAN BIRNBAUM

Nachdem Präsident John Kennedy gefordert hatte, den Kalten Krieg zu beenden, und plante, die Militärberater aus Vietnam abzuziehen, wurde er 1963 erschossen. Martin Luther King oder Robert Kennedy wurden als weitere Helden der Veränderung fünf Jahre später ermordet. Kennedys Nachfolger, die großartigen und skrupellosen Präsidenten Johnson und Nixon (Letzterer sekundiert durch den Oberrealisten Kissinger) haben dann den Vietnamkrieg nicht beendet, obwohl sie wussten, dass er verloren war.

Mächtige Kräfte in der US-amerikanischen Gesellschaft erlauben einen Rückzug aus unseren verunglückten militärischen Abenteuern nur bei exorbitantem Druck – und das, obwohl wir seit 1945 keinen großen Krieg mehr gewonnen haben. Irgendwie gelingt es der Kriegspartei immer, die Nation mitzunehmen, völlig unabhängig davon, ob Zweifel in der Bevölkerung existieren. Auch Präsident Obama, gebildet und intelligent, wie er ist, wird also den desaströsen Krieg in Afghanistan nicht beenden. Und auch die Papiere, die nun von der nicht allzu transparenten Gruppe Wikileaks zugänglich gemacht wurden, werden nichts an der Politik einer Gesellschaft ändern, die zu Beginn des 21. Jahrhunderts in den Fängen des 20. Jahrhunderts steckt – genauer: in denen des amerikanischen Imperialismus.

Quelle : TAZ >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle :

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Hindukusch+Wikileaks

Erstellt von Gast-Autor am 27. Juli 2010

Der falsche DR. komm und weg zu Guttenberg bewegt seine Herrscharen im falschen Gelände ?

Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg - World Economic Forum Annual Meeting 2011.jpg

Wikileaks ist eine Internet-Plattform, auf der anonym eingestellte Dokumente veröffentlicht werden, die von öffentlichem Interesse sein können.
Auf dieser Plattform wurden bisher unbekannte Dokumente (natürlich anonym) eingestellt, die Aufschluss über den Afghanistan-Krieg in der Zeit von 2004 bis heute vermitteln.

„Der Spiegel“ kommt nach Auswertung der Wikileaks-Unterlagen zu dem Ergebnis, dass der deutschen Öffentlichkeit die ganze Wahrheit über die wirkliche Lage im Norden Afghanistans vorenthalten wird. Im Norden operiert die deutsche Bundeswehr.

So werden Ereignisse, die die Region, aber nicht die Bundeswehr direkt betreffen, vom und von und zu Kriegsminister Guttenberg schlicht verschwiegen. Ohne Zweifel besitzen diese Ereignisse eine Relevanz, die den Abzug der BW beeinflussen kann und beleuchten den Afghanistan-Krieg aus einem ganz anderen Blickwinkel.

Die Rheinische Post widmet dieser Angelegenheit einen ausführlichen Artikel mit der Überschrift „Unbekannte US-Einheit jagt Taliban“. Es gehört nicht viel Fantasie dazu, zu vermuten, dass deutsche KSK-Einheiten mit von der Partie sind; denn man will sicher einmal das anwenden, was man als Trockenübung gelernt und geübt hat.

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Fotoquelle : World Economic ForumFlickr: Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg – World Economic Forum Annual Meeting 2011

  • CC BY-SA 2.0view terms
  • File:Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg – World Economic Forum Annual Meeting

 

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Die neue Medienmacht

Erstellt von DL-Redaktion am 27. Juli 2010

Der Afghanistankrieg und die Enthüllungen

Fritz and merkel 02.jpg

Oh, gibst du mir das rote Mützchen ?

Für eine der größten Enthüllungen seit Jahren arbeitete die Internetseite Wikileaks mit drei klassischen Medien zusammen. Diese jubeln. Denn: Sie fühlen sich gebraucht.

VON TARIK AHMIA UND WOLF SCHMIDT

Das hat es noch nicht gegeben: Ein deutsches Magazin, eine englische und eine US-amerikanische Zeitung werten gemeinsam tausende geheime Militärdokumente aus – zur Verfügung gestellt von einer Internetseite, die ein australischer Exhacker gegründet hat. Als „Medienpartner“ werden der Spiegel, der Guardian und die New York Times auf der Webpage der Whistleblowerplattform Wikileaks bezeichnet. Ein Begriff, den man sonst eher von Open-Air-Festivals oder Tennisturnieren kennt, an die sich Regionalzeitungen kletten, um lobhudelnd über sie zu berichten.

Doch diese neue Form der Medienpartnerschaft hat das Potenzial, die Welt zu verändern – zum Besseren. Denn für das nun von den drei Medien veröffentlichte „Kriegstagebuch“ aus Afghanistan wurden die Stärken des neuen Mediums Wikileaks mit denen der alten Medien kombiniert: Wikileaks schafft es, an Dokumente zu kommen, die sonst keiner bekommt. Und der Spiegel, der Guardian und die New York Times machen das, was sie am besten können: Sie analysieren die Dokumente, checken sie gegen, ordnen ein, bewerten. Und sie sorgen dafür, dass die Leser die mehr als 90.000 Dokumente überhaupt bewältigen können.

Quelle : TAZ >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle : ISAF Headquarters Public Affairs Office from Kabul, Afghanistan101218-N-9946J-109 Uploaded by H-stt

 

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Der Afghanistan-Krieg

Erstellt von DL-Redaktion am 28. Mai 2010

Unser Vietnam

File:110527-M-HB680-201.jpg

Ein Krieg deutet immer auf das Versagen der Politik hin. Politik wird von Menschen gestaltet, welche sich gerade dort vielfach in dümmlicher Arroganz zeigen. Als Ergebnis können wir feststellen das es nur einen Grund für Krieg gibt: Wirtschaftliche Vorteile. Selbst Bundespräsident Horst Köhler äußerte sich auf seiner Reise in bekannter Art und Weise. Unterdessen wurde Strafanzeige gegen ihn wegen Verstoßes gegen Art. 26. Abs.1,i.V.m.Art. 56 sowie 59 Abs. 1 GG gestellt.

Auch wurde er wegen seines Auftruf zu Handelskriegen zum sofortigen Rücktritt aufgefordert. Ich glaube das es einfach nur billig ist, fremde Menschen in den Tod zu schicken.

Es ist verständlich das er als ehemaliger Chef der Weltbank für die Durchführung von Kriegen spricht. Unverständlich aber ist, dass er in seiner Rede immer wieder in der Mehrzahl  spricht. Ich stelle ganz einfach die Frage: Wer ist wir? Er selbst mit seiner Frau ? Dann würde ich Beiden empfehlen in Afghanistan aktiv für Recht und Ordnung zu sorgen. Oder und auch das wäre eine Möglichkeit, sich bei der Firma Asgaard als Söldner zu verdingen! Hinweisen möchte ich hier auch auf den Bericht bei den Ruhrbaronen. IE.

[youtube -5Kfm2JIj9I&feature=player_embedded]

Hierzu auch ein passender Artikel aus der TAZ.

Die Rechtfertigung des Afghanistankriegs kennt ein Vorbild: Schon einmal wurde die Freiheit des Westens angeblich in Asien verteidigt. VON RUDOLF WALTHER
Vietnam und Afghanistan – gibt es etwas, was diese ungleichen Kriege verbindet? Ja, es gibt Übereinstimmung, und zwar in genau zweierlei Hinsicht. Erstens: in der situativen Anpassung von politischen, propagandistischen und militärischen Rechtfertigungsmustern des Krieges. Zweitens: in der unentwegten Wiederholung der fast wortgleichen Rechtfertigungsparolen.

Was die Anpassung der Rechtfertigungsmuster betrifft, so galt der Vietnamkrieg zunächst als „Krieg gegen den Kommunismus“, der verhindern sollte, dass alle Länder Südostasiens wie Dominosteine fallen würden. Von dieser „Dominotheorie“ rückte man ab, als ihre spekulative Legitimationsfunktion durchsichtig wurde. Zu Beginn des Krieges in Afghanistan hieß es, es gehe um die Durchsetzung von Demokratie, Rechtsstaat, Menschen- und Frauenrechten. Derlei wiederholt heute niemand mehr. Zur Rechtfertigung blieben genau zwei Gründe: „unsere Sicherheit“ und die Solidarität mit der Nato, wobei der zweite Grund meist verschwiegen wird.

Mit dem Hinweis auf den islamistischen Terror meinte der sozialdemokratische Verteidigungsminister Peter Struck, „unsere Sicherheit“ werde auch am Hindukusch verteidigt. Er folgte damit nur der Devise Konrad Adenauers zum französischen Indochinakrieg (1945-1954): „Die Soldaten tun dies nicht bloß für Frankreich allein, sondern im Dienste der Freiheit der ganzen Welt.“ Für die „Verteidigung Berlins am Mekong“ zogen rund 100.000 deutsche Fremdenlegionäre in den Krieg. Um „unsere Freiheit“ zu retten? Sicher ist nur, dass rund 3.000 von ihnen ihr Leben allein im Mai 1954 in Dien Bien Phu verloren.

Quelle : TAZ >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle : This image is a work of a U.S. military or Department of Defense employee, taken or made as part of that person’s official duties. As a work of the U.S. federal government, the image is in the public domain in the United States.

Source http://www.marines.mil/Pages/PhotoDetails.aspx?ItemUrl=http://www.marines.mil/unit/2ndmlg/PublishingImages/110527-M-HB680-201.jpg
Author Staff Sgt. Theresa E. Seng

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