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RENTENANGST

BDH rät zur medizinischen Reha

Erstellt von DL-Redaktion am 5. Februar 2014

Sozialverband BDH rät zu medizinischer Reha

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Pressemitteilung zur Rentenpolitik

Der BDH Bundesverband Rehabilitation begrüßt die Kehrtwende in der Rentenpolitik. Dass nun auch Aspekte der Erwerbsminderungsrente aus der politischen Vergessenheit in das Licht der Öffentlichkeit gerückt werden, sei nach den Worten der Verbandsvorsitzenden Ilse Müller allerhöchste Zeit. Krankheit dürfe nicht länger zur Armutsfalle einer wachsenden Zahl von Menschen in unserer Gesellschaft werden, weshalb auch Fragen der medizinischen Rehabilitation in den Mittelpunkt gerückt werden müssten:

„Erwerbsminderungsrenten erreichen im Durchschnitt kaum eine Höhe von 600 Euro. Das ist nicht hinnehmbar. Die beschlossene verlängerte Zurechnungszeit bei der Erwerbsminderungsrente wird das Problem zwar nicht lösen, aber etwas Druck vom Kessel nehmen. Wir plädieren nach wie vor für eine schrittweise Abschaffung der Abschläge zur moderaten Erhöhung der Rentensätze, um das System sozial tragfähig zu machen.“

Der demografische Druck erfordere nach Ansicht des Sozialverbands auch eine Kehrtwende in der Präventionspolitik. Dazu Ilse Müller: „Zu viele Menschen scheiden krankheitsbedingt aus dem Erwerbsleben aus, da Maßnahmen medizinischer Reha budgetbedingt nicht vollständig ausgeschöpft werden könne. Die medizinische Rehabilitation ist eine Erfolgsgeschichte und kann sich angesichts der Alterungsprozesse in anderen europäischen Ländern zu einem entscheidenden Standortvorteil entwickeln. Die wissenschaftliche Expertise liegt dennoch in weiten Teilen Deutschlands politisch brach. Reha vor Rente kann uns helfen, Erwerbszeiten zu verlängern, Lebensqualität zu erhalten und uns im Kampf gegen den Fachkräftemangel unterstützen. Es ist höchste Zeit, über das Reha-Budget zu verhandeln und den politischen Kompass so auszurichten, dass auch in diesem Politikfeld Nachhaltigkeit zur obersten Maxime wird.“

Der Sozialverband, der sich politisch vor allem für Menschen mit Handicap stark macht, sieht die Rentenpolitik in der Pflicht, soziale Gräben zuzuschütten und die Herausforderung wachsender Altersarmut in dieser Legislaturperiode ernsthaft anzunehmen: „Endlich kommt Bewegung in die Sache. Der Kampf gegen die grassierende Altersarmut ist von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung und besitzt oberste politische Priorität. Mit der Anerkennung der Erziehungsleistung von Müttern und der Leistung von lange Zeit Versicherten setzt die neue Bundesregierung einen ersten wichtigen Akzent und zeigt, dass die Interessen der Älteren in unserer Gesellschaft künftig wieder eine größere Rolle spielen. Denn eines darf man nicht vergessen: Rentenempfänger sind nach zahlreichen Nullrunden darauf angewiesen, dass der Gesetzgeber unterstützend eingreift und die wirtschaftlichen Folgen steigender Lebenshaltungskosten und Energiepreise sozial verträglich abfedert. Klar ist: Eine Politik gegen die ältere Generation lässt sich künftig weder inhaltlich noch wahltaktisch aufrechterhalten“, so Ilse Müller.

Ansprechpartner
BDH-Bundesleitung
Eifelstraße 7
53119 Bonn
Telefon 02 28 / 9 69 84 – 0
Telefax 02 28 / 9 69 84 – 99
t.kolbe@bdh-bonn.de
www.bdh-reha.de

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Grafikquelle    :  Eingang der BDH-Klinik Greifswald mit Logo

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Rentenpolitik und Demografie

Erstellt von DL-Redaktion am 27. August 2013

Rentenpolitik muss Demografie beachten

Griechland – ein schöner Platz für Rentner –
mit einem Almosen von Merkel aber nicht möglich

 

BDH: „Beitragssenkungen schaffen nur konjunkturelles Strohfeuer“

Pressemitteilung:

Bonn, 26. August 2013 – Die stabile Konjunktur eröffnet nach Ansicht  des BDH Bundesverband Rehabilitation eine gute Gelegenheit, der  älteren Generation den dringend notwendigen wirtschaftlichen Spielraum  zu verschaffen und über die Rentendämpfungsfaktoren zu verhandeln.  „Spätestens nach der Bundestagswahl muss klar sein, wohin die Reise  geht. Die öffentlichen Kassen sind keine Sparschweine, hier kann die  Politik aktiv in die ökonomischen Verteilungsprozesse eingreifen und  wenigsten einen kleinen Teil der sozialen Schieflage der jüngsten  Vergangenheit wieder gutmachen. Wir raten zu einer schrittweisen  Abschmelzung der Rentendämpfungsfaktoren, um endlich den Kampf gegen  die Altersarmut aufzunehmen“ fordert die Bundesvorsitzende des  Sozialverbandes, Ilse Müller.

Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherungen haben nach Angaben des  Statistischen Bundesamtes (Destatis) im ersten Halbjahr  zusammengenommen einen Überschuss von 8,5 Milliarden Euro  erwirtschaftet. Das ist gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) einen  Anteil von 0,6 Prozent und schafft neuen politischen  Handlungsspielraum. Selbst im unsicheren europäischen Umfeld kann sich  die deutsche Wirtschaft mit einem stabilen Wachstum von 0,7 Prozent im  2. Quartal behaupten. Es sei höchste Zeit, dieses neue wirtschaftliche  Potenzial zwischen den gesellschaftlichen Gruppen sozial gerecht zu  verteilen, wie Ilse Müller unterstreicht: „Der Überschuss der  öffentlichen Haushalte gehört zum Großteil der älteren Generation, die  seit Jahren mit sinkendem Rentenniveau und einer Abkopplung ihrer  Kaufkraft von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung einen  großen Beitrag zur Stabilisierung der Sozialversicherung geleistet hat  und einen erheblichen Blutzoll für unsere Gemeinschaft geleistet hat.“

Die Senkung des Beitrags zur gesetzlichen Rentenversicherung auf 18,9  Prozent passe ebenso wenig in die Zeit wie die kolportierte Senkung  auf 18,4 Prozent im kommenden Jahr. Es sei höchste Zeit, Antworten auf  die demografische Entwicklung unserer Bevölkerung zu finden, da der  Rentenversicherung eine Zerreißprobe drohe. Beitragssenkungen seien in  diesem Zusammenhang absolut kontraproduktiv und bestenfalls ein  konjunkturelles Strohfeuer, so Müller.

— Ende der Pressemitteilung —

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH ist die größte deutsche Fachorganisation auf dem Gebiet der     Rehabilitation von neurologischen Patienten. Weiterhin bietet der BDH     rechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und   den   Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale     Betreuung an. Die stationäre neurologische Rehabilitation nimmt   einen   wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH   ein, um   Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer  und    geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins  Leben  zu   bieten. Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten  Weltkrieg auf  dem   Gebiet der neurologischen Rehabilitation  Pionierarbeit geleistet  und   Einrichtungen gegründet, die bis heute  Maßstäbe setzen und von  allen   gesetzlichen und privaten  Krankenkassen, den  Berufsgenossenschaften,   Rentenversicherungen und  Versorgungsämtern  sowie der Bundesanstalt für   Arbeit in Anspruch  genommen werden. In  der Trägerschaft des BDH   befinden sich heute  fünf über ganz  Deutschland verteilte neurologische   Kliniken. Dazu  kommen das  Rehabilitationszentrum für Jugendliche in   Vallendar und  das  Neurologische Therapie- und Beratungszentrum Ortenau   in  Offenburg. BDH Bundesverband Rehabilitation

Kontakt:
BDH Bundesleitung
V.i.S.d.P.: Ilse Müller
Eifelstr. 7, 53119 Bonn
tel 0228-96984-0 fax 0228-96984-99
mail presse@bdh-bonn.de
www.bdh-reha.de

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Grafikquelle    :  Küstenabschnitt im Herbst

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