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RENTENANGST

Rot-rot-grün in Thüringen

Erstellt von DL-Redaktion am 29. Oktober 2014

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Verstehen kann man die Restmitglieder der einst stolzen SPD doch auch, welche sich in Thüringen jetzt gegen rot-rot-grün wehren. Hatten doch gerade viele Menschen, welche nach der Wende dieser Partei beitraten, sehr große Hoffnungen in diese Partei gesetzt. Jetzt müssen sie also wieder einmal mitansehen wie sie von ihren Hoffnungsträgern in den Allerwertesten getreten werden.

Aber ist das nicht eigentlich das Aushängeschild dieser Partei? Die Unruhe, ein ewiges Hin und Her, immer auf der Jagd nach dem großen Geld? Blicken wir zurück auf Helmut Schmidt welcher noch heute so hoch auf dem Podest steht, so dass es noch niemand gewagt hat seinen Rollstuhl in die Alster zu schieben? Ein guter Kanzler für das Land – vielleicht, aber ein SPD – Kanzler, war er sicher eher nicht.

Später Gerd Schröder, eine Steigerung ja im negativen, mit noch viel mehr persönlichen Geltungsbedürfnis und großem Hofstaat. Die Ergebnisse sind noch heute Sicht – und fühlbar, als Einstieg in die Armut für die Arbeiter und Rentner Gruppe. Für eine Pulle Bier war er immer gut, aber sonst ? Ja, er wies mit seiner Meute darauf hin, wie wichtig der Kapitalismus für die „unterprivilegierte Schicht“ einer Arbeiterpartei sein kann. Gazprom für sich und Hartz für die Basis.

Und nun ? Das fette Stehaufmännchen  Gabriel mir seiner Mannschaft aus der die Nahles die nächsten Ur-Rechte der Gewerkschaften schleift. Ähnlich wie bei der Hartz Gesetzgebung durch eine Aushöhlung der „Freien Marktwirtschaft“. Das ist der Startschuss um Gewerkschaften überflüssig zu machen. Auch diesen Steilpass zur Wirtschaft hin hätte die CDU eher nicht gespielt, das überließ sie geschickt der SPD. Es sollte hier auch einmal betont werden dass die Gewerkschaften Ihre besten Zeiten nach dem Krieg unter CDU / FDP Regierungen hatten !

Und die Mitglieder der SPD und der Gewerkschaften blicken diesem Treiben wieder einmal Regungslos zu. In preußischer Obrigkeitshörigkeit, sie nennen es Parteiräson, wahren sie Parteidisziplin um ihren Spitzen wieder einmal die Taschen zu füllen. Die, welche an diesen neuen Reichtum keinen Anteil haben, werden später erneut die Partei verlassen um mit diesen Wechsel in Die Linke auch Diese nach unten zu ziehen. Wie gehabt – sage keiner später er habe es nicht genau so kommen sehen, denn Geschichte wiederholt sich wieder einmal.

Ja, wir hatten viele „Führer“ in der fernen und nahen Geschichte des Landes, es waren aber letztendlich immer die BürgerInnen „welche haben diese machen lassen“ wobei die Masse immer für die Gier der Eliten die Zeche zahlt. Wir Menschen bekommen es eingebläut von Kindheit an und hören: Wenn du schön artig bist – bekommst du Schokolade, nach dem die Hausaufgaben fertig sind darfst du spielen. Du lernst nur für dich, damit du es später einmal besser hast als wir. Auch schließen wir Versicherungen für die Zukunft ab.

Wenn du betest und fromm bist kommst du in der Himmel und wenn du viel sparst hast du ein gutes Leben im Alter. Das ganz Leben des Menschen besteht aus Zukunftsversprechungen. Nur wenn die Versprechungen eingelöst werden sollen, liegen die Versprecher meist lange unter die Erde, nachdem diese, die Eltern einmal ausgenommen, auf Kosten der Zahlenden ihre Freuden genießen konnten.

Da wären wir dann wieder in der Linken angekommen, in der den Mitgliedern noch mehr versprochen wird und jeder weiß heute schon, dass diese Versprechungen nie eingehalten werden können. Zumindest nicht mit Leuten welche schon ihren Altparteien weggelaufen sind, nachdem Sie sich dort haben ausnehmen und blenden lassen. Nun wechselt man oder hat zuvor gewechselt um selber auszunehmen? Da dreht sich eine Spirale immer weiter und verblendete Mitglieder begreifen einfach nicht, dass sich aus Menschen welche in Feigheit gelebt haben kaum Siegertypen entwickeln.

In einer Partei müssen die einzelnen Mitglieder die Richtung bestimmen und sich nicht von Vorständen oder Vorsitzenden vorführen lassen. Da hat der „Kleinste“ zumindest so laut zu sein wie der „Größte“, welchen er zuvor auf seinen Posten geholfen hat.! Ohne Zivilcourage  ist demokratische  Politik nicht möglich. Da werden Personen eingestellt, auf Posten oder in Mandate gehievt  um Aufgaben zu erledigen, zu welchen sie eher nicht befähigt sind. Sie sichern aber den Platz an der Sonne für Leute welche besser in Dunkeln säßen. Solch ein System kann ich kritisieren aber nicht mitmachen.

So ist dieser Artikel aus Eisenach auch als gutes Beispiel für den weiteren Werdegang der Linken zu sehen. Die in der SPD schon blinden Nachläufer gehen in die Linke nach dem sie ihre Augenklappen eingefärbt und Ihren Blindenstock noch mehr in dunkelrot gestrichen haben. Sehen werden sie trotzdem nicht und es wäre für ihr selbstbewusst sein sicher besser einen Schlussstrich zu ziehen.

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Nach der Wende wollten die SPDler von der SED nichts mehr wissen. Wählen sie jetzt einen linken Ministerpräsidenten?

AUS EISENACH TOBIAS SCHULZE

Als der Genosse fertig ist, fällt auch Heidrun Sachse nichts mehr ein. Im Grunde ist sie Optimistin, anders hätte sie in dieser Partei schon lange keinen Spaß mehr. Aber jetzt sitzt da dieser Mann, seit 24 Jahren Kreisrat im Wartburgkreis, Hundezüchter, ein Kreuz wie Herbert Wehner, und soeben hat er gestanden, dass er nicht mehr schlafen kann. Jede Nacht liegt der 58-Jährige zwei Stunden wach und denkt an die SPD: „Uns bricht die Basis weg, wir entlassen Mitarbeiter, und den Goldenen Löwen müssen wir auch bald dichtmachen.“

Heidrun Sachse könnte ihn aufmuntern. „Och ja“, könnte die Vorsitzende des Kreisverbands Eisenach sagen und dann, wie häufig, wenn es um die Misere ihrer Partei geht, von den kleinen Lichtblicken erzählen. Diesmal bleibt sie aber genauso stumm wie ihre 23 Parteifreunde im Raum. Der Hundezüchter hat ja recht: Mit der SPD geht es in Eisenach bergab. Nach dem Zwölfprozentdesaster bei der Landtagswahl steht sie vor einem Scherbenhaufen, wie die Sozialdemokraten in ganz Thüringen. Und Rot-Rot-Grün hin oder her: Über die Lage im Landesverband sorgt sich sogar die Parteispitze im Willy-Brandt-Haus.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Fotoquellen: Wikipedia

Oben:Author Metilsteiner / Das Museum Goldener Löwe in Eisenach, Marienstraße

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Mitte: Urheber Milllalex

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Unten:Namensnennung: Bundesarchiv, Bild 183-1989-0807-028 / CC-BY-SA

Gedenkstätte-Im „Goldenen Löwen“ in Eisenach wurde die Nationale Gedenkstätte zum Eisenacher Kongreß anläßlich der 120. Wiederkehr dieses bedeutsamen Ereignisses wiedereröffnet. 200 Delegierte hatten auf diesem Kongreß am 8.-9. August 1869 den Zusammenschluß der sozialdemokratischen Arbeiter Deutschlands beschlossen.

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