DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

DL – Tagesticker 03.05.14

Erstellt von DL-Redaktion am 3. Mai 2014

Direkt eingeflogen mit unserem Hubschrappschrapp

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1.) Seite an Seite

TRANSATLANTIK US-Verteidigungsminister fordert höhere Rüstungsausgaben. Merkel und Obama üben sich beim Staatsbesuch im Schulterschluss

TAZ

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2.) Linke und Grüne wollen Snowdens

Vernehmung beantragen

Ungeachtet des jüngsten Regierungsgutachtens wollen Linke und Grüne einen Antrag auf Vernehmung Edward Snowdens stellen. Das kündigte die Obfrau der Linksfraktion im NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestages, Martina Renner, an.

MZ

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3.) Sachse hackt Internetseite des US-Geheimdienstes

Die NSA sammelt weltweit Daten und knackt Computersysteme – doch offenbar ist die eigene Webseite des Geheimdienstes unsicher. Ein 24-jähriger Hacker konnte sich Zugriff darauf verschaffen

MZ

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4.) Mia san mia – und ihr seid ihr!

THOMAS MÜLLER BESCHWOR VOR DEM HALBFINALE DEN NATIONALEN SCHULTERSCHLUSS. EIN SCHMARRN – MINDESTENS

TAZ

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5.) Nach anonymer Anzeige:

Staatsanwalt leitet Vorermittlungen wegen möglicher

Untreue bei SPD-Fraktion ein

Die SPD-Kicker „Rote Hosen“ um Heiko Maas sind in der Defensive: Der Rechnungshof wirft ihnen angeblich Verschwendung von Steuergeld vor. Erste Details der Prüfung der SPD-Fraktionskasse sind durchgesickert.

Saarbrücker-Zeitung

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6.) Entführte Schülerinnen werden für 10 Euro

im Dschungel verkauft

Die Boko-Haram-Extremisten terrorisieren Nigeria mit Bomben und Entführungen. Die verschleppten Mädchen werden derweil verkuppelt.

Tages-Anzeiger

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Der, Die, Das – Letzte vom Tag

Linke haben immer Recht

7.) Wahl-Streit: Linke gibt sich geschlagen

Herten.  Die Partei die Linke hatte das Formular für die Kandidatur von Martina Ruhardt nicht im Rathaus eingereicht. Im folgenden langen Streit gibt sie sich nun geschlagen und will die Bürgermeisterwahl nicht anfechten. Aufwand und die Kosten wären enorm.

WAZ

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Hinweise nehmen wir gerne entgegen

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Merkels große Afrikareise

Erstellt von DL-Redaktion am 15. Juli 2011

Die Kolonisierung von Afrika kann beginnen

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/90/Oxfam_Horn_of_Africa_famine_refugee.jpg

Der Onkel ging, die Mutti kam mit gleichen Gruss: Liebe Negerinnen und Neger !

Nach dem Panzerdeal mit Saudi Arabien machte sich eine Wirtschaftsdelegation unter Ihrer Chefaufseherin Merkel auf den Weg nach Afrika um auch dort die Klinken für den Verkauf deutschen Kriegsmaterials zu putzen. Motto dieser Urlaubsreise: Die Reisekosten zu Lasten des Steuerzahlers damit die Gewinne den Unternehmen Gut geschrieben werden können.

Als einer der größten Exporteure von Waffen in aller Welt kann sich das vorläufiges Ergebnis dieser Sommerreise sehen lassen, brachte es doch eine Lieferung von Kriegsschiffe in Höhe von runden 80 Millionen Euro nach Angola in Aussicht.

Die Ausreden der politisch verantwortlichen Waffenlobby werden dabei immer bunter und einfallsreicher, wobei die Argumentationen von der Bevölkerung mehr und mehr als zynisch und verlogen angesehen werden. Laut Umfragen verurteilen 94 % aller Bürger solcherart Geschäfte und die Erfahrung zeigt dass in den meisten Regionen der Welt wohin die  Waffen geliefert wurden auch Eskalationen in Form von Kriegen stattfinden.

Hatten wir in diesem Lande gedacht die Zeit der „Flintenweiber“ mit Ende des zweiten Weltkrieges hinter uns gelassen zu haben, stellen wir heute begeistert fest dass es Frauen gibt, welche sich auch im internationalen Waffengeschäft betätigen.

Die Deutsche Reisegesellschaft suchte sich ja auch nicht von ungefähr Angola als ein Ziel ihrer Reise aus. Ist Angola doch eines der wenigen reichen Länder auf diesen vergessenen Kontinent. Gerade die Westküste Afrikas von Angola bis hinauf nach Nigeria steht schon seit Jahren aufgrund seines hohen Ölvorkommens im Blickpunkt der USA und China, sowie einiger westlicher Industrieländer.

Länder welche sich nicht genieren arabische Brennpunkte mit ihren Waffen zu beglücken brauchen auch keine Skrupel vorgeben dergleichen in Afrika tätig zu werden. Wichtig ist allein das bei uns im Land der Frieden gewahrt bleibt, Afrikaner und Araber haben hier keine Wahlstimme.

Das nun von der Opposition ein solch lautes Geschrei veranstaltet wird, ist in der Politik, wo es gerade vor den Augen der Öffentlichkeit entweder nur Freunde oder Feinde gibt, politischer Alltag. Die heutigen Geschäfte mit Angola wurden bereits Anfang 2009, noch zu Zeiten der großen Koalition eingeleitet. Zu der Zeit saß Frank Walter Steinmeier noch mit Merkel an einem Tisch. Schon früher unter der rot-grünen Koalition wurden Waffen nach Angola geliefert. Rüstungsexporte im großen Stil, auch in Krisengebiete gehören zu den Normalitäten in dieser Republik, egal wer gerade in der Regierungsverantwortung steht.

Zusätzlich ist die SPD noch eine Schwesterpartei der einst marxistischen angolanischen Regierungspartei MPLA (Angolanische Volksbefreiungsbewegung) in der Sozialistischen Internationale. Die SPD hat es nicht gerne wenn das eigene Land von dieser guten Beziehung erfährt. So findet man in Angola heute den ehemaligen Bundesbankpräsidenten Ernst Welteke (SPD) wieder, welcher dort als Präsident der angolanischen Bank Banco Quantum tätig ist. Einer der Besitzer dieser Bank ist ein Sohn des angolanischen Präsidenten.

Ja, die lupenreinen Sozialisten haben ihre Regierungszeit gut ausgenutzt die Bürger mit Hartz 4 und sich selber mit gut dotierten Posten in aller Welt zu versorgen.

Schon heute gilt die Armee Angolas als eine der stärksten in Afrika. So hat diese Armee großen Anteil an die Installationen der Regierungen in der Demokratischen Republik Kongo und Kongo Brazzaville. Angola griff im Kongo mehrmals militärisch ein.

In Somalia verhungern zur Zeit aufgrund einer großen Dürrekatastrophe tausende von Menschen. Diese flüchten in ihrer Verzweiflung nach Kenia, dem ersten Land der Merkelschen Afrikareise. Der dortigen Regierung versprach man eine Millionen Euro zur Linderung der Not. Im Mittelmeer lässt man die Flüchtlinge absaufen. So sieht heute Europäische und Deutsche Politik aus. Früher galt der karitative Slogan „Brot für die Welt“. Er wurde von der westlichen Wertegemeinschaft mit Füßen getreten und sollte nun „Waffen für die Welt“ heißen.

Sarkastisch gesehen hat die Aktion ja auch etwas für sich. Denn das was sich gegenseitig abschießt braucht anschließend nicht mehr mit Brot versorgt werden. So warten wir mit Spannung auf die nächste große Reise der ehemaligen Volksgenossin, lauschen derweil dem alten schmachtenden Song „Es geht eine Träne auf Reisen“ aus dem Jahre 1968 welcher mit einigen Impressionen des gleichen Jahres unterlegt ist und fragen uns, besonders  wenn wir das Foto des Kindes aus Biafra sehen: Was hat sich an dieser Welt eigentlich verändert?

Volksgenossin, wenn Du eines Tages feststellst aus soviel Macht so wenig gemacht zu haben wirst Du Dich schämen und fragen müssen: „War ich das mir geschenkte Leben wert?“

[youtube JGloPNP2wDY]

IE

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Grafikquelle     :

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w:en:Creative Commons
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Fortsetzung der Barbarei

Erstellt von DL-Redaktion am 26. Dezember 2010

The Voice Refugee Forum

A small boat in water, with land on the horizon behind. Many people are on its outside in orange life jackets, some carrying inner tubes as well. A few are in the water swimming toward the camera. In the foreground a man in a red and back wetsuit has his hand out to them.

Der Frühling kehrt zurück nach Europa und mit ihm beruhigt sich auch das Mittelmeer. Bei ruhigerer See werden immer mehr verzweifelte Menschen auf ihrer Suche nach ihrem Recht auf Leben und Menschenwürde versuchen, in eine weiterhin grausame Festung Europa zu gelangen. Von diesen werden Tausende, Menschen mit einem Namen, einer Lebensgeschichte, mit Familien und Erinnerungen für immer in den Tiefen des Meeres versinken, so wie die mehr als 300 Leute, die erst vor wenigen Wochen vor der libyschen Küste ertrunken sind – Menschen, deren Leben einer ständig wachsenden Liste der Opfer kolonialer Ungerechtigkeit hinzugefügt worden sind.

Jene von uns, die es nach Deutschland geschafft haben, sind nur zu gut damit vertraut, was unsere Träume, Menschenwürde, Anstand und ein besseres Leben zu finden für uns bedeutet haben. Wie die Tausenden von Menschen, die Europa lieber am Boden des Mittelmeeres verendet gesehen hätte, sterben die Träume von einem besseren Leben in Deutschland oder Europa praktisch mit der Ankunft. Sie werden ausgerottet durch rassistische Arroganz und unmenschliche Misshandlung, die gegen uns losgelassen werden lediglich aufgrund unserer Herkunft oder unserer Hautfarbe.

Wir sind hier hergekommen und an Stelle von Verständnis für die Traumatisierungen, von denen wir betroffen sind, weil wir unsere Freunde und unsere Lieben zurücklassen mussten, weil wir dem Krieg und dem Horror der Armut entkommen sind, werden uns statt dessen Fingerabdrücke genommen. Wir werden verhört und absichtlich Misshandlungen unterworfen. Dabei werden wir oft ausgelacht, angeschrien, gedemütigt, es wird von oben auf uns herabgesehen und aus uns Nutzen gezogen. Wir werden zu Sündenböcken für ihre Unannehmlichkeiten und die Folgen ihrer krankhaften und inhumanen Politik gestempelt. Wir sind ihre Prügelknaben geworden, dafür bestimmt, um für alles bestraft zu werden, was schlecht in der Gesellschaft ist, sei es Kriminalität, Arbeitslosigkeit oder die Belastung der Sozialsysteme.

Sie denken, dass sie besser seien als wir. Zu Unrecht und auf hässliche Weise haben sie uns zu ihren Untermenschen gemacht. Uns, die wir aus derart reichen Kulturen kommen. Uns, deren Reichtum brutalen Vandalen zum Opfer gefallen ist, die wir ausgebeutet wurden, um die unersättliche Habgier westlicher Konsumenten zu befriedigen. Uns, die wir den von ihnen begünstigten Diktatoren und ihren skrupellosen ökonomischen Machenschaften standgehalten haben. Uns, die wir trotz wachsender Militarisierung unserer Länder und ihrer eigenen Grenzen sie mutig konfrontiert haben und die ihren Versuchen, uns in dem Horror einzukerkern, den sie für uns zu Hause geschaffen haben, entkommen sind. Und uns, die wir gewagt haben, für Wahrheit, Gerechtigkeit und unsere Grundüberzeugungen aufzustehen, die wir an Menschenwürde und Anstand unbeirrt festhalten.

Quelle: Afrique-Europa-Interact >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle  :

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