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RENTENANGST

Der Kampf des Geflügel

Erstellt von DL-Redaktion am 3. September 2013

Die Journalisten sind den Politikern gegenüber viel zu nachgiebig

Jetzt  Streiten sie wieder die Journalisten. Wer war der Sieger, wem gebührt der Lorbeerkranz für diesen „Gladiatorenkampf“, der Henne oder dem Hahn. Überraschend hierbei, in einem großen Teil der Presse wurde der Rabe zu Sieger gekürt. Wobei Giganten oder Gladiatoren, die Henne sah am Sonntagabend schon arg gerupft aus und punktet seit Jahren mehr durch ihr Understatement als durch einen nach außen getragenen Willen der politischen Gestaltung. Der Hahn wies dagegen nicht nach, wie er denn diese Henne nach all den verschenkten Oppositionsjahren nun plötzlich unter seine Fittiche bekommen wollte.

So konnte und durfte in den Augen der Presse letztendlich kein Sieger präsentiert werden, müssen doch alle, auch in den kommenden Jahren mit zumindest Einen der beiden Kontrahenten zusammenarbeiten um ihr tagtägliches Einkommen zu sichern. Der Wille einen Sieger zu präsentieren folgt hier natürlich auch der Befindlichkeit des betreffenden Blattes für die Eine, sowohl als auch gegen die andere Person.

Gelobt wurde folgerichtig auch der Einzige welcher sich nicht direkt dem Kodex des politischen Journalismus zu unterwerfen hatte. Jemand der als Unabhängiger Journalist des Unterhaltungsgenre frei aus dem Bauchgefühl heraus agieren konnte. Während seine MitstreiterInnen ihren seit Jahren, der Politik gegenüber gezeigten Respekt folgten, vermochte er die freche Unbekümmertheit einzubringen welche nicht nur die Jugend den Politkern gegenüber seit Jahren einfordert. Respekt vor den vom Volk bezahlten Leuten? Das war gestern und wird in den folgenden Jahren mehr und mehr verlorengehen. Der Respekt vor dem Wähler muss an die erste Stelle treten.

Der Sieger

Klare Sprache, Distanz zur Macht. Stefan Raab hat gezeigt, dass Journalisten anders mit Politikern umgehen können

Die Irritation steht Angela Merkel ins Gesicht geschrieben. Mehr als ein schiefes Lächeln bringt die Kanzlerin als Reaktion auf Stefan Raabs Fragen und Zurechtweisungen nicht zustande: Was war denn das jetzt? Und das?? Ja, spinnt der Typ? Muss ich mir das gefallen … – ja, besser ist das. Augen zu, einen Mundwinkel hoch und durch!

Für Merkel und ihren Kontrahenten Peer Steinbrück dürften sich beim TV-Duell am Sonntag in Bezug auf Raab die schlimmsten Befürchtungen bestätigt haben, beide packte der ProSieben-Entertainer so hart an, dass die Zuschauer zu Hause genauso feixten wie seine ARD-Moderationspartnerin Anne Will neben ihm: Mit weitem Vorsprung sah das Fernsehpublikum Raab nach dem TV-Duell vorn, gefolgt von Will, abgeschlagen fast gleichauf dann Maybrit Illner und Peter Kloeppel.

Geriet sein Start ein wenig holprig-beflissen, steigerte Raab sich im Laufe der Sendung deutlich, wie man das auch aus seiner Spielshow „Schlag den Raab“ kennt. Wobei er hier ausnahmsweise an gleich drei Fronten kämpfte: gegen die Worthülsen von Kanzlerin und SPD-Herausforderer, gegen die „Kann der das?“-Diskussionen vor dem Duell und nicht zuletzt gegen die politischen TV-Journalisten neben ihm, man könnte sogar sagen: gegen alles, was Deutschland unter politischem TV-Journalismus versteht.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle  :  Hahnenkampf in Indien

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Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 23. Mai 2011

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Die-Woche.png?uselang=de

Wie geht es uins, Herr Küppersbusch?

Im Rückblick auf die vergangene Woche beschäftigt sich der Fernsehproduzent und Journalist heute mit den europäischen Südstaaten unter dem Motto: „Wer seinen Sozialstaat zerlegt, dem werfen wir noch was in den Hut“. Eine Euro-Nanny mit Namen Merkel sorgt mit einem nützlichen Idioten Guttenberg für den Untergang.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht vergangene Woche?

Friedrich Küppersbusch: Ein grundlegender Wandel bei der FDP: Sie fordert Steuersenkungen.

Was wird besser in dieser?

Vorfreude auf den „Supercup“ zwischen dem Meister und einem Club aus dem südlichen Münsterland.

Stefan Raab steigt beim Eurovision Song Contest aus – auf allen Ebenen. Sein Rückzug stürzt Fans und ARD in Ratlosigkeit, hatte er doch den deutschen Vorentscheid gerade erst wiederbelebt. Und nun?

Der Abgang ist geschmeidiger, als z. B. in der Pressekonferenz Hitler zu verstehen („wollte ja auch irgendwie Europa einigen“), und hält die von Raab genannte Option offen: „Ich werde nicht mehr als Moderator, Juryvorsitzender, Komponist oder musikalischer Produzent mitwirken.“ Da fehlt ziemlich laut „Fernsehproduzent“. In der Rolle ist er besser als in den anderen. Die ARD klopft schon an.

Quelle: > >TAZ >>>>> weiterlesen

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