DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

Angst vor der Saar Macht

Erstellt von DL-Redaktion am 13. Januar 2012

Was will der Maas im Saarland? So wird sich der Wähler beim Lesen der täglichen Schlagzeilen aus Saarbrücken fragen. Will er, will er nicht? Kann er es sich überhaupt erlauben nicht zu wollen ohne das Image des ewigen Zweiten angeheftet zu bekommen? Das alles sind allerdings Fragen welche er an und für sich schon aus der Opposition heraus beantwortet hat. Steht er zu seinen Worten wird er müssen !

Will er seinen ersten Platz auf der Landesliste der SPD verteidigen oder auch festigen wird er um Neuwahlen nicht herumkommen. In jedem anderen Fall würde er sich mit seiner SPD Truppe dort einreihen wo sie aus Sicht der CDU auch hingehört: Auf den undankbaren zweiten Platz. Genau der Platz den die FDP im Bund zur Zeit einnimmt und auf dem sie wo möglich zerbrechen wird. Auf einen Beifahrerplatz neben der CDU würde er mit seiner Truppe der CDU in die Hände arbeiten und die Change verspielen jemals selber den ersten Platz besetzen zu können. Dieses hat auch etwas mit Psychologie gemein. Man lobt zwar den Zweiten, krönt aber den Ersten.

Auf den zweiten Platz an der Saar sitzen zu bleiben würde in den Augen der Öffentlichkeit auch für Maas bedeuten, nicht aus den Schatten seines politischen „Ziehvaters“ heraustreten zu können. Wurde er doch einst von Oskar Lafontaine politisch aufgebaut und seine Mitgenossen und die Wähler würden ihm vorwerfen bei dem entscheidenden Schritt versagt zu haben, und das damit die vergangenen Jahre in der Opposition als sinnloses Palaver vertan worden wären.

Der LINKEN würde er wahrscheinlich bei einer Übernahme der Regierung an der Saar den Todesstoß versetzen, da diese, nach den Ausfällen der FDP und den Grünen dort, sich gemeinsam mit der CDU die Rolle in der Opposition teilen müsste. Eine Verbindung welche schon von den Parteigrundsätzen her keine Zustimmung bei den Mitgliedern der LINKEN finden würde. Sie wäre damit praktisch politisch kaum mehr wahrzunehmen. Vielleicht aber könnte dieses auch das vorrangige Ziel von Maas sein?

Ein interessanter Bericht aus der Saarbrücker-Zeitung: >> Hier <<

Auch wurde in der LINKEN dort in den letzten Jahren so viel an guten Porzellan zerbrochen das es Jahre brauchen wird die Schäden wieder zu reparieren. Entscheidend ist ja auch dass diese Unruhen in den eigenen Reihen weiter gehen werden, denn gerade aus der Partei aussortierte Mitglieder werden durch neue Unzufriedene ersetzt werden und so die Gruppe der protestierenden erweitern. Auch zieht jeder Ausgeschiedene automatisch Wähler aus dem Familien- oder Bekannten -Kreis von der Partei ab. So gelingt es dieser Partei einfach nicht durch Sauberkeit und Ordnung auf sich aufmerksam zu machen.

Gestern erreichte uns ein Brief des ehemaligen LINKEN Mitglied Christoph Seeberger aus Saarbrücken mit der Bitte um Veröffentlichung. Laut Christopher wurde dieses Schreiben nicht nur persönlich sondern auch an die Kanzlei von Gregor Gysi gesandt, um damit das erreichen des Angeschriebenen sicher zu stellen.

Wie aus dem Schreiben hervorgeht bezieht sich der Schreiber auf die Vorkommnisse welche von der Bild-Zeitung vor einigen Tagen aufgegriffen wurden und auf den auch wir auf DL in dem Artikel „Das Chinesenficker Urteil“ berichteten. Dieses Urteil wird auch dem immer wieder gegen diese Partei erhobenen Vorwurf des praktizierten und geduldeten Rassismus neue Nahrung geben.

Hier nun der Brief im Wortlaut.

DIPL.DES. CHRISTOPH SEEBERGER  ARCHITEKT BDB D 66119 SAARBRÜCKEN

Bundesvorstand der Partei
Die Linke
z.Hd. Herrn Dr. Gregor Gysi
Kleine Alexanderstraße 28
10178 Berlin

Saarbrücken, den 03. 01. 2012

Sehr geehrter Herr Gysi,

Als Anlage sende ich Ihnen einen Artikel aus der Bild Zeitung, der von einer der saarl. Landtagsabgeordneten handelt. Die Dame ist von Lafontaine persönlich in den Landtag protegiert worden, genau so wie andere Günstlinge von Lafontaine. Lafo. Ist eine Despot, er duldet neben sich nur unterwürfige Jasager, Er diktiert die „Linie“ und wer von seinen Gnaden in ein Amt und / oder Mandat gehievt wurde hat zu folgen!!! Dabei ist die Bildung und der Anstand völlig gleichgültig ja, eher hinderlich. Genossen, die eigenständig denken können, werden von ihm oder dem Dipl. Hausmeister Linsler weg gebissen. So wird auch die Landesschiedskommission manipuliert. Die Sitzungen werden vorher besprochen, die Abstimmungsergebnisse werden vorab festgelegt, so hat er das schon zu SPD Zeiten gehandhabt.

Auch im Landtag braucht Lafontaine nur Jasager, die unabhängig ihrer geistigen Potenz bei Abstimmungen gemäß dem Vorsitzenden den Arm heben.

Ich kenne den Herren in allen Stufen seiner Karriere und ich werde, vor der nächsten Wahl, bei der sich dieser selbstherrliche Despot zur Wahl stellt, seine „Schweinereien“ ins Internet stellen.

Man muss diesen Despoten enttarnen!!!

Viele Grüße
Christoph Seeberger

Abgelegt unter Debatte, P. DIE LINKE, P.SPD, Saarland, Überregional | 2 Kommentare »

Das lustvolle Zerlegen

Erstellt von DL-Redaktion am 30. Juni 2011

„Wie sich die Linke lustvoll selbst zerlegt“

Lit-Forum IGB 2011-6 Lafontaine-Lesung.JPG

betitelt die Saarbrücker-Zeitung heute ihre Bestandsaufnahme der Bundespartei, in der Gregor Gysi mit dem Ausspruch aufhorchen lässt: „Bei uns stimmt die Chemie zum Teil nicht“. Eine Aussage welche wir immer wieder geäußert und auch entsprechend nachgewiesen haben. Ein großes Problem in einer Gemeinschaft in der die Täter zu Opfern gemacht werden.

Es rächt sich nun, dass die Parteispitze vor den Wahlen einigen West-Möchtegernpolitikern vollkommen freie Hand gelassen hat. Unterstützt von einer manipulierenden Bundes – Schiedskommission, wurden der Willkür Tür und Tor geöffnet, und die berechtigten Kritiken kalt lächelnd und arrogant beiseite geschoben. Siegertypen ignorieren nicht, die laufen mit offenen Augen und Ohren umher. Die hören das sprichwörtliche Gras wachsen und reagieren entsprechend. Die Mahnungen, dass es den meisten Westleuten nur um Geld und Mandate ging und auch heute noch geht, hat sich  im Nachhinein als absolut richtig herausgestellt.

Wenn laut Presse ein Klaus Ernst als Parteichef sich gegen jüngere Parlamentarier nur durch den Hinweis auf eine von diesen nicht nachgewiesene Lebensleistung verteidigen kann, sagt dieses mehr als viele Worte und legt das Dilemma in der Partei schonungslos offen. Im Westen haben sich überwiegend dritt- oder viert-klassige ehemalige Hinterbänkler an die Spitze manipuliert, welche ihren Machtrausch nur durch den knallharten Ausschluss ihrer Kritiker halten und ausleben können.

Auch die im letzten Artikel des Berichtes von Stefan Vetter angedeuteten Rückkehrhoffnungen auf Oskar Lafontaine werden wohl einer Lösung nicht dienlich sein. Der Partei fehlt es nicht an Böcken, welche mit ihren Hörnern Wände einreissen, sondern an ehrlichen Gärtnern, die auch bereit sind, ein Stiefmütterchen zu pflegen.

Hier der angekündigte Artikel von Stefan Vetter:

Gregor Gysi gab sich gestern kleinlaut: „Die Chemie stimmt zum Teil nicht.“ Er wisse, „dass welche sauer waren, aber ich weiß auch, dass sich das schnell beruhigt“. Der erste Satz ist stark untertrieben. Unter den Linken herrscht offene Feindschaft. Der zweite Satz beschwört eine Hoffnung, die sich kaum erfüllen dürfte. Denn Gysis Truppe ist dabei, sich selbst zu zerlegen.

Am Dienstagabend hat es heftig gekracht in der Bundestagsfraktion. Es gab Beschimpfungen, Abgeordnete verließen empört den Saal, Türen knallten. Und Fraktionschef Gysi ist daran nicht unschuldig. Seit die Antisemitismus-Debatte über die Partei hereingebrochen ist, versucht der letzte verbliebene Partei-Star die Dinge mit Beschlüssen zu ordnen. Erreicht hat er eher das Gegenteil. In der Fraktion regen sich Zweifel an seiner Führungsfähigkeit. Gysi wolle es allen Kräften recht machen, anstatt klare Kante zu zeigen, heißt es.

Quelle: Saarbrücker-Zeitung >>>>> weiterlesen

Wie sehr Warnmeldungen ungehört bleiben, können wir mit einer Email aus dem vergangenen Jahr nachweisen. Der Schreiber Christopher Seeberger zählte als Architekt zu den großen Kritikern an der Saar und wurde so aus der Partei ausgeschlossen. Er war einigen Karrieristen in ihrer Großmannssucht im Weg.

Von: Christoph Seeberger <roter_filz@yahoo.de>
An: dietmar.bartsch@bundestag.de
Gesendet: Dienstag, den 12. Oktober 2010, 8:20:00 Uhr
Betreff: WG: Landesvorsitzender will an der Saar neue DDR

Lieber Genosse Bartsch,

viele echte LINKE haben das gegen Dich inszenierte napoleanische Schurkenstück nicht vergessen.
Und ebenso viele LINKE haben von der napoleanischen Herrschaft und dessen Gefolge die Nase gestrichen voll. Die Anfechter der Landtagswahl 2009 stehen vor dem Rauswurf, während die eigentlichen „Täter“ ungeschoren davon kommen. Die „Elite“ um Napoleon vertrat offensichtlich die Meinung „was kann schon passieren, Napoleon wird’s schon richten“.

Anfechtung verschwinden lassen, Kreiswahlleiter täuschen, gefaktes Protokoll unterzeichnen (das war Prof. Bierbaum) Wahlumschläge öffnen und „auffüllen“ etc. etc.
Das alles soll satzungsgemäß sein?
Die Anfechter (eine Frau ist dabei) der Landtagswahl lassen sich von Napoleon und seinem Mann fürs Grobe nicht verbiegen.
Im Wahlprüfungsausschuss kommt noch mehr Licht ins Dunkel. Auch ich werde dort gehört werden.

MfG

Christoph Seeberger (ein entsorgtes Mitglied, auf Anweisung von Napoleon)

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—– Weitergeleitete Mail —-
Von: Christoph Seeberger <roter_filz@yahoo.de>

Kritik an Personen und ihren Positionen – schon auf Kreisebene – wird als unvereinbar mit den Grundsätzen der Partei dargestellt.

Das Aufzeigen von formalen Fehlern und Missständen führt durch die Obrigkeit zu Ausschlussanträgen. Hier fällt besonders der stellv. Bundesvorsitzende Prof. Dr. Heinz Bierbaum auf.
Prof. Bierbaum ist offenbar sehr empfindlich gegen die ihm gegenüber geäußerte Kritik (Verfahren 23/09 und 19/10 Schiedskommission Saar).  Die Art und Weise, dass ein interessenkollidiertes Mitglied derart versucht innerparteiliche Gegner einzuschüchtern und ausschließen zu lassen, tut der Partei nicht gut.
Feststeht, dass kritische Mitglieder ohne fachjuristischen Rat gegen  einen ferngesteuerten Vorsitzenden der Landesschiedskommission und  Prof. Bierbaum chancenlos sind.
Wessen Handschrift trägt der Satzungsänderungsantrag? Von Oskar’s Mann fürs Grobe oder gar vom Kaiser an der Saar („Napoleon)?
Für die Partei DIE LINKE stehen am 14.11.
GLAUBWÜRDIGKEIT und ANSEHEN
auf dem Spiel.

Der geringe Erfolg der LINKEN bei der Oberbürgermeister-Wahl in Völklingen war der 1. Schuss vor den Bug des erfolgsverwöhnten Napoleon von der Saar.
Der 2. Schuss wird nicht ausbleiben. Diese Sache wird der Presse nicht verborgen bleiben.
Lafontaine, Linsler und Bierbaum müssen weg.

Dann kehrt hier an der Saar auch wieder Ruhe ein

Christoph Seeberger(ein entsorgtes Mitglied- auf Anweisung von Lafontaine und Anfechter der Landtagswahl 2009)

Mit der Satzungsänderung beschäftigte sich auch folgender Artikel

„By, by Saar Demokratie?“
Erstellt von DL-Redaktion am Montag 11. Oktober 2010

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Grafikquelle   :  Oskar Lafontaine bei einer Autorenlesung anlässlich einer Hommage an den Schriftsteller Ludwig Harig während einer Veranstaltung des Literaturforums St. Ingbert

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