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Gysi und der Zeitdruck seiner Partei

Erstellt von DL-Redaktion am 5. Februar 2016

Gysi und der Zeitdruck seiner Partei

File:Gregor Gysi & Sahra Wagenknecht.jpg

„Mit solchen Slogans kommen wir nicht weiter“, kritisierte Gregor Gysi unlängst in einem Interview die Äussage seiner Nachfolgerin Sahra Wagenknecht und er äußerte sich recht zurückhaltend über seine unfähige Nachfolgerin. Viel gelernt scheint der der redende Sprachautomat vor Ihren Ehemann noch nicht zu haben.

Diese hatte mit dem Zitat „Wer Gastrecht missbraucht, der hat Gastrecht eben auch verwirkt“ für Irritationen gesorgt. Denn geleistet hat sie, wenn ihre Aussagen ernst genommen werden sollen für ihr neues Gastland ebenfalls noch nichts. Zumindest ist sie aus der sanft schwingenden sozialen Hängematte im Westen noch nicht herausgekommen. Und außer einer Zukunft auf der politischen Bühne oder den Job einer Lobbyistin wäre es auch für Wagenknecht schwer innerhalb eines wirtschaftlich orientierten Landes eine Zukunft in Aussicht zu nehmen.   Da kam das Lob aus der AfD gerade noch zur rechten Zeit. Wie anfällig ist die Linke für einfache Lösungen? Warum sind AfD und Pegida in den neuen Ländern so erfolgreich? Das sind Fragen auf die Wähler entsprechende Antworten hören möchten.

Das wäre eine Aufgabe für sie aber die Antworten dafür hat sie sicher noch nicht auswendig gelernt. Gregor Gysi hat dagegen auf alle Fragen eine entsprechende Antwort parat und weist damit auf den großen politischen Unterschied hin. Ist das Land immer noch gespaltet und wie fällt die  Bilanz seines politischen Lebens aus, lauten dann die weiteren Fragen.

Der Rechtsanwalt Gregor Gysi gehört zu den schillerndsten und umstrittensten Politikern. Er war Vorsitzender der PDS, zog 1990 über ein Direktmandat in den Bundestag ein und führte von 1990 bis 2000 die PDS-Fraktion, von 2005 bis zum Oktober 2015 war er Chef der Linksfraktion im Bundestag. Gysi, zu dessen Verdiensten es zählt, eine Partei links der Sozialdemokratie etabliert zu haben, hat immer für die Regierungsfähigkeit seiner Partei auch im Bund geworben. Jetzt sieht er seine Linke in der Pflicht, mit SPD und Grünen ein linkes Projekt gegen die Entwicklung Europas und Deutschlands zu setzen. Diese Enwicklung braucht aber Zeit, wenigsten 30 bis 40 Jahre welche die heutigen Macher nicht haben, da sie selbstverständlich vom Nutzen heute schon zehren möchten. Schon in der Flüchtlingsfrage, die unsere Gesellschaft bereits gespalten hat, gerät die Partei an ihre Grenzen und ist kaum bereit den „gravierenden Unterschied“ zu den Forderungen der AfD aufrecht zu erhalten. Allzu Vielen läuft in der Partei die Zeit davon.

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Grafikquelle    :

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Author Ralf Roletschek & Olaf Kosinsky
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