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RENTENANGST

Merkel für 1000 Jahre

Erstellt von DL-Redaktion am 29. Juni 2012

Achtung, Achtung Merkel will alle Überleben

Nachdem ich einen Liter Pril gesoffen haben geht die Alte vorne rein und hinten raus.

„Solange ich am Leben bin“, werde es keine gemeinsame Schuldenhaftung geben, versprach Merkel in einer Fraktionssitzung der FDP laut Teilnehmerangaben. Da die Presse ihr bislang aber als Physikerin bescheinigte:  „Sie sei es gewohnt, die Dinge von ihrem Ende her zu denken“ kommen die Fragen und Antworten auf so einen Satz recht verhalten.

Was will sie uns, der Bevölkerung mit so einem Satz mitteilen? Positives oder Negatives? Eine verschlüsselte Nachricht? Oder ist dieses als das Gestammel einer Politikerin zu werten welche an ihre Grenzen angekommen ist und nicht mehr weiter weiß? Ist dieses eine angekündigte Drohung oder Gnade?

„Solange ich am Leben bin“ bedeutet jetzt lebenslang Kanzlerin zu sein, oder auch nach einer Abwahl trotzdem das Sagen zu haben! Bei der Übernahme der Kanzlerschaft durch Einen aus der SPD Troika wäre das durchaus vorstellbar, auch bei einer absoluten Wahlmehrheit für die SPD. Ist es doch im Bund heute schon so, um CDU zu bekommen kann man auch SPD oder Grün wählen, ist ja ehe alles gleich.

Ganz anders dagegen bei Trittin! Der kriecht am Morgen hinten rein um am Abend beim Austritt vorne zu plärren, wie schrecklich dunkel und unsicher der Weg war. Hätte doch nur den Westerwelle fragen brauchen, welcher auch heute noch auf der vergeblichen Suche nach dem klaren Quell und den saftigen Wiesen ist. Haben wir als Kinder doch schon gesungen:

„Ri Ra Runkel die Hühnerfutt ist dunkel es kann ja gar nicht heller sein es scheint ja gar kein Licht hinein. Ri Ra Runkel die Hühnerfutt ist dunkel …

[youtube eSwBLJUf7dw]

Sollte die Gesellschaft jetzt damit beginnen darüber nachzudenken wie sie alledem Abhilfe schaffen kann. Wird jetzt endlich das von vielen immer noch ersehnte 1000 jährige Reich Deutscher Nationen, als Groß-Merkel-Land ausgerufen? Ist es nur ein Zufall das von der Regierung gerade jetzt für eine größere Bereitschaft zur Organspende geworben wird? Junge Ersatzteile braucht die Politik. Damit könnte man das Leben von einigen vielleicht endlos? verlängern? Als Tod ist der „Hirntod“ anerkannt, was meinen könnte das nur das Hirn stirbt. Laufen vielleicht in den Parlamenten schon einige davon herum und wir haben es bislang nur nicht bemerkt.

Frau Merkel sollte sich vielleicht einmal ihre Einlagerung auf Eis überlegen. Jederzeit abrufbar hätte auch etwas für sich. Ein jedes mal wenn es der Bevölkerung wieder einmal zu gut geht und eine Umverteilung in der Gesellschaft von Nöten wäre, könnte sie sich schnell auftauen lassen um die notwendigen Dinge zu regeln. Wird es doch in der Geschichte ein Sonderfall bleiben gleich zweimal und beim zweiten Mal sogar von der Spitze aus, an den Konkurs eines ganzen Landes beteiligt zu sein.

Es ist vieles Faul in diesem Staat und das im besonderen bei denjenigen welche immer viel reden und noch weniger handeln. Was mag die Kanzlerin wohl bei ihren Besuchen in den Kabinen der Fußball Nationalmannschaft Welt bewegendes gesehen haben? Es kann doch kein Zufall sein das gerade jetzt, während einer Fußball-Europameisterschaft über die Beschneidung von Knaben debattiert wird?

Über die Verstümmelung oder Beschneidung von Mädchen schweigt man sich seltsamerweise aus. Geschieht das aus Respekt vor unserer höchsten Dame im Land? Seltsam, die Engländer erwarten immer nur das wir ihre Königin respektieren. Oder hat man von einer Insel aus einen besseren Überblick und sieht bei Frau Merkel den Anfang vom Ende her?  Was bleibt dann als Geschichte? Ein Hosenanzug

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Grafikquelle    :

Fotoquelle: Wikipedia – Urheber Jacques Tilly

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Die Fraktion passt sich an

Erstellt von DL-Redaktion am 25. Mai 2012

Feiges Parlament

Am Freitag wollen die Parlamentarier dem Volk aber mal so richtig zeigen, dass sie, wenn es darauf ankommt, mehr können als Koalitionskrach, Taktiererei und Machtspielchen. Wenn es darauf ankommt, und bei der Organspende kommt es darauf an, dann spielen ideologische wie politische Gegensätze keine Rolle mehr. Das jedenfalls suggerieren die beiden in dieser Frage unzertrennlichen Fraktionschefs von Union und SPD, Volker Kauder und Frank-Walter Steinmeier. Dann geht es nur noch um die Sache.

Und die Sache drängt. Angeblich.

Sie drängt so sehr, dass an diesem Freitag die Grünen und die FDP, die SPD und die Linkspartei und selbst Horst Seehofers CSU und die CDU gemeinsam gleich zwei Gesetze durchpeitschen wollen: die Neuregelung der Organspende sowie die Reform des Transplantationsgesetzes. Ziel ist eine Verbesserung der Spendenbereitschaft. Ein gesundheitspolitisches Nischenthema rückt auf in die erste Liga der Parlamentsdebatte. Weil es sich eignet für Pathos und für Symbole. Weil es rührselige Geschichten erzählt von todkranken Kindern, die plötzlich wieder ausgelassen über grüne Wiesen tollen können – dank des Herzens eines altruistisch Verstorbenen, und natürlich dank lebenslänglicher Immunsuppressiva (die zu erwähnen an einem solchen Tag sicher als ketzerisch geahndet würde). Und weil es den Politikern ermöglicht, sich als Menschen zu profilieren. Wer wollte da nicht mitmachen?

Das ist Politik in diesem Land und die Einigkeit unter den Parteien ist wieder einmal ein Hinweis darauf warum das Wählen vollkommen überflüssig geworden ist. Wir die Wähler können, egal wo unser Kreuz malen, es wird nie an der richtigen Stelle sein. Selbst die LINKEN geben hier ihre Zusage für Gesetzespakete, welche die Türen für wilde Spekulationen mit den Organen öffnet.

Vielleicht wird das der neue Markt der Zukunft: Aktienpakete für menschliche Organe, so wie heute schon mit dem Hunger in der Welt, dann eben eine Stufe weiter, der Markt spekuliert mit dem Tod. In vielen Ländern Afrikas oder Asien heute schon Gang und Gebe. Da kann es schon passieren das Leichen ohne Organe im Straßengraben aufgefunden werden, denn die Reichen sind gerne bereit große Summen für eine Organtransplantation zu zahlen. Es gibt heute schon kriminelle Banden welche nur damit beschäftigt sind die Nachfrage des Marktes zu befrieden.

Interessant wäre es schon zu erfahren inwieweit über die Entscheidung der Fraktion bei den LINKEN die Basis befragt worden ist? Über einen etwaigen Mitgliederentscheid liegen uns jedenfalls keine Erkenntnisse vor.

Da wird von der Politik dann gerne Frank Steinmeier als leuchtendes Beispiel für einen ganz normalen Vorgang hochgespielt. Dabei hat er nur etwas gemacht was die meisten anderen für ihre Lieben auch gemacht hätten. Ein überflüssiges Organ, eine Niere für die Frau. Ist es so schwer  sich von überflüssigen Dingen zu trennen, dass so etwas zum persönlichen Vorteil genutzt werden muss? Was wäre gewesen wenn er anders reagiert hätte und seine Frau gestorben wäre?

Ein Linke deren wesentliches Merkmal mit ihrer „anti“ Einstellung  ausreichend beschrieben wäre stimmt hier bei dem wohl grösstmöglichen Auswuchs der kapitalistischen Gesellschaft,  dem Geschäft mit menschlichen Organen mit allen anderen Parteien ab. Das ist schlichtweg unmöglich und die Partei lässt damit den weitaus größten Teil der Bevölkerung sprichwörtlich im Regen stehen. Herzlichen Glückwunsch.

Hier geht es weiter:

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle    :   Wikipedia – Urheber Tobias Koch

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Die Jagd auf Organe

Erstellt von DL-Redaktion am 3. März 2012

Frank Steinmeier und seine Niere

Mit großer Beharrlichkeit versucht die Politik seit Jahren die Bevölkerung von der Notwendigkeit zur Organspende zu überzeugen (überreden). Sonderliche Früchte getragen haben diese ganzen Aktionen bislang aber nicht. Da half auch die groß in den Medien gefeierte Spendenwilligkeit eines Frank Steinmeier, zugunsten seiner Ehefrau vor rund zwei Jahren nicht. Im übrigen: Wer würde nicht gegenüber seinen Lieben gleichermaßen handeln – jedoch oder gerade ohne Öffentlichkeit?

Ist es da nicht besonders auffällig das gerade in einer Zeit, wo eine schwarz-gelbe Regierung dieses Land unter dem Motto Wirtschaft, Wirtschaft über alles regiert, ein FDP Gesundheitsminister alle Parteien zu einer einmütigen Allianz an den „runden Tisch“ zu einem gemeinsamen Gesetzentwurf zusammenbekommt?

Reicht es nicht wenn Wirtschaft und von ihnen ausgehende Spekulationen ganze Bankensysteme, die Welternährung, ja sogar komplette Staaten an den Rande des Ruins treiben? Wollen wir jetzt auch noch die letzte Ressource der Menschlichkeit, unsere Organe, den Spekulanten überlassen? Vielleicht so wie es in Indien oder Afrika heute schon üblich ist und Mensch seine „überflüssigen“ Organe verkaufen kann, oder noch schlimmer, sie ihm einfach genommen werden.

Die zu geringe Zahl der Organspender soll erhöht werden, allerdings ohne den Zwang zu einer Entscheidung. Die Politik sei es den rund 12000 schwer kranken Menschen auf den Wartelisten für ein Spendenorgan schuldig, sich dafür einzusetzen, dass mehr Menschen Organe spenden.

Leben wir nicht in einer Welt in der tagtäglich tausende von Menschen und vor allen Kinder an Hunger sterben. In einem Staat mit vollkommen irren Politikern? Hier, in einem der reichsten Länder der Erde werden gesunde Menschen Zwangs verarmt, durch eine Hartz-Gesetzgebung, welche ihnen aus finanziellen Gründen unter anderen die Arztbesuche einschränkt, um auf der anderen Seite kranken Menschen durch Transplantationen das Leben wieder zu verlängern. Sprich: Einen durch Mangelernährung an den Nieren erkrankten Hartz 4 Empfänger oder Rentner wird eine neue Niere eingepflanzt damit der Kreislauf erneut beginnen kann? Das ist extrem gedacht, aber denkt Staat überhaupt noch? Solch einer Bananenrepublik soll Mensch vertrauen??

Und dieses alles wird von einer LINKEN Partei stillschweigend abgenickt?

Zu diesem Thema folgender Kommentar:

Neuregelung, die Misstrauen schürt

Am Ende ist die Neuregelung der Organspende also doch noch eine ganz große fraktionsübergreifende Harmonieveranstaltung geworden: Es gibt jetzt tatsächlich einen gemeinschaftlichen Gesetzentwurf von CDU, CSU, FDP, SPD, Linken und Grünen, und dies zu einem der sensibelsten bioethischen Themen überhaupt – den Umgang mit dem eigenen Körper nach dem Tod.

Künftig soll sich jede Bürgerin und jeder Bürger mindestens alle fünf Jahre aktiv mit der Frage auseinandersetzen, ob sie oder er bereit ist zur Organspende. Und wenn das ganze Parlament der Meinung ist, dass dies der richtige Umgang mit der Organspende sei: Kann das Volk dann überhaupt noch anders, als bitteschön zu Lebzeiten eine klare Entscheidung zu treffen?

Es kann nicht nur anders. Es wird sich – jede Wette – auch anders verhalten, als viele Politiker in ihrer Euphorie über den Konsens jetzt glauben wollen. Und dies nicht nur, weil der Gesetzentwurf ausdrücklich anerkennt, dass das Recht auf Selbstbestimmung auch immer das Recht beinhaltet, sich nicht verhalten zu müssen.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

Zu diesem Thema schrieb ich der TAZ folgenden Kommentar:

Der Ruf unserer Politiker verschlechtert sich von Tag zu Tag. Dient dieser Gesetzentwurf zur Organspende nicht der Öffnung eines neuen wirtschaftlichen Marktes? Dem Multimillionär die Organe des Hartz4 Empfänger? Das wäre zumindest eine reale Fortsetzung schwarz- gelber Politik.

Nach den gemachten Erfahrungen der letzten Jahre, schon unter Schröder/Fischer zählt alleine die Wirtschaft und nicht das Leben. Da sollten sich die Bürger verweigern und lieber selber auch auf Fremdorgane verzichten.

Quelle: TAZ Kommentare

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Ich gewähre jedem das bedingungslose Recht, dieses Werk für jedweden Zweck zu nutzen, es sei denn, Bedingungen sind gesetzlich erforderlich.

Quelle Eigenes Werk
Urheber Tvanbr

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