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RENTENANGST

Die LINKEN aus Saarbrücken

Erstellt von DL-Redaktion am 14. Januar 2014

Eine Mail der LINKEN aus Saarbrücken

Sagt obiges Foto nicht viel mehr über den gesamten Zustand einer Partei aus als alle Zeilen welche je geschrieben wurden oder noch geschrieben werden können? Eine Partei welche nicht nur völlig Kopflos daher kommt, sondern dann, wenn sie einmal einen Kopf zeigt, in Talkshows z.B. nur mehr als Persiflage in der Bevölkerung aufgenommen wird. So wie gestern die gestylte Sprechmaschine bei Plasbergs „Hart aber fair“? Sterilisiert daherkommend, mit einem monotonen Sprechgesang ausgestattet, welcher noch nicht einmal durch den Einwurf von Zwei-Euro Münzen gestoppt werden kann. So ein Auftritt gleicht auch die Fehlinterpretationen der anderen Teilnehmer nicht aus.

Dazu passend ein Interview im Magazin des Forum mit der Landesvorsitzenden Schramm welche scheinbar glaubt die Situation im Landesverband des Saarlandes durch „Schönreden“ in den Griff zu bekommen. Sie wird erfahren, wie aus der Wirtschaft bekannt, dass dieses der ungeeignetste Weg aus einem Dilemma ist, da genau dieses Vorgehen die Verursacher und die Leidtragenden in der Partei auf gleicher Höhe sieht. Zur sauberen Aufarbeitung gehört immer auch ein Eingeständnis.

Hier also erst einmal das Interview:

„Jeder von uns ist hoch motiviert“

Ein desaströses Wahlergebnis, eine gespaltene Partei. Doch die neue Landesvorsitzende der Linken, Astrid Schramm, bleibt optimistisch. Im Landesvorstand herrsche Aufbruchsstimmung, die Probleme würden aufgebauscht.

Frau Schramm, Sie sind jetzt gerade mal ein paar Wochen Parteichefin der Saar-Linken. Ihr erklärtes Ziel ist, die Partei wieder zu vereinen und zu versöhnen. Wie ist denn aus Ihrer Sicht derzeit die Stimmung?

In der konstituierenden Vorstandssitzung war sie sehr gut. Die Vorstandsmitglieder sind hoch motiviert. Es ist eine Aufbruchstimmung vorhanden, denn wir wollen etwas verändern und auch die Basis mehr einbinden. Die Partei ist ja keine 150 Jahre alt, sondern noch jung und wird sich daher weiter gut entwickeln, davon bin ich überzeugt.

 Das parteiinterne Chaos im vergangenen Jahr war ja nicht zu verheimlichen. Wie wollen Sie es schaffen, die Gräben, vor allem die emotionalen, die das gerissen hat, wieder zuzuschütten? Kann das überhaupt gelingen?

Das wird von wenigen Medien zu sehr aufgebauscht. In jeder Partei gibt es mal Probleme, die früher oder später gelöst sind. Wir haben stabile Verhältnisse und werden gemeinsam mit der Parteibasis unsere Ziele deutlich machen. Persönliche Animositäten gehören da nicht hin.

Quelle: Forum >>>>> weiterlesen

So lesen wir unter unter anderen über eine gute Zusammenarbeit und damit in Verbindung das aufbauschen von Problemen durch die Presse. Wobei die nun folgende Mail uns nicht durch die Presse sondern direkt durch ein Mitglied aus den Landesverband zugestellt wurde. Dieses über einen offenen Mailverteiler unter Cc mit entsprechend offenen und für jedermann/frau lesbaren Mailadressen.

Mag es Frau Trenz bewusst sein, dass uns von DL jetzt über solch eine Mail quasi die komplette, so nehmen wir an, Mitgliederliste des Landesverbandes bekannt gegeben wurde? Selbstverständlich werden wir davon keinen Gebrauch machen. Aber, ein verantwortungsbewusster Umgang mit dem Datenschutz sieht anders aus. Im Besonderen dann wenn immer wieder das Auspähen durch die USA in diesem Lande von der Partei in berechtigter Weise an den Pranger gestellt wird.

Wobei sich die Dame, wie uns weiterhin mitgeteilt wird mit einem gewissen Nimbus der Unfehlbarkeit umgeben soll. In dieser Mail wird unter anderen die schlechte formale Vorbereitung sowie der menschliche Umgang in dieser Sitzung am zweiten Dezember angeprangert!

War Frau Trenz nicht die erste Versammlungsleiterin auf dem letzten Landesparteitag? Hat sie es dort nicht zugelassen , dass, wie es uns berichtet wurde, die Ehefrau des Pfarrers Lambert unbehindert, auf DL kommentierende Parteimitglieder, diffamieren und beleidigen konnte. Und dieses in aller Öffentlichkeit ohne von der Versammlungsleitung zurechtgewiesen zu werden?

Hier die Mail:

Gesendet: Sonntag, 12. Januar 2014 um 15:39 Uhr

 Von: „Dagmar Trenz“ <Dagmar.Trenz@gmx.net>

 Betreff: Aw: Protokoll Korrektur

 Liebe Kolleginnen und Kollegen,

zum Protokoll hätte ich eine Korrektur unter Top 7, denn folgende Formulierung ist so nicht richtig.
Dietmar Seel kritisiert die Vorgänge bei der Listenaufstellung für Bezirk Saarbrücken West. Diese Liste bestünde aus 5 Kandidaten. Alle OVs seien vertreten außer Burbach.

Es war nicht Dietmar Seel, der die Vorgänge auf der Wahlversammlung für den Bezirk West kritisiert hat, sondern Dagmar Trenz. Dietmar hat im Gegenteil, das Ergebnis der Wahlversammlung verteidigt, da er es mit verursacht hat.

Ich dagegen habe sowohl das Ergebnis als auch die Atmosphäre auf der Versammlung scharf kritisiert. Bei knappen Ergebnissen wurde auf den ersten fünf Listenplätzen, die ja für den Wähler sichtbar sein werden, kein einziger Vertreter aus dem Stadtteil Burbach gewählt! Burbach ist mit über 15.000 Einwohnern der bevölkerungsreichste Stadtteil im Saarbrücker Westen und die linke Hochburg. Stattdessen wurden zwei Personen aus Altenkessel gewählt, wo gerade Mal 6000 Menschen leben. Und angeführt wird die Liste mit einem Vertreter aus Klarenthal – dem Stadtteil im Saarbrücker Westen, indem DIE LINKE bisher am schlechtesten abgeschnitten hat.

Die Gruppe, die sich durchgesetzt hatte, verhielt sich sehr aggressiv und freute sich hämisch darüber, dass es ihnen gelungen war, die Mitglieder aus Burbach durchfallen zu lassen. Ein solches Verhalten wird sich sehr negativ auf den Wahlkampf und das Wahlergebnis für DIE LINKE auswirken (Beteiligung und Motivation, Bekanntheitsgrad und Befähigung der Kandidaten)! Und natürlich in der Folge auch Auswirkungen auf das Ergebnis von Stadtrat und Regionalverband haben. Wer mit den Hochburgen unserer Partei so umgeht, wie wir es erlebt haben, dessen politischer Verstand hat ausgesetzt.

Bemängelt hatte ich ebenfalls die schlechte formale und organisatorische Vorbereitung durch den Kreisvorstand für diese Versammlung.

Es tut mir Leid, es so deutlich sagen zu müssen, aber was am 2. Dez. im Roland´s Eck vonstatten ging, war menschlich und politisch eine Riesenschweinerei! Wir haben scheinbar Mitglieder, die wollen keine Wahlen gewinnen oder meinen gute Ergebnisse seien Selbstläufer. Ein Wahlkampf beginnt aber schon mit der klugen Wahl von Kandidaten und einer regional ausgewogenen Berücksichtigung.

Mit solidarischen Grüßen

Dagmar Trenz

Auch unter den in der Saarbrücker-Zeitung erschienen Artikel in welchen über die Wahlen in Merzig-Wadern berichtet wurde gingen unterdessen entsprechende Kommentare ein welche auf die Unzufriedenheit mit der Partei hinweisen. Nun, für die Partei scheint dieses alles nicht wichtig zu sein und es zählt nur die Selbstdarstellung. Entscheidend aber ist und bleibt der Besucher in unserem großen Kino. Einen Film mit schlechten Schauspielern sieht sich auf Dauer niemand mehr an.

In unseren Artikel „KV-Wahlen der Linken in Merzig-Wadern“ berichteten auch wir über das Thema.

Drei Mitglieder der Familie Ensch-Engel sind im geschäftsführenden Kreis-Vorstand.
Finden sich keine Mitglieder mehr zur Kandidatur oder will sich hier eine Landtagsabgeordnete (dort stell. Fraktionsvorsitzende) mit allen Mitteln die Macht sichern? Dass der eigene Ehemann bereits seit Jahren Kreisgeschäftsführer ist, hat schon Geschmäckle, aber dass jetzt auch noch der Sohn im geschäftsführenden Kreisvorstand ist, geht eindeutig zu weit.
Was ist im Himmels Willen nur los in dieser Partei?
Gebe meinen Vorrednern Recht, diese Doppelspitze macht keinen Sinn, sie deutet viel eher auf tiefe Zerrissenheit und zerstörerische Machtkämpfe hin. Auch ist es ein Unding, dass die Verbände Merzig, Wadern UND auch Perl mit keiner einzigen Person im geschäftsführenden Vorstand vertreten sind. Da scheinen manche zu denken: Nach mir die Sintflut.

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Auffällig ist, dass mittlerweile kein einziges Mitglied mehr aus den beiden Stadtverbänden Merzig und Wadern im geschäftsführenden Kreisvorstand ist, aber der Gemeindeverband Beckingen von Frau Ensch-Engel überdurchschnittlich stark vertreten ist. Wen und welches Gebiet will dieser Schrumpfvorstand repräsentieren?
Den ganzen Kreis wohl kaum. Warum setzt sich dieser Vorstand so zusammen? Ist man so zerstritten, wurden Kandidaten nicht gewählt oder wollen die anderen nicht? Dieser neue Vorstand zeichnet sich u.a. durch Personen aus, die entweder gänzlich unbekannt sind, kaum in Erscheinung treten oder für viele Negativschlagzeilen in der Vergangenheit sorgten. Hoffentlich sehen die Listen besser aus und es finden sich gute Kandidaten für die Kommunalwahl.

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Welch eine Bankrott-Erklärung des Kreisvorstandes im Kreisverband des großen Manitu Lafontaine. Jetzt werden schon öffentlich Mitglieder gesucht bzw. dieser Tage gar per Amtsblatt Kandidaten für die Listen. Wie peinlich ist denn das?
Nicht nur, dass große Namen fehlen, es fehlt gänzlich Mitgliedermasse. Wer soll von den Bürgern Personen wählen, die bisher noch nicht für die Linke politisch in Erscheinung getreten sind, deren Einstellungen und Persönlichkeit man nicht kennt? Wenn es den Linken nicht gelingt, bekannte Gesichter für die Listen zu gewinnen, sieht es bei der Kommunalwahl zappenduster aus. Der Andrang an bekannten Neumitgliedern, die zur Kandidatur bereit sind, dürfte überschaubar sein.
Mit dem Kreisvorstand gings in den letzten Jahren nur noch steil bergab, im letzten Jahr war gar nichts mehr von diesen Leuten zu sehen und zu hören.
Jetzt wurde eine Doppelspitze gewählt, eine Wahl mit Giftspritze. Warum bekommt der bisherige Kreisvorsitzende plötzlich eine gleichberechtigte Frau an die Seite gestellt?

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Gerecht wäre u.a. gewesen, die rührige Paulina T. in den Kreisvorstand zu wählen!!!!!

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Fotoquelle: Fotoquelle: Screenshot / Saarbrücker-Zeitung – Foto: Becker&Bredel

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Wie geht`s weiter mit der Linken?

Erstellt von DL-Redaktion am 20. November 2013

Wie geht‘s weiter mit den Linken ?

Diese Frage stellt der Journalist Oliver Hilt innerhalb seines Artikel im Magazin Forum. Gut geschrieben aber, wir empfehlen jeden, welcher versucht eine Bestandsaufnahme über die Partei die Linke zu schreiben, dort einmal selber Mitglied gewesen zu sein. Es fehlt das gewisse „Feeling“, das Gespür für die Situation. Vergleichen wir es einmal mit der Wirtschaftspolitik! Auch dort reicht es nicht aus, als regelmäßiger Kneipengänger darüber zu schreiben.

Ich möchte es hier auch vermeiden ins Detail zu gehen, da  alles schon sehr oft gesagt und beschrieben wurde und allzu viele Wiederholungen ermüdend auf die Leser einwirken könnten. Nur scheint manches von Vielen, so hat es den Anschein, nicht verstanden zu werden oder auch nicht verstanden werden zu wollen. Wir sollten vor allen damit aufhören gewisse Berufsgruppen auf Podeste zu erheben welche ihnen nicht zustehen. Zu diesen Berufsgruppen zähle ich auch die sich selbst so bezeichnenden Politiker. Den meisten anderen Gruppen wird der Griff in fremde Taschen schon durch die Gesetzgebung unmöglich gemacht.

Wie geht‘s weiter mit den Linken ?

Die Narben sind noch tief, nichts ist vergessen. Wenn sich die Saar-Linken am 23. November eine neue Parteiführung wählen, müssten sie ihren enttäuschten Wählern ein Zeichen der Geschlossenheit senden. Doch daran ist derzeit nicht zu denken, im Gegenteil. Die Krise der Linken geht weiter.

Wer sind wir und wenn ja, wie viele?“ – Wäre dieser Spruch nicht schon längst erfunden und etwas abgegriffen, hätte man ihn als Motto auf die Einladungskarte zum Parteitag der Saar-Linken am 23. November drucken können. Denn genau auf diese Fragen werden die Delegierten Antworten suchen – und finden müssen, will sich die Partei aus ihrem hausgemachten Dilemma wieder rausmanövrieren.

Die unrühmliche Eskalation bei der Wahl eines Spitzenkandidaten zur Bundestagswahl in diesem Jahr hat Versäumnisse der Vergangenheit sichtbar gemacht. Wie eine Fortsetzung mutet es dann an, dass bis wenige Tage vor dem Parteitag unklar blieb, wer als Nachfolger des verstorbenen Gründungsparteichefs Rolf Linsler Verantwortung übernehmen soll und will. Sechs Jahre nach ihrer Gründung und vielen pubertären Wehen, die jede neue Partei durchstehen muss, steht die Saar-Linke jetzt vor ihrem verflixten siebten Jahr und Entscheidungen über ihre Zukunftsfähigkeit, und vor der Frage, ob künftig selbst veranlasste Negativschlagzeilen oder programmatisches Profil die öffentliche Wahrnehmung bestimmen.

Quelle:  Forum >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Fotoquelle: DL/Redaktion

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Spitzentänzer der LINKEN

Erstellt von DL-Redaktion am 16. Februar 2013

Der Spitzentanz der Linkspartei

Haw Par Villa, Singapore

Könnte dieser folgende Artikel, gelesen im Magazin Forum, wie uns berichtet wurde ein „Ostermann Blättchen“ im Saarland, schon als Aufnahmeantrag in die LINKE gewertet werden? Falls die SPD dem Interessenten die kalte Schulter zeigen würde? Möglich ist alles, da die LINKE bekanntlich auf ein jedes Mitglied angewiesen ist, besonders dann wenn er auch noch finanziell gut bestückt ist.

Da soll doch sogar jemand in Saarbrücken fortlaufend aus einem offenen Fenster brüllen: „Echte Sozialisten gesucht, bei Hummer und Kaviar“. Der Journalist scheint den Ruf sehr wohl gehört zu haben und gibt seinen Chef durch diesen Artikel schon einmal versteckt zu verstehen, dass in der saarländischen LINKEN alles nur über eine Person läuft, über Oskar. Und wenn es dann läuft, dann  wirklich alles und nicht nur die Nase!

Wir anderseits hoffen das Ostermann verstanden hat auf was er sich denn da einlassen würde. Erst einmal würde, so nennt man es dann wohl, der absolute Kadavergehorsam erwartet, dem eventuell später einmal, im sozialistischen Traumland angekommen, für die Ur-,  Ur- Enkel die private Enteignung folgen könnte. So nach dem Motto: „Alles dem Führer“. Linke Führer können sehr alt werden was ist Moskau zu besichtigen ist, da wartet immer noch einer auf seine Verwesung. Ist wohl gedopt worden?

Dabei scheint die LINKE im Osten langsam zu begreifen wie Fehlentwicklungen innerhalb einer Demokratie am Wirkungsvollsten bekämpft werden. Nicht durch weglaufen, wegsehen sondern durch aktiven Widerstand. Der Baum des Sozialabbau wächst im Laufe der Jahre immer schneller und die Verästelungen werden immer kräftiger, unübersichtlicher. Einmal Versäumtes ist nicht wieder aufzuholen da Politik kein Unrecht kennt. Der Starke hat immer Recht.

Das Abwenden von Missständen ist aus einem bestehenden System immer leichter als erst ein neues aufzubauen. Die Grünen haben ihren Aufbau nach 40 Jahren heute noch nicht vollendet. Die heute zu erreichenden 15 Prozent reichen bei weiten nicht, eine Gesellschaft entsprechend zu verändern. Im Gegenteil, nach mehr als 40 Jahren sind nun erste Anzeichen zu sehen. Auch die Grünen sind aus einer Spaltung der SPD entstanden.

Die Sympathien waren zu Schröders Zeiten, sagen wir einmal vorsichtig, zumindest verteilt. Das Weglaufen eine Trotzreaktion, anerzogener Familiengehorsam zur eigenen Partei, vielleicht auch Dankbarkeit für das durch die Partei erreichte. So wie die SPD immer tickte, das sehen wir heute in der West-LINKEN in der sich das Gerümpel versammelt hat, in der politischen Mottenkiste. Darum laufen dieser Partei letztlich auch die Wähler und Mitglieder weg. Ein Duplikat wird nicht gebraucht. Peerlusconi und Peerfontaine als Doppelpack würde dieses Land vielleicht nicht überstehen. Obwohl, so groß ist nun der Unterschied auch nicht, beide kassieren für ihre Taten ganz schön ab.

Unverständlich auch die Eloge auf die Vergangenheit. Für einen Politiker? Dieser hat auf die Zukunft ausgerichtet zu sein und darf sich nicht jeden Tag erst abstauben lassen. Wo liegt denn der  Unterschied zwischen einen feigen Wegläufer und einen Rechtsabbieger? Beide füllen sich erst die Taschen und gehen dann ihrer eigenen Wege.

Ein Spitzentanz der Linkspartei mit Sahra als den sterbenden Schwan aus einer „attraktiven  Dreierlösung?“ Pornographisches hätten wir in einen politischen Artikel allerdings am wenigsten erwartet. Aber was wird nicht alles geschrieben um seine Favoriten im Blickfeld zu halten. Die Gesellschaft wurde in Lafontaines 40 jähriger aktiver politischer Zeit nicht zum Vorteil verändert, im Gegenteil. Worauf lassen sich diese hohen Erwartungen nun begründen? Auf den natürlichen Alterungsprozess oder an den Drei prozentigen Durchschnitt der Linken Wählerschaft im Westen der Republik?

Was die SPD mit Lafontaine in ihren drei Regierungszeiten mit um die 40 % der Wähler nicht schaffte, vollbringt er heute mit drei Prozent? Tätschelt dieser Artikel vielleicht doch zu kräftig den Bauch des saarländischen Buddha? Obwohl, bei den Chinesen soll das streicheln desselben Reichtum und Glück bringen. Aber nicht für den Buddha!

Der Spitzentanz der Linkspartei

Das Wahlkampfteam der Linken steht, doch einer fehlt: Oskar Lafontaine. Das ist kein Zufall. Noch immer kämpfen die Parteiflügel mehr gegeneinander als miteinander. Auch persönliche Eitelkeiten gefährden den Erfolg. Dabei wird es Zeit, aus der Kakofonie einen gemischten Chor zu machen.

 „Acht Köpfe für einen Politikwechsel“ hat die Linkspartei kürzlich der Öffentlichkeit präsentiert und dabei gute Leute aufgeboten: Gregor Gysi, der schlagfertige Entertainer, soll 2013 dafür sorgen, dass die Linke von den Medien weniger geschnitten wird. Sahra Wagenknecht hat in Niedersachsen bewiesen, dass sie mittlerweile auch tief im Westen hoffähig ist. Jan van Aken ist zwar außerhalb der Partei kaum bekannt, hat im Bundestag aber bewiesen, dass die Linke auch in der zweiten Reihe exzellente Redner hat. Nur einer fehlt auf dem Bild, der unbedingt dazugehört: Oskar Lafontaine.

 Das erstaunt, denn längst ist klar, dass Lafontaine sich im Herbst für einen Bundestagssitz bewerben wird und den auch bekommt, sollte die Linke erneut über fünf Prozent kommen, woran keine vernünftigen Zweifel bestehen. Warum Lafontaine fehlt in der Riege der acht, stattdessen recht erfolglose „Apparatschiks“ wie Ex-Parteichef Klaus Ernst präsentiert werden, ist erstaunlich, und so richtig will die die Partei das auch nicht erklären. „Wir müssen Oskar Lafontaine nicht extra präsentieren“, versucht sich Martin Sommer, Sprecher der Saar-Linken, gegenüber FORUM an einer Begründung. Der werde sowieso eine starke Rolle im Bundestagswahlkampf spielen, das verstehe sich ja von selbst.

 Was Sommer nicht sagt, die acht Kandidaten sind ein schlechter Kompromiss. Schuld daran sind mal wieder die Personaldebatten in der Partei. Gregor Gysi hatte ein Kandidatenduo mit seiner Stellvertreterin Sahra Wagenknecht abgelehnt. Parteichef Bernd Riexinger wiederum hatte Kritik an einer alleinigen Spitzenkandidatur Gysis durchblicken lassen. „Die Zeit einsamer Häuptlinge“ ist vorbei, twitterte er kürzlich seinen Genossen in die Smartphones. Jan van Aken, einer der Stellvertreter Riexingers, sieht das genauso. Eine politisch attraktive Dreierlösung Lafontaine, Wagenknecht, Gysi hätte die Parteirechte nicht mitgetragen, fürchtet sie doch, das grandiose Duo Lafontaine und Wagenknecht steuere die Partei zu weit nach links.

Quelle: Magazin-Forum >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Buddha / Wikipedia / Gemeinfrei

Taken by User:Sengkang

Lenin / DL / UP

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