DEMOKRATISCH – LINKS

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RENTENANGST

Selektive Trauer

Erstellt von DL-Redaktion am 6. April 2015

In Düsseldorf wäre die Trauer ehrlicher gewesen ?

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Von Thomas Rothschild

Angela Merkel und François Hollande fahren zur Absturzstelle des Germanwings-Flugs in den französischen Alpen. Es heißt, sie seien dort, um zu trauern, in Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen. Unser Autor hat daran erhebliche Zweifel.

Als Menschen recht unterschiedlicher politischer Couleur sich darin überschlugen, ihr Verlangen nach Identifikation mit den Opfern des Mordanschlags auf Redakteure der Zeitschrift „Charlie Hebdo“ öffentlich kundzutun, sagte Sahra Wagenknecht: „Wenn eine vom Westen gesteuerte Drohne eine unschuldige arabische oder afghanische Familie auslöscht, ist das ein genauso verabscheuungswürdiges Verbrechen wie die Terroranschläge von Paris, und es sollte uns mit der gleichen Betroffenheit und dem gleichen Entsetzen erfüllen.“

Was ist falsch an dieser Aussage? Was lässt sich gegen sie vorbringen? Offenbar allein die Tatsache, dass Sahra Wagenknecht Mitglied der Linken ist. Weder faktisch noch moralisch lässt sich Wagenknechts Feststellung und Postulat widerlegen. Trotzdem empörten sich, kaum war Wagenknechts Äußerung publiziert worden, die üblichen Verdächtigen, allen voran der dem Seeheimer Kreis zugehörige Vorsitzende der SPD-Fraktion im Bundestag Thomas Oppermann: „Den Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan mit dem Terror-Angriff von Paris zu vergleichen ist eine unsägliche Entgleisung und Beleidigung für alle deutschen Soldaten.“

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Grafikquelle   :      Gedenkstätte am Flughafen Düsseldorf für Germanwings-Flug 9525.

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Vorsicht beim Zähneputzen

Erstellt von DL-Redaktion am 8. Februar 2015

Vorsicht beim Zähneputzen

Dieter Baumann

Warum sollten im „Kleinen Sport“ andere Verhältnisse herrschen als in der „Großen Politik“ ? Auf diese vom Sport geforderte Sonderbehandlung vor den Gerichten beharrt die Politik nicht nur mit Ihren manipulierenden Schiedskommissionen seit Jahrzehnten, bis hinunter in die Parteien hinein. Ein tiefer zäher Sumpf der Willkür, Unterwürfig- und Hörigkeit mit dem einzigen Ziel bestimmten Personen die Sitze an den reichlich gefüllten Fleischtrögen der Steuerzahler zu sichern. Vorkommnisse welche sowohl in der Politik als auch im Sport von einer breiten Presse in der Art vorauseilender Gehorsamkeit negiert werden. Ein sehr guter Beitrag!

Von Dieter Baumann

Der Olympiasieger im Diskuswerfen, Robert Harting, befürchtet einen Doping-Anschlag. Das ängstige ihn enorm, sagt der Sportler des Jahres und erklärt den Kampf gegen das Doping für gescheitert. Wenig verwundert darüber zeigt sich Dieter Baumann, der vor 15 Jahren positiv getestet wurde. Seine Zahnpasta war gedopt. Er stimmt dem Kollegen zu und empfiehlt ihm, künftig bei der Mundhygiene aufzupassen.

Wer die ARD-Dokumentation von Hajo Seppelt („Geheimsache Doping – wie Russland seine Sieger macht“) gesehen hat, weiß, dass es in Russland flächendeckendes Doping geben soll. Dazu ein korruptes Antidopingsystem, das bis hinauf in die höchsten Etagen der Funktionäre und Laborchefs reichen soll.

Angesichts dieser Enthüllungen stellt die FAZ die Frage, ob der Antidopingkampf überhaupt noch einen Sinn habe? Weil man für solche grundlegenden Überlegungen gerne Mitstreiter hat, holt die Redaktion Diskusweltmeister und Olympiasieger Robert Harting in die Bütt, der um markige Worte nie verlegen ist. Er sagt, dass die „Wada“, die Welt-Anti-Doping-Agentur, „gescheitert“ sei. Allerdings halte er sich mit öffentlicher Kritik an bestimmten Personen zurück. Denn: „Wer positive Kontrollen vertuschen kann, der kann auch negative Proben manipulieren.“

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Fotoquelle: Wikipedia – Urheber M. Weitzel

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Aus Sorge um den Frieden

Erstellt von Gast-Autor am 23. Mai 2014

In der Ukraine und in Europa

Rationalgalerie

Datum: 22. Mai 2014

100 Autoren, Musiker, Bildende Künstler, Wissenschaftler, Juristen, Ärzte, Theologen, Gewerkschafter und Friedensaktivisten wenden sich mit einem dringenden Appell an Politik und Öffentlichkeit.

Aus Sorge um den Frieden und mit Blick auf die anhaltend kritische Lage in der und um die Ukraine wenden wir uns an Bundesregierung, Parlament und Öffentlichkeit mit der dringenden Bitte: Lassen Sie nicht zu, dass der Kampf um die Ukraine zu einem Stellvertreterkrieg zwischen „dem Westen“ und Russland eskaliert!

Hundert Jahre nach Beginn des 1. Weltkrieges befindet sich die Welt in einer selbstverschuldeten gefährlichen Lage, in der sogar mit der Möglichkeit eines erneuten globalen Krieges gespielt wird. Es ist höchste Zeit, dass alle Menschen, die guten Willens und am Frieden interessiert sind, dem verantwortungslosen Kampf um Einflusssphären, Gaspipelines und geostrategische Positionen Einhalt gebieten. Wirtschaftssanktionen und andere „Strafmaßnahmen“ der USA, der EU und Deutschlands gegenüber Russland sind ein untaugliches Mittel zur Deeskalation, zumal der Westen selbst nicht in der Lage oder Willens ist, seine Verbündeten in der Kiewer „Übergangsregierung“ zur Einhaltung der ausgehandelten Verträge, zuletzt der Genfer Vereinbarung, zu bewegen. Sanktionen versperren den Weg zu Gesprächen und Kompromissen und wirken somit krisenverschärfend.

In der Pariser Grundakte über Gegenseitige Zusammenarbeit und Sicherheit zwischen NATO und Russland vom Mai 1997 haben sich beide Seiten verpflichtet, „gemeinsam im euro-atlantischen Raum einen dauerhaften und umfassenden Frieden“ zu schaffen. „Die NATO und Russland betrachten einander nicht als Gegner. Sie verfolgen gemeinsam das Ziel, die Spuren der früheren Konfrontation und Konkurrenz zu beseitigen“, heißt es dort. Beide Seiten strebten „ein Europa ohne Trennlinien oder Einflusssphären“ an, die die Souveränität irgendeines Staates einschränken. „Ungelöste Gebietsstreitigkeiten, die eine Bedrohung für unser aller Frieden, Wohlstand und Stabilität darstellen“, sowie andere „Meinungsverschiedenheiten“ sollten auf der Grundlage des „gegenseitigen Respekts im Rahmen politischer Konsultationen“ beigelegt werden.

Zwei Jahre später öffnete die Nato mit ihrem ohne UN-Mandat und gegen den russischen Willen geführten Krieg gegen Serbien die Büchse der Pandora. Auch die vom Westen geführten Kriege in Afghanistan, Irak und Libyen haben – bei katastrophalen Opfern unter der einheimischen Zivilbevölkerung – ihre selbstgesteckten Ziele gründlich verfehlt. Kriege lösen keine Probleme – ein weiterer Beweis dafür ist mehr als entbehrlich.

Die hemmungslose Osterweiterung der NATO, die seit Jahren über ihre Grenzen hinausgreift und zur Ukraine enge Beziehungen aufbaut, ist nicht von dem Russland zugesagten Respekt getragen. In der Pariser „Grundakte“ wurde noch lobend hervorgehoben, dass Russland „tiefe Einschnitte in seine Streitkräfte vorgenommen“ und „in beispielloser Weise Truppen aus den Ländern Mittel- und Osteuropas sowie den baltischen Staaten abgezogen“ habe. Aber das tat Russland doch nicht, damit die NATO nun ihrerseits sich in diesen Ländern festsetzt und ihre Grenzen bis unmittelbar an die Russische Föderation ausdehnt!

Wie der Website von Jazenjuks Stiftung „Open Ukraine“ zu entnehmen ist, haben das US-Außenministerium und die Nato seit Jahren Aktivitäten finanziert, die der ökonomischen und militärischen Annäherung an den Westen dienten. Vor diesem Hintergrund sind die Vorgänge um die Krim mit Vorwürfen wie den Begriffen „Annexion“ oder „Invasion“ an die Adresse Moskaus nicht hinreichend beschrieben. Statt die Ukraine in unlösbare Alternativen zwischen Eurasischer Union und Europäischer Union zu treiben und sich mit gegenseitigen Schuldzuweisungen zu überbieten, sollten beide Seiten und alle um den Frieden Besorgten neu darüber nachdenken, wie in der heutigen Staatenwelt vermehrt auftretende Spannungsverhältnisse zwischen der territorialen Unverletzlichkeit von Staaten und dem Selbstbestimmungsrecht von Bevölkerungen und Minderheiten friedlich zu lösen sind.

Hören wir auf, ständig an der Ukraine herumzuzerren! Niemand ist berechtigt, sein Gesellschaftsmodell anderen Staaten zu oktroyieren. Es kann nicht hingenommen werden, dass sich eine Politik zugunsten von reichen Minderheiten auf Kosten einer dramatischen sozialen Spaltung der Weltbevölkerung ausweitet. Es wäre ein Verbrechen, dafür den Weltfrieden zu gefährden. Wehren wir uns, bevor es erneut zu spät ist!

Von der Bundesregierung verlangen wir, dass sie eine Politik zum Abbau der aufgebauten Spannungen und zur Deeskalation der militärischen Konfrontation betreibt. Wir setzen auf gemeinsame Sicherheit: In den internationalen Beziehungen, insbesondere in den historisch so belasteten Beziehungen zwischen dem Westen und Russland, müssen die berechtigten Sicherheitsinteressen aller Staaten des „gemeinsamen Hauses Europa“ Berücksichtigung finden.

Wir fordern von Politik und Medien, die Nato-Staaten und Russland daran zu messen, wie sie die von beiden Seiten unterzeichnete Pariser Grundakte einhalten. Die Verantwortung der Medien liegt in sachgerechter Berichterstattung und rhetorischer Abrüstung. Der Rückfall in alte Feindbilder schürt den überwunden geglaubten Kalten Krieg.

Wir fordern den Stopp von ökonomischen „Strafmaßnahmen“, die letztlich auf Kosten der Lebensbedingungen der Völker gehen und nicht nur in der Ukraine Rechtsextremen in die Hände arbeiten.

Wir fordern alle diplomatischen Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Konflikte in der Ukraine zu lösen. Die baldige Einberufung einer europäischen Sicherheitskonferenz unter Einbeziehung der Konfliktparteien könnte deeskalierend wirken und Vertrauen schaffen. Gemeinsame Sicherheit statt Konfrontation

Erstunterzeichner/innen: Dietrich Antelmann, Berlin, Kameralist – Martin Bartels, Usedom , Theologe – Dr. Peter Bathke, Bad Kreuznach, Politologe – Dr. Rudolph Bauer, Bremen, Prof. i.R. Prof. Dr. Jörg Becker, Solingen, Politikwissenschaftler PD Dr. Johannes M. Becker, Marburg, Friedensforscher Rolf Becker, Hamburg, Schauspieler Dr. Christoph Bialluch, Berlin, Psychologe Prof. Dr. Dieter Boris, Marburg, Sozialwissenschaftler – Prof. Dr. Klaus-Jürgen Bruder, Berlin, Psychologe – Heinrich Bücker, Coop Antikriegscafe Berlin – Prof. Dr. Andreas Buro, Grävenwiesbach, Friedensforscher – Prof. Dr. Christoph Butterwegge, Köln, Sozialwissenschaftler – Murat Çakir, Kassel, Leiter der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen – Manfred Coppik, Offenbach, Rechtsanwalt – Daniela Dahn, Berlin, Schriftstellerin – Prof. Reiner Diederich, Vorstand der Kunstgesellschaft Frankfurt a.M. – Wiebke Diehl, Berlin, Islamwissenschaftlerin – Hartmut Drewes, Bremen, Pastor i.R. – Kai Ehlers, Hamburg, Journalist Prof. Dr. Ludwig Elm, Jena, Historiker Prof. Dr. Andreas Fisahn, Bielefeld, Rechtswissenschaftler – Georg Fülberth, Marburg, Politikwissenschaftler – Ulrich Gellermann, Berlin, Herausgeber der „Rationalgalerie“ – Willi Gerns, Bremen, Journalist – Moritz Girolstein, Gießen, Psychologe David Goeßmann, kontext.tv – Dr. Rolf Gössner, Bremen, Vizepräsident der Int. Liga für Menschenrechte – Prof. Dr. med. Ulrich Gottstein, Frankfurt a.M., Ehrenvorstandsmitglied der IPPNW – Victor Grossman, Berlin, Journalist Joachim Guilliard, Heidelberg, IT-Berater – Angela Hampel, Dresden, Malerin – Dr. Jürgen Harrer, Köln, Verleger – Jörg Heinel, Politikwissenschaftler, Gewerkschaftssekretär – Lühr Henken, Berlin, Bundesausschuss Friedensratschlag – Rolf Herbertz, Kassel, Musiker – Christof Herzog, Berlin, Komponist – Uwe Hiksch, Berlin, Stellv. Landesvorsitzender der Naturfreunde Berlin – Ute Hinkeldein, Erfurt, Thüringer Friedenskoordination – Dieter Hooge, Frankfurt a.M., ehem. DGB-Vorsitzender Hessen – Willi Hoffmeister, Dortmund, Ostermarsch Rhein- Ihlau, Berlin, Journalist – Monika Jowanowitsch, Frankfurt a.M., Gewerkschafterin Jutta Kausch, Berlin, Schauspielerin – Dr. Sabine Kebir, Berlin, Autorin – Prof. Dr. Wilhelm Kempf, Konstanz, Friedensforscher – Prof. Dr. Arno Klönne, Paderborn, Sozialwissenschaftler – Prof. Dr. Michael Klundt, Magdeburg, Politikwissenschaftler – Hans Kroha, Seligenstadt, Gewerkschafter – Christine Kühnl-Sager, stellv. Vorsitzende des „Aktiven Museums“ Berlin – Dieter Lachenmayer, Stuttgart, Friedensnetz Baden-Württemberg – Reinhard Lauterbach, Berlin, Redakteur – Dr. André Leisewitz, Frankfurt a.M., Redakteur Ekkehard Lenz, Sprecher des Bremer Friedensforums – Irina Liebmann, Berlin, Schriftstellerin – Bernd Meimberg, Sirksfelde, Friedensbewegung Schleswig Holstein – Wolfgang Neskovic, Lübeck, Bundesrichter a.D. – Prof. Dr. Norman Paech, Hamburg, Völkerrechtler – Klaus Pickshaus, Frankfurt a.M., Gewerkschaftssekretär – Wilfried Riese-Girolstein, Alsbach, Psychologe – Prof. Wolfgang Richter, Dortmund, Architekt Clemens Ronnefeldt, Freising, Friedensreferent des Versöhnungsbunds – Wiltrud Rösch-Metzler, Stuttgart, Bundesvorsitzende von pax christi – Walter van Rossum, Köln, Publizist – Prof. Dr. Werner Ruf, Edermünde, Politikwissenschaftler – Dr. Werner Rügemer, Köln, Publizist – Udo Rzadkowski, Berlin, Lehrer – Monty Schädel, Waren (Müritz), Bundesgeschäftsführer der DFG-VK – Gerhard Schäfer, Berlin, Sozialwissenschaftler – Fabian Scheidler, kontext.tv – Torsten Schleip, Leipzig, Lehrer – Horst Schmitthenner, Niedernhausen, Gewerkschafter – Michael Schneider, Berlin, Schriftsteller – Dr. Ulrich Schneider, Kassel, Historiker – Friedrich Schorlemmer, Wittenberg, Theologe und Autor – Thomas Schriever, Berlin, Architekt Ingo Schulze, Berlin, Schriftsteller – Prof. Dr. Ursula Schumm-Garling, Berlin, Sozialwissenschaftlerin – Prof. Dr. Hans See, Maintal, BCC-Business-Crime-Control – Heinz-Peter Seidel, Berlin, Musikwissenschaftler – Clemens Selzer, Bad Homburg, Gewerkschafter Martin Singe, Bonn, Theologe – Prof. Dr. Gerd Sommer, Marburg, Psychologe – Dr. Urte Sperling, Marburg, Sozialwissenschaftlerin – Eckart Spoo, Berlin, Journalist – Benno Stahn, Sprecher des Kieler Friedensforums – Mani Stenner, Bonn, Netzwerk Friedenskooperative – Dr. theol. Hans Christoph Stoodt, Frankfurt a.M., Anti-Nazi-Koordination – Dr. Peter Strutynski, Kassel, Friedensforscher, Bundesausschuss Friedensratschlag – Brigitte Strutzyk, Berlin, Schriftstellerin -Horst Trapp, Frankfurt a.M., Friedens- und Zukunftswerkstatt e.V. – Peter Vonnahme, Kaufering, Richter i.R. – Jutta Wachowiak, Potsdam, Schauspielerin – Jürgen Wagner, Tübingen, IMI e.V. – Christa Weber, Berlin, Autorin und Schauspielerin – Konstantin Wecker, München, Liedermacher – Laura von Wimmersperg, Moderatorin der Berliner Friedenskoordination – Prof. Dr. Jörg Wollenberg, Bremen, Historiker – Ewald Ziegler, Nürnberger Friedensforum

Hier geht´s zur Unterschrift:
http://www.kontext-tv.de/Ukraine/Aufruf/Aus_Sorge_um_den_Frieden

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Grafikquelle    :    Hamburger Mahnwache für den Frieden, 23. Juni 2014

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Wenn Cacau bei den Kommunisten tanzt

Erstellt von DL-Redaktion am 18. Mai 2014

Wenn Cacau bei den Kommunisten tanzt

Autor: Josef-Otto Freudenreich

Immerhin einer regt sich über Che Guevara auf: der frühere Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). Michael Rogowski hat ihn direkt vor seiner Villa in Heidenheim hängen. Eigenhändig hat er ihn entfernt. Jetzt liegt er im Streit mit der MLPD, der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschland, die eigentlich ganz locker daher kommt. In ihrem Hauptquartier in Stuttgart-Untertürkeim verkehren der Fußballer Cacau, der CDU-Bezirksvorsteher und die Mao-Bibel ist auch nicht Pflicht.

Jeden Tag „gaffe“ ihn Che Guevara oder eine Knarre an, giftet Rogowski und schreitet zur Tat. Runter mit den Plakaten. Das hat der MLPD natürlich nicht gefallen und die Polizei gerufen. Die wiederum ermittelt nun, weil, wie sie sagt, der „Verdacht des Diebstahls“ im Raum stehe. Für Rogowski, der viele Jahre den Maschinenkonzern Voith geleitet hat, ein Unding. Schließlich sträubten sich, wie die „Stuttgarter Nachrichten“ berichten, ihm alle Haare, „wenn Stalin und Mao verherrlicht werden“ sowie zu einer Revolution aufgerufen werde, die die „Herrschaft des Kapitals unterbinden“ solle.

Bei der MLPD hängt der Umsturz auch vor dem Haus. Che Guevara. Hoch die internationale Solidarität. Drinnen geht sie weiter, die Revolution. Im ochsenblutfarbenen Arbeiterbildungszentrum, kurz ABZ, in Untertürkheim, wo der Stuttgarter Ableger zu Hause ist: die MLPD. Nun sieht Volker Kraft nicht aus wie Che, mit seinen ordentlich gescheitelten schwarzen Haaren, und der Ficus benjamina in seinem Besprechungsraum ist auch eher kleinbürgerlich. Aber der 60-Jährige sagt, dass die Revolution noch zu seinen Lebzeiten komme. Davon sei er „tief überzeugt“. Das klingt aufregend.

Quelle: Kontext – Wochenzeitung >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Fotoquellen:  LAKL – SKPF

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Wird Merkel jetzt Grün

Erstellt von DL-Redaktion am 5. Oktober 2013

Retter sucht Kompass

Angela Merkel

Bei Spiegel Online hat er’s zum Aufmacher geschafft. „Kretschmann soll mit Merkel sondieren“, steht dort. Gescheiter wäre, der grüne Ministerpräsident würde seinen eigenen Laden auf Vordermann bringen.

Er mag keine Talkshows und meint, das Publikum sei danach im besten Fall nicht klüger als zuvor, im schlechteren sogar verwirrt. Trotzdem ist der „Moses von Laiz“ („Die Zeit“) der Einladung zu Günther Jauch gefolgt, um Flagge zu zeigen in schweren Zeiten: Aus seinen 300 Krawatten hat er kaum zufällig eine mit schwarzen und grünen Streifen herausgefischt. Schließlich überkommt den Exmaoisten mit schöner Regelmäßigkeit der Drang zu ebendieser politischen Farbkombination. Wenn Spiegel Online recht hat, kann er seine „schwarz-grünen Sympathien“ in der nächsten Woche bei Kanzlerin Merkel weiter pflegen. Es schadet ja nicht, nochmals Signale ans sogenannte bürgerliche Lager auszusenden, das – so die Schnellanalyse landauf, landab – bei der Bundestagswahl nur unzulänglich erreicht wurde.

Auch Kretschmann hat reichlich rasche, populäre, sogar widersprüchliche Erklärungen für das historische drittbeste Ergebnis der Grünen parat, das als so großer Misserfolg empfunden wird. Er nimmt eine Mitschuld auf sich und erledigt zugleich das Geschäft der Gegner. Ein Beispiel von mehreren: Sein Lamento über die „Bevormundung“ der Menschen durch die Grünen „von der Wiege bis zur Bahre“. Das ist astreine neoliberale Paranoia, unablässig verbreitet seit Jahrzehnten von Wahlkämpfern von Union, FDP und konservativen Leitartiklern. Mit der gesellschaftlichen Realität haben solche Fantasien nichts zu tun, viel aber mit dem allgegenwärtigen Bestreben, linken Weltverbesserern am Zeuge zu flicken, um sich vorteilhaft von ihnen abzusetzen.

Quelle  : Kontext   >>>>>   weiterlesen

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GRafikquelle  :     Angela Merkel

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Minen, Panzer und Raketen

Erstellt von DL-Redaktion am 25. November 2012

„Deutsche Waffen, deutsches Geld, morden mit in aller Welt“

So lautete einst ein Schlachtruf der 1968er Bewegung und es spricht für sich das dieser Spruch auch heute noch, rund 45 Jahre später seine ungebrochene Gültigkeit hat. Im Gegenteil, nie wurden aus Deutschland mehr Waffen exportiert als unter der Regierung Merkel, einer Pastorentochter !!

Sehen wir in dem Video in die smart und genüsslich lächelnden Gesichter unserer Politiker sollten wir uns schon die Frage stellen, ob denn hier wohl über die vielen Toten oder das gute Geschäft gefeixt wird? Auch der Tatsache das wir es als Bürger einer Demokratie stillschweigend akzeptieren mit Waffen und Militär im Ausland wieder präsent zu sein, dürfen wir uns nicht verschließen. So gäbe es ja auch die Möglichkeit den Spinnern in Berlin zu zeigen, auch mit ein bisschen weniger Wohlstand zufrieden zu sein.

Ob in Tunesien oder Ägypten, Afghanistan oder Libyen, überall wurde es mit deutscher Hilfe und Unterstützung ermöglicht Gewaltregime  über Jahrzehnte aufrecht zu erhalten und entsprechend an diesen zu verdienen. An deren Abschaffung wurde dann auch wieder finanziell partizipiert.

Viel wäre schon damit geholfen, würden wir uns in unserer Ausdrucksweise klarer und direkter ausdrücken. So haben wir heute keinen Verteidigungsminister mehr, sondern einen Kriegsminister. Auch bilden wir in diesem Land keine Soldaten sondern Krieger aus. Ebenfalls fallen im Krieg keine Helden oder Soldaten. Krieger morden und werden ermordet. Wir haben eine sehr eindeutige Sprache und sollten sie entsprechend nutzen. Dieses passiert aber noch nicht einmal innerhalb der LINKEN! An solchen Kleinigkeiten zeigt sich schon eine gewisse Unfähigkeit.

[youtube ThPO2_cXWq4]

Empfehlenswert die Website Waffen vom Bodensee >>> Hier<<<

Und ein hochbrisanten Artikel welchen ich zu Lesen empfehlen möchte.

Bombengeschäft am Bodensee

Minen, Panzer und Raketen? Hier doch nicht. Nicht in dieser scheinbar heilen Welt von sauber geweißelten Orten und Segelbooten vor malerischer Alpenkulisse. Doch die Bodenseeregion ist einer der wichtigsten Rüstungsstandorte in Deutschland. Hier werden Waffen produziert, die anderswo töten. Und kaum einer spricht darüber.

Die Abendsonne färbt den Bodensee am Überlinger Ufer blutrot. Die Fachwerkhäuser rund um das Münster verströmen diesen Hauch von Idylle, den Urlauber so schätzen. Es ist November, Spätherbst am Bodensee. Touristen verirren sich nun selten in die Gassen, Überlingen gehört wieder den Bewohnern. Wer vom Tourismus lebt, überwintert. Die anderen sind froh, dass sie bei Diehl oben am Berg Arbeit haben. Bei Diehl Defence, wo Minen, Zünder, Granaten und modernste Raketen zusammengebaut werden, eben alles, was kracht und explodiert, was Menschen zerfetzt und Leben zerstört.

Doch darüber redet man hier nicht so gerne. Schließlich ist Diehl der größte Gewerbesteuerzahler in der 22 000-Einwohner-Stadt, sorgt für Arbeitsplätze neben Tourismus und Landwirtschaft, sponsert Vereine und Kulturveranstaltungen. Bringt Glanz in die Provinz, wenn etwa der Verteidigungsminister den Waffenproduzenten am Ort besucht. Pazifisten findet man in Überlingen selten.

Die Oberbürgermeisterin jedenfalls gehört nicht dazu. Ihr Rathaus duckt sich im Schatten des Münsters, den Ratssaal ziert Holzschnitzerei aus dem 14. Jahrhundert. Hier wurde früher Recht gesprochen, die Hände konnte man in einer eigens ins Holz geschnitzten Wanne in Unschuld waschen. „Niemandem sind Kriege behaglich, aber die Welt ist eben anders“, sagt Sabine Becker, über Krieg und Frieden entschieden nun mal andere: „Als Kommunalpolitikerin kümmere ich mich um genügend Kindergarten-Plätze, dass der Haushalt in Ordnung ist und die Stadt verschönert wird.“ Da hilft es, dass bei der Produktion und Entwicklung moderner Lenkflugkörper keine Emissionen entstehen. Diehl ist eine saubere Fabrik.

„Der Tod ist ein Meister vom Bodensee“

Quelle: Kontext Wochenzeitung

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Grafikquelle    :   Minensuchender Soldat der Fremdenlegion in Djibouti, 2005

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Ist Ehrlichkeit dumm?

Erstellt von DL-Redaktion am 30. Mai 2011

Die letzten Aufrechten in dieser korrupten  Zeit

File:The Office of the Whistleblower(SEC) Symbol.jpg

Davon brauchten wir mehr und von den Politikern weniger

Die Whistleblower, eine unendliche Geschichte aus Politik, Wirtschaft und dem täglichen Leben. Und es ist zutreffend, sie schlagen Alarm, erst leise, finden kein Gehör, werden lauter und  schließlich ausgeschlossen, in der Hoffnung nun Ruhe zu haben, was natürlich in vielen Fällen nicht eintreten kann, da nicht  die Verursacher, sondern die Hinweisgeber abgewiesen wurden.

In einem Land, in dem  Lügen und Unredlichkeiten die politische Führung übernommen haben, werden Täter belohnt und Aufklärer verteufelt. Auffällig hierbei ist immer wieder die Dünnhäutigkeit der sich selbst ernannten Obrigkeiten. Hier könnte ein Psychologe sehr viel Geld verdienen, da persönliche Eitelkeiten vermischt mit dümmlicher Arroganz einen für die Gesellschaft sehr gefährlichen Mischmasch ergeben.

Was wir zur Zeit sehen, ist ein krampfhaftes Festhalten an Macht und Geld. Für diese beiden Ziele, erreicht durch die Stimmen einer manipulierten Bevölkerung, sind sowohl Politiker als auch bezahlte Meinungsmacher aus der Wirtschaft bereit, über die berühmten Leichen zu gehen. Diese fast kriminell zu nennenden Machenschaften ziehen sich quer durch alle Parteien und sind  unabhängig von politischen Ansichten und Ideologien. Einmal unter der Berliner Zirkuskuppel sitzend oder auch in den unteren Parlamenten angekommen, werden diese Errungenschaft mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigt.

Im nachstehenden Artikel geht es überwiegend um den CDU Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder, wobei der Name wohl nur aus der Sicht des Berichterstatters aus dem schwäbischen Raum wichtig erscheint. Namen sind Schall und Rauch hört man immer wieder. So könnten wir eine lange Liste erstellen welche von Schröder über Clement, Lafontaine, Linsler, Bierbaum, Blocks, Remmers, Müller reicht und und endlos fortgesetzt werden könnte. Protagonisten in der Erzeugung von Luftblasen zwecks Befriedung persönlicher Eitelkeiten.

Zu dem Artikel wurde bereits ein Kommentar geschrieben und ich zitiere: „Es scheint System darin zu bestehen, Andersdenkende, die sich der Wahrheit verpflichtet fühlen, zu diffamieren. Herr Kauder hat darin vermutlich seinen Berufsabschluss gemacht. Anders ist es nicht zu erklären, dass er und seine Gleichgesinnten immer wieder auf diese Art und Weise keine Sachdiskussion, sondern Verunglimpfung als Basis ihrer Arbeit ansehen.“ Ende des Zitat.

Wir wissen nicht was für Qualifikationen benötigt werden, um mit den Hähnen um die Hühner schlawinern zu können, glauben aber, dass der Beruf des Politikers nicht mehr erfunden werden muss. Wenn ein einfältig, naives, besser wissendes Grinsen ausreichend ist, ein Ministeramt zu besetzen, kann es mit unserer Demokratie nicht mehr sehr weit her sein. Die sogenannte Guttenberg Mentalität scheint inzwischen auch unter anderen in den Arbeitsämtern oder im Wendland Einzug gehalten zu haben.

Die Aufrechten

„Whistleblower“ sind Menschen, die verschwiegen Alarm schlagen, wenn sie etwa in Betrieben auf eklatante Missstände stoßen. Sie werden häufig nicht unbedingt geschätzt. Volker Kauder, Chef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, muss sich jetzt fragen lassen, warum er sie mit Blockwarten der Nazizeit vergleiche.

Eigentlich ist es eine Binsenwahrheit, doch manche Mächtige in Politik und Wirtschaft scheinen sie immer noch höchst ungern oder gar nicht wahrnehmen zu wollen: Eine demokratische Gesellschaft lebt von Menschen, die reagieren, den Mund aufmachen und sich nicht wegducken, wenn sie auf eklatante Missstände stoßen – in ihren Betrieben, in Behörden oder in Parteien. Die Rede ist von Whistleblowern, sie kämpfen allzu oft gegen das böse Etikett des Nestbeschmutzers oder, noch schlimmer, des Denunzianten.

Quelle: Kontext >>>>> weiterlesen

Der „Offene Brief“ an Kauder, auf den in Kontext hingewiesen wird, kann hier nachgelesen werden!

IE

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Grafikquelle  :

Source The U.S. Securities and Exchange Commission (SEC), The Office of the Whistleblower

Author U.S. SEC Office of the Whistleblowe
Public domain This work is in the public domain in the United States because it is a work prepared by an officer or employee of the United States Government as part of that person’s official duties under the terms of Title 17, Chapter 1, Section 105 of the US Code. See Copyright.

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