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RENTENANGST

Gauck ruft zum Krieg auf

Erstellt von DL-Redaktion am 19. Juni 2014

Gauck ruft zum Krieg auf

Datei:Juergen todenhoefer.jpg

Liebe Freunde, was haben wir bloß getan, um einen solchen „Jihadisten“ als Präsidenten zu bekommen? Der wie ein Irrer alle paar Monate dafür wirbt, dass sich Deutschland endlich wieder an Kriegen beteiligt. Sagt ihm keiner, dass unsere Verfassung Kriege nur zur Verteidigung erlaubt? Dass jede „humanitäre“ Intervention auch Frauen und Kinder tötet? Dass unser Land für die nächsten Jahrtausende genug Kriege geführt hat? Ein Bundespräsident als Sprachrohr der Rüstungsindustrie -beschämend!

Unser Ex-Pfarrer erinnert immer mehr an den deutschen Militärpfarrer Adolf Schettler, der noch 1915 im 1.Weltkrieg schwärmte: „Dem Soldaten ist das kalte Eisen in die Faust gegeben. Er soll es führen ohne Schwächlichkeit und Weichlichkeit. Der Soldat soll totschießen, soll dem Feind das Bajonett in die Rippen bohren, soll die sausende Klinge auf den Gegner schmettern. Das ist seine heilige Pflicht. Ja, das ist GOTTESDIENST“.

Nein, Herr Gauck! Das ist Krieg!

Wer stoppt diesen überdrehten Gotteskrieger, der Sarrazins Mut so sehr bewunderte? Der Mann ist doch ein Sicherheitsrisiko für unser Land. Euer JT

Ja, ein lauter Aufschrei welcher natürlich nicht aus der „Friedenspartei“, sondern wie für gewöhnlich von einen Intellektuellen aus der Gesellschaft kommt. Glückwunsch auch von hier aus Jürgen Todenhöfer. Die Friedensredner der Linken haben für so etwas keine Zeit, sie müssen das Geld einstecken welches andere für sie verdienten und warten geduldig auf das passende Trittbrett um sich entsprechend drauf zuschwingen.

Auch sind sie über alle Massen damit beschäftigt ihren eigenen Hals aus der Schlinge zu ziehen, welchen sie zuvor nur allzu bereitwillig in diese hineinsteckten. Ging es doch darum ihre persönlichen Profilierungssucht zu befrieden. Jetzt wo die Brandstifter vor der Öffentlichkeit bloßgestellt werden, wissen sie nicht wie sie sich drehen und wenden sollen, um der eigenen Dummheit zu entfliehen. Eigene Fehler einzugestehen, nein soviel Zivilcourage haben linke Stinker
nicht aufzuweisen.

Gleich dem Gauck welcher von der Bevölkerung Taten einfordert, welche er selber nicht liefern wird. Bislang auch nicht lieferte wie er es in der Vergangenheit bereits unter Beweis stellte, denn er verließ seinen Platz erst nachdem mutige Bürger den Platz freiggemacht hatten. Gleich  Merkel, welche es heute wiederum vorzieht sich in nassen und nach Männerschweiß stinkenden Umkleidekabinen herumzudrücken anstatt genau die Leistung zu erbringen für welche sie gewählt wurde.  71 % der Bürger dieses Landes sprachen sich gegen ihre Luxusreise nach Brasilien auf Kosten der Steuerzahler aus. Aber, genau so ist Politik, egal in welcher Partei auch immer.

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Fotoquelle   :

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Quelle http://www.warumtoetestduzaid.de/de/extras/downloads.html
Urheber Der ursprünglich hochladende Benutzer war Hydro in der Wikipedia auf Deutsch
(Originaltext: ?)

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Auf einen Tee mit Assad ?

Erstellt von DL-Redaktion am 4. März 2012

Die ganze Welt blickt zur Zeit auf Syrien

Die ganze Welt blickt zur Zeit auf Syrien und sieht zu wie die Truppen des Assad-Regimes nach wochenlangen Panzerbeschuss mit Bodentruppen in Homs einrücken und ein Gemetzel unter den Aufständischen veranstalten, deren Ausrottung das oberste Ziel ist. Scheinbar hilflos schaut die ganze Welt diesem Gemetzel zu, was unter anderen auch daran liegt, da es derzeit nur unter Lebensgefahr möglich ist objektiv aus Syrien zu berichten.

Der im Exil lebende syrische Schriftsteller empört sich jetzt in einem aufsehenden Artikel über den „Prominenz Journalismus“ wie er von Leuten wie Peter Scholl-Latour und Jürgen Todenhöfer ausgeht. Wörtlich heißt es: „ Sie reisen nach Syrien, sind zum Tee trinken mit dem Diktator verabredet und schreiben nach der Rückkehr syrische Staatspropaganda. Er schreibt den folgenden Artikel als Protest welcher uns zum Nachdenken bringen soll. Er möchte aufklären damit der Bürger weiß, wie die deutsche Medienwelt funktioniert.

So lesen wir in diesem sehr ausführlichen Artikel unter anderen folgendes und wir zitieren:

„Ich frage mich aber auch: Wie erklärt man sich die Sympathie, die solche Prominenz-Journalisten ebenfalls unter Linken und manch kritischer Zeitung wie Der Freitag erhält?

Die Linkspartei-Abgeordneten Diether Dehm, Annette Groth, Heike Hänsel, Ulla Jelpke, Eva Bulling-Schröter und deren außenpolitische Sprecherin Sevim Dagdelen vertreten ähnliche Haltungen wie die Prominenz-Journalisten Todenhöfer und Scholl-Latour. Auf einmal stehen sich Extremlinke und reaktionäre alte Herren so nahe. Das erstaunt, aber es ist nicht neu.

Ich habe als Student in Heidelberg in den 1970er Jahren erlebt, wie Anhänger einer linksradikalen Studentengruppe gegen uns und unsere chilenischen Freunde, aber für Pinochet, Sadat und Assad auftraten. Damals war Todenhöfer CDU-Bundestagsabgeordneter und wie CSU-Chef Franz Josef Strauß ein bekennender Freund des chilenischen Diktators Pinochet. Heute lügt Todenhöfer, wenn er sich als einstigen Kritiker des Mörders Pinochet darstellt. Sein Pech ist, dass seine Freundschaft dokumentiert ist (so z. B. in Der Spiegel, 14. 4. 1975). Einige Linkspartei-Abgeordnete verschließen heute die Augen vor den über 7.000 ermordeten und 50.000 gefangenen Menschen seit dem Beginn des Protests. Sie wollen Assad bis zum letzten Syrer verteidigen.

Ich frage mich, ob die Haltung dieser Linksparteiabgeordneten etwas mit der Russlands zu tun hat, so dass sie parallel und nur scheinbar identisch mit dem launischen, oberflächlichen Prominenz-Journalismus erscheint, in Wirklichkeit aber Teil einer globalen Politik ist.

Es ist nicht einfach scheinbar und zugleich nicht ganz identisch. Es ist eine merkwürdige Konstellation der Freunde des Assad-Regimes. Todenhöfer findet die Russen auf einmal sehr klug und die Linkspartei vertritt in Teilen, wie die DKP und SED früher, die Meinung der Russen. Die russischen Machthaber aber sind keine Vermittler, sondern stehen eindeutig auf der Seite des Diktators. Sie liefern ihm Waffen, Militär- und Geheimdienst-Experten zur Bekämpfung des syrischen Volkes. Russland ist Partei in dem Konflikt, es folgt seinen historisch gewachsenen geopolitischen Interessen. Die Russen haben seit der Zarenzeit von Warmwasserhäfen geträumt. Ihre Politik stand nicht selten unter diesem Drang. Persien, Indien, der frühere Südjemen, Syrien, Ägypten, Libanon oder die Türkei wurden gezielt angegangen. Die imperiale russische Politik scheiterte aber auf der ganzen Linie. Heute haben sie nur noch in Syrien offene Häfen am Mittelmeer und ihren letzten Stützpunkt. Die arabischen Diktatoren haben in den 1960 und 1970er Jahren Milliarden-Waffengeschäfte mit der früheren Sowjetunion getätigt.

Dafür verrieten die Sowjets auch die arabischen Kommunisten an die jeweiligen Machthaber. Es war makaber, russische Kommunisten in Eintracht und inniger Freundschaft (inklusive Küsschen) mit ägyptischen, syrischen, irakischen oder algerischen Diktatoren zu sehen, während arabische Kommunisten in den Kellern der jeweiligen Geheimdienste und in Folterlagern in der Wüste starben. Ostdeutsche Spezialisten sowie KGB-Experten bauten den syrischen Geheimdienst mit auf. Und die arabischen Stalinisten kramten nach Zitaten von Lenin oder Stalin, die diesen Verrat unter „Unabhängigkeit der kommunistischen Bewegung und der sozialistischen Länder in ihrem politischen Handeln“ rechtfertigen sollten. Für die Kommunisten in den arabischen Ländern war das der größte Schock ihrer Geschichte. Die Rechtfertigung aber wirkte so vertikal in die Seelen der Stalinisten, dass heute zwei winzige K-Parteien (mit jeweils ein paar hundert Anhängern) Assad in Syrien unterstützen. Putin, der heutige russische Machthaber und ehemalige KGB-Offizier, handelt in diesem Sinne in der Tradition seiner Vorfahren.„

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Grafikquellen    :

Oben     —    English: Said to be „A demonstration in the city of Banyas,“ Syria at the „Friday of rage“ in 29 ِApril 2011.

Source [1]
Author Syria-Frames-Of-Freedom (Pro-FSA information)

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kleines Foto:   CC BY 3.0

Rafik_Schami_Buchmesse.jpg:

FelixRo derivative work: Sir James (talk) – 

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Todenhöfer über Syrien

Erstellt von DL-Redaktion am 25. Januar 2012

Ein interessantes Interview mit vielen überraschenden Antworten des Autor Jürgen Todenhöfer.

Todenhöfer über Syrien

„Ausländische Kräfte unterstützen den Aufstand“

Autor Jürgen Todenhöfer reist immer wieder nach Syrien. Auch mit Machthaber Assad hat er sich getroffen. Todenhöfer plädiert für eine neutrale Sicht auf den Konflikt.

Jürgen Todenhöfer liebt Syrien. Man spürt seine tiefe Verbundenheit mit dem arabischen Land, wenn er von den Menschen, ihren Sitten, ihrer jahrtausendealten Kultur und ihrer Erzähltradition spricht.

Der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete besucht Syrien so oft er kann – manchmal mehrmals im Jahr. Vor einem Monat reiste er fast vier Wochen durch das Land. Er konnte sich ungehindert bewegen. Todenhöfer war in Damaskus, aber auch in Homs, Hama und Daraa, den Orten, die seit fast einem Jahr wegen blutiger Auseinandersetzungen zwischen den Sicherheitskräften des Regimes und Aufständischen Schlagzeilen machen.

Er wurde von Staatschef Baschar al-Assad zu einem langen Gespräch eingeladen. Todenhöfer verteidigt das Regime nicht, aber er warnt vor einer „Dämonisierung“. Er beschreibt den Freiheitswillen der jungen Syrer, die sich in friedlichen Demonstrationen im Landesinneren Bahn bricht, aber er berichtet auch von Guerilla-Aktionen bewaffneter Rebellen, denen auch Zivilisten zum Opfer fallen.

Jürgen Todenhöfer sagt dennoch: „Ich weiß, dass auch ich noch viel zu wenig weiß“ und er setzt auf Verhandlungen zur Lösung des Konflikts.

Welt Online: Herr Todenhöfer, Sie waren erst kürzlich in Syrien. Wer hat Sie eingeladen und wie frei konnten Sie reisen?

Niemand hat mich eingeladen.

Sie sind also einfach so als Tourist eingereist? Geht das denn?

Ja, es geht. Ich reise seit mehr als zehn Jahren nach Syrien. Ich habe ein Buch über Syrien und den Irak geschrieben, das auch auf Arabisch übersetzt wurde. Es beginnt beim Hakawati, dem Märchenerzähler an der Omaijaden-Moschee in Damaskus. Da gehe ich jedes Jahr hin. Syrien ist Wiege unserer Zivilisation und Damaskus eine der schönsten Städte Arabiens. In der Omaijaden-Moschee ist der Kopf von Johannes dem Täufer begraben, in Damaskus wurde Saulus zu Paulus.

Verstehen und sprechen Sie denn arabisch?

Kein Wort.

Wie unterhalten Sie sich dann?

Ich habe meist einen oder zwei Übersetzer dabei.

Was hat sie bewogen, gerade jetzt wieder nach Syrien zu fahren, allen Warnungen zum Trotz?

Wenn man zehn Jahre lang immer wieder in dieses Land reist, gibt es keinen Grund gerade jetzt nicht hinzufahren. Dieses Mal gab es anfangs Schwierigkeiten. Ich wurde am Flughafen in Damaskus festgehalten, weil der syrische Geheimdienst ein Einreiseverbot gegen mich erlassen hatte. In der „Zeit“ hatte ich einen Artikel geschrieben, den manche in Syrien als zu kritisch ansahen. Es dauerte über zwei Stunden, bis ich endlich ins Land durfte. Das hat mir allerdings später geholfen, weil ein Deutsch-Syrer diese Szene mitbekommen und sie einige Tage später bei einem Empfang Assad geschildert hat. Daraufhin hat Assad mich zu einem Gespräch eingeladen.

Assad hat für März eine Volksabstimmung über eine neue Verfassung angekündigt. Wie ernst ist diese Initiative zu nehmen? Lenkt Assad eigentlich selbst die Geschicke in seinem Land?

Ich glaube, dass er der mächtigste Mann im Land ist. Und dass er durch die Krise stärker geworden ist.

Warum?

Quelle: Welt-Online >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle    :  Jürgen Todenhöfer (2006)

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