DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

Idiotenspiel

Erstellt von DL-Redaktion am 13. April 2012

„Nippons kranke Manager“

File:Tokio skyline from Tokyo Metropolitan Government Building.jpg

Sehr schön und entsprechend passend überschrieben ist der folgende Artikel da er sehr gut die wahren Probleme der Gesellschaft aufzeigt. Es wird keine vereinigte Linke Bewegung in Deutschland geben solange eine Partei mit obskuren Ansprüchen und Denkmustern linkes Gedankentun in Ausschließlichkeit auf sich selber bezieht. Noch einmal, die Linkspartei ist keine linke Partei, sie ist eine linke Mogelpackung in der die überwiegende Mehrheit der Mitglieder ausschließlich an sich selber denken.

Das wesentliche im linken Gedankentun ist die Freiheit des Denkens in Wort und Schrift und nicht das Arbeiten in festen Blöcken. Egal mit welchen Namen sich diese Blöcke auch schmücken.  Obrigkeitshörigkeit und Untertanengeist haben überhaupt keine Gemeinsamkeit mit der linken Idee.  Die LINKE ist keine Ideenschmiede, hat keine Bindung in die Bevölkerung und ist nicht in der Lage den Menschen in irgendeiner Art und Weise eine Stütze oder gar Lebenshilfe zu sein. Das die Kreativität  des Denkens und Handelns fehlt, darauf weist der folgende Artikel hin:

Idiotenspiel

Auf den ersten Blick scheint die Sache klar zu sein: Die spätmoderne kapitalistische Gesellschaft erzeugt systematisch Gewinner und Verlierer, und sie lässt die Gewinne der Sieger ebenso wie die Verluste und Leiden der Verlierer immer größer werden. Folglich tut die politische Linke gut daran, ebendiese Verteilungslogik zum Hauptgegenstand ihrer Kritik zu machen. Und die faktischen Verhältnisse drängen diese Kritik ja auch unmittelbar auf: Die öffentliche Diskussion konzentriert sich derzeit auf das unbestreitbare Skandalon, dass die Gehälter der Spitzenmanager in Deutschland inzwischen das 400-Fache des einfachen Angestellten oder Arbeiters betragen – und geradezu explodieren, während die Reallöhne am unteren Einkommensende schrumpfen. Klarer Fall, Attacke?

Irrtum. Tatsächlich ist es so, dass die unheilvolle Konzentration der politischen Linken auf die Frage der Verteilungsgerechtigkeit niemand anderem als dem neoliberalen Gegner in die Hände spielt und das unheilvolle Spiralsystem, welches jener betreibt, in Gang zu halten hilft.

Wie das? Werfen wir zunächst einen Blick auf die Sieger des neoliberalen Gewinnspiels. Beginnen wir mit den Abschöpfern in Japan: „Nippons kranke Manager“ titelte jüngst die Süddeutsche Zeitung – und verwies darauf, dass in Japan die durchschnittliche Lebenserwartung seit 1945 deutlich und kontinuierlich angestiegen ist, bei den ökonomischen Eliten aber seit 1990, also seit dem Beginn des neoliberalen Zeitalters, kontinuierlich sinkt. Seit 2000 habe das Mortalitätsrisiko der Führungskräfte um 70 Prozent zugenommen. Auch bei der Suizidrate liegen Manager an der Spitze; seit 1980 ist sie um 271 Prozent gestiegen. Selbst ihren Sprösslingen scheint es nicht viel besser zu gehen: Die Zeit berichtet von einer stressbedingten Selbstmordwelle unter Studenten einer südkoreanischen Eliteuniversität.

Quelle: Le monde diplomatique >>>>> weiterlesen

—————————————————————————————————————–

Grafikquelle    :      Die Skyline von Tokio vom Tokyo Metropolitan Government Building gesehen.

This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International license.

Author Max221B  T  Own work

Abgelegt unter Asien, Kommentar, P. DIE LINKE | Keine Kommentare »

Japan und die LINKE

Erstellt von Gast-Autor am 16. März 2011

Japan: DIE LINKE braucht ein Konzept der Bürgerpolitik, der BürgerInnenbeteiligung für eine aktive und beschleunigte Atomausstiegspolitik.

Ein FDP-Politiker faselte von der Unzulässigkeit der Opfer der japanischen AKW-Katastrophe in der Politik der Parteien in Deutschland – Absurd und verantwortungslos. Die Opfer kapitalistischer Verwertungslogiken können kaum als Gewährsleute für die ungehinderte Fortsetzunmg der Ausbeutung von Mensch und Natur angerufen werden.

Japan ist mir nah, wohl auch weil mein Vater dort weilte und mich das Land gerade deshalb lange Zeit sehr interessierte. In meinen jungen Jahren, fasziniert von Technik und Technologie, bewunderte ich die sich entwickelnde Hochtechnologiegesellschaft.

Nach Tschernobyl hat sich hier meine Einstellung  – unabhängig vom Gesellschaftsystem, welches Naturkräfte als Produktivkräfte entfesselt – völlig und dauerhaft gewandelt.  Noch vor Tagen hat der SWR über unsere, zugegeben nicht besonders fitte Landtagskandidatin gehöhnt, die den Sofortausstieg aus der Kernenergief orderte und nicht sagen konnte, wie das geschehen soll.

Ein zunächst politisch-symbolisches Ziel, aber eben auch eine Zielmarke, bei der jede Partei in der Verantwortung mit ihren Maßnahmen immer nur im Verzug gegenüber der Dringlichkeit sein kann, egal, was sie bis wann tut.

Muss DIE LINKE  wissen wie der „Sofortausstieg“ gehen kann? Dafür haben doch die Regierenden Experten, denen muss man nur die „richtigen“ Aufgaben stellen und Resourcen geben. Freilich, auch DIE LINKE sollte hierzu ExpertInnen als UnterstützerInnen ihrer Ausstiegspolitik gewinnen. Letztlich lautet aber die Aufgabe der Politik gesellschaftliche Mehrheiten für den Atomausstieg zu gewinnen. Es ist eine politische Frage, ob Alternativen in den Blick genommen werden und dafür die gesellschaftlichen Ressourcen mobilisert werden.

Tanja Krauth hat in der erwähnten TV-Sendung einige Sekunden auf die Nachfrage, wie denn der sofortige Atomausstieg gehen soll, geschwiegen. Der SWR hat sinniger Weise die „Schweigesekunden“ gezählt. Heute haben diese gezählten Sekunden eine andere symbolische Bedeutung. Es braucht die Einsicht, die Gesellschaft braucht eine demokratisch gestaltete Denkpause zur Energiepolitik. Der Verweis der „Prüfung“ allein an die Regierenden, ihre ExpertInnen und die Atomwirtschaft ist nicht akzeptabel. DIE LINKE braucht ein Konzept der Bürgerpolitik, der BürgerInnenbeteiligung für eine aktive und beschleunigte Atomausstiegspolitik. Das wäre auch der demokratische Auftrag der Medien im Lande. JournalistInnen müssen von uns als Verbündete gewonnen werden. Das Gebot der „Neutralität“ der Medien ist eine Mär, der Beliebigkeitspluralismus Ausdruck von Gleichgültigkeit, Verantwortungslosigkeit und Machtpolitik.

Die „Lösung“ der Bankenkrise oder die jetzige Atomentscheidung der Bundesregierung zeigt zumindest, es gibt immer „Alternativen“! Jedoch letztlich nur, wenn wir als BürgerInnen Wege finden, eine andere Politik zu erzwingen. (Womit ich nicht sage, das beide „Krisenantworten“ BürgerInneninteressen hinreichend aufnehmen.) DIE LINKE muss jedoch ihre massive Glaubhaftigkeitslücke überwinden. Das ist vor allem eine Aufgabe an ihre innerparteiliche Entwicklung. DIE LINKE plakatiert im Landtagswahlkampf gegen die „Arroganz der Macht“. Aber in ihrer eigenen Organisationspolitik sind Wolfgang Ferner, Elke Theisinger-Hinkel, Otto Schäfer, Katrin Senger-Schäfer, Alexander-Ulrich, Wilhelm Vollmann, James Hermann, Katrin Werner  u.a. Träger einer innerparteilichen Arroganz der Macht.

Zur Atompolitik gibt es ein gesellschaftspolitisches Grundproblem zu beachten: Der Weltkapitalismus ist Produkt fossiler Energien, dieses Zeitalter endet. Wir haben nur eine Chance, die solare Energiewende, lokale Wirtschaftssytsme, veränderten Konsum und Lebensweisen, letztlich eine andere Weltökonomie. Freilich ist klar, es gibt kein „Gesetz“, dass die Menschheit diesen Weg auch findet. Weil die Wandlungszwänge die Grundlagen kapitalistischer Produktionsweise und Profitproduktion berühren, ist die Atomkraft die einzige „Chance“ den Kapitalismus,wie wir ihn bisher kennen, weiter zu forcieren, deshalb halten die Herrschenden auch daran fest.

—————————————————————————-

Grafikquelle :

Satellitenfoto der Reaktorblöcke 1 bis 4 (von rechts nach links) am 16. März 2011 nach mehreren Explosionen und Bränden

Abgelegt unter International, P. DIE LINKE, Rheinland-Pfalz | 3 Kommentare »

Vor oder nach dem GAU ?

Erstellt von DL-Redaktion am 14. März 2011

Die Methoden der Atomlobby

Kernkraftwerk Grohnde an der Weser: links die beiden Kühltürme, rechts das Reaktorgebäude und der Abluftkamin

Nach dem Drama welches sich zur Zeit vor den Augen einer erstarrten Weltöffentlichkeit im für uns fernen Japan abspielt wird unsere Welt eine andere sein. Schon jetzt kommen im stündlichen Rhythmus Fragen nach unserer Sicherheit hier in unserem Lande auf. Jeder welcher in der Lage ist auch nur zwei komplette Sätze fehlerfrei zu reden glaubt eine entsprechende Antwort parat zu haben. Aber kann es überhaupt Antworten zum jetzigen Zeitpunkt geben?

Da hören wir Merkel, wir müssen jetzt werkeln, die Roth sagt wir seien bald tot alle. Anderen berührt das alles nicht da der Wind zur Zeit in die andere Richtung bläst und ja, Japan sei ja schließlich auch sehr weit entfernt von uns. Welch ein geballter Schachsinn und das aus Köpfen welche dieses Land in eine sichere Zukunft führen wollen ?

Da konnten wir gestern Abend in der „Anne Will“ Sendung einen feisten Schnösel, andere nennen ihn Umweltminister, sehen und vor allen Dingen hören, dass er nun herausfinden möchte wie es denn um die eigene Sicherung im Lande bestellt ist. Hat er bislang blind gehandelt? Da tritt ein Bücher schreibender Schwätzer auf und verteidigt als sicher gut bezahlter Lobbyist, vielleicht kauft ja die RWE alle seine Bücher welche sonst keiner lesen wird, und redet von speziellen Techniken welche heute noch nicht einmal von den Spezialisten beherrscht werden, wie wir es ja im Moment sehen. Worum geht es hier eigentlich?

Die Natur weist den Menschen zur Zeit auf seine eigentliche Größe hin, in dem sie uns zeigt dass sie immer in der Lage sein wird, uns irgendwie zurecht zu stutzen. Sie gibt uns zu verstehen dass sie nicht Willens ist, sich von den Menschen ihre Grenzen aufzeigen zu lassen. Wir als verantwortungsvolle Bewohner dieses unseren Globus müssen lernen und akzeptieren das Natur wohl für immer unberechenbar bleibt und wir diese Unberechenbarkeit in unser Handel zu berücksichtigen haben.

Lächerlich und vollkommen Unglaubwürdig wird Politik nun da sie uns weismachen will das die Probleme aus Japan nicht mit den unseren gleich geschaltet werden können. Selbstverständlich müssen wir diesen Erdball noch kräftig weiter aufheizen bevor hier die Tsunami ihre Unwesen treiben können aber, wir reden von der Unberechenbarkeit der Natur Kräfte und nicht von Tzsnami oder Erdbeben einer bestimmten Stärke. Niedrig- oder Hoch- Wasser an unseren Flüssen, Stromausfälle,  Materialermüdung, ja, auch Erdbeben sind unberechenbar und von niemanden im voraus zu berechnen. Selbst Menschliche Fehlleistungen, Terrorismus oder auch die zivile Luftfahrt wären Gefahren Potentiale welche nicht weggeredet werden können.

Auch ein immer größeres Anwachsen von Misstrauen gegen die politischen Lobbyisten wird weiter um sich greifen. Die Politiker aller Couleur zeigen ihre Verpflichtung und Sympathie stärker gegenüber den Großkonzernen und ihren eigenen Parteien als ihren Wählern gegenüber. Vertreter des Volkes, heute eine Bezeichnung für die Abgeordneten welche sich der Lächerlichkeit preisgegeben.

Auch der Blick in andere Länder darf bei uns keine Argumentation für den Atomstrom sein. Als selbst bezeichnete Führungsnation in Technik und Technologie ist es unsere Pflicht den anderen Nationen zu zeigen, dass ein Leben auch mit größerer Sicherheit sehr wohl möglich ist. Sprechblasen absondernde Wichtigtuer welche den GAU mit den tausenden Verkehrs toten in Verbindung bringen wollen, sollte man den Besen in die Hand drücken um die Überreste eines Verkehrsunfall beiseite zu fegen. Des gleichen könnten sie dann vielleicht 500 Jahre später in der Nähe eines ehemaligen Kernkraftwerkes ebenfalls versuchen. Es gilt auch als sicher, dass dem Bürger bei weitem nicht das ganze Ausmaß dieser Katastrophe mitgeteilt wird. Hierzu ein aufschlussreicher Kommentar von Reiner Metzger:

Dieses Vertuschen und Verzögern ist ein unfassbarer Skandal

Die Methoden der Atomlobby

Fünf Atomreaktoren in Japan laufen derzeit auf eine Katastrophe zu. Sie sind notabgeschaltet und ohne Kühlung. Was genau passiert ist, wissen weder Anwohner noch die Welt, und das fast zwei Tage nach dem schweren Erdbeben. Ein Reaktor ist schon explodiert, aber die Atomlobbyisten geben auch das nur zögerlich zu, sprechen teilweise von einer wahrscheinlich nicht so folgenschweren Wasserstoffexplosion. Kein Vergleich zu Tschernobyl, heißt es.
Dieses Vertuschen und Verzögern ist ein unfassbarer Skandal. Und er ist keine Folge des Chaos nach dem Beben, nein – das hat Methode. Noch bei jedem Atomunfall war es so. Erst mal versuchen, die schöne Fassade intakt zu lassen. Lieber die Gesundheit von Zehntausenden und Hunderttausenden gefährden, als schlechte Presse zu riskieren. Es könnte ja sein, dass Experten die Lage in den Griff bekommen oder die Bevölkerung nichts merkt. Radioaktive Strahlung ist ja zum Glück unsichtbar und geruchlos. Und die Milliarden aus diesem Geschäft stinken nicht.
Quelle:TAZ >>>>> weiterlesen

[youtube 2EbgmZwExi8]
IE

—————————————————————————–

Grafikquelle  :

Kernkraftwerk Grohnde an der Weser: links die beiden Kühltürme, rechts das Reaktorgebäude und der Abluftkamin

Abgelegt unter Energiepolitik, International, Niedersachsen | 1 Kommentar »

Der GAU in Japan ?

Erstellt von DL-Redaktion am 12. März 2011

Die japanische Reaktorschmelze

FUKUSHIMA.JPG

A radioactive Wave That carries 26,000 bodies from the deadliest Tsunami Wave

Der GAU, also die Reaktorschmelze eines der AKW in Japan, ist nur noch eine Frage von Stunden, denke ich, da es unmöglich sein wird, die Stromversorgung der AKW’s in der Tsunami gebeutelten Erdbebenregion rechtzeitig wieder her zu stellen, das dazu nötige schwere Gerät kann über zerstörte und überflutete Straßen nicht mehr rechtzeitig ankommen, das sagt die Vernunft.

Ob auch die BRD ein paar „Strahlen“ abbekommen wird erscheint mir dabei nebensächlich, wenn man sich das Ausmaß der Katastrophe, auch ohne AKW GAU für die japanische Bevölkerung, ihr Leid und ihre Not in den Medien anschaut.

Es wäre fürchterlich, wenn Japan, das einzige Land dieser Welt, über dem jemals Atombomben abgeworfen wurden, nun eine selbst verursachte atomare Katastrophe erleiden müsste. Insgesamt ist mittlerweile in fünf Kernkraftreaktoren, nach aktuellen Meldungen die Kühlung ausgefallen, für mich stellt nicht mehr die Frage, ob es zum GAU kommt, sondern wann.

Das „Katastrophenmanagement“ der Regierung ist katastrophal. Zunächst wurde die Evakuierung in nur 3 km Umkreis, jetzt in 10 km Umkreis angeordnet und dann?

Nun könnte man sagen, wir haben es schon immer gewusst, nur Irre bauen in solchen Regionen AKW’s, aber was hilft es? Die Menschheit wird auch dies wieder schnell „vergessen“, wie Tschernobyl, und dann geht es weiter nach dem Motto „Augen zu und durch“.

In großen Teilen Japans ist jegliche, vor allem auch kommunikative, Infrastruktur zusammengebrochen, über die wirkliche Zahl der Opfer wird man erst in Wochen erfahren.

Mich haben die Fernsehbilder der brennenden Städte, der Verwüstung durch den Tsunami und das Leid der Menschen wirklich erschüttert.

Angesichts des Ausmaßes dieser Tragödie, fand ich es gestern mehr als peinlich, als unser Außenminister in den Medien bekannt gab: „Deutsche Opfer nicht bekannt“

Ja und? Wird eine Katastrophe für die BRD erst zu einer richtigen Katastrophe, wenn es auch deutsche Opfer gibt?

So weit ich weiß, gibt es nur EINE Menschheit auf dieser Erde.

————————————————————————————–

Grafikquelle  :

Abgelegt unter Energiepolitik, Umwelt | 8 Kommentare »