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RENTENANGST

Bayern macht dicht

Erstellt von DL-Redaktion am 21. Mai 2017

Seit Februar hat der FC Bayern München seinen eigenen Fernsehsender.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/cf/FC_Bayern_M%C3%BCnchen_Servicecenter.jpg

Autorin Marie Kilg

Rund um die Uhr werden Fans mit Informationen versorgt – aber nur mit solchen, die dem Verein gefallen. Gegenüber kritischen Journalisten schottet er sich ab

Karfreitag, 12.30 Uhr, Bundesligapressekonferenz in der Säbener Straße in München. Carlo Ancelotti, der Trainer des FC Bayern München, hat 15 Minuten in seinem Terminkalender geblockt, um in diesem kleinen, fensterlosen Raum Fragen von JournalistInnen zum nächsten Spiel zu beantworten. Philipp Nagel, seit neun Jahren Sportreporter beim Bayerischen Rundfunk, hebt die Hand: „Herr, Ancelotti, erlauben Sie eine Frage zum Madrid-Spiel? Wie konnte die Mannschaft so versagen?“ Die zweite Halbzeit im Champions-League-Viertelfinale gegen Real Madrid war die schlechteste, die Nagel in der Allianz-Arena je gesehen hat. Ancelotti könnte vom Gegner erzählen, vom Unterzahlspiel, von taktischen Fehlern. Stattdessen hebt er eine Augenbraue und sagt zwei Wörter: „Kleine Details.“ Nagel wartet. „Ist das alles?“ Der Pressesprecher winkt ab, keine weiteren Fragen zum Madrid-Spiel, das habe der Trainer sich so gewünscht.

Nach der Pressekonferenz sitzt Nagel im Auto und fährt ins Funkhaus des BR. Der 30-Jährige trägt Dreitagebart, Holzfällerhemd und Jeans mit Rissen über den Knien. „Es war schon mal leichter für Radio-Journalisten“, sagt er. Ancelotti ist kein einfacher Trainer, der gebürtige Italiener spricht leise und wenig, auf kritische Fragen antwortet er oft nicht. Nagels Arbeit aber lebt von Zitaten. Auch Ancelottis Vorgänger, Pep Guardiola, sprach wenig Deutsch und war bekannt für seine Reporterscheu. Den Wunsch, nicht mit JournalistInnen reden zu müssen, soll er sich im Vertrag gesichert haben.

Während Nagel Auto fährt, packt der Kameramann von FC Bayern.tv gerade seine Ausrüstung zusammen. Der Sender hat den „Pressetalk“ mit Ancelotti live übertragen, direkt aus dem Vereinssitz an der Säbener Straße auf die Smart­phones, Tablets und Fernseher seiner Abonnenten. Seit Februar sendet der Kanal 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, als erster linearer Fernsehsender eines deutschen Vereins. 35 Mitarbeiter machen das Programm: Nach der Pressekonferenz kommen Wiederholungen von Spielen, Analysen und Interviews, um 18 Uhr dann live die neusten Nachrichten. 30.000 Fans zahlen 5,95 Euro im Monat, um das Programm zu empfangen. „Wer braucht da noch Journalisten?“, fragte zum Senderstart die Süddeutsche Zeitung.

Karl-Heinz Rummenigge, der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern, warf JournalistInnen letztes Jahr auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern vor, „böse Kampagnen“ gegen Pep Guardiola gefahren zu haben. Die Berichterstattung im Fußball habe dasselbe Muster wie beim Brexit und den US-Wahlen, sagte er. Kritik von Journalisten an der Champions-League-Reform nannte er „Fake News“. Überhaupt sei 2016 „ein schwarzes Jahr für die Medien“ gewesen.

Der FC Bayern ist nicht die einzige Institution, von der Medienmachende sich ausgeschlossen fühlen. Im November 2016 sprach der TSV 1860 München ein zeitweiliges Hausverbot für JournalistInnen aus. Spieler und Funktionäre durften nicht mehr mit der Presse reden, nachdem kritisch über die Entlassung eines Trainers berichtet worden war. Im Januar entzog der Verein drei Zeitungen die Dauerakkreditierung. Im März verlor eine weitere kritische Reporterin die Akkreditierung, der Verein strafte sie in einer Pressekonferenz mit dem Kommentar: „Wir werden deine Fragen nicht beantworten.“

Die Verschwiegenheit gegenüber der Presse ist im Fußball besonders deutlich, sie existiert aber über die Sportwelt hinaus. Der Elektronikhersteller Apple ist berüchtigt für seine Verschlossenheit: „Wir beantworten nur sehr selten Anfragen“, sagt ein Pressesprecher am Telefon. Die AfD hat letztes Jahr mehrmals Medienvertreter von ihren Veranstaltungen ausgeschlossen, und Donald Trump twittert sowieso lieber, als sich mit Medien auseinanderzusetzen – er nennt sie wahlweise „unehrlich“, „falsch“ oder „Feind des amerikanischen Volkes.“

Früher war die Arbeit mit JournalistInnen für viele PolitikerInnen, SportlerInnen und UnternehmerInnen zwar leidig, aber oft auch ein willkommener Weg, Aufmerksamkeit zu bekommen. Heute machen es die sozialen Medien möglich, direkt und selbstbestimmt mit den KundInnen oder WählerInnen zu kommunizieren. Wer selbst formuliert, muss keine Angst haben, falsch zitiert zu werden – und vor allem muss er sich keine kritischen Fragen gefallen lassen.

„Mit dem Finger am Puls der Bayern“ ist das Motto der FC-­Bayern-App. Aus Unternehmenssicht ergibt die direkte Kommunikation mit den Fans doppelt Sinn: Der Verein behält die Kontrolle über die Inhalte und das Geld bleibt auch daheim – auf den eigenen Plattformen können die Vereine sowohl Werbeplätze für Sponsoring-Partner anbieten als auch in eigener Sache kostenlos werben.

Im Studio von FC Bayern.tv steht ein Moderator breitbeinig hinter einem Tisch, eine Hand hält er gegen das Schweinwerferlicht, zu seinen Füßen kriecht ein dickes schwarzes Kabel. „Jap“, sagt er zur Regie, die über einen Knopf im Ohr zu ihm spricht, dann hebt er den Kopf, los geht’s: „Unsere Profis, Bayern, die Meisterschaft in aller Ausführlichkeit …“, kündigt er die Themen an. Wer diese Nachrichtensendungen sieht, bekommt Infos über fast jeden Bereich des Sportvereins: die erste Mannschaft, die U19, das Basketball-Team und die Frauen.

„Es wird alles positiv gefiltert, nichts Unangenehmes gefragt und nichts gegen einen verwendet“, sagt ein Bundesliga­profi des FC Bayern am Telefon, er möchte lieber anonym bleiben. „Das finde ich persönlich sehr angenehm.“ Der Sender entlastet die Spieler, er befindet sich direkt am Trainingsplatz und sammelt das Material, das er dann an andere Medien weitergibt. „Marketing ist ein extrem großer Teil der Arbeit für uns. Klar würden sich die meisten eigentlich lieber aufs Fußballspielen konzentrieren.“

Und dann ließ Jupp Heynckes eine intime Frage zu

Einer, der sich immer gegen einen 24-Stunden-Vereinssender ausgesprochen hat, ist Markus Hörwick. Er war bis 2016 Mediendirektor beim FC Bayern, also der oberste PR-Mann im Verein. Seine Begründung: Viel zu aufwendig. „Ich habe gesagt: Wenn wir es schaffen, ein 24-Stunden-Programm auf die Beine zu stellen, dann müssen die bei Sport1 und bei der ARD doof oder faul sein“, sagt Hörwick. Eine halbe Saison nach seinem Weggang wurde FC Bayern.tv Realität.

Hörwick sitzt in der Kneipe „Stadion an der Schleißheimerstraße“, der Verband Deutscher Sportjournalisten hat ihn an diesem Donnerstagabend im April zu einem Themenabend eingeladen: „Sportjournalismus – gestern, heute, morgen“. Das „Stadion“ ist eine Institution in der Münchner Fußballwelt. Die Wände sind mit Fanschals isoliert, an der Decke klebt Kunstrasen mit laminierten Porträts von Fußballgrößen.

Quelle  :  TAZ >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle  :  FC Bayern München – Servicecenter

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Author JörgGehlman
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DL – Tagesticker 12.08.14

Erstellt von DL-Redaktion am 12. August 2014

Direkt eingeflogen mit unserem Hubschrappschrapp

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1.) „Sie haben sogar die Kinder abgeschlachtet“

Einigen Jesiden ist die Flucht aus dem Sindschar-Gebirge gelungen. Sicher vor den IS-Terroristen sind sie noch nicht. Nun wollen sie unter Führung eines Irakers mit deutschem Pass in den Kampf ziehen.

Die Welt

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2.) Waffen sind noch kein Konzept

Die radikalen Milizen vom „Islamischen Staat“ (IS) haben große Teile des Irak überrollt, sie terrorisieren und vertreiben Christen, Schiiten und Jesiden. Will man ihren Vormarsch stoppen, muss man die Kurden im Nordirak jetzt mit Waffen und Munition versorgen.

TAZ

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3.) Die Basis entscheidet über Rot-Rot in Thüringen

Wenn am 14. September in Thüringen der nächste Landtag gewählt wird, ist das auch eine kleine Schicksalsentscheidung über künftige Kooperationen von Sozialdemokraten und Linken.

RP-Online

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4.) Nicht auch noch den Boden verkratzen

Im Rucksack trägt Ingrid Schubert ein wasserdichtes Cape bei sich, den Schirm und ein gelbes Sitzkissen, das sich zu einem kleinen Rechteck zusammenfalten lässt. Den Regenschutz wird sie nicht brauchen, bald wird die Sonne sich wieder durchsetzen.

Stuttgarter-Zeitung

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5.) Weniger Effekt als ein Unwetter

UKRAINEKRISE Das Geheul der Agrarlobby lässt vermuten, dass die Sanktionen gegen Russland und dessen Gegenmaßnahmen den Markt erschüttern. Aber stimmt das?

TAZ

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6.) Grinsekatze auf Blechdach

Früher, als er noch Vorstandsvorsitzender bei Bertelsmann war, nannten sie ihn »Big T«. Seit er sich Ende Juli, nachdem er vor einem Gerichtsvollzieher den Offenbarungseid ablegen musste, mit einem Sprung aus dem Fenster vor Journalisten rettete, die vor dem Landgericht Essen auf ihn warteten, heißt Thomas Middelhoff nur noch »die Katze«.

Jungle World

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Der, Die, Das – Letzte vom Tag

7.) FC Bayern plant Ecclestone-Deal für Hoeneß

Hoffnung für Uli Hoeneß! Der FC Bayern plant, seinen Ex-Präsidenten mit dem sogenannten „Ecclestone-Trick“ aus der Haft freizukaufen. Franz Beckenbauer, Pep Guardiola und Franck Ribéry sollen dabei helfen.

Die Welt

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Hinweise nehmen wir gerne entgegen

Treu unserem Motto: Es gibt keine schlechte Presse, sondern nur unkritische Leser

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Ein Linker auf dem Mist

Erstellt von DL-Redaktion am 11. März 2014

Riexinger verlangt Rücktritt von Hoeneß

Es ist schon auffällig wie oft wir in den letzten Wochen an eine alte Bauernregel erinnert werden, welche folgendermaßen lautet: „Kräht der Hahn früh auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist“. Dabei ist doch genau betrachtet das Krähen des Hahn ein reines Balzgehabe und somit aus der Natur vorgegeben.

Wie ein Hahn, so muss sich auch Bernd Riexinger, der Vorsitzende der Linken fühlen, wenn wir Morgen für Morgen seine Urschreie in der Presse lesen dürfen. So krähte er heute Morgen Uli Hoeneß zum Rücktritt des privaten Fußballverein Bayern München auf, während er gestern die Abschaffung der 5 % Hürde bei Bundestagswahlen forderte. Wir sehen also, Riexinger ist ein Mann welcher jeden Tag etwas zum krähen erfindet.

Vor nicht allzu langer Zeit ließ er sich zum Vorsitzenden der Linken Partei wählen und es ist schon ein wenig sonderbar dass er von den ihn zu bezahlenden Mitgliedern nicht dazu aufgefordert wird, sein Balzgehabe auf dem Misthaufen einzustellen um sich endlich einmal mit Politik zu beschäftigen. Oder ist er unterdessen so tief eingesunken das ihm das heraus versperrt ist.

Will DIE LINKE eine Partei für Arbeiter und Randgruppen sein, muss sie sich ihrer eigentlichen Klientele zuwenden und kein Schattenboxen mit den Reichen veranstalten. Sie könnte vielleicht auch erst einmal versuchen die eigenen Großverdiener zu egalisieren und dort zu arbeiten wo sie etwas verändern kann und nicht probieren ihre Mitglieder auf Nebenschauplätze zu führen um sie so von den eigentlichen Problemen abzulenken.

Riexinger sollte wissen das es nicht die erste Aufgabe der Politik ist, private Vereine oder Betriebe zu maßregeln und dort Rücktritte zu fordern welche er gar nicht durchsetzen kann. Seine Aufgabe ist es dafür Sorge zu tragen das solche Steuerhinterziehungen erst gar nicht vorkommen können. Der Fall Hoeneß ist doch nur der Hinweis darauf, wo die Politiker einmal mehr geschlafen haben.

Auch wenn Hoeneß morgen seine Steuerrückstände plus Strafe bezahlt, erhält weder die Putzfrau noch der Paketausträger aufgrund dieser Tatsache auch nur einen Euro mehr im Monat. Genau dafür aber kratzen die Mitglieder einer Linken Partei Monat für Monat ihre Beiträge zusammen, um den Luxus für ihre Parteioberen bezahlen zu können.

Politik hat also dort anzusetzen wo Hilfe möglich ist und es ist nicht die Aufgabe der Politiker ihre Parteimitglieder zu Träumereien anzuregen. Wer dieses möchte sollte sich besser den Pfarrern zuwenden auf welche der folgende Spruch passen könnte:  „Fällt der Pfarrer in den Mist, lacht der Bauer bis er pisst“.

Riexinger verlangt Rücktritt von Hoeneß

Linke fordert Abschaffung der strafbefreienden Selbstanzeige / Prozess gegen Fußballmanager und Wurstfabrikant wegen Steuerhinterziehung geht weiter.

Berlin. Der Vorsitzende der Linkspartei, Bernd Riexinger, hat den sofortigen Rückzug von Uli Hoeneß vom Präsidenten-Amt beim deutschen Fußballverein Bayern München verlangt. Der »Rheinischen Post« sagte er, Hoeneß habe Steuern in einem unvorstellbaren Ausmaß hinterzogen. »Er kann nun keinesfalls weiter an der Spitze des FC Bayern bleiben. Ehrlich machen heißt zurücktreten.«

Nach dem Millionen-Geständnis des Fußballmanagers und Wurstfabrikanten Hoeneß geht der Steuerprozess am Dienstag in den zweiten Verhandlungstag. Aus Politik und Kirchen kam deutliche Kritik an dem Bayern-Präsident, nachdem Hoeneß am Montag vor Gericht eingeräumt hatte, weitaus mehr Steuern als angenommen hinterzogen zu haben. Die Staatsanwaltschaft wirft Hoeneß vor, mehr als 3,5 Millionen Euro hinterzogen zu haben. Der Bayern-Präsident hatte beim Prozessauftakt überraschend eingeräumt, 15 Millionen Euro Steuern mehr hinterzogen zu haben. Voraussichtlich am Donnerstag soll das Urteil fallen.

Quelle: Neues Deutschland >>>>> weiterlesen

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Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 6. Januar 2014

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

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Sagen wir nicht: Träume sind Schäume! Mit seinen Träumen beschäftigt sich auch Küppersbusch wenn er sich vorstellen kann das Uli Hoeneß die bulgarische Staatsbürgerschaft annehmen möge und über Schumacher kein Film gedreht werden muss, zumindest in nächster Zukunft nicht.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht in der vergangenen Woche?

Friedrich Küppersbusch: Absolut nichts, muss Sie enttäuschen. Sehr schöne Weihnachtsferien.

Und was wird besser in dieser?

Merkel legt mit Wollust wichtige Termine auf Mittwochmachmittag (Sigi Gabriel in der Kita).

Die CSU warnt vor betrügerischen Armutsflüchtlingen aus Bulgarien und Rumänien. Was könnte helfen?

Die bulgarische Staatsangehörigkeit für Uli Hoeneß. Das Thema ist eine Coverversion der Gehässigkeiten von AfD-Führer Lucke gegen Sinti und Roma im Wahlkampf – im bevorstehenden zur Europawahl auch. Die Unionsrechten sind nicht mehr die einzigen Kragenhooligans, und wer mag, kann der FDP nachtrauern. Ihre obdachlosen Wähler werden entscheiden, wie stark die AfD wird – und wie doof die CSU.

Der frühere Kanzleramtsminister Ronald Pofalla macht Karriere im Vorstand der Deutschen Bahn. Ist das okay?

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 27. Mai 2013

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

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Verteidigungsminister Thomas de Maizière steckt in der Pubertätskrise, und Steuersünder Uli Hoeneß bleibt uns erhalten

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht vergangene Woche?

Friedrich Küppersbusch: Angela Merkel möchte keinen Mindestlohn. Na ja, wer möchte den schon.

Was wird besser in dieser?

Hoeneß wollte nicht vor dem CL-Finale zurücktreten. Die Woche fängt gut an.

Thomas de Maizière erlebt mit der Drohne „Euro Hawk“ sein politisches Waterloo. Braucht Deutschland die Dinger überhaupt?

Ja klar, für verfassungswidrige Angriffskriege sind die Dinger doch wie gemacht. Technisch taugen sie zur Kernaufgabe der Bundeswehr – Landesverteidigung – genau gar nicht. Es sei denn, Merkel wollte Baden-Baden unauffällig von einzelnen Russen befreien. Wogegen man damit gut Leute am Arsch der Welt umbringen kann, ohne ihnen vorher den Krieg zu erklären oder überhaupt sich als Angreifer erkennen zu geben. So was wie Terror ohne Bekennervideo. Das allerdings liegt vor – de Maiziere erklärte im Januar im Parlament, die Deutschen seien noch mit der Postkutsche unterwegs, während die anderen Züge bauten. Und: Wer die Drohne nicht wolle, erhöhe zynisch das Risiko für die eigenen Soldaten. Genau das – Soldaten, die im Ernstfall ein unmoralisches Kriegshandeln ablehnen – hieß bei uns mal „Konzept des Bürgers in Uniform“. Miterfunden von de Maizières Vater Ulrich. Nun haut der Sohn es um. Pubertätskrisen sind grausam, auch mit 59.

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Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 29. April 2013

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

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Es könnte gut für Hoeneß sein, dass die Bundesliga auch im Knast gezeigt wird – und Bayern ist eine Armee meint Küppersbusch im Rückblick auf die letzte Woche.

 

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht in der vergangenen Woche?

Friedrich Küppersbusch: BVB und Bayern kaufen zusammen 50 Spieler und verlosen unter denen jede Woche die Trikots.

Und was wird besser in dieser?

Hoeneß geht zu Schalke.

Die Friseure haben sich auf einen bundesweiten Mindestlohn geeinigt. Schnell noch einen neuen Haarschnitt?

Klar, ich bin’s, euer Löckchenfred! Die gucken mich eh schon immer an wie einen Veganer beim Metzger. Egal. Innungen und Gewerkschaft werden bei von der Leyen beantragen, der Staat möge „Allgemeinverbindlichkeit“ des Abschlusses beantragen. 8,50 Euro für alle bis 2015. Für die Unternehmer ist das ein Deal, weil viele Billiganbieter die Preise anheben müssen oder implodieren werden. Es wird also weniger Betriebe geben, und die werden besser bezahlen. Das werden eher mischkalkulierte Ketten können als Muttis halb legale Schnittstelle umme Ecke. Wenn der Staat sich in die Tarifautonomie einmischt, sollte er sich erstens Gedanken machen, welche Alternativen er für die schafft, die sich künftig nicht mehr aus der Arbeitslosigkeit in eine Betriebsgründung flüchten können. Und zweitens eine Ausrede überlegen für den Tag, da die Arbeitgeber gesetzliche Höchstlöhne fordern.

Beim taz.lab vor einer Woche ist unter dem Diskussionstitel „Liebe N-Wörter und -Innen“ ein heftiger Streit um Political Correctness und Critical Whiteness entbrannt. Wollen Sie sich als weißer, heterosexueller Mann zu dem Thema äußern?

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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