DEMOKRATISCH – LINKS

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RENTENANGST

Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 19. Mai 2014

Wie geht es uns, Herr Küppersbusch

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Deutschland hat keine Ideen, sondern Geld, wobei man nicht schneller laufen kann als der eigene Hintern..  Und: Neues vom Mentholpunk

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht in Europa in der letzten Woche?

Friedrich Küppersbusch: Tippe, dass AfD sich heimlich an die 10 Prozent heranmacht.

Was wird besser in dieser?

Das könnte die FDP wecken.

Hat Sie das Wahlfieber schon ergriffen?

Ich geh da hin, da kenn ich nix.

Was sollte uns besonders interessieren an Europa ?

Das Gefühl, einer ethnischen Minderheit anzugehören, den Deutschen. Das kriegen wir zu Hause ja sonst gar nicht. Kann ich mir vorstellen, einen schwedischen Finanzminister, eine irische Kanzlerin zu haben? Bin ich reif für „Deutschland, Deutschland unter anderem“? Oder ticke ich wie Österreich gegenüber der Paulskirche und möchte um den Preis von ein paar Kriegen mein eigener Denkmalschutzverein werden ?

Und Russland, gehört das noch dazu?

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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7 Luxuswagen für Schröder

Erstellt von DL-Redaktion am 10. November 2012

Wie  Bürger von den Polikern vergast werden

Wie sehr die Politik ihre ehemaligen „Staats oberen“ hofiert und verhätschelt verbreitet der Focus heute in einen Artikel. Der Vorstoß der SPD im Haushaltsausschuss war wohl im besonderen gegen  ehemalige Bundespräsidenten wie Christian Wulff gerichtet, die ihre erste Amtszeit vorzeitig beendeten. Diese sollten die verteilten Privilegien nur so lange in Anspruch nehmen dürfen, wie sie zuvor im Amt gewesen waren.

Dieser Vorstoß schlug nun aber wie ein Bumerang auf die Partei zurück, wurde doch so öffentlich dass laut Angabe der „Hamburger Morgenpost“ alleine Gerhard Schröder Anspruch auf sieben gepanzerte Luxuslimousinen hat. Auch für Helmut Schmidt stehen durchgehend vier Dienstfahrzeuge zu seiner Verfügung.

Das für diese Ausgaben ebenfalls alleine der Steuerzahler aufkommen muss, versteht sich von selber. Dieser begreift aber nach dem Lesen solcher Artikel langsam warum der Staat für andere, wichtigere  Ausgaben keine Gelder mehr zur Verfügung hat. Musste die Sozialgesetzgebung geschliffen werden um weiterhin die Privilegien von Ehemaligen bedienen zu können?

Grundgesetz § 1 : Vor dem Gesetzt sind alle gleich!

Quelle: Focus Online >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedia / gemeinfrei

Quelle Eigenes Werk
Urheber Garitzko

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Sage mir mit wem du gehst

Erstellt von DL-Redaktion am 2. Oktober 2012

und ich sage dir wer du bist

File:Peer Steinbrück in Hannover 4.jpg

Viel Kopf – viel Leere

Die Ablehnung der LINKEN durch Steinbrück kam so überraschend nicht. Im Gegenteil, eine anderslautende Entscheidung wäre die größere Überraschung gewesen.

Fakt ist, dass Steinbrück gleich seinen Vorgängern Schröder und Clement oder auch Helmut Schmidt in der SPD immer mehr dem Kapital als den Arbeitnehmern zugetan war. Sie alle waren wahrscheinlich nur Mitglieder in der SPD da ein emporkommen in der ihnen näher stehenden CDU aufgrund der größeren Konkurrenz weitaus schweren gewesen wäre. Sie alle, und einige andere auch,waren immer Exoten innerhalb ihrer Partei und es fiel so nicht schwer die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf sich zu lenken. Zudem kam ihnen zu Wahlzeiten immer die familiäre Parteibindung der Basis zugute, welche dann auch schonungslos ausgenutzt wurde und zu einer bereits zweimaligen Spaltung der Partei führte.

Da die LINKE Partei in den letzten Jahren nichts unterließ um linke Denkweise zu einen Schamartikel zu verschmutzen, gleich einen Pornoschuppen auf den ein jeder zwar neugierig schielt, sich aber nicht traut diesen bei Tageslicht zu betreten da er erkannt werden könnte. Eine Identifizierung mit dergleichen Gruppierungen wäre für Typen wie Steinbrück also absolut kontraproduktiv. Der Kandidat würde unweigerlich sein Renommee in der Bürgerschaft verlieren, da es den selbsternannten LINKEN in all den Jahren nicht gelungen ist eine tragbare Bindung mit der Bevölkerung zu vollziehen.

Hier ein Pro und Kontra der SPD Strategie.

Geht die Strategie der SPD auf?

Peer Steinbrück schließt die Zusammenarbeit mit Linkspartei und Piraten aus. Ist das erfolgversprechend? Ein Für und Wieder die sozialdemokratische Strategie.

PRO:

Die Absage des neuen SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück an ein Bündnis mit der Linkspartei tut weh. Doch ist es nicht Steinbrück’sche Willkür, wenn er nun jede Regierung mit der Linken ausschließt. Sondern es entspricht einer seit Jahren verfolgten Strategie von SPD wie Grünen: Wir versenken die Linkspartei durch konsequentes Nicht-ernst-Nehmen.

Man braucht diese Art der Diskriminierung nicht zu billigen, um festzustellen: Das funktioniert. Die Linkspartei ist enorm geschwächt. Ein rot-grüner Wahlkampf wirkt halbwegs plausibel – in einem Jahr könnten SPD und Grüne stärker dastehen als aktuell.

Es gab guten Grund, ab 2009 auf Rot-Rot-Grün zu setzen. Die Idee: Nach den Erfahrungen mit Rot-Grün, Schwarz-Rot und Schwarz-Gelb könnte die Linkspartei geeignet sein, SPD und Grüne zur Umsetzung ihrer eigenen Versprechen zu zwingen. Es wäre das nächste große gesamtlinke Projekt. Hurra.

Doch hat jenseits kleiner Kneipenrunden eben niemand daran gearbeitet. Die Akteure fehlten. SPD und Grüne sprachen der Linkspartei jede Satisfaktionsfähigkeit ab, warfen ihr erst bloß Populismus vor und ignorieren sie seit geraumer Zeit einfach, raubten ihr so den Resonanzraum.

CONTRA:

Man hört es, wie die SPD vor Erleichterung seufzt: Sie hat ihren Spitzenkandidaten Peer Steinbrück in die freie Wildbahn entlassen und es ist gar nichts Schlimmes passiert. Im Gegenteil: Die Medien assoziieren Helmut Schmidt herbei – und das sagt schon viel aus über die Hoffnungen dieser desillusionierten Partei. Hinter diesen Bildern starker Männer versucht die SPD zu verstecken, dass es heute eine strukturelle linke Mehrheit gibt – die gab es bei Schmidt nicht. Unter anderem steht jetzt auch eine linke Partei neben der SPD. Und SPD-WählerInnen, die diese wählen. Dass Steinbrück das Projekt „Linke unter fünf Prozent prügeln“ fortsetzt, war zu erwarten, aber einfallsreich ist es nicht.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Author Outanxio

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Die – Woche

Erstellt von DL-Redaktion am 6. August 2012

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Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

Der Innenminister ist ein Problem, die Kirche leidet unter Größenwahn, und das Grundgesetz gilt nicht für jeden.

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht letzte Woche?

Friedrich Küppersbusch: Helmut Schmidt ist vom Markt.

Was wird besser in dieser?

Gletscherprise wird Trend.

Kofi Annan hat mangels Unterstützung seine Syrien-Mission aufgegeben. Sind Syrien-Missionen Sisyphus-Missionen?

Annan war der Schiri, auf den man sich einigte, um in Ruhe die Spieler zu rüderen Fouls aufzustacheln. Und sie ihm in die Schuhe zu schieben. Er nahm diese minimale Chance, und er spielt sie ehrenvoll zu Ende: Politik des angekündigten Fiaskos. So haben die schachernden Sponsoren des Krieges noch drei Wochen, um das Ganze zu betrachten: Ein nach einem massiven Militäreinsatz eingesetzter Vermittler täte exakt nichts anderes, als Annan vorher versucht. „Es gibt keine friedliche Lösung“ ist der Irrtum, der der Erkenntnis „Es gibt keine kriegerische Lösung“ vorausgeht.

Wladimir Putin fordert eine milde Bestrafung der inhaftierten Pussy-Riot-Frauen. Woher diese plötzliche Einsicht?

Moooooment, wir zeigen ihnen das noch mal in der Superslomo: Ein Despot bestellt bei einem Gericht ein Urteil. Tja, so geht’s zu im russischen Strafraum. Und auch die russische Kirche macht einen auf dufte : Das „Gebet“ der „Pussy Riot“ gegen Putin und Patriarch müsse trotz höchster Lästerlichkeit nicht mit den möglichen „sieben Jahren Straflager wegen religiösen Hasses“ geahndet werden. Menno, das ist ganz schön unsolidarisch gegenüber der ebenfalls bedrängten katholischen Kirche.

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hätte gern, dass man gotteslästerliche Reden hierzulande wieder strenger ahndet. Wie verzagt ist die katholische Kirche?

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Wahlendspurt an der Saar

Erstellt von DL-Redaktion am 11. März 2012

Noch wird gekämpft, sozialisierte Menschen von Werbung

File:2017-03-26 Oskar Lafontaine by Sandro Halank–2.jpg

Der Wahlkrampf an der Saar geht in die letzte Runde und bei den Parteien scheint so langsam auch die Glut zu erlöschen, so das man nun damit beginnt auch noch die allerletzten Kohlen aus dem Keller auf das Feuer zu legen.

So bringt die Augsburger-Allgemeine auch ein Foto zu ihren Artikel welches sie noch unter den Kohlehaufen gefunden haben muss. Schrieb man bislang immer von Mutti möchte man jetzt glauben, dieser abgebildeten Person seien auch noch die allerletzten Kirschblüten im Garten verhagelt. Wo der Wähler hier noch positive Eindrücke finden soll, überlassen wir besser den Betrachtern.

Die Bildbeschreibung sollten wir dagegen besser dem Kabarettisten Erwin Pelzig überlassen welcher wie folgt beginnen könnte: Wir sehen hier das Foto einer Frau. Einer sehr alten verhärmten Frau, welche so aussieht wie ihre Politik. Wir sehen prall gefüllte Tränensäcke welche kurz vor der Entleerung stehen könnten. Wir sehen die tiefergelegte, unendliche Traurigkeit des versagens …… ach, wir wollten ja Pelzig die Foto Beschreibung überlassen.

So wusste diese Dame auf einer Wahlveranstaltung zu berichten das eine jede Stimme zählen wird, was für die WählerInnen mit Sicherheit sehr überraschend war. Waren diese doch immer des Glaubens das nur jede zweite Stimme gezählt wird weswegen ja auch immer auf die Wichtigkeit der Zweitstimme aufmerksam gemacht wird, die es aber bei Landtagswahlen im Saarland nicht gibt und somit eben jede Stimme zählt. Schade das sie ihre Weisheit nicht näher erklären konnte und so rund 1500 Zuhörer ziemlich verwirrt zurückließ.

Die SPD baute einmal mehr auf ein Hamburger Zugpferd und setzte dieses mal auf den ehemaligen Hartzminister Olaf Scholz. Nach Helmut Schmidt und Klaus von Dohnanyi scheinen in dieser Partei neben Sarrazin auch ab und an einmal Jüngere das Wort zu bekommen. So war der Hinweis Folgerichtig auf keinen Fall in eine Koalition mit der LINKEN gehen zu wollen.

Der nächste Methusalem war dann bei der LINKEN auch gleich zur Stelle und legte gleich wieder seinen alten Plattenkatalog vor. Leider hatte er den Riss in einigen Platten nicht bemerkt so das die Nadel häufiger aus den Rillen sprang.

Eine Beschäftigungsgesellschaft für die Schlecker-Beschäftigten, so lautete seine Forderung, wobei die saarländische Stahlstiftung Vorbild sein solle. Bekommt die Angestellte aus den „Tante Emma“ Laden um die Ecke links denn auch eine Beschäftigungsgesellschaft? Dieselben Forderungen Hörten wir bei Holzmann, Nokia oder Opel und, und ….., nichts Neues aus der LINKEN Denkfabrik.  Den gleichen Schwachsinn hört man immer wieder, ist des öfteren versucht worden und immer wieder gescheitert. Aber es sind ja auch Wahlen.

Noch einmal: Die Politik hat und will Geschäftsformen wie bei Schlecker. Nicht umsonst macht man in der Medizin auch auf die Nebenwirkungen aufmerksam. Dass das System, auf einen Bürger – zwei Schlecker Läden, nicht von Dauer sein konnte war den meisten Bürgern seit langen klar und es ist ein Hinweis auf die Intelligenz unserer Politik. Diese wollte nicht sehen dass das Überleben dieser Läden seit Jahren über die nicht gezahlten Löhne finanziert wurde. Aber, Hauptsache das Volk hat Arbeit und keine Zeit den Mund aufzumachen.

Was Lafontaine hier betreibt ist reine Leichenfledderei und im Kleinen das gleiche was die Regierung und Europa in der Finanzpolitik mit den Banken und einigen Südländern, im besonderen mit Griechenland betreibt. Hier wird versucht mit dumpfer Demagogie Wählerstimmen einzufangen ohne die geringste Aussicht diese Versprechungen später umsetzen zu können oder auch zu müssen. Das ist vorsätzlicher Wähler Betrug.

Das Problem Schlecker ist von der Politik so produziert worden, wie in vielen anderen Betrieben auch. Ein bekanntes Problem nicht lösen zu wollen oder zu können, steht für Versagen. Für das Versagen einer ganzen Kaste, egal ob Regierung oder Opposition. Die Politik hat vom Wähler den Auftrag dieses Land zum Wohle Aller zu gestalten. Dieser Anforderung kommt keine Partei zu Zeit nach.

Wie sagt ein geflügeltes Sprichwort:

„Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selbst“.

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Lust auf alte Männer ?

Erstellt von DL-Redaktion am 8. Dezember 2011

„Gemeinsam sind wir dümmer“

Heißt es nicht so schön: „ Alter schützt vor Torheit nicht“ ? Oder geht es mehr darum das Macht doch krank macht oder als solche auch eine ist? Andersherum, wie macht man es Verständlich das sich ein 93 jähriger an einen Rollstuhl gebunden, auf den Weg macht den Jungen den Lauf der Welt zu erklären?

Es ist doch keine Überraschung das politische Parteien egal welcher Couleur sich unentwegt auf die Suche nach alten Lokomotiven machen, da die „Jungen“ egal aus welcher Partei den eigenen Bedürfnissen scheinbar nicht entsprechen. Was dann dabei herauskommt ist nicht so wichtig da das Gloriefizieren der Vergangenheit die Dunkelheit der Zukunft überdecken soll. So ist es dann auch in der SPD. Der Einzige welcher dort noch qualmt, also „Feuer unterm Hintern“ hat, ist scheinbar Helmut Schmidt mit seinen 93 Jahren. Der andere „Altkanzler“ begnügt sich vermutlich derweil damit seine ehemaligen Lehrlinge an die Front zu schicken, um so in aller Ruhe dem „Lupenreinen Demokraten“ Putin mit demokratischen Tricks (siehe DIE LINKE) ins Amt zu helfen und Wahlen zu gewinnen.

Das Schmidt von der „Jungen Garde“ immer wieder gesucht wird, finden lässt er sich natürlich gerne, wurde in den letzten Jahren mit dem Neu-Wort Schwarmintelligenz bezeichnet, mit welchen sich auch der Spiegel in seinen Artikel „Gemeinsam sind wir dümmer“ befasst.

Beispiele dieses Nostalgie verhalten finden wir ja auch im täglichen Leben wieder. Denken wir nur an die Bahn welche in schöner Regelmäßigkeit den Freizeitwert dadurch erhöht in dem sie zu Bummelfahrten in Uralt Zügen zum bestaunen schöner Landschaften einlädt wobei man dann, bei schönen Wetter und geöffneten Fenstern, noch in den Genuss vom Qualm der rauchenden Lokomotive kommt. Oder auch die Flohmärkte welche an nahezu jedem Wochenende zum Kauf nostalgischer Dinge einladen.

Einen ganz besonderen Schwarm hatte sich ja auch unsere heutige Familienministerin in Form eines anderen Helmut ausgesucht. Mit 15 Jahren solch ein Vorbild! Das hat was und spiegelt sich dementsprechend in ihren heutigen Politikverständnis wieder.

Aber halt, wie beurteilen denn all diese Schwarmintelligenzen die heutige Jugend. Was sagen die Besucher von Parteitagen dazu wenn ihnen ihre Kinder alles nachmachen? So sehen wir junge Mädchen im Alter von 11 bis 15 Jahre auf Pop (Konzerte) Plakate hochhaltend mit den Worten „Ich will ein Kind von dir“.

Der Unterschied zwischen den Besuchern vieler Parteitage und denen von Pop (Veranstaltungen) scheint so groß gar nicht zu sein. Die SchwärmerInnen hinterlegen ihre Intelligenz beim Eintritt dieser Veranstaltungen an der Tür oder der Kasse.

Lust auf alte Männer

Helmut Schmidt hat mehr recht als Gott“, spöttelte kürzlich der Witzeschreiber für Harald Schmidt, Ralf Husmann. Angesichts der Huldigungen, die dem bald 93-Jährigen dieser Tage entgegengebracht werden, muss man feststellen: Die Realität hat die Satire wieder mal rechts überholt.

Schmidt befindet sich „Auf der Suche nach einer öffentlichen Moral“, liefert „Neue Beiträge zum Verständnis unserer Welt“, um nur zwei Buchtitel zu nennen. Unlängst agierte er als Königsmacher für seinen Zögling Peer Steinbrück und mahnte auf dem Parteitag der SPD, das deutsche Herz für Griechenland zu entdecken und aufzuhören, von der Eurokrise zu reden. Die gebe es nämlich nicht.

Deutsche im Ausland schützen?

Betrachtet man Schmidts politischen und publizistischen Werdegang genauer, ist seine moralische Unangreifbarkeit befremdlich. Nein, hier sollen nicht die bekannten Geschichten ausgegraben werden: Schmidt, der in den späten 1970er Jahren den sogenannten Nato-Doppelbeschluss – Aufrüstung mit neuen Pershing-II-Raketen und Verhandlungsangebot an die UdSSR – maßgeblich vorangetrieben hat; der ein entschiedener Befürworter der Atomkraft ist; der Schröders „Agenda 2010“ als nicht weitgehend genug kritisiert und die „Zumutbarkeitskriterien für Arbeitslose“ deutlich verschärft sehen will; der Multikultur als „Illusion“ betrachtet und sich vehement für die „Nichteinmischung in innere Angelegenheiten“ starkmacht. Das alles ist gut dokumentiert.

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Für jeden ein Bambi

Erstellt von DL-Redaktion am 11. November 2011

Ich sage nur : Jedem Tierchen sein Pläsierchen!

 File:BAMBI 1983 SMG.JPG

 Das Jahr geht dem Ende entgegen und es ist an der Zeit mit den Verleihungen der Preise für herausragende Leistungen in diesem Land zumindest in diesem Jahr zu enden, bevor diese im dichter werdenden Novembernebel endgültig verschwinden.

So ließ sich denn auch am gestrigen Abend die ARD nicht Lumpen und versprach schon als  Vorankündigung  für fast zwei und eine halbe Stunde große Gefühle und bewegende Momente. Ist es doch auch immer wieder aufregend und für eine mehr und mehr verarmende Gesellschaft wichtig sich für eine gewisse Zeitspanne von der Welt der Gaukler und Artisten einfangen zu lassen. Passt es nicht trefflich in unsere Zeit wenn sich für wenigsten einen Abend im Jahr zusammenfindet was letztendlich auch zusammengehört: Die Artisten des Zirkus mit den Clowns aus Wirtschaft und der Politik. Noch idealer wäre es die Orden und Auszeichnungen von einem Jahr zu sammeln und innerhalb einer Woche auf die Empfänger zu verteilen.

So passte es doch wenn Bushido seinen Integrations-Preis für die Verhöhnung der Schwulen und Frauen gemeinsam mit Angela Merkel für die Verhöhnung des Friedens in Empfang nehmen könnte. Was dem Einen sein Bambi ist der Anderen ihr Friedenspreis. Es erübrigte sich dann auch die Debatte über die unterschiedliche Wertung der Preise wobei hier festzustellen wäre dass der Eine nicht singen wo die Andere nicht reden kann und Merkel eine sehr kostspielige Lösung ist.

Karl Lagerfeld wäre doch sicher nicht überfordert gewesen wenn er neben Lady Gagas Bambi für „Pop international“, auch ein Bundesverdienstkreuz für „Pop national“ an die Arbeitsministerin Ursula von der Leyen überreicht hätte. Sind ihre Reden, mit ihren Kinderchor als Hintergrund,  doch allemal mit den Klängen der Sirenen aus der Odyssee vergleichbar. Dort wurde den Seefahrern auch viel versprochen und recht wenig gehalten.

Justin Bieber, als „Superstar der sozialen Netzwerke“ gefeiert, hätte es gut angestanden neben sich den Teenystar der deutschen Politik Kristina Schröder zu sehen. Als Gegengewicht zu ihren Jugendschwarm Helmut Kohl wäre sicher auch eine entsprechende Person aufzufinden gewesen.

Die fehlende Distanz zwischen den Artisten und Clowns wurde besonders mit der Auszeichnung für Helmut Schmidt vorgeführt. Das dieser bereit war für die Zeit der Auszeichnung auf das Rauchen zu verzichten war vielleicht die einzige Überraschung des Abends.

Vergeblich warteten die Zuschauer auf eine Auszeichnung des  „Politiker Po-Faller“ und Dieter Bohlen. Dabei haben Beide des öfteren äußerst erfolgreich nachgewiesen zumindest einen Teil ihrer Gesichtsmuskeln bei Rede und Gegenrede nicht entsprechend unter Kontrolle zu haben. Aufgrund der geltenden Kriterien zur Verleihung von Bambi und Orden mit Sicherheit ein Versäumnis.

Wir sind uns aber ziemlich sicher in der Annahme, das sich auch im nächsten Jahr wieder reichlich Gründe finden lassen, angepasste Mitbürger entsprechend zu dekorieren. Hat doch nach Hören sagen Jopi Heesters für das Jahr 2013 sein Interesse an eine Kanzlerschaft bekundet und heute am 11. 11. beginnt bekanntlich die Zeit des Karnevals. Die Narren werden wieder von der Leine gelassen und verteilen die einzigen Orden derer sich ein redlicher Bürger nicht zu schämen braucht. Den Narrenorden.

IE

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Author Dieter Radig
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