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Der Körper ist keine Ware

Erstellt von DL-Redaktion am 21. Januar 2014

„Das sind nicht meine Brüste“

Femen-Aktivistin über Protest

An Weihnachten sprang Josephine Witt auf den Altar des Kölner Doms und präsentierte ihre Brüste. Aber warum genau? Zeit mit der Femen-Aktivistin zu sprechen, über die katholische Kirche, aber auch über Fruchtbarkeitssymbole, den Körper als Ware und ihren Angriff auf den patriarchalen Islam

taz: Frau Witt, würden Sie uns Ihre Brüste zeigen?

Josephine Witt: Nein. Die Brüste sind exklusiv für unseren Protest gedacht.

Die ganze Welt hat Weihnachten, als Sie auf dem Altar in Köln standen, auf Ihre Brüste geguckt. Wie fühlt sich das an?

Darüber habe ich so noch nie nachgedacht, weil ich mich im Protest nicht als Privatperson und schon gar nicht als Objekt sehe. Das sind nicht meine Brüste, die die ganze Welt sieht, sondern ich bin die Überbringerin des Protests. Es geht mir um eine feministische Strategie, die ich für clever halte.

Inwiefern clever?

Den Oberkörper frei zu machen, ist ein unmittelbarer Akt der Befreiung: „Hier ist mein bares Ich, unverfälscht und gewaltfrei.“ Wir reduzieren uns nur auf unser Frausein. Der nackte Oberkörper der Frau hat etwas sehr fruchtbares, sehr lebensspendendes. Zum Beispiel mein Protest gegen das Frauenbild der Kirche. Dass die Jungfrau das heiligste Dasein einer Frau sein könnte – das ist für uns sehr problematisch. Ich wollte das tabuisierte und stark sexualisierte Frauenbild dort zeigen. In meinem Glaubensbekenntnis heißt es: „Ich glaube an die freie selbstbestimmte Frau, Schöpferin der Menschheit auf Erden.“

Und was haben Sie konkret im Dom erreicht?

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedia – Author Andrea Puggioni

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