DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

Alles recht staatsfraulich

Erstellt von DL-Redaktion am 13. Juli 2014

Es besteht die Möglichkeit, zu gratulieren

VON ANJA MAIER

Angela Merkel wird 60. Sie führt ihre Partei wie einen VEB. Der Laden brummt. Eine Würdigung der sechzigjährigen Angela Merkel – 25 Jahre nach dem Mauerfall.

Andere Leute feiern ihren Sechzigsten, dass es nur so kracht. Sie mieten eine Kneipe, laden die bucklige Verwandtschaft ein, lassen Kassler, Pils und Streuselkuchen auftischen. Und wenn Onkel Achim ausreichend Schnäpschen intus hat und Tante Inges Wangen rosa vom Prosecco glühen, folgen die – gern gereimten und unter großem Gelächter vorgetragenen – Reden auf den Jubilar. Anschließend wird gesungen und gesoffen.

Ja, andere Leute machen das so.

 Angela Merkel nicht.

Am kommenden Donnerstag wird sie sechzig Jahre alt. Habituell ist die Jubilarin bekanntlich eher nicht der enthemmte Typ. Außerdem ist sie die Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland. Und sie ist gewesene DDR-Bürgerin. Dieses als auch jenes und solches prägt den Menschen. Und deshalb feiert sie eben nicht wie Onkel Achim und Tante Inge. Sondern so, wie es ihr gefällt.

 Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

[youtube tPvwmJvx0t4]

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.Fotoquelle: Wikipedia – Urheber Strassengalerie

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Hummer und Hartz IV

Erstellt von DL-Redaktion am 13. Oktober 2011

„Darf eine Linke Hummer essen?“

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Hummer_gekocht.jpg

Ein spezielles Angebot für Promi Linke

Einige sehr interessante Deutungen lesen wir in diesen Interview mit Sahra Wagenknecht. Besonders auffällig wenn sie sagt das innerhalb der Partei vereinbart wurde jetzt keine Personaldebatten zu führen. Letztendlich hat niemand anderes als sie, Oskar Lafontaine in letzter Zeit ins Spiel für die Parteispitze gebracht.

Sie wird in der eigenen Partei gehasst und bewundert: die Linke-Vizevorsitzende Sahra Wagenknecht (42). Vorbei kommt an der ehemaligen Frontfrau der Kommunistischen Plattform niemand mehr. Als Mitglied der Redaktionskommission hat sie den Programmentwurf vorbereitet, über den an diesem Wochenende der Parteitag in Erfurt entscheidet.

Welt Kompakt: Frau Wagenknecht, im Programm wird die Zusammenarbeit mit „prokapitalistischen Parteien“ ausgeschlossen. Eine Absage an Rot-Rot-Grün 2013?

Sahra Wagenknecht: Die Absage hängt mehr daran, dass SPD und Grüne nach wie vor für Hartz IV, die Zerschlagung der gesetzlichen Rente, Billiglohn und Kriegseinsätze eintreten. Mit solchen Parteien haben wir wenig Überschneidungen.

Der Linken hat in den vergangenen Monaten vor allem ihr eigenes Image zu schaffen gemacht. Wie heikel ist es, wenn der Chef einer sozialistischen Partei einen Porsche fährt?

Ich habe keinen Führerschein und stehe deshalb nicht in der Versuchung, mir einen zu kaufen. Aber ich fand die Debatte absurd. Darf ein Linker Porsche fahren? Oder wie bei mir: Darf eine Linke Hummer essen? Inakzeptabel ist es, wenn ein Linker Hummer isst oder Porsche fährt und das Geld dafür dadurch erwirbt, dass er seine Überzeugungen verkauft. Etwa, weil er sich von der Finanzlobby aushalten lässt wie Riester oder von Energiekonzernen wie Schröder und Fischer.

Quelle: Die Welt >>>>> weiterlesen

IE

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Grafikquelle  :

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Namensnennung: Muns

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Der Triumpf Merkels

Erstellt von DL-Redaktion am 9. März 2011

Augenblick, verweile doch, du bist doch so schön

Das Video gibt den Moment auf der Cebit wieder in dem Merkel die Nachricht über den Rücktritt von Guttenberg erhält. Ganz großes Kino !

Im Netz ist ein zauberhaftes Filmchen aufgetaucht, das die wahre Reaktion starker Frauen auf den Abgang vom kurzzeitigem Superminister Karl-Theodor zu Guttenberg zeigt. VON Steffen Grimberg

Oh Gott, wir haben abgeschrieben. Aus dem Internet, wenn man von einem Video überhaupt abschreiben kann. Aber es ist einfach zu schön und wir hatten es ja immer geahnt: Mutti war ganz, ganz glücklich. Und hing mit ihren Pfoten natürlich wieder auf dem Handy, checkte und schrieb SMS. Mitten auf der Cebit. Dabei gibt es doch längst Moderneres.

Und während ein paar Langeweiler im Anzug der Regierungschefin, die da eingerahmt zwischen ihrer Wissenschaftsministerin und dem Wirtschaftsbrüderle stand, die Vorzüge der zukunftsträchtigsten Zukunftstechnologien zeigten, bekam Angela Merkel (CDU) Post.

Mit bedeutungsschwangerer Miene liest die Kanzlerin, zur Sicherheit bestimmt zweimal – und dann hellt sich das Gesicht der promovierten Physikerin Angela Dorothea Merkel auf, wie es das auch bei Merkels unterm Tannenbaum nicht schöner tun kann: der Blick fliegt in die Weite. „Freiheit“ sagt er, „Freiheit“, denn der Freiherr ist weg.

Merkel weiß, sie hat es geschafft. Klug vorausberechnet, wie das nur eine Frau schafft, die über den „Mechanismus von Zerfallsreaktionen mit einfachem Bindungsbruch und Berechnung ihrer Geschwindigkeitskonstanten“ dissertiert hat. Die genau wusste, warum sie heute wieder den triefroten Hosenanzug trägt, weil ihr klar war, dass es jetzt passiert: Der Mann, zu dem ihre Bindung schon längst einen Bruch hatte, hatte ihrer Berechnung der Rücktrittsgeschwindigkeitskonstanten nicht zu trotzen gemocht – adelig hin oder her. Ein Triumph des Bürgertums über die Feudalimperialisten, wie damals in der FDJ, aber jetzt eben in Frieden, Freiheit und Wohlstand.

Quelle : TAZ >>>>> weiterlesen

[youtube cME9qZWkA7c]

IE

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Grafikquelle  :

Angela Merkel als Parteivorsitzende auf dem 28. Parteitag der CDU Deutschlands am 14. Dezember 2015 in Karlsruhe

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