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RENTENANGST

Wie Island die Krise überwand

Erstellt von DL-Redaktion am 21. Februar 2015

Fünfmal schlimmer als die Griechen

AUS STOCKHOLM REINHARD WOLFF

STAATSPLEITE Von der Rekordverschuldung in sieben Jahren zur Erholung: Island kann als Inspiration dienen

Donnerstag vorletzter Woche fällte Islands oberster Gerichtshof ein historisches Urteil. Vier Bankmanager wurden zu Haftstrafen zwischen vier und fünfeinhalb Jahren wegen betrügerischer Marktmanipulationen und Untreue verurteilt. Die härtesten Strafen im Bereich der Wirtschaftskriminalität, die in Islands Justizgeschichte bislang verhängt worden sind. Und historisch war das Verfahren unter dem Aktenzeichen 145/2014 auch deshalb, weil sich Bankdirektoren selbst für die von ihnen veranlassten Betrügereien verantworten mussten, mit denen sie Gläubiger, Investoren, Sparer, aber auch die Regierung geschädigt hatten.

Staatsanwalt Ólafur Hauksson arbeitet sich seit 2009 als Leiter einer speziellen Anklagebehörde durch die Hinterlassenschaften des Finanzcrashs, der Island ein Jahr zuvor an den Rand des Staatsbankrotts gebracht hatte. Hauksson hofft, dass Islands Umgang mit betrügerischen Bänkern „ein starkes Signal an andere Länder“ sendet: „Tut es unserem Beispiel gleich!“

Nicht nur Banker verurteilt

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle:  Wikipedia – Namensnennung: Horst Frank aus der deutschsprachigen Wikipedia

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Wir zahlten für die Eurokrise

Erstellt von DL-Redaktion am 29. Dezember 2013

Ja, wir mussten zahlen

EUROKRISE War es richtig, die irischen Banken auf Kosten der europäischen Steuerzahler zu retten? Moralisch gesehen nicht – politisch leider schon

Wohin sind die Rettungsgelder verschwunden? Dieses Rätsel der Eurokrise ist noch immer nicht gelöst. Attac Österreich hat sich nun bemüht, zumindest für Irland nachzuzeichnen, was aus den Hilfskrediten geworden ist.

Fest steht: Der irische Staat hat inzwischen 89,5 Milliarden Euro aufgewandt, um seine Pleitebanken zu retten. Davon kamen 67,5 Milliarden Euro aus dem Ausland – vor allem vom Internationalen Währungsfonds (IWF) und aus den Rettungsschirmen der Eurostaaten. Den Rest haben die Iren selbst beigesteuert, indem sie unter anderem ihre staatliche Pensionskasse plünderten.

Aber wer hat von diesen Geldern profitiert? Diese Frage kann auch Attac Österreich nicht wirklich klären, was nicht die Schuld der Aktivisten ist. Denn die europäischen Rettungsaktionen sind von extremer Geheimhaltung umwoben.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

Attac Austria Recherche

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Hintergrundmaterial Irland:

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Grafikquelle   :

Attac beim Aktionstag anlässlich des 100. Internationalen Frauentages in WienHaeferlEigenes Werk

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Schreddern wir Europa ?

Erstellt von DL-Redaktion am 29. Dezember 2011

Wir sollten den Euro sterben lassen,
schreibt heute Harald Klimenta, ein studierter Physiker….

File:Euro-Banknoten es.jpg

…… ein studierter Physiker und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von Attac. Eine mit Sicherheit sehr umstrittene Meinung, welche er mit den Worten begleitet: Macht kaputt, was euch kaputt macht. Hier sein Kommentar:

Natürlich kann man den Euro retten. Dazu bräuchte es Eurobonds, gleichzeitig aber eine pro-europäische Aufbruchstimmung. Dann könnte man eine demokratische EU-Regierung durchsetzen, die Steuerflucht unterbindet, die Finanzinstitutionen tatsächlich reguliert, Vermögen und Unternehmensgewinne vernünftig besteuert, eine europaweite Lohnkoordination ebenso auf den Weg bringt wie europaweite Ausgleichsmechanismen aufgrund der verschiedenen Inflations- und Produktivitätsentwicklungen.

Nichts davon ist auch nur annähernd konsensfähig, nicht mal innerhalb der Eurostaaten. Und ein Projekt Europa, in das sich die Bürger verlieben könnten, spürt niemand, eher die Angst, aufgrund der gegenwärtigen Entwicklungen könnten Militärputsche jede Resthoffnung auf demokratische Gepflogenheiten atomisieren.
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Der Euro ist im Moment der wichtigste Verbündete einer an Gerechtigkeit und sozialem Ausgleich desinteressierten Elite. Deshalb geht dieses Gerede auf die Nerven, ein Ende des Euros würde Europa zerstören können. Denn der Euro selbst ist es, der Europa gegenwärtig zerstört.

Die Menschen driften wieder auseinander, innerhalb und zwischen den nationalen Grenzen, wirtschaftlich und ideologisch. Die Zukunft Europas wird krampfhaft an der Zukunft des Euros festgemacht, obwohl die Rettungsmaßnahmen das europäische Fundament aushöhlen.
Keine Solidarität

Damit Griechenland und andere Länder in der Eurozone bleiben können, werden sie entwürdigenden und kontraproduktiven Kahlschlagprogrammen unterworfen. Natürlich gibt es in vielen Ländern Reformbedarf, allen voran in Griechenlands politischem System. Nur ist den Ländern nicht geholfen, wenn deren Arbeitslosenraten auf Rekordmarken steigen, die Löhne sinken – und die Schulden hernach trotzdem steigen. Die Bereitschaft zu solidarischem Handeln existiert nicht – als Solidarität bezeichnen Staatenlenker ein Tun, das ihren Ländern zu Vorteilen verhilft.

Quelle : TAZ >>>>> weiterlesen

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Grafikquelle    :

Source Versión en español de en:Image:Euro banknotes.png
Author Rage against
Permission
(Reusing this file)
SemiPD-icon.svg The image above depicts a euro banknote. This design is copyrighted by the European Central Bank (ECB), and its use is permitted by ECB, subject to the conditions set forth in decisions ECB/2003/4 and ECB/2003/5 of 20 March 2003 and „as long as reproductions in advertising or illustrations cannot be mistaken for genuine banknotes“.

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Droge und Dealer

Erstellt von DL-Redaktion am 6. November 2011

Der Banker Bernd Nolte spricht über das Pack

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Es scheint sie also doch noch zu geben, die vernünftigen Banker. Im folgenden Interview erfahren wir sehr viel hintergründiges über die Art und Weise des Bankenwesens. Wenn der Banker Bernd Nolte hier von Gesocks spricht  hat er absolut recht wenn er damit den kompletten politischen Laden anspricht. Regierung wie Opposition. Ob Merkel, Ackermann, Steinbrück, Lafontaine oder auch Sommer es ist alles das gleiche Pack. Genau so wie schon zu meines Vaters Zeiten immer über Politiker gesprochen wurde: „Pack schlägt sich Pack verträgt sich, alle in einen großen Sack und mit dem Knüppel drauf“.

Herr Nolte, wir kriegen immer häufiger den Rat, uns einen Kartoffelacker zuzulegen, um nach dem Crash noch etwas zu beißen zu haben. Raten Sie auch zum Erdapfel?

Das ist hilfreich, aber nicht ausreichend. Wenn Sie auf den Kartoffelacker setzen, müssen Sie ihn fußläufig erreichen können. Andernfalls brauchen Sie ein Auto, Benzin oder zumindest ein Fahrrad. Und alles kostet Geld, und dafür brauchen Sie wieder eine Bank.

Die unser Geld auf den Cayman Islands verjuxt.

Der derzeit diskutierte Vorschlag, zur alten Sparerbank zurückzukehren, bei der Tante Emma und Opa Fritz ihr Geld abliefern, kommt ja nicht von ungefähr. Er funktioniert, solange sich die Banker mit bescheidenen Gewinnspannen zufrieden geben. Aber die Zeiten sind vorbei. Heute geht es darum, sexy zu sein.

Da ist es schon vertrauenerweckender, wenn die Kanzlerin mit den Großbankiers Geburtstag feiert.

Über den ökonomischen Sachverstand von Politikern will ich lieber schweigen. Aber was die Geburtstagsparty anbelangt, will ich doch von einem absoluten Frevel sprechen. Das ist genau das Bild, das der Normalbürger von dieser Welt hat. Am Ende der Entscheidungskette hocken immer die Gleichen beieinander. Mein Vater guckt mich dann an und sagt: Das ist doch ein Gesocks.

Ihnen ist offenbar entgangen, dass die Banker nach dem Lehman-Crash demütig sein wollten.

Das geht mir, ehrlich gesagt, auf die Nerven. Was soll die Floskel, mit der man sich zum Gutmenschen machen will? Im Banking reicht es nicht, dass jemand demütig ist, christlich, sozialdemokratisch oder grün daherredet. Ich will, dass der Banker mit dem Geld anderer Leute solide und sauber arbeitet, und wenn er es nicht tut, dafür bestraft wird. Und dafür brauchen wir klare Regeln. Manche Menschen beeindrucken Sie nur mit Freiheitsentzug. Die Zumwinkels am Gardasee zum Beispiel.

Quelle: Kontext: >>>>> weiterlesen

IE

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Grafikquelle    :

Relief Ludwigs Erbe by Peter Lenk, close to Zollhaus and tourist information, Hafenstraße 5, Ludwigshafen am Bodensee, Bodman-Ludwigshafen in Germany: Right-hand part of the triptych: Josef Ackermann

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Finanzkrise muss aufgeklärt werden

Erstellt von DL-Redaktion am 23. September 2008

Pressemitteilung  –  DIE LINKE.

Datei:Deutsche Bank-Logo.svg

am 19.09.2008 von – Axel Troost

Verbrennung von Steuergeld in
der Finanzkrise muss aufgeklärtwerden

„Wer versehentlich Hunderte Millionen Euro öffentliches Eigentum an ein Schwarzes Loch überweist, den sollte das Parlament schon mal gründlich durchleuchten. Wir brauchen einen Untersuchungsausschuss“, fordert Axel Troost. Der finanzpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Seit Monaten eiert die FDP hin und her, ob sie die Rettung der IKB-Bank mit Steuermitteln von mehr als 10 Milliarden Euro und die Rolle der KfW, des Finanzministeriums und der Aufsichtsbehörde BaFin in einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss aufarbeiten will. Die jüngsten Vorgänge bei der KfW machen deutlich, wie dringend eine solche Untersuchung ist. Wenn die Bundesregierung eine umfassende Aufklärung weiter auf die lange Bank schiebt, führt an einem Untersuchungsausschuss kein Weg vorbei.

Als LINKE sind wir für einen starken öffentlich-rechtlichen Bankensektor. Gerade die Sparkassen erweisen sich während der derzeitigen Sturmflut an den Finanzmärkten als Fels in der Brandung. Wenn öffentlich-rechtliche Banken aber Fehler machen und öffentliches Geld vernichtet wird, dann muss schonungslos aufgeklärt werden, damit so etwas nicht wieder passiert. Das ist die Politik den Bürgerinnen und Bürgern schuldig. Dabei muss auch auf den Tisch kommen, ob private Banken der IKB bis zuletzt und wider besseres Wissen Finanzprodukte verkauft haben, die sie selbst längst für fragwürdig hielten.“

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Imagequelle :

Quelle Eigenes Werk

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Urheber Afrank99 at de.wikipedia
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