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Die Fehler der Keynesianer

Erstellt von DL-Redaktion am 26. Oktober 2014

Debatte Wirtschaftstheorie

ÖKONOMEN Unter den Volkswirten herrscht Krieg. Die Neoliberalen haben bisher gewonnen, weil die Keynesianer zentrale Themen lange ignorierten.

von Stephan Schulmeister

Europa hat in zehn Jahren drei schwere Finanzkrisen erlebt – und dennoch regiert noch immer das neoliberale Paradigma, das im Kern behauptet, Märkte seien perfekt. Sie würden immer zum Gleichgewicht tendieren, weswegen der Staat nicht eingreifen dürfe. Wie kann so viel Blindheit sein?

Die Ökonomie ist eine tückische Wissenschaft: Ihre Theorien verändern ihr Objekt, die wirtschaftliche Realität – im Gegensatz zu den Naturwissenschaften. Die neoliberale Theorie ist dafür ein gutes Beispiel: Sie verteilt Einkommen, Vermögen und Macht von unten nach oben und macht die Reichen noch reicher.

In der Ökonomie vermengen sich daher Erkenntnis und Interesse, Einsicht und Rechtfertigung. Umso bemühter sind Ökonomen, den Schein objektiver Naturwissenschaftlichkeit zu erhalten. Dies zeigt sich krass bei den Nobelpreisen: Ausgezeichnet werden am liebsten Theorien, die durch originelle Konstruktion und mathematische Abstraktion unkenntlich machen, dass sie in die gesellschaftlichen Verteilungskämpfe eingreifen. Die Theoriebildung ist daher auch ein Krieg um Vorherrschaft – an den Universitäten, in den Medien und in der Politik. Für Vermögende lohnt es sich, in die Theorieproduktion zu investieren und etwa Thinktanks, Lehrstühle und Studien zu finanzieren.

Die falsche „Phillips-Kurve“

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle:Wikipedia- Das „Schatzhaus der Athener“ in Delphi

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