DEMOKRATISCH – LINKS

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RENTENANGST

Ein Interview mit Sahra W.

Erstellt von DL-Redaktion am 20. Oktober 2014

„Eine komplett absurde Geldpolitik“

.Ja natürlich ist die Geldpolitik absurd in diesem Land und in diesen Fall ist Wagenknecht auch recht zu geben, aber die Geldpolitik ist nur ein sehr geringer Teil einer politischen Parteienaussage und  die Linke  kann so auch nur im  größeren Zusammenhang gewertet werden.

Die Gesellschaft wird Die Linke nicht wählen da die Widersprüchlichkeiten einfach zu groß sind. Kaum jemand ist bereit die Partei auf ihren Weg in einen eventuellen Sozialismus oder auch Kommunismus zu folgen. Die BürgerInnen sind nicht gewillt aufgrund von Versprechungen, eventuell über mehr Geld zu verfügen, das Risiko einer Linken Wegsuche in Kauf zu nehmen. Zumal uns ihre  Spitzenpolitiker schon heute, als ziemlich unbedeutende Minderheit zeigen, nicht anders zu sein als alle anderen Politiker in diesem Lande auch.

Die meisten BürgerInnen stehen den Parteien doch vollkommen neutral gegenüber. Sie wünschen sie ein gutes und ruhiges Leben in Freiheit. Ob nun dieses Angebot von links oder rechts, der CDU oder der SPD kommt ist hier eher unwichtig. Ein Mensch welcher aus seiner Kirche austritt wird sich kaum mehr von einer anderen Ideologie unterjochen lassen, auch politisch nicht! Das zeigt sich auch immer deutlicher bei den Wahlen, wo auffällig oft die Seiten gewechselt werden, was für eine pluralistische Gesellschaft ein gutes Zeichen ist.

Den Ruf einer „Kümmerpartei“ konnte die Partei nie gerecht werden und Wagenknecht wird kaum anders bewertet als von der Leyen, Merkel oder viele Andere auch. Sie sind interessant für das Feuilleton, zum füllen der Klatschspalten. Merkel wird gewählt, gerade da sich innerhalb des Landes sehr wenig verändert. Beruflich haben alle Genannten keine entsprechenden Erfolge nachzuweisen.

Und speziell auf die  Ökonomie bezogen, zeigt sich dieser Bundestag auch mehr als ein Parlament von Hilfsarbeitern.  Im anderen Fall würden die entsprechenden Gesetze zur Bankenaufsicht zum Beispiel nicht von Lobbyisten geschrieben. Es wird sehr viel Geld für angebliche Wirtschaftsweisen  und Berater hinaus geschmissen,  nur hätten diese je die richtigen Voraussagen getroffen, wäre ein beständig nachträgliches korrigieren der Zahlen unnötig gewesen. Praxis ist nicht durch Theorie ersetzbar.

Glaubt denn wirklich auch nur einer der Parteifanatiker die Gesellschaft lebte außerhalb der Wahrnehmungsfähigkeit und würde nicht bemerken wie eine Partei mit Ihren Mitgliedern, Menschen welche sich freiwillig bereit erklärt haben für die Gesellschaft zu arbeiten, umgeht? Das viele der Mitglieder nur ungestört ihrer persönlichen Bereicherung und Machtgier nachgehen wollen?

Keiner verlangt von Politikern in „Sack und Asche“ durch die Gegend laufen zu müssen. Aber ein wenig zurück zu den Wurzeln, der Blick über die Schulter,  stände manch einen/einer sicher gut zu Gesicht. Die meisten BürgerInnen in diesen Land sind persönlich nicht an die Erreichung eines Mandat interessiert und viele würden sich auch dem Diktat einer Partei nicht unterordnen. Die Partei und ihre Mandatsträger sind also letztendlich auf die Wähler angewiesen und nicht umgekehrt.

„Eine komplett absurde Geldpolitik“

KRISE Sahra Wagenknecht fordert höhere Zinsen für Kleinsparer und findet, Reiche dürften ruhig 50 Prozent Vermögensteuer zahlen

INTERVIEW ULRIKE HERRMANN UND STEFAN REINECKE

taz: Frau Wagenknecht, in Bild haben Sie gefordert, dass die Leute ihr Geld von der Bank abheben und unters Bett legen sollen. Haben Sie Angst um Ihre Ersparnisse?

Sahra Wagenknecht: Quatsch. Mit dieser Übertreibung wollte ich auf eine gravierende Fehlentwicklung aufmerksam machen. Die extremen Niedrigzinsen vergrößern die Ungleichheit. Die Oberschicht macht Traumrenditen am Kapitalmarkt – der Kleinsparer zahlt für die Krise. Das ist doch pervers.

Deshalb sollen die Deutschen ihr Geld von der Bank abheben – im Ernst?

Das bezog sich auf die Großbanken, die mit dem Geld der Kleinsparer zocken gehen.

Sich in Bild um die Sparkonten zu sorgen – ist das nicht purer Populismus?

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedia – Blömke/Kosinsky/Tschöpe

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