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Linker Grund zur Freude?

Erstellt von DL-Redaktion am 24. September 2013

Grund zur Freude?

Linke Wählerbewegung – Nur schnell weg ?

Eine insgesamt gesehen sehr realistische Betrachtung von Halina Wawzyniak zu den Wahlergebnissen des Sonntags. Wobei ich nur der Bewertung zur AfD nicht so ganz nachvollziehen  kann. Es wäre an und für sich an der Zeit für die Linke sich auch einer gewissen Taktik anzugewöhnen ohne die Politik heute nicht mehr denkbar ist.

So wird die Linke auf Dauer nicht darauf verzichten können alles das positiv zu bewerten was die CDU / CSU und FDP schwächt und das sind genau gesehen Absplitterungen von der Partei wie sie die SPD durch die Grünen und Linken bereits erlebt hat.

Gedanken sollte man sich eher über das Wahlverhalten der Wähler im allgemeinen machen. Der CDU gelang es 1.130.000 Personen aus dem Lager der Nichtwähler zu gewinnen, während sich 320.000 Linke Wähler in das  Lager dieser Nichtwähler bewegten. Ebenfalls bewegten sich 120.000 Wähler der Linken in die CDU, 370.000 in die SPD und 340.000 in die AfD.

Die Offenheit mit der in diesen Artikel eine Meinung vertreten wird liest sich, im Gegensatz zu dem was wir aus den Radiointerviews aus dem Saarland hören konnten, wie eine Stimme aus einer anderen Welt. Kritik auch an oder auch zuallererst an die eigene Partei gerichtet, wird selbsternannten Politikern nicht mehr beigebracht werden können. Das Schwimmen mit dem Mainstream ist als Zeichen zu werten, das persönliche Interessen den Gesellschaftlichen vorgezogen werden.

Grund zur Freude?

Das Wahlergebnis zur  Bundestagswahl kann aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. Und erst nach dieser Betrachtung kann die Frage beantwortet werden, ob das Ergebnis der Bundestagswahl ein Grund zur Freude ist.

Die persönliche Perspektive: Ich freue mich über das Ergebnis im Wahlkreis 83 (Friedrichshain, Kreuzberg, Prenzlauer Berg Ost). Eine leichte Zunahme absoluter Stimmen bei den Erststimmen (von 27.796 auf 28.438) und bei den Zweistimmen (von 39.641 auf 41.664) ist ein Grund zur Freude. Und das DIE LINKE in diesem Wahlkreis die stärkste Partei geworden ist ebenfalls. Um eines klar zu sagen: Es ist das Ergebnis der Bezirkspartei, ich war nur das Gesicht. Ein herzliches Dankeschön an alle die diesen Wahlkampf unterstützt haben.

Die Berliner Perspektive: Die Wahlbeteiligung ist gestiegen. DIE LINKE hat an absoluten Stimmen leicht verloren (von 348.661 auf 330.481), aber insgesamt sogar noch ein Mandat dazugewonnen. Auch das ist Grund zur Freude. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit Gregor Gysi, Petra Pau, Gesine Lötzsch und Stefan Liebich sowie die Neuzusammenarbeit mit Azize Tank. Kein Grund zur Freude sind allerdings 27.033 Stimmen für die NPD und 87.813 Stimmen für die AfD.

Quelle: Halina Wawzyniak >>>>> weiterlesen

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