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Gysi ist das Team

Erstellt von DL-Redaktion am 14. September 2013

Das Team ist er !

File:Gregor gysi 20050705 4.jpg

War sie das schon, die Wachablösung in der Linken? Wurde das Recht des Vorredners still und heimlich übergeben, oder ließ einer der Beiden diesen Wanderpokal bewusst fallen um sein Herz – As bewusst an die zweite Position in der zweiten Reihe zu festigen. Vielleicht schreiben die Historiker in einigen Jahren von der, einer Panik gleichenden Flucht des Oskar Lafontaine?

Zwei Personen wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Weit größer als es der Altersunterschied von runden viereinhalb Jahren zu Gunsten des jüngeren Gregor Gysi vermuten lässt. Einen Unterschied welcher erst in der Zusammenarbeit der Beiden sichtbar wurde. Nein, sie haben recht wenig gemeinsam, der so humorvolle Gregor Gysi und der oft so verbissen wirkende Oskar Lafontaine. Nur diese Verbissenheit verbirgt, überdeckt für gewöhnlich eine frustrierende Machtlosigkeit.

Ein gefühlter Unterschied wie er auch von den Parteimitgliedern sehr wohl wahrgenommen wird. So ist der Stimmungswechsel vor Ort im Saarland spürbar. So erklären mir viele der einst davongelaufenen unter Gysi wieder in der Linken mitarbeiten zu wollen, später, wenn die Entwicklung weiter so fortschreitet. Dann, wenn auch einige der ehemaligen Kofferträger aus Unfähigkeit das Weite gesucht haben. So möchten einige erst einmal beobachten was diese jetzt ohne ihren einstigen Herrn und Gebieter vollbringen.

So herrscht auch die allgemeine Meinung vor, das Lafontaine hätte viel eher bemerken müssen, bei seiner angeblich vorhandenen politischen Erfahrung, das hier ein Schuss nach hinten losgeht. Er hätte so die für einen Herrschenden doch sehr peinlichen Abstimmungsniederlagen leicht aus dem Weg gehen können. Stattdessen aber zeigte er nicht nur Arroganz und Überheblichkeit sondern auch eine vollkommen undemokratischen Verhaltensweise.

Auffällig hier insbesondere eine schon hündische Ergebenheit der Mitglieder aus der Distanz! Es ist schier Unglaublich mitansehen zu müssen wie die Mitglieder aus dem Land der Arbeiter, NRW mit Scheuklappen durch die Gegend laufen. Augenscheinlich sehen sie aber in diesen Personenkult ihren einzigen Rettungsanker? Mit einer Linken Lebensphilosophie hat diese aber auch rein gar nichts gemeinsam.

Dieser Personenkult könnte doch gerade in NRW an passenderen Örtlichkeiten gefrönt werden. Gilt doch gerade Köln im Handel mit alten Knochen und anderen Reliquiaren von Alters her zu den führenden Metropolen auf diesen Globus. Anleihen aus dem Saarland, seinen sie nun weiblicher oder männlicher Art, sind hier absolut überflüssig.

So beschäftigte sich denn auch die FAZ gestern unter anderen mit Gregor Gysi und Sahra Wagenknecht welche ebenfalls beide vom Typ her nicht unterschiedlicher sein könnten. So sage ich hier schon einmal voraus dass dieses Putten gleiche Auftreten aus dem vorigen Jahrhundert vielleicht ins Fernsehen zur allgemeinen Belustigung der Zusachauer, aber nicht in eine Arbeiterpartei passt. Da könnte man sich ja eher einen Brüderle oder Guttenberg holen.

Das Team ist er !

Das Spitzenteam der Linkspartei zählt acht Köpfe. Die meisten Wähler kennen nur zwei. Sahra Wagenknecht – und Gregor Gysi. Mit ihm hat der Wahlkampf nun unerwartet Schwung bekommen.

„Ich habe Ihnen den Sonnenschein mitgebracht“, sagt Gregor Gysi zufrieden, als er am Ende einer anstrengenden Wahlkampfreise auf der Bühne am Erfurter Anger eintrifft. Zweieinhalb Stunden haben Musiker, der Landesvorsitzende Knut Korschewsky, die Bundestagskandidaten und der Fraktionsvorsitzende Bodo Ramelow die Erfurter schon unterhalten. Sie sitzen auf Biergartenbänken, trinken Bier aus Plastikbechern, essen Bratwurst und Fettgebackenes, sammeln Informationsmaterial der Kandidaten und der Partei. Geregnet hat es nur leicht. Je weiter der Tag voranschreitet, desto häufiger zeigt sich die Sonne. Das bleibt nicht das einzige Wunder.

Gysi hält, bestens aufgeräumt trotz der unerhörten Anstrengungen dieser Wochen, seine Wahlkampfrede mit den bekannten sechs Punkten – vom Nein zu „Kriegseinsätzen“ bis zur Anpassung der Renten in Ost und West. Anders als üblich hat er, für alle sichtbar, ein Manuskript in den Händen, das er gelegentlich konsultiert. Aus ein paar hundert Zuhörern werden rasch viele hundert. Und nach wenigen Minuten sieht man etwas, was sich in Wahlkämpfen selten einstellt: Eine gutgelaunte Menge, Wurst essend, Bier trinkend, mit den Nachbarn plaudernd. Über Gysis Witze wird gelacht, seine Anspielungen werden verstanden. Fast greifbar herrscht ein inniges Einvernehmen zwischen dem da oben und denen in der Menge. Eine Gemeinschaft ist entstanden.

Quelle: FAZ >>>>> weiterlesen

Ein Gespräch mit Lafontaine aus der Mediathek vom SR

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Grafikquelle     :

Source http://archiv2007.sozialisten.de/service/download/fotos/gysi/index.htm
Author TRIALON/Kläber
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