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RENTENANGST

Soll Sterbehilfe erleichtert werden?

Erstellt von DL-Redaktion am 1. März 2015

Als Jan beschloss, seine Mutter zu töten

Erleben wir nicht gerade wieder einmal eine schon skurril anmutende Situation wenn sich Politiker Ihre sowie entleerten Köpfe zerbrechen um wieder nach neuen gesetzlichen Regeln zu suchen? Warum kann in einer freien Gesellschaft nicht jeder nach seiner Version Leben –  und auch Sterben, wenn er Andere nicht belästigt?

Diskutieren  hier nicht überwiegend die gleichen Personen welche sich ansonsten einen Dreck darum scheren wenn jährlich tausende von Menschen im Mittelmeer absaufen und hier im Land bald mehr als 10 Millionen Bürger nicht mehr von Ihren erarbeitenden Löhnen leben können? Wenn sich der Staat bei Kindern, Kranken und Rentnern mehr und mehr seiner Fürsorgepflicht entzieht  und Diesen damit mutwillig und vorsätzlich ein menschengerechtes Leben versagt. Ist dieses nicht schon eine vom Staat verordnete aktive Sterbehilfe? Nährt dieser unverantwortliche Umgang mit den Menschen nicht die Vermutung dass gerade der Staat sich über jeden frühzeitig Verstorbenen freut, da so Kostenverursacher beseitigt werden?

Als Jan beschloss, seine Mutter zu töten

VON MARTINA ROSENBERG

STERBEHILFE Reitunfall. Wachkoma. Jans Mutter war austherapiert. Was kann ein Angehöriger tun, wenn der Tod einfach nicht kommen mag? Jan traf eine Entscheidung. Eine, die ihn ins Gefängnis brachte

Jan lehnt an einer Säule, als ihm plötzlich jemand auf die Schulter tippt. Nele steht vor ihm. Oh Mann, ist die hübsch geworden, denkt er. Sie umarmen sich kurz. „Hey, Jan!“, sagt Nele. Er hat immer noch Gefühle für sie. Doch er weiß: Es ist sinnlos. Was soll er mit einem Mädchen, wenn er bald im Gefängnis sitzt? Er verabschiedet sich hastig, nimmt sein Rad und fährt davon.

Kurze Zeit später, an einem Tag im Januar 2012, beschließt Jan: Heute wird er seine Mutter töten. Neun Monate lang hat er sich darauf vorbereitet, auf den richtigen Moment gewartet. Nun will er sie erlösen. Er steht um halb acht auf, duscht und fährt dann mit dem Bus zum Bahnhof. Ihm fällt auf, wie ruhig er an diesem Tag ist.

Am Schalter fragt er nach der schnellsten Verbindung, die ihn zu ihrem Pflegeheim bringt. Er löst ein Ticket und geht zum Bahngleis. Jetzt darf nichts mehr schiefgehen.

In den vergangenen Monaten hatte Jan sich nie die Frage gestellt, ob er es tun solle, sondern nur: wie. Auf keinen Fall sollte seine Mutter leiden, so viel stand für ihn fest. Gelitten hatte sie mehr als genug.

Sieben lange Jahre lag sie nach einem schweren Reitunfall mit irreparablen Hirnverletzungen in einem Pflegeheim. Phase F der Wachkoma-Therapie. Das bedeutet, aus medizinischer Sicht ist der Fall so gut wie hoffnungslos. Diagnose: austherapiert. Eine Patientenverfügung, in der sie hätte erklären können, wie ihre Angehörigen in einem solchen Fall verfahren sollen, hatte sie nicht aufgesetzt. Wie lange also sollte sie noch so reglos daliegen?

In Deutschland ist Sterbehilfe verboten. Zumindest die aktive, bei der dem Patienten ein tödlich wirkendes Medikament verabreicht wird. Diese Regelung gilt fast weltweit, nur in den Benelux-Ländern ist aktive Sterbehilfe erlaubt.

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Wikipedia – Urheber Sarang

ch, der Urheberrechtsinhaber dieses Werkes, veröffentliche es als gemeinfrei. Dies gilt weltweit.

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