DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

Vorsicht beim Zähneputzen

Erstellt von DL-Redaktion am 8. Februar 2015

Vorsicht beim Zähneputzen

Dieter Baumann

Warum sollten im „Kleinen Sport“ andere Verhältnisse herrschen als in der „Großen Politik“ ? Auf diese vom Sport geforderte Sonderbehandlung vor den Gerichten beharrt die Politik nicht nur mit Ihren manipulierenden Schiedskommissionen seit Jahrzehnten, bis hinunter in die Parteien hinein. Ein tiefer zäher Sumpf der Willkür, Unterwürfig- und Hörigkeit mit dem einzigen Ziel bestimmten Personen die Sitze an den reichlich gefüllten Fleischtrögen der Steuerzahler zu sichern. Vorkommnisse welche sowohl in der Politik als auch im Sport von einer breiten Presse in der Art vorauseilender Gehorsamkeit negiert werden. Ein sehr guter Beitrag!

Von Dieter Baumann

Der Olympiasieger im Diskuswerfen, Robert Harting, befürchtet einen Doping-Anschlag. Das ängstige ihn enorm, sagt der Sportler des Jahres und erklärt den Kampf gegen das Doping für gescheitert. Wenig verwundert darüber zeigt sich Dieter Baumann, der vor 15 Jahren positiv getestet wurde. Seine Zahnpasta war gedopt. Er stimmt dem Kollegen zu und empfiehlt ihm, künftig bei der Mundhygiene aufzupassen.

Wer die ARD-Dokumentation von Hajo Seppelt („Geheimsache Doping – wie Russland seine Sieger macht“) gesehen hat, weiß, dass es in Russland flächendeckendes Doping geben soll. Dazu ein korruptes Antidopingsystem, das bis hinauf in die höchsten Etagen der Funktionäre und Laborchefs reichen soll.

Angesichts dieser Enthüllungen stellt die FAZ die Frage, ob der Antidopingkampf überhaupt noch einen Sinn habe? Weil man für solche grundlegenden Überlegungen gerne Mitstreiter hat, holt die Redaktion Diskusweltmeister und Olympiasieger Robert Harting in die Bütt, der um markige Worte nie verlegen ist. Er sagt, dass die „Wada“, die Welt-Anti-Doping-Agentur, „gescheitert“ sei. Allerdings halte er sich mit öffentlicher Kritik an bestimmten Personen zurück. Denn: „Wer positive Kontrollen vertuschen kann, der kann auch negative Proben manipulieren.“

Quelle: Kontext >>>>> weiterlesen

—————————–

Fotoquelle: Wikipedia – Urheber M. Weitzel

Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“ lizenziert.

Abgelegt unter Feuilleton, International, Kriminelles, Überregional | Keine Kommentare »

Die Schuhe der Wahrheit

Erstellt von DL-Redaktion am 15. August 2013

Kommentar Doping in Westdeutschland

[youtube O089c5MqA_0]

Doping, ein endloses Thema über das hier Klaus Huhn geb. 1928,  44 Jahre Sportchef von Neues Deutschland, 20 Jahre Präsident des Sportjournalistenverbandes der DDR und 17 Jahre Generalsekretär und Vizepräsident der UEPS (Europäische Sportjournalistenunion) berichtet.

Alle ahnten dass in dieser alten BRD flächendeckend und systematisch gedopt wurde und nur diejenigen deren Auftrag es gewesen wäre die Bürger vor gesundheitliche Schäden zu bewahren, wollten, durften es nicht wissen. Typisch für politische Hilfsarbeiter welche in ihren Leben nicht genug erlernt hatten um sich auch anders selbstständig ernähren zu können.

Folgend dem Motto Brot und Spiele wie von Alters her. Nationalismus pur spielte doch nicht Beckenbauer gegen Sparwasser sondern Deutschland gegen die DDR oder heute eben eine andere Nation. Die Trottel unten laufen und die Prominenz bejubelt auf den Tribünen „Deutsche“ Erfolge und bastelt am Abend an der Nationenwertung. Heil und Sieg.

Die Schuhe der Wahrheit

Vorweg ein unerhebliches Geständnis: Ich habe in meiner fast 50-jährigen Laufbahn als Sportjournalist nie zuvor eine Zeile für die taz geschrieben. Ein Spät-, keineswegs ein Fehlstart. Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, wie die Leser darauf reagieren, dass ausgerechnet der langjährige Präsident des DDR-Sportjournalistenverbandes – demzufolge ein Kommunist – erklären will, dass in der alten BRD vor 1989 hemmungsloser gedopt worden ist als in der DDR. Jede Antwort führt geradewegs zur nächsten Frage, nämlich wie zu erklären wäre, dass die Alt-BRD aus dem heiteren Himmel des Jahres 2013 plötzlich wie beim Skat-Null-Ouvert alle Dopingkarten auf den Tisch blättert? Die taz hatte ihre Bitte um einen Beitrag denn auch korrekt mit der Feststellung begründet, „dass der DDR-Sport aufgrund der Dopingvorwürfe lange per se diskreditiert wurde, während der Sport der alten BRD als ,sauber‘ galt. Das hat sich nach den jüngsten Veröffentlichungen geändert. Was bedeutet das?“

Eine auf den ersten Blick kaum zu klärende Frage, aber keine unlösbare. Gemeinsam mit Prof. Margot Budzisch und Dr. Heinz Wuschech habe ich 1999 das Buch „Doping in der BRD. Ein historischer Überblick zu einer verschleierten Praxis“ verfasst. Der Verein Sport und Gesellschaft – ein Kollektiv ehemaliger DDR-Trainer, -Wissenschaftler, -Ärzte und -Historiker – hat es herausgegeben. Die taz hat dem nach meiner Erinnerung nicht einmal eine Fußnote gewidmet. Dabei – und das ist keine Werbung! – beantwortete das Buch im Grunde schon damals die Frage, nämlich einfach, indem die Autoren alte Bundestagsakten durchblätterten.

 Montreal 76

Quelle: TAZ >>>>> weiterlesen

—————————————————————————————————————————-

Grafiquelle     :     Hinweistafel für Dopingkontrolle bei der Deutschland Tour 2005

Abgelegt unter Gesundheitspolitik, International, Kriminelles, Regierung | Keine Kommentare »

Der Fußball macht was !!

Erstellt von DL-Redaktion am 6. Juli 2010

Da geht was!

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/6e/Mokaba_stadium_%284739619696%29.jpg

In seltener Eindeutigkeit weist uns zur Zeit der Fußball auf den Unterschied zwischen Sport und Politik hin. Der Fußball zeigt Möglichkeiten der Praxis auf, dagegen in der Politik nur geredet und den Bürgern mit falschen Aussagen Sand in die Augen gestreut wird.

Uns wird an einigen Beispielen  gelungener Integrationen vorgeführt  wozu deutscher Siegeswille, gepaart mit südländischer, spielerischer Leichtigkeit fähig ist. Das dieses aber fast nur innerhalb des Sport möglich ist, weist auf den hohen Stellenwert des Sport in den Augen der Regierenden hin.

Da werden dann gerne bei der  Einbürgerung und der Ausstellung eines deutschen Pass  von den Behörden beide Augen zugedrückt und wird diesen Spezial-Migranten genau dass ermöglicht, was normalerweise einen jedem hier lebenden Menschen laut unserem Grundgesetz zustehen müsste.

So kann sich die Regierung mit den Erfolg der Sportler sehr gut präsentieren und damit von den eigenen politischen Unfähigkeiten ablenken. Da spricht unsere „National Mutti“ dann gerne in einer „Wir“ Form denn es wird ihr die Möglichkeit geboten auf Kosten der Steuerzahler schnell nach Südafrika  zu fliegen um so der ganzen Welt zu zeigen, dass sie im Freudenausbruch über das gleiche Temperament wie ein Maradonna verfügt. Vielleicht werden wir die selben, einem Flummi gleichenden, Ausbrüche ja auch bald im Bundestag bei der Verabschiedung des nächsten Sparpaketes zu sehen bekommen ?

Das der tägliche Umgang mit normalen Migranten, Menschen wie DU und ICH, aber ganz anders aussieht zeige ich später  in zwei Exemplarischen Beispielen auf. IE

Da geht was!

Kein Scheißfußball mehr. Inzwischen befriedigt das DFB-Team fußballerische Sehnsüchte und ist eine romantische Metapher für die Möglichkeit einer Gesellschaft, die sich nicht über Blut definiert. VON PETER UNFRIED.

Die deutsche Nationalmannschaft: Das klang viele Jahre seltsam. Bedrohlich. Auf keinen Fall gut. Während das englische Verbandsteam immer „England“ genannt wird, Brasilianer ihr Team „Seleçao“ nennen und Spanier ihres „Selección“, bestanden wir auf dem „National“. Die Welt ignoriert das und nennt die Fußballer der Bundesrepublik Deutschland (die DDR spielte in der Fußballwelt keine Rolle) seit vielen Jahren nur die „Mannschaft“.

Auch das hatte keinen guten Klang. In die internationale Konnotation des Begriffs waren die alten Teutonenklischees eingeprägt, die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts und der ästhetische Widerwille gegen den Spielstil. Die Mannschaft, das bedeutete: Scheißfußball der Deutschen, der sich durchsetzte, leider.

Die Mannschaft, das waren: das desillusionierte Kriegsheimkehrergesicht des Luftwaffengefreiten Fritz Walter, der (un)menschliche Rasenmäher Berti Vogts, die gnadenlosen Grätschen der Förster-Brüder, die Dumpfheit Toni Schumachers, die erbitterte Dynamik eines Matthäus. Die Mannschaft blieb sehr lange in den stilistischen und geistigen Grenzen von 1954. Hautfarbe: weiß. Name: Müller oder Maier. Grätsch- und Kampfqualität: über das Blut vererbt seit dem 16. Jahrhundert, was im Einzelfall sogar mittels geerbtem Ariernachweis zu belegen gewesen wäre.

Quelle : TAZ >>>>> weiterlesen

Hier nur zwei Beispiele des politischen Umgang mit Migranten:

Erst Eingeladen, dann abgewiesen.

Zaungäste der Gesellschaft.

—————————————————————————————————————

Fotoquelle : Brieuc SaffréMokaba stadium

Abgelegt unter International, Kultur, Überregional | Keine Kommentare »