DEMOKRATISCH – LINKS

                      KRITISCHE INTERNET-ZEITUNG

RENTENANGST

Linke in ihrer Jungen Welt

Erstellt von DL-Redaktion am 1. Juni 2013

Liebknecht-Haus zieht Reißleine

Wehe wenn sie losgelassen werden die meisten beim Lesen folgender Zeilen denken. Freuen wird sich manch einer welcher schon vor Jahren die Partei verlassen musste oder freiwillig verließ. Macht doch der folgende Wortwechsel deutlich wie wenig sinnvoll eine Mitarbeit in dieser Partei ist. Wurde doch in den letzten Jahren nichts unterlassen um sich die Mitgliedschaft genauso zusammenzustellen, wie sie heute vorhanden ist.

Gregor Gysi belegte die Art der Auseinandersetzung noch vor einigen Wochen mit dem Hinweis auf einen Mangel an Kulturverständnis und dieses besonders auffällig im Westen. Gregor, können wir jetzt antworten. Ihr, die Partei habt nun genau das was ihr als Partei  immer haben wolltet? Zumindest habt ihr bei der Installation alle schweigend zugesehen.

Anlass dieser in der Linken so typischen Auseinandersetzung waren wie wir es sehen, einige allzu locker hingeworfene Bemerkungen in Richtung Niedersachsen und Diether Dehm welcher auf seine ihm eigenen Art mit einer Strafanzeige antwortete. Dieses war als dann ein gefundenes Fressen und Anlass für die Zeitung „Junge Welt“ einen entsprechenden Artikel zu verfassen. Sah man doch den richtigen Zeitpunkt als gekommen an, noch einige offene Rechnungen mit einigen Protagonisten begleichen zu müssen.

Wir berichteten darüber unter der Überschrift „ Die Linke verbrennt sich“ Heute legte die „Junge Welt“ dann unter den Titel „Liebesentzug wegen Kritik“ noch einmal entsprechend nach und wir lesen unter anderen folgendes:

Liebesentzug wegen Kritik

Auch manche Vertreter der Linkspartei mögen es nicht, wenn nicht Genehmes in der jungen Welt steht. So hat die junge Welt am vergangenen Samstag (25. Mai) darüber berichtet, daß der Linke-Internetbeauftragte Mark Seibert auf seiner Facebook-Seite den Vorwahlkampf mit wenig charmanten Parolen wie »Niedersachsen ausräuchern! Dehm grillen!« eröffnete. Zuvor hat jW den Bundesgeschäftsführer Matthias Höhn, die Vorsitzende Katja Kipping und Mark Seibert um Stellungnahmen gebeten – die jedoch vor Redaktionsschluß nicht eintrafen. Allerdings konnte die junge Welt nach Recherchen melden: »Die Linke-Vorsitzende Katja Kipping sicherte Dehm zu, die Vorwürfe zu überprüfen. Zunächst gelte die Unschuldsvermutung. ›Zum Slogan selber kann ich nur sagen: so was ist Boykott am Wahlkampf‹.« An keiner Stelle wird behauptet, daß Frau Kipping diese Äußerung gegenüber der jungen Welt gemacht habe. In der folgenden Montagsausgabe berichtete jW kurz über Reaktionen und Spekulationen darüber, woher die jW von den Äußerungen Kippings erfahren haben könnte.

Quelle: Junge Welt >>>>> weiterlesen

In diesen Artikel stellt die Zeitung in vollkommen richtiger Weise eine Unfähigkeit der Partei im Umgang mit gegen sie gerichtete Kritiken fest was den Bürger an ehemalige Zeiten erinnern lässt. Selbst das Recht auf Pressefreiheit wird vor den Augen und sogar mit aktiver Unterstützung von „gestandenen“ Juristen sträflich außer acht gelassen. Erinnern möchten wir in diesen Zusammenhang an den seinerzeit unredlichen Umgang der Schiedkommissionen im Umgang mit Kritikern.

Im Gegensatz dazu verdient aber auch der Umgang der „Junge Welt“ mit der Partei die Linke eine rhetorische „Backpfeife“. Sollte es doch für ein auf Neutralität verpflichtetes, unabhängiges Presseorgan, welches der freien Schrift verpflichtet sein möchte, als ein absolutes NEIN gelten, auf Parteitagen mit einen eigenen Werbestand aufzuwarten. Diejenige, welche den Lobbyismus im Verhältnis Wirtschaft/Kapital – Parteien an den Pranger stellen, von dem wird die gleiche Vorgehensweise auch im Umgang mit den ihrigen Sympathisanten erwartet.

Heute verbreitet „Junge Welt“ dann auf ihrer Facebook-Seite die folgende Meldung, welche dann in dem bereits erwähnten Schlagabtausch endet. Natürlich ist es auch das gute Recht von Mitgliedern einer Partei, ihnen missliebigen Personen Interviews zu verweigern. Auch das ist die Freiheit eines jeden einzelnen.

Liebknecht-Haus zieht Reißleine

Die Linke hat nach jW vorliegenden Informationen ihrem Internetbeauftragen Mark Seibert, zuständig für den Onlineauftritt der Partei, am Freitag fristlos gekündigt. Das Karl-Liebknecht-Haus wollte sich dazu auf Anfrage nicht äußern. »Personalfragen kommentieren wir nicht«, erklärte ein Sprecher auf jW-Nachfrage. Seibert, Mitbegründer der parteirechten Pro-Israel-Lobbygruppe BAK Shalom, war zuletzt mit Attacken auf den Linke-Landesverband Niedersachsen und den dortigen Spitzenkandidaten Diether Dehm aufgefallen. Auf seiner öffentlichen Facebookseite hatte er den Entwurf eines Wahlkampfplakates mit der Anmerkung »Niedersachsen ausräuchern! Dehm grillen!« kommentiert. 2011 hatte er eine Boykottkampagne gegen junge Welt mit initiiert.

 H. W. kündigungsschutz und meinungsfreiheit fordern, im eigenen laden anders handeln. glaubwürdig ist etwas anderes.

 H. W.  ich als pv-mitglied weiß nicht mal den kündigungsgrund. und ich wiederhole: kündigungsschutz -zumal für betriebsräte- und meinungsfreiheit fordern, es dann im eigenen laden anders handeln. glaubwürdigkeit sieht anders aus!

 S. H. Die Linke wird von ganz anderen kaputt gespielt K. E., Schau Dir die Wahlergebnisse an… Und welcher Gewerkschafter glaubt einer Partei die einen Betriebsrat fristlos kündigt. Nicht nur Reden, auch das entsprechende Handeln gehört dazu…

 M. G. Ich bin Gewerkschaftler und ehemaliger Personalrat. Die Kündigung ist politischer Selbstmord und rechtlich nicht zu halten.

 M. G. Meinungsfreiheit soll nicht vor den Betriebstoren halt machen.

E. J. Wie bitte die Linke kündigt einem Betriebsrat??? Fristlos??? Das widerspricht nicht nur dem Arbeitsrecht, sondern auch dem eigenen Ansprüchen aber mehr als auch nur irgendwas!!!!!

S. H. Ein Parteisekretär der SED hätte auch so gehandelt!!!

L. H. Für ein stalinistisches Scheissblatt schon.

M. H. H. Kipping, Lay und wie sie alle heißen. Dehm schafft sie alle. Wäre ich nicht vor drei Jahren gegangen, heute Abend wärs dann passiert.

H.-A. K. endlich

R. B. Es ist ekelhaft welche Hexenjagd hier stattfindet, als ob einige persönlich Probleme mit Mark Seibert hätten, die meisten haben noch nicht mal ein Wort mit ihm gewechselt. Hier wird übelste innerparteiliche Pisse gespielt.

N. F. Wenn das der neue Stil ist, kann ich nur sagen, das ist ein alter, ein Stil, den ich in dieser Partei nie wieder haben wollte. Immerhin erfährt der PV wohl mehrheitlich aus der journalistischen Trödeltruhe von einer derartigen Entscheidung, einfach absurd. Danke, jetzt weiß ich, was ich von euch zu halten habe.

T. K. Das war schon lange überfällig.

M. G. Jetzt wird’s intellektuell.

S. H. Was ist „führend“ und was ist „nichtlinken“ K. E.??? So ähnlich wie „Antideutsch“? Wenn es nicht so traurig wäre, könnte ich fast lachen!!!

M. V. chapeau für alle die dafür sorgten, dass insbesondere Bernd und Katja auf FB eindringlich über die vorgänge informiert wurden.
endlich hat die parteispitze bei diesem mitarbeiter in schlüsselposition im wahlquartier die bremse gezogen.

S. H.  H.-A. K., es gibt auch gerechtfertigte Kündigungen, die private Meinungsfreiheit gehört wohl nicht dazu. Und wenn, kündigt der Chef und nicht der Mitarbeiter….

H.-A. K. Njet, in der Krankschreibung geht gar nicht. Damit brauchst du den Gewerkschaftern, auf die du dich berufst, sicher nicht kommen.

K. E. das sollte erst der Anfang sein. Alle Seibert Fans gleich mit. Obwohl, die Linke ist schon zu kaputt gespielt.

 

S. Berlin Diese Personen wollen der Partei DIE LINKE wahrscheinlich noch mehr Schaden zufügen. Ich bin mitschuldig, weil ich in Berlin diese Leute gewählt habe.

M. T. -T.was ist denn der Kommentar im Gegensatz zu der Solidarität dieses Käseblattes mit Terrorrackets, Stalinisten und DDR-Regierung?

S. H. War schon sehr sehr lange überfällig gut das der weg ist!!!!!!!!!!!! ENDLICH!!!!!!!!!!!

T. R. Seibert grillen. Linkspartei ausräuchern.

M. H. H. Dann passt auf euch auf. Ich sitze hier gerade mit Ulla Jelpke auf einer Veranstaltung. Mir ist schlecht! LMG

S. B. Der Wähler hätte ihn dieses Jahr eh entlassen, klar wer so mit seinen Kunden umgeht der braucht sich über Auftragsmangel nicht beschweren … prost …

S. B. Was Seibert sich erlaubt hat das kann sich kein Arbeitnehmer oder Betriebsrat erlauben, gegen die eigenen Kollegen vorzugehen.

Jetzt kann er ja Kündigungsschutzklage erheben, zur Abwechslung mal die Linke Geschäftsführung verklagen hahaha

T. S. zwischen einer meinungsäusserung + der bekundung, menschen am liebsten ausräuchern + grillen zu wollen, ist ein himmelweiter unterschied + auch ein nur mässig geschultes geschichtsbewusstsein sollte dies sofort erkennen…

M. T. – T. ich kann lesen, hatte aber nie vor auf der Seite dieses antizionistischen Lochs eine sinnvolle Diskussion zu führen, sondern meine Abscheu gegenüber diesen doppelmoralischen linken Friedensfreunden ausdrücken. Hoffnungslose Fälle …

M. T. Was hat er denn gemacht? Handy aufgeladen, Bulleten gegessen oder Pfandbons geklaut?

S. B. Die Parteirechte demontiert sich selbst, die Konterrevolution frisst ihre Kinder

N. De Wäre schön wenn die Linken einen ihrer Rechten endlich enfernt hätten

S. A. Berlin derartige verbandelung mit zionisten bzw. propagandainstrumenten sollte allemal grund genug sein. bak shalom. ich bitte euch!

M. B. „derartige verbandelung mit zionisten bzw. propagandainstrumenten „? genau, endlich alle „judenlümmel“ rauswerfen oder wie? ist ja widerlich, was hier im linken bodensatz rumkrabbelt.

T. S. m.: ausräuchern + grillen bezog sich nicht auf die jw, sondern auf die genossinnen + genossen in niedersachsen. zu deinen beiden beiträgen hier bleibt mir nur eine bemerkung: wer lesen kann ist klar im vorteil…

C. H. Kann nur Fortschritt bedeuten…

M. T. – T.: heul doch.

S. F. –  K. G. Lieber Spät als NIE!!! Sehr Sehr GUT … wer sich so Verhält wie Seibert ist einfach nicht haltbar und brauch sich jetzt gar nicht hinter seinem er ist Betriebsrat verstecken!!!

M. V. – H. H., … oder wie heißen jetzt Leute vom Verfassungszerstörerverein.
Ne Spaß beiseite, ich hoffe es wird vielen Menschen klar das mit der größeren Sicht auf die Dinge.

M. V. Vom Verfassungsschutz? Prost…

S. H. Au sind hier manche peinlich, da ist ja BILD noch sozial und seriös dagegen. Das hat nichts mehr mit Meinung zu tun, Hass, Hass gegen jemanden der anders denkt und anders sich äußert! Das hat schon was mit Rassismus zu tun. Wer anders ist wird ausgegrenzt…
Kotz…

S. A. Berlin das sind ja auch zwei verschiedene begriffe. wollte einem möglichen vorwurf nur zuvorkommen, da ich „judenlümmel“ als interpretation nicht zuordnen kann.

S. A. Berlin nachtrag, m.:

http://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_Herzl

http://de.wikipedia.org/wiki/Resolution_3379_der_UN-Generalversammlung

S. H. – H.-A. K. – Geht, glaub mir, ich war 2 Jahre Hauptpersonalrat und zwei Jahre Personalrat, freigestellt! Ich kann Dir eines sagen, bei so einer Kündigung wie Mark, wären wir Amok mit den Arbeitgebern gelaufen!!!

S. H. – T., also hat ein Betriebsrat kein Recht auf eigene Meinung?

H. M. Das nicht zu vergessen

http://www.welt.de/print/wams/nrw/article112043887/Die-Linke-und-der-Staat-Israel.html

U. H. „ne was isses schön. Könnt es nu nicht immer so sein?“ (Mutter Kempowski in „Uns gehts ja noch Gold“.

L. S. endlich hat man gehandelt..alles andere wäre absolut nicht nachvollziehbar gewesen.. herr seibert hat sich selber ins aus geschossen

S. A. Berlin guten morgen!

S. A. Berlin jüdischer glauben, semiten als ethnie (bin selber ne halbe) und zionismus als rein politische kraft sind grundverschiedene dinge, m. b.. wir wollen doch mal sachlich bleiben.

Quelle: Facebook „Junge Welt“ >>>>> weiterlesen

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Fotoquelle: Redaktion DL/UP/ nachgearbeitet von einen aufmerksamen Kommentator. Danke !

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Die Welt der Kungelei

Erstellt von DL-Redaktion am 11. August 2010

Die heile Welt der Kungelei

Muttis Fassaden – Redner

Mit dem Amtsantritt des neuen Regierungssprechers befasst sich dieser Kommentar. Zitat: „Skandalös ist, das Steffen Seiberts Amtsvorgänger Intendant beim Bayrischen Rundfunk wird“.

IE

Ein Kommentar von Steffen Grimberg.

Ab heute haben sie beim Bundespresseamt einen neuen Chef. Steffen Seibert, bislang eine der journalistischen Galionsfiguren des ZDF, tritt seinen Posten als Regierungssprecher an.

Dabei ist es bezeichnend, dass in der Öffentlichkeit und in den Medien die Personalie Seibert für mehr Aufmerksamkeit sorgte und vor allem deutlich kritischer diskutiert wurde als der Jobwechsel des Mannes, den Seibert nun an Angela Merkels Seite ersetzt. Dass man für den Posten des Regierungssprechers einen Spitzenjournalisten holt, ist weder ein Skandal noch bedenklich. Dass der ehemalige Regierungssprecher Ulrich Wilhelm 2011 Intendant beim Bayerischen Rundfunk wird, schon.

Natürlich gibt es in Deutschland zu Recht keine Berufsverbote (mehr). Doch der alte Satz, dass nicht alles, was legal ist, auch richtig ist, trifft für Wilhelm zu. Offiziell mag ein Regierungssprecher „nur“ beamteter Staatssekretär auf Zeit sein – und damit Teil der Verwaltung, nicht der Regierung. In der journalistischen Praxis taugt diese bemühte Differenzierung aber nicht: Ein Regierungssprecher ist ein Verkäufer, noch dazu einer, dessen oberstes Gebot die unbedingte Loyalität zur Kanzlerin und zu ihrer Regierung ist. Bei Wilhelm wurde diese Loyalität zum Markenzeichen.

Quelle : TAZ >>>>> weiterlese

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Fotoquelle : RudolfSimonEigenes Werk

Steffen Seibert, Speaker of the German government, 2010

 

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